1) Gedankengewitter bis einschl. Kapitel 10 (Seite 5 - Seite 83)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hallo liebe Margit Ruile,
    liebe MitleserInnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "God's Kitchen" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders die Autorin Margit Ruile - schön, dass Sie unsere Runde begleiten!


    Bitte beachtet, dass die Autorin mit "Sie" angesprochen werden möchte!!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netikette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis Seite 83 schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich bin mit dem ersten Abschnitt durch und will es gleich vorweg nehmen: Ich bin bisher rundherum begeistert. Liebe Frau Ruile, Ihr Buch übt einen richtigen Sog aus! :) Besonders gut gefällt mir der Schreibstil. Man ist (wahrscheinlich auch durch die Ich-Perspektive und dadurch, dass man als Leser immer wieder direkt angesprochen wird) mitten drin; ich sehe die bunten Studentenbungalows oder Celine in den morgendlichen, leeren Straßen deutlich vor mir. Außerdem wirkt die Sprache teilweise fast poetisch, aber ohne übertrieben zu sein (z.B. im Prolog „Ich lasse den schmalen Pfad der Gegenwart […] hinter mir“ oder im 10. Kapitel „Ich treibe nicht wie vorher wie eine einsame Scholle im Eismeer“). Das Lesen macht richtig Spaß.


    Wenn ich das richtig sehe, sind die kursiven Texte immer Visionen; mit Ausnahme des Prologs. Der hat mich auch gleich zum Nachdenken gebracht. Muss es nicht schlimm sein für ein Kind, so eine „Gabe“ zu haben? Ist das überhaupt eine Gabe oder oft doch ein Fluch? Und ich frage mich, ob Celine wohl etwas an der gesehenen Zukunft verändern kann. Bisher scheint ihr das ja noch nie geglückt zu sein (wie man an Roberts Beispiel sieht). Wenn sie es könnte, hätte die Gabe ja zumindest einen Sinn. Wenn nicht, ist Celine reine Zuschauerin. Was denkt ihr: Was wäre passiert, wenn Robert einen anderen Weg mit dem Rad genommen hätte? Oder konnte er gar keinen anderen Weg nehmen, weil Celine es schon vorhergesehen hatte? Ein klassisches Zeitparadoxon ;) Übrigens wäre ich an Roberts Stelle woanders lang gefahren. Auch wenn ich nicht an Vorhersagen etc. glaube… irgendwie wäre mir das doch so unheimlich, dass ich es nicht herausfordern würde.


    Was mir auch noch gut gefällt, ist, dass Celine Asiatin ist und damit mal nicht die typische Standard-Protagonistin. Genauso gut gefällt mir allerdings, dass darauf nur am Rand eingegangen wird, ohne es besonders hervorzuheben. Versteht ihr, was ich meine? So wirkt das einfach ganz normal und nicht von wegen „hallo Leser, bitte beachte, dass ich mir extra eine asiatische Hauptfigur ausgedacht habe“. :D


    Was wohl mit Celines Familie passiert ist? Ich glaube, ihre Eltern sind tot und sie hat es trotz ihrer Gabe nicht verhindern können. Sie erzählt ja, dass sie einmal ein Unheil vorausgesehen hat, bei dem jemand „zu Tode gekommen“ ist. Ich hoffe, da erfahren wir im Laufe der Geschichte noch mehr.


    Diese Pandora ist mir von Anfang an suspekt. Kurz dachte ich sogar, ob sie vielleicht selbst ein Roboter ist?! Obwohl ihre Angst vor Spiegeln eher zu einem Vampir passen würde.. Ich frage mich, was sie wohl in ihrem Spiegelbild sieht? Ihre und Celines Beziehung mit den zufälligen Treffen ist auch merkwürdig. Und warum hält sie Celine ständig von den Vorlesungen ab, wenn sie doch selbst als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Uni arbeitet? Auf mich wirkt sie zwar auch geheimnisvoll (was wohl auf Celine einen gewissen Reiz ausübt), aber irgendwie auch gefährlich, ohne dass ich es näher in Worte fassen kann. Dazu passt die Empfangsdame, die bestimmt nicht so verrückt ist, wie Pandora es darstellt.


    Nun aber zu Chi: Diese Vision war ziemlich gruselig. Mir ist nicht ganz klar, ob Chi da zu Celine spricht (die ja in ihren bisherigen Visionen nicht selbst anwesend war) oder zu einem anderen Beobachter, wenn sie sagt „Einer von uns ist am Ende dieser Nacht tot“. Und ist die Vision vielleicht symbolisch zu verstehen? Das Roboterkind auf dem Thron als Zeichen dafür, dass die Maschinen über die Menschen herrschen werden?


