1) Gedankengewitter bis einschl. Kapitel 10 (Seite 5 - Seite 83)

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  • Ich hatte den ersten Abschnitt gestern schon beendet, musste aber eine Nacht darüber schlafen.


    Anfangs hatte ich leichte Probleme, mich in das Buch einzulesen. Die Szenerie kam mir zu düster und trist vor. Celine ist völlig allein, lebt in diesem trostlosen, kargen und etwas heruntergekommenen Würfel und hat nur wenig Kontakt zur Aussenwelt. Sobald Celine im Institut ankam, hat mich das Buch gefesselt.


    Die beschriebenen Treffen mit Pandora kamen mir sehr konstruiert vor. Möglicherweise wusste Pandora schon damals, dass Celine über eine besondere Gabe verfügt und wenig soziale Kontakte hat.

    Pandora ist mir äußerst unsympathisch. Als ich im Zusammenhang mit Pandora ihre Abneigung gegenüber Spiegeln las, hatte ich sie kurz gedanklich mit Medusa verwechselt.


    Die Szene, als Celine einen der Köpfe von Chi in Händen hält und dieser die Augen öffnet, bekam ich eine Gänsehaut. Das war echt gruselig. Eigentlich finde ich Roboter nicht gruselig, aber wie im Buch beschrieben, verhält sich das ganz anders, wenn Roboter nicht sofort als solche zu erkennen sind. Ich dachte in diesem Moment an den Film A.I.-Künstliche Intelligenz von Steven Spielberg, da war ich auch etwas beklommen.

    Dass die Entwickler sich bei Chi für die äußerliche Erscheinung als Kind entschieden haben, konnte ich im Buch nachvollziehen, das machte es aber nicht weniger unheimlich.

  • Ich dachte in diesem Moment an den Film A.I.-Künstliche Intelligenz von Steven Spielberg, da war ich auch etwas beklommen.

    Ich liebe diesen Film! Interessanterweise ist er mir hier überhaupt nicht in den Sinn gekommen (vielleicht, weil ich Haley Joel Osment so mag :verlegen:), obwohl grade am Anfang, wie du schon sagst, dieselbe unheimliche Stimmung vermittelt wird.


    Die Szenerie kam mir zu düster und trist vor. Celine ist völlig allein, lebt in diesem trostlosen, kargen und etwas heruntergekommenen Würfel und hat nur wenig Kontakt zur Aussenwelt.

    Das stimmt, sie ist dort ziemlich isoliert. Trotzdem haben diese Studentenbungalows und Celines Leben dort auf mich keinen negativen Eindruck gemacht. Sie scheint sich da recht wohl zu fühlen, auch ohne Deko etc. Und mir ist vor allem die Beschreibung der bunten Bemalungen der Häuser im Gedächtnis geblieben - ich stelle mir das sehr farbenfroh und fröhlich vor. Vor allem als Kontrast zu den weißen und sterilen Räumen am Institut.

  • So, dann steige ich auch endlich ins Buch ein.


    Obwohl diese Richtung eher nicht mein Ding ist, hat mich das Buch doch schnell in seinen Bann gezogen.

    Ich stelle mir diese Gabe eher als Last vor denn als Gabe, denn Celine kann ja mit keinem so richtig darüber sprechen, da sie damit alleine ist und mit ihren Erklärungen eher auf Unverständnis und Ausgrenzung stößt. Deshalb ist es sicher kein Wunder, dass sie zu Chi so eine Art Beziehung aufbaut, und sich irgendwie erhört fühlt.


    Die Beziehung zu Pandora empfinde ich als seltsam, mir scheint es nach Ende diesen Abschnitts so, als war das erste Aufeinandertreffen zwischen den beiden nicht zufällig, sowie die folgenden Begegnungen auch nicht, sondern sie wirken auf mich eher so, als wurde Celien geziehlt ausgesucht um sie nach und nach noch mehr von den Kommilitionen zu isolieren als sie eh bereits war.


    Möglich, dass Pandora ihre Gabe für das Chi-Experiment nutzen will und nur vorgibt, Celines psychologische Vorkenntnisse nutzen zu wollen?


    Der Gedanke ist mir auch gekommen! Überhaupt hatte ich in den ersten Szenen am Institut immer wieder das Gefühl des "Roboterhaften". Bei Pandora bin ich mir noch immer nicht sicher, ob sie menschlich ist! Ihre Angst vor Spiegeln muss unbedingt noch erklärt werden!
    Und was ist mit der Warnung der "Empfangsdame". Gut - ich würde so etwas nicht wirklich ernst nehmen, aber wir sind ja in einer spannenden Geschichte und da müssen solch unheilvollen Äußerungen immer ernst genommen werden!


