02: Seite 97 - Seite 174 (Kap. 11 - einschl. Kap. 19)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 97 bis Seite 174 (Kapitel 11 - einschl. Kapitel 19) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Man, wird das jetzt aber spannend. Wenn ich das Buch nicht in einer Leserunde lesen würde, würde ich es wahrscheinlich heute in einem Rutsch durchlesen ;D


    Zuerst einmal möchte ich deine akribischen Recherchen hervorheben, Heike. Und wie gut du sie in den Roman einfließen lässt, so dass sie nicht wie ein Fremdkörper erscheinen, sondern perfekt in die Handlung passen. Ich stelle mir das als eine ziemliche Puzzlearbeit vor, diese ganzen Informationen zusammenzutragen und dann auch noch vernünftig zu einem Roman zusammenzusetzen.


    Mir war z.B. bisher auch nicht bekannt, was damals zur Brandvorsorge getan wurde, dass man bei bestimmten Berufen nur eine begrenzte Anzahl an brennbaren Materialien innerhalb der Stadt lagern durfte usw.


    Aber nun zur Handlung: Wolf Schumann wird mir immer unsympathischer und ich hoffe sehr, dass er irgendwann seine gerechte Strafe erhält. Ich hatte so gehofft, dass Carlowitz und Schultheiss bei seinem seltsamen Verhalten Verdacht schöpfen würden, als die Sprache auf mögliche Schätze der Dominikaner kommt. Aber leider hat er mit seiner Rückenverletzung eine zu gute Ausrede.
    Und nun hat er mit Kunz einen Handlanger engagiert, der Bockewirth und Hewptmann bzgl. der geraubten Kisten auf den Zahn fühlen soll. Ausgerechnet Kunz, dessen Kumpan Klaas Sophia vergewaltigen wollte bzw. welche als mögliche Väter von Jonas in Frage kommen. Was für eine unglückliche Verkettung der Umstände.
    Und jetzt macht ausgerechnet Alex Walter auch noch Schumann auf Sophia aufmerksam :o


    Wolf hat Kunz aber doch nicht den ausdrücklichen Auftrag gegeben, Hewptmann umzubringen, oder nicht? Aber bei einem wie Kunz würde mich Mord nicht überraschen. Allerdings könnte auch Balthasar Blechschmidt als Täter in Frage kommen, was ich aber nicht hoffen möchte. Aber wenn er mal wieder zu viel getrunkten hätte, möchte ich es nicht ausschließen, dass er sich doch noch an dem Seiler gerächt hat. Schade, dass er sich im betrunkenen Zustand so wenig unter Kontrolle hat, im nüchternen Zustand ist er mir eigentlich ziemlich sympathisch, auch weil er Sophia so bereitwillig alles über die Baustelle erzählt und sie nicht für unwürdig hält, das alles zu verstehen, nur weil sie eine Frau ist.


    Das Dumme ist nur, falls der Richter doch noch von einem Selbstmord des Seilers abkommt, wird Balthasar Verdächtiger Nr. 1 sein, weil wahrscheinlich inzwischen ganz Pirna von dem Streit zwischen Blechschmidt und Hewptmann weiß. Kein Mensch wird ohne weitere Hinweise eine Verbindung zu Schumann herstellen können - wie auch.


    Dass der Name des dritten Schatzräubers doch noch unbekannt ist, hatte ich im ersten Abschnitt falsch verstanden, d.h. es ist also durchaus möglich, dass Simon Weyner tatsächlich damals mit von der Partie war.


    Sophia und die Männer, da tut sich in diesem Abschnitt ja einiges. Balthasar Blechschmidt scheint Sophia zu schätzen, aber auch Niklas Dorndorf und auch bei Magister Fuchs bin ich mir nicht sicher. Als Fuchs Sophia das Büchlein schenkt, hat er bei mir reichlich Sympathiepunkte gesammelt, ich bin froh, dass es rund um Sophia nicht nur Männer mit alten Ansichten gibt. Was Niklas angeht, für ihn scheint Sophia allmählich Gefühle zu entwickeln. Oh man, ich habe echt keine Ahnung, wie sich das alles entwickeln wird ...
    In jedem Fall würde ich es Sophia von ganzem Herzen wünschen, dass, wenn es schon sein muss, sie einen Mann abbekommt, der ihre Intelligenz und Neugierde zu schätzen weiß. Bloß nicht jemanden wie Schumann. Anna Nacks vorbestimmter Weg zeigt einem wieder ganz deutlich, wie "glücklich" die Frauen mit den damals arrangierten Ehen sein durften. Bzw., wenn ich an Annas jungen Schulmeister denke, wird er sicherlich auch alles andere als glücklich sein, dass er seine Anna an einen Anderen verliert.


