05 - Seite 326 - Seite 411 (bis Krakenbucht, Mittag, 20. Tag..)

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  • Ich hatte niemals damit gerechnet, dass Felicia tatsächlich stirbt, jedenfalls nicht schon im ersten Band, sie wirkte immer so unbesiegbar. Das hat mich jetzt wirklich geschockt. Was wird den nun aus dem Volk vom Schwertwald? Eine ihrer führenden Köpfe ist tot und die Schlachtpläne sind nicht mal im Schwertwald angekommen. Gibt es überhaupt noch Hoffnung für sie? Im Moment sehe ich keine.


    Eventuell, dass Juliano als Pfand gegen seinen Vater verwendet werden soll, aber ob das von Erfolg gekrönt wäre? Ich befürchte, dass Nandus seinen Sohn zum Wohl von Cilia opfern würde.


    Aber erstmal zum Anfang dieses Abschnitts: ich hatte so gehofft, dass sich Felicia, Rainulf und Milan nicht mehr im Oktagon des heiligen Filippo aufhalten, als Nandus dort ankommt. Leider war das nicht der Fall, aber ich war wenigstens erleichtert, dass Milan und Rainulf nicht vor Ort waren, da ich eine Chance gesehen habe, dass sie entweder Felicia helfen könnten bzw. nachdem sie gefangen genommen wurde, von außen etwas erreichen können. Und ich war auch froh, dass Nandus Milan nicht angetroffen hat, damit er nicht von dessen Verbindung zu den Rebellen erfährt. Als aber erwähnt wurde, dass Nandus etwas gesehen hat, was in zutiefst erschüttert hat, war mir klar, dass es sich dabei nur um Milans Stiefel handeln konnte. In dem Moment sind meine sämtlichen Hoffnungen zerplatzt.


    Aber solange Nandus Felicia lebend und ihre Identität geheimhalten wollte, hatte ich trotzdem noch Hoffnung, vor allem nach Noks Plan, da war ich dann wirklich wieder zuversichtlich.


    Felicia war also bereits schon mal Nandus Gefangene gewesen - und wir erfahren, warum sie die Handschuhe getragen hat. Mit fehlenden Fingern hatte ich nicht gerechnet. Nandus macht keinen Hehl daraus, dass er Felicia Respekt entgegenbringt und auch hier hatte ich kurz die Hoffnung, dass es vielleicht doch irgendwie eine Übereinkunft o.ä. geben könnte.


    Ziemlich überrascht hat mich, dass Nandus seinem Sohn sogar mehrere Stunden allein mit Felicia gewährt. Ich hatte mich gefragt, warum er das tut, aber als er am nächsten Tag entgegen der Vorankündigung Felicia an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit verbrennen lässt, kann ich mir denken, warum er es getan hat. Es war für ihn vielleicht ein Art Wiedergutmachung an Milan, weil er wusste, dass Felicia in jedem Fall sterben wird. Eines muss man Nandus lassen: er ist ganz schön clever und raffiniert, wie er Felicia lediglich als Diebin hat sterben lassen und alles bis ins letzte Detail geplant hat.


    Wie Nandus Milan aber gezwungen hat, der Verbrennung beizuwohnen, wird nicht gerade zu einer Verbesserung des Verhältnisses zwischen den beiden führen. Ich hoffe jetzt sehr, dass es Nok gelingen wird, ihn auf dem Weg in das Rote Kloster zu befreien. Milan hat jetzt garantiert keine Motivation mehr, seinen Teil der Abmachung mit seinem Vater einzuhalten. Zumal Nandus ihm auch klar gemacht hat, dass Milan nicht länger sein Sohn ist.


    Nun haben wir es schwarz auf weiß: der Krähenmann existiert tatsächlich und treibt sein Unwesen in Dahlia. Aber was macht er mit den Kindern? Tötet er sie wirklich?
    Die Falle, die Lorenzo ihm stellt, war mehr als riskant und ich hatte direkt Bauchschmerzen, dass er seinen Neffen als Lockvogel einsetzen will. Aber er ist so verzweifelt, dass er es einfach versuchen muss. Man kann Lorenzo wirklich nicht vorwerfen, dass er ein Feigling ist. Es war schön, dass Nandus dem Hauptmann verrät, dass er große Stücke auf ihn hält - wenn er das nur auch mal bei Milan schaffen würde. Glücklicherweise geschieht dem kleinen Mario nichts, aber Lorenzo zahlt einen sehr hohen Preis dafür. Ob es Nandus wirklich gelingen wird, eine Hexe aus dem Schwertwald zu holen, die Lorenzo helfen kann und wird?