    :lesen:

    Ja, das Gefühl hatte ich auch. Am Ende geht es bei den Chi-Tests nur darum, Celines Gabe für die Roboter nutzbar zu machen, wobei ich mir Sorgen mache, was passiert, wenn Celine nicht mehr von Nutzem ist. Reagiert Pandora dann auch so kalt, wie in der einen oder anderen Situation schon?


    Pandora ist mir auch irgendwie suspekt. Am Anfang habe ich das Gefühl, dass sie alles dafür tut, dass Celine sich mit ihr abgibt. Celine gibt sich ja schon selbst fast dafür auf, dass sie mit Pandora zusammen sein kann. Und im Institut zeigt Pandora ihr dann irgendwie die kalte Schulter - für mich sieht das so aus, als ob das alles zum Zwecke des Anlockens passiert ist.


    Die Empfangsdame ich vielleicht auch nur ein Teil in einem abgekarteten Spiel. Sie sagt diese Dinge zu Celine, Pandora macht sich über sie lustig ("Das sagt sie allen Neuen") und dadurch fühlt Celine sich noch mehr zu Pandora hingezogen, weil die ihr irgendwie ein Gefühl gibt, dass die Empfangsdame was an der Waffel hat und mit dem Institut alles in Ordnung ist.

    Ja, Pandoras Verhalten gefällt mir nicht, ich denke mal, ihr Name könnte noch Programm werden. Und die Situation mit der Empfangsdame war vielleicht etwas zu offensichtlich, als dass nicht gestellt sein könnte. Ich denke auch, dass es Teil des Plans ist, Celine noch mehr in die Fänge Pandoras oder in die ihres Instituts zu treifen.

  • Und die Situation mit der Empfangsdame war vielleicht etwas zu offensichtlich, als dass nicht gestellt sein könnte. Ich denke auch, dass es Teil des Plans ist, Celine noch mehr in die Fänge Pandoras oder in die ihres Instituts zu treifen.

    Bin ich die einzige, die glaubt, dass die Empfangsdame zu den "Guten" gehört? Ich denke, sie wollte Celine wirklich warnen.

  • Bin ich die einzige, die glaubt, dass die Empfangsdame zu den "Guten" gehört? Ich denke, sie wollte Celine wirklich warnen.

    Ja, das kann gut möglich sein, aber was ich mich gerade frage, da die Empfangsdame ja schon vor Celine den einen oder anderen vor dem Institut gewarnt hat und es diesem auch sogar schon bekannt ist, dass sie die Leute "verrückt" macht, warum haben sie bisher nichts dagegen unternommen? Oder wird das Verhalten der Empfangsdame am Ende gegen sie verwendet um sie vor den Neulingen als verrückt abzustempeln, falls sie wirklich zu den Guten zählt.


    Aber das werden wir sicher erst am Ende erfahren. :-)

  • Das stimmt, sie ist dort ziemlich isoliert. Trotzdem haben diese Studentenbungalows und Celines Leben dort auf mich keinen negativen Eindruck gemacht. Sie scheint sich da recht wohl zu fühlen, auch ohne Deko etc. Und mir ist vor allem die Beschreibung der bunten Bemalungen der Häuser im Gedächtnis geblieben - ich stelle mir das sehr farbenfroh und fröhlich vor. Vor allem als Kontrast zu den weißen und sterilen Räumen am Institut.

    Ich hab mir mal Bilder vom Olympiadorf und den Bungalows angesehen (kannte ich vorher gar nicht, muss ich gestehen). Das ist schon wirklich arg beengt. Einerseits finde ich es ganz cool (man kann ja auch einen kleinen Wohnraum schön und gemütlich machen), andererseits könnte ich mir auch nicht vorstellen, dort mehrere Semester lang zu wohnen. So richtig ansprechend sieht es auch von außen nicht aus, finde ich. (Aber: ich hab sogar ein Bungalow mit Snoopy-Bemalung bei Google gefunden! :D)

  • Ich jetzt auch. In meinem Kopf sahen die Häuser auf jede Fall netter aus. In Echt grenzt das ja schon an Käfighaltung :totlach:

    Gerade gestern habe ich mir eine Studentenbude in Kaiserslautern angeschaut - ein Zimmer von 9 qm + Bad + Kleinküche in einem Hochhaus ist auch nicht viel besser als Käfighaltung. :o

  • Pandora kann ich überhaupt nicht einschätzen. Sie wirkt selstam und zwielichtig auf mich und ich kann mir nicht erklären, wieso sie nicht in den Spiegel schaut. Auch ihr Verhalten Celine gegenüber ist seltsam. Denn dafür, dass sie mit ihr arbeiten wollte, hat sie ja irgendwie nichts mit ihr zu tun. Als wollte sie Celine nur anlocken und irgendwie glaube ich, dass bei dem, was die Dame am Empfang sagt, doch was dran sein kann.


    Da geht es mir ganz ähnlich: ich kann sie nicht einschätzen, aber ich traue ihr nicht. Das mit den Spieglen ist wirklich seltsam und ich kann es mir nicht erklären. Vampire werden ja nicht auftauchen, oder?

    Jedenfalls kommt sie mir eher vor wie ein gut funktionierender Roboter.

    Den Eindruck, dass sie Celine irgendwie "anlocken" wollte oder musste (wer ist der Chef dieses Vereines?) hatte ich auch! Allerdings: Celine hat über ihre Gabe ja nicht so viel geredet. Aber welche anderen Gründe könnten Celine für Pandora und das Institut interessant machen? Denn ich bin schon überzeugt davon, dass es Gründe gibt, warum gerade Celine als Praktikantin angeheuert wird!


    :nachdenk:

  • Der Gedanke ist mir auch gekommen! Überhaupt hatte ich in den ersten Szenen am Institut immer wieder das Gefühl des "Roboterhaften". Bei Pandora bin ich mir noch immer nicht sicher, ob sie menschlich ist! Ihre Angst vor Spiegeln muss unbedingt noch erklärt werden!
    Und was ist mit der Warnung der "Empfangsdame". Gut - ich würde so etwas nicht wirklich ernst nehmen, aber wir sind ja in einer spannenden Geschichte und da müssen solch unheilvollen Äußerungen immer ernst genommen werden!


    :lesen:

    Ich hatte bei Pandora auch das Gefühl eines Roboters, aber ich glaube nicht, dass sie schon soweit sind, vielleicht täusche ich mich aber auch. Und ihre Angst vor Spiegeln kann ich mir auch nicht wirklich erklären und hoffe auf eine schlüssige Antwort.

  • Ich hab mir mal Bilder vom Olympiadorf und den Bungalows angesehen (kannte ich vorher gar nicht, muss ich gestehen). Das ist schon wirklich arg beengt. Einerseits finde ich es ganz cool (man kann ja auch einen kleinen Wohnraum schön und gemütlich machen), andererseits könnte ich mir auch nicht vorstellen, dort mehrere Semester lang zu wohnen. So richtig ansprechend sieht es auch von außen nicht aus, finde ich. (Aber: ich hab sogar ein Bungalow mit Snoopy-Bemalung bei Google gefunden! :D)

    Mir wäre sowas auch zu beengt, obwohl man bestimmt auch was cooles daraus machen könnte und dann kann man sich vielleicht auch da wohl fühlen. Celine macht auf mich aber den EIndruck, als ob sie sich da nicht wirklich zu Hause fühlt, obwohl es eine Steigerung zu ihrem bisherigen Leben zu sein scheint.

  • Celine macht auf mich aber den EIndruck, als ob sie sich da nicht wirklich zu Hause fühlt

    Stimmt. Allerdings wirkt sie auf mich generell nicht wie ein Mensch, der ein Heimatgefühl entwickeln kann. Für sie scheint eine Wohnung einfach ein Mittel zum Zweck zu sein, nicht mehr.

  • Stimmt. Allerdings wirkt sie auf mich generell nicht wie ein Mensch, der ein Heimatgefühl entwickeln kann. Für sie scheint eine Wohnung einfach ein Mittel zum Zweck zu sein, nicht mehr.

    Ja, das stimmt. Aber für jemanden, der niemand anderen hat - keine Freunde, keine Familie etc. - ist es auch nicht einfach irgendwo heimisch zu werden bzw. sich zu Hause zu fühlen. Es ist ja niemand da, der einem ein Gefühl von Heimat geben könnte.

  • Ja, das stimmt. Aber für jemanden, der niemand anderen hat - keine Freunde, keine Familie etc. - ist es auch nicht einfach irgendwo heimisch zu werden bzw. sich zu Hause zu fühlen. Es ist ja niemand da, der einem ein Gefühl von Heimat geben könnte.

    Genau das sehe ich auch als das Problem .

    Man sagt ja immer , man ist da zuhause wo man mit den Leuten zusammen ist die man liebt .

    Gestaltet sich schwierig .

    Deshalb bin ich auch immer mehr gespannt gewesen , in wie weit sich der Charakter von ihr noch verändert .

    Denn anfangs wirkt sie halt noch so blass und reserviert oder gibt das jetzt nur mir so ?

    Pandora machte mich auch tierisch neugierig 😍. Weil eben auch so viel Geheimnisse da sind . Dieses Verhalten und dann halt diese Panik . Ganz komisch und genau das macht mich neugierig .