    Dann haben wir noch die furchtbaren Ereignisse in der Scheune, als sich Sophia mit Maria treffen will. Ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass Kunz Klaas zur Besinnung bringen kann und war dann entsprechend fassungslos, als er Sophia das Messer an den Hals hält, damit sie sich ruhig verhält und Klaas seinem "Vergnügen" nachgehen kann. Maria ist keine Sekunde zu früh gekommen. Und was hätte sie anderes tun können, als ihn anzugreifen und auszuschalten? Viele Optionen haben die beiden Frauen schließlich nicht gehabt. Ich hoffe sehr, dass Klaas' Leiche in der Elbe auf immer Nimmerwiedersehen verschwindet und das alles keine Folgen für die beiden Frauen haben wird. Gerade auch für Maria, deren Geschichte ja furchtbar ist.


    Aber Kunz wird nun nicht Pirna verlassen, wie Maria hofft und ich bin mir auch nicht sicher, was er tun wird, wenn er Maria bzw. Sophia erkannt oder wiedererkennen wird.


    Wen ich auch sehr schätzen gelernt habe in diesem Abschnitt, ist Marten. Er ist für Sophia eine Art Fels in der Brandung, zu dem sie auch unbedingtes Vertrauen hat. Ich würde mir wünschen, dass es sich irgendwann zwischen ihm und Maria doch noch wieder einrenken wird. Wir wissen nicht, um was es geht, aber evtl. hat es mit Marias Schwangerschaft seinerzeit zu tun, da er sicherlich nicht die Wahrheit darüber kennt, wie es damals dazu kam.


    Ich bin jetzt jedenfalls sehr gespannt, wie es weitergeht, ob Kunz Hewptmanns Kiste gefunden hat, ob Sophia wirklich stillhalten wird, was den vermeintlichen Selbstmord des Seilers angeht, oder ob sie auf eigene Faust ermittelt. Die Indizien auf einen Selbstmord sind wirklich sehr wacklig, da muss ich ihr und Niklas recht geben.

  • Extrem spannend und gleichzeitig wirklich informativ: eine perfekte Mischung, ein gelungenes Lesevergnügen!


    Sophia ist wieder zu Hause und ich warte irgendwie die ganze Zeit darauf, dass ihr Vater ihr einen Bräutigam präsentiert - und auch ich fürchte Gruseliges in der Person von Wolf. Der wird sich sicher für Sophia interessieren! :kommmalherfreundchen:
    Aber noch ist es ja nicht soweit!


    Das Unglück in der Kirchenbaustelle war wirklich tragisch und mir war nicht klar, dass es so etwas wie Zunftregeln in so einem Fall gab! Überhaupt gefallen mir die vielen geschichtlichen Fakten, die so nebenher geliefert werden, extrem gut! Gleiches gilt auch für den Hinweis auf Dietrich Tzwyvel, der für die Astronomische Uhr im St. Paulus-Dom zu Münster verantwortlich zeichnet. Oder auch der Hinweis auf das Buch von Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim mit seinem erstaunlichen Buch "Von dem Vorzug und der Fürtrefflichkeit des weiblichen Geschlechts vor dem männlichen"! Und Fuder als Volumenmaß kannte ich vorher auch noch nicht! Toller Geschichtsunterricht! Herzlichen Dank! Leider merke ich dann immer wieder, dass ich einfach zu wenig Zeit habe für vertiefende Lektüre - leider!


    Eine Frage hab ich aber noch - Stichwort Geschichtsunterricht: Wie war das mit der Taxe für Maulschellen? ???


    Auch bei dem Unfall in der Kirche fällt der Bader wieder durch seine Ruhe, Vernunft und Besonnenheit auf - ich freu mich schon auf ihn in der Hauptrolle eines Romans!
    Balthasar Blechschmidt (toller Name! Auch aus den Büchern geborgt?) gibt dem Seiler die Schuld und wird deshalb zornig und aggressiv.


    Der Seiler wird tot aufgefunden - Selbstmord ist eigentlich fast unmöglich. Auch wenn der Richter alle Indizien bis jetzt einmal als nichtig abtut. Aber wenn es wirklich als Mord gesehen wird, dann muss auch ermittelt werden. Und dann ist Balthasar sicher einer der Hauptverdächtigen, denn er attackiert den Seiler ganz öffentlich!
    (Die Szene, in der der Fund des toten Seilers beschrieben wird ist wirklich gruselig-eindringlich). Aber wer mordet hier...? Vielleicht doch Wolf? Er hat ja schon einen Mord/Unfall verdrängt aus seinen Erinnerungen! Oder war da vielleicht schon Kunz am Werk?


    Was das Buch angeht - Sophia schwindelt es wieder zurück in den Kontor um ihren Vater darauf ansprechen zu können. Mir ist nicht ganz klar, wie es sein kann, dass Simon das Buch nie vermisst hat! Hat Marten damals schon seine Lehre bei Simon Weyner gemacht? Könnte er ..? Kann ich mir nicht so recht vorstellen!
    Gibt es wirtschaftliche Probleme im Weinhandel? So irgendwie zwischen den Zeilen hatte ich den Eindruck! Oder täusche ich mich da?