    Eine weitere Überraschung für mich war, dass auch Nok sich nicht sicher ist, was genau in Dahlia bzw. Cilia vor sich geht, auch sie kann nur vermuten.


    Juliano ist eindeutig nicht die hellste Kerze auf der Torte, aber irgendwo tut er mir auch leid, weil er weiß, dass sein Vater nicht viel von ihm hält und er nun endlich die Chance sieht, sich ihm gegenüber zu beweisen - egal, ob es sich um ein Himmelfahrtskommando handelt oder nicht. Ich bin gespannt, was mit Juliano geschehen wird. Weiß das Volk vom Schwertwald überhaupt schon davon, dass Felicia de Rosa nicht mehr lebt?


    Und natürlich bin ich sehr gespannt darauf, wie Nandus' Ritt in den Schwertwald verlaufen wird.


  • Wie befürchtet ist der Krähenmann wahr geworden - und ich finde ihn noch viel gruseliger, als alles was man bisher gehört hat. Er will die Kinder befreien und vor dem Erwachsensein beschützen. Hm. Ich bin mir jetzt nocht nicht so sicher, ob er die Kinder also wirklich umbringt oder ob er sie in "sein Reich" lockt. Vielleicht ist er so eine Art Peter Pan? :-\ Schließlich kann man laut der Mär die Kinder befreien und das würde ja kaum gehen, wenn sie tot wären, oder?


    Stimmt, an den Teil der Mär, dass man die Kinder befreien kann, hatte ich gar nicht mehr gedacht.



    Es klingt ja fast so, als ob Milan "verloren" wäre, wenn er sich als Erzpriester ausbilden lässt.


    Ja, so ist das bei mir auch angekommen. Was geschieht dort mit den "Auszubildenden"? Werden sie einer Art Gehirnwäsche unterzogen?



    Und dann kommt Arbora wieder ins Spiel. Was wird die Stadt dem Heer bringen?


    Arbora hatte ich jetzt ganz vergessen - da bin ich nun auch gespannt. Wurde nicht an einer Stelle erwähnt, dass über Arbora seit dem Brand viele Mären gibt? Was ist, wenn diese auch wahr werden oder schon geworden sind? Und ob Matteo Canali nun überlebt hat oder nicht, ist immer noch nicht geklärt. Angeblich soll niemand überlebt haben.


  • Die zweite Überraschung: Nandus fühlt sich schäbig? Ob er in seinem tiefsten Inneren doch fühlt, dass er die falsche Richtung einschlägt? Das Problem an diesem Charakter ist, dass er schon zwei Gesichter hat, die des Mannes und Vaters Nandus und die des Erzpriesters Nandus, die leider nicht im Gleichklang sind. Das macht diese Figur so wertvoll und ich hoffe schon, dass er die drei Bände überlebt, zumindest bis zum Letzten.


    Ja, das hat mich auch überrascht, dass Nandus nach Felicias Tod keine Befriedigung, sondern das Gegenteil empfunden hat.



    Die Silberscheibe gibt zum Beispiel ein Rätsel auf. Ist sie doch nur eine Fälschung? Wenn Milan dort seine Kerbe geritzt hat, ist es mit Sicherheit nicht mehr die Gleiche. Wo ist also die echte Silberscheibe?


    Stimmt, die Silberscheibe mit der fehlenden Kerbe gibt mir ebenfalls Rätsel auf.


  • Der Krähenmann existiert also wirklich in der realen Welt. Ich konnte ihn bildlich vor mir sehen, so gut wurde er im Buch beschrieben. Irgendwie finde ich ihn nicht durch und durch böse. Er raubt zwar die Kinder, tut ihnen aber, so wie ich es verstanden habe, kein Leid an. Er will sie vor der Welt der Erwachsenen bewahren. Leben sie in einem geheimen Unterschlupf und werden irgendwann freigelassen? Mal schauen, ob wir hierzu noch etwas erfahren.


    Ja, auch der Krähenmann erscheint nicht durch und durch böse. Das gefällt mir an dem Buch so gut, dass die Charaktere alles andere als vorhersehbar und eindimensional sind.


  • Ich hatte niemals damit gerechnet, dass Felicia tatsächlich stirbt, jedenfalls nicht schon im ersten Band, sie wirkte immer so unbesiegbar. Das hat mich jetzt wirklich geschockt.


    Geschockt war ich auch. Ich hatte auf einen etwas längere Romanze zwischen Milan und Felicia gehofft.



    Ich befürchte, dass Nandus seinen Sohn zum Wohl von Cilia opfern würde.