    Chi selbst scheint recht sympathisch zu sein – was ja auch ihre Aufgabe ist. Einerseits finde ich so einen Roboter faszinierend, andererseits unheimlich. Da würde es mir wie Celine gehen (aber wieso ist sie eigentlich so dumm und unterschreibt ungelesen einen Vertrag?). Bei Celines Gespräch mit Chi hatte ich eine Assoziation: Kennt ihr die Serie „Westworld“? Genau so wie die Roboter dort, stelle ich mir Chi vor. Und auch dort sind sie von realen Personen eigentlich nicht zu unterscheiden – man kann sich mit ihnen unterhalten, sie zeigen Emotionen, …


    Ich freue mich jetzt auf jeden Fall auf den zweiten Abschnitt. :)


    PS: Ist nicht schlimm, nur eine Kleinigkeit: Hin und wieder haben sich Tippfehler eingeschlichen - z.B. auf Seite S.57 steht einmal ein Ausrufezeichen anstelle von Anführungszeichen. Weiter vorne gab es noch mal so eine Stelle, aber die habe ich mir nicht notiert. Da haben glaube ich auch Anführungszeichen gefehlt.

  • Ich bin jetzt auch mit dem Abschnitt durch und habe eine ganze Din A4-Seite Notizen vor mir liegen. Jetzt fällt mir das allerdings relativ schwer, meine vielen Gedanken sinnvoll zu strukturieren.


    Ich fang einfach mal bei Celine an. Celine ist auf alle Fälle ganz anders, als ich erwartete. Der Klappentext liefert ja aber auch gar keinen Hinweis auf ihre Zukunftsvisionen, was mich dann etwas irritiert hat. Dazu kommt ihre Vergangenheit, über die man noch nicht viel weiß, ihre sozialen Probleme, die scheinbar plötzlich verschwinden, sobald sie mit Chi redet. Auch die Art, wie sie mit dem Leser spricht... Da kam mir der Gedanke, dass Celine ja vielleicht auch ein Roboter sein könnte, der die Zukunftsvisionen aus den Daten zusammensetzt, die ihm zur Verfügung stehen - so wie Chi als Therapeutin alle eingespeisten Daten benutzen soll, um eine ideale, individuelle Therapie zu entwickeln. Aber das ist dann eventuell auch etwas abwegig. Auf jeden Fall kommt Celine mir seltsam vor und (bisher) auch nicht besonders sympathisch. Ich glaube zwar auch, dass so eine "Gabe" ein Kind von der sozialen Umwelt entfremdet und von anderen Menschen distanziert und dass sie es sicher nicht leicht hatte, aber sie kommt mir so oft lethargisch und passiv vor (insbesondere was ihr Studium angeht) - es sei denn, sie hatte mit Pandora zu tun oder sie ist hysterisch. Ich hatte oft das Gefühl, dass sie "hysterisch lacht".


    Ihre Beziehung zu Pandora finde ich auch sehr merkwürdig, wobei ich Pandora selbst aber sehr interessant finde und gern mehr von ihr lesen würde. Es kommt mir sehr auffällig vor, wie Pandora Celine kennengelernt und eine Beziehung zu ihr aufgebaut hat - so als wäre das von ihr geplant gewesen.


    Als es dann um Chi ging, war dann mein Interesse auf jeden Fall geweckt. Ich finde Roboter unglaublich spannend, mich fasziniert das Phänomen des uncanny valley (was einem ja auch manchmal in Videospielen begegnet). Äußerst spannend finde ich auch, wie viel "Text" in unserer Mimik und Gestik und Körperhaltung steckt. Wenn man das richtig deuten kann, so wie Chi, dann glaube ich schon, dass es schnell so wirkt als könne man Gedanken lesen.


    Ich weiß nicht, ob das so beabsichtigt war oder ob es ein Zufall ist, aber ich fand es etwas unfreiwillig komisch, dass der Roboter Chi heißt und eine Person namens Kim an ihm arbeitet. Musste sofort an Kimchi denken. Ich frage mich auch, ob Kims Leidenschaft für Drachen noch irgendeine besondere Bewandtnis hat, da sie so explizit erwähnt wurde. Der Drache mit Pandoras Gesicht könnte ja auch Foreshadowing sein.


    Insgesamt zu diesem Abschnitt kann ich sagen, dass mir der Schreibstil von Frau Ruile auch sehr gut gefällt und ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, allerdings finde ich Celine bzw. Celines Art zu denken doch irgendwie gestelzt, was sich aber mit meinem Eindruck zu ihrer Figur allgemein deckt und keine Kritik am Stil ist.
    Schon im ersten Abschnitt haben wir es außerdem mit einer Reihe an interessanten und unterschiedlichen Figuren zu tun, was mir ebenfalls sehr gefällt. Die Thematik finde ich sowieso sehr spannend und ich bin sehr neugierig, wie es weiter geht.


    Zum Thema Tippfehler ist mir auch noch ein Leerzeichen vor einem Komma auf Seite 67 aufgefallen.


  • Wenn ich das richtig sehe, sind die kursiven Texte immer Visionen; mit Ausnahme des Prologs. Der hat mich auch gleich zum Nachdenken gebracht. Muss es nicht schlimm sein für ein Kind, so eine „Gabe“ zu haben? Ist das überhaupt eine Gabe oder oft doch ein Fluch? Und ich frage mich, ob Celine wohl etwas an der gesehenen Zukunft verändern kann. Bisher scheint ihr das ja noch nie geglückt zu sein (wie man an Roberts Beispiel sieht). Wenn sie es könnte, hätte die Gabe ja zumindest einen Sinn. Wenn nicht, ist Celine reine Zuschauerin. Was denkt ihr: Was wäre passiert, wenn Robert einen anderen Weg mit dem Rad genommen hätte? Oder konnte er gar keinen anderen Weg nehmen, weil Celine es schon vorhergesehen hatte? Ein klassisches Zeitparadoxon ;) Übrigens wäre ich an Roberts Stelle woanders lang gefahren. Auch wenn ich nicht an Vorhersagen etc. glaube… irgendwie wäre mir das doch so unheimlich, dass ich es nicht herausfordern würde.


    Ich glaube, die kursiven Texte sind nicht immer Visionen, oder? Am Anfang von Kapitel 4 zum Beispiel, was mir jetzt spontan einfällt, kam mir das eher wie eine Rückblende vor.


    Ich glaube aber auch, dass diese Zukunftsvisionen für ein Kind (oder auch für eine Erwachsene) zu 100% Fluch und nicht Segen sind, vor allem, da sie ja nichts ändern kann. Als Robert dann doch noch mit dem Fahrrad losgefahren ist, dachte ich nur "Oh man, du Vogel". Ich wäre an seiner Stelle ganz bestimmt nicht mehr los. Aber ja, vermutlich hatte er gar keine "Wahl".


  • Da kam mir der Gedanke, dass Celine ja vielleicht auch ein Roboter sein könnte, der die Zukunftsvisionen aus den Daten zusammensetzt, die ihm zur Verfügung stehen - so wie Chi als Therapeutin alle eingespeisten Daten benutzen soll, um eine ideale, individuelle Therapie zu entwickeln. Aber das ist dann eventuell auch etwas abwegig. Auf jeden Fall kommt Celine mir seltsam vor und (bisher) auch nicht besonders sympathisch.


    Interessanter Gedankengang. Theoretisch könnte es sein (dann müsste Celine ihre "Kindheit" eingespeist bekommen haben), aber ich glaube es nicht. Naja, wer weiß... vielleicht soll genau das der Überraschungsmoment am Ende sein - den hättest du dann vorhergesehen ;)
    Allerdings finde ich Celine bisher eigentlich ganz okay. Sie ist eben eher ein Einzelgänger und tut sich schwerer mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Wahrscheinlich ermöglicht ihr gerade ihre Einsamkeit einen besseren Zugang zu Chi.



    Es kommt mir sehr auffällig vor, wie Pandora Celine kennengelernt und eine Beziehung zu ihr aufgebaut hat - so als wäre das von ihr geplant gewesen.


    Den Eindruck hatte ich auch. Die Frage ist, welches Interesse Pandora an Celine hat. Hat sie sie vielleicht schon länger beobachtet oder aufgrund ihrer Heimkind- und Pflegefamilienvergangenheit ausgewählt (also weil sie kein enge Bindung an jemanden hat)?



    mich fasziniert das Phänomen des uncanny valley (was einem ja auch manchmal in Videospielen begegnet). [...] Musste sofort an Kimchi denken.


    Was und wer ??????



    Ich glaube, die kursiven Texte sind nicht immer Visionen, oder? Am Anfang von Kapitel 4 zum Beispiel, was mir jetzt spontan einfällt, kam mir das eher wie eine Rückblende vor.


    Stimmt, genau wie der Prolog. Gedankengänge aus einer zukünftigen Perspektive.



    Als Robert dann doch noch mit dem Fahrrad losgefahren ist, dachte ich nur "Oh man, du Vogel". Ich wäre an seiner Stelle ganz bestimmt nicht mehr los. Aber ja, vermutlich hatte er gar keine "Wahl".


    Und genau das ist die spannende Frage. Hätte er anders handeln können oder war sein Handeln bereits in die Vision einbezogen? Wäre er vielleicht woanders entlanggefahren, wenn Celine nicht die Vision gehabt, ihm davon berichtet und ihn damit auf diesen Weg gebracht hätte?
    Ich erinnere mich da gerade an einen Ausschnitt aus "Der Jesus-Deal" von Andreas Eschbach. Da geht es um Zeitreisen in die Vergangenheit und ein Physiker erklärt, dass in einer ausgegrabenen Kiste, deren Inhalt niemand kennt, theoretisch alles drinstecken kann. Also könnten sie bei einer Zeitreise jeden beliebigen Gegenstand darin verstecken und so in die Zukunft schicken. Aber sobald jemand nachschaut und weiß, was darin ist, kann nur noch dieses Ding darin sein. So ähnlich könnte es mit der "Kiste" der Zukunft sein - sobald Celine eine Vision hat, ist sie festgeschrieben.

