05 - Seite 343 - Ende

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  • Wow - Was für ein Ende! Mir ist jetzt noch ganz schwindelig!


    Karin, Du hast es Dir wahrlich nicht einfach gemacht mit dem Ende. Einfach umwerfend!


    Wie unendlich schwer muß es für Marco gewesen sein, daß mit ihm zwar einige
    Männer flüchten konnten, aber dann doch viele hingerichtet wurden! Auch die im Gefängnis erlittenen Qualen setzen ihm zu. Als dann Tommaso, Teresas Verlobter auftaucht und berichtet, daß noch 15 weitere Carabinieri unterwegs sind, bewahrt ihn die mutige Antonella davor, gänzlich durchzudrehen und sich selbst zu erdolchen.


    Tommaso ist wirklich großartig, weil er Antonellas Geliebten Marco nicht mitnimmt und ihn nicht verrät.


    Wunderbar ist auch, daß Marco und Antonella endlich heiraten können und damit offiziell ein Ehepaar sind.


    Was für eine Freude, daß Marcos Bruder Enrico dabei sein kann und auch noch Rebstöcke mitgebracht hat!


    Aus der Reise nach Amerika wird nichts, weil es immer noch so viele Carabinieri und Soldaten in Genua gibt, und Marco gesucht wird.


    Aber es reicht für eine Flucht in die Toskana, mit den Rebstöcken. Vielleicht kann Marco und Antonella dort ein Neustart gelingen, mit Antonella als Tochter der Toskana.


    Dies war wirklich eine interessante, lehrreiche und spannende Geschichte! Vielen Dank!

  • Oh, du bist schon durch.
    Wie schön, dass dir die Geschichte gefallen hat. :)
    Ja, Marco leidet unter den Folgen von Haft und Folter. Ich denke, niemand steckt das locker weg,
    man verliert unter anderem auch die Selbstachtung. Dazu kommen die Schuldgefühle, weil er überlebt,
    andere nicht. Antonella versucht, ihn ins Leben zurückzuholen.


  • Ja, ich mußte einfach wissen, wie die Geschichte ausgeht. Chapeau!

  • Und jetzt, wo man weiß, welchen Eid Marco geschworen hat, ist auch klar, warum er Antonella nicht einweiht, oder?


    Auch hier nochmal was zum Hintergrund:


    Die Carbonari würde man heutzutage wohl als Terroristen bezeichnen, sie waren in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich, schreckten auch vor Attentaten und Anschlägen nicht zurück, ebenso wenig wie Giovine Italia. Giuseppe Mazzini war Carbonaro und man kann davon ausgehen, dass die Mehrzahl der ersten Mitglieder nach der Gründung von Giovine Italia 1831 ebenfalls Carbonari waren.


    Mazzini wird in David Gilmours wunderbarem Buch „Auf der Suche nach Italien“ als großzügiger, unbestechlicher Mensch beschrieben.
    Ein Verächter der Todesstrafe, Verfechter von Frauenrechten und von sozialer Gerechtigkeit. Er war der Kopf der Unabhängigkeitsbewegung, Garibaldi war das Herz. ( 1833 noch nicht, aber später)
    Doch er hatte auch eine unsympathische Seite. Er plante die Aufstände vom sicheren Ausland aus und schickte junge Männer in den Tod, weil „Ideen rasch reifen, wenn sie mit dem Blut von Märtyrern genährt werden“. (Zitat Mazzini). Er glaubte daran, dass Italiener kämpfen und sterben müssten, um ihre Nation zu verwirklichen.


    Das Aufnahmeritual der Carboneria ist authentisch, es war sogar noch ein wenig martialischer und um einiges komplizierte, wenn es alles „normal“ lief. Auch der der Schwur und das Losungswort sind echt.


    Den gescheiterten Aufstand von 1833 gab es wirklich. Die Polizei von Savoy erfuhr von den Plänen, bevor er richtig begonnen hatte.
    Viele der Verschwörer wurden verhaftet und vor ein Militärgericht gestellt. Zu den Verhafteten gehörte auch Jacopo Ruffini,
    ein persönlicher Freund von Mazzini und Leiter von Giovine Italia in Genua. Er beging im Kerker Selbstmord, weil er fürchtete,
    unter der Folter seine Kameraden zu verraten. Zwölf der Verhafteten wurden zum Tode verurteilt.
    In meinen Quellen steht: Einige haben es geschafft, durch Flucht zu entkommen – und hier habe ich mir die Freiheit genommen,
    die Befreiung aus dem Torre Grimaldina so zu beschreiben, wie sie hätte stattfinden können.