    Die Fast-Vergewaltigung in der Scheune ist eine wirklich grausame Szene - glücklicherweise kam Maria noch rechtzeitig dazu. Und glücklicherweise hat sie diesen Klaas umgebracht. Ihre Geschichte ist aber speziell traurig und ungerecht! Ich vermute ja, dass vor dieser Vergewaltigung, Marten und sie zumindest gute Freunde waren.
    Glücklicherweise ist Marten auch für Sophia ein Freund, dem sie sich anvertrauen kann. Ich glaube, das wird noch ganz wichtig, dass er von diesem Überfall weiß!


    Und natürlich trifft Wolf auf Kunz - die beiden passen einfach zusammen >:(
    Damit steht leider fest, dass Kunz sicher noch einmal auf Sophia treffen wird :'(



    Man, wird das jetzt aber spannend. Wenn ich das Buch nicht in einer Leserunde lesen würde, würde ich es wahrscheinlich heute in einem Rutsch durchlesen ;D


    Ja! Genau so geht es mir auch....

    Liebe Grüße!;)
    Miriam

    Einmal editiert, zuletzt von ysa ()


  • Zuerst einmal möchte ich deine akribischen Recherchen hervorheben, Heike. Und wie gut du sie in den Roman einfließen lässt, so dass sie nicht wie ein Fremdkörper erscheinen, sondern perfekt in die Handlung passen. Ich stelle mir das als eine ziemliche Puzzlearbeit vor, diese ganzen Informationen zusammenzutragen und dann auch noch vernünftig zu einem Roman zusammenzusetzen.


    Dem kann ich mich nur anschließen - die Geschichte selber ist zwar schon spannend, aber all diese Informationen nebenher und zwischendurch, machen das Buch zu einem ganz besonderen Vergnügen!



    Dass der Name des dritten Schatzräubers doch noch unbekannt ist, hatte ich im ersten Abschnitt falsch verstanden, d.h. es ist also durchaus möglich, dass Simon Weyner tatsächlich damals mit von der Partie war.


    Ich halte das auch für möglich, eigentlich sogar für wahrscheinlich. Vor allem, weil ich erst jetzt kapiert habe, wie nahe sich Simon Weyner und der Seiler standen. Warum sonst nennt Sophia ihn "Onkel Anton"! Dieses freundschaftliche Verhältnis war mir vorher nicht bewusst! Und zum "Schatz-heben" werden sich sicher nicht Fremde oder nur entfernt Bekannte getroffen haben.


    :winken:

  • Eine Frage hab ich aber noch - Stichwort Geschichtsunterricht: Wie war das mit der Taxe für Maulschellen? ???


    Taxe bedeutet Preis. In Pirna gab es damals tatsächlich ein festgesetztes Strafgeld für das Verteilen von Maulschellen. Das habe ich häufig in den Kämmereirechnungen, Kapitel "Gerichtsbußen" gefunden. Alle Details die da am Frühstückstisch im Hause Weyner zum Thema Randale in Pirna erzählt werden, habe ich dort "geklaut". ;) Mit diesen Gerichtsbußen hatte ich überhaupt ziemlich viele amüsante Stunden im Pirnaer Stadtarchiv... :D


    Balthasar Blechschmidt ist halb erfunden - sozusagen. Den "großen Bruder", den Baumeister Wolf Blechschmidt, gab es aber wirklich - und der sah auch ungefähr so aus wie ich ihn beschrieben habe. 8)

  • Meine Güte ist das spannend, wenn das keine Leserunde wäre, könnte ich mich mit dem Lesen nicht bremsen, was mir wirklich schwer fällt.


    Sophia hat das Buch erst einmal zurück gelegt. Ich frage mich warum sie es nicht dem Magister zeigt, wahrscheinlich weil sie ihn noch nicht ausreichend kennt und das Vertrauen nicht ausreicht. Es ist ziemlich heikel das Buch jemandem zu zeigen. Aber mir scheint der Magister am ehesten als fähig das Buch zu entschlüsseln. Dumm nur das ich den Bericht bei Wikipedia gelesen habe, wo es heißt, dass es bis heute niemanden gelungen ist es zu enträtseln. Aber vielleicht hat Heike sich entschieden, das es hier anders wird.


    Wie schon befürchtet ist mit Wolf nun vollends unsympathisch Und ich glaube das es sich nicht mehr ändern wird. Schon alleine wie er mit der Küchen-magd umgeht wiederstrebt mir.
    Und wie erwartet wird er mit allen Mitteln sein Ziel verfolgen an die verschwunden Kisten zu kommen. Hierfür hat er Kunz angeheuert, der kleinere der dabei war, Sophia das Messer an den Hals zu halten, damit sein Kumpane sie hätte vergewaltigen zu können. Er soll nun von Anton Hewpmann und Thomas Bockewirth die Kisten mit den Kirchenschätzen besorgen.


