04: Seite 255 - Seite 338 (Kap. 31 - einschl. Kap. 41)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 255 bis Seite 338 (Kapitel 31 - einschl. Kapitel 41) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Im 4. Abschnitt geht es spannend und informativ weiter! So viele Eindrücke!


    Wir erfahren endlich etwas mehr über Magister Fuchs (der übrigens auch Heinrich heißt - wie Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim auch). Er war Mediziner, Gelehrter und ein Freund von Simon Weyner. Als der Bader anderswo beschäftigt ist, medizinische Hilfe aber wirklich gefragt war, hat er ausgeholfen. Und mit ihm Sophia, die mutig und beherzt Hilfe leistet. Einen offenen Bruch anzusehen - das schafft nicht jeder!
    Dass der Magister aber trotzdem noch viele Geheimnisse verbirgt, wird auch klar!


    Besonders interessant finde ich ja die medizinischen Hinweise - dass er zum Beispiel einen Aufguss aus Stechapfel verwendet, um den Kutscher zu betäuben. Ein wenig riskant war das schon.


    Ein weiteres spannendes Kapitel ist die Bockewirthin - nach den grauenhaften Erlebnissen mit Kunz ist sie krank. Sie freut sich zwar, weil sie Simon zur Zeit außer Gefahr glaubt, aber sie erzählt nichts von den fürchterlichen Ereignissen. Es wundert mich, dass sie auch Sophia nicht warnt. Sie hat doch schon unter Kunz gelitten - glaubt sie tatsächlich, dass nur Simon in Gefahr ist?


    Dann wird Thomas Bockewirth ermordet aufgefunden und wieder gibt der Richther Selbstmord als Todesursache an. Warum? Welche Rolle spielt er in dieser Geschichte? Ist er nur nachlässig und faul? Oder verdeckt er bewusst die Morde um wem ? zu helfen?


    Kunz gesteht diesen Mord Schumann gegenüber ein. Wenn er es aber geschafft hat, den als bärenstarken Thomas beschriebenen Bockewirth zu ermorden, dann wird er bei den anderen auch keine großen Probleme gahabt haben, was meint ihr? Übrig bleibt das bis jetzt noch nicht gelöste Rätsel umd die großen Fußabdrücke!


    Momentan hat Kunz ja die Stadt verlassen - aber Schumann schuldet ihm noch Geld, also wird er früher oder später garantiert wieder auftauchen!


    Mittlerweile glauben auch der Bader und der Magister nicht mehr an Selbstmord. Die Leichenschau bringt auch ein andere Ergebnis! Mir war nicht klar, dass es damals schon wieder erlaubte Obduktionen gab! (Ich hab nachgelesen: Papst Clemens VII hat bereits 1523 die Untersuchung an Toten ausdrücklich genehmigt)


    Irgendwer sagt auch einmal "Kruzitürken" - damals war das ja ein richtiggehend neumodisches Wort. Ein Slangausdruck fast! :D


    Endlich kommen sich auch Sophia und Niklas näher. Das wird aber problematisch, weil Niklas ja nicht in der Lage ist, eine Familie zu ernähren. Aber wenigstens weiß Sophia, dass sie einen Freund hat, der für sie da ist. Und ich glaube, dass wird noch ganz wichtig werden. Außerdem ist sie ja auch in ihn verliebt. Vielleicht wird es ja doch noch was!


    Schumann wirbt um Sophia. Mit Orangen, die damals sicher ein Vermögen gekostet haben und Ausflügen. Aber ununterbrochen kann er seine Maske des höflichen und netten Mannes nicht aufrechterhalten. Und wenn ich seine Gedanken hier lese (zum Beispiel, dass er sie fügsamer machen will etc oder seine Vergleiche von Pferden und Frauen) werde ich richtig zornig! Ein schrecklicher Typ - hoffentlich bekommt er eine Strafe, die er verdient! Auch dafür, dass er Katrina verjagt und ihren Vater umgebracht hat!


    Aber erst macht er Sophia noch einen Heiratsantrag. Sie ist zwar offensichtlich nicht recht glücklich damit, aber prinzipiell ist sie bereit dem Wunsch des Vaters zu entsprechen, der Schumann als guten Schwiegersohn ansieht. Ich hoffe, dass sich das bald ändert. Alles in allem ist das eine Situation, die wir uns heute und hier kaum noch vorstellen können! Glücklicherweise! Und trotz allem unguten Gefühlen, die sie ihm gegenüber hat, beginnt sie Entschuldigungen für sein Verhalten in der Amtsstube zu suchen :o


    Bei Katrina habe ich ja einen tatsächlichen Selbstmord angenommen und bin damit völlig daneben gelegen! Aber sie hat das Kind geboren und dann umgebracht. Wie verzweifelt muss sie gewesen sein in dieser Zeit! Es beweist die grausame Doppelmoral, dass sie deshalb noch eingesperrt und dem Henker ausgeliefert wird. Schumann, der ja auch beteiligt war, passiert gar nichts. Da fragt niemand nach! >:(


    Außerdem wird wieder ein Pestepidemie befürchtet, auch wenn der Bader nicht ganz sicher ist, ob es tatsächlich der Schwarze Tod ist.
    Es ist bezeichnend für Sophie, dass sie Jonas sofort zu sich nimmt um ihn eventuell zu beschützen, weil ja Marias Großmutter bereits erkrankt ist.
    Es ist ja wirklich großherzig von ihr - aber vom seuchenhygienischen Standpunkt war das nicht klug, eigentlich sogar gefährlich. Glücklicherweise scheint Jonas gesund zu sein und niemand in diesem Haushalt (der mir mittlerweile schon richtig ans Herz gewachsen ist) erkrankt!


    Und endlich wird auch das Buch wieder aus dem Kontor hervorgezogen: Magister Fuchs vermutet eine Codierung und interessiert sich sehr für das Buch. Ich bin schon neugierig, ob wir noch erfahren werden, welches Geheimnis es verbirgt (oder ob das der Inhalt des nächsten Bandes sein wird!)


    Auf alle Fälle ist es weiterhin sehr spannend und auch weiterhin sehr informativ! Großartig!
    :winken:

  • Nun hat es tatsächlich auch noch Thomas Bockewirth erwischt. Und nach dem Verhalten seiner Frau zu urteilen, weiß sie, dass Simon Weyner ebenfalls in Gefahr ist. Ich habe zwar kein gutes Gefühl bei Weyners Geschäftsreise, aber im Moment ist es vielleicht tatsächlich besser, wenn er außerhalb von Schumanns Zugriff ist.


    Immerhin hat Sophia nun Gewissheit, dass Kunz etwas mit den Morden zu tun hat. Die von Niklas gezeichneten Steckbriefe sind eine sehr gute Idee, allerdings hoffe ich auch, dass sich Niklas damit nicht in Gefahr bringt, da für Schumann und Kunz damit klar ist, dass es einen weiteren Mitwisser gibt. Ich hatte so gehofft, dass Sophia Schumann nichts von Kunz erzählt, aber woher sollte sie auch wissen, dass er mit Kunz unter einer Decke steckt.


    Und wie schon im letzten Abschnitt befürchtet, wird Schumann immer skrupelloser: nun hat er definitiv selbst gemordet. Und zwar Katrinas Vater – ihr Schicksal und das von ihrem Vater macht mich sehr traurig. Was die beiden mitmachen müssen, und das nur, weil dieser schreckliche Stadtschreiber seine Gelüste nicht unter Kontrolle hat. Ich hoffe so sehr, dass Sophia skeptisch genug bleibt und sich nicht auf dessen Avancen einlässt. Ich habe bisher auch nicht den Eindruck, dass sie Schumann viele Gefühle entgegenbringt, im Gegenteil, es kommen ihr teilweise ernste Zweifel – ich hoffe sehr, dass sie überwiegen werden. Zumal Schumann Sophia jetzt schon vorschreiben will, dass sie Maria nicht mehr treffen soll. Aber wie schon im letzten Abschnitt geschrieben, habe ich die Befürchtung, dass die Weyners durch die schlechtere Geschäftslage immer mehr unter Druck geraten.


    Sophia und Niklas haben sich gegenseitig ihre Zuneigung gestanden, auch wenn für Niklas klar ist, dass Sophia für ihn unerreichbar ist. Wie schlimm muss es für ihn sein, wenn er ihr zureden muss, dass sie sich für einen Anderen entscheiden soll.
    Ich war mir lange nicht darüber klar, wie Fuchs zu Sophia steht, aber inzwischen denke ich, dass er wirklich nur ein sehr guter Freund für sie ist. Und dass er Niklas ermahnt, sich von Sophia zurückzuziehen, sehe ich daher auch nicht als Neid oder Missgunst an, er hat ja leider recht.
    Aber wenn Niklas Sophia schon nicht haben kann, dann wäre mir Fuchs in jedem Fall tausendmal lieber als Schumann.


    Über Fuchs erfahren wir in diesem Abschnitt auch einiges interessante Details. Mich haben seine medizinischen Kenntnisse ebenfalls ziemlich überrascht. Und wir erfahren, dass er und Sophia eine traurige Gemeinsamkeit teilen: sie haben beide Familienmitglieder an den Schwarzen Tod verloren. Kein Wunder, dass Fuchs genauso neugierig auf das geheimnisvolle Buch ist und ihr helfen will, es zu entziffern. Ich bin sehr gespannt, ob die beiden mit dem Buch Fortschritte machen werden.


    Beim Tod von Thomas Bockewirth geht die Gerichtsbarkeit wieder von Selbstmord aus. Sind die „Ermittler“ eigentlich so unfähig? Genau das, was Sophia sagt, wie auffällig die vielen Selbstmorde sind, müsste doch den Verantwortlichen langsam wirklich zu denken geben.


    Klasse fand ich die ermittelnde Zusammenarbeit zwischen Niklas, Fuchs und dem Bader Arnold. War aber klar, dass sich Sophia nicht zurücknehmen wird und den Männern hinterherspioniert ;D Und wieder finden sie weitere Puzzleteile, aber leider noch keinerlei Hinweis auf Schumann.


