03 - Seite 157 bis einschl. Seite 232 (Kapitel 16 - einschl. Kapitel 22)

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  • Der Kampf um die Abschaffung des 175 blieb in der ganzen Zeit bis 1933 lebendig. Und wer nicht ganz offen und provokant mit seiner Sexualität umging, wurde gemeinhin auch von der Polizei in Ruhe gelassen. Ab 1933 änderte sich das natürlich. Der 175 wurde sehr verschärft und von der Bundesrepublik zwanzig Jahre unverändert beibehalten

    Ich hatte, vielleicht wegen der Kutscher-Romane im Kopf, dass das schon nicht mehr so locker gehandhabt wurde. Vor allem von den Behörden. Aber gut, Leo ist ja eher progressiv eingestellt.

  • Man erlebt ein Buch einfach intensiver, wenn man darüber spricht, mein Mann liest nicht, das nervt ihn, deswegen bin sehr glücklich hier zu sein. Und Autoren haben natürlich ihre eigene Sicht auf die Bücher, das macht es unglaublich spannend

  • Man erlebt ein Buch einfach intensiver, wenn man darüber spricht, mein Mann liest nicht, das nervt ihn, deswegen bin sehr glücklich hier zu sein. Und Autoren haben natürlich ihre eigene Sicht auf die Bücher, das macht es unglaublich spannend

    Stimmt. Vor allem ist es interessant, dass man die Bücher in der Regel tatsächlich anders wahrnimmt, als wenn man es alleine liest. Also nicht nur, weil man schneller liest oder manches überliest, sondern weil auch andere Empfindungen und Gesichtspunkte der Mitleser das eigene Empfinden tatsächlich ändern können.

    Zur Erklärung. Ging mir mal bei einem Buch, welches ich schon vor einiger Zeit alleine gelesen und für "perfekt" gehalten hatte, das habe ich dann nochmal in einer Leserunde gelesen und da waren manche nicht so überzeugt von der Geschichte und durch die Einwände bekam ich auch nochmal einen anderen Blickwinkel. Ich fand das Buch zwar immer noch gut, aber nicht mehr "perfekt". Machte aber nichts, denn dafür hatte ich einen tollen Austausch.

  • Bei mir war es mal ganz anders.

    Ich habe ein Buch allein gelesen und fand es "okay".

    Dann habe ich im Nachhinein die Einträge einer Leserunde gelesen und habe festgestellt, die meisten fanden das Buch "sehr gut".

    Allerdings wurden da die historischen Teile gefeiert, die ich tatsächlich eher nicht so ansprechend fand.

  • Wie schwierig ist es doch zu der Zeit, die Informationen zusammenzutragen. Der arme Sonnenschein quält sich da durch die dröge Literatur. Aber auch die Zeitung zu finden, ist gar nicht so einfach. Mich wundert immer wieder, dass das alles dennoch gelingt.


    Fjodor war also tatsächlich in Gefangenschaft und musste beim Bau der Eisenbahn wirklich Schlimmes ertragen. Ein Wunder, dass er das überleibt hat und kein Wunder, dass er traumatisiert war. Aber Jelena hat ihn so akzeptiert, wie er war.


    Lemasque wird immer verdächtiger. Er ist dem Deutschen, der sich Fjodor nennt, bestimmt begegnet. Doch was ist zwischen den beiden geschehen? Kannten sich die beiden schon, bevor sie ihren Regimentern zugeteilt wurden?

    Er macht sich verdächtig, der selbstsichere Lemasque, leugnet, dass er ihn gesehen hat und kennt, findet einen Schlüssel, den Rath aber schon früher verloren hat. Auch wenn es dumm war, dass Rath jr. die Polizei belogen hat, so glaube ich ihm die Sache mit dem Schlüssel und auch, dass er mit dem Mord nichts zu tun hat. Der Junior hat ganz schön Angst vor seinem Vater, hat er ein Glück, dass seine Mutter in deckt.


