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  • Hallo liebe Karin, liebe MitleserINNEN,


    hier treffen wir uns zum ersten Abschnitt der Leserunde zu dem Buch "Die Tochter der Toskana" und ich begrüße alle TeilnehmerINNEN und ganz besonders die Autorin. Karin, schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die Ausführungen zur Netiquette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr zu lesen angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereits, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid, denn eigentlich sind insgesamt ca. 2 Wochen dafür gedacht.

  • oh ich muss sagen ich bin jetzt schon ganz verliebt in das Buch und die Geschichte :-[.


    Antonella lebt mit ihrer Familie in dem kleinen Dorf Cerreto. Sie habe ich direkt ins Herz geschlossen, sie ist einfach liebenswert und ehrlich. Dann gibts da noch ihre beiden Schwestern und ihre beste Freundin Francesca, die mit ihrer Familie die Osteria bewirtschaftet.
    Viele der Männer dort sind mit der Schafzucht beschäftigt und monatelang nicht im Dorf, weil sie die Schafe über den Winter in die Maremma bringen, weil es in den Bergen einfach nicht genug Futter gibt. Das Leben dort ist hart, es sind schwere Zeiten und Essen ist rar. Politisch ist einiges im Aufbruch.


    Es dauert nicht lange da macht Paolo, der Sohn des Müllers und Frauenheld Antonella den Hof. Sie scheint mit Männern noch nicht wirklich etwas anfangen zu können. Sie freut sich zwar und ist stolz, dass er den Abend mit ihr tanzt aber Gefühle ihm Gegenüber scheinen da so gar nicht zu entstehen. Selbst als er sie ein paar Tage später versucht zu küssen, empfindet sie nichts und weicht ihm aus.
    In der Zeit damals war wichtig versorgt zu sein aber Antonella scheint ja im Gegensatz zu den anderen schon einen anderen Blickwinkel zu haben. Da frage ich mich, wenn sie schon so anders denkt, warum hat sie das Verlöbnis überhaupt angenommen ? Vermutlich hat sie gehofft, das Gefühle noch kommen. Aber was da passiert und wie Paolo sich entwickelt hätte sie wohl im Leben nicht mit gerechnet.


    Dann passiert das was ich gerade Paolo dem ehrenwerten Müllerssohn nicht zugetraut hätte, er wird von Antonella im Wald mit der Hure Anna erwischt. Verständlich wie Antonella reagiert. Um so weniger verständlich, wie Antonellas Familie versucht alles unter den Tisch zu kehren und ihr klar machen will: Stell Dich nicht so an, Männer sind halt so. Das lässt vermuten, das Antonellas Vater ja nicht anders ist. Nur davon will die Mutter ja, wie sie selber sagt, besser nichts wissen. In der Hoffnung von Ihren Eltern liebevoll geschützt zu werden erfährt sie leider das Gegenteil. Das finde ich einfach so traurig, das wäre in der heutigen Zeit unglaublich sich nicht schützend vor sei Kind zu stellen. Damals leider ganz anders, sie tut mir richtig leid.


    Da bleibt ihr nur die Flucht mit Marco, der von seinem Vater verstossen wurde. Marco scheint ihr da ja zum Glück ein wahrer Beschützer zu sein, auch wenn sie nicht viel über ihn weiss.


    so ich muss jetzt schnell weiterlesen, bin ganz gespannt :winken:

    Einmal editiert, zuletzt von Miss Lila ()

  • Hallo LilaHerz,


    hach, schön, dass du die Geschichte magst.


    Dass Antonella mit Männern noch nicht wirklich etwas anfangen kann, siehst du ganz richtig.
    Sie ist noch recht naiv und hat noch keinerlei Erfahrung. Klar, ist sie geschmeichelt, dass ihr der begehrteste
    Junggeselle im Dorf den Hof macht. Für Frauen gab es ja fast keine Alternative zum Heiraten.
    Nach dem Kuss zweifelt sie in erster Linie an sich selbst. Wenn alle es schön finden und in Liedern davon gesungen wird,
    warum mag sie es dann nicht? Auf die Idee, dass es an Polo liegen könnte, kommt sie gar nicht.
    Damals galt auch die Ansicht, dass bei der Frau die Liebe erst in der Ehe kommt.


    Dass Paolo ein Hallodri ist, zeichnet sich schonauf dem ersten Fest ab, wo er mit Fiametta verschwindet.
    Was tun die wohl und warum glaubt Fiametta anschließend, sie seien verlobt?


    Die damals weit verbreitete Doppelmoral war: ein Mann, der viele Frauen hat ist ein toller Hecht und solange er unverheiratet ist, kann er sich ruhig "die Hörner abstoßen". Das wurde keinem übel genommen. Frauen mussten selbstverständlich als Jungfrau in die Ehe gehen.

  • Den ersten Leseabschnitt fand ich etwas anstrengend. Ich habe mir viele Notizen gemacht, damit ich ja nicht etwas vergesse. Je weiter ich gelesen habe, desto besser konnte ich die Geschichte verstehen.


    Ja, es wahr wohl eine harte Zeit gewesen. Alle mußten bei der Arbeit mit anpacken. Die Männer mit den Schafen waren eine lange Zeit nicht Zuhause.


    Auch ich habe Antonella gleich in mein Herz geschlossen. Natürlich wußte sie noch nicht viel von der Liebe. Aber sie freute sich, daß gerade der Müllersohn sich für sie interessierte. Sie konnte sich eine Ehe mit ihm gut vorstellen.


    Als sie Paolo mit Anna erwischte, platzten ihre Träume. So etwas hätte sie niemals von Paolo gedacht. Sie will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Paolo gefällt das nicht. Als er sie mit Gewalt nehmen will, kommt Marco Rossi dazwischen und rettet sie.


    Paolo, dieser Schuft, erzählt ihren Eltern eine ganz andere Version. Daß sie ihn nicht heiraten will, kommt nicht in Frage. Ja, ich finde es schade, daß ihre Eltern nicht zu ihr halten, nicht mal ihre Mutter.


    Ich glaube, mit Marco Rossi an ihrer Seite könnte sie es schaffen, nach Genua zu ihrer Tante zu kommen. Marco wird ihr keine Gewalt antun. Welche Gefahren lauern auf dem Weg nach Genua?


    Aber was wird Paolo unternehmen, wenn seine Antonella verschwindet? Wird er nach ihr suchen? Antonella muß auf der Hut sein!


    Beim Lesen habe ich richtig Appetit bekommen, wenn ich von den leckeren Zutaten gelesen habe!

  • Ja, es war eine sehr harte Zeit. Die Menschen waren bitterarm, im Winter sicherten die Kastanien das Überleben, sie wären sonst verhungert. Man nannte die Kastanien "Il pane dei poveri" - "Das Brot der Armen". Sie wurden getrocknet und zu Mehl gemahlen. Daraus machte man Brot, Polenta, Nudeln, Crepes, Kuchen. Doch nicht nur die Früchte wurden verwendet.
    Mit Antonellas Worten: "„Die Kastanien sind unser Leben.Mit den getrockneten Blättern zünden wir unser Feuer an und stopfen unsere Matratzen aus. Aus dem Holz bauen wir Dachstühle, Möbel, Karren, Fässer; aus ihrer Rinde gewinnen wir Gerbstoff."

  • Hallo liebe MitleserINNEN, hallo liebe Karin,


    ich bin wunderbar in die Geschichte reingekommen. Das liegt am schönen Erzählstil und an den zwei charmanten Hauptdarstellern. Beide lernt man schnell kennen. Und tatsächlich ähnelt sich ihr Schicksal. Das Leben der Schäfer ist wirklich nicht einfach. Ein halbes Jahr fort von zu Hause - das wusste ich nicht. Es sind einfach Leute. So abseits der Städte war die Landbevölkerung sicher immer noch etwas ablehnender Neuem und Fremdem gegenüber. Vielleicht sogar ein bisschen rückständig. Dass hier noch auf Tradition und alte Verhaltensregeln Wert gelegt, konnte ich verstehen. Das Frauen und Töchter es da nicht leicht hatten, ist ja nichts Neues. Und am Ende erfährt man ja, dass sogar Paolo Zwängen unterworfen ist. Ist natürlich keine Entschuldigung für sein Benehmen. Aber in dieser männlichen Gesellschaft hat er halt gelernt, dass er mit seinem Verhalten am Weitesten kommt.


    Michele/Marco ergeht es ähnlich. Er hatte die Wahl zwischen Pfarrer, Jurist und Militär. Warum der Vater es so partout ablehnt, dass er bei seinem Bruder auf dem Weingut mitarbeitet, konnte ich nicht so ganz verstehen. Die Brüder verstehen sich doch hervorragend. Ob er meint, das könnte sich ändern und die Brüder könnten sich ums Erbe streiten? Natürlich könnte es schon sein, dass Michele die zweite Reihe irgendwann nicht mehr genug ist. Aber schön wäre es schon gewesen, wenn er das Handwerk auf dem Familiengut hätte erlernen dürfen. Dass der Vater ihn verstoßen hat, fand ich sehr hartherzig. Ich bin gespannt, ob er in ein paar Jahren noch mal einlenken wird, und ob Michele noch einmal nach Hause zurückkehren wird.