    Dann der nächste Scbock: die Pest scheint wieder in Pirna zurück zu sein. Und ausgerechnet Marias Großmutter erwischt es. Ich hoffe jetzt sehr, dass sich Maria nicht auch noch angesteckt hat. Meinetwegen könnte sich Schumann anstecken, ihm würde ich keine Träne nachweinen. Sophia muss nicht lange überlegen, dass sie Jonas zu sich nimmt. Schumann hätte das nie und nimmer erlaubt.


    In jedem Fall ist das Buch auch weiterhin sehr spannend.


  • Wir erfahren endlich etwas mehr über Magister Fuchs (der übrigens auch Heinrich heißt - wie Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim auch).


    Echt jetzt? Das ist mir glatt durch die Lappen gegangen - das könnte ja doch für meine Überlegung sprechen, dass Fuchs und Agrippa ... ;D



    Er war Mediziner, Gelehrter und ein Freund von Simon Weyner. Als der Bader anderswo beschäftigt ist, medizinische Hilfe aber wirklich gefragt war, hat er ausgeholfen. Und mit ihm Sophia, die mutig und beherzt Hilfe leistet. Einen offenen Bruch anzusehen - das schafft nicht jeder!


    Ja, Sophia ist echt taff - und Fuchs hat auch keinerlei Probleme damit, ihre Hilfe anzunehmen.



    Dass der Magister aber trotzdem noch viele Geheimnisse verbirgt, wird auch klar!


    ... auf dich ich sehr gespannt bin.



    Besonders interessant finde ich ja die medizinischen Hinweise - dass er zum Beispiel einen Aufguss aus Stechapfel verwendet, um den Kutscher zu betäuben. Ein wenig riskant war das schon.


    Gerade die medizinischen Informationen in historischen Büchern finde ich ebenfalls immer sehr spannend.



    Sie freut sich zwar, weil sie Simon zur Zeit außer Gefahr glaubt, aber sie erzählt nichts von den fürchterlichen Ereignissen. Es wundert mich, dass sie auch Sophia nicht warnt. Sie hat doch schon unter Kunz gelitten - glaubt sie tatsächlich, dass nur Simon in Gefahr ist?


    Ich hätte mir auch gewünscht, dass sie irgendwas zu Sophia sagt, aber wer weiß, mit was Kunz ihr gedroht hat.



    Dann wird Thomas Bockewirth ermordet aufgefunden und wieder gibt der Richther Selbstmord als Todesursache an. Warum? Welche Rolle spielt er in dieser Geschichte? Ist er nur nachlässig und faul? Oder verdeckt er bewusst die Morde um wem ? zu helfen?


    Aber echt, man könnte wirklich den Eindruck gewinnen, dass hier irgendwas vertuscht werden soll.



    Bei Katrina habe ich ja einen tatsächlichen Selbstmord angenommen und bin damit völlig daneben gelegen! Aber sie hat das Kind geboren und dann umgebracht. Wie verzweifelt muss sie gewesen sein in dieser Zeit! Es beweist die grausame Doppelmoral, dass sie deshalb noch eingesperrt und dem Henker ausgeliefert wird. Schumann, der ja auch beteiligt war, passiert gar nichts. Da fragt niemand nach! >:(


    Diese heuchlerische Doppelmoral macht mich auch total wütend.


  • Ich hoffe so sehr, dass Sophia skeptisch genug bleibt und sich nicht auf dessen Avancen einlässt. Ich habe bisher auch nicht den Eindruck, dass sie Schumann viele Gefühle entgegenbringt, im Gegenteil, es kommen ihr teilweise ernste Zweifel – ich hoffe sehr, dass sie überwiegen werden. Zumal Schumann Sophia jetzt schon vorschreiben will, dass sie Maria nicht mehr treffen soll. Aber wie schon im letzten Abschnitt geschrieben, habe ich die Befürchtung, dass die Weyners durch die schlechtere Geschäftslage immer mehr unter Druck geraten.


    Ich hoffe auch, dass ihre Zweifel überwiegen werden. Aber sie ist ja unbedingt gewillt, dem Wunsch ihres Vaters zu entsprechen! Am Schluss sucht sie ja sogar noch nach Entschuldigungen für Schumanns Verhalten! Bei diesem Gespräch wollte er ihr ja Vorschreibungen machen, hat aber damit ihre Fragen nicht beantwortet!


    Ich glaube Doscho hatte schon die Idee, dass Katrina und Sophie sich eventuell treffen könnten - das wäre eine tolle Idee und jetzt genau der richtige Moment um Schlimmeres zu verhindern. :angst:


    Ich bin übrigens schon sehr neugierig auf Katrinas Strafe für den Kindesmord.


    Echt jetzt? Das ist mir glatt durch die Lappen gegangen - das könnte ja doch für meine Überlegung sprechen, dass Fuchs und Agrippa ... ;D


    Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim ist bereits 1535 in Grenoble verstorben. Folglich kann er sich nicht als Magister Fuchs in Pirna herumgetrieben haben :-\
    Aber, liebe Heike, war er ein wenig der Pate für die Figur des Magister Fuchs? Gewissen Ähnlichkeiten sind ja wirklich vorhanden!
    :winken:


  • Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim ist bereits 1535 in Grenoble verstorben. Folglich kann er sich nicht als Magister Fuchs in Pirna herumgetrieben haben :-\


    Ach schade - danke für die Info, ich muss auch mal nach ihm googeln.

  • Wie die anderen Abschnitte, ist auch dieser wieder sehr spannend gewesen und erfahren viele interessante historische Hintergründe.


    Also ich ziehe meinen Hut vor Sophia. Als Petter sich schwer am Bein verletzt hat, stand sie Bader Arnold tapfer zur Seite und hat sogar den Knochen zurück gedrückt. Tapfere junge Frau.
    Dabei kam eine Bemerkung von Simon Weyner, die mich, so wie Sophia rätseln lässt.Was hat es mit Heinrich Fuchs seiner Vergangenheit auf sich, hat er eventuell als Arzt praktiziert?


    Nun ist Sophia ausgerechnet jetzt alleine, da ihr Vater aufgebrochen ist, um neue Geschäfte abzuschließen.
    Jetzt, wo wieder so viel passiert. Nachdem der Bader sie darum gebeten hat, nach ihrer Patin zu sehen, stellt sie fest, dass diese sich sehr komisch verhält. Sie ist froh das Simon für einige Zeit nicht in Pirna sein wird. Dann nimmt Sophia eine Gestalt war, die ihr sehr bekannt vorkommt.
    Die Köchin hatte Sophia erzählt,dass die Patin Nachts im Schlaf geschrien hat.
    Tage später als Bockewirth wieder zu Hause angekommen ist, ist auch dieser ein Tag später tot.
    Sophia hat mitbekommen wie die Männer sich heimlich unterhalten. Kurzerhand entschließt sie sich den beiden zu folgen. Steigt beim Bader ins Haus ein und kann glauben was sie dort zu Gesicht bekommt.
    Der Bader glaubt definitiv nicht an einen Selbstmord und der Magister stimmt ihm in seiner Meinung zu. Sie wollen den Täter zur Strecke bringen.
    Ganz schön gefährlich was der Bader dort macht. Aber nur so kann er den Menschlichen Körper besser verstehen. Wie ich auch schon in anderen Büchern gelesen habe, war der Bader da kein Einzelfall.


    Niklas und Sophia entdecken schon wieder Kunz gegenüber vom Haus der Bockewirhs. Er verbietet ihr, alleine aus dem Haus zu gehen.


    Bei einem wiederholten Ausflug mit Wolf, habe ich immer zu gedacht, hoffentlich erzählt Sophia nicht zu viel. Sie hat wohl noch keine ausreichende Menschenkenntnis, oder sieht nur gutes in den Menschen, um zu sehen wer es mit ihr ehrlich meint.
    Auf dem Nachhauseweg begegnen sie Michael Lehmann, der sich ihnen in den Weg gestellt hat und seine Tochter Kathrina sucht. Spätestens jetzt wäre ich an ihrer Stelle stutzig geworden.
    Lehmann wird später tot aufgefunden und seine Tochter landet in der Fronfeste, weil sie ihr Neugeborenes umgebracht haben soll.
    Sophia fragt alle möglichen Leute direkt um etwas zu erfahren. Ich habe mich gefragt, warum sie nicht einmal zu Kathrina gegangen ist. Ich hätte das wahrscheinlich gemacht.


    *** wegen Spoiler gelöscht und in den nächsten Abschnitt verschoben ***


    Nach dem Wolf völlig ausser sich gewesen ist, weil Kunz einfach in der Schreibstube erschienen ist, schickt er diesen zu seinem Bruder.


    Und dann bricht wieder die Pest in der Vorstadt aus. Marias Oma ist leider auch betroffen und Sophia handelt geistesgegenwärtig und nimmt den kleinen Jonas mit. Auch er hätte schon angesteckt sein können, aber zum Glück ist er gesund. Sie erfährt von Heinrich Fuchs, dass dieser seine Frau und Kinder durch die Pest verloren hat.
    Nachdem Sophia ihm das Buch gezeigt hat, stellen sie fest, dass auch er die Schrift nicht entschlüsseln kann.


    Ach, und Niklas hat Sophia seine Liebe gestanden. Doch leider steht diese Liebe unter keinem guten Stern, da er das Bürgerrecht nicht hat und an Wohlstand mangelt es ihm auch. Aber ich wünsche mir nach wie vor das die beiden einen Weg finden.


    Die Habsburger liegen mit den Osmanen in einer Fehde, offensichtlich beruhigt sich die politische Lage wieder. Nicht das auch noch die Männer in den Krieg müssen.


    Ach das ist alles so spannend :)


  • Aber, liebe Heike, war er ein wenig der Pate für die Figur des Magister Fuchs? Gewissen Ähnlichkeiten sind ja wirklich vorhanden!
    :winken:


    Ja, genauso ist es. ;)


    Der Typ des Universalgelehrten, der auf ganz vielen Gebieten Kenntnisse und Fertigkeiten besitzt, hat mich schon immer fasziniert. Ich habe bei meinen Recherchen ein Buch über den Menschen in der Renaissance gelesen. Was über Gelehrte, Künstler und Frauen geschrieben wurde, hat mich bei den Figuren von Fuchs, Niklas und Sophia stark beeinflusst. Das Menschenbild unterschied sich doch schon deutlich von dem des Mittelalters und näherte sich unserem heutigen ein ganzes Stück mehr an.

  • Immer besser lernt man den hinterhältigen Schumann in diesem Abschnitt kennen, worauf man aber auch gerne verzichten könnte! Frei von jeder Moral und Einsicht in sein schändliches Treiben spürt er nicht die geringsten Skrupel, Katrinas Vater umzubringen.
    In Bezug auf das Mädchen, das durch den Henker von Dresden schreckliche Torturen zu erleiden hatte, hat er nicht den Funken eines schlechten Gewissens. Ich fasse es einfach nicht!


    Unverständlich ist für mich auch, dass Sophia, die ja nun schon einige widerwärtige Facetten an ihrem Brautwerber kennengelernt hat, sich nicht ganz entschieden von ihm fernhält, ihn stattdessen noch in gewisser Weise vor sich selbst in Schutz nimmt, Rechtfertigungen für sein Verhalten sucht.
    Sie muss doch sehen, was ihr blühen wird, sollte sie tatsächlich einwilligen, ihn zu heiraten! Ade Freiheit - und allnächtlicher Beischlaf auf wahrscheinlich auch noch perverse Art.
    Bleibt zu hoffen ( ich merke, dass ich während des gesamten Romans bis jetzt nur am Hoffen bin! ), dass ihr noch rechtzeitig nachdrücklich die Augen über ihn geöffnet werden.


    Wie befürchtet, wurde der dritte der Schatzräuber umgebracht: Bockewirth! Und wieder wird sein Tod zum Selbstmord erklärt. Der Bader, der Magister, der Maler und Sophia wissen genau, dass dem nicht so ist, ebenso wie der Mörder Kunz ( ich kann kaum glauben, dass es diesmal wirklich dieses üble Subjekt ist, das gemordet hat, denn so ginge ja meine schöne Theorie mit dem Unbekannten im Hintergrund flöten...) und sein Auftraggeber Schumann.
    Jetzt bleibt nur noch Sophias Vater übrig, der sich momentan aber glücklicherweise auf Reisen befindet.
    In diesem Zusammenhang - war Petters Unfall mehr als das? Wollte jemand verhindern, dass Weyner die Stadt verlässt oder sie mit dem zuverlässigen und erfahrenen Kutscher Petter verlässt??


    Endlich tritt der Magister langsam aber sicher in den Vordergrund. Er ist nicht nur ein Mann mannigfaltiger Talente, sondern auch, wie immer mehr bestätigt wird, ein aufrechter und einfühlsamer Mann, der freilich das eine oder andere Geheimnis hüten mag. Ein sehr ungewöhnlicher und aufgeschlossener Mann für die Zeit, in der er lebte, möchte ich meinen. Ein Freidenker, einer, der nichts hinnimmt, dafür aber vieles hinterfragt und zu seinen eigenen Schlüssen kommt.
    Und wenn jemand das Rätsel um das geheimnisvolle Buch lösen kann, das Sophia ihm zum Glück endlich gezeigt hat, dann ist er es. Ein paar gute Ideen hat er ja schon. Zudem glaube ich, dass er eine ziemlich genaue Ahnung hat, worum es in dem Buch geht ( und das auch Schumann aus den Wortfetzen seines leiblichen Vaters vor dessen Tod geschlossen hat )


    Dann, gegen Ende dieses vierten Abschnitts, scheint, oh Schreck, die Pest wieder zurückgekehrt zu sein, und sie fordert ihre ersten Opfer. Hoffentlich trifft es nicht den kleinen Jonas, den Sophia so selbstverständlich mit in ihres Vaters Haus genommen hat.
    Auch der Magister hat seine Erfahrungen mit der Pest gemacht, wie man erfährt, - und dabei Frau und Kinder verloren.
    Ich vermute, dass er zu jener Zeit als Arzt gearbeitet hat und ob seiner Machtlosigkeit, die Seinen zu retten, dieses Metier aufgegeben hat. Doch ahnt Sophia, wobei ich in diese Ahnungen einstimme, dass noch mehr dahintersteckt...


    Ach, noch etwas fällt mir auf: das häufige Auffinden von toten Ratten, von denen man weiß, dass sie Pestüberträger sind. Wusste man das damals auch? Ich meine mich zu erinnern, dass der Bader ganz zu Anfang über den Zusammenhang zwischen Pest und Ratten gesprochen hat.
    Auf jeden Fall aber weiß er um die Notwendigkeit absoluter ( was im 16. Jahrhundert wohl gar nicht möglich war ) Sauberkeit und Reinlichkeit, zu der er den Weynerschen Haushalt anhält. Auch er, der Bader, ist, wie sich ja schon früh abzeichnete, ein wirklich erstaunlicher Charakter in dieser Geschichte. Wissbegierig und engagiert wie der Magister scheint er seiner Zeit ebenfalls voraus zu sein.


