01 - Anfang bis Seite 82 (einschließlich Kapitel 3)

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier startet die Leserunde zu "Die Oleanderfrauen". Ich begrüße alle Teilnehmerinnen herzlich und ganz besonders Teresa Simon. Großartig, dass Du wieder Zeit und Lust hast, uns bei der Lektüre Deines neuesten Romans zu begleiten!


    Bitte lest Euch zuvor noch einmal die allgemeinen Informationen zu Leserunden und die Aufführungen zur Netiquette durch.
    Postet bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu schreiben oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Hier könnt Ihr zum ersten Abschnitt - Anfang bis einschließlich Kapitel 3 - schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Und nun wünsche ich uns allen ganz viel Spaß beim Lesen und Austauschen!


    Liebe Grüße
    Tabea

  • Ein Hallo in die Runde :winken: ich freue mich riesig, dass es endlich losgeht.


    Ich mache dann mal den Anfang... ich habe schon die letzte Tage ein wenig gelesen, da wir leider in einer anderen Runde aufgrund eines nicht gelieferten Buches eine Verschiebung der LR haben und jetzt sind beide fast gleichzeitig am Start....daher hatte ich hier schonmal mit lesen begonnen weil ich das zeitlich sonst nicht hinbekomme ...hinzu kommt das ich dieses Wochenende nicht da bin.


    Der Prolog fängt schon so unglaublich traurig an. Irgendwie ahnt man, dass es da wohl kein Wiedersehen geben wird. Es bleibt nur die Frage, wen dieser traurige Abschied betreffen mag.


    Jule mit ihrem Cafe der "Strandperle", weiss nicht wie sie zukünftig die Mieten bestreiten soll. Vermutlich ist das geerbte Startkapital bereits aufgebraucht durch die Eröffnung des Cafes oder es bleibt nicht mehr viel übrig. Zumindest kann man ihre Sorgen verstehen.


    Das Tagebuch mit den Aufzeichnungen aus 1936 hört sich spannend an. Allerdings muss ich sagen, ich habe mich zu Beginn mit der Schrift der Tagebucheinträge sehr schwer getan.... so dünn und schnörkelig, da habe ich erst einmal geschimpft als ich gesehen habe beim Durchblättern, das es oft über mehrere Seiten geht. Es war für mich anfangs sehr holprig und hat mich total im Lesefluss gestört.Mittlerweile ... ist es immer noch nicht so angenehm.... aber es wird langsam etwas flotter. ;)


    Sophie lässt den Leser in ihr innerstes, privatestes blicken. Sie scheint sich sehr in Hannes verliebt zu haben, den sie schon seit Kindheitstagen kennt, aber sie weiss gar nicht, ob er sie überhaupt wahrnimmt. Ihre Emotionen und Gefühle sind sehr real beschrieben, sodass man direkt mitfühlt, wie es ihr geht.
    Es ist zu Zeiten, wo der Nationalsozialismus aufkommt.
    Dies hat ihren Bruder verändert. Er geht davon aus, dass eine nationale Erneuerung von der Jugend ausgeht, trägt am liebsten Uniform und ist Mitglied der HJ.


    Für Friedrich Terhoven und seine Frau scheint die gesellschaftliche Etikette das Ein und Alles zu sein. Gerne statten sie selbst Feiern aus oder bewegen sich von einem gesellschaftlichen Anlass zum nächsten.


    Delia scheint sehr oberflächlich zu sein. Für sie ist wichtig, dass ihre Kinder funktionieren und bei Festen perfekt gekleidet anwesend sind und immer die neueste Kleidung tragen - nichts darf schon einmal getragen worden sein und die Familie jederzeit standesgemäß repräsentieren.


    Sophies interessen scheinen da so ganz anders zu sein und in der Schule scheint sie nicht gerade eine Streberin zu sein. Ich habe sie direkt ins Herz geschlossen, denn sie scheint mit ihrer liebevollen Art keinen Unterschied zwischen reich und arm zu machen.


    Moers ist mir von Anfang an total unheimlich und schmierig, der scheint hinter jedem Rock her zu sein und dem würde ich so ziemlich alles zutrauen. Als er Sophie vom Gewächshaus zurück begleitet hatte ich schon Sorge, ihr passiert etwas. Seine Andeutungen, dass jeder doch sein Geheimnis hat sind besonders seltsam, was er damit meinen mag.. ein komischer Kauz

    Einmal editiert, zuletzt von Miss Lila ()

  • Ich habe erst heute mit dem Lesen angefangen, obwohl ich auch bei der anderen Leserunde in Wartestellung bin.


    Teresa Simon kenne ich bereits mit "Die Holunderschwestern". Ihr unverkennbarer, geheimnisvoller Stil kommt auch hier durch.


    Zu Anfang begegnen wir ja vielen Personen. Da muß man erst die Puzzleteile zusammensuchen. Sophie, die Tochter des Kaffeebarons Terhoven, Delia, ihre distanzierte Mutter, Tante Fee, die Schwester des Vaters, Friedrich Terhoven, Hannes, der Sohn der Köchin, Jule, die Betreiberin des Cafés "Strandperlchen" und Johanna, die das Tagebuch der jungen Sophie auf dem Speicher entdeckt. Das kann ja heiter werden.


    Durch die lebhaften Beschreibungen der Autorin fühlt man sich gleich nach Hamburg versetzt. Besuchen wir doch Jules Café, damit sie trotz der Mieterhöhung das Café weiterbetreiben kann, und essen ihre leckeren Kuchen!


    Ich freue mich, das Leben der beteiligten aus der Distanz weiter verfolgen zu können.


  • Teresa Simon kenne ich bereits mit "Die Holunderschwestern". Ihr unverkennbarer, geheimnisvoller Stil kommt auch hier durch.


    Das kenne ich leider noch nicht aber es wird wohl ein "Muss" werden, sog ut wie mit der Start schon gefällt.

  • Meine Lieben, schön, dass wir hier uns nun ausführlich sprechen können.
    Ja, die Schrift des Tagebuchs - zu recht moniert ihr sie - und sie wird ab der nächsten Ausgabe geändert (was euch jetzt leider nichts nützt). Bleibt mir und dem Roman bitte trotzdem gewogen - ich selbst hatte die Schrift bei der Fahnenkorrektur schwer kritisiert - aber wer hört schon auf Autoren? >:(


    Zu meinem Roman "Die Holunderschwestern" - der spielt in München, 1918-1936 - auch spannend und mir sehr wichtig, weil ich mich in vielen Teilen durch das reale Leben meiner wunderbaren Großmutter dazu inspiriert gefühlt habe - aber jetzt geht es hier um Hamburg!!!
    Ja, es sind anfangs einige Personen, mit denen ihr vertraut werden müsst, aber ihr werdet sehen, das Ensemble bleibt dann übersichtlich, und ihr werdet schnell drin sein.
    Und falls ihr Fragen - gerne jeder Art - habt, dann nix wie her damit! :)
    alles Liebe von eurer Teresa

  • ich hatte schon etwas Sorge zu der Schrift etwas zu schreiben, weil ich dachte, vielleicht bin ich die einzige die darüber moppert ;D... aber es ist wirklich schwierig da in Lesefluss zu kommen.

  • Zu Anfang begegnen wir ja vielen Personen. Da muß man erst die Puzzleteile zusammensuchen. Sophie, die Tochter des Kaffeebarons Terhoven, Delia, ihre distanzierte Mutter, Tante Fee, die Schwester des Vaters, Friedrich Terhoven, Hannes, der Sohn der Köchin, Jule, die Betreiberin des Cafés "Strandperlchen" und Johanna, die das Tagebuch der jungen Sophie auf dem Speicher entdeckt. Das kann ja heiter werden.


    Durch die lebhaften Beschreibungen der Autorin fühlt man sich gleich nach Hamburg versetzt. Besuchen wir doch Jules Café, damit sie trotz der Mieterhöhung das Café weiterbetreiben kann, und essen ihre leckeren Kuchen!


    Hallo allerseits -


    da schliesse ich mich gerne an - bei dem Besuch in Jule`s gemütlicher Kaffeestube ;)
    Wir sehen gleich zu Anfang viele Perspektiven und Personen - die persönliche Sicht auf die Dinge in Sophie`s Tagebuch, der Blick auf die Familie Terhoven und das gesellschaftliche Umfeld in Hamburg - im Jahr 1936 leider durchsetzt mit begeisterten und fanatischen Nazis - und der Sprung in unsere Zeit zu Jule und ihren Problemen.
    Die Geschichte entwickelt von Anfang an eine starke Intensität und historische Unmittelbarkeit. Der jüngere Bruder von Sophie macht mir jetzt schon große Sorgen - er scheint kein übler Junge zu sein, aber leider ist er in den Sog dieser fatalen Ideologie geraten, wahrscheinlich weil er damit unbewußt gewisse Defizite kompensieren will.
    Auf der Gegenwartsebene begegnen wir Sophie`s Tagebuch wieder und das wird die Verbindung sein zwischen den Zeiten. Da sich auch Jule für Kaffee begeistert und gerne in der Vergangenheit forscht, wird sie vielleicht später Spuren finden zu Sophie und ihrer Familie. Ich lass mich überraschen und lese erstmal begeistert weiter....

  • Noch einmal zu Jules Cafè: "Strandperle" ist ein bekanntes Hamburger Szenelokal und Bar unten an der Elbe - Jules kleines Café heißt "Strandperlchen", weil ihr natürlich klar ist, dass sie mit dem berühmten Original niemals mithalten könnte. Aber sie hat einen guten Sinn f. Humor, also schippt sie ein bisschen Sand auf das Pflaster vor ihrem Laden und stellt unverzagt ihre beiden Strandkörbe auf .... :)

  • Die Nazis haben sich ja auf die männliche Jugend gestürzt, um sie zu indoktrinieren (und rechtzeitig auf die zukünftige Soldatenrolle vorzubereiten) Die Mädchen als "Heldenmütter" waren da eher Beiwerk ...
    Natürlich fährt so ein dicklicher, unsportlicher Kerl wie Lennie voll darauf ab - auch er will es endlich allen zeigen - und wenn es nicht mit sportlichen Leistungen klappt, dann eben anders ...
    Ja, man konnte vor diesen verführten Kindern durchaus Angst bekommen ...

  • Hallo Hallo,
    jetzt bin ich auch mit an Bord,ihr wart ja alle schon richtig fleissig,wow


    Ich tue mich irgendwie etwas schwer mit dem Reinkommen in das Buch.Sind doch recht viele Handlungsstränge.Aber ich sortiere mich langsam.


    Prolog von 1943 ist wunderschön geschrieben aber sehr traurig.


    Jule find ich chaotisch cool,man mag sie gleich und bemitleidet sie etwas wegen ihrer Pechsträhne.Dann haben wir in der Gegenwart noch Johanna,die den Dachboden ausmistet und dabei auf ein altes Tagebuch stösst


    Dann springen wir ins Jahr 1936,lernen Sophie und ihre heimliche Liebe Hannes kennen.Sophie ist die Tochter der Terhovens,eines bekannten Kaffeebarons.Sie hat dieses Tagebuch geschrieben,was Johanna nachher auf dem Dachboden findet.


    Mit der Schreibweise komm ich übrigens gar nicht klar,das is mega anstrengend zu lesen.


    Und was das ganze nun mit Jule zu tun hat...is für mich noch offen...


    Allen gute Nacht und wir lesen dann begeistert weiter,morgen bin ich bestimmt noch besser drin in der Geschichte

  • Ja, die Schrift des Tagebuchs - zu recht moniert ihr sie - und sie wird ab der nächsten Ausgabe geändert (was euch jetzt leider nichts nützt). Bleibt mir und dem Roman bitte trotzdem gewogen - ich selbst hatte die Schrift bei der Fahnenkorrektur schwer kritisiert - aber wer hört schon auf Autoren? >:(


    Zum Glück kann ich die Schrift mit meiner guten Lesebrille gut lesen. Für schwache Augen ohne Brille ist sie eher anstrengend.

  • Ich entschuldige mich noch einmal in aller Form f. die Schrift der Tagebucheintragungen - die wird GEÄNDERT! :-[Die Herstellerin wollte es ganz besonders gut machen und hat einen Schrifttypus ausgewählt, der Handschriftlichem nah kommt - nu ist es aber schwer leserlich!
    Bitte nehmt diese kleine Strapaze auf euch - ihr werdet sehen, es lohnt sich!
    Herzlichst und einen schönen Lesesamstag wünscht euch eure Teresa <3


  • ich hatte schon etwas Sorge zu der Schrift etwas zu schreiben, weil ich dachte, vielleicht bin ich die einzige die darüber moppert ;D... aber es ist wirklich schwierig da in Lesefluss zu kommen.


    Ich habe da nur bei den Tagebucheinträgen meine Probleme. Viel zu blass und dünn. Gerade abends kann ich das fast nicht lesen ::)

  • Liebe Tanzmaus, es ging immer nur um die Tagebucheinträge ...
    jetzt wissen wir alle, wie schwer ihr es habt. WIRD GEÄNDERT!!!!
    Können wir jetzt bitte wieder zum Inhalt kommen? ;)
    alles Liebe von Teresa


  • Liebe Tanzmaus, es ging immer nur um die Tagebucheinträge ...
    jetzt wissen wir alle, wie schwer ihr es habt. WIRD GEÄNDERT!!!!
    Können wir jetzt bitte wieder zum Inhalt kommen? ;)
    alles Liebe von Teresa


    Gerne ;)
    So schlimm empfinde ich diese Mäusespur - Schrift der Tagebuchsequenzen auch wieder nicht. Ich rücke die Seiten unter die Leselampe und es geht schon. Irgendwie macht es sogar Sinn, dass die Schrift anders ist und wie handgeschrieben aussieht - denn es sind sehr private, intime Aufzeichnungen einer sehr jungen Frau. Sophie wollte nicht, dass jemand anders diese Seiten je zu Gesicht bekommt, es war ihr innerstes Geheimnis und für mich bilden diese Seiten das Zentrum der Geschichte, ihr verborgenes Herz, die heimliche Liebe so zerbrechlich in dieser filigranen Schrift.
    Außerdem gefällt mir Malte Voss sehr gut - er ist so sensibel, klug und hilfsbereit. Sophie kann sich glücklich schätzen, so einen lieben Freund an ihrer Seite zu haben. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie erkennt, dass er schwul ist - und genau aus diesem Grund mache ich mir große Sorgen um Malte.

  • Die Schreibeweise des Buches gefällt mir sehr gut,die Tagebucheinträge sind wunderschön geschrieben und mir gefällt das hin-und her switschen zwischen Gegenwart und Vergangenheit..musste nur einfach erstmal sortieren,wer hier wer ist und wer mit wem zusammenhängt..
    Und ich glaube es ist ganz normal und ok,bei dem einen Buch ist man sofort voll drin,bei anderen braucht man vielleicht etwas länger
    Die Holunderschwestern habe ich auch gelesen und war im Laufe des Buches immer mehr begeistert,denke das geht mir hier ähnlich.Freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Abschnitt,war gestern auch recht müde,das kam dazu


    @Teresa: Ich würde ein Buch nie weglegen,weil mir die Schrift nicht gefällt,finde es aber trotzdem mega toll,das man das ändern möchte.Und letzendlich geht es ja nur um den Inhalt.Mir gefällt übrigens auch das Cover total gut..

  • Meine Lieben, ich will doch so gern, dass ihr glücklich seid - und so habe ich mir folgendes ausgedacht:
    Ich bitte meinen (sehr netten) Verleger um neue Exemplare für euch, sobald bei der nächsten Auflage die Schrift anders ist - und die versende ich dann signiert an jede von euch! Dann müsst ihr eich zwar jetzt ein bisschen plagen (rechne ich euch hoch an!), aber ihr habt zumindest ein kleines "Goodie" in Aussicht.
    Einverstanden?
    Ich ruf ihn gleich morgen an!
    Herzlichst eure Teresa :P