03 - Kapitel 07 bis 09 (Seite 132 bis 190)

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  • Manche Sätze muß man einfach mehrmals lesen, so schön sind sie:
    "...die Bucht lag wie ein Bettlaken aus Sand in der Morgensonne, vom Meer aufgeschüttelt, glatt gestrichen und verlassen." So richtig poetisch!


    Jetzt ist Claire also in ihrer alten Heimat angekommen. Und gleichzeitig ist ihr Chef aufgetaucht, der in der Bretagne Urlaub macht. Sich die schönen Haare abschneiden zu lassen, um sich vor ihm zu tarnen, ist nicht die originellste Idee!


    Maelys scheint eine künstlerische Ader zu haben, wie Claire an den Skizzen sehen kann. Erst über das Kuchenbacken gelingt es Claire, wieder einen Zugang zu ihrer Schwester Maelys zu bekommen. Ja, Claire bemüht sich ernsthaft! Das ist ihr hoch anzurechnen!


    Nicolas macht sich gleich wieder an Claire ran, als ob sie erst seit kurzem weggegangen ist. Da ist es gut zu verstehen, daß Claire sich Zeit ausbittet.
    Ja, Claire ist eine schöne Frau, aber Nicolas ist mir ein wenig zu draufgängerisch.


    Die alte Heimat scheint Claire gleich wieder vertraut zu sein. Auch nach 19 Jahren scheint sich nicht viel verändert zu haben. Wird es ihr gelingen, ihrem Chef aus dem Weg zu gehen? Ist ihre Schwester wirklich so unselbständig, daß man auf sie aufpassen muß? Oder wollte ihre Mutter unbedingt, daß Claire wieder in Kontakt zu Maelys kommt?

  • Gwenaelle ist in ihrem Heimatort angekommen und Maelys ist bis jetzt einmal nicht wirklich gesprächs- oder versöhnungswillig. Was zumindest für mich verständlich ist!


    Aber Gwenaelle findet Mappen mit Zeichnungen von Maelys und sie erkennt, dass ihre Schwester eine talentierte Künstlerin ist. Interessant finde ich auch den Gedanken, dass es vielleicht Maels Geheimnis war, dass sie ihre Tollpatschigkeit nur spielt. Ich frage mich, was da der Grund sein könnte.


    Außerdem kommt es mir seltsam vor, dass sie jeden Tag einen Kuchen bäckt, um ihn dann wieder wegzuwerfen. Mir war nicht ganz klar, warum sie das eventuell macht, bis ich das bretonisch-französiche Glossar gefunden habe. Ich vermute mal, dass der Postbote der Grund für ihre Kuchenbäckerei ist?! Die Idee mit dem Hochzeitskuchen finde ich genial! Ich hab auch gleich nachgefragt - eine Tradition, die durchaus heute noch aktuell ist!


    Was haltet Ihr eigentlich von Nicolas? Er ist ja ein Jugendfreund von Gwenaelle. Irgendwie ist er ja nett und sympathisch - irgendetwas passt mir trotzdem nicht an ihm. Für meinen Geschmack ist seine Art zwischendurch etwas großspurig. Zum Beispiel die Art wie er mit Luik und Emil redet. Aber er hat recht mit seiner Aussage, dass "reden überbewertet wird und Fakten überzeugen sollten".
    Gwenaelle wird noch Zeit und Geduld brauchen um Maelys wieder näher zu kommen! Obwohl die Kuchenbäckerei ein erster Schritt in Richtung Versöhnung ist!


    Und Sebastian ist mittlerweile auch in Moguériec aufgetaucht. Gwenaelle lässt sich die Haare schneiden, um nicht von ihm erkannt zu werden... na ja... ob diese Reaktion so besonders gescheit ist? Und warum tischt sie allen eine Lügengeschichte auf von einem Ex, der sie verfolgt?!? Das ist doch keine Notlüge - folglich absolut überfüssig! :vogelzeigen:


    Schluss für heute - ich hab gerade beschlossen, noch Maelys gâteau breton zu machen...
    Die Rezepte und das Glossar sind toll! Herzlichen Dank!
    :winken:


  • Ist ihre Schwester wirklich so unselbständig, daß man auf sie aufpassen muß? Oder wollte ihre Mutter unbedingt, daß Claire wieder in Kontakt zu Maelys kommt?


