03 - Seite 167 - Seite 246 (bis Dahlia, Palazzo Tormeno, nach Mittern., 4. Tag)

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  • Ich frage mich, wie lange es zwischen Milan und Nandus noch gut gehen kann. Im Vergleich zu seinen beiden Brüdern, rebelliert Milan ganz schön. Aber Milan verschließt auch nicht die Augen, sondern hinterfragt die Taten seines Vaters, die Grausamkeiten.


    Der kleine Paolo hat mir Leid getan. Ich hatte bis zuletzt die Hoffnung, dass er irgenwo wieder auftauchen wird. Dass er schlimmstenfalls entführt wurde und wieder befreit wird. An den Krähenmann dachte ich dabei nicht. Er ist ja nur eine Mär.


    Die Bestrafung seiner Mutter war ebenfalls sher traurig, aber ich kann sie sehr gut verstehen, hätte ich doch auch versucht, mein Kind zu schützen. Milan .. ich denke mal, dass ihn vor allem die Worte von Felicia dazu getrieben haben. Dass sie der letzte Schubs waren, den er brauchte für eine solche Tat.


    Erst dachte ich noch, Milan flieht zusammen mit den Fischern und überwirft sich damit endgültig mit seinem Vater. Aber er bietet ihm die Stirn. Was machte ihn so socher, dass Nandus ihn nur bestraft und nicht gleich tötet?


    Nandus ist wirklich sehr grausam, doch bei seinem Sohn zeigt er irgendwie ein wenig Nachsicht. Trotz allem.


  • Besser sie wird niemals wählen müssen ...


    Bestimmt muss sie wählen :err:

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Also dieser Nandus ist wirklich sehr grausam....
    Ich war einigermaßen schockiert, wie er den Leichnam des armen kleinen Paolo so zur Schau gestellt hat - mit der angeketteten Mutter davor... :o :o
    Da fehlten mir ganz kurz die Worte. Umso grandioser kam dann das Verhalten von Milan 8) Er hat es seinem Vater so richtig gezeigt, die Bestrafung war nur der Form halber. was hätte Nandus auch sonst tun sollen, um nicht sein Gesicht zu verlieren. Milan hat sich in kurzer Zeit sehr gemausert finde ich. Rebellieren ist die eine Sache, das kann jedes Kind, aber für seine Taten einzustehen und hocherhobenen Hauptes eine solche Strafe zu kassieren, zeugt von Charakterstärke !


    Felicia denkt, dass Milan ein Fleischweber ist. Er hat sich den toten Seemann aus dem Hafen also wirklich erdacht und somit erschaffen. Allerdings finde ich das Wort Fleischweber echt nicht schön....eher abstoßend, da muss ich Rainulf beipflichten. Die Diebin will Milan also von ihrer Sache überzeugen, damit er eventuell irgendwelche Märgestalten zu Fleisch werden lässt, die dann helfen den Schwertwald zurückzuerobern ? Spannend....
    Ich bin sehr gespannt, was Nok wohl zu Milans Plänen sagen wird, sich Felicia anzuschließen, schließlich hat sie ihre eigenen Pläne mit ihm.


    Was ich mit Unbehagen gelesen habe, war der Weg den Milan zum Heldenplatz (glaube ich ) zurücklegen musste - durch die schimpfende Menschenmenge... Was er dabei dachte und fühlte....Warum genießen es Menschen so sehr andere leiden zu sehen ??? Das werde ich, glaube ich, nie begreifen. Ich fühlte mich ganz beklommen und dachte die ganze Zeit nur : " Warum seid ihr dafür, das man diesem Jungen Leid zufügt ? " Das machte mich echt wütend. Das Schlimme an der Sache ist ja, das es heute immernoch so läuft...


  • Ich fand aber auch die Reaktion der Fischer gut! Endlich haben sie geholfen und dann nicht nur einer und nur wegen einer Drohung der Suppenfrau, sondern alle für einander.


    Fand ich auch prima ! Endlich haben sie mal verstanden, dass sie auch etwas bewirken können, wenn sie zusammenhalten.