    So langsam läuft der Roman nun auf sein Ende zu - und ich hoffe vor allem, wie immer wieder gesagt, was beweist, wie sehr mir die Geschichte im Kopf herumspukt, dass sich meine Befürchtungen bezüglich einer Verbindung Sophia - Ekel Schumann nicht bestätigen, dass sie, die einen für gewöhnlich so klaren Blick für Dinge, Menschen, Situationen hat, möglichst schnell sieht, welches Spiel Schumann treibt. Letzterem wünsche ich natürlich zum wiederholten Male all das Böse, das er anderen angetan hat und, wird er nicht gebremst, noch antun wird. Doch befürchte ich, dass er sich, was auch immer über ihn ans Tageslicht kommt, aus mehr als einer Schlinge, vielleicht sogar aus der des Teufels ziehen wird, aalglatt wie er ist....


  • Kunz gesteht diesen Mord Schumann gegenüber ein. Wenn er es aber geschafft hat, den als bärenstarken Thomas beschriebenen Bockewirth zu ermorden, dann wird er bei den anderen auch keine großen Probleme gahabt haben, was meint ihr?


    Bei dem angeblichen Selbstmord des Tischlers war er noch nicht Schumanns Lakai, kann diesen also nicht getötet haben. Nein, ich glaube noch immer, dass hinter den Morden jemand anders steckt, der Schumann immer im Blick hat und dann die Gunst der Stunde nutzt bzw., wie bei Bockewirth, anderen die schmutzige Arbeit des Tötens überlässt.



    Schumann wirbt um Sophia. ( ... ) Und wenn ich seine Gedanken hier lese (zum Beispiel, dass er sie fügsamer machen will etc oder seine Vergleiche von Pferden und Frauen) werde ich richtig zornig!


    Das ist auch zum Zornigwerden! Das Schlimme ist, dass, wenn er erstmal Sophia in seiner Gewalt hat ( was hoffentlich nie geschehen wird ), ihm das Gefügigmachen auch gelingen wird - mit Gewalt. Dass er dazu fähig ist, wissen wir inzwischen längst...



    ( ... ) Aber sie hat das Kind geboren und dann umgebracht. Wie verzweifelt muss sie gewesen sein in dieser Zeit! Es beweist die grausame Doppelmoral, dass sie deshalb noch eingesperrt und dem Henker ausgeliefert wird. Schumann, der ja auch beteiligt war, passiert gar nichts. Da fragt niemand nach!


    Und er fühlt sich noch dazu frei von jeglicher Schuld, was ein übles Licht auf ihn wirft. Diese Folter und die zu vermutende Hinrichtung danach geht ganz allein auf seine Kappe, und ich bin mir ziemlich sicher, dass Fälle wie die Katrinas nicht ungewöhnlich waren. Das macht mich erst recht wütend!



    Es ist bezeichnend für Sophie, dass sie Jonas sofort zu sich nimmt um ihn eventuell zu beschützen, weil ja Marias Großmutter bereits erkrankt ist.
    Es ist ja wirklich großherzig von ihr - aber vom seuchenhygienischen Standpunkt war das nicht klug, eigentlich sogar gefährlich. ( ... )


    Diese Handlungsweisen schätze ich so an Sophia. Sie hilft, wenn sie sieht, dass es notwendig ist, sie setzt sich dann sogar über Konventionen hinweg. Würde sie das doch auch tun bei der Wahl ihres zukünftigen Gemahls!



    ( ... ) Magister Fuchs vermutet eine Codierung und interessiert sich sehr für das Buch. Ich bin schon neugierig, ob wir noch erfahren werden, welches Geheimnis es verbirgt (oder ob das der Inhalt des nächsten Bandes sein wird!)


    Letzteres hoffe ich doch sehr! Zwar finde ich Cliffhanger am Ende eines Abschnitts gerade in Leserunden spannend, aber ein Buch sollte doch nicht damit enden, sondern in sich abgeschlossen sein. Das ist auch der Grund, warum ich keine Anhängerin von Buchreihen/Serien bin.


  • ( ... ) Ich habe zwar kein gutes Gefühl bei Weyners Geschäftsreise, aber im Moment ist es vielleicht tatsächlich besser, wenn er außerhalb von Schumanns Zugriff ist.


    Mich beschleicht der Verdacht, dass Weyners Reise hatte verhindert werden sollen - durch Petters, des Kutschers "Unfall". Denn ihn fern von Pirna einen vorgeblichen Selbstmord begehen zu lassen, würde wohl auch gutgläubige Gemüter stutzig machen.



    Und wie schon im letzten Abschnitt befürchtet, wird Schumann immer skrupelloser: nun hat er definitiv selbst gemordet. Und zwar Katrinas Vater – ihr Schicksal und das von ihrem Vater macht mich sehr traurig.