    Endlich hat Leo mit Georg gesprochen. Wenn nicht Clara den Jungen zufällig gesehen hätte, wäre wohl noch mehr Zeit verstrichen, bis es zu diesem Gespräch gekommen ist. Leo hat das geschickt gemacht und ist aber auch ein Risiko eingegangen, was ihm bewusst ist. Was aber, wenn Georg sich wirklich für die Braunen entscheidet?

  • Endlich hat Leo mit Georg gesprochen. Wenn nicht Clara den Jungen zufällig gesehen hätte, wäre wohl noch mehr Zeit verstrichen, bis es zu diesem Gespräch gekommen ist. Leo hat das geschickt gemacht und ist aber auch ein Risiko eingegangen, was ihm bewusst ist. Was aber, wenn Georg sich wirklich für die Braunen entscheidet?

    Das wäre fatal! Aber Leo hat meiner Meinung nach genau den richtigen Nerv getroffen. Rumbrüllen und Verbote hätten mehr schadet als genutzt.

  • Genau. Und Verbotenes ist viiiiiel interessanter als Erlaubtes.

    So ist es. Vor allem hat Leo Georg richtig mit seiner Reaktion verblüfft, denn der hat mit garantiert einer anderen Reaktion gerechnet. Evtl. bringt das Georg in Zukunft wieder dazu, sich mehr seinem Vater anzuvertrauen. Es ist halt auch einfach ein Alter, in der man sich allmählich von den Eltern abnabeln will.

  • Ja, genau so habe ich mir das gedacht, war aber froh, dass mein Sohn mir seine Meinung dazu gesagt hat. Er hat ein paar wichtige Punkte angesprochen, die mir nicht aufgefallen wären, weil ich eben kein Teenager mehr bin und auch kein Junge. Die ticken schon anders als Mädchen. ;)

  • Ja, genau so habe ich mir das gedacht, war aber froh, dass mein Sohn mir seine Meinung dazu gesagt hat. Er hat ein paar wichtige Punkte angesprochen, die mir nicht aufgefallen wären, weil ich eben kein Teenager mehr bin und auch kein Junge. Die ticken schon anders als Mädchen. ;)

    Oh ja, ich habe drei Mädchen und jetzt den Freund meiner Ältesten immer noch mit hier und der tickt defintiv komplett anders :totlach:

  • Ich glaube auch das Werner viel mehr mit dem Fall zu tun hat als wir vielleicht bisher glauben.Und Heinz ist meiner Meinung nach nur ein Mitläufer, der jemand sein möchte, deswegen gibt er sich mit so jemandem wie Werner ab.

    Werner hat Angst vor dem Vater und er hat seine Geheimnisse, aber mit dem Fall hat er bestimmt nichts zu tun. Da er aber nicht geredet hat, gerät er auch etwas in Verdacht.

    Leo schien ja doch so einiges zu sehen mit seinem inneren Auge, was da auf Deutschland so zukommt. Ich finde es ein bisschen gefährlich, aber er kennt seinen Sohn sicher besser als ich!

    Ich weiß nicht, ob Leo wirklich schon sieht, was sich da anbahnt. Ich denke eher, dass er sich schon festgelegt hat, in welche politische Richtung er tendiert.

    Ich empfinde Lamasque als unglaublich aalglatt, fast wäre es ein bisschen schade, wenn er tatsächlich der Mörder wäre, denn er ist die wahrscheinlichste "Wahl" (finde ich).

    Lamasque ist wirklich für mich der Täter. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, obwohl er einem natürlich mit seinem aussehen auch leidtun kann.

    Was es mit dem weißen Haus und dem Löwen in Fjodors Träumen auf sich hat, dazu habe ich im Moment auch überhaupt keine Ideen. Ist das weiße Haus der Familiensitz von Fjodor und der Löwe eine Steinfigur?

    Er träumt von seinem Familiensitz, was sollte es sonst sein, das sich so festgesetzt hat.

    Man erlebt ein Buch einfach intensiver, wenn man darüber spricht, mein Mann liest nicht, das nervt ihn, deswegen bin sehr glücklich hier zu sein.

    Mein Mann liest alle Bücher, die Krimis und Thriller sind auch sowie die meisten historischen Romane. Also jede Menge Möglichkeiten für Gesprächsstoff, aber aus ihm ist dazu höchstens ein "gut" oder "war nix" zu entlocken. Wenn er ein Buch nicht aus der Hand legen konnte, weiß ich es war ein "sehr gut", aber das würde er so nie sagen.