  • Nochmal zu den Fleischwebern: das wäre ja der Hammer, wenn Milan sich irgendwelche Märengestalten intensiv genug vorstellen muss, damit sie Wirklichkeit werden. Und die Mären erinnern mich teilweise schon sehr an gute und böse Märchen.


    Dahingehend habe ich auch überlegt. Vielleicht ist das ja die alte Macht, die Nok meint, die alles verändern kann...



    Ja, hier bricht Nandus auch wieder Recht und Ordnung. Aber ist der Meuchelmörder wirklich schon in der Stadt? Nandus meinte doch, er wird erst noch kommen, oder habe ich das falsch verstanden?


    Ich glaube, zu dem Zeitpunkt, als Nandus es Lorenzo mitteilte, was der Meuchelmörder schon auf dem Weg. Also sehr gut möglich, das er die beiden schon im Visir hat.


  • Was ich mit Unbehagen gelesen habe, war der Weg den Milan zum Heldenplatz (glaube ich ) zurücklegen musste - durch die schimpfende Menschenmenge... Was er dabei dachte und fühlte....Warum genießen es Menschen so sehr andere leiden zu sehen ???


    Ich habe es so verstanden, dass die Menge geteilt war. Manche wollten ihn bestraft sehen, aber viele haben ihm auch eher als Helden angesehen, dem man Mit zu sprechen wollte. Aber du hast Recht, diese Schaulustigkeit ist abartig.

  • Avila : Ja es waren auch viele auf seiner Seite, das habe ich auch so verstanden. Mir ging es hier darum, dass es genug Menschen gibt, die es geradezu unterhaltsam finden andere leiden zu sehen. Stichwort Schaulust, ganz genau !

  • Ein mitreißender Abschnitt.


    Milan mausert sich zum Helden. Das fängt mit kleinen Dingen an - wie der Befreiung der Mutter. Ich finde diese zur Schaustellung ganz grausig. Das gab es ja zu Mittelalterzeiten überall und ich finde es einfach widerlich!
    Auch verstehe ich nicht, warum Menschen sich am Leid anderer ergötzen.
    Da geht mir heute auch die Hutschnur auf, wenn ich nur an die Vollidioten denke, die bei Unfällen mit dem Handy filmen >:(
    Denen würde ich gern mal im Dunkeln und gut bewaffnet begegnen :kommmalherfreundchen:


    Aber zurück zum Buch. Die Fischer haben immerhin kapiert, dass sie jetzt etwas ändern können. Ich frage mich aber auch, was mit ihnen passiert ist, als sie wieder im Hafen waren. Sie werden ja nun nicht tagelang auf dem Wasser bleiben ...


    Nandus ... er ist ein starker Charakter und zum Teil kann ich seine Handlungen verstehen. Also nicht direkt die Handlungen, aber den Zweck dahinter. Er will die Mär des Krähenmannes aus den Köpfen tilgen. Ich glaube aber nicht so sehr weil er weiß, was ein Fleischweber ist, viel eher, weil er Angst um sein Ansehen hat. Die Menschen kommen zu ihm, weil er über allen Dingen erhaben ist. Wie könnte es also sein, dass eine Sagengestalt IHM etwas stiehlt? Die Menschen sollen mit ihrem Glauben zu ihm kommen und nicht in Angst und Schrecken vor eben diesen Gestalten leben. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es das sein könnte.


    Jacobo lebt noch. Ich denke nicht, dass er einen schlechten Einfluss auf Nandus hatte und dieser jetzt erst so geworden ist. Ich glaube viel mehr, dass diese Charaktereigenschaft bei ihm schon vorhanden war und auch Jacobo dagegen nichts machen kann. Er kommt mir um einiges weiser vor, als es Nandus je werden könnte.


    Milan kann nun also kaum mehr krauchen. Ein Kunststück, dass er es in die Kammer geschafft hat. Ich habe ebenfalls ein wenig die Befürchtung, dass Felicia ihn ausnutzt um ihrem Volk zu helfen. Daran ist an sich nichts verwerfliches, weil es jeder tun würde. Sie macht ihm zumindest in der Hinsicht nichts vor.


    Jey - Rainulf ist nicht der Tote =o) Allerdings habe ich an ihn auch gar nicht gedacht, als die Leiche des Seemanns aufgetaucht ist. Milans (Fluch oder Segen - wer weiß das schon?) Gabe ist interessant. Wie gesagt, mich erinnert sie an etwas, was bei den Scheibenweltromanen schon mal vorkam.
    Die Frage hierbei ist - kann er damit etwas Gutes bewirken? Kann er helfen, damit der Schwertwald nicht so alleine da steht, gegen die drei Heere?


    Nok kam in diesem Abschnitt nicht weiter vor. Ich frage mich, was sie so treibt *grübels*


    Der Hauptmann ist mir sympathisch. Klar, er lässt sich zu einem gewissen Grad von Nandus vorführen und auch beeinflussen, aber er stellt Fragen und ist eben keine Marionette, wie bei der Ernennung zum Hauptmann gewünscht wurde :P


    Felicia und Rainulf sollten sich jetzt dann doch mal ein bisschen vorsichtiger bewegen. Ich denke nämlich schon, dass der Schatten auf den Dächern der Meuchler ist. Ich würde hier nicht vom Krähenmann ausgehen, sondern die 'Schwingen' eher als Umhang deuten.
    Die Figur im Tunnel könnte ich jedoch gut Felicia zuordnen. Schließlich hatten die Männer ja Licht dabei, warum sollte sie dort unten also nichts sehen können?


    Bleibt noch die Nachkomme von Matteo.
    Auf Seite 240 steht geschrieben: "Er war sich sicher, dass sie wusste, was er gerade dachte, aber die Urenkelin des Matteo Canali verzog keine Miene."
    Also muss entweder Matteo damals überlebt haben, oder aber er bereits Nachkommen gezeugt haben, bevor die Stadt unterging. Dass die zwei Nachfahren nun also wieder aufeinander treffen und sich offenbar weiterhin spinnefeind sind, passt.


  • Ohja, das wurde ziemlich gut deutlich, wieviel Hoffnung er in seinen Jüngsten steckt.


    Der Gedanke, dass er seinem Sohn nicht zeigen darf, dass er auf ihn stolz ist, damit es dem nicht zu Kopf steigt, finde ich bezeichnend.
    Von 'Zuckerbrot und Peitsche' hat er wohl nie was gehört ... hier herrscht nur Peitsche.


  • Da geht mir heute auch die Hutschnur auf, wenn ich nur an die Vollidioten denke, die bei Unfällen mit dem Handy filmen >:(


    Ja, und darüber "vergessen" den Notarzt anzurufen. >:( Ähnlich wie hier, wo keiner eingreift außer Milan.




    Nandus ... er ist ein starker Charakter und zum Teil kann ich seine Handlungen verstehen. Also nicht direkt die Handlungen, aber den Zweck dahinter. Er will die Mär des Krähenmannes aus den Köpfen tilgen. Ich glaube aber nicht so sehr weil er weiß, was ein Fleischweber ist, viel eher, weil er Angst um sein Ansehen hat. Die Menschen kommen zu ihm, weil er über allen Dingen erhaben ist. Wie könnte es also sein, dass eine Sagengestalt IHM etwas stiehlt? Die Menschen sollen mit ihrem Glauben zu ihm kommen und nicht in Angst und Schrecken vor eben diesen Gestalten leben. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass es das sein könnte.


    Interessante Gedanken. Nandus ist toll gezeichnet, ein sehr vielseitiger Charakter, wie man das von Menschen kennt. Ja, Nandus versucht der ganzen Situation Herr zu werden, in dem er versucht die Mären klein zu halten und der Bevölkerung etwas vorspielt. Ich weiß nicht genau, ob das ein guter Weg ist. Er will zwar so "Wahrheit gestalten", aber manchmal ist es vielleicht auch besser bei der Wahrheit zu bleiben und die den Mären der Bevölkerung entgegenzusetzen. Klar wird man so nicht alle, wahrscheinlich die wenigsten, überzeugen können. Aber ist das nicht besser als dieser Eiertanz?