    Eine unaussprechlich grausame Geschichte, die mich noch immer nicht loslässt. Katrinas Leiden begann in dem Moment, in dem sie Schumanns Haushalt betrat. Sie war da schon verloren, zumal sie in der ganzen Stadt keinen Fürsprecher hat. Zum Weinen!



    Aber wenn Niklas Sophia schon nicht haben kann, dann wäre mir Fuchs in jedem Fall tausendmal lieber als Schumann.


    Jeder ist besser als Schumann! Bezüglich des Magisters - hat der denn die Bürgerrechte und das notwendige Einkommen, um ihn als Bewerber annehmbar zu machen?



    Beim Tod von Thomas Bockewirth geht die Gerichtsbarkeit wieder von Selbstmord aus. Sind die „Ermittler“ eigentlich so unfähig? Genau das, was Sophia sagt, wie auffällig die vielen Selbstmorde sind, müsste doch den Verantwortlichen langsam wirklich zu denken geben.


    Wer weiß, wer da im Hintergrund seine Fäden zieht.... ;)



    ( ... ) Sophia muss nicht lange überlegen, dass sie Jonas zu sich nimmt. Schumann hätte das nie und nimmer erlaubt.


    Natürlich nicht! Das sollte auch Sophia so langsam klar werden.
    Schön fand ich übrigens, wie selbstverständlich der gesamte Weynersche Haushalt hinter Sophias Entscheidungen steht und den kleinen Jonas willkommen heißt. Das sagt mir viel über den Ton, der in diesem Hause herrscht und der, wenn ich das aus den Andeutungen korrekt schließe, auf Sophias Mutter zurückzuführen ist. Wirklich schade, dass sie der Pest zum Opfer fallen musste!


  • Ich hätte mir auch gewünscht, dass sie irgendwas zu Sophia sagt, aber wer weiß, mit was Kunz ihr gedroht hat.


    Richtig! Der brutale Landsknecht hat die arme Frau so in Angst und Schrecken versetzt, dass diese nicht wagt, den Mund aufzumachen. Und, das sollten wir nicht vergessen, jemand, der vergewaltigt wird, oder auch nur fast, hat einen schweren Stand unter den Bürgern. Diese schwachsinnige Ansicht, dass man damit, dass einem etwas angetan wurde, selber Schuld auf sich geladen hat, spukte damals ja noch in allen Köpfen ( und heute oft genug auch noch! ). Das heißt, Magdalena mag noch zusätzlich unter Schamgefühlen leiden, - für etwas, das sie nicht zu verantworten hat. Und auch dafür, dass sie Sophias Vater verraten hat.


  • Bei dem angeblichen Selbstmord des Tischlers war er noch nicht Schumanns Lakai, kann diesen also nicht getötet haben. Nein, ich glaube noch immer, dass hinter den Morden jemand anders steckt, der Schumann immer im Blick hat und dann die Gunst der Stunde nutzt bzw., wie bei Bockewirth, anderen die schmutzige Arbeit des Tötens überlässt.


    Stimmt! Beim Tod des Tischlers war Kunz noch nicht im Spiel! Und eigentlich glaube ich ja auch, dass da noch ein anderer herumgeistert, der großes Interesse an dem Buch hat. Und ich bin schon sehr neugierig, wie Heike dies auflösen wird. Wer dieser große Unbekannte im Endeffekt sein wird und warum er das Buch so unbedingt besitzen will. Ich bin mir ja fast sicher, dass wir ihm schon begegnet sind (wohl auch deshalb, weil ich es nicht mag, wenn der Mörder im letzten Kapitel aus dem Hut gezaubert wird).
    Abgesehen davon: ich halte es ja durchaus für möglich, dass Schumann selbst der Mörder ist. Für Kunz ist Folter, Quälen und Mord ein Vergnügen - und Schumann und Kunz sind eindeutig vom selben Schlag. >:(


  • Mich beschleicht der Verdacht, dass Weyners Reise hatte verhindert werden sollen - durch Petters, des Kutschers "Unfall". Denn ihn fern von Pirna einen vorgeblichen Selbstmord begehen zu lassen, würde wohl auch gutgläubige Gemüter stutzig machen.


    Auf den Gedanken bin ich bisher noch gar nicht gekommen - du könntest aber damit recht haben.



    Eine unaussprechlich grausame Geschichte, die mich noch immer nicht loslässt. Katrinas Leiden begann in dem Moment, in dem sie Schumanns Haushalt betrat. Sie war da schon verloren, zumal sie in der ganzen Stadt keinen Fürsprecher hat. Zum Weinen!


    Ohja, das macht mich auch unfassbar sprach- und fassungslos, wie hoffnungslos alles für Katrina war, seit sie Schumanns Haus betreten hat.



    Bezüglich des Magisters - hat der denn die Bürgerrechte und das notwendige Einkommen, um ihn als Bewerber annehmbar zu machen?


    Darüber bin ich mir auch nicht wirklich sicher, wie das bei ihm mit den Bürgerrechten aussieht.



    Das sagt mir viel über den Ton, der in diesem Hause herrscht und der, wenn ich das aus den Andeutungen korrekt schließe, auf Sophias Mutter zurückzuführen ist. Wirklich schade, dass sie der Pest zum Opfer fallen musste!


    Ja, das dachte ich auch schon einige Male, dass ich Sophias Mutter gerne kennengelernt hätte.


  • ( ... ) ich halte es ja durchaus für möglich, dass Schumann selbst der Mörder ist. Für Kunz ist Folter, Quälen und Mord ein Vergnügen - und Schumann und Kunz sind eindeutig vom selben Schlag. >:(


    Vom selben Schlag sind sie gewiss, - doch war es Schumann, der am Selbstmord des Tischlers zweifelte, weil er es nicht für wahrscheinlich hielt, dass dieser in seiner außerordentlich schlechten körperlichen Verfassung imstande gewesen wäre, sich das Seil um den Hals zu knüpfen und auf den Stuhl zu steigen.
    Dann fällt mir aber auch ein, dass er sich nicht erinnern kann, seinen Vater Johannes getötet zu haben. Könnte er unter Absenzen leiden!?

  • So, mal die ersten fünf Kapitel des Abschnitts:


    Interessant, jetzt erfahren wir wohl mehr über Fuchs' Vergangenheit, er kennt sich offenbar gut in der Medizin aus. Und ich vermute, er wollte in die Lehre/Wissenschaft gehen und hat dort schlechte Erfahrungen gemacht.


    Magdalena Bockewirth verwirrt mich, warum ist sie so froh, dass Simon fort ist? Außerdem scheint sie den Landsknecht (der wohl Kunz ist) zu kennen... sie weiß wohl auch mehr als sie sagt.


    Sophia macht sich wohl in vieler Hinsicht vieles kaputt. Sie liebt doch Niklas und er liebt sie, Mädel, bleib doch dabei! In der Zeit ist das wohl der sprichwörtliche Sechser im Lotto! Ich hoffe, es kommt noch der Donnerschlag, der sie erkennen lässt, dass Schumann nicht zu ihr passt.
    Auch ihre Neugier meine ich hiermit, auch wenn ich es ebenfalls kritisch sehe, dass sie ausgeschlossen wird. Ich habe schon die Vermutung, dass der Richter bestochen wird (von Schumann?), so dass er immer zum Schluss "Selbstmord" kommt, auch wenn man offensichtliche Zeichen für Mord findet...


  • Besonders interessant finde ich ja die medizinischen Hinweise - dass er zum Beispiel einen Aufguss aus Stechapfel verwendet, um den Kutscher zu betäuben. Ein wenig riskant war das schon.


    Getreu dem Motto von Paracelsus: Die Dosis macht das Gift. Beispielsweise sind meines Wissens noch heute die Tropfen zum Augen weit tropfen nichts anderes als Tollkirschextrakt.



    Dann wird Thomas Bockewirth ermordet aufgefunden und wieder gibt der Richther Selbstmord als Todesursache an. Warum? Welche Rolle spielt er in dieser Geschichte? Ist er nur nachlässig und faul? Oder verdeckt er bewusst die Morde um wem ? zu helfen?


    Ich mag nicht mehr an "Zufälle" glauben, für mich steckt da ein System dahinter. Und wenn Schumann dahintersteckt (was ich glaube, wenn auch über mehr oder weniger viele Ecken) dürfte es für ihn bei seiner Stellung ein leichtes sein, den Richter zu bestechen.


  • Magdalena Bockewirth verwirrt mich, warum ist sie so froh, dass Simon fort ist? Außerdem scheint sie den Landsknecht (der wohl Kunz ist) zu kennen... sie weiß wohl auch mehr als sie sagt.


    Ja natürlich kennt sie ihn! Er war doch derjenige, der ihr im Auftrag Schumanns jenen "Besuch" abstattete, bei dem er sie sehr unfein behandelte. Und natürlich dürfte ihr klar sein, dass nicht nur ihr Ehemann, sondern auch Weyner in Gefahr sind.



    ( ... ) Ich habe schon die Vermutung, dass der Richter bestochen wird (von Schumann?), so dass er immer zum Schluss "Selbstmord" kommt, auch wenn man offensichtliche Zeichen für Mord findet...


    Oder der Richter höchstpersönlich hat mit den Morden zu tun? Wundern würde mich das nicht, denn ich bin ja ohnehin überzeugt, dass es noch jemanden im Hintergrund gibt, dem daran gelegen ist, dass diejenigen bestraft werden, die etwas gestohlen haben, das eigentlich Eigentum der Kirche ist, ursprünglich jedenfalls. Nachdem die Sequestratoren ihre Arbeit verrichtet hatten, gehörten die Kirchengüter allerdings dem Land Sachsen, nicht wahr? Dem Dienstherrn des Richters....
    Und der hat gewiss einen Überblick über die Dinge, die sich hinter den Kulissen abspielen, - so weiß er bestimmt auch von dem Buch, das uns allen immer noch Rätsel aufgibt.