2) Kapitel 11 bis einschl. Kapitel 18 (Seite 84 - Seite 165)

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  • Mit diesem Abschnitt hatte ich irgendwie allgemein etwas mehr "Probleme" als mit dem ersten Abschnitt. Mich stört immer noch der manchmal etwas unnötig komplizierte Satzbau - gerade weil das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Celine kommt mir noch immer etwas merkwürdig vor, was aber auf keinen Fall daran liegt, dass sie eine komplexe, schwierige Vergangenheit hat und einen nicht so ganz einfachen Charakter. Es liegt eher an der Art, wie sie erzählt und wie sie sich (und ihre Gedanken) ausdrückt. Noch dazu hab ich irgendwie das Gefühl, Celine hätte einen viel zu abrupten Wandel gemacht, wenn ich mich daran erinnere, wie sie zu Anfang des Romans dargestellt wurde. Natürlich ist sie immer noch niemand, der plötzlich super kommunikativ ist, aber sie hat ja überhaupt keine Probleme, mit Kim umzugehen. Und dass sie einfach Chi einschaltet, als sie allein ist, hätte ich ihr auch nicht wirklich zugetraut. Dieser Abschnitt, in dem Celine allein mit Chi ist, konnte mich auch leider gar nicht mitreißen (es gab so wenige Beschreibungen, so wenig Atmosphäre) und Celines Reaktion kam mir daher etwas überzogen vor.


    Anders war das im Kapitel, wo man mehr über ihre Eltern erfährt. Da musste ich schon schlucken, das hat mich emotional viel mehr erreicht. Seltsam fand ich aber beim Rückblick in Kapitel 13, dass sie auf Seite 106 sagt "Ich will nicht repariert werden", als sie schildert, dass ihre Mutter sie manchmal ansieht, als wäre sie kaputt. Auf Seite 113 sagt sie dann nämlich doch "Oh, könnte mich nur jemand reparieren!" Klar, in dem Moment ist etwas Schreckliches passiert, aber sie fand ihre Gabe ja vorher eigentlich schon nicht so toll.


    Womit ich außerdem leider nicht so richtig anfreunden kann, ist die Sache mit der "Hellsichtigkeit". Irgendwie bringt das so ein "Fantasy-Element" in die Geschichte, das ich nicht erwartet hab.


    Jedenfalls ist ja jetzt aber klar, dass Celine speziell aufgrund ihrer Fähigkeit ausgesucht wurde, wie ja auch schon im ersten Abschnitt vermutet wurde. Aber wäre ich Celine, spätestens bei dem Satz von Hektor "Wir wollten eigentlich erst, dass du dich ganz bei uns wohlfühlst, und dich dann in unsere Pläne einweihen", hätte ich das Weite gesucht, uff. Ebenso als er von den teilweise nicht ganz so noblen Zielen spricht, die sie dort mit dem Projekt verfolgen.

  • Womit ich außerdem leider nicht so richtig anfreunden kann, ist die Sache mit der "Hellsichtigkeit". Irgendwie bringt das so ein "Fantasy-Element" in die Geschichte, das ich nicht erwartet hab.

    Dazu und zu dem, was ich schon im letzten Abschnitt darüber gesagt hab (Klappentext hat mich etwas anderes erwarten lassen), muss ich ergänzen: Der Text, der in der Klappenbroschur steht, hätte m.M.n. viel besser als Inhaltsbeschreibung/Klappentext gepasst. Er beschreibt viel besser, worum es geht und wie die Protagonistin ist, ohne zu viel zu verraten, während der Klappentext mich irgendwie eher eine Liebesgeschichte o.Ä. (einfach etwas, worum es zum großen Teil um den Aufbau einer Beziehung zu einer künstlichen Intelligenz geht) mit Thriller-Elementen erwarten ließ.

  • Wie wir schon vermutet hatten, hat Pandora Celine absichtlich ausgesucht. Dass das Büro kameraüberwacht ist und dass Celine niemand deshalb Bescheid gesagt hat, ist arbeitsrechtlich sicher nicht erlaubt. Ich an ihrer Stelle wäre da schon weg gewesen; das geht gar nicht! Oder stand das vielleicht in dem Vertrag mit drin, den sie ja nicht gelesen hat? ;) Ich bin mir sicher, dass die Kamera zur Überwachung von Celine (bzw. den anderen Hellsichtigen) dort platziert wurde. Sie wollen ja herausfinden, wie man diese Gabe nutzen kann und da passt es, dass man sie ständig beobachtet.


    Celines Einschätzung von Verhören ist irgendwie unheimlich. Meiner Meinung nach ist selbst mit einer „Gabe“ eine Trefferquote von 100% (!) unmöglich. Prof. Hektor sagt ja auch selbst, dass 10% eines Menschen irrational sind. So sehr sie sich auch bemühen, diese 10% zu kontrollieren und vorherzusehen – ich denke nicht, dass das geht. Man kennt das ja von sich selbst, dass man sich manchmal im Nachhinein fragt „was habe ich denn da gerade getan?“ und sich das nicht erklären kann. Und wenn man sich selbst schon nicht zu 100% kennt und einschätzen kann, dann kann das auch keine Gabe und kein Computer. Oder doch?!


    Schmunzeln musste ich, als Celine so schlecht beim Einschätzen von Personen bei Verhandlungen war und dass die, die sie unsympathisch fand, immer besser abgeschnitten hatten. Genau so geht es mir bei Castingshows im Fernsehen immer. Diejenigen, die ich sympathisch finde, fliegen in der Regel in den ersten paar Folgen raus :totlach:


    Ich gehe davon aus, dass die Leute von den Todesanzeigen andere Hellsichtige sind, die schon vor Celine dort gearbeitet haben. Ich denke, diese Leute wurden dann aus dem Weg geräumt. Ich habe nämlich gestockt, als Celine gesagt wurde, sobald Chi allen Input von ihr bekommen hätte, sei Celine selbst wertlos. Insofern wäre sie dann nur ein überflüssiger Mitwisser, den man beseitigen kann.


    Was es nun mit diesem Mann auf den Verhöraufnahmen auf sich hat, kann ich mir momentan nicht erklären. Wieso ist er alt und jung, lebendig und tot gleichzeitig? Ich bin gespannt, wie das weitergeht. Er ist aber mit Sicherheit auch hellsichtig und war im Institut. Sonst würde seine Todesanzeige dort nicht hängen und sonst wäre er nicht auf Kims Zeichnung.


    Dieser Generalschlüssel wird noch wichtig werden und auch, dass Celine nun weiß, wo sich Chis „Gehirn“ befindet. Ich tippe darauf, dass Celine versuchen wird, Chi auszuschalten und dass sich dann ihre Vision mit dem Gas bewahrheitet. Flieht sie danach vielleicht? Diese Vorschau auf die Zukunft mit Kairos und Gwaihir wirkt auf mich ein bisschen so, als würde sie sich irgendwo in der Wüste (ja, Klischee aufgrund der Namen und des Falken, ich weiß) verstecken, nachdem irgendetwas passiert ist.


    Dass Chi eigenmächtig Aufzeichnungen löschen kann, spricht für mich schon dafür, dass sie langsam außer Kontrolle gerät. Sobald ein System von selbst lernt, kann man nur noch wenig bis keinen Einfluss darauf nehmen und ich denke, an diesem Punkt sind wir hier bereits. Dazu fällt mir diese Geschichte mit dem Twitter(?)-Bot von letztem Jahr ein, der selbst lernen und Beiträge verfassen sollte. Die Forscher mussten ihn letztendlich aus dem Netz nehmen, da er vor allem rassistische und beleidigende Formulierungen gelernt hatte.


    Zu Celines Vergangenheit: Als die Rede von Schafen und dem ICE war, wusste ich sofort, worauf es hinausläuft. Für diejenigen, die es nicht in den Medien verfolgt haben: Die Geschichte ist echt! In der Nähe von Fulda ist tatsächlich ein ICE im Tunnel mit Schafen zusammengestoßen und entgleist. Das ist schon ein paar Jahre her (ich schätze knappe 10 Jahre?), aber da ich ursprünglich aus der Gegend komme, war mir das sofort wieder präsent. Ich weiß nicht recht, ob mir das gefällt oder nicht, dass hier die Fiktion mit wahren Ereignissen verknüpft wird. Auf jeden Fall hatte ich eine Gänsehaut, als Celine versucht, ihre Eltern zu warnen und man ja schon wusste, wie die Sache enden wird.


    Grundsätzlich hat der Psychologe bestimmt recht, dass man im Kopf manchmal Erlebnisse zeitlich falsch einsortiert, aber in Celines Fall gibt es ja eine Zeugin (Frau Gluck), die dabei war, als sie ihre Eltern gewarnt hat. Insofern hat es mich auch etwas gewundert, dass Celine dann keinen Kontakt mehr zu der Frau hatte – denn damit hätte sie sich selbst, dem Psychologen und allen anderen beweisen können, dass sie nicht verrückt ist. Aber wahrscheinlich hatte sie einfach zu viel Angst vor ihrer eigenen Fähigkeit.


    Übrigens hat mir der schöne Vergleich der Gabe mit dem Vor- und Zurückblättern in einem Buch (Kapitel 13) sehr gut gefallen :) Und auch die Ähnlichkeiten zwischen Robotern und Menschen haben mich nachdenklich gemacht. Die Verarbeitung von Informationen im Traum oder auch das Sammeln und (unterbewusst) Verwerten von Erfahrungen,… Eigentlich unterscheiden wir uns da tatsächlich nicht so sehr von einer intelligenten Maschine. Dort läuft das alles über Einsen und Nullen und bei uns eben über Verknüpfungen und chemische Botenstoffe (oder so ähnlich) im Gehirn.


    Nachdem wir im letzten Abschnitt über Filme gesprochen hatten, an die uns dieses Buch erinnert, möchte ich noch etwas dazu ergänzen: Während ich diesen Abschnitt gelesen habe, hat Mr. Zank Fernsehen geschaut und da lief die Werbung für eine neue Serie „Real Humans“, in der Roboter, die wie Menschen aussehen, anscheinend die Weltherrschaft übernehmen wollen. Also wenn das nicht passt… ;)

  • Natürlich ist sie immer noch niemand, der plötzlich super kommunikativ ist, aber sie hat ja überhaupt keine Probleme, mit Kim umzugehen.

    Ich habe aber das Gefühl, dass sie nur mit Kim so locker geworden ist (wobei ich auch die Beziehung der beiden noch lange nicht als freundschaftlich bezeichnen würde) und sonst schon noch "die Alte" ist. Ich habe es für mich so interpretiert, dass sie Kim einfach sympathisch findet, ihn vielleicht auch etwas bewundert (aufgrund seines Zeichentalents), gerne mit ihm zusammenarbeitet und deshalb auch offener ihm gegenüber ist.

    Seltsam fand ich aber beim Rückblick in Kapitel 13, dass sie auf Seite 106 sagt "Ich will nicht repariert werden", als sie schildert, dass ihre Mutter sie manchmal ansieht, als wäre sie kaputt. Auf Seite 113 sagt sie dann nämlich doch "Oh, könnte mich nur jemand reparieren!" Klar, in dem Moment ist etwas Schreckliches passiert, aber sie fand ihre Gabe ja vorher eigentlich schon nicht so toll.

    Das kann ich schon nachvollziehen. Zunächst mag sie ihre Gabe einfach nicht besonders, kann aber damit leben und würde sich wünschen, so akzeptiert zu werden, wie sie nun mal ist. Erst als sie dann zu spüren bekommt, was für ein Fluch diese Gabe tatsächlich ist, wünscht sie sich wirklich, sie loswerden zu können.

    Der Text, der in der Klappenbroschur steht, hätte m.M.n. viel besser als Inhaltsbeschreibung/Klappentext gepasst. Er beschreibt viel besser, worum es geht und wie die Protagonistin ist, ohne zu viel zu verraten, während der Klappentext mich irgendwie eher eine Liebesgeschichte o.Ä. (einfach etwas, worum es zum großen Teil um den Aufbau einer Beziehung zu einer künstlichen Intelligenz geht) mit Thriller-Elementen erwarten ließ.

    Da kann ich nur zustimmen. Mich stört die Gabe zwar nicht, aber es gibt im Beschreibungstext z.B. bei Amazon keinerlei Hinweis darauf, dass sich die Geschichte so entwickeln könnte. Insofern greifen sicherlich einige Leser zu dem Buch, die sich etwas anderes erhofft haben und umgekehrt kaufen es sich andere nicht, die vielleicht total begeistert wäre, wenn sie wüssten, worum es eigentlich geht.

  • Insofern hat es mich auch etwas gewundert, dass Celine dann keinen Kontakt mehr zu der Frau hatte – denn damit hätte sie sich selbst, dem Psychologen und allen anderen beweisen können, dass sie nicht verrückt ist. Aber wahrscheinlich hatte sie einfach zu viel Angst vor ihrer eigenen Fähigkeit.

    Ich glaube, diese Frau Gluck hatte aber auch spätestens dann überhaupt kein Interesse mehr daran, sich um Celine zu kümmern. Die dachte wohl auch eher, dass Celine verrückt ist, egal ob ihre Vorhersage am Ende gestimmt hat oder nicht.


    Übrigens hat mir der schöne Vergleich der Gabe mit dem Vor- und Zurückblättern in einem Buch (Kapitel 13) sehr gut gefallen :) Und auch die Ähnlichkeiten zwischen Robotern und Menschen haben mich nachdenklich gemacht. Die Verarbeitung von Informationen im Traum oder auch das Sammeln und (unterbewusst) Verwerten von Erfahrungen,… Eigentlich unterscheiden wir uns da tatsächlich nicht so sehr von einer intelligenten Maschine. Dort läuft das alles über Einsen und Nullen und bei uns eben über Verknüpfungen und chemische Botenstoffe (oder so ähnlich) im Gehirn.

    Ja, stimmt. Das hat mir auch sehr gut gefallen.


    Das kann ich schon nachvollziehen. Zunächst mag sie ihre Gabe einfach nicht besonders, kann aber damit leben und würde sich wünschen, so akzeptiert zu werden, wie sie nun mal ist. Erst als sie dann zu spüren bekommt, was für ein Fluch diese Gabe tatsächlich ist, wünscht sie sich wirklich, sie loswerden zu können.

    Ja, nachvollziehen kann ich das auch. Absolut. Was Celine da passiert ist, ist auf doppelte Art unendlich grausam. Diese beiden Sätze fielen mir einfach nur extrem auf, weil sie sich so wiederholen. Aber vermutlich habe ich auch einfach reininterpretiert, dass Celine ihre Gabe vorher auch schon gehasst hat, denn da hätte das für mich einfach nicht so viel Sinn gemacht. Reparieren ist auch so ein starkes Wort, finde ich. Hat für mich eine viel stärkere Konnotation zu "mit mir stimmt etwas nicht, ich bin kaputt und fehlerhaft" als eben "das ist etwas, was ich loswerden möchte" - das eine ist in ihr, Teil von ihr, das andere ist eher etwas, was nicht so richtig zu ihr gehört.