    Nok kam in diesem Abschnitt nicht weiter vor. Ich frage mich, was sie so treibt *grübels*


    Nok habe ich auch vermisst!

  • Interessante Gedanken. Nandus ist toll gezeichnet, ein sehr vielseitiger Charakter, wie man das von Menschen kennt. Ja, Nandus versucht der ganzen Situation Herr zu werden, in dem er versucht die Mären klein zu halten und der Bevölkerung etwas vorspielt. Ich weiß nicht genau, ob das ein guter Weg ist. Er will zwar so "Wahrheit gestalten", aber manchmal ist es vielleicht auch besser bei der Wahrheit zu bleiben und die den Mären der Bevölkerung entgegenzusetzen. Klar wird man so nicht alle, wahrscheinlich die wenigsten, überzeugen können. Aber ist das nicht besser als dieser Eiertanz?


    Ja, schon, aber ich denke darum geht es ihm nicht. Auch wenn er 'nur' ein Erzpriester ist, geht es ihm um Macht. Warum sonst will er erzwingen, dass einer seiner Söhne weiter im Roten Kloster kommt, als er es geschafft hat? Er will das Wissen, was dort verborgen ist - und wie wir wissen, ist Wissen Macht.
    Ich habe bei ihm das Gefühl, es reicht ihm nicht ein Mann des Glaubens zu sein. Ich denke, er strebt die oberste Machtposition an, die er erreichen könnte.

  • Ja, Erlangen von Macht ist wohl sein größtes Bestreben. Das macht ihn nicht gerade sympathischer. :o Ich frage mich allerdings, ob er sich sicher ist, was er da tut. Denn wenn Milan oder einer seiner anderen Söhne es schaffen würde, in den höchsten Kreis der Erzmagier zu kommen - denkt er dann wirklich, dass seine Söhne ihn an dem Wissen teilhaben lassen würden? Das kann ich mir bei einem so elitären Kreis kaum vorstellen.


  • Was ich mit Unbehagen gelesen habe, war der Weg den Milan zum Heldenplatz (glaube ich ) zurücklegen musste - durch die schimpfende Menschenmenge... Was er dabei dachte und fühlte....Warum genießen es Menschen so sehr andere leiden zu sehen ??? Das werde ich, glaube ich, nie begreifen. Ich fühlte mich ganz beklommen und dachte die ganze Zeit nur : " Warum seid ihr dafür, das man diesem Jungen Leid zufügt ? " Das machte mich echt wütend. Das Schlimme an der Sache ist ja, das es heute immernoch so läuft...


    Das machte mich auch ziemlich wütend. Ich hatte so gehofft, dass Milan deutlich mehr Fürsprecher hätte, das wäre für Milan ein ziemlicher Schlag ins Gesicht gewesen, finde ich.


  • Dahingehend habe ich auch überlegt. Vielleicht ist das ja die alte Macht, die Nok meint, die alles verändern kann...


    Dazu tendiere ich im Moment auch am ehesten.



    Ich glaube, zu dem Zeitpunkt, als Nandus es Lorenzo mitteilte, was der Meuchelmörder schon auf dem Weg. Also sehr gut möglich, das er die beiden schon im Visir hat.


    Ich habe mir überlegt, evtl. wollte Nandus Lorenzo vielleicht im Glauben lassen, dass der Meuchler erst noch kommt, damit dieser sich nicht allzu überrumpelt vorkommt. Ich finde es gut, dass Lorenzo wider den Erwartungen nicht total nach Nandus' Pfeife tanzt.


  • Bleibt noch die Nachkomme von Matteo.
    Auf Seite 240 steht geschrieben: "Er war sich sicher, dass sie wusste, was er gerade dachte, aber die Urenkelin des Matteo Canali verzog keine Miene."
    Also muss entweder Matteo damals überlebt haben, oder aber er bereits Nachkommen gezeugt haben, bevor die Stadt unterging. Dass die zwei Nachfahren nun also wieder aufeinander treffen und sich offenbar weiterhin spinnefeind sind, passt.


    Ups, das habe ich glatt überlesen bzw. verdrängt :-[


  • Ich habe mir überlegt, evtl. wollte Nandus Lorenzo vielleicht im Glauben lassen, dass der Meuchler erst noch kommt, damit dieser sich nicht allzu überrumpelt vorkommt. Ich finde es gut, dass Lorenzo wider den Erwartungen nicht total nach Nandus' Pfeife tanzt.


    Da bist du eindeutig netter als Nandus ;D Der hat sich nicht viel daraus gemacht, dass Lorenzo diese Idee nicht besonders gefällt...Mir gefällt Lorenzos Einstellung zu Nandus auch ganz gut.


  • Avila : Ja es waren auch viele auf seiner Seite, das habe ich auch so verstanden. Mir ging es hier darum, dass es genug Menschen gibt, die es geradezu unterhaltsam finden andere leiden zu sehen. Stichwort Schaulust, ganz genau !


    Ich hatte nirgends das Gefühl, dass die Menge (auch, wenn sie geteilt war) es genossen hat ihn so zu sehen? Manche sind halt für diese harte von der aktuellen Regierung gegebene Strafe und andere nicht. Das ist Ansichtssache und hat nichts mit Genuss zu tun.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • Ja, schon, aber ich denke darum geht es ihm nicht. Auch wenn er 'nur' ein Erzpriester ist, geht es ihm um Macht. Warum sonst will er erzwingen, dass einer seiner Söhne weiter im Roten Kloster kommt, als er es geschafft hat? Er will das Wissen, was dort verborgen ist - und wie wir wissen, ist Wissen Macht.
    Ich habe bei ihm das Gefühl, es reicht ihm nicht ein Mann des Glaubens zu sein. Ich denke, er strebt die oberste Machtposition an, die er erreichen könnte.


    Warum wollen Eltern, dass aus ihren Kindern etwas Tolles wird? Tja...das ist wohl die Frage...


    Ich würde sagen die Stelle als Erzpriester sichert den Lebensunterhalt seines Kindes, was evtl. eine andere Arbeit in diesen Gefilden nicht könnte oder mit erheblich mehr Risiken verbunden wäre.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"


  • Ich hatte nirgends das Gefühl, dass die Menge (auch, wenn sie geteilt war) es genossen hat ihn so zu sehen? Manche sind halt für diese harte von der aktuellen Regierung gegebene Strafe und andere nicht. Das ist Ansichtssache und hat nichts mit Genuss zu tun.


    Wenn wir mal das Wort "genießen" wegnehmen...
    Die Menge steht doch da und bewirft Milan mit faulen Eiern etc., sie brüllen und beschimpfen ihn und können es kaum abwarten zu sehen, das er bestraft wird. Sie stehen da ja nicht, weil sie gezwungen werden, sondern weil es unterhaltsam ist und sie sehen wollen, wie ein Mensch gepeinigt wird... Sie wollen sehen, wie lange er durchhält, wie er vor Schmerzen schreit, wie er gedemütigt wird, oder gar der Kopf rollt. Es gibt bestimmt eine ganze Menge Leute auf diesem Platz, die Spaß daran haben zu sehen, wie Milan bestraft wird...


  • Warum wollen Eltern, dass aus ihren Kindern etwas Tolles wird? Tja...das ist wohl die Frage...


    Ich würde sagen die Stelle als Erzpriester sichert den Lebensunterhalt seines Kindes, was evtl. eine andere Arbeit in diesen Gefilden nicht könnte oder mit erheblich mehr Risiken verbunden wäre.


    Wenn dem so wäre, und es ihm nur darum ginge, dass seine Söhne einen 'guten Job' haben, dann müsste er mit Fabricio netter umspringen. Schließlich ist er erfolgreich in dem was er tut.
    Warum also ist er der Meinung, seine ältesten Söhne haben ihn enttäuscht?


    Viele Eltern zwingen ihre Kinder zu Sachen, die diese gar nicht wollen, nur weil sie selbst gescheitert sind. Da muss man sich nur die ganzen Eltern ansehen, die ihre Kinder in Tanzstunden oder Klavierunterricht zwingen, obwohl die Kinder das selbst nicht wollen.