01 - Seite 7 bis Seite 75 (gesamter Prolog)

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  • :D das kenne ich! Irgendwann im Buch habe ich mir gedacht: "Häh? Wie kann man von Magdalena fliehen? War er etwa mit ihr im Bett und ist abgehauen?" Habe seitenlang nichts verstanden, musste den ganzen Abschnitt nochmal lesen, um dann zu merken, dass Magdalena keine Frau ist sondern ein Schiff :o:D

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Hallöchen zusammen.


    So, ich bin nun gestern auch durch den Prolog durch und will meinen Senf dazu geben =o)


    Es ist tatsächlich das erste Buch von Bernhard, das ich lese - dabei habe ich massig im Schrank stehen ;o) Aber das wird sich auch ändern, denn ich weiß ja jetzt, dass sein Schreibstil wirklich gut ist *puh*
    Nichts ist fieser, als wenn einem ein Autor sympathisch ist und dann kommt man mit der Schreibart nicht klar *gräusel*


    Die Aufmachung vom Buch (einfache Ausgabe) finde ich schon mal sehr schick und bin auch ganz angetan, dass sich meine Finger bisher noch nicht blau verfärben. Ich hoffe das bleibt so.
    Die Karte innen finde ich super, was mich allerdings auch stört, ist, dass es kein Personenregister gibt. Gerade bei solchen umfangreichen Büchern ist das sehr hilfreich. Zumal mein Gedächtnis große Ähnlichkeit mit einer Filtervorrichtung in der Küche hat.


    Aber fangen wir an. Lucio war mir sofort sympathisch. Daran hat sich auch nichts geändert im Laufe des Abschnittes. Ja, seine Entscheidung war ... nennen wir es krass ... aber er hat im Großen gehandelt. Vermutlich wird genau das von einem Erzpriester verlangt. Ich kenne mich mit Kirchendingen nicht sonderlich gut aus, aber sollte ein Priester nicht etwas weniger grausam sein? Die Aktion mit dem Hafenmeister war schon ... makaber. Und warum sollte dieser wiederum weder schreiben noch sprechen können? Am Ende sollten doch eh alle sterben *grübels*


    Ilja scheidet ja gewissermaßen die Geister. Ich habe ihn als jungen Waffenknecht wahrgenommen und daher seine Reaktionen sowohl auf die Misshandlung von Elisa als auch auf die Verbarikadierung der Stadt als Impulsivität abgetan. Vermutlich genoß er auch einfach die Leichtigkeit der Kinder während der gemeinsamen Zeit, weshalb er seinen Befehl missachtet hat und sie aus der Stadt bringen wollte.
    Sehr traurig, dass es nicht geklappt hat :(
    Ich mochte ihn und hätte ihm ein besseres Ende gewünscht, aber offenbar sollten wir gleich mal richtig eingestimmt werden in die Geschichte - wer weiß was noch alles passiert ;o)


    Matteo - ein Idiot! Natürlich wusste er von der verseuchten Ware, hatte aber unter Umständen nicht genug Hirn um zu schlussfolgern, dass er sich damit den schwarzen Tod in die Stadt holt. Ich glaube, soweit hat er gar nicht gedacht.
    Und - wie auch odenwaldcollies - bin ich mir nicht sicher, dass Matteo die Botschaft Lucios (warum muss ich immer an Malfoy denken? *grübels*) verstanden hat. Sonst hätte er vermutlich anders reagiert.


    Karol ist so der typische Anführer. Er schreckt vor nichts zurück, ist immer vorn mit dabei und lässt im Krampf für andere sein Leben. Das zeichnet ihn aus und hat Respekt verdient.


    Die anderen Charaktere sind für mich eher blass geblieben. Elisa kommt als Nebencharakter vor, genauso wie der Hafenmeister und die Dirne. Alle haben ihre Rolle, aber keine so große, als dass ich mir um sie besondere Gedanken gemacht habe.
    Die Kette, die Matteo in Gang gesetzt hat, war natürlich klar. Der Seemann, mit dem Camilla am Abend zuvor verkehrt hatte, war sicherlich vom Schiff 'Magdalena' und ebenfalls ein Träger der Pest. Somit wäre es am Ende wieder bei Matteo gelandet. So schließt sich der Kreis.


    Ein wenig irritierend finde ich die Kapitelüberschriften. Ich kann wenig mit der Zeitrechnung anfangen, wenn ich selbst keinen Überblick habe über die Zeitschiene.
    @Bernhard
    Gibt es hierzu vielleicht irgendwo eine Aufzeichnung?


    Sonst bin ich immer durch Bücher durchgerannt - also durch die Abschnitte, aber hier mache ich es mir lieber gemütlich und genieße den Augenblick :)


  • Glaubt ihr wirklich, dass Matteo überlebt hat? Ich hatte es ja fast so verstanden, dass er durch Camilla ebenfalls angesteckt wurde und wenn er überlebt hätte, wäre er doch ein jemand, der die Pest weiter verbreitet hätte...


    Es sei denn, er hätte sich noch nicht angesteckt oder wäre jemand, bei dem es nicht ausbricht.


    Ich bin jetzt mal fies und würde mir beinahe wünschen, dass er überlebt hat und seinen Hass an seine Nachkommen weitergegeben hat - weil wer wäre sonst der Bösewicht?
    Schließlich hat er so schön Rache geschworen ;)


  • Ich denke mal, dass die relevante Person später der Sohn des Erzmagiers sein wird. Wobei 53 Jahre später... da ist selbst er eher ein Greis. :-\


    Jein - laut Klappentext (oder heißt es Klapptext? *grübels), ist die Hauptperson der Sohn von Nandus. Also somit der Enkel von Lucio. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass Nandus vielleicht so um die ... 12 war, dann wäre er in der eigentlichen Geschichte 65. Nun ist die Frage: Wie alt werden die Menschen in dieser Welt? Eher wie die Menschen im Mittelalter? Dann wäre er lange tot - oder wie wir heute, dann wäre er ein Rentier.
    Somit müsste dann wiederum sein Sohn - ich würde mal auf das übliche Alter in solchen Geschichten tippen - 20 sein. Ist 45 zu spät um einen Sohn zu kriegen? Ich denke nicht. Die Mutter könnte ja jünger sein *spekulier*


    Oder aber, die Menschen in diesem Buch würden älter werden, dann wäre das wiederum kein Problem.


  • Ein wenig irritierend finde ich die Kapitelüberschriften. Ich kann wenig mit der Zeitrechnung anfangen, wenn ich selbst keinen Überblick habe über die Zeitschiene.
    @Bernhard
    Gibt es hierzu vielleicht irgendwo eine Aufzeichnung?


    Ich muss gestehen, dass ich diese Zeitrechnung einfach ignoriere oder beinahe, denn ich lese schon immer nach, um welche Tageszeit es sich gerade handelt. Das ist ganz hilfreich manchmal. Ansonsten sehe ich es eher als Abschnittsende/-Anfangsmarkierung :unschuldig:

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Die Zeitrechnung bezieht sich auf die neue Kaiserin Sasmira.
    Den dramatischen Umständen ihrer Geburt wird der Prolog des nächsten Bandes gewidmet sein.


    Ein bisschen orientiert sich diese Datenzeile an modernen Thrillern, die gerne ähnlich anfangen, aber dann natürlich nicht noch "nach Christi Geburt" dabei stehen haben.


    Ist aufgefallen, dass die Nok Kapitel andere Stundenangaben haben? :-)

  • ja doch, mir :D zumindest wenn der Unterschied zwischen Hitzemond und Erntemond besteht?

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"