  • Ich muss gestehen, ich kam zuerst nicht gut ins Buch hinein, da ich den Schreibstil ungewöhnlich fand und ich es nicht so gerne mag, wenn ich als Leser direkt angesprochen werde. Auch fand ich manche Rückblenden verwirrend, aber mittlerweile bin ich richtig drin und finde es sehr gut.


    Die Beschreibungen von Celines Welt und ihren Visionen und was alles daraus folgt, fand ich spannend. Ich wüsste gerne, was mit ihren Eltern geschehen ist. So wie es klingt, könnte sie eine Vision von deren Tod gehabt haben, vielleicht als Unfall, da sie bei dem Unfall von Robert sagt, dass sie erst zweimal so ein Unglück vorhergesehen hat. Ich stelle es mir schlimm vor schon als Kind mit Visionen leben zu müssen und erst nach und nach zu merken, dass das nicht normal ist und es ihr besser geht, wenn sie ihre Fähigkeiten verschweigt. Sie scheint ein sehr einsames Leben zu führen und ich konnte gleich mit ihr fühlen.


    Pandora kann ich überhaupt nicht einschätzen. Sie wirkt selstam und zwielichtig auf mich und ich kann mir nicht erklären, wieso sie nicht in den Spiegel schaut. Auch ihr Verhalten Celine gegenüber ist seltsam. Denn dafür, dass sie mit ihr arbeiten wollte, hat sie ja irgendwie nichts mit ihr zu tun. Als wollte sie Celine nur anlocken und irgendwie glaube ich, dass bei dem, was die Dame am Empfang sagt, doch was dran sein kann.


    Auch Chi und die Vision, die Celine von ihr hat, kann ich nicht einschätzen. Ich finde sie irgendwie unheimlich und ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit ihr gut geht. Auch finde ich es irgendwie ethisch nicht korrekt einen Kinderkörper zu nehmen, ohne es recht beschreiben zu können. Natürlich kann ich verstehen, dass so ein unschuldiges Äußeres eher Vertrauen weckt, aber trotzdem.


    Die ganze Idee finde ich auf jeden Fall faszinierend und ich bin gespannt, was mich hier noch erwartet.

  • Nun aber zu Chi: Diese Vision war ziemlich gruselig. Mir ist nicht ganz klar, ob Chi da zu Celine spricht (die ja in ihren bisherigen Visionen nicht selbst anwesend war) oder zu einem anderen Beobachter, wenn sie sagt „Einer von uns ist am Ende dieser Nacht tot“. Und ist die Vision vielleicht symbolisch zu verstehen? Das Roboterkind auf dem Thron als Zeichen dafür, dass die Maschinen über die Menschen herrschen werden?


    Auf die Idee, dass Chi gar nicht mit Celine redet, bin ich gar nicht gekommen, aber du könntest recht haben. Es wirkt nicht so, als ob sie schon mal Visionen von sich selber hatte. Dann frage ich mich aber wirklich, mit dem Chi geredet hat. Pandora? Den Chef von ihr? Ich bin gespannt.



    Und genau das ist die spannende Frage. Hätte er anders handeln können oder war sein Handeln bereits in die Vision einbezogen? Wäre er vielleicht woanders entlanggefahren, wenn Celine nicht die Vision gehabt, ihm davon berichtet und ihn damit auf diesen Weg gebracht hätte?
    Ich erinnere mich da gerade an einen Ausschnitt aus "Der Jesus-Deal" von Andreas Eschbach. Da geht es um Zeitreisen in die Vergangenheit und ein Physiker erklärt, dass in einer ausgegrabenen Kiste, deren Inhalt niemand kennt, theoretisch alles drinstecken kann. Also könnten sie bei einer Zeitreise jeden beliebigen Gegenstand darin verstecken und so in die Zukunft schicken. Aber sobald jemand nachschaut und weiß, was darin ist, kann nur noch dieses Ding darin sein. So ähnlich könnte es mit der "Kiste" der Zukunft sein - sobald Celine eine Vision hat, ist sie festgeschrieben.


    Das sind echt interessante Gedankengänge. Ich habe mich auch gefragt, ob er nicht etwas daran hätte ändern können, oder ob es so kommen musste, entweder weil er es nun wusste, oder auch wenn er unwissend gewesen wäre.


  • Interessanter Gedankengang. Theoretisch könnte es sein (dann müsste Celine ihre "Kindheit" eingespeist bekommen haben), aber ich glaube es nicht. Naja, wer weiß... vielleicht soll genau das der Überraschungsmoment am Ende sein - den hättest du dann vorhergesehen ;)
    Allerdings finde ich Celine bisher eigentlich ganz okay. Sie ist eben eher ein Einzelgänger und tut sich schwerer mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Wahrscheinlich ermöglicht ihr gerade ihre Einsamkeit einen besseren Zugang zu Chi.


    Ja, ich weiß nicht genau. So richtig schlüssig ist meine Überlegung ja nicht. Aber irgendwas ist mit Celine. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einfach ein normaler Mensch ist, der eine besondere Gabe hat. Wir werden es ja sehen.
    Ich kann mich mit Einzelgänger-Figuren eigentlich immer recht gut identifizieren, aber irgendwas an Celine ist mir sehr fremd. Ich kann da nur momentan noch recht schwer den Finger drauflegen, woran das genau liegt.



    Was und wer ??????


    Über Uncanny Valley reden Pandora und Celine ja auch kurz. Kurz gesagt beschreibt es das Phänomen, dass Figuren (Roboter, Videospielfiguren, etc.), die zu fotorealistisch wie Menschen aussehen, eher befremdlich oder sogar unheimlich wirken, während leicht überzeichnete Züge (wie z.B. bei den Animationsfiguren in Disney-Filmen wie Die Eiskönigin, also größere Augen usw.) dazu führen, dass man sie als sympathischer und freundlicher empfindet.


    Und Kimchi ist koreanisches Gemüse. ;D



    So ähnlich könnte es mit der "Kiste" der Zukunft sein - sobald Celine eine Vision hat, ist sie festgeschrieben.


    Das finde ich auch mega interessant, aber ich glaube, da werde ich nie richtig durchsteigen. (Oder vielleicht ist es deshalb für mich so interessant, weil das einfach meine Denkkraft übersteigt ;D)


  • Auch finde ich es irgendwie ethisch nicht korrekt einen Kinderkörper zu nehmen, ohne es recht beschreiben zu können.


    Das Gefühl hatte ich auch. Ich glaube, genau deshalb wirkt Chi auch noch mal unheimlicher; das ist wie bei Puppen in Horrorfilmen. Kinder sollten Kinder sein. Nicht etwas, was ein kinderähnliches Aussehen vortäuscht. Das ist dann wohl dieses "Uncanny Valley", von dem Vika spricht.



    Über Uncanny Valley reden Pandora und Celine ja auch kurz. Kurz gesagt beschreibt es das Phänomen, dass Figuren (Roboter, Videospielfiguren, etc.), die zu fotorealistisch wie Menschen aussehen, eher befremdlich oder sogar unheimlich wirken, während leicht überzeichnete Züge (wie z.B. bei den Animationsfiguren in Disney-Filmen wie Die Eiskönigin, also größere Augen usw.) dazu führen, dass man sie als sympathischer und freundlicher empfindet.


    Und Kimchi ist koreanisches Gemüse. ;D


    Danke für die Erklärungen! Das habe ich im Buch wohl überlesen :-[ und mit koreanischem Essen kenne ich mich gar nicht aus ;D


  • Bei Celines Gespräch mit Chi hatte ich eine Assoziation: Kennt ihr die Serie „Westworld“? Genau so wie die Roboter dort, stelle ich mir Chi vor. Und auch dort sind sie von realen Personen eigentlich nicht zu unterscheiden – man kann sich mit ihnen unterhalten, sie zeigen Emotionen, …


    Die Assoziation hatte wohl nicht nur ich. :D Gerade habe ich gesehen, dass in der Buchbeschreibung steht:
    Ein atmosphärischer Thriller über künstliche Intelligenz, computerdatenbasierte Zukunftsprognosen versehen mit einem Schuss Westworld.


  • Danke für die Erklärungen! Das habe ich im Buch wohl überlesen :-[ und mit koreanischem Essen kenne ich mich gar nicht aus ;D


    Wurde auch nur sehr kurz erwähnt. Hab gerade noch mal nachgeguckt, das war auf Seite 65.

  • Guten Abend!
    Etwas später als geplant bin auch ich mit dem ersten Abschnitt fertig geworden.
    Ich muss sagen, es liest sich wirklich gut - spannend mit Erklärungen, die trotzdem die Geschichte selber nicht bremsen.


    Celine lernt man schon ganz gut kennen - obwohl es noch viele Bereiche gibt, die vielleicht im Laufe des Buches aufgeklärt werden. Ich meine da Celines Vorgeschichte. Wo sind ihre Eltern? Ihre Familie? Was geschah beim ersten Mal, als sie in einer Vision, Unheil voraussehen musste? Ich weiß noch nicht so recht, was ich von Celine halten soll: sicher ist ihre Gabe unheimlich und nachdem die Eltern nicht mehr da sind, dürfte ihre Vorgeschichte tragisch sein - aber alles in allem ist sie doch recht lethargisch (was die Einrichtung ihrer Wohnung angeht bis hin zum Vertrag, den sie im Prinzip ungelesen unterschreibt - und egal in welcher Zeit der Roman auch spielen mag: Verträge müssen vor Unterschrift gelesen werden!)


    Es wäre interessant zu wissen, wie weit die Entwicklung solcher Roboter tatsächlich ist. (Kann man Chi noch als Roboter bezeichnen? Eher nicht! Eine künstliche Intelligenz? Maschinenintelligenz in menschlicher Verpackung?)


    Pandora? Steht ihr Name schon für ihre Persönlichkeit? Jedenfalls bin ich mir sicher, dass sie Celine für diese Praktikumsstelle ganz bewusst ausgewählt hat - weil sie eben einsam ist, weil keine Familie und keine Freunde da sind und auch weil Celine Pandora so offensichtlich mag und bewundert. Ihre Einsamkeit macht sie vielleicht empfänglicher für Chi. Weiß Pandora eigentlich von Celines Gabe? Eher nicht, oder?
    Es bleibt auch die Frage, ob sie überhaupt das, was sie in ihren Visionen sieht, irgendwie verändern kann. Bei Robert hat es ja nicht so ganz geklappt.


    Das Buch liest sich wirklich angenehm. Vor allem gefällt mir die Art, wie Celine immer wieder in Dialog mit dem Leser tritt. Eigentlich ist es ja ein Monolog... aber ich fühle mich direkt angesprochen. Das macht es lebendiger.


    Alles in allem: spannend!
    :winken:


  • Diese Pandora ist mir von Anfang an suspekt. Kurz dachte ich sogar, ob sie vielleicht selbst ein Roboter ist?! Obwohl ihre Angst vor Spiegeln eher zu einem Vampir passen würde.. Ich frage mich, was sie wohl in ihrem Spiegelbild sieht? Ihre und Celines Beziehung mit den zufälligen Treffen ist auch merkwürdig.


    Der Gedanke ist mir auch gekommen! Überhaupt hatte ich in den ersten Szenen am Institut immer wieder das Gefühl des "Roboterhaften". Bei Pandora bin ich mir noch immer nicht sicher, ob sie menschlich ist! Ihre Angst vor Spiegeln muss unbedingt noch erklärt werden!
    Und was ist mit der Warnung der "Empfangsdame". Gut - ich würde so etwas nicht wirklich ernst nehmen, aber wir sind ja in einer spannenden Geschichte und da müssen solch unheilvollen Äußerungen immer ernst genommen werden!


    :lesen:

  • Auf die Idee, dass Chi gar nicht mit Celine redet, bin ich gar nicht gekommen, aber du könntest recht haben. Es wirkt nicht so, als ob sie schon mal Visionen von sich selber hatte. Dann frage ich mich aber wirklich, mit dem Chi geredet hat. Pandora? Den Chef von ihr? Ich bin gespannt.


    Auf diesen Gedanken bin ich auch noch gar nicht gekommen! Aber je mehr ich darüber nachdenke, umso möglicher erscheint es mir! Dass es eher eine symbolische Aussage war und die Übermacht der künstlichen Intelligenzen gegenüber Menschen beschreibt.
    Was übrigens ein erschreckender und wirklich gruseliger Gedanke ist... aber wahrscheinlich nicht ganz utopisch.


  • Der Gedanke ist mir auch gekommen! Überhaupt hatte ich in den ersten Szenen am Institut immer wieder das Gefühl des "Roboterhaften". Bei Pandora bin ich mir noch immer nicht sicher, ob sie menschlich ist! Ihre Angst vor Spiegeln muss unbedingt noch erklärt werden!
    Und was ist mit der Warnung der "Empfangsdame". Gut - ich würde so etwas nicht wirklich ernst nehmen, aber wir sind ja in einer spannenden Geschichte und da müssen solch unheilvollen Äußerungen immer ernst genommen werden!


    Diese Theorie wird ja eigentlich auch durch Pandoras Namen gestützt, die ja eine aus Lehm geschaffene Frau ist. Wenn man sich diese Figur in der griechischen Mythologie ansieht, dann könnte man damit rechnen, dass Pandora eine Art Zerstörung mit sich bringt. Als erstes fällt mir da eine Roboter-Rebellion ein oder Ähnliches. Aber ich bin kein großer Fan von Namen, die schon die Rolle einer Figur andeuten, also hoffe ich, dass sie einfach nur einen ungewöhnlichen Namen hat. Das mit dem Spiegel ist allerdings wirklich sehr merkwürdig. Befindet Chi sich nicht auch mit dem Rücken zum Spiegel? Oder war das ein ganz anderer Raum? Ich komm da irgendwie leicht durcheinander mit der Raumaufteilung im Institut.