    Hochinteressant finde ich die historischen Fakten. Vom Befreiungskampf der Italiener weiß ich tatsächlich kaum etwas. Man macht sich gar nicht immer so die Gedanken, dass die Franzosen nur die ersten waren, aber dann alle Länder für sich zu Freiheit und Demokratie kommen mussten.


    Jetzt bin ich neugierig, ob den beiden die Flucht gelingt. Ich freue mich auch darauf, dass sie durch Landschaften und Orte kommen werden, die ich selber kenne.


    Und dass Francesca Antonella ihr Schokoladenrezept geschenkt hat, ist ein schöner Ausblick auf eine Zukunft für Antonella. Das Rezept wird ihr sicher noch hilfreich sein.


    Karin, eines weiß ich schon jetzt... ich werde mir all deine anderen Bücher besorgen. Dein Schreibstil gefällt mir ausnehmend gut.

  • Paolo, dieser Schuft, erzählt ihren Eltern eine ganz andere Version. Daß sie ihn nicht heiraten will, kommt nicht in Frage. Ja, ich finde es schade, daß ihre Eltern nicht zu ihr halten, nicht mal ihre Mutter.


    Das fand ich auch schade. Aber es geht ihr ähnlich wie Michele. Scheint, als wäre es damals nicht gerne gesehen, wenn die Kinder andere Vorstellungen hatten, als die Eltern. ;)


  • Ja, es war eine sehr harte Zeit. Die Menschen waren bitterarm, im Winter sicherten die Kastanien das Überleben, sie wären sonst verhungert. Man nannte die Kastanien "Il pane dei poveri" - "Das Brot der Armen". Sie wurden getrocknet und zu Mehl gemahlen. Daraus machte man Brot, Polenta, Nudeln, Crepes, Kuchen. Doch nicht nur die Früchte wurden verwendet.
    Mit Antonellas Worten: "„Die Kastanien sind unser Leben.Mit den getrockneten Blättern zünden wir unser Feuer an und stopfen unsere Matratzen aus. Aus dem Holz bauen wir Dachstühle, Möbel, Karren, Fässer; aus ihrer Rinde gewinnen wir Gerbstoff."


    Das Kastanien in dieser Gegend damals die wichtigste Nahrungsgrundlage war, das war mir nicht bewusst und hat mit total überrascht.

  • So,heute konnte ich nun auch endlich einsteigen


    Ein historischer Roman aus einer harten Zeit,die meisten Leute in Italien sehr arm.Viele drohte sogar zu verhungern.In dieser Zeit lernen wie die junge Antonella kennen,sie soll den Sohn des Müllers heiraten,denn ihr Vater hat dort Schulden..leider nimmt es der liebe Paolo mit der Treue nicht so genau und versucht sogar seine Braut zum Geschlechtsverkehr zu zwingen.Da die Eltern ihr nicht glauben,bleibt Antonella nur die Flucht..


    Und auch Michele der sich nun Marco nennt,muss fort von zu Hause,weil sein Vater Pläne mit ihm hat,die er nicht erfüllen möchte..


    Die beiden treffen sich als der Verletzte Marco Antonella zur Hilfe eilt,als diese von Paolo bedrängt wird..
    Er bietet ihr an sie mit nach Genua zu nehmen...


    Ich bin wunderbar ins Buch gekommen und war mit den beiden Hauptprotagonisten sofort vertraut


    Freue mich auf die schöne Runde und den Austausch mit euch

  • Ihr Lieben, es wäre schön, wenn ihr nicht nur den Inhalt des Abschnittes nacherzählt - wir lesen ja alle das selbe Buch, wissen also was vorgefallen ist ;) - sondern auch ein bisschen auf die Kommentare der anderen eingeht und eure eigenen Meinungen, Ideen oder Vermutungen in die Runde werft. ;)

  • Guten Morgen ihr Lieben :winken:


    Ich freu' mich, dass ihr bisher alle gut in die Geschichte gekommen seid und
    Antonella und meinen hitzköpfigen Marco mögt.


    Zu Marcos Vater: Die Situation ist sehr verfahren. Der Vater hat sein Lieblingskind und traut dem anderen nichts zu.
    Das gibt es leider öfter, auch heute noch. Und Marcos Art zu rebellieren, in dem er Pisa eben nicht studiert, sondern ein lustiges
    Leben führt, bestätigt Don Pieros Vorurteile. Und dann schließt er sich Terroristen an ( so würde man Giovine Italia heute bezeichnen - ich poste dazu auch noch mal Infos). Das bringt. das Fass zum Überlaufen.


    Über die Lebensweise der Menschen in den Bergdörfern habe ich auch erst während der Recherche erfahren.
    Wir sind da beinahe jedes Jahr zweil mal durch gefahren, auf der Autobahn von Parma nach La Spezia, und ich habe mich immer
    gefragt, wovon die Leute in diesen abgeschiedenen Bergdörfern wohl leben.
    Bei der Recherche hatte ich dann unglaubliches Glück. Als ich die Geschichte im Herbst 2015 angefangen haben, haben wir in Busana ( das dann zum Vorbild für mein fiktives Cerreto wurde), das zauberhafte B&B "Corte della Maddalena" gebucht. Als ich die Inhaberin fragte, ob sie mir vielleicht ein bisschen was über die Lebensweise der Leute vor 200 Jahren erzählen könnte, stellte sich heraus, dass sie Historikerin ist. Sie hat sich am nächsten Tag Zeit genommen, mir meine 1000 Fragen zu beantworten, hat uns durch die Gegend gefahren, Anekdoten aus dem Dorfleben erzählt. - Mittlerweile waren wir noch zwei Mal dort und es hat sich eine nette Freundschaft entwickelt.

  • So und hier noch mal was zum Leben in den Dörfern:


    Transhumanz ist der Fachbegriff für eine besondere Form der Wanderweidewirtschaft. Im nördlichen Appennin wurde sie bis in das 20. Jahrhundert betrieben. Die Schäfer aus den Bergen wanderten im Herbst mit den Schafen in die Maremma (Toskana) wo sie überwinterten, da es im Winter nicht genug Futter für die Tiere gab. Zurück blieben Frauen, Kinder und alte Männer. Ende April, Anfang Mai kehrten die Männer mit den Herden zurück. Auch wenn es hier nur wenige Schafe sind, gibt das Video einen Eindruck, wie die Stimmung bei der Heimkehr gewesen sein muss.


    Rosa (das ist "meine" Historikerin) hat erzählt, dass die Schäfer ihre Herden auch durch Pisa getrieben haben, und mancher Pisaner hat dann schnell mal die Haustür aufgemacht und ein Schaf reingezerrt.

  • Rosa (das ist "meine" Historikerin) hat erzählt, dass die Schäfer ihre Herden auch durch Pisa getrieben haben, und mancher Pisaner hat dann schnell mal die Haustür aufgemacht und ein Schaf reingezerrt.


    Na dass nenne ich mal bei einem Sonderangebot zuschlagen. :D

  • Karin, eines weiß ich schon jetzt... ich werde mir all deine anderen Bücher besorgen. Dein Schreibstil gefällt mir ausnehmend gut.


    Das unterschreibe ich... ich bin auch hin und weg und will das Buch gar nicht aus der Hand legen

  • Bei der Recherche hatte ich dann unglaubliches Glück. Als ich die Geschichte im Herbst 2015 angefangen haben, haben wir in Busana ( das dann zum Vorbild für mein fiktives Cerreto wurde), das zauberhafte B&B "Corte della Maddalena" gebucht. Als ich die Inhaberin fragte, ob sie mir vielleicht ein bisschen was über die Lebensweise der Leute vor 200 Jahren erzählen könnte, stellte sich heraus, dass sie Historikerin ist. Sie hat sich am nächsten Tag Zeit genommen, mir meine 1000 Fragen zu beantworten, hat uns durch die Gegend gefahren, Anekdoten aus dem Dorfleben erzählt. - Mittlerweile waren wir noch zwei Mal dort und es hat sich eine nette Freundschaft entwickelt.


    wao danke für diese Infos ich habe auch schon am Ende des Buches in die Anmerkungen eteas reingelesen. Bessere Infos und Recherchematerial als derartiges kann einem ja kaum passieren. Das ist ja echtes Glück und gibt ja mit Sicherheit deutlich mehr Stoff als für eine Geschichte ;)

  • Aber was wird Paolo unternehmen, wenn seine Antonella verschwindet? Wird er nach ihr suchen? Antonella muß auf der Hut sein!


    Also so wie er versucht Antonella zu zwingen ihn zu heiraten vermute ich, er wird das nicht einfach so an sich vorüber gehen lassen. Er hat ihr ja auch gesagt, dass sie froh sein wird, wenn er sie dann heiratet.. nachdem was er da mit ihr vorhatte ale er versucht hat über sie herzufallen.
    Ich vermute, er wird nichts unversucht lassen, um die zu finden und ich würde mich nicht wundern, wenn Antonellas Vater die Suche unterstützt.

  • Also so wie er versucht Antonella zu zwingen ihn zu heiraten vermute ich, er wird das nicht einfach so an sich vorüber gehen lassen. Er hat ihr ja auch gesagt, dass sie froh sein wird, wenn er sie dann heiratet.. nachdem was er da mit ihr vorhatte ale er versucht hat über sie herzufallen.
    Ich vermute, er wird nichts unversucht lassen, um die zu finden und ich würde mich nicht wundern, wenn Antonellas Vater die Suche unterstützt.


    Aus diesem Grund gehen Marco und Antonella nicht den "kurzen" Weg nach Genua, über La Spezia, sondern
    gehen zunächsten nach Osten statt nach Westen und machen einen Umweg. Und sie benutzen nicht die "Hauptstraßen".


    Aber Paolo hat auch nicht viel Zeit, um nach ihr zu suchen. Ihre Flucht war ja nur ein paar Tage, bevor die Männer in die Toskana aufgebrochen sind. Deshalb wollte Paolo auch "Tatsachen schaffen". Damit sie nicht abhaut, solange er nicht da ist.
    Dass sie das vorhat, wird am Anfang erwähnt. Sie überlegt sich, dass sie ein halbes Jahr Zeit hat, ihre Eltern zu überzeugen, nicht auf dieser Hochzeit zu bestehen, und falls das klappt, nach Genau zu gehen.


    Ob ihr Vater ihr folgen würde? Um was zu tun? Sie ins Dorf zurückschleppen und sie "durchfüttern"? Denn verheiraten kann er sie nach dieser Atkion nicht mehr. Und wen schickt er solange mit den Schafen fort? Die Zeit drängt ja und er hat keinen Sohn, der an seiner Stelle gehen könnte.


    Die Emigration von Frauen aus dem Appenin ist übrigens historisch belegt. Wer keinen Mann fand, dem blieb nur, sich als Dienstmagd bei einer der reichen Familien in den Döfern zu verdingen. Es gab lt. Rosa in vielen Dörfern eine sehr reiche Familie, der Rest der Menschen war bitterarm. Doch die Herrensöhnchen vergriffen sich ganz gerne mal an ihren weiblichen Bediensteten. Also entschlossen sich viele Frauen, nach Livorno, Genau oder Mailand zu gehen und dort zu arbeiten. Und sie galten bei der Dorfbevölkerung tatsächlich als Huren. Viele endeten auch in der Prostitution, weil sie naiv waren und keine Verbindungen hatten.


    "Donne da bosco e da riviera" heißt ein Buch darüber - aus dem ich übrigens die wunderschönen, ungewöhnlichen Vornamen der Frauen von Cerreto habe.

  • Ich finde das Verhalten von Antonellas Eltern generell mal total unmöglich..


    Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen,das der Vater Antonella selber verfolgt andererseits bleibt die Frage offen,wen er schicken sollte...

  • Das unterschreibe ich... ich bin auch hin und weg und will das Buch gar nicht aus der Hand legen


    Das freut mich jetzt ganz besonders. :)
    Es gibt bisher nur zwei. Die sind ursprünglich als E-Books beim HarperCollins Imprint Books2read erschienen.
    Die Prints habe ich dann vor einem Jahr über Create Space bei Amazon selbst veröffentlicht. Seit 1.1.18 habe ich die
    Ebook Rechte zurück und es ist noch niocht ganz sicher, was damit passieren wird, deshalb gibt es beide zur Zeit "nur"
    als Print bei Amazon.


  • Ich finde das Verhalten von Antonellas Eltern generell mal total unmöglich..


    Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen,das der Vater Antonella selber verfolgt andererseits bleibt die Frage offen,wen er schicken sollte...


    Ja, unter liebenden Eltern versteht man heutzutage etwas anderes.
    Wobei, Rina liebt ihre Töchter schon , aber sie steht doch sehr unter der Fuchtel ihres Mannes.
    Und von Kindern erwartete man damals in aller erster Linie Gehorsam, als Motto galt: „Wer sein Kind liebt, der züchtigt es!“