  • Lamasque ist wirklich für mich der Täter. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, obwohl er einem natürlich mit seinem aussehen auch leidtun kann.

    Klar, mit seinem Aussehen kann er einem schon leid tun. Das sollte aber nicht von seinem Charakter ablenken! Der passt, so mein Gefühl, zu seinem Äußeren.

  • Puh, hier ist wieder vieles passiert. Was mir besonders schwer im Magen lag, war die Sache mit Georg und dass Leo sein Gespräch immer wieder verschob. Nun endlich kam es dazu und wie Leo mit seinem Sohn umgegangen ist, war echt toll. Er hat ihm gezeigt, dass er ihn ernst nimmt und hat ihn zu nichts gezwungen, keinen Aufstand gemacht, sondern seinem Sohn die Verantwortung zum Handeln und Nachdenken übertragen. Leichter wäre es wohl fast für Georg gewesen, wenn er Druck bekommen hätte, dann hätte er einfach aus Trotz weitermachen können (wie es Teenager ja gerne tun und dabei sich gefühlt selbst aus der Verantwortung nehmen). Nun hat er plötzlich die Freiheit der Entscheidung und damit auch die eigene Last. Kann aber auch so gut zurückrudern, ohne das Gesicht zu verlieren. Jetzt bin ich extrem auf seine Entscheidung gespannt. Die Frage bleibt aber, ob "die anderen" seine Entscheidung akzeptieren, wenn er sich zum Austritt entscheidet....


    Was den Fall betrifft, bin ich immer noch der Meinung, dass sich Lemasque als Fjodor ausgibt. Vor allem jetzt, wenn es heißt, dass Fjodor aus gutem Hause war. Damit hätte Lemasque evtl. auch noch ein Einkommen erschwindelt. Da Fjodor nur allein aufgrund des Zeitungsartikels sich überwunden hat, nach Deutschland zurückzugehen, muss es ja etwas Gravierendes sein - und Identitätsklau ist ja schon eine große Sache. Ansonsten war ja niemand auf dem Foto abgebildet und das Cabaret selbst kann ja auch nicht der Grund gewesen sein heimzukehren, zumindest nicht das Gebäude, sonst hätte er die Adresse ja nicht suchen müssen. Wenn also im Text nicht noch ein anderer Name erwähnt wurde oder niemand klein versteckt in einem Fenster oder so zu sehen war, muss Lemasque der Grund sein. Andererseits erscheint der mir teilweise doch unwissend, wenn es um Fjodor geht. Spielt er so gut oder steckt doch jemand anderes hinter dem Mord?. Mir persönlich erscheint auch der Fund des Schlüssels so, als wollte jemand Lemasque auflaufen lassen. Ich glaube kaum, dass er sich selbst verdächtig machen will. Wenn also jemand - der Täter - den Schlüssel platziert hat, dann ist Lemasque vielleicht nicht der Mörder, auch wenn der Identitätsklau bestehen bliebe. Vielleicht möchte jemand anderes nicht, dass die Sache auffliegt. Jemand, der gut lebt, so wie die Situation nun ist. Da würde mir Fleurette einfallen oder auch "der Meister". Immerhin wurde der auch mal erwähnt und der scheint sehr ehrgeizig zu sein. Vielleicht hat Berti ja was beobachtet und traut sich nicht zu reden? Der erschien ja mal in einer kurzen Szene als sehr ängstlich. Vielleicht ist Fjodor gar nicht zu Lemasque durchgedungen? Hmmmm, klingt alles sehr vage und eigentlich erscheint Lemasques tatsächlich als derjenige welche. Ich bin jedenfalls sehr auf die Auflösung gespannt!


    Zu den Träumen Fjodors, die das weiße Haus und den Löwen betreffen, war auch mein erster Gedanke, dass es sich dabei um sein Familienanwesen handeln könnte. Vielleicht ist es aber auch eine Erinnerung zu einem Vorfall im Krieg, der mit seinem Zusammentreffen mit Lemasques im Krieg zu tun hat. Vielleicht war bei einer Zusammenkunft in einem derartigen Anwesen etwas vorgefallen, vielleicht sogar etwas, das zu Fjodors Schicksal geführt hat und woran Lemasques beteiligt war.


    Die Geschichte von Fjodor und Jelena hat mich sehr berührt. Die junge Frau ist mir richtig ans Herz gewachsen in ihrer Hilflosigkeit und ihrem Kummer. Ich hoffe, sie findet nun irgendwo in einem der russischen Viertel Anschluss und neue Freunde.


    So und nun ab zum Finale!

  • Was den Fall betrifft, bin ich immer noch der Meinung, dass sich Lemasque als Fjodor ausgibt. Vor allem jetzt, wenn es heißt, dass Fjodor aus gutem Hause war.

    Ich bin ja der Meinung, dass sich der name Carl-Theodor Immendorf irgendwie schon nach vornehmer Familie anhört, daher war ich mir nach Jelenas Verdacht, ihr Verlobter könnte eine vornehme Herkunft haben, auch ziemlich sicher, dass Fjodor eigentlich Immendorf war.

  • Leichter wäre es wohl fast für Georg gewesen, wenn er Druck bekommen hätte, dann hätte er einfach aus Trotz weitermachen können (wie es Teenager ja gerne tun und dabei sich gefühlt selbst aus der Verantwortung nehmen). Nun hat er plötzlich die Freiheit der Entscheidung und damit auch die eigene Last. Kann aber auch so gut zurückrudern, ohne das Gesicht zu verlieren. Jetzt bin ich extrem auf seine Entscheidung gespannt.

    Ja, das ist von Leo hoch gepokert, aber irgendwo auch gut, dass er Georg damit die Entscheidungsverantwortung überträgt. Georg schien mir sehr verblüfft zu sein, mit so einer Reaktion hat er nicht gerechnet.

  • Leichter wäre es wohl fast für Georg gewesen, wenn er Druck bekommen hätte, dann hätte er einfach aus Trotz weitermachen können (wie es Teenager ja gerne tun und dabei sich gefühlt selbst aus der Verantwortung nehmen). Nun hat er plötzlich die Freiheit der Entscheidung und damit auch die eigene Last. Kann aber auch so gut zurückrudern, ohne das Gesicht zu verlieren. Jetzt bin ich extrem auf seine Entscheidung gespannt.

    Ja, das ist von Leo hoch gepokert, aber irgendwo auch gut, dass er Georg damit die Entscheidungsverantwortung überträgt. Georg schien mir sehr verblüfft zu sein, mit so einer Reaktion hat er nicht gerechnet.

    Leo hat das genau richtig gemacht! Durch ein striktes Verbot wäre das Ganze nur noch interessanter geworden. Ich hoffe sehr für Georg, dass er den Ausstieg schafft.

  • Was mir besonders schwer im Magen lag, war die Sache mit Georg und dass Leo sein Gespräch immer wieder verschob. Nun endlich kam es dazu und wie Leo mit seinem Sohn umgegangen ist, war echt toll. Er hat ihm gezeigt, dass er ihn ernst nimmt und hat ihn zu nichts gezwungen, keinen Aufstand gemacht, sondern seinem Sohn die Verantwortung zum Handeln und Nachdenken übertragen. Leichter wäre es wohl fast für Georg gewesen, wenn er Druck bekommen hätte, dann hätte er einfach aus Trotz weitermachen können (wie es Teenager ja gerne tun und dabei sich gefühlt selbst aus der Verantwortung nehmen). Nun hat er plötzlich die Freiheit der Entscheidung und damit auch die eigene Last. Kann aber auch so gut zurückrudern, ohne das Gesicht zu verlieren. Jetzt bin ich extrem auf seine Entscheidung gespannt.

    Eine der ganz großen Szenen dieses Buches! Klar, Leo ist erst einmal wütend und lässt seinen Unmut an Werner Rath und auch ein bisschen an Clara aus, aber ich muss gestehen, dass mich seine Art und Weise, das Thema dann mit Georg anzugehen, mich wieder einmal sehr stark für Leo eingenommen hat. Leo ist eben nicht nur sehr intelligent, sondern er hat auch ein nahezu perfektes Gespür für eine mögliche Lösung der Situation. Während Clara mehr Zwischenmenschliches ortet (zum Beispiel, dass sie Georgs Unentschlossenheit wahrnimmt), hat Leo genau richtig gehandelt: er hat seinen Sohn im Grunde wie einen Erwachsenen behandelt und ihm die Verantwortung übertragen.

    Hätte er Georg auf die erwartete Art und Weise konfrontiert, hätte der unter Garantie zugemacht. Damit hätte Leo seinen Sohn vermutlich erst recht in die Arme der Nazis getrieben - so aber ist Georg in der Zwickmühle und ich bin wirklich gespannt, wie er sich entscheiden wird. Ich wünsche mir natürlich, dass er sich wieder distanziert und sich auch von Wolfgang löst - da die beiden nicht die gleiche Schule besuchen, ist das möglicherweise gar nicht so schwer.

    Was den Fall betrifft, bin ich immer noch der Meinung, dass sich Lemasque als Fjodor ausgibt. Vor allem jetzt, wenn es heißt, dass Fjodor aus gutem Hause war. Damit hätte Lemasque evtl. auch noch ein Einkommen erschwindelt. Da Fjodor nur allein aufgrund des Zeitungsartikels sich überwunden hat, nach Deutschland zurückzugehen, muss es ja etwas Gravierendes sein - und Identitätsklau ist ja schon eine große Sache.

    Zumindest wüsste ich im Moment keinen anderen Grund, wieso Fjodor in Lozy so reagiert haben könnte. Er liest die Zeitung, sieht den Artikel über das Cabaret und Lemasque und kauft dann ein Zugticket für Jelena und sich... Jelena schildert ja, dass sie glücklich, aber ärmlich in Lozy lebten - warum sollte Fjodor also sonst eine solche Geldverschwendung betreiben? Ich bin mir im Grunde sicher, dass er mindestens etwas über die wahre Identität Lemasques weiß und diesen damit konfrontieren will.

    Zu den Träumen Fjodors, die das weiße Haus und den Löwen betreffen, war auch mein erster Gedanke, dass es sich dabei um sein Familienanwesen handeln könnte. Vielleicht ist es aber auch eine Erinnerung zu einem Vorfall im Krieg, der mit seinem Zusammentreffen mit Lemasques im Krieg zu tun hat. Vielleicht war bei einer Zusammenkunft in einem derartigen Anwesen etwas vorgefallen, vielleicht sogar etwas, das zu Fjodors Schicksal geführt hat und woran Lemasques beteiligt war.

    Vielleicht stehen die Löwen für ein Adelsgeschlecht - die Immendorfs? Die Stauferlöwen sind zumindest auch im baden-württembergischen Landeswappen enthalten...

    Ich muss gestehen, dass ich gespannt wie ein Flitzebogen bin: ob Fjodor wirklich Immendorf war, warum er gegenüber Jelena seinen eigentlichen Namen nicht nennen wollte und warum er in Ostpolen bleiben wollte... War er durch die Kriegsgefangenschaft derart traumatisiert, dass er einfach nicht mehr heimkehren wollte? Oder ist sogar noch mehr passiert?

  • Wie schwierig ist es doch zu der Zeit, die Informationen zusammenzutragen. Der arme Sonnenschein quält sich da durch die dröge Literatur. Aber auch die Zeitung zu finden, ist gar nicht so einfach. Mich wundert immer wieder, dass das alles dennoch gelingt.

    Gerade solche Details liebe ich bei den Leo-Krimis! Natürlich ist mir klar, dass Recherche damals deutlich mühsamer war als heutzutage (wobei ich manchmal nicht so sicher bin, ob wir inzwischen nicht schon unter Reizüberflutung leiden), aber auf die Idee, dass Ermittler damals eben Sachliteratur konsultiert, Bibliothekare um Hilfe gebeten oder die Zeitungen bemüht haben, wäre ich nicht ohne weiteres gekommen.:nachdenk: