05 - Kapitel 13 bis 16 (Seite 258 bis 329)

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  • Wow - was für ein Abschnitt! Im Kopf komme ich noch gar nicht ganz hinterher!


    Diese Tradition, den zukünftigen Schwiegereltern einen Kuchen anzubieten, und wenn sie annehmen, daß sie dann ein Stück Kuchen essen - auf so etwas muß man erst einmal kommen. Einfach genial! Aber was ist, wenn man gar nicht gut backen kann?


    Sebastian Hellwig ist einfach umwerfend! Kann man etwas Schöneres sagen, als daß Claire wie nach Hause kommen ist?


    Tante Valerie ist wirklich eine Wucht. Sie hatte die Vernissage besucht und das Bild "Die Wolkenfischerin" von Maelys entdeckt. Der Vater hatte Claire Wolkenfischerin genannt, da sie auf dem Meer seekrank wird. Als Tante Valerie dann so tat, als ob sie es stehlen wollte, um darauf aufmerksam zu machen, wurde sie verhaftet.


    Wie Claire herausfindet, hatte Jean-Luc, der traurigen Leuchtturmwärter, dem Maelys das Bild geschenkt hatte, erkannt, daß es ein fantastisches Bild ist. Jetzt ist die Presse hinter der unbekannten Malerin hinterher!


    Leider erfährt Sebastian Hellwig ganz nebenbei und eher zufällig von Tante Valerie, daß Claire überhaupt kein Diplom hat. Claire hatte ihm zwar einiges gestanden, aber doch nicht alles. Statt zu bleiben, reist Sebastian plötzlich ab. Das war eindeutig zu viel für ihn! Er hat sich ja schon so einiges gefallen lassen.


    Daß Maelys vorhat, mit Tante Valerie nach Paris zu gehen und die Kunstschule zu besuchen, ist wunderbar! So kann sie etwas aus ihrem künstlerischen Talent machen! Dafür möchte Claire in der Bretagne bleiben und sich um ihre Mutter kümmern. Ich glaube, die Bretagne ist ist wieder ans Herz gewachsen. Vielleicht kann sie auch dort ihrem Beruf nachgehen. Kunst gibt es überall!


    Was mich sehr traurig gemacht hat, war, als ich erfuhr, wie der Vater auf seinem Schiff umkam. Und Maelys, die dabei war, konnte ihm nicht helfen. Wie kann man mit so einer Situation nur fertig werden?


    Wie wird es mit Claire weitergehen, nachdem sie ihre Kündigung auf dem Schreibtisch von Sebastian Hellwig deponiert hat? Ist dies schon das Ende oder kommen die zwei doch noch zusammen? Ich muß einfach schnell weiterlesen!

  • Hier wird auch Maelys Kuchenbäckereien erklärt: bretonische Frauen backen Kuchen und machen damit den Männern einen Antrag - wird ein Stück Kuchen akzeptiert, wird geheiratet.


    Maelys ist übrigens wirklich ein interessanter Charakter in diesem Buch und sie gefällt mir sehr gut! Denn sie ist keineswegs so hilfsbedürftig wie ihre Mutter angedeutet hat. Zumindest nicht in den Dingen des alltäglichen Überlebens! Also bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass alles von der Mutter eingefädelt wurde, dass die beiden Schwestern zusammen sein müssen. Eventuell sogar mit Hilfe von Valérie!
    Tragisch ist die Geschichte um den Tod des Vaters. Sich vorzustellen, dass ein kleines Mädchen im Prinzip beim Sterben des Vaters fast zusehen muss und weiß, dass er stirbt, weil sie ihm nicht helfen kann - wie schrecklich! Auch wenn er ihr "verzeiht"!


    Klug und mitfühlend war ihre Aussage, dass ihre Mutter jemanden braucht, um den sie sich kümmern muss.


    Gwenaelle (mir gefällt der Name sehr gut) und Sebastian werden endlich ein Paar - zumindest der erste Kuss und die erste gemeinsame Nacht (inklusiver Erwachen mit Blick auf Robbie Williams nacktem Hinterteil - es gibt schlimmeres!)
    Aber die Beichte bezüglich ihres Nicht-Studiums fehlt noch immer und schön langsam wird es eng!


    Mittlerweile wurde aber Valérie aus dem Polizeigewahrsam entlassen und ist bei Gwenaelle gelandet. Sebastian erfährt nur auch die restlichen Geheimnisse und momentan ist er so geschockt, dass er das Haus verlässt. Verständlich. Jetzt ist es halt an Gwenaelle alles wieder einigermaßen ins Lot zu bringen.


    Valéries Bilddiebstahl war sehr klug gemacht - "diese Kunstleute sind ja so manipulierbar!" Dass es Maelys Bild war ist klar und dass sie so die notwendige Werbung bekommen hat um zumindest momentan einmal richtig bekannt zu sein, ist auch logisch!
    Eine kluge Aktion von Mme Valérie!

    Gwenaelles Brief an ihre Mutter ist die längst fällige "Aussprache". Auch hier rät Valérie überlegt und weise: "Gib Dir selbst und anderen Personen Gelegenheit zum Nachdenken" - ein Satz, den man sich merken sollte! :blume:


    :winken:

    Liebe Grüße!;)
    Miriam

    Einmal editiert, zuletzt von ysa ()


  • Wow - was für ein Abschnitt! Im Kopf komme ich noch gar nicht ganz hinterher!


    So geht es mir auch! Und es ist mir schwergefallen, das Buch wegzulegen.

    Zitat


    Diese Tradition, den zukünftigen Schwiegereltern einen Kuchen anzubieten,


    Den Schwiegereltern? Oder dem Angebeten selber? So hatte ich das verstanden. Aber Pierre möchte ja gerne mit Maelys zusammen sein! Er hat nur den Heiratsantrag abgelehnt, damit sie erst ihre Karriere in Paris machen kann. Ein toller Mann! Chapeau!

    Zitat


    Sebastian Hellwig ist einfach umwerfend! Kann man etwas Schöneres sagen, als daß Claire wie nach Hause kommen ist?


    Und trotzdem ist er einfach gefahren, ohne sich zu verabschieden.

    Zitat


    Was mich sehr traurig gemacht hat, war, als ich erfuhr, wie der Vater auf seinem Schiff umkam. Und Maelys, die dabei war, konnte ihm nicht helfen. Wie kann man mit so einer Situation nur fertig werden?


    Das fand ich auch furchtbar! Das arme Kind, das das miterleben musste. Sie fühlt sich bestimmt ihr Leben lang schuldig!

  • Sebastian musste ja einiges über Claire erfahren, das ihm nicht gefallen hat. Deswegen der überstürzte Aufbruch.


    Toll, dass Claire sich entschieden hat, in der Bretagne zu bleiben! Sie kann sich um ihre Mutter kümmern, jetzt ist Maelys dran mit Paris. Bei Valérie ist sie sehr gut aufgehoben!


    Yvonne bittet Gwenaelle, auf Maelys aufzupassen, Maelys ist der Meinung, dass Yvonne Gwens Hilfe braucht. Die Familienbande sind nach all den Jahren noch (oder wieder) intakt.


    In Berlin findet Claire nicht die erwartet Kündigung vor. Aus der Reaktion der Haushälterin schließe ich, dass Sebastian bei ihr war. Oder interpretiere ich da zuviel hinein?


    Sebastians Büro und vor allem der Balkon haben sich grundlegend verändert. Er selber ist nicht da. Ich gehe davon aus (hoffe!!), dass er ebenfalls gekündigt hat zu Gewn in die Bretagne geht. Soviel zu meiner Vorstellung für den letzten Abschnitt. ;D

    Liebe Grüße, Caren

    —————

    :lesen: Lorenz Stassen - Angstmörder


    Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte.

    Arthur Schopenhauer

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  • Gwenaelles Brief an ihre Mutter ist die längst fällige "Aussprache". Auch hier rät Valérie überlegt und weise: "Gib Dir selbst und anderen Personen Gelegenheit zum Nachdenken" - ein Satz, den man sich merken sollte! :blume:


    Dieser Satz hat mich auch sehr berührt! En Gwen Yvonne „überfällt“, hat diese keine Chance, über das Gesagte nachzudenken. Einen Brief kann sie in Ruhe lesen, sich darüber Gedanken machen und dann antworten. Valérie ist eine tolle, mutige Frau! Maelys wird auch davon profitieren.


    Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist die merkwürdige Reaktion des Leuchtturmwächters auf Gwens Besuch. Es war eine geniale Idee von ihm, das Bild nach Paris zu bringen. Er hat damit genau das erreicht, was er wollte und was gut war. Warum verhält er sich so abweisend?


    Ach ja, wir hatten uns ja gewundert, warum Maely ihre Schwester nicht gemalt hart. Hier ist die Antwort! Ich gehe mal davon aus, dass die Wolkenfischerin Gwenaelle darstellt.