    Bestimmt, die Bewahrung der Stadt steht für Nandus im Vordergrund. Er würde Juliano sicher opfern, zumal er nicht sein Nachfolger sein wird.



    Weiß das Volk vom Schwertwald überhaupt schon davon, dass Felicia de Rosa nicht mehr lebt?


    Der Schwertwald wird sicher Informanten in der Stadt haben. Aber es braucht ja auch einige Zeit, die Information weiterzutragen. Im Moment wird man wohl noch nichts wissen.


  • Felicia war also bereits schon mal Nandus Gefangene gewesen - und wir erfahren, warum sie die Handschuhe getragen hat. Mit fehlenden Fingern hatte ich nicht gerechnet.


    Ich auch nicht, vor allem auch nicht, dass Felicia die fehlenden Finger so zusetzen. Da sehen wir auf jeden Fall eine Schwäche in der sonst so unnahbaren Schwertherzogin.


    Ja, so ist das bei mir auch angekommen. Was geschieht dort mit den "Auszubildenden"? Werden sie einer Art Gehirnwäsche unterzogen?


    So scheint es fast. :o Ich bin wirklich gespannt, was wir über die Ausbildung dort noch erfahren werden! (Ob jetzt noch in diesem oder im nächsten Band, da gibt es bestimmt noch zahlreiche Gelegenheiten. :D )

  • Endlich geht's mal richtig los 8) Gleich 3 tolle Erzählstränge! Ich hoffe wir lesen etwas mehr von der Ausbildung im Roten Kloster bei Milan - mich würde die Erzpriester-Geschichte hier wirklich mal interessieren, da sie ja eher gut als böse zu sein scheinen. Selbst Nandus rettet seinen Freund Lorenzo ohne auf sich selbst zu achten.


    Dann haben wir noch den Erzählstrang mit dem Krähenmann. Auch nicht uninteressant, aber ich denke eher eine Randgeschichte. Er hat ja Mario auch bei Lorenzo gelassen. Man braucht ihn sicher noch für die silberne Prinzessin oder so.


    Nandus reitet nach seinem Eingreifen auch los und ändert den Plan. Er muss ja unbedingt eine Hexe aus dem Schwertwald für Lorenzo finden. Ich wusste ja, dass er ein sympathischer Kerl ist! :)


    Und dann noch die Geschichte mit dem armen Juliano. Er hat sich wirklich drauf eingelassen. :( Dabei hatte ihn Fabrizio doch gewarnt. Er ist so gutmütig und schickt auch noch die anderen Herolde noch nach Hause, sodass er dann auch noch gekidnappt wird. Hoffentlich versteht er sich gut und niemand bringt ihn mit der Ermordung der 4 Bogenschützen im Feld und der Schwertherzogin in Verbindung. Sonst sieht's schlecht aus. Und hoffentlich muss Nandus sich nicht entscheiden, ob er seinen Sohn oder seinen Freund Lorenzo rettet.


    Und was ist das mit der Geschichte um seine Frau, die wohl gestorben ist, weil er die falsche Wahl zwischen Kindern/Familie und Kirche/Pflichten getroffen hat? "Bist du zu aller erst Vater oder Erzpriester?" Spannend! ???

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Na ja, wir befinden uns in einem Fantasyroman und nun beginnen die Fantasy-Elemente. Ich denke, die Prophezeihungen haben damit etwas zu tun. Wenn die Weiße Königin zurückkehren soll, dann erwachsen auch die anderen Mären.


    naja, wenn es Fleischweber gibt, die Märengestalten weben können, ist es ja kein Wunder, dass sowas irgendwann entsteht. :D Die Mär geistert ja schon länger herum und ist wohl auch gut bekannt bei allen. Da nun wegen Milan schon alle Angst davor haben und an den Krähenmann glauben, musste er ja irgendwann real werden. Ich frage mich eher, wer so intensiv an einen Brückentroll gedacht hat, dass dieser wahr wurde. :D


    Wie wahr die Mären sind, stellt sich wohl gerade heraus. Dass Lorenzo seinen Eid als Beschützer der Stadt halten will, empfinde ich nicht als dumm. Er versucht das Richtige zu tun und ich mein, irgendjemand muss sich ja gegen den Krähenmann stellen, wenn es sonst keiner macht. Ich empfinde eher Nandus als dumm, dass er nichts dagegen tun möchte.


    Ich denke nicht, dass Nandus nichts tun wollte, er hatte einfach andere und wichtigere Pflichten in seinen Augen (ein bisschen wie sein Vater: lieber die Stadt opfern als das ganze Land den Schwertherzögen überlassen). Er hat ja von Anfang an versucht diese Gerüchte aufzuhalten. Vielleicht wusste er doch ein wenig über die Realität der Mären und wollte es verhindern.

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  • Die vierte Überraschung: Er will tatsächlich nach Abora. Da schwant mir nichts Gutes. Was ist, wenn tatsächlich Leute doch irgendwie überlebt haben und dort geblieben sind? Vielleicht sind sie die eigentlichen Geister? Auf jeden Fall ist das eine ganz gruselige Vorstellung und ich glaube, da werden wir bestimmt noch eine weitere Überraschung erleben.


    [...]


    Die Silberscheibe gibt zum Beispiel ein Rätsel auf. Ist sie doch nur eine Fälschung? Wenn Milan dort seine Kerbe geritzt hat, ist es mit Sicherheit nicht mehr die Gleiche. Wo ist also die echte Silberscheibe?


    Auf die zwei Geheimnisse bin ich auch gespannt. Arbora klingt gruselig und vielversprechend mit den Geistergeschichten. Und die Silberscheide - vermutlich wurde sie schon mal geklaut und Nandus hat den Lug & Betrug durch eine Fälschung aufrechterhalten :D oder die Schwertherzöge haben sie schon längst wiederbekommen.

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  • Felicia ist also wirklich im Feuer gestorben. Bis zuletzt hatte ich damit gerechnet, dass sie irgendwie überlebt. Puh das hat mich sehr überrascht und auch traurig gemacht. Sie war doch eine der Hauptpersonen der Geschichte. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sehr Milan jetzt auf Rache aus ist. Er hat Felicia sehr geliebt, und sie ihn denke ich auch. Vielleicht begibt Rainulf sich jetzt auf den Weg zu Milan und befreit ihn. Rainulf hat sicherlich auch Rachegedanken im Kopf, obwohl Felicia ihn verschmäht hat.


    Ich muss gestehen, ich bin froh, dass sie weg ist. Für mich war sie ja nie eine Hauptperson, sondern Beischmuck oder Weiterentwicklung für Milan. :-[

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  • Als er Milan zu Felicia ließ hatte ich im Hinterkopf immer die Vermutung, er könnte die beiden belauschen wollen, um noch mehr über die Rebellen zu erfahren. Warum er Milan diese Stunden gegönnt hat und die Herzogin dann so grausam hat hinrichten lassen, dass kann man glaube ich mit unserem Verstand nicht ganz erklären. In Nandus verdrehtem Ehrenkodex denkt er wohl, er täte für seinen Sohn und das Reich das Beste und dass rechtfertigt Härte und Graumsamkeit. Ich rätsle auch immer, wie er glaubten kann, dass sein Sohn jemals wieder auf seiner Seite ist. Was passiert in diesem roten Kloster? Gehirnwäsche?


    Vielleicht will er ja, dass Milan ihn hasst. Vielleicht denkt er nicht, dass er heil aus dem Schwertwald zurückkehrt und es Milan dann leichter macht damit? Und Felicia musste ja weg, da sie eine Gefahr für Milan's Aufenthalt im roten Kloster ist. Obwohl er ja sagte, dass er sie sich unter anderen Umständen gerne als Schwiegertochter gewünscht hätte, damit Milan am Boden bleibt. Das fand ich sehr rührend.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Vielleicht will er ja, dass Milan ihn hasst. Vielleicht denkt er nicht, dass er heil aus dem Schwertwald zurückkehrt und es Milan dann leichter macht damit? Und Felicia musste ja weg, da sie eine Gefahr für Milan's Aufenthalt im roten Kloster ist. Obwohl er ja sagte, dass er sie sich unter anderen Umständen gerne als Schwiegertochter gewünscht hätte, damit Milan am Boden bleibt. Das fand ich sehr rührend.


    Ernsthaft, du findest etwas rührend an ihm? :o Da empfinden wir aber total gegensätzlich. Ich finde ihn einen fürchterlichen Vater. Wegen so einem kriegt ein Sohn später mal Depressionen, weil er so eine schlimme Kindheit hatte. Was er so für Liebe hält, halte ich für etwas ganz anderes. >:( Und er denkt ja, dass es egal ist, ob Milan ihn hasst, denn nach dem Roten Kloster und der Gehirnwäsche würde er alles verstehen. Das einzige, was ich Nandus da zu Gute halten könnte, wäre, dass er auch im Roten Kloster war und eine Gehirnwäsche bekommen hat. Und wahrscheinlich deshalb so ist wie er ist. Aber Milan wünsche ich das wirklich nicht.

  • Wow, das war ja mal ein Abschnitt, der es in sich hatte...