    Es gab einen schlimmen Unfall in der Kirche, hierbei ist Veit Kampfen ums Leben gekommen. Für Balthasar kaum zu ertragen, war Veit doch wie ein Vater für ihm. Seit dessen Tod, ist Balthasar mit seinem Bruder ständig im Streit, sogar auf der Beerdigung kann Balthasar sich nicht bremsen. Er ist fest davon überzeugt, dass der Seiler Pfusch geliefert hat. Aber sein Bruder beharrt darauf das es eine ordentliche Untersuchung geben wird.


    Sophia musste Schreckliches erleben als sie an den alten Treffpunkt in der Scheune geht um Maria zu treffen. Dort halten sich auch zwei Männer auf, der schon erwähnte Kunz und sein Kumpel. Obwohl Kunz von dem Vorhaben seines Kumpels nicht begeistert ist, macht er letztendlich doch mit , damit sie schnell wieder los kommen. Ich habe innerlich die Bitte gehabt, dass doch gleich Maria erscheint. Und zum Glück, nur hat die ganze Sache ein schlimmes Ende genommen . Kunz ist abgehauen und der große Kerl ist tot. Maria hat ihm ein Messer in den Rücken gerammt.
    Dieser Typ hat damals Maria mit Kunz vergewaltigt und einer von den beiden ist der Vater ihres Sohnes. Wie grässlich die Zeiten damals doch waren. Aber ich muss sagen, Maria ist taff und schreckt vor nichts zurück. Sie kümmert sich um alles, das Leben kann sehr prägend sein.
    Als Sophia sich später Marten anvertraut hat und er sie in die Schiffsvorstadt zu Maria begleitet und dort erfährt sie, das die Leiche weg ist, ins Wasser. Maria kann sich auf ihre Leute verlassen.


    Dann gab es noch ein gemeinsames Essen an dem auch Sophia teilgenommen hat. Es wurde viel über die Lage im Land debattiert und ob es zu einem Krieg kommen wird. Mich fasziniert immer wieder , wie zur damaligen Zeit die Ansichten waren. Gerade zu Zeiten Luthers und wie schnell es zu bewaffneten Feldzügen kam und die Konflikte zwischen Katholiken und der evangelischen Kirche so eskalierten. Viel Machtgeplänkel war das.


    Sophia spuckt eine Frage im Kopf,soll sie Balthasar heiraten? Sie hat aber, so glaube ich, auch zarte Gefühle für dem Maler :), die würde ich gerne als Paar sehen. Er hat Sophia erzählt wie sein bisheriges Leben verlaufen ist. Aber Balthasar hat sich immer noch nicht unter Kontrolle, in der Schenke hat er sich geprügelt. Ich weiß nicht, meines Erachtens hat er seine Kraft nicht so ganz unter Kontrolle und ist schnell aufbrausend. Nicht so das richtige für Sophia, wenn er auch ein feiner Kerl sein mag.


    Und es gab noch ein schreckliches Ereignis. Gerade als Maria bei Anton Hewptmann angekommen ist, ertönt der Schrei seiner Frau. Anton ist tot, hat hier dieser Kunz seine Finger im Spiel? Denn Sophia glaubt nicht an einen Selbstmord, auch wenn er finanzielle Schwierigkeiten hatte.



    Gab es in Pirna damals ein großes Feuer? Die Feuerschutzregelungen und die entsprechenden Kontrollen dazu waren ziemlich streng.
    Auch das Strafen für Schlägereien bezahlt werden musste hat mich erstaunt. Ich meine immerhin besser wie im Kerker zu sitzen. Aber wer das Geld nicht aufbringen konnte musste dort doch bestimmt hin?


    Und dann diese Nachnamen, waren die in dieser Region wirklich so aussergewöhnlich?


    Puh, ich habe bestimmt noch einiges vergessen . Aber jetzt lese ich erst einmal eure Beiträge.


  • Davon wie Heike ihre Recherchen einfließen lässt bin ich auch fasziniert. Wenn man bedenkt wieviel Arbeit es macht und man es gar nicht merkt. Es ist, als wenn eins ins andere ganz leicht einen Übergang hat. Davor habe ich großen Respekt.


    In meinem Beitrag habe ich es auch erwähnt. So wie du wusste ich nichts von solchen Brandschutz Regelungen. Ich habe auch noch nichts davon lesen können. Darum gefällt mir das Buch auch so, man lernt vieles dazu.


    Ich habe noch mal nachgelesen, Wolf hat Kunz nicht zu einem Mord aufgefordert. Aber ihm traue ich es eher zu als Balthasar. Ich glaube nicht das der so weit gehen würde. Denn ich glaube, Anton hat schon genug durch den Vorfall in der Kirche zu leiden gehabt. So etwas spricht sich doch schnell rum und kann einem den Ruf kaputt machen.