    Gut, dass Wochenende ist, da habe ich genug Zeit, den Rest des Buches zu lesen. 8)

  • Der Roman steckt voller Überraschungen. Die größte für mich war, dass Maelys nach Paris geht, um nun ihrerseits ihrer Bestimmung zu folgen und sich ganz ihrer Malerei zu widmen. Bleibt zu hoffen, dass Pierre und sie einander nicht verlieren! Aber Gwenaelle hat Recht, wenn sie sagt, dass Maelys wieder in die Bretagne zurückkehren kann, denn malen kann man überall, wobei sie einige der Impressionisten anführt. Sowieso sind für mich Maelys und die Bretagne so eng miteinander verflochten, dass man sie eigentlich nicht trennen kann und auch nicht sollte. Was für Gwenaelle richtig war, muss es nicht für Maelys sein.


    Während Maelys aber nun ins Licht tritt, sieht es für ihre Schwester erstmal ziemlich düster aus, was auch die überkandidelte Tante Valerie zu verantworten hat!
    Sicher musste auch die letzte Wahrheit ans Licht kommen, die mit der geschwindelten Qualifikation ( und JA - Dokumente und Zertifikate werden gerade in Deutschland überbewertet ). Aber ich hätte Gwenaelle schon gewünscht, dass sie es selbst Sebastian, den sie sehr augenfällig liebt, doch mit der letzten Enthüllung fürs Erste verloren hat, hätte sagen können.
    Stattdessen hat sich Tante Valerie zu weit aus dem Fenster gelehnt, hat sich benommen wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, was doch eigentlich so gar nicht zu ihr passt.


    Wie es zu dem Zwischenfall in der Kunstgalerie kam, wissen wir nun auch. Valeries Trick war schon vom Feinsten, - sie sah ihre Chance, ihrer jüngeren Nichte die Aufmerksamkeit der Kunstwelt zukommen zu lassen, die sie ihrer Meinung nach verdiente. Und siehe da, es hat genauso funktioniert, wie beabsichtigt.
    Da muss man nur tüchtig Wind um etwas, in diesem Fall ein Gemälde, machen, und schon merken alle auf!
    Rätselhaft ist noch, wie das Bild ( oh ja - sie hat ihre Schwester sehr wohl gemalt, die kleine Maelys! ) nach Paris gekommen ist. Maelys hatte es dem Leuchtturmwärter, einem wahrlich komischen Kauz, geschenkt - und dieser soll es zu Ausstellung eingereicht haben? Als Gwenaelle an seine Tür klopft, um sich zu bedanken, hatte ich eher nicht den Eindruck, dass er das gemacht haben könnte. Wer aber dann? Oder vielleicht ist das auch ganz unwichtig...


    Auch was damals, vor zwanzig Jahren, mit dem Vater der beiden Schwestern geschehen ist, erfahren wir nun. Für Maelys war der Unfall ein ebensolches Trauma wie für Gwenaelle. Beide Mädchen trugen all die Jahre schwer an ihren jeweiligen Schuldgefühlen - und es war endlich an der Zeit, dass ihnen dieses Gefühl genommen wurde. Und das konnte nur die eine der anderen nehmen!
    Jetzt fängt für die Schwestern eigentlich erst ihr wirkliches Leben an - besser später als nie, gewiss.
    Doch wenn ich an die vielen Jahre denke, in denen sie die Erinnerung an den Unfall wie eine schwere Bürde mit sich trugen, macht mich das ganz traurig.


    Folgerichtig jedoch ist, dass die Schwestern ihre Plätze tauschen. Gwenaelle, denn Claire ist sie für mich inzwischen nicht mehr, spätestens seit dem Punkt vor dem Fest, als sie mit ihrem Wieder-Jugendfreund Nicolas auf der Bank saß, die Faust gegen den Himmel reckte und sich laut dazu bekannte, Bretonin zu sein, bleibt in der Bretagne, Maelys soll ihr Glück in Paris machen.
    Gwenaelles Bekenntnis zu ihrer Heimat hat mir ganz besonders gefallen, musste mir gefallen, da ich immer dafür plädiere, zu seiner Herkunft und zu seinen Wurzeln zu stehen ( an dieser Stelle möchte ich mich bei Dir, liebe Anne, für Deine sehr empathischen Worte zu meinem "Outing" im zweiten Abschnitt bedanken! :herz: )
    Gwenaelle hat schließlich, auf keine leichte Art, verstanden, worum es im Leben geht. Ich glaube nicht, dass sie jemals wieder vorgeben wird, eine andere zu sein als die, die sie ist!
    Dass sie sich nun allerdings um die Mutter "kümmern" will, halte ich für übertriebenes Pflichtgefühl. Nichts lässt mich bisher darauf schließen, dass ihre Mutter hinfällig wäre. Aber wir kennen sie eigentlich gar nicht, bis auf die Anfangsszenen in Paris vor neunzehn Jahren und dem Besuch Gwenaelles an ihrem Krankenbett...


    Jedenfalls bin ich neugierig, was die Mutter zu den Plänen der heimkehrwilligen Tochter zu sagen hat - genauso neugierig wie auch auf das, was sich noch in Berlin ereignen mag, wo Gwenaelle sich mittlerweile wieder befindet und damit begonnen hat, klar Schiff ( sie ist ja Bretonin, da mag der Ausdruck erlaubt sein! ) zu machen.
    Und da der Roman bisher schon mit so vielen Überraschungen, die mich immer wieder aufs Neue entzückt haben, aufgewartet hat, rechne ich damit ( und hoffe es gleichzeitig ), dass Gwenaelles Pläne noch tüchtig durchkreuzt werden....


  • Diese Tradition, den zukünftigen Schwiegereltern einen Kuchen anzubieten, und wenn sie annehmen, daß sie dann ein Stück Kuchen essen - auf so etwas muß man erst einmal kommen. Einfach genial! Aber was ist, wenn man gar nicht gut backen kann?


    Die Geste macht's, nicht der Geschmack! ( Hoffe ich doch wenigstens. ;) )



    Wie Claire herausfindet, hatte Jean-Luc, der traurigen Leuchtturmwärter, dem Maelys das Bild geschenkt hatte, erkannt, daß es ein fantastisches Bild ist. Jetzt ist die Presse hinter der unbekannten Malerin hinterher!


    Hat er das? Ich kann es nicht glauben. Er war es nicht, der das Gemälde nach Paris geschickt hat, sagt mir mein Gefühl.



    Daß Maelys vorhat, mit Tante Valerie nach Paris zu gehen und die Kunstschule zu besuchen, ist wunderbar! So kann sie etwas aus ihrem künstlerischen Talent machen! Dafür möchte Claire in der Bretagne bleiben und sich um ihre Mutter kümmern. Ich glaube, die Bretagne ist ist wieder ans Herz gewachsen. Vielleicht kann sie auch dort ihrem Beruf nachgehen. Kunst gibt es überall!


    Dass es Kunst überall gibt, habe ich eher auf Maelys bezogen, die ja jederzeit wieder in ihre Heimat zurückkehren kann, in die sie meines Erachtens auch gehört. Es ist richtig, aus seinem Talent etwas zu machen - und das hat Maelys bisher noch nicht tun können, weil sie sich verpflichtet fühlte, sich um die Mutter zu kümmern. Gut, dass damit Schluss ist!
    Und Gwenaelle - sie hat ihre Heimat wiedergefunden, aber ihr Herz ist in Berlin. Dem sollte sie Rechnung tragen.


  • ( ... ) Also bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass alles von der Mutter eingefädelt wurde, dass die beiden Schwestern zusammen sein müssen. Eventuell sogar mit Hilfe von Valérie!


    Das nun ist eine Idee, auf die ich noch nicht gekommen bin! Für mich war es wie eine Fügung, dass die Mutter den Fahrradunfall hatte - und Tante Valerie hatte ich dabei nicht als eine Art Verbündete im Bemühen um eine Zusammenführung der beiden Schwestern auf der Rechnung.
    Doch ja, Deine Theorie hat etwas für sich, vor allem angesichts der Tatsache, dass in unsrem Roman vieles sich bis jetzt als anders herausgestellt hat, als es zu Anfang schien.


  • Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist die merkwürdige Reaktion des Leuchtturmwächters auf Gwens Besuch. Es war eine geniale Idee von ihm, das Bild nach Paris zu bringen. Er hat damit genau das erreicht, was er wollte und was gut war. Warum verhält er sich so abweisend?


    Das Benehmen des Leuchtturmwärters lässt für mich nur einen einzigen Schluss zu: Er war es nicht, der das Bild nach Paris geschickt hat! Warum sollte er auch? Die ganze Zeit über benimmt er sich so eigenartig, schleicht durch die Gegend, als wäre er gar nicht richtig anwesend, ist unfreundlich und überhaupt menschenscheu. Wie sollte so jemand die Initiative ergreifen, die auch einige Mühen im Gefolge hat, und das Gemälde für eine Ausstellung einreichen, verpacken, zur Post bringen? Er malt zudem auch selbst, mit eher weniger Talent, wenn ich das richtig geschlussfolgert habe. Da sollte er sich so altruistisch verhalten? Sehr unwahrscheinlich!

  • Das Benehmen des Leuchtturmwärters lässt für mich nur einen einzigen Schluss zu: Er war es nicht, der das Bild nach Paris geschickt hat! Warum sollte er auch? Die ganze Zeit über benimmt er sich so eigenartig, schleicht durch die Gegend, als wäre er gar nicht richtig anwesend, ist unfreundlich und überhaupt menschenscheu. Wie sollte so jemand die Initiative ergreifen, die auch einige Mühen im Gefolge hat, und das Gemälde für eine Ausstellung einreichen, verpacken, zur Post bringen? Er malt zudem auch selbst, mit eher weniger Talent, wenn ich das richtig geschlussfolgert habe. Da sollte er sich so altruistisch verhalten? Sehr unwahrscheinlich!


    Das klingt sehr schlüssig! Nur wäre ich nicht drauf gekommen..... Wir werden sehen, ob du Recht behältst!

  • Was ich auch herrlich finde, sind die Tratschweiber im Friseursalon und im Restaurant! Das kann ich mir so richtig gut vorstellen! Madame Odile sagt zu Maelys, dass ihr Gwens Schuhe nicht passen - und die nimmt das wörtlich! :totlach:


    Odile bezeichnet Claires Lügerei als „Improvisationsfähigkeit“. Hört sich netter an als Lügen..... ;D


  • Odile bezeichnet Claires Lügerei als „Improvisationsfähigkeit“. Hört sich netter an als Lügen..... ;D


    Und so ganz und gar französisch! Noch etwas, das ich als positiv vermerken muss: dieser Roman könnte gut und gerne von einer Französin geschrieben sein, denn es hat ein Flair, das nicht aufgesetzt sondern sehr authentisch wirkt - was man nicht oft so findet bei deutschen Autoren.


  • Und so ganz und gar französisch! Noch etwas, das ich als positiv vermerken muss: dieser Roman könnte gut und gerne von einer Französin geschrieben sein, denn es hat ein Flair, das nicht aufgesetzt sondern sehr authentisch wirkt - was man nicht oft so findet bei deutschen Autoren.


    Das ist wohl das schönste Kompliment, das ich bekommen habe. VIELEN VIELEN DANK!


    Zitat repariert (Caren)


  • Und so ganz und gar französisch! Noch etwas, das ich als positiv vermerken muss: dieser Roman könnte gut und gerne von einer Französin geschrieben sein, denn es hat ein Flair, das nicht aufgesetzt sondern sehr authentisch wirkt - was man nicht oft so findet bei deutschen Autoren.


    Seltsam, wie verschieden wir diesen Roman aufnehmen - genau das fehlt mir nämlich zur Gänze hier! Es kann natürlich sein, dass ich schon zu viele Frankreich-Romane von Nicht-Franzosen gelesen habe, dass es mir momentan halt einfach schon zuviel ist!


    :winken:

  • @ ysa


    Ach, gerade die unterschiedlichen Sichtweisen und Wahrnehmungen sind es, die für mich den Leserunden hier den Pep geben. Ich finde es eintönig, wenn jeder stets in die gleiche Kerbe haut, und gegensätzliche Meinungen bringen mich immer zum Reflektieren meiner eigenen. Ich mag das! ;)

  • Puh, da sah es kurzzeitig so gut für Claire und Hellwig aus, aber wie befürchtet, war es auch schnell wieder vorbei. Hellwig kann eben auch nicht immer alles verzeihen und darüber hinweggehen. Vielleicht nimmt es ein gutes Ende mit beiden, mit etwas Abstand oder so. Aber momentan kann ich sehr gut nachvollziehen, wie verletzt er sich fühlen muss, nachdem er weitere Lügen und Täuschungen erkennen musste, obwohl er Claire vertraut hatte und dies auch von ihr geglaubt hatte. Der Vertrauensbruch ist wirklich groß...


    Ich fürchte ja ein bisschen, dass Valerie hier nicht aus Versehen als Elefant in den Porzellanladen getrampelt ist, sondern sehr wohl erkannt hat, wer Hellwig ist und es nur nicht mehr länger mitansehen konnte, dass Claire ihr Leben auf einer Lüge aufbaut. Immerhin wurde doch ihre sehr gute Menschenkenntnis vorher schon erwähnt, so tollpatschig kann sie doch kaum agieren. Vielleicht baut sie darauf, dass die Liebe der beiden groß genug ist, um die Beziehung weiterführen zu können, wenn die beiden (vor allem Claire) gezwungen werden, klar Schiff zu machen. Ist nur so ein Gefühl, könnte natürlich auch sein, dass Valérie es wirklich nicht wusste, glaube ich nur irgendwie nicht...


    Lustig fand ich aber das gelbe Auto und ich glaube, das hat Hellwig selbst auch gefallen. ;D


    Toll finde ich, dass Claire nun wirklich Maelys die Möglichkeit verschafft, ihren Traum vom Malen zu verwirklichen, bzw. ihre Kunst zu zeigen und ein Studium zu beginnen. Das freut mich für sie und irgendwie glaube ich auch, dass sie am Ende mit ihrem Postmann zusammen kommt. Denn Kunst kann man auch in der Heimat machen und dort fühlt sie sich ja schon sehr wohl bzw. passt sie einfach auch sehr gut hin.



    Dass sie sich nun allerdings um die Mutter "kümmern" will, halte ich für übertriebenes Pflichtgefühl. Nichts lässt mich bisher darauf schließen, dass ihre Mutter hinfällig wäre.


    Ich glaube auch nicht, dass man sich um die Mutter "kümmern" muss. Maelys hat dies getan, weil sie es ihrem Vater versprochen hat und hat ja auch gleichzeitig der Mutter das Gefühl gegeben, dass diese sich um Maelys kümmern muss. Soweit ich das verstanden habe, hat Claire ja Mealys sogar darauf angesprochen, dass diese die Hilflose spielt, damit die Mutter sich kümmern kann, also irgendwie ein gegenseitiges "Kümmerngefühl" aufrechterhalten wird. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Mutter das auch durchschaut und vielleicht am Ende ihren Töchtern klar macht, dass man sich nicht um sie kümmern muss und auch sie sich nicht um ihre Kinder, sondern diese ihr eigenes Leben leben sollen. Mal sehen....


    Jedenfalls kam mir bei dem Leuchtturmwärter, der sich so abweisend verhielt der Gedanke, dass dieser vielleicht das Bild zwar verschickt hat, aber dies auf Wunsch der Mutter getan haben könnte, weil er die Kontakte hatte und die Mutter nicht mehr länger mit ansehen wollte, wie sich Maelys für sie "aufopferte", anstatt in die Welt hinauszugehen. Und weil der Alte eben die Mutter nicht verraten wollte, hat er so abweisend und kurz angebunden Claire gegenüber reagiert, damit er nicht am Ende doch noch aus Versehen die Sache verrät. ;)



    Was mich sehr traurig gemacht hat, war, als ich erfuhr, wie der Vater auf seinem Schiff umkam. Und Maelys, die dabei war, konnte ihm nicht helfen. Wie kann man mit so einer Situation nur fertig werden?


    Das fand ich auch total traurig. Meine Güte, wie sehr muss man darunter leiden, dass man zwar da war, aber nicht die Kraft hatte, den eigenen Vater zu retten und deshalb hilflos zusehen musste, wie er starb. :'(



    Sebastians Büro und vor allem der Balkon haben sich grundlegend verändert. Er selber ist nicht da. Ich gehe davon aus (hoffe!!), dass er ebenfalls gekündigt hat zu Gewn in die Bretagne geht.


    Mein erster Gedanke war auch, dass er selbst dieses Büro wohl gar nicht mehr nutzt und seinen Posten dort aufgegeben hat. Aber Claire sah ja auf dem Schreibtisch ein Bild von ihm als Kind ("seine Augen") , also wird er wohl doch noch dort arbeiten, denke ich. Aber vielleicht hat sein Abenteuer in Frankreich und vor allem die Enttäuschung bewirkt, mal grundlegend aufzuräumen, vielleicht auch sein ganzen Leben "aufzuräumen". Die Frage ist nur, was hat er dabei alles "entsorgt" und "herumgeräumt". Was oder wer wird weggeworfen und was oder wer behalten?


    Um das rauszufinden muss ich jetzt aber schnell weiterlesen. Ich bin gespannt auf das Ende!