03 - Seite 157 bis einschl. Seite 232 (Kapitel 16 - einschl. Kapitel 22)

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  • Hier erfahren wir ein bißchen mehr über Fjodor. Er war also ein Kriegsgefangener der Russen und hat 6 Jahre bei der Murman-Eisenbahn geknechtet und wurde höchstwahrscheinlich auch gefoltert. Warum er dann nicht zurück in die Heimat wollte, kann man nur erahnen. Das, was Sonnenschein erzählt hat, von wegen Schamgefühlen, könnte tatsächlich der Grund gewesen sein. Er war jedenfalls sicher ein gebrochener Charakter.


    Lemasque wird immer undurchsichtiger. Irgend etwas stimmt mit ihm nicht. Ich kann es nur noch nicht fassen...

    Jedenfalls scheint sich unsere gemeinsame Vermutung, dass Fjodor und Lemasque sich von einem Kregseinatz kennen, zu bewahrheiten.

    Aber Lemasque hatte gesagt, er kenne Fjodor nicht.

    Lügt er? War einer der beiden der Vorgesetzte des anderen? Oder waren sie in unterschiedlichen Regimentern und "nur" zur gleichen Zeit am gleichen Ort?

    Aber Fjodor geriet in Gefangenschaft, Lemasque kam heim.

    Was ist da passiert?


    Das mit dem Schlüssel finde ich recht suspekt. Hat Werner den Schuppen nur benutzt um da heimlich Bier zu trinken und um Mädchen zu treffen? Oder verheimlicht er noch etwas?

    Wer hat den verlorenen Schlüssel gefunden, der jetzt in der Werkstatt wieder aufgetaucht ist? Derjenige, müsste eigentlich der Täter gewesen sein!

    Hat er den Schlüssel erneut verloren oder hat er ihn platziert um Lemasque in den Fokus der Ermittlungen zu rücken? War es Lemasque selbst um irgendwie irgendwas zu vertuschen?

    Immer neue Fragen......


    Interessant übrigens, was man über die Familie Rath erfährt.

    So arrogant Werner sich bisher benommen hat, kann er einem aber auch wieder leid tun - bei dem Vater!


    Was für ein Vater Leo ist, das hat er jetzt gezeigt. Seine Reaktion, bzw. das Gespräch war ganz klasse.

    Wie wird er wohl in Zukunft mit der Tatsache umgehen, dass Georg in der HJ ist!? Und vor allem was macht Georg?

    Jedenfalls können Vater und Sohn sehr froh, dass es Clara gibt!

  • Was für ein Vater Leo ist, das hat er jetzt gezeigt. Seine Reaktion, bzw. das Gespräch war ganz klasse.

    Wie wird er wohl in Zukunft mit der Tatsache umgehen, dass Georg in der HJ ist!? Und vor allem was macht Georg?

    Jedenfalls können Vater und Sohn sehr froh, dass es Clara gibt!

    Und ich kann froh sein, dass es meinen Sohn Felix gibt, dem das Buch auch gewidmet ist. Mit dem habe ich alle Szenen mit Georg durchgesprochen. Er hat mir gesagt, ob sie glaubwürdig sind oder nicht aus der Sicht eines Jugendlichen. Daran habe ich mich auch immer gehalten.

  • Die Kennenlern Geschichte von Fjodor und Jelena ist sehr bewegend, und dann kommt er nach 6 Jahren quasi als gebrochener Mann wieder..traurig

    Jetzt wissen wir ja auch woher Fjodor und Lemasque,alias Immendorf, sich kennn. Aber warum behauptet Lemasque, er kennt ihn nicht ? Das ist doch was faul.


    Ich glaube auch das Werner viel mehr mit dem Fall zu tun hat als wir vielleicht bisher glauben.Und Heinz ist meiner Meinung nach nur ein Mitläufer, der jemand sein möchte, deswegen gibt er sich mit so jemandem wie Werner ab.


    Die Reaktion von Leo nachdem er erfahren hat, was sein Sohn Georg so treibt, fand ich wirklich beeindruckend, ich weiss nicht ob ich so reagiert hätte, das ist ja schon nicht ohne. Bin gespannt wie er reagiert, wenn Georg sich wirklich für die Hitlerjugend entscheidet...

    Clara ist die perfekte Frau für Leo, finde ich. Sie ist geduldig und einfühlsam und nimmt seine Kinder an, das finde ich wunderbar. In der damaligen Zeit war das vielleicht nicht so selbstverständlich wie heute, könnte ich mir zumindest vorstellen


    Und ich kann froh sein, dass es meinen Sohn Felix gibt, dem das Buch auch gewidmet ist. Mit dem habe ich alle Szenen mit Georg durchgesprochen. Er hat mir gesagt, ob sie glaubwürdig sind oder nicht aus der Sicht eines Jugendlichen. Daran habe ich mich auch immer gehalten.

    Wie alt ist dein Sohn ? Ich finde das ganz toll, ich lese mit meiner grossen Tochter auch immer gemeinsam ein Buch und dann wir darüber gesprochen und auch mal zusammen geweint

  • Mir kreisen verschiedene unausgegorene Ideen durch den Kopf, bezüglich der Verbindung Lemasque - Fjodor.


    Carl-Theodor Immenhof und Ffodor sind in Russland.


    Variante 1:

    Es kommt zum Gefecht. Immenhof wird wegen eines groben Fehlers von Fjodor verwundet. Ffodor hält ihn aber für tot, kommt selbst in Gefangenschaft. Nach der Entlassung will er nicht heim, denn er hat Angst vor den Konsequenzen (Kriegsgericht).

    Aus Scham nennt er sich Fjodor, denn das ist die russische Form von Theodor (Danke Google).

    In der Zeitung sieht er, dass Immenhof noch lebt und er will zurück und sich der Vergangenheit stellen.

    Immenhof bringt ihn um (ggf. im Affekt), denn Fjodor ist für sein entstelltes Aussehen verantwortlich.


    Variante 2:

    Immenhof begeht Fahnenflucht. Fjodor soll ihn aufspüren und gerät dabei in Gefangenschaft. Er gibt Immenhof, den er gar nicht persönlich kennt, die Schuld und nennt sich Ffodor um das nie zu vergessen.

    Allerdings hält er Immenhof für tot und beschließt dann, als er ihn in der Zeitung sieht, zurück zu gehen und sich zu rächen.

    Es kommt zum Kampf und Fjodor stirbt.


    Variante 3:

    Es kommt zum Gefecht. Beide halten sich gegenseitig für tot. Lemasque wird aber nur verwundet und kehrt heim.

    Da er ein armer Schlucker ist, nennt er sich einfach Immenhof um an dessen Geld zu kommen. Die Entstellung im Gesicht hilft bei der Täuschung.

    Um nicht doch noch aufzufliegen geht er erst mal nach Paris und gibt sich einen Künstlernamen.

    Als der echte Immenhof Lemasque in der Zeitung sieht, da will er nach langer Zeit doch zurück.

    Lemasque bringt ihn um, damit er weiter Immenhof sein kann.


    Variante 4:

    Immenhof und Fjodor waren Freunde und haben sich beide in Jelena verliebt.

    Immenhof hat daher Fjodor in einen Hinterhalt rennen lassen um den Konkurrenten loszuwerden. Wenig später wird er selbst verletzt und kehrt heim.

    Aus Angst vor der Rache seines Freundes bei einer eventuellen Heimkehr, geht er nach Paris und nimmt einen Künstlernamen an.

    Nach mehreren Jahren kommt Immenhof als Lemasque zurück nach Deutschland, denn er hält Fjodor mittlerweile für tot.

    Fjodor selbst hält Freund Immenhof ebenfalls für tot und nennt sich in Gedenken an ihn Fjodor und bleibt bei der Frau, in die sich beide verliebt haben.

    Beim Zusammentreffen der beiden erfährt Fjodor von Immenhofs Verrat und geht in blinder Wut auf Immenhof los und dieser tötet ihn in Notwehr.

    Um nicht die ganzen Wahrheit aus der Vergangenheit zu gestehen, versucht er den Tod zu vertuschen.



    Wenn ich weitermache kommen mir bestimmt noch mehr irre Ideen 8o

  • Und ich kann froh sein, dass es meinen Sohn Felix gibt, dem das Buch auch gewidmet ist. Mit dem habe ich alle Szenen mit Georg durchgesprochen. Er hat mir gesagt, ob sie glaubwürdig sind oder nicht aus der Sicht eines Jugendlichen. Daran habe ich mich auch immer gehalten.

    Ich finde die Szenen mit Georg sehr stimmig.

    Auch die Zerrissenheit des Jungen kommen sehr gut und realistisch rüber.

  • Mein Sohn ist achtzehn, es macht Spaß, mit ihm über Ideen zu reden. Oder ihn beurteilen zu lassen, ob Georg glaubwürdig rüberkommt. Meine Tochter ist zweiundzwanzig und wohnt in Bonn. Sie hat mich bei den Recherchen für meinen neuen Diana-Roman unterstützt.


    Wow, Katjuschka, du bist sehr kreativ, aber ich darf ja nichts sagen. ;)

  • Und auch meinen weiteren Aufenthalt am Askanischen Platz habe ich sehr genossen, vor allem auch die kleinen Einsprengsel mit dem Lokalkolorit der 1920er wie Charlottengrad - habe ich überhaupt nicht geahnt (und ich offenbare jetzt was Oberpeinliches: ich habe Osteuropäische Geschichte studiert. Aber zu meiner Rettung: weder Russland und die Russen, noch die Sowjetunion, noch Exil waren damals zentrale Themen für mich, das sind sie erst in den letzten Jahrzehnten geworden, quasi als Freizeitvergnügen).


    Ich fand Leos Haltung zu Georgs politischem Freizeitvergnügen ebenso verständnisvoll wie gewagt. Gut, man wusste damals noch nicht alles darüber, wie das mit den Nazis so ausarten wird, aber gerade deswegen... Leo schien ja doch so einiges zu sehen mit seinem inneren Auge, was da auf Deutschland so zukommt. Ich finde es ein bisschen gefährlich, aber er kennt seinen Sohn sicher besser als ich!


    Ich empfinde Lamasque als unglaublich aalglatt, fast wäre es ein bisschen schade, wenn er tatsächlich der Mörder wäre, denn er ist die wahrscheinlichste "Wahl" (finde ich).


    Ärgerlich ist, dass Werner Rath gemerkt hat, dass der kleine Heinz "gepetzt" (so sieht er das sicher) hat. Hoffentlich gibt es nicht noch einen Mord, das würde ich Heinz' Familie, die es ohnehin nicht leicht hat, nicht wünschen!


    Ich finde es interessant, was es schon so für Möglichkeiten für Frauen in Not gab - aber ich könnte mir vorstellen, dass nicht alle, die diese benötigten, darüber Bescheid wussten!

  • Ärgerlich ist, dass Werner Rath gemerkt hat, dass der kleine Heinz "gepetzt" (so sieht er das sicher) hat. Hoffentlich gibt es nicht noch einen Mord, das würde ich Heinz' Familie, die es ohnehin nicht leicht hat, nicht wünschen!



    Leider traue ich Werner einiges zu, in schlechtem Sinne gemeint, also wundern würde mich das nicht

  • Katjuschka Da hast Du Dir ja echt viele Settings einfallen lassen! Auch meine Gedanken gehen alle ziemlich in die Richtung. Gerade auch der Aspekt, ob es nun Mord war, oder Totschlag oder sogar Notwehr, spielt eine ziemliche Rolle (ich tippe auf eines der ersten beiden).


    Aber hast Du noch eine Idee, wer es sonst hätte sein können - ich eigentlich nicht. Die Französin vielleicht? Aber warum? Oder Jelena? Nein, das glaube ich gar nicht, sie hat sich doch auf Fjodor (wie er wohl wirklich heißt?) verlassen!

  • Ich glaube auch das Werner viel mehr mit dem Fall zu tun hat als wir vielleicht bisher glauben.Und Heinz ist meiner Meinung nach nur ein Mitläufer, der jemand sein möchte, deswegen gibt er sich mit so jemandem wie Werner ab.

    Ich finde nicht, dass Heinz ein Mitläufer ist, ich finde eher , er wurde von Werner unter Druck gesetzt. Aber dass dieser da irgendwie mit drinhängt, das könnte ich mir auch vorstellen!

  • Ich finde die Szenen mit Georg sehr stimmig.

    Auch die Zerrissenheit des Jungen kommen sehr gut und realistisch rüber.

    Das Gespräch zwischen Leo und Georg und die Situation, als sie gemeinsam bei dem Fußballspiel waren - das ist so wunderbar und einfühlsam erzählt. Leo findet genau die richtigen Worte und lässt Georg die Wahl. So fühlt er sich ernstgenommen und doch weiß er genau, was sein Vater sich wünscht. Solche Gespräche sind sehr wichtig auf dem langen Weg zum Erwachsenwerden. Ich hoffe sehr, dass Georg jetzt bald spürt, dass er sich verrannt hat und die falschen "Freunde" hat...

    Die Geschichte von Jelena und Fjodor ist sehr bewegend und sogar romantisch, wenn auch die Begleitumstände dramatisch waren. Die beiden verstanden sich auch ohne Worte, er ist zu ihr zurückgekommen, leider seelisch und körperlich von den langen Jahren der Gefangenschaft gezeichnet. Wie traurig, dass er so grausam sterben musste, Jelena tut mir sehr leid.

  • Wie traurig, dass er so grausam sterben musste, Jelena tut mir sehr leid.

    Er ist ihre große Liebe, denke ich, und die war zu der Zeit damals extrem viel wert. Sie wird lange brauchen, um darüber hinwegzukommen, falls sie es überhaupt schafft. Vergessen wird sie ihren Fjodor niemals

  • ....hast Du noch eine Idee, wer es sonst hätte sein können - ich eigentlich nicht. Die Französin vielleicht? Aber warum? Oder Jelena? Nein, das glaube ich gar nicht, sie hat sich doch auf Fjodor (wie er wohl wirklich heißt?) verlassen!

    Jelena sicher nicht!

    Bei Fleurette sehe ich keine Verbindung.

    Vielleicht hat Werners Vater doch etwas von den Aktivitäten des Sohnes mitbekommen und ist dann im Umfeld des Theaters zufällig auf Fjodor getroffen, den er für den Theaterchef gehalten hat.

    Tod durch Verwechslung.... ich weiß nicht recht....


    Das Fjodor die russische Form von Theodor ist, ist sicher kein Zufall.

    Carl Theodor Immenhof nennt sich LOUIS Lemasque.

    Nur, weil es ein Stabreim ist, oder heißt einer der beiden Männer Ludwig?

    Fleurette heißt "kleine Blume". Ist das vielleicht auch ein Künstlername und es steckt eine Schwester von Jelena dahinter? Oder von Ffodor, der sie als Kind so genannt hat?

    Seine totgeglaubte Ehefrau? Hat Jelena dann doch ein Motiv?


    Ich habe eine Woche gefastet und bin anscheinend unterzuckert, so verquere Gedanken habe ich 8o

    Anstatt noch mehr zu fantasieren, lese ich lieber weiter :lesen:<3

  • In diesem Abschnitt erfahren wir ein wenig mehr über Fjodor, gleichzeitig werden aber auch neue Fragen aufgeworfen. Sehr gut gemacht, Susanne, ich habe nämlich im Moment immer noch keine heiße Spur, warum Fjodor sterben musste und was er in Berlin wollte.


    Dass die unbekannten Toten derart in gläsernen Schaukästen ausgestellt wurden, um möglicherweise ihre Identität herauszufinden, mutet aus heutiger SIcht seltsam an, aber zur damaligen Zeit war das eines der wenigen Mittel, um eine Chance zu haben, unbekannte Tote zu identifizieren.


    Als Jelena ihrem toten Verlobten die Kette umhängt, musste ich schlucken - so ein Ende haben die beiden wirklich nicht verdient.


    Nun erfahren wir, wie sich die beiden kennengelernt haben und warum Fjodor solch eine panische Angst vor und während der Zugfahrt hatte. Das, was Jelena von Fjodor erfahren hat plus die Nachforschungen von Sonnenschein zu den Kriegsgefangenen bei der Murmanbahn, macht klar, warum er als gezeichneter Mann aus der Kriegsgefangenschaft kam. Daher rühren sicherlich auch seine Ängste, ob die Menschen im Theater ihn ebenfalls anschreien und schlagen würden.


    Man sollte eigentlich erwarten, dass ein Mensch, der solche Erfahrungen in Russland gemacht hat, alles daransetzt, so schnell wie möglich aus diesem Land wegzukommen. Aber Fjodor beschließt, bei Jelena zu bleiben und einen russischen Namen anzunehmen. Als ob er mit seiner Vergangenheit nichts mehr zu tun haben möchte, so wie er sich vor ihr verschließt. Hat er denn keine Familie, die ihn vermisst? Vor allem im Hinblick auf das, was Jelena vermutete, nämlich, dass Fjodor aus vornehmen Kreisen stammt.

    Wäre er auch nicht nach Deutschland zurückgekehrt, wenn er nicht in Kriegsgefangenschaft geraten wäre? Ist irgendwas in Murmansk vorgefallen, das ihn von zuhause ferngehalten hat?


    Und dann plötzlich wegen einem Zeitungsbericht wirft er seine Angst vor der Eisenbahn über den Haufen und kehrt nach Berlin zurück, mit Jelena im Schlepptau. Alles äußerst mysteriös und nun bin ich noch neugieriger, um wen es sich bei Fjodor wirklich handelt.


    Was es mit dem weißen Haus und dem Löwen in Fjodors Träumen auf sich hat, dazu habe ich im Moment auch überhaupt keine Ideen. Ist das weiße Haus der Familiensitz von Fjodor und der Löwe eine Steinfigur?


    In diesem Abschnitt erfahren wir auch, was Heinz Baumgarten und Werner Rath miteinander vermauscheln, es ist harmloser als gedacht. Überrascht hat mich aber wirklich, dass der junge Rath für Lemasque arbeitet, und das, um sich etwas Geld zu verdienen, damit er seiner Angebeteten ein Geschenk kaufen kann. Werner ist zwar ein arroganter Schnösel, aber diese "normale Schwäche" (wobei Schwäche nicht das richtige Wort ist) macht ihn mir sympathischer. Und immerhin ist er sich nicht zu schade, Aushilfsarbeiten zu verrichten. Und das, obwohl er weiß, wie sein gestrenger Vater reagieren wird, wenn er das erfährt. Bei solchen Eltern ist es doch kein Wunder, dass der Sohn so ist, wie er ist.


    Dass er aber Fjodors Mörder sein soll, kann ich mir eher nicht vorstellen. Das wäre ein ziemlich schwaches Motiv, auch wenn er seinen Vater ziemlich fürchtet und sicherlich verhindern will, dass dieser von seinem Nebenjob und dem Biertrinken erfährt. Aber deswegen jemanden umbringen?


    Aber auch bei Lemasque komme ich zunehmend ins Schwanken, er scheint Fjodor wirklich nicht zu kennen - oder er ist ein verdammt guter Schauspieler. Außerdem kommt er aus Reutlingen, aus meiner ehemaligen Heimat, da darf er kein Mörder sein :unschuldig:


    Clara sieht Georg zusammen mit Wolfgang in seiner neuen Uniform! Ich war erleichtert, dass nun wenigstens sie Bescheid wusste. Denn Georg hätte den Mund nicht aufbekommen, davon bin ich überzeugt, er hätte mit seinen Heimlichkeiten weitergemacht, auch wenn sie ihn belasteten.


    Raffiniert, dass Leo seinen Sohn zum Fußballspiel mitnimmt und dabei endlich das Gespräch mit ihm sucht. Ich muss sagen, Leo hat sich wirklich sehr gut im Griff, ich hatte die ganze Zeit darauf gewartet, dass doch noch der Gaul mit ihm durchgeht. Aber dadurch, dass Werner Rath seinen ganzen ersten Frust abbekommen hat, war er jetzt wahrscheinlich etwas besonnener. Sein Angebot an Georg ist riskant, aber auch großzügig. Ich bin sehr gespannt, wie Georg sich entscheiden wird.


    Wie schon geschrieben, ich habe keinen wirklichen Verdacht, wie was wo und wer hinter Fjodors Tod steckt.

  • Jelena kann ihn nicht umgebracht haben - er war doch ihr einziger Halt im Leben und jetzt in Berlin ist sie ohne ihn so einsam und verloren.

    Bei Fleurette habe ich mich gewundert, dass sie ein Verhältnis mit Lemasque hat - ich dachte, sie wäre lesbisch. Aber sie scheint mir auch nicht ins Bild einer Mörderin zu passen, dazu wirkt sie zu direkt und realistisch.

    Auch die Sache mit Werner Rath und dem verlorenen Schlüssel macht ihn nicht zum Verdächtigen für mich.

    Da ist irgendeine alte Geschichte zwischen Fjodor und Lemasque - das ist das einzige glaubwürdige Motiv, das ich bisher gesehen habe...

  • Aber Lemasque hatte gesagt, er kenne Fjodor nicht.

    Lügt er? War einer der beiden der Vorgesetzte des anderen? Oder waren sie in unterschiedlichen Regimentern und "nur" zur gleichen Zeit am gleichen Ort?

    Aber Fjodor geriet in Gefangenschaft, Lemasque kam heim.

    Was ist da passiert?

    Darauf bin ich auch extrem gespannt, ob die beiden sich nun doch kennen bzw. ob und welche gemeinsamen Erfahrungen die beiden gemacht haben.


    Deine Theorien sind ja echt klasse, ich kann mich so gar nicht festlegen, weil ich irgendwie keinen Plan habe :autsch:


    Und ich kann froh sein, dass es meinen Sohn Felix gibt, dem das Buch auch gewidmet ist. Mit dem habe ich alle Szenen mit Georg durchgesprochen. Er hat mir gesagt, ob sie glaubwürdig sind oder nicht aus der Sicht eines Jugendlichen. Daran habe ich mich auch immer gehalten.

    Das ist ja cool.


    Ärgerlich ist, dass Werner Rath gemerkt hat, dass der kleine Heinz "gepetzt" (so sieht er das sicher) hat. Hoffentlich gibt es nicht noch einen Mord, das würde ich Heinz' Familie, die es ohnehin nicht leicht hat, nicht wünschen!

    Ich habe auch ein ungutes Gefühl, dass Werner Heinz eine Abreibung verpassen könnte. Ich glaube zwar weniger daran, dass er ihn direkt umbringt, das wäre auch ziemlich blöd, würde das doch direkt den Verdacht auf Werner Rath lenken.

  • Katjuschka:

    Danke, dass du die deutsche Entsprechung von Fjodor gegoogelt hast, darüber habe ich auch schon gerätselt, ob das eine Bedeutung haben könnte. Und dass Lemasque ausgerechnet auch Theodor heißt bzw. heißen soll, ist garantiert kein Zufall, das kann ich mir auch nicht vorstellen.

  • Dass die unbekannten Toten derart in gläsernen Schaukästen ausgestellt wurden, um möglicherweise ihre Identität herauszufinden, mutet aus heutiger SIcht seltsam an, aber zur damaligen Zeit war das eines der wenigen Mittel, um eine Chance zu haben, unbekannte Tote zu identifizieren.

    Stelle ich mir schon sehr makaber vor.

    Warum hat man denn nicht große Fotos in die Schaufenster gehängt?