    Ich glaube auch nicht, dass Maelys so unselbständig und hilfsbedürftig ist. Und wenn sie wirklich Unterstützung benötigen sollte, wären die Nachbarn eher dazu in der Lage, Hilfe zu geben! Ich glaube auch, dass ihre Mutter und/oder Valérie sie da ein wenig in die richtige Richtung gestupst hat! Zeit war es ja! ;)

    Liebe Grüße!;)
    Miriam

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  • In diesem dritten Abschnitt überschlagen sich die Ereignisse geradezu!
    Ein wahres Vergnügen war es für mich, die teilweise slapstickartigen Szenen zu lesen, in denen sich Gwenaelle/Claire immer weiter in ihre Schwindeleien verstrickt. Genau: eine Lüge zieht die nächste nach sich - sonst könnte man das brüchige Gebäude von Unwahrheiten, das sowieso zusammenbrechen wird, nicht aufrechterhalten!
    Zum anderen findet sich die Protagonistin aber langsam wieder in ihren Heimatort ein, den sie durchaus verändert vorfindet. Sie gleitet hinein, besser gesagt, ohne dass sie es vielleicht möchte.


    Und, wie befürchtet, taucht Sebastian Hellwig in lächerlicher Touristenuniform auf. Ihm allein gilt die aberwitzige Charade, die Claire da aufführt.
    Bis zu dem Punkt, an dem sie beschließt, sich äußerlich zu verändern, habe ich ihrem Aussehen kaum Beachtung geschenkt. Es war irgendwie nebensächlich, weil ich so damit beschäftigt war herauszufinden, was in Claires Kopf so vor sich gehen mag. Jetzt erst wird mir klar, dass sie eine Rothaarige ist, die sich unter dem Protest der Friseurin ihre Haarpracht nicht nur abschneiden, sondern dazu noch braun färben lässt. Marie-Jeannes Gefühle dabei kann ich mir lebhaft vorstellen.
    Ob Sebastian sie bereits erkannt hat? Es sah beinahe so aus...
    Aber was hat Gwenaelle mit Luiks und Emils Hilfe in Bezug auf ihren Chef nun vor? Irgendeine aus Verzweiflung geborene Dummheit, die bestimmt nicht gutgehen kann!


    Nicolas! Eine komplette Metamorphose hat dieser durchgemacht! Oder, wie Maelys so treffend sagt, er hat sein Herz in Amerika vergessen und dafür Dinge mitgebracht, die ihm nichts nutzen ( womit sicherlich nicht der fürchterliche Akzent gemeint ist...).
    Wenn man sich den schüchternen Jungen aus Gwenaelles Kindheit und Jugend vor Augen hält, hat Maelys da völlig Recht! Nicolas hat sich auf eine unangenehme Weise und zu seinem Nachteil verändert. Er ist großspurig, viel zu sehr von sich selbst überzeugt, hält sich ob seines guten Aussehens für unwiderstehlich - und ihm gehört ein tüchtiger Dämpfer verpasst!
    Am unangenehmsten an ihm aber empfinde ich die Arroganz Luik und Emil, deren Chef er offensichtlich ist, gegenüber. Der nette Luik und Nicolas waren mal Freunde, waren mal auf Augenhöhe; inzwischen aber stehen sie auf unterschiedlichen Ebenen und Nicolas schaut auf Luik herab! Das aber geht gar nicht!
    Oh ja, Nicolas hat bei mir bereits verloren.


    Und obwohl sich Claire/Gwenaelle ( ich finde es schwierig, mich für eine der beiden zu entscheiden ) von seinem blendenden Äußeren angezogen fühlt, ist ihr doch nicht recht wohl zumute in seiner Gegenwart, denn sie spürt eine Fremdheit, die die Vertrautheit, an die sie sich erinnert, immer mehr zurückdrängt. Nun, mal schauen, ob ihr gesunder Menschenverstand, den sie trotz aller Traumtänzerei schließlich auch besitzt, denn sonst wäre sie beruflich nicht so erfolgreich, die Oberhand gewinnt...


    Am schönsten aber fand ich die letzten Seiten dieses Abschnitts, als Gwenaelle durch Zufall den Zugang zu ihrer eigenwillig-eigenartig-bezaubernden Schwester findet: der gateau breton! Und obwohl der ihr ebensowenig gelingt wie Maelys all diejenigen, an denen sie sich Tag für Tag versucht, ist das Eis endlich gebrochen! Maelys spricht, gestikuliert, gebärdet, buchstabiert wieder mit den Händen, öffnet sich ihrer Schwester in ihrer so wunderbar direkten Art! Keine höfliche Konversation, kein Taktieren, kein Herantasten - nein, Maelys sagt und fragt, was sie möchte und was sie wissen will.