    Und nachdem jetzt schon Pandora und Celine verdächtigt werden/wurden, Roboter zu sein - vielleicht ist die Empfangsdame ja auch einer! ;D

  • Noch ein rascher Nachtrag, den ich gestern vergessen habe: die ganze Geschichte rund um das dieses Praktikum im Institut kommt mir irgendwie gesamt als Experiment vor, so als wäre Celine selbst unter Beobachtung und Teil eines Versuchs. So zumindest mein Eindruck!


    Ich wünsche Euch einen schönen Tag!
    :winken:

  • Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen ysa . Überhaupt erinnert mich das Buch bisher auch ein wenig an den Film Ex Machina. Dort geht es auch um eine künstliche Intelligenz und die Frage, wie menschlich diese werden kann.

  • Hallo zusammen,


    ich habe den 1. Abschnitt auch gelesen und wollte eigentlich gestern Abend noch posten, bin dann aber auf dem Sofa eingeschlafen.


    Zitat von Zank

    Man ist (wahrscheinlich auch durch die Ich-Perspektive und dadurch, dass man als Leser immer wieder direkt angesprochen wird) mitten drin; ich sehe die bunten Studentenbungalows oder Celine in den morgendlichen, leeren Straßen deutlich vor mir. Außerdem wirkt die Sprache teilweise fast poetisch, aber ohne übertrieben zu sein (z.B. im Prolog „Ich lasse den schmalen Pfad der Gegenwart […] hinter mir“ oder im 10. Kapitel „Ich treibe nicht wie vorher wie eine einsame Scholle im Eismeer“).


    Mir geht es genau so, Ich kann mir das Umfeld von Celine richtig gut vorstellen und ich habe das Gefühl, ich kann teilweise sogar ihre Einsamkeit fühlen.


    So wie auch Zank finde ich die Sprache sehr schön und ich habe mir folgende Szene markiert "Pandora neben mir schwimmt durch die Gänge wie ein Fisch im Wasser. Ich bin die zappelnde Kaulquappe daneben". (S. 45)

    Ich glaube an Celines Stelle würde ich bei der Bezeichnung "Gedankengewitter" bleiben, denn eine Gabe ist für mich eine "Begabung" - also etwas durchaus positives. Die Visionen von Celine sind ja nicht positiv belegt, von daher tue ich mich schwer mit dem Wort "Gabe". Ich glaube auch, dass sie den Tod ihrer Eltern vorhergesehen hat. Vielleicht war sie ja auch dabei und hat überlebt?


    Was denkt ihr: Was wäre passiert, wenn Robert einen anderen Weg mit dem Rad genommen hätte? Oder konnte er gar keinen anderen Weg nehmen, weil Celine es schon vorhergesehen hatte? Ein klassisches Zeitparadoxon ;) Übrigens wäre ich an Roberts Stelle woanders lang gefahren. Auch wenn ich nicht an Vorhersagen etc. glaube… irgendwie wäre mir das doch so unheimlich, dass ich es nicht herausfordern würde.

    An Roberts Stelle wäre ich auch definitiv eine andere Strecke gefahren. Selbst wenn ich nicht an solche Dinge glauben würde - also, dass jemand etwas vorhersehen kann - wäre ich wahrscheinlich doch zutiefst verunsichert und hätte Angst, dass ich alleine aus dieser Verunsicherung heraus einen Unfall bauen würde.


    Was wäre passiert, wenn Robert einen anderen Weg genommen hätte? Ich weiß es nicht. Aber hätte der Unfall Auswirkungen auf die Zukunft gehabt? Wahrscheinlich doch eher nicht, oder? Der 2. Unfallbeteiligte hätte wohl keinen Schaden am Auto gehabt und Robert wäre nicht verletzt worden.


    Pandora ist mir auch irgendwie suspekt. Am Anfang habe ich das Gefühl, dass sie alles dafür tut, dass Celine sich mit ihr abgibt. Celine gibt sich ja schon selbst fast dafür auf, dass sie mit Pandora zusammen sein kann. Und im Institut zeigt Pandora ihr dann irgendwie die kalte Schulter - für mich sieht das so aus, als ob das alles zum Zwecke des Anlockens passiert ist.


    Die Empfangsdame ich vielleicht auch nur ein Teil in einem abgekarteten Spiel. Sie sagt diese Dinge zu Celine, Pandora macht sich über sie lustig ("Das sagt sie allen Neuen") und dadurch fühlt Celine sich noch mehr zu Pandora hingezogen, weil die ihr irgendwie ein Gefühl gibt, dass die Empfangsdame was an der Waffel hat und mit dem Institut alles in Ordnung ist.


    "Ich lasse den Kopf nicht fallen. Nie zuvor habe ich ein ähnliches Gefühl gehabt." (S. 51)


    Wääähhhhhh..... wahrscheinlich hätte ich den Kopf so weit geworfen, wie ich könnte.

    Ich stelle mir die Szene gruselig vor. Zum einen hätte ich wahrscheinlich den Kopf gar nicht in die Hand genommen, zum anderen wäre ich wahrscheinlich eines schnellen Herztodes gestorben, wenn das Ding dann auch noch die Augen öffnet und anfängt zu lächeln. Celine scheint dann doch die Richtige für diesen Job zu sein. ^^


    Die Frage ist, welches Interesse Pandora an Celine hat. Hat sie sie vielleicht schon länger beobachtet oder aufgrund ihrer Heimkind- und Pflegefamilienvergangenheit ausgewählt (also weil sie kein enge Bindung an jemanden hat)?

    Die Antwort auf diese Frage könnte tatsächlich "Ja" sein.

    Nicht nur, dass sie selbst keine enge Bindung an jemanden hat - es wird sie auch niemand vermissen, wenn sie abhanden kommt.


    Chi sagt ja "Einer von uns ist am Ende dieser Nacht tot" und ich glaube nicht, dass es Chi sein wird.


    Einerseits finde ich es faszinierend, was mit Hilfe der Technik alles möglich ist oder bald sein wird. Andererseits, der Gedanke, dass ein Psychotherapeut ein Roboter ist, lässt mich jedoch frösteln. Ich denke wir Menschen sind schon sehr gut zu manipulieren durch äußere Umstände, aber so ein Therapeut, der könnte während der Therapie doch ganz viele dumme Ideen in das Menschenhirn pflanzen ohne, dass man sich dessen bewusst wäre. Man könnte so etwas für positive Zwecke nutzen, mein Lebensalter sagt mir jedoch, dass alle guten Dinge auch immer zum schlechten benutzt werden.


    Abgesehen davon, dass tatsächlich niemand mehr einen Beruf erlernen müsste, wenn man nur einen Roboter programmieren muss und der dann auch im Laufe seines Daseins permanent dazu lernt.

  • Die Empfangsdame ich vielleicht auch nur ein Teil in einem abgekarteten Spiel. Sie sagt diese Dinge zu Celine, Pandora macht sich über sie lustig ("Das sagt sie allen Neuen") und dadurch fühlt Celine sich noch mehr zu Pandora hingezogen, weil die ihr irgendwie ein Gefühl gibt, dass die Empfangsdame was an der Waffel hat und mit dem Institut alles in Ordnung ist.

    Was mir hier aber auch noch auffällt, wo ich den Satz "Das sagt sie allen Neuen" noch mal so lese... der "Verschleiß" an Neuen/PraktikantInnen scheint dann ja vielleicht recht groß zu sein? Denn so viele Leute arbeiten ja eigentlich nicht an dem Projekt.

  • Weiß Pandora eigentlich von Celines Gabe? Eher nicht, oder?

    Ich glaube, Celine sagt am Anfang irgendwann, dass Robert seit langer Zeit der erste ist, dem sie davon berichtet. Oder habe ich das jetzt falsch im Kopf? Ich denke aber, Pandora hat sie nichts davon erzählt. Aber sollte Pandora sie schon länger beobachtet und aus einem bestimmten Grund ausgewählt haben, könnte es natürlich sein, dass sie trotzdem von dem "Gedankengewitter" weiß. Vielleicht hat sie sogar Celine und Robert beobachtet und weiß es deshalb? Das Praktikumsangebot kam ja recht kurz nach diesem Vorfall..


    Befindet Chi sich nicht auch mit dem Rücken zum Spiegel? Oder war das ein ganz anderer Raum? Ich komm da irgendwie leicht durcheinander mit der Raumaufteilung im Institut.

    War Chi nicht in verschiedenen Räumen? Erst im Büro und dann in diesem Raum nebenan? Ich bin auch etwas verwirrt.

    Wenn Chi nicht in einen Spiegel schauen soll - warum? Würde sie darin ihr menschliches Gesicht sehen und ihre Roboter-Existenz in Frage stellen (also anfangen zu denken, dass sie vielleicht doch ein echter Mensch ist)? Oder würde sie ihr menschliches Gesicht sehen und verzweifeln, weil sie eben nur so aussieht, aber kein Mensch ist? Und kann sie überhaupt etwas in Frage stellen oder Gefühle haben? :boahnee:


    Wääähhhhhh..... wahrscheinlich hätte ich den Kopf so weit geworfen, wie ich könnte.

    Oh ja, ich hätte mich so erschrocken und hätte den Kopf definitiv fallen gelassen. Wobei ich ihn wahrscheinlich schon gar nicht angefasst hätte, weil ich die Vorstellung so gruselig finde, dass da ein Kopf auf dem Tisch liegt ^^