01 - Seite 7 bis einschl. Seite 79 (Prolog bis Kapitel 7)

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  • Hallo liebe Susanne, liebe MitleserINNEN,


    hier treffen wir uns zum ersten Abschnitt der Leserunde zu dem Buch "Nachts am Askanischen Platz" und ich begrüße alle TeilnehmerINNEN und ganz besonders die Autorin. Susanne, schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die Ausführungen zur Netiquette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn Ihr zu lesen angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereits, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid, denn eigentlich sind insgesamt ca. 2 Wochen dafür gedacht.

  • Wir starten offiziell erst am Freitag, Katjuscha. ;)
    Und da noch keiner die Print-Ausgabe hat, habe ich darum gebeten, dass wir alle noch etwas warten und eventuell erst nächste Woche GEMEINSAM starten.

  • SELBSTVERSTÄNDLICH starte ich erst morgen, bzw. nächste Woche - je nachdem wann der offizielle Beginn der Leserunde ist :lesen::winken:


    Aber den 2 Seiten Prolog konnte ich nicht widerstehen.
    Jetzt wartet Leo natürlich auf den Startschuss :bussi:

  • Liebe Susanne, liebe Mitleser,


    ich bin wieder sehr gut in das Buch gestartet und hatte direkt das Leo-Wechsler-Feeling beim Lesen.


    Der Prolog ist mehr als schaurig und unheimlich. Wir begegnen zwar im Laufe der Handlung noch diesem Cabaret des Bösen, aber das Beschriebene im Prolog erschien mir doch allzu real. Die Frau, die sich gegen ihre Fesseln wehrt, ist doch echt, oder nicht?

    Andererseits sind die Geräusche im Hintergrund, dieses Poltern und das Erwähnen des mehrmaligen Öffnen und Schließen der Tür untypisch für einen normalen Operationssaal.

    In jedem Fall ist das eine sehr seltsame Freizeitbeschäftigung, dieses Cabaret – kein Wunder, dass Rüster nicht darauf erpicht ist, dass seine Schwester dem Theater einen Besuch abstattet.


    Bei dem Theater wurde doch auch ein Operationssaal erwähnt, ist das der gleiche Raum? Kann das sein, dass dort womöglich nicht nur Attrappen verwendet werden, sondern auch lebende Menschen?

    Hat der Tote das beobachtet und musste deswegen sterben, um anschließend auf das Gelände des Gymnasiums geschoben zu werden?


    Dann geht die Handlung erstmal angenehmer weiter – jedenfalls, bis dieser doofe von Malchow Clara derart brüskiert. Beim Nasenjoseph musste ich dagegen lachen. Wobei ich unangenehmerweise bei Dr. Joseph direkt an den Operateur aus dem Prolog denken musste.


    Im Moment denke ich, dass der Tote derjenige ist, der zusammen mit Jelena im Zug nach Berlin gekommen ist und die Hallesche Straße aufgesucht hat. Dafür spricht auch die alte Verletzung am Bein des Toten, ein Hinken wurde ja erwähnt, als er auf dem Weg zu seinem Ziel war. Die Szene spielt am 9. Januar, während der Fund des Toten am 13. Januar erfolgt und Leo tippt auch direkt darauf, dass er ein paar Tage bereits tot sein muss.


    Aber warum wollte er unbedingt dorthin? War er mit jemandem verabredet? Er scheint ja eher ein Mensch zu sein, der nicht unbedingt die Nähe von anderen sucht. Ist er dieser Fjodor und Jelena diejenige, die sich bei Rüster nach ihm erkundigt?


    Ist er auch identisch mit demjenigen, der vor dem Backsteingebäude wartet, welches ihn an eine Kirche erinnert (und damit identisch mit dem Cabaret des Bösen sein könnte) und die Frau beobachtet, die aus der Tür gestürmt kommt, um sich zu übergeben? Warum hat er Angst, dass man ihn hinauswirft, ihn tritt, schlägt und anschreit? „So wie sie es ...“ - wen meint er mit 'sie'? Das ist alles noch sehr mysteriös. Wenn es sich bei ihm wirklich um den Toten handelt, dann wird die Identifizierung für Wechsler und seine Kollegen schwierig werden.


    Dieser Turnlehrer Hochheim ist mir äußerst unsympathisch, der ist doch braun angestrichen. Aber was hat Baumgarten mit dem jungen Rath zu schaffen und warum ist es Rath so wichtig, dass niemand weiß, dass sich die beiden kennen? Was für ein Zufall, dass der alte Herr von Rath sich wegen der Befragungen einmischen will.


    Dass sich Leo zunehmend Sorgen wegen Georg macht, kann ich gut verstehen, geht mir nicht anders. Dabei fühlt er sich zunehmend unwohler in der Gegenwart der SA-Männer, traut sich aber auch nicht, das Wolfgang gegenüber zuzugeben, der ihn sicherlich auch nicht für voll nehmen würde. Ich hoffe sehr, dass Georg sich irgendwann doch noch aus den Fängen der Nazis befreien kann. Ich denke, es besteht noch Hoffnung, aber es sollte bald etwas geschehen, um zu verhindern, dass er vollends in die Nazi-Schiene abrutscht.


    So, und nun bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht.

  • Hallo Susanne, hallo Mitleser,

    nachdem mich der Prolog letzte Woche echt gegruselt hat, denke ich jetzt (nachdem ich den ersten Abschnitt gelesen habe), diese skurile "OP" ist ein Teil der Show im Cabaret!


    Der Schreibstil und die Beschreibungen vom historischen Berlin haben mich sofort in die "Leo Wechsler-Welt" eintauchen lassen.

    Es war wieder einmal, wie ein Besuch nach längerer Zeit bei alten Freunden!

    Aber tatsächlich trifft man auch auf die nicht so sympathischen Figuren der Vorgänger-Bücher.

    Wie Malchow, der ja immer schon ein missgünstiger Blödian war. Ich hoffe, er taucht nicht mehr auf.


    Clara ist so zauberhaft wie immer. Eine wirklich liebenswerte Familie, die Wechslers - auch wenn Georg gerade in die Verführungsmaschinerie der Nazis geraten ist. Hoffentlich kann er sich von Wolfgang lösen!


    Zur eigentlichen Handlung:

    Die Umstände um den Toten sind NOCH sehr mysteriös.

    Und die Nähe vom Cabaret zur Schule wird sicherlich ein wichtiger Puzzlestein.

    Die Schüler Baumgarten und Rath haben jedenfalls etwas laufen, das nicht ganz koscher ist. Aber Baumgarten scheint unter der Fuchtel von Rath zu stehen.

    Ich könnte mir vorstellen, sie haben vielleicht etwas verbotenes gemacht und dabei etwas beobachtet, können es aber jetzt wegen der Umstände nicht sagen.

    Vater Rath ist ein typischer Vater aus der Kaiserzeit. Der Sohn muss Karriere machen und ein "echter Mann" werden. Und weil er vermutlich Kohle hat, spielt er sich gegenüber den "kleinen" Polizisten auf.

    Solche Idioten, gibt es ja immer noch!


    Dieser Lemasque erinnert mich irgendwie an den Theaterleiter aus einem der "Father Brown"-Filme mit Heinz Rühmann. Vielleicht kommt er mir deshalb komisch vor, denn in dem Film war er der Mörder ;-)


    Ich könnte mir vorstellen, dieser Fjodor ist der Tote.

    Auf die Geschichte von ihm und Jelena bin ich gespannt.

    Das klingt alles sehr interessant.....

  • Der Prolog ist mehrals schaurig und unheimlich. Wir begegnen zwar im Laufe der Handlungnoch diesem Cabaret des Bösen, aber das Beschriebene im Prologerschien mir doch allzu real. Die Frau, die sich gegen ihre Fesselnwehrt, ist doch echt, oder nicht?

    Ich denke eigentlich auch, dass ist nicht das Cabinet sondern da wird eine Frau wirklich am Kopf operiert, während sie wach ist. So etwas wurde tatsächlich versucht. Davon habe ich schon gehört. Das Gehirn selber empfindet ja glaub ich keinen Schmerz. Aber echt ein krasser Einstieg, da musste ich heftig schlucken. Da war die Köpfungsszene harmlos dagegen.

  • Der Tote ist wohl der gesuchte Fjodor. Ein Russe also. Aber wer hat ihn umgebracht und warum dann ausgerechnet dort versteckt?

    Es gibt wohl einige reichere Väter, deren Söhne dort zur Schule gehen. Da könnte noch Ärger von den Eltern winken, wenn man den Söhnen zu nahe tritt. Wenn da gleich ein Anwalt auftaucht bei den Verhören, dann weiß man, dass man als Polizei ganz ganz vorsichtig zu Werke gehen muss.

  • Aber was hat Baumgarten mit dem jungen Rath zu schaffenund warum ist es Rath so wichtig, dass niemand weiß, dass sich diebeiden kennen? Was für ein Zufall, dass der alte Herr von Rath sichwegen der Befragungen einmischen will.

    Der junge Rath hat auf jeden Fall etwas zu verbergen. Und den Baumgaren setzt er unter Druck damit er schweigt. Aber was kann es sein? Der alte Rath denke ich, war eher Zufall. Ich denke nicht, dass er weiß, was sein Sohn so alles treibt.


    Leider weiß auch Leo nicht so genau, was sein Sohn so alles treibt. Ich habe aber die Hoffnung, dass Georg noch die Kurve kriegt. Zumindest gefällt ihm nicht, was seine Saufkumpanen so alles treiben. Georg hat doch einen eigenen gescheiten Kopf. Er sollte nicht zu einem Mitläufer werdne.

  • Ich habe jetzt den ersten Abschnitt einfach nochmal gelesen und bin etwas zwiegespalten. Nach dem Prolog hab ich wirklich gedacht, wie unglaublich grausam das doch ist. Aber auch ich denke und hoffe ehrlich gesagt das es ein Teil von dieser Show ist. Es ist ja mein erster Roman dieser Reihe und ich fand den Leo auf Anhieb echt sympathisch. Ich war gleich warm mit ihm. Zur Familie Wechsler kann ich bis jetzt nur sagen, das auch Clara eine tolle Frau ist und der Sohn bestimmt auch eigentlich ein guter Junge, leider grade auf einem nicht so guten Weg in nicht so guten Kreisen.


    Zum Mord kann man noch nicht viel sagen, finde ich. Ich bin mir auf jeden Fall sicher, Fjodor ist der Tote und die Frau hat ihn gesucht..vielleicht ist das Jelena..


    In der Schule finde ich die Situation mit Baumgarten und Rath ziemlich komisch, irgendetwas stimmt da nicht.


    Das Theater finde ich sehr gruselig, wenn die Szene aus dem Prolog mit diesem OP wirklich Teil der Show in diesem Cabaret ist, ist das schon schön schaurig


    Das Buch verspricht auf jeden Fall unglaublich spannend zu werden

  • Hallo allerseits,


    auch für mich war es eine Freude, wieder mit Leo und Clara im Berlin der 20er - Jahre zu sein. Die beiden gehen so liebevoll miteinander um und verstehen sich auch ohne Worte - ich empfinde sie als wohltuenden Ruhepol in der düsteren Krimihandlung . Auch für Leo ist es sehr wichtig, dass in seinem Zuhause eine gute Stimmung herrscht, denn er wird beruflich in diesem Mordfall sehr gefordert. Nur sein Sohn Georg bewegt sich leider in den falschen Kreisen - ich hoffe sehr, dass ihm das rechtzeitig bewußt wird. Es wäre eine Katastrophe für Leo, wenn sein Sohn der Hitlerjugend beitritt.

    Es ist wie schon bei den anderen Romanen eine spanndende Zeitreise in diese Jahre, zu Orten und Schauplätzen, wie dem Gymnasium und diesem Gruseltheater. Ich hoffe auch, dass die grausame Szene im Prolog "nur" inszeniert ist, wenn mir auch unbegreiflich ist, wer sich sowas freiwillig anschaut und dafür noch Geld bezahlt.

    Der tote Mann im Schuppen ist vermutlich dieser Fjodor, er ist nicht zufällig in diesen Hinterhof gegangen, sondern hat etwas oder jemanden gesucht ..

  • Es ist wie schon bei den anderen Romanen eine spanndende Zeitreise in diese Jahre, zu Orten und Schauplätzen, wie dem Gymnasium und diesem Gruseltheater.

    Ich finde es immer wundervoll in eine andere Zeit zu reisen. Ich habe immer eine Vorstellung davon wie damals alles ausgesehen hat vor Augen

  • Wie immer finde ich eure Reaktionen sehr spannend, das ist immer sehr lehrreich für mich. Dann sehe ich sozusagen live, was funktioniert und was nicht und wie unterschiedlich Dinge auf die LeserInnen wirken.


    Apropos - dass Hochheim "braun angestrichen" ist, hast du schön gesagt, Karin. So habe ich ihn mir auch gedacht, obwohl ich über den echten Lehrer (ja, den gab es) nur weiß, dass er von den Schülern gefürchtet und sehr autoritär war.


    Ich bin gespannt, wie es weitergeht mit euch. :)

  • Liebe Susanne, liebe Mitleser,


    schön, dass wir nun gestartet sind, wie immer bin ich ganz begeistert in die Welt der 1920er Jahre eingetaucht!


    Ich glaube, das Ballkleid von Clara hätte mir auch sehr gut gefallen, die Mode der 1920er war ja was ganz Besonderes! Umso schlimmer, dass dieser fiese Exkollege von Leo sie so blöd anmacht, das ist ja wirklich armselig!


    Und Georg ist immer noch mit den Nazis zugange! Ich hoffe, er findet da noch raus - diese Vorbewegung der Hitlerjugend mit den Zeltlagern war ja schon schlimm genug, aber jetzt scheint es richtig zur Sache zu gehen! Ich denke mal, dass Leo bald Verdacht schöpfen wird ob Georgs merkwürdigem Verhalten!


    Insgesamt freue ich mich, dass sich Leos Familie so gut eingelebt hat mit Clara. Aber wie es wohl Ilse ergeht, über die haben wir noch nichts gehört - hat sie noch ihren Boyfriend (hatte sie da nicht jemand Nettes kennengelernt)?


    Der Fall ist ein sehr merkwürdiger, finde ich - einerseits dieser Nachtklub für Leute, die das Extreme mögen, andererseits dann die Schule! Ob diese beiden Schüler Rath und Baumgarten tatsächlich in dem Fall mit drinhängen? Aber wie gestaltet sich denn dann der Bezug zu dem Nachtclub - ich bin wirklich sehr gespannt.


  • Dieser Turnlehrer Hochheim ist mir äußerst unsympathisch, der ist doch braun angestrichen. Aber was hat Baumgarten mit dem jungen Rath zu schaffen und warum ist es Rath so wichtig, dass niemand weiß, dass sich die beiden kennen? Was für ein Zufall, dass der alte Herr von Rath sich wegen der Befragungen einmischen will.


    Dass sich Leo zunehmend Sorgen wegen Georg macht, kann ich gut verstehen, geht mir nicht anders. Dabei fühlt er sich zunehmend unwohler in der Gegenwart der SA-Männer, traut sich aber auch nicht, das Wolfgang gegenüber zuzugeben, der ihn sicherlich auch nicht für voll nehmen würde. Ich hoffe sehr, dass Georg sich irgendwann doch noch aus den Fängen der Nazis befreien kann. Ich denke, es besteht noch Hoffnung, aber es sollte bald etwas geschehen, um zu verhindern, dass er vollends in die Nazi-Schiene abrutscht.

    Ja, Hochheim ist für mich sowas wie der Vorbote einer Zeit, die ja leider kommen wird! Wir wissen es rückwirkend genau, Leo und die Seinen ahnen es erst!

    Dieser Lemasque erinnert mich irgendwie an den Theaterleiter aus einem der "Father Brown"-Filme mit Heinz Rühmann. Vielleicht kommt er mir deshalb komisch vor, denn in dem Film war er der Mörder ;-)


    Ich könnte mir vorstellen, dieser Fjodor ist der Tote.

    Auf die Geschichte von ihm und Jelena bin ich gespannt.

    Das klingt alles sehr interessant.....

    Wir hatten früher keinen Fernseher, das rächt sich jetzt ... aber irgendwie kann ich noch nicht glauben, dass Lemasque der Mörder ist, im Moment wäre es mir zu offensichtlich.


    Ja, aber wer sind Fjodor und Jelena, was steckt hinter ihnen?