    In diesem Zusammenhang bestätigt sich genau das, was mir ziemlich klar war: Gwenaelle ist nicht gegangen, sondern vielmehr weggeblieben. Und je länger sie mit der Rückkehr zögerte, umso unmöglicher wurde sie ihr schließlich. Vielleicht hat Maelys das verstanden.
    Da kann man ja wirklich von "Glück" sagen, dass die Mutter diesen Unfall hatte und sich strikt weigerte, Maelys alleine zu lassen! Allerdings kann letztere, die über einige besondere Talente zu verfügen scheint, sich wunderbar selbst versorgen, habe ich den Eindruck.
    Nunja, die Mutter war klug genug, die Gelegenheit beim Schopf zu packen, die sich ihr bot, und Gwenaelle/Claire herbeizuordern. Glückliche Zufälle muss es halt auch geben im Leben ( und vor allem in Romanen ;))...


  • ( ... ) Und gleichzeitig ist ihr Chef aufgetaucht, der in der Bretagne Urlaub macht. Sich die schönen Haare abschneiden zu lassen, um sich vor ihm zu tarnen, ist nicht die originellste Idee!


    So richtig gute Ideen hat die gute Claire sowieso nicht! Man denke nur an die hahnebüchenen Lügen, die sie aus dem Ärmel schüttelt, um die Haare abgeschnitten zu bekommen. Das kann doch wirklich nicht gut gehen!



    Ist ihre Schwester wirklich so unselbständig, daß man auf sie aufpassen muß? Oder wollte ihre Mutter unbedingt, daß Claire wieder in Kontakt zu Maelys kommt?


    Letzteres! Bevor schließlich auch der letzte Weg zueinander versperrt ist. Und wie sonst hätte sie Claire dazu bringen können, nicht gleich wieder zu verschwinden, als ihr weiszumachen, dass Maelys alleine nicht lebensfähig ist - was sich inzwischen ja als kompletter Unsinn herausgestellt hat.


  • Was haltet Ihr eigentlich von Nicolas? Er ist ja ein Jugendfreund von Gwenaelle. Irgendwie ist er ja nett und sympathisch - irgendetwas passt mir trotzdem nicht an ihm. Für meinen Geschmack ist seine Art zwischendurch etwas großspurig. Zum Beispiel die Art wie er mit Luik und Emil redet.


    Maelys beschreibt ihn sehr treffend, wenn sie sagt, dass er sein Herz in Amerika vergessen hat. Was mich bei ihm wundert ist, dass er, der sich so weltmännisch-lässig und überlegen gibt, immer noch in dem kleinen Dorf in der Bretagne sitzt....

  • Maelys beschreibt ihn sehr treffend, wenn sie sagt, dass er sein Herz in Amerika vergessen hat. Was mich bei ihm wundert ist, dass er, der sich so weltmännisch-lässig und überlegen gibt, immer noch in dem kleinen Dorf in der Bretagne sitzt....


    Ich mag Nicolas nicht besonders. Nach 19 Jahren Abwesenheit schmeißt er sich gleich wieder an Claire ran. Claire ist nicht mehr die Jugendliche von 15 Jahren!

  • Wasfür eine Idee, Valérie in die Galerie zu schicken! Irgendetwas „Unfassbares“ ist da anscheinend passiert, wenn man den Fetzen trauen kann, die am Telefon rüberkommen.


    Dass sie Hellwig in ihrer Heimat trifft, war mir klar! Ob der Haarschnitt reicht, dass er sie nicht erkennt? Kann ich mir kaum vorstellen.


    Irgendetwas haben Luik und Emil mit Hellwig vor, und mit schwant nichts Gutes!


    Wider Erwarten gefällt es Claire in ihrer alten Heimat. Nikolas, der, wie ich vermutet habe, der Mann an der Tankstelle war, gefällt mir nicht wirklich gut. Hat er Claire schon an der Tankstelle wiedererkannt? Angeblich hat er sie nicht vergessen, ständig an sie gedacht. Da hätte er sie doch wiedererkennen müssen?


    Maelys ist erwartungsgemäß nicht hoch erfreut über den Besuch ihrer Schwester. Es hat nicht den Anschein, dass sie einen Babysitter braucht. Das haben wahrscheinlich Valérie und Yvonne eingefädelt.


    Maelys backt und backt, um ihren Schwarm zu beeindrucken. Claire möchte es besser machen, aber e sieht auch schief. Aber die beiden sind auf dem Weg der Versöhnung, und das ist gut so.


