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  • Was für eine gefährliche verfahrene Situation!


    Antonella trifft nicht auf ihre Tante, weil diese bereits fünf Jahre zuvor das Haus verlassen hat. Zum Glück erhält sie mit Marcos Hilfe eine Anstellung im Palazzo Barrati. Hätte sie sich sonst als Hure verdingen müssen, ohne Referenzen?


    Leider erfährt sie durch ihre Neugier, daß sowohl der junge Herr, Fabrizzio Barrati, als auch Marco Carbonaros sind. Es ist nur verständlich, daß sie sich von Marco benutzt und belogen vorkommt. Ja, das mußte über kurz oder lang herauskommen! Eigentlich will sie nichts mehr von ihm wissen, aber sie kann ihn nicht vergessen. Er hatte sich als der Mann ihrer Träume herausgestellt.


    Fabrizzio Barrati ist wütend und glaubt, daß Antonella Marco verraten hat. Er und fünfzehn weitere Personen wurden verhaftet. Da sie Marco besuchen möchte, soll sie sich umschauen, ob man die Gefangenen im Palazzo befreien kann.


    Fein herausgeputzt, als Antonia di Almalfi, gibt sie sich beim Gefängnisdirektor als Cousine von Michele. Aber Marco sieht schrecklich aus. Er wurde gefoltert, damit er Geheimnisse verrät. Er glaubt, daß nur der Großmeister der Carboneria helfen könnte, der aber seine Identität nicht preisgeben darf.


    Fabrizzio glaubt, daß Monsignore Bonaffini der Großmeister ist. Antonella ist bereit, die Gefahr auf sich zu nehmen, um Marco zu helfen.


    Antonella hat sich zu einer starken Frau entwickelt. Selbst als sie hörte, daß sie vom jungen Herrn eingestellt wurde, der ein wahrer Schürzenjäger ist, hat sie sich nicht abschrecken lassen.


    Daß sie Marco nicht vergessen kann, war mir schon klar. Er hat sie nicht belogen, sondern ihr nicht die ganze Wahrheit gesagt, um sie zu schützen.


    Aber wie soll Marco unter diesen Umständen befreit werden? Es sind nur noch zwei Wochen bis zur Hinrichtung.


    Antonella muß nun große Angst ausstehen. Ich hoffe, daß die Geschichte gut ausgehen wird!

  • Er hat sie nicht belogen, sondern ihr nicht die ganze Wahrheit gesagt, um sie zu schützen.


    Richtig, erwollte sie da wirklich nicht mit hinein ziehen. Es gibt noch einen Grund: Die Carbonari waren zur unbedingten Gehimhaltung verpflichtet. Verrat wurde mit dem Tod bestraft. Der Eid der Carbonari war berüchtigt.
    Ich habe den Wortlaut in diesem Buch von 1822 gefunden. Das Buch war ohnehin eine tolle Fundgrube, wahrer Schatz.


    https://books.google.de/books/…=EJdXAAAAcAAJ&redir_esc=y

  • Oh man,nun weiss Antonella ja wer ihr Marco wirklich ist,ich kann ihre Reaktion vollkommen verstehen.Und doch setzt sie dann ihr Leben für ihn aufs Spiel.Ich hoffe so sehr,das alles gut wird...

  • Leider erfährt sie durch ihre Neugier, daß sowohl der junge Herr, Fabrizzio Barrati, als auch Marco Carbonaros sind. Es ist nur verständlich, daß sie sich von Marco benutzt und belogen vorkommt. Ja, das mußte über kurz oder lang herauskommen! Eigentlich will sie nichts mehr von ihm wissen, aber sie kann ihn nicht vergessen. Er hatte sich als der Mann ihrer Träume herausgestellt.


    Das sie erst mal wütend und enttäuscht ist, kann ich gut verstehen. Marco hatte einfach den richtigen Zeitpunkt sich zu "outen" verpasst. Aber das gibt sich sicher wieder. Dazu ist sie schon zu sehr in ihn verliebt. Und er gibt auch nicht gleich auf.


    Antonella hat sich zu einer starken Frau entwickelt. Selbst als sie hörte, daß sie vom jungen Herrn eingestellt wurde, der ein wahrer Schürzenjäger ist, hat sie sich nicht abschrecken lassen.


    Das hat mich ehrlich überrascht, dass sie da so gar keine Sorge hatte, dass der junge Mann zu aufdringlich werden könnte. Als kleines Hausmädchen ist sie ihm ja mehr oder weniger schon ausgeliefert. Sie konnte ja nicht wissen, dass er in Wirklichkeit ein ganz anderer ist. Meine Erklärung dafür war dann, dass sie halt einfach dringend diesen Job brauchte und keine andere Wahl hatte. Und die Reise sie mutiger hat werden lassen.


    Jetzt wird es richtig dramatisch und spannend. Wie soll Marco nur befreit werden? Und würde er überhaupt ohne seine Freunde fliehen. Aber so viele Männer kann man doch gar nicht auf einmal befreien?

  • Das hat mich ehrlich überrascht, dass sie da so gar keine Sorge hatte, dass der junge Mann zu aufdringlich werden könnte. Als kleines Hausmädchen ist sie ihm ja mehr oder weniger schon ausgeliefert. Sie konnte ja nicht wissen, dass er in Wirklichkeit ein ganz anderer ist. Meine Erklärung dafür war dann, dass sie halt einfach dringend diesen Job brauchte und keine andere Wahl hatte. Und die Reise sie mutiger hat werden lassen.


    Sie hatte tatsächlich keine Wahl. Der Koch der Familie, bei der sie sich zuerst beworben hat, hat ihr ja deutlich gesagt, dass sie
    ohne Referenzen keine Stelle finden wird. Und in der Taverne hat sie dann erlebt, wie es Frauen ohne Schutz in Genua ergehen kann.
    Beim Einstellungsgespräch mit Fabrizzio ist sie dann auch sehr vorsichtigund misstrauisch.

  • Ehrlich gesagt, habe ich auch nicht mehr damit gerechnet, dass Antonella auf ihre Tante trifft. Der Brief ist schließlich schon ewig alt und die Hoffnung, dass ihre Tante dort noch beschäftigt ist, war doch eher gering. Obwohl die Menschen damals ja teilweise ihr lebenlang bei einem Herren gedient haben. Nun heißt es also, eine Anstellung für Antonella zu finden, denn Marco muss sich auf die weitere Reise machen, da kann er sie nicht mitnehmen. Durch seine Beziehungen findet sich schnell bei den Barratis eine Arbeit für sie, obwohl mir der Junior nicht gerade geheuer war. Hoffentlich lässt er Antonella in Ruhe.


    Als Antonella erst ihrer Neugier folgt und dann ein Gespräch belauscht, erfährt sie die ganze Wahrheit über Marco, der ja eigentlich Michele heißt und über das, was er macht. Es war bestimmt nicht angenehm feststellen zu müssen, dass man die ganze Zeit belogen wurde, weshalb sie ihn auch fortschickt und nie wiedersehen will. Doch bei der Nachricht, dass er gefangengenommen wurde, merkt sie, wie sehr sie ihn doch noch liebt und unterstützt Barrati junior dabei, sich einen Plan zur Befreiung auszudenken.


    Ich habe mich köstlich darüber amüsiert, wie man die arme Antonella dann ausstaffiert hat, um sie ins Gefängnis zu schmuggeln zwecks Lagebegehung. Die arme hat ja gar nicht mehr mitgekriegt, wie ihr geschieht. Sie hat sich selbst im Spiegel nicht wiedererkannt. Der Plan, den sie sich ausgedacht haben, ist ganz schön gefährlich, aber er könnte wirklich glücken, wenn der Bischof ihnen zu Hilfe kommt. Ob das wohl gelingt?


  • Antonella trifft nicht auf ihre Tante, weil diese bereits fünf Jahre zuvor das Haus verlassen hat.


    Ich hatte ebenfalls nicht erwartet, sie dort noch anzutreffen, wenn man bedenkt, wie alt der Brief bereits ist.


  • Antonella hat sich zu einer starken Frau entwickelt. Selbst als sie hörte, daß sie vom jungen Herrn eingestellt wurde, der ein wahrer Schürzenjäger ist, hat sie sich nicht abschrecken lassen.


    Zu Beginn hatte ich da auch meine Zweifel, ob der wohl die Finger bei sich behalten kann. Aber er scheint Marco ja sehr zugetan zu sein, was ihn davon abgehalten hat. Doch beim ersten Eindruck fand ich ihn schrecklich ebenso wie seine Bemerkungen.

  • Wie schrecklich für Antonella, ihre erwartete Tante trifft sie nicht an, es kann sich sogar niemand erinnern. Was soll aus ihr werden? Referenzen hat sie nicht und auch keine Möglichkeit da ran zu kommen. Was hat sie für ein Glück, dass sie Marco doch noch findet und er ihr zu der Anstellung verhilft. Viel mehr als Hure wäre ihr da wohl sonst nicht geblieben.


    Er hat sie halt sehr ins Herz geschlossen und will ihr helfen, auch wenn er sich nicht binden will weil es seiner Meinung nach nicht zu ihm und seinem Leben passt, sehr schade.
    Als sie dann das Gepräch belauscht bricht eine Welt zusammen. Das sie ihn da nicht mehr sehen will und sich verraten und betrogen vorkommt kann man nur zu gut verstehen... auf der anderen Seite... sie hat sich verliebt... und Gefühle kann man nixht mal so eben weg beamen. Das wird eine harte Zeit für sie, sich und ihren Gefühlen klar zu werden.

  • Zum Thema Ausstaffieren.


    Hier ist ein klasse Video, das zeigt, wie man sich 1830 ankleidete.

    oh danke für das Video.. das ist ja mal interessant.. das ist ja einiges was sie da anziehen muss... da ist gut vorstellbar, dass sie sich im Vergleich zu ihrem üblichen Look kaum wieder erkannt hat.