    Fall es interessier, das sind die Namen der zum Tode Verurteilten:
    • Jacopo Ruffini
    • Andrea Vochieri
    • Armando Costa
    • Giovanni Marini
    • Giuseppe Biglia
    • Francesco Miglio
    • Efisio Tola
    • Antonio Gavotti
    • Domenico Ferrari
    • Giuseppe Rigazzi
    • Giuseppe Menardi
    • Giuseppe Tamburelli
    • Alessandro de Gubernatis

  • Liebe Karin wao herzlichen Dank für die ganzen Hintergrund Infos.


    Also ich habe mich total in das Buch verliebt und würde wünschen es wäre noch nicht zu Ende.
    Was für ein Ausgang. Marco hätte die Flucht beinahe nicht geschafft. Es ehrt ihn, das er darüber nachgedacht hat auch die anderen zu befreien, aber dann wäre er ggf tatsächlich aufgehalten worden und hätte es dann letztendlich nicht überlebt.


    Tommaso finde ich toll, dass er die Beiden nicht verrät. Auch ihm liegt Antonella am Herzen und was würde es ihm bringen,wenn sie unglücklich wäre?


    Zum Ende hin ist es ja ein ganz schönes hin und her mit den Orten wo sie hin sollen incl Amerika und dann doch nciht aber ich finde es schön, dass sie in der Toskana bleiben können und sich da erstmal zur Ruhe setzen können um nicht entdeckt zu werden. Marco kann dann wohl doch seinen Traum vom Wein verwirklichen, zumindest hat er mit den paar kleinen Pflänzchen einen Anfang.


    Wao .. wenn es dann tatsächlich eine Fortsetzung gibt freue ich mich schon riesig darauf.... Antonalle und Marco muss man einfach ins Herz schliessen auch wenn er ein kleiner Schuft ist und nicht ehrlich war ich mag ihn trotzdem und für Antonella ist er genau der richtige.
    Wann ist denn die Veröffentlichung der Fortsetzung geplant ?

  • Das ist wieder mal ein Ende wo ich mir die Tränchen nicht verdrücken kann...Sie sind zwar nicht nach Amerika gefahren,aber sie sind zusammen und glücklich.Und ich habe so mit Antonella mitgelitten bei diesem dramatischen Befreiungsdrama..mich hätte am Ende noch interessiert ob noch Kinder kommen,aber die Weinpflänzchen sind ja schon mal gepflanzt und vielleicht gibt es Fortsetzung...wer weiss


    Danke für wunderschöne Reise in die Toskana

  • Das Ende der Geschichte war sehr spannend und irgendwie grandios. So viele Dinge passieren und man kann gar nicht umhin, den Atem anzuhalten. Ich bin bestimmt blau angelaufen… :)


    Marcos Flucht war ja wunderbar geplant und ist dann ja auch, zumindest für ihn, gut ausgegangen. Bedauerlicherweise mussten andere bei der Aktion ihr Leben lassen. Einerseits verstehe ich Marcos Schuldgefühle, andererseits hätte es ihn genauso treffen können. Alle hatten aufgrund dieser Aktion die Möglichkeit zu fliehen. Dass es einigen nicht geglückt ist, ist schrecklich aber niemandes Schuld.


    Das kleine Haus als Versteck hörte sich zauberhaft und irgendwie verwunschen an. Trotzdem sind die beiden dort auch nicht sicher, als schließlich Tommaso auf Antonella trifft, der ja ihr Schwager wird. Ausgerechnet er gehört zu den Gendarmen, die auf der Suche nach Marco sind. Doch aus familiären Gründen lässt sich Tommaso auf ein Versprechen gegenüber Antonella ein. Die Hochzeit zwischen Antonella und Marco ist zwar klein, dafür aber ein schönes Happy End und dass Marcos Bruder Enrico dabei war, fand ich besonders schön.


    Marco und Antonella finden auf einem Weingut in der Toskana eine neue Heimat, wo Marco ganz in seinem Element ist und einen alten Weinbauer unterstützt, dabei Rebstöcke pflanzt, die er von Enrico vom heimischen Gut bekommen hat.
    Irgendwie hoffe ich, dass es einen zweiten Teil gibt, denn ich würde sehr gern wissen, ob es den beiden gelingt, mit dem Wein erfolgreich zu sein und ob Marco noch einmal auf seinen Vater treffen wird, diesmal als Konkurrent für den Wein. Das wäre bestimmt interessant, nachdem sein alter Herr sich so beschissen verhalten hat.


    Auf jeden Fall fand ich das Buch sehr schön und bedanke mich vor allem bei Karin, dass ich es kennenlernen durfte. Meine Rezi habe ich schon vor einigen Tagen gepostet. :winken:


  • Tommaso ist wirklich großartig, weil er Antonellas Geliebten Marco nicht mitnimmt und ihn nicht verrät.


    Mir hat das auch sehr gefallen, denn eigentlich steckt er in einem Gewissenskonflikt. Doch auch Tommaso ist verliebt und kann Antonella diesen Wunsch nicht abschlagen, da sie dazu gehört hat, ihn zu retten, als er verletzt war.


  • Was für eine Freude, daß Marcos Bruder Enrico dabei sein kann und auch noch Rebstöcke mitgebracht hat!


    Das Verhältnis der beiden Brüder fand ich auch besonders schön. Schon im Prequel zum Buch hat man dies spüren können. Dass Enrico ihm die Rebstöcke geschenkt hat, war eine wirklich schöne Idee. Irgendwie erinnert es mich an den Film "French Kiss" mit Kevin Kline, der ja auch mit einem Rebstock durch die Gegend reist, um seine Grundlage zu setzen auf dem richtigen Grund und Boden.


  • Vielen Dank für die tollen Hintergrundinformationen, ich finde es eine wirkliche Bereicherung, mehr zu erfahren als nur eine Geschichte zu lesen.


  • aber ich finde es schön, dass sie in der Toskana bleiben können und sich da erstmal zur Ruhe setzen können um nicht entdeckt zu werden. Marco kann dann wohl doch seinen Traum vom Wein verwirklichen, zumindest hat er mit den paar kleinen Pflänzchen einen Anfang.


    Mir hat es auch besser gefallen, dass die beiden in der Toskana bleiben. So kann Marco seiner Leidenschaft für den Weinbau frönen und auch Antonella lernt viel dabei und kann ihren eigenen Haushalt führen. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf eine Fortsetzung, denn irgendwie hoffe ich, dass es nochmals ein Zusammentreffen mit Marco und seinen Vater gibt.


  • Ich kann mich nur wiederholen, ich freue mich sehr darüber, wie gut die Geschichte bisher ankommt.
    Die Fortsetzung wird voraussichtlich im Januar 19 erscheinen, dauert also noch ein bisschen.


    Darauf hoffe ich sehr und freue mich jetzt erst recht darauf!!! 8)

  • Ein furioser letzter Abschnitt. 8) Da war ja alles mit dabei. Liebe, Action, Tod. Richtig dramatisch. Ein rundrum gelungenes Buch, liebe Karin. :) Und schön, dass es auch ein paar Dinge gibt, die so richtig ins Leserherz gehen.


    Enrico ist ja von Anfang an einer, den ich ins Herz geschlossen habe. So einen Bruder wünscht sich doch jeder. Er hält immer zu Marco, weiß, was ihm das Wichtigste ist und bringt Rebstöcke mit. Und wieviel schöner ist es, dass sie in heimatlicher Erde gedeihen werden und dass Marco und Antonella das miterleben werden. Auch ich freue mich, dass sie in Europa bleiben und vielleicht ein bisschen etwas zur Selbstständigkeit der Italiener noch beitragen können.


  • Oh, du bist schon durch.
    Wie schön, dass dir die Geschichte gefallen hat. :)
    Ja, Marco leidet unter den Folgen von Haft und Folter. Ich denke, niemand steckt das locker weg,
    man verliert unter anderem auch die Selbstachtung. Dazu kommen die Schuldgefühle, weil er überlebt,
    andere nicht. Antonella versucht, ihn ins Leben zurückzuholen.


    Das hast Du sehr gut rübergebracht, wie es Marco nach dieser Haft geht. Das kommt alles sehr menschlich und glaubwürdig rüber. Ein Glück, dass er gute Freunde und Antonella hat. Mit der Zeit wird er sicher darüber hinwegkommen - aber vergessen kann man so etwas sicher nicht.


  • Und jetzt, wo man weiß, welchen Eid Marco geschworen hat, ist auch klar, warum er Antonella nicht einweiht, oder?


    Auch hier nochmal was zum Hintergrund:
    ....


    Deine ganzen Zusatzinfos sind wirklich Klasse, liebe Karin. Genau dass, was unsere Leserunden so toll macht. Wenn die AutorINNEN aus dem Nähkästchen plaudern und uns an der Fülle an Recherchematerial teilhaben lassen. Die Bilder sind auch sehr interessant. Heutzutage schaut das ja alles so sauber und fast romantisch aus aber damals war das sicher alles eiskalt, feucht, stinkend und fürchterlich.