    Mich wundert, dass Maelys alle Familienmitglieder portraitiert hat, nur Gwenaelle nicht. Oder hat sie deren Bilder nur weggeworfen, weil sie wütend war?

    Immer noch bin ich begeistert von dem Schreibstil, es macht einfach Spaß, zu lesen! Die Landschaft ist so beschrieben, dass man sich mittendrin fühlt.


  • In diesem dritten Abschnitt überschlagen sich die Ereignisse geradezu!
    Ein wahres Vergnügen war es für mich, die teilweise slapstickartigen Szenen zu lesen, in denen sich Gwenaelle/Claire immer weiter in ihre Schwindeleien verstrickt. Genau: eine Lüge zieht die nächste nach sich - sonst könnte man das brüchige Gebäude von Unwahrheiten, das sowieso zusammenbrechen wird, nicht aufrechterhalten!


    Es wird eines Tages zusammenbrechen, weil man irgendwann vergessen hat, was man wann gesagt hat. Wer lügt, braucht ein gutes Gedächtnis!


    Zitat


    Der nette Luik und Nicolas waren mal Freunde, waren mal auf Augenhöhe; inzwischen aber stehen sie auf unterschiedlichen Ebenen und Nicolas schaut auf Luik herab! Das aber geht gar nicht!
    Oh ja, Nicolas hat bei mir bereits verloren.


    Das finde ich auch unmöglich. Nikolas ist ein arroganter Schnösel!! >:(

    Liebe Grüße, Caren

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    :lesen: Lorenz Stassen - Angstmörder


    Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte.

    Arthur Schopenhauer

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    Einmal editiert, zuletzt von Caren ()

  • Toll. So eine rege, kontroverse Diskussion! Ich freue mich, dass der Roman euch so zum Denken und Mitfiebern einlädt. Und nochmals vielen lieben Dank für die vielen Komplimente zum Schreibstil <3
    Liebe Grüße Claudia


  • Mich wundert, dass Maelys alle Familienmitglieder portraitiert hat, nur Gwenaelle nicht. Oder hat sie deren Bilder nur weggeworfen, weil sie wütend war?


    Könnte es sein, dass sie, je mehr Zeit verstrich, Gwenaelles Gesicht, die bildhaften Erinnerungen an sie, in sich verlor....?



    Immer noch bin ich begeistert von dem Schreibstil, es macht einfach Spaß, zu lesen! Die Landschaft ist so beschrieben, dass man sich mittendrin fühlt.


    Das kann ich nur unterstreichen! Ich habe die unterschiedlichsten Gefühle beim Lesen dieses so bezaubernden Buches - ich kann es förmlich spüren und riechen und schmecken. Superschön!

  • Ach du meine Güte, nun reitet sich Claire aber immer weiter rein! Dass ihr Chef nun auftaucht, war ja zu erwarten und natürlich versteckt sie sich weiterhin vor ihm. Aber dann erzählt sie auch noch allen möglichen Leuten, dass sie gerade vor ihrem Ex-Freund flüchtet, der ihr wunder was alles angetan hatte, während tatsächlich ein Mann aus Deutschland im Dorf auftaucht und auch noch aus derselben Stadt. ::) Für wen die Dorfbewohner ihn bald halten werden, wenn sie merken, wie seltsam Claire sich dem Fremden gegenüber verhält, kann man sich gut vorstellen. Was, wenn die Bewohner ihn sich vorknöpfen wollen, um Claire zu "schützen"!


    Und das zweite, was mich entsetzt: was hat sie mit den Bootsführern besprochen, was diese mit Hellwig unternehmen sollen, damit er das Dorf verlässt? Soll das Boot kentern, damit er sich erkältet oder zu Tode erschreckt und heimfährt? Gerade Claire, die ihren Vater offensichtlich durch das Meer verloren hatte und, so wie ich es zumindest herauslesen konnte, das Wasser verantwortlich macht, lässt ihren Chef (den sie doch eigentlich mag) aufs Wasser raus und heckt dabei auch noch irgendeinen Plan aus, der ihr selbst ein bisschen Bauchschmerzen bereitet?! :o Was, wenn er verunglückt auf See?


    Oh je, oh je, ich ahne Übles. Und ebenso ahne ich Übles, wenn ich Nikolas beobachte. Claire sollte auf ihr Gefühl hören, nachdem sie selbst schon Unbehagen verspürt hatte, als sie ihn im Umgang mit Luik und Co. erlebt hatte. Maelys hat es wohl schon gut erkannt: "er hat sein Herz ein Amerika gelassen". Nikolas ist mir nicht geheuer....


    Wo Claire aber ein gutes Gespür hatte und toll gehandelt hat, ist bei ihrer Schwester. Mit den Bildern das hat nicht geklappt, aber beim Backen hat sie endlich wieder ihre Nähe gefunden. Der erste Schritt in die richtige Richtung - ich glaube, sie können sich wieder annähern. :)


    Aber warum scheint Maelys nach außen hin die Hilflose zu spielen, wenn sie doch andererseits so gut zurechtkommt?


    Und dann Valérie, zu der Claire mangels Telefon keinen Kontakt mehr aufbauen kann. Wen hat diese gesehen, bei dem oder der "sie ihren Augen nicht trauen konnte?" Welche Schwierigkeit hat sich da wohl gerade aufgebaut? Jemand aus Claires Vergangenheit in Paris? Es muss ja einen Grund gegeben haben, warum Claire z. B. nach Berlin gegangen ist und nicht mehr in Paris wohnt. War dort irgendwas vorgefallen, was eine Flucht notwendig machte und "der Auslöser" ist in der Ausstellung aufgetaucht, den/die man lieber vergessen wollte oder der/die Claire gar gefährlich werden kann?


    Puh, das ist alles ganz schön verzwickt gerade und mir tut ganz besonders Hellwig leid, wenn ich daran denke, was vielleicht nun bald auf ihn zukommen könnte.... :( Wobei ich mich frage, ob er nicht vielleicht Claire schon erkannt haben kann, als sein Blick etwas länger auf ihr ruhte?


    So, ich gehe jetzt erst mal mit meiner Hündin raus und dann lese ich noch eure Kommentare. :winken:


  • Außerdem kommt es mir seltsam vor, dass sie jeden Tag einen Kuchen bäckt, um ihn dann wieder wegzuwerfen. Mir war nicht ganz klar, warum sie das eventuell macht, bis ich das bretonisch-französiche Glossar gefunden habe. Ich vermute mal, dass der Postbote der Grund für ihre Kuchenbäckerei ist?!


    Ah, darauf bin ich jetzt gar nicht gekommen. Ich hatte das Gefühl, sie versucht einen Kuchen von früher, aus der Zeit als der Vater noch lebte, nachzubacken. Denn als Claire ihn probierte, wusste diese ja gleich, was fehlt, weil sie den Kuchen mit der Mutter früher schon gebacken hatte. Ich dachte, Maely versucht, ein Stück Vergangenheit in Form des Kuchens, zu finden und weil er nicht so schmeckt wie früher, wirft sie ihn weg.



    Zum anderen findet sich die Protagonistin aber langsam wieder in ihren Heimatort ein, den sie durchaus verändert vorfindet. Sie gleitet hinein, besser gesagt, ohne dass sie es vielleicht möchte.


    Das hast du gut gesagt, so empfinde ich es auch. Mehr und mehr rutscht sie wieder in die Heimat hinein und es fühlt sich gar nicht immer schlecht an. :)



    Mich wundert, dass Maelys alle Familienmitglieder portraitiert hat, nur Gwenaelle nicht. Oder hat sie deren Bilder nur weggeworfen, weil sie wütend war?


    Vielleicht hat es sie zu sehr geschmerzt, ihre Schwester zu malen, so dass sie es lieber nicht gemacht hat, um sich dabei nicht selbst noch mehr weh zu tun, als ihr der Verrat der Schwester schon weh tat?


  • Ah, darauf bin ich jetzt gar nicht gekommen. ( ... )


    Ich auch nicht! Erst, als ich hinten bei den Rezepten und den Anmerkungen rumgestöbert habe ( das vermeide ich während des Lesens gerne, weil ich mich nicht in Versuchung führen möchte, schnell mal einen Blick auf das Ende zu werfen ;)) aufgrund der Bemerkungen hier in den Posts, ist mir da ein Licht aufgegangen! Nette Sitte übrigens...




    Vielleicht hat es sie zu sehr geschmerzt, ihre Schwester zu malen, so dass sie es lieber nicht gemacht hat, um sich dabei nicht selbst noch mehr weh zu tun, als ihr der Verrat der Schwester schon weh tat?


    Das dachte ich auch zuerst. Doch wer sagt uns eigentlich, dass sie ihre Schwester nicht gemalt haben sollte, nur weil diese kein Bild von sich gefunden hat? Womöglich hält Maelys diese Bilder unter Verschluss!?