    Bei dem dritten Namen musste ich auch an Simon Meyner denken. Meinst du das er wirklich mit dabei war? Mag es das Buch sein, von dem Pater Johannes gesprochen hat? Dann mache ich mir echt Sorgen um Simon Meyner und auch Sophia.


    Ob Sophia bei den Männern die eigene Wahl bleibt, oder ob ihr Vater den Bräutigam aussuchen wird?


    Ja es scheint zwischen Marten und Maria etwas vorgefallen zu sein. Marten ist ihr schon auf der Reise nach Pirna ausgewichen. Aber er ist ein toller Mann und immer noch in Sorge um Sophia.

  • Taxe bedeutet Preis. In Pirna gab es damals tatsächlich ein festgesetztes Strafgeld für das Verteilen von Maulschellen. Das habe ich häufig in den Kämmereirechnungen, Kapitel "Gerichtsbußen" gefunden. Alle Details die da am Frühstückstisch im Hause Weyner zum Thema Randale in Pirna erzählt werden, habe ich dort "geklaut". ;) Mit diesen Gerichtsbußen hatte ich überhaupt ziemlich viele amüsante Stunden im Pirnaer Stadtarchiv... :D


    Balthasar Blechschmidt ist halb erfunden - sozusagen. Den "großen Bruder", den Baumeister Wolf Blechschmidt, gab es aber wirklich - und der sah auch ungefähr so aus wie ich ihn beschrieben habe. 8)


    Ich habe das Gefühl, dass es in Pirna sehr streng und geregelt zu ging. Viele Verordnungen die einzuhalten waren. Sehr fortschrittlich für die damalige Zeit, oder irre ich mich da?

  • Ich habe das Gefühl, dass es in Pirna sehr streng und geregelt zu ging. Viele Verordnungen die einzuhalten waren. Sehr fortschrittlich für die damalige Zeit, oder irre ich mich da?


    Die waren schon ganz gut sortiert damals in Pirna. ;D
    Was den Brandschutz angeht, würde ich sogar sagen - ja, fortschrittlicher als anderswo. Allerdings war das auch nicht so schwer, weil sie die Elbe vor der Tür und zusätzlich noch Quellwasser direkt in der Stadt hatten. Dadurch gab es eigentlich nie einen großen Stadtbrand - wie in vielen anderen Städten. Klar brannte es mal an einzelnen Stellen, einmal hat es sogar das Rathaus erwischt. Ich habe bei meinen Recherchen aber auch gelesen, dass andere Städte in der Zeit mehrfach abgebrannt sind und die Obersten brandschutztechnisch trotzdem nix daraus gelernt haben. :o


    Wenn einer die Maulschellen, die er verteilte, nicht zahlen konnte, kam er wahrscheinlich in den Gewahrsam. Allerdings hielt man damals grundsäzlich nicht viel von langen Gefängnisstrafen - dafür waren sie mit Leibstrafen großzügig. Aus damaliger Sicht kostete das weniger und brachte mehr - wegen der Abschreckung.

  • Während Wolf Schumann ( im Folgenden im Buch nur noch "Schumann" genannt, wie mir auffällt! ) auch durch die eine oder andere glückliche Fügung seine Stellung in Pirna weiter zu seinem Vorteil ausbaut, wobei er, wie ich befürchte, schließlich vor nichts mehr zurückschrecken wird, während er mir gleichzeitig immer widerwärtiger wird, geschehen in und um Pirna Dinge, die noch lange Schatten werfen werden!


    Der Unfall auf der Baustelle in der Kirche! War es ein Unfall? Lag es an den Seilen, wie das Heißblut Balthasar Blechschmidt, untröstlich über den Tod seines Lehrmeisters Kampen, steif und fest behauptet? Oder steckt doch mehr dahinter? Schließlich wollte der Maurer just in dem Moment, in dem das Gerüst zusammenbrach, das Wort an den Steinmetz richten - um ihm was zu sagen?


    Sophia wird vor dem geplanten Treffen mit Maria um ein Haar von diesen beiden abscheulichen Ex-Landsknechten vergewaltigt! Und wäre ihre beherzte, mich mit ihrer gesamten Art ganz für sich einnehmende Freundin Maria nicht gewesen, wäre es ihnen auch gelungen! Dass der Mord an dem mutmaßlichen Vater von Marias Sohn, selbst Ergebnis einer Vergewaltigung, irgendwann ans Tageslicht kommen wird, ist klar. Bleibt zu hoffen, dass sich niemand wirklich darum schert.


    Wenn man sich überlegt, welche Folgen die Vergewaltigung oder auch nur der Übergriff an sich für Sophia gehabt hätte, kann schon die Wut in einem hochsteigen! Sophia wäre dann keine "gute Partie" für die angesehenen Familien der Stadt mehr gewesen! Welche seltsame ( Doppel- )Moral wohnte denn wohl der damaligen Gesellschaft inne? Was die Sache noch schlimmer macht, ist, dass diese Moralvorstellungen bis vor wenigen Jahren hier, in unserem Lande, auch noch durchaus üblich waren - und in manchen reaktionären Hirnen wahrscheinlich immer noch vorherrschen.
    Nun, Sophia jedenfalls hat ein neues Objekt für ihre Albträume und schwebt verständlicherweise in Angst und Sorge, dass der Totschlag rauskommen wird!


    Mittlerweile gehen des Seilers Geschäfte dank Blechschmidts Verleumdungen immer schlechter, er wird sogar von ihm zusammengeschlagen. Aber auch ermordet? Selbstmord schließe ich, wie schon bei dem Tischler Andres aus. Zumal der von dem gewissenlosen Emporkömmling Schumann auf ihn angesetzte Kunz ( ein Jammer, dass Maria dieses üble Subjekt nicht auch erwischt hat! ) bei ihm eine der fünf Kisten mit dem Klosterschatz suchen sollte. Wie schon Schumann selbst Andres kurz vor dessen Tod eine weitere Kiste abgenommen hatte.
    Ich halte meine Vermutung aus dem ersten Abschnitt aufrecht, dass noch eine weitere Person an dem Klosterschatz nebst Buch interessiert ist, sich an Schumanns Fersen geheftet hat und die Diebe einen nach dem anderen ins Jenseits befördert! Wir werden sehen, ob da was dran ist...


    Noch immer sind sich Sophia und Schumann nicht begegnet. Aber dies ist nur noch eine Frage der Zeit, nachdem ein Ratsherr die junge Weinhändlerstochter Schumann gegenüber ins Gespräch gebracht hat. In diesem Zusammenhang erfahren wir auch, dass es immer der Vater ist, der das letzte Wort bei der Partnerwahl und Verheiratung der Tochter hat. Ich hoffe nur, dass Weyner seine Tochter genug liebt, um die "lange Leine", an der er sie hält, nicht anzuziehen, wenn Schumann demnächst als Bewerber auftauchen wird! Das wird letzterer, wie von ihm angekündigt, schon selber tun - was ich ihm aufs Wort glaube, wenn ich sehe, wie er mit Katrina, genauso wie mit Barbara aus der Vorstadt umspringt!


    Und da ist noch immer das Buch, hinter dem Schumann her ist und das Sophia ( nehmen wir an, es handelt sich um ein und dasselbe Buch ) in das Kontor ihres Vaters zurückgebracht hat - um den Diebstahl quasi rückgängig zu machen und ihn offen darauf anzusprechen.
    In Weyners Weinhandlung stimmt irgendetwas nicht! Marten ( auch einer der Akteure, denen ich sehr gewogen bin ) ist besorgt. Hm! Darüber werden wir sicherlich auch noch mehr erfahren...


    Ja, mein erster Eindruck, hier ein gleichzeitig spannendes, wunderbar lesbares, abwechslungsreiches und informatives Buch vor mir zu haben, das sich zu meiner Freude nicht allzusehr in vor allem wohl Liebhaber des Genres ansprechenden geschichtlichen Details verliert, hat sich auch im zweiten Abschnitt bestätigt - und so freue ich mich aufs Weiterlesen!


  • Mir war z.B. bisher auch nicht bekannt, was damals zur Brandvorsorge getan wurde, dass man bei bestimmten Berufen nur eine begrenzte Anzahl an brennbaren Materialien innerhalb der Stadt lagern durfte usw.


    Ja, auch mir war das komplett unbekannt - und es setzte mich in eine Art bewunderndes Erstaunen!



    Sophia und die Männer, da tut sich in diesem Abschnitt ja einiges. Balthasar Blechschmidt scheint Sophia zu schätzen, aber auch Niklas Dorndorf und auch bei Magister Fuchs bin ich mir nicht sicher. Als Fuchs Sophia das Büchlein schenkt, hat er bei mir reichlich Sympathiepunkte gesammelt, ich bin froh, dass es rund um Sophia nicht nur Männer mit alten Ansichten gibt. Was Niklas angeht, für ihn scheint Sophia allmählich Gefühle zu entwickeln.


    Ach, da tippe ich mal ganz hoffnungsvoll auf Niklas, zumal es zwischen beiden gehörig funkt! Aber um ihn heiraten zu dürfen wird sie wohl einige Widerstände überwinden müssen - die bessere Partie wäre für den Vater auf jeden Fall der Widerling Schumann! Und wer weiß, ob der Simon nicht irgendwie in die Hand kriegt ( Klosterschatz! )...



    Wen ich auch sehr schätzen gelernt habe in diesem Abschnitt, ist Marten. Er ist für Sophia eine Art Fels in der Brandung, zu dem sie auch unbedingtes Vertrauen hat. Ich würde mir wünschen, dass es sich irgendwann zwischen ihm und Maria doch noch wieder einrenken wird. Wir wissen nicht, um was es geht, aber evtl. hat es mit Marias Schwangerschaft seinerzeit zu tun, da er sicherlich nicht die Wahrheit darüber kennt, wie es damals dazu kam.


    Das sehe ich ganz ähnlich. Aber für die beiden habe ich Hoffnung, wenn man sich da zum Beispiel an Martens liebevolle Zuwendung dem kleinen Jonas gegenüber erinnert, dem er offensichtlich sehr zugetan ist. Es wird Maria sein, die den ersten Schritt machen muss...

  • Dem kann ich mich nur anschließen - die Geschichte selber ist zwar schon spannend, aber all diese Informationen nebenher und zwischendurch, machen das Buch zu einem ganz besonderen Vergnügen!


    Ja! Ganz hervorragend gemacht! Und es ist genau das rechte Maß an Informationen, überfordert und langweilt auch diejenigen nicht, die nicht so sehr an geschichtlichen Details interessiert sind ( wie mich... )!



    Ich halte das auch für möglich, eigentlich sogar für wahrscheinlich. Vor allem, weil ich erst jetzt kapiert habe, wie nahe sich Simon Weyner und der Seiler standen. Warum sonst nennt Sophia ihn "Onkel Anton"! Dieses freundschaftliche Verhältnis war mir vorher nicht bewusst! Und zum "Schatz-heben" werden sich sicher nicht Fremde oder nur entfernt Bekannte getroffen haben.


    So sehe ich das auch. Und wenn das mit dem Sterben der Männer, die bei der Bergung des Schatzes dabei waren, so weiter geht, muss man auch um Simon Weyners Leben fürchten! Und was wird dann aus Sophia? Sicherlich bekäme sie dann einen Vormund, der ihr Wohl nie in dem Maße im Sinn haben mag wie ihr eigener Vater...

  • So, ich habe mir den Abschnitt mal wieder in zwei Hälften eingeteilt - aber die ersten fünf Kapitel reichen auch. Hier geht's ja ab :o


    Bei Wolf habe ich mittlerweile den Eindruck, immer, wenn ich denke, er kann eigentlich nicht noch tiefer in meiner Achtung sinken kommt ein neues Kapitel mit ihm. "Schön", wie er einfach seinen ganzen Frust an seiner Magd auslässt, immer toll, wenn grad ein Ventil zur Hand ist... ::) Aber er scheint es auch gar nicht gern zu haben, wenn es Unpässlichkeiten gibt, er scheint ein ziemlicher Perfektionist zu sein.


    Wo Wolf in meiner Achtung immer tiefer sinkt, steigt jedoch Sophia. Sie packt einfach mit an (vielleicht sogar da, wo sie nicht unbedingt soll) und ist eine Powerfrau, ohne "Revoluzzerin" oder aufdringlich zu sein - eben neugierig und wissbegierig. Und ihr wird auch viel zugetraut. Finde ich sehr sympathisch!


    Ich mag auch, wie in dem Abschnitt auch Hintergrundwissen mit einfließt, nicht nur die politische Situation im Land, sondern vor allem Balthasars Exkurs über Kirchenbau fand ich sehr interessant. Hast du da auch persönlich Interesse daran, Heike?


    Der Kirchenunfall war natürlich sehr tragisch und ich komme, wie vermutlich ihr alle, nicht von der Vermutung los, dass hier irgendwas manipuliert wurde - ich glaube, im Gegensatz zu Balthasar, nicht daran, dass der Seiler geschlampt hat. Ich hatte sogar die Vermutung, dass der Unfall Sophia gegolten hat, aber wer, außer Balthasar, hat sonst davon gewusst, dass sie in der Kirche ist? Und dass der etwas damit zu tun hat, schließe ich dann doch eher aus.


    Ich hab mal eine Frage zu folgender Aussage vom Bader:


    Zitat von Buch (S.118)

    "Ein cholerisches Gemüt, viel zu viel schwarze Galle."


    Da bin ich darübergestolpert. Er bezieht sich ja offenbar auf die klassische Vier-Säfte-Lehre. Aber müsste nach dieser eine schwarze Galle nicht für einen Melancholiker, also jemanden mit tristem, nachdenklichem Gemüt, sprechen? Bei Cholerikern, also denen, denen man ein aufbrausendes, impulsives Gemüt nachsagt, ist meines Wissens die Galle gelblich verfärbt...


    Sophia scheint ja zudem in derselben Zwickmühle zu landen wie Anna. Ich denke, demnächst wird ihr Vater ihr eröffnen, dass sie mit Fuchs verheiratet werden wird, aber sie wird sich zu Dorndorf mehr hingezogen fühlen. Aber, wie Anna treffend bemerkte - sie hat sich wohl zu fügen. Und aktuell denke ich sogar, sie hätte es auch schlechter treffen können, den Fuchs finde ich jetzt nicht so verkehrt...


  • Zuerst einmal möchte ich deine akribischen Recherchen hervorheben, Heike. Und wie gut du sie in den Roman einfließen lässt, so dass sie nicht wie ein Fremdkörper erscheinen, sondern perfekt in die Handlung passen. Ich stelle mir das als eine ziemliche Puzzlearbeit vor, diese ganzen Informationen zusammenzutragen und dann auch noch vernünftig zu einem Roman zusammenzusetzen.


    Auf jeden Fall, ich finde es immer spannend, zu sehen, dass für einen Roman offenbar etliches an Recherchearbeit investiert worden ist und der Roman dann dennoch unterhaltend und nicht wie eine wissenschaftliche Abhandlung wirkt...



    Sophia und die Männer, da tut sich in diesem Abschnitt ja einiges. Balthasar Blechschmidt scheint Sophia zu schätzen, aber auch Niklas Dorndorf und auch bei Magister Fuchs bin ich mir nicht sicher. Als Fuchs Sophia das Büchlein schenkt, hat er bei mir reichlich Sympathiepunkte gesammelt, ich bin froh, dass es rund um Sophia nicht nur Männer mit alten Ansichten gibt. Was Niklas angeht, für ihn scheint Sophia allmählich Gefühle zu entwickeln. Oh man, ich habe echt keine Ahnung, wie sich das alles entwickeln wird ...


    Und diese Liebesgeschichten gehen zumindest mir auch nicht auf die Nerven, was für den Roman spricht. Es wirkt alles nicht so aufdringlich, das mag ich. Balthasar würde ich gar nicht mit reinnehmen, ich denke, er schätzt nur Sophia als kluge, wissbegierige Frau...


  • Oder steckt doch mehr dahinter? Schließlich wollte der Maurer just in dem Moment, in dem das Gerüst zusammenbrach, das Wort an den Steinmetz richten - um ihm was zu sagen?


    Ich habe auch kurz gestutzt, was der Maurer Blechschmidt in dem Moment sagen wollte, muss aber gestehen, dass ich es aufgrund der folgenden Ereignisse aus den Augen verloren habe. Evtl. ein Fehler?



    Wenn man sich überlegt, welche Folgen die Vergewaltigung oder auch nur der Übergriff an sich für Sophia gehabt hätte, kann schon die Wut in einem hochsteigen! Sophia wäre dann keine "gute Partie" für die angesehenen Familien der Stadt mehr gewesen! Welche seltsame ( Doppel- )Moral wohnte denn wohl der damaligen Gesellschaft inne? Was die Sache noch schlimmer macht, ist, dass diese Moralvorstellungen bis vor wenigen Jahren hier, in unserem Lande, auch noch durchaus üblich waren - und in manchen reaktionären Hirnen wahrscheinlich immer noch vorherrschen.


    Ohja, wenn ich so was immer wieder lese, steigt bei mir ebenfalls der Blutdruck >:(


  • Ach, da tippe ich mal ganz hoffnungsvoll auf Niklas, zumal es zwischen beiden gehörig funkt! Aber um ihn heiraten zu dürfen wird sie wohl einige Widerstände überwinden müssen - die bessere Partie wäre für den Vater auf jeden Fall der Widerling Schumann! Und wer weiß, ob der Simon nicht irgendwie in die Hand kriegt ( Klosterschatz! )...


    Ohja, ich denke auch, dass es für Niklas nicht leicht werden würde, sollte er an Sophia interessiert sein. Und ja, was deine Befürchtung angeht, dass Schumann womöglich Weyner irgendwie in der Hand haben könnte, teile ich ebenfalls.


  • So sehe ich das auch. Und wenn das mit dem Sterben der Männer, die bei der Bergung des Schatzes dabei waren, so weiter geht, muss man auch um Simon Weyners Leben fürchten! Und was wird dann aus Sophia? Sicherlich bekäme sie dann einen Vormund, der ihr Wohl nie in dem Maße im Sinn haben mag wie ihr eigener Vater...


    Das mag ich mir im Moment lieber noch nicht vorstellen :o

  • Ich hab mal eine Frage zu folgender Aussage vom Bader:



    Da bin ich darübergestolpert. Er bezieht sich ja offenbar auf die klassische Vier-Säfte-Lehre. Aber müsste nach dieser eine schwarze Galle nicht für einen Melancholiker, also jemanden mit tristem, nachdenklichem Gemüt, sprechen? Bei Cholerikern, also denen, denen man ein aufbrausendes, impulsives Gemüt nachsagt, ist meines Wissens die Galle gelblich verfärbt...


    Da hast du natürlich vollkommen recht. 8) Ich schätze mal, der Bader hat sich versprochen. Er war ja gerade ziemlich abgelenkt mit der Versorung der Verletzten. :unschuldig: