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  • Auch ich bin sehr gut in das Buch gestartet, habe vorher sogar noch das Prequel gelesen, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Ich mag den Schreibstil, weil ich mir alles wunderbar vorstellen kann und somit ist die Lektüre ein richtiger Spaß.


    Antonella und ihre zwei Schwestern leben in einem kleinen Dorf in der Toskana. Die Schwestern sind recht unterschiedlich, was mir gut gefällt, sie halten aber auch gut zusammen. Antonella hat eine sehr liebe und fürsorgliche Art, wirkt zu Beginn zwar etwas zurückhaltend, aber sie ist auch offen und hilfsbereit, in Männerdingen aber eher unbedarft. Ihre Freundschaft zu Francesca gefällt mir ebenfalls, die beiden stehen sich sehr nahe und können über alles miteinander reden. Dass Antonella gern in der Osteria ist, findet zwar nicht die Gnade ihrer Familie, ich fand es trotzdem schön, wie ihre Mutter immer wieder nach diesem gewürzten Speck Antonella dorthin schickte, damit sie mit ihrer Freundin zusammen sein kann. Die Suche nach einem geeigneten Ehemann ist so eine Sache, eigentlich bleibt den Frauen gar nichts anderes übrig, als innerhalb ihres Dorfes zu heiraten. Wie man mit Frauen von außen umgeht, fand ich schon recht grenzwertig.


    Dass ausgerechnet der Müllersohn Paolo Antonella einen Antrag macht, - ich kann ihn nicht leiden – aber für sie ist es eine Chance auf ein gutes Leben. Die Szene mit der Hure allerdings war dann für Antonella doch zuviel des Guten. Ich kann sie vollauf verstehen und hätte die Verlobung auch gelöst. Ihre Eltern sind ihr allerdings keine große Hilfe, sie wollen ihre Tochter ja versorgt sehen. Dieser widerliche Kerl! Doch als er sie im Wald stellt und sogar ihr gegenüber handgreiflich wird, ist mir bald der Kragen geplatzt. Wie gut, dass der Unbekannte in Gestalt von Marco eingegriffen hat. Leider hat es Antonella nichts genutzt, denn Paolo hat ihren Eltern dann ein Lügenmärchen erzählt, woraufhin Antonella bei Nacht und Nebel mit Marco geflohen ist. Zumindest vertraut sie ihm soweit, dass sie keine Angst hat, sich ihm anzuschließen. Alles ist wohl besser als Paolo!


  • Den ersten Leseabschnitt fand ich etwas anstrengend. Ich habe mir viele Notizen gemacht, damit ich ja nicht etwas vergesse. Je weiter ich gelesen habe, desto besser konnte ich die Geschichte verstehen.


    Deshalb bin ich auch froh über das Prequel, denn da haben sich meine Schwierigkeiten schon gelegt. Ohne das wäre es mir ebenso gegangen.


  • Paolo, dieser Schuft, erzählt ihren Eltern eine ganz andere Version. Daß sie ihn nicht heiraten will, kommt nicht in Frage. Ja, ich finde es schade, daß ihre Eltern nicht zu ihr halten, nicht mal ihre Mutter.


    Ich finde den Kerl einfach nur widerlich. Vor allem verstehe ich seine Hartnäckigkeit nicht, er fände doch schnell eine andere Frau, die ihn heiratet. Er muss sich wohl sehr in Antonella verbissen haben. Paolo ist ein Schwein, der Frauen immer schlecht behandeln wird, Antonellas Nase war hier goldrichtig. Und die Story, die er ihren Eltern aufgetischt hat - das hat mir echt den Rest gegeben.


  • Und dass Francesca Antonella ihr Schokoladenrezept geschenkt hat, ist ein schöner Ausblick auf eine Zukunft für Antonella. Das Rezept wird ihr sicher noch hilfreich sein.


    Bei dem Rezept lief mir das Wasser im Mund zusammen. Ich finde es überhaupt sehr schön, was hier alles so an Köstlichkeiten erwähnt wird. Die Toskana ist ja wirklich eine Feinschmeckerstube, jedenfalls haben wir sie als Familie sehr geliebt und genossen!


  • Ich finde das Verhalten von Antonellas Eltern generell mal total unmöglich..


    Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen,das der Vater Antonella selber verfolgt andererseits bleibt die Frage offen,wen er schicken sollte...


    Das Verhalten der Eltern war für die damalige Zeit normal. Man darf nicht vergessen, dass sie in einer Dorfgemeinschaft leben. Das Auskommen der Kinder muss auf alle Fälle gesichert sein. Die Mädchen wurden nicht danach gefragt, wen sie denn heiraten wollen. Das wurde jeweils immer vom Familienoberhaupt bestimmt.

  • Ich finde den Kerl einfach nur widerlich. Vor allem verstehe ich seine Hartnäckigkeit nicht, er fände doch schnell eine andere Frau, die ihn heiratet. Er muss sich wohl sehr in Antonella verbissen haben.


    Es gibt Kerle, die einfach kein "nein" akzeptieren können. Er fände sicher schnell eine andere, aber dass Antonella ihn nicht will,
    kratzt an seinem Ego. Das kann er nicht auf sich sitzen lassen.

  • Ich weiss das es ein normales Verhalten von Eltern in dieser Zeit war,es macht mich nur traurig.


    Zu den Männern: Leider gibt es auch heute noch genug Männer,die kein nein akzeptieren und immer noch Frauen die sich zu viel gefallen lassen