    Das Felicia tatsächlich stirbt hätte ich nicht gedacht, das hat mich kalt erwischt...
    Ich muss allerdings sagen, dass sie in den letzten Tagen wirklich nachlässig geworden ist. Sie ist unvorsichtig, bzw. zu leichtfertig geworden und hat sich meiner Meinung nach zuviel mit Milan beschäftigt. Sie hat Nandus total unterschätzt und das obwohl sie ihn kennen müsste, standen die beiden sich schonmal gegenüber !


    Überhaupt alle haben ihn unterschätzt, auch Nok, von Milan ganz zu schweigen, aber was hätte er auch schon tun können. Ausser nicht so blöd zu sein, seine Stiefel im Versteck zu vergessen ::) allerdings muss ich gestehen, hab ich von ihm gar nichts anderes erwartet, von Felicia hingegen schon ! Mich hat auch gewundert, das ihr Versteck, so gut es auch gewesen sein mochte, keinen Notausgang hatte....


    Und Lorenzo...ich weiß gar nicht genau, was ich zu ihm sagen soll. Wie konnte er nur seinen kleinen Neffen derart missbrauchen ??? Sein Plan mag ja ehrenhaft gewesen sein und ich kann ihn auch nachvollziehen, aber nicht mit dem kleinen Jungen, da ist Schluss !!!
    Plötzlich ist Nandus da und irgendwie war ich gar nicht überrascht. Er scheint auf seine Weise wirklich viel von Lorenzo zu halten, leider scheint sein Eingreifen zu spät zu sein...


    Über diesen bekloppten Juliano kann ich nur den Kopf schütteln...


    Interessant fand ich die Überlegung von Nok zu Nandus und Milan : der Mann des Feuers und der Sohn des Lichtes und ihre Taten sollen ein ganzes Zeitalter formen. Das klingt mächtig spannend...


    Was der Krähenmann wohl mit den ganzen Kindern macht ? Er holt sie, damit sie nicht erwachsen werden.... Darauf gibt es bislang noch keine Antwort und ich habe dazu keine Idee. Aber interessieren tät es mich schon :)
    Und es geht total spannend weiter, denn Nandus reitet nach Arbora und darauf bin ich total neugierig ! Eine von vielen Mären sagt, dass Matteo Canali immer noch in der Kanalisation sitzt und wartet :lesen: :lesen: :lesen:


  • Ja, auch der Krähenmann erscheint nicht durch und durch böse. Das gefällt mir an dem Buch so gut, dass die Charaktere alles andere als vorhersehbar und eindimensional sind.


    Genau das habe ich auch beim Lesen gedacht. Man kommt um die Ecke und hat keine Ahnung, was einen erwartet - es kann wirklich alles sein. Wirklich großartig !


  • Und was ist das mit der Geschichte um seine Frau, die wohl gestorben ist, weil er die falsche Wahl zwischen Kindern/Familie und Kirche/Pflichten getroffen hat? "Bist du zu aller erst Vater oder Erzpriester?" Spannend! ???


    Ich könnte mir vorstellen, dass seine Frau mit der Art, wie er mit den Söhnen umgeht überhaupt nicht einverstanden war und damit bei Nandus auf taube Ohren gestoßen ist. Vielleicht ist sie daran zerbrochen ?

  • Genau das habe ich auch beim Lesen gedacht. Man kommt um die Ecke und hat keine Ahnung, was einen erwartet - es kann wirklich alles sein. Wirklich großartig !


    Das beschreibt es perfekt. Hinter jeder Ecke lauert eine Überraschung. 8)

  • stimmt, die lauernde Überraschung. Ich hätte auch mit vielem nicht gerechnet.


    Und ja, ich mag Nandus und ich finde er hat seine sympathischen Momente. Wenn ich mir jetzt zwei Hauptpersonen aussuchen müsste, deren Weg ich gerne verfolgen würde wären das Nandus in Arbora/dem Schwertwald und Milan im Roten Kloster. Alles andere ist für mich nur Beischmuck und hätte ich auch nicht zwingend gebraucht.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Ich könnte mir vorstellen, dass seine Frau mit der Art, wie er mit den Söhnen umgeht überhaupt nicht einverstanden war und damit bei Nandus auf taube Ohren gestoßen ist. Vielleicht ist sie daran zerbrochen ?


    Also, wenn sich das als Grund herausstellen sollte, wäre ich sehr enttäuscht... wenn man sowas so aufbaut und dann eine Familiengeschichte aus dem Fantasyroman macht, wäre das für mich fatal für das Lesevergnügen.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"