  • Mit diesem Abschnitt hatte ich irgendwie allgemein etwas mehr "Probleme" als mit dem ersten Abschnitt. Mich stört immer noch der manchmal etwas unnötig komplizierte Satzbau - gerade weil das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Celine kommt mir noch immer etwas merkwürdig vor, was aber auf keinen Fall daran liegt, dass sie eine komplexe, schwierige Vergangenheit hat und einen nicht so ganz einfachen Charakter. Es liegt eher an der Art, wie sie erzählt und wie sie sich (und ihre Gedanken) ausdrückt. Noch dazu hab ich irgendwie das Gefühl, Celine hätte einen viel zu abrupten Wandel gemacht, wenn ich mich daran erinnere, wie sie zu Anfang des Romans dargestellt wurde.

    Mir ist es ähnlich ergangen: ich hatte ein paar Probleme mit diesem 2. Abschnitt. Allerdings hat mich der wirklich zum Teil unnötig komplizierte Satzbau weniger irritiert, bei mir war es vor allem der häufige Wechsel zwischen Visionen/Erinnerungen aus der Zukunft und Realität. Da bin ich ein wenig durcheinander gekommen bzw unsicher geworden.


    Erst mal der Ausflug in den Keller: dass Kim eine Art Generalschlüssel hat, wird möglicherweise noch einmal bedeutsam werden. Und interessant ist auch die Frage, warum jemand vor ein paar Wochen dort einbrechen wollte. Wollte jemand Chi "abschalten"? Warum?


    Chi soll wirklich komplett lebensecht erscheinen - inklusive Tränen! Im ersten Abschnitt hat schon jemand gesagt, dass es unethisch ist, Chi den Körper eines Kindes zu geben. Das finde ich wirklich auch: einerseits, weil das Gegenüber Chi damit völlig unterschätzt und andererseits weil man dann auch Hemmungen hat, etwas dagegen zu unternehmen (und ich vermute mal, dass es darauf hinauslaufen wird).

    Aber Chi ist eine Künstliche Intellienz und dementsprechend überlegen!

    Dass noch speziell verschiedene Augenfarben getestet werden, ist spannend. Gab es nicht auch schon den Hnweis, dass Pandoras Augen farblich unterschiedlich sind - je nach Situation? Das könnte doch auch ein Hinweis darauf sein, dass Pandora eigentlich ein Roboter ist, oder?


    In dem Gespräch auf der Parkbank erklärt Pandora auch, dass Chi von jedem lernt. Wenn man mit ihr spricht, dann testet sie den anderen, lernt von den anderen.

    Bedeutet das nicht eigentlich so etwas wie Bewußtsein?


    Und somit ist auch klar, dass Celine nicht zufällig als Praktikantin ausgewählt wurde - sie ist für die Entwicklung Chis von Bedeutung. Von ihr soll Chi lernen.


    Interessant ist für Celine vor allem die Information, dass es noch andere Menschen mit ihrer Gabe gibt. Auf die Frage, ob schon andere hier im Institut waren, gibt es keine Antwort - folglich muss man annehmen, dass das der Fall war. Ich vermute mal, dass der junge Mann im Video, der auch von Kim gezeichnet wurde so ein Hellsichtiger war. Und ein Mordopfer, wie sie im Klappentext angekündigt werden.


    Der Text, der in der Klappenbroschur steht, hätte m.M.n. viel besser als Inhaltsbeschreibung/Klappentext gepasst. Er beschreibt viel besser, worum es geht und wie die Protagonistin ist, ohne zu viel zu verraten, während der Klappentext mich irgendwie eher eine Liebesgeschichte o.Ä. (einfach etwas, worum es zum großen Teil um den Aufbau einer Beziehung zu einer künstlichen Intelligenz geht) mit Thriller-Elementen erwarten ließ.

    Ich warte eigentlich auch schon die längste Zeit auf die emotionale Entwicklung zwischen KI und Mensch. Vor allem, weil ich mir vor der Leserunde überlegt habe, ob ich so etwas für möglich halten kann.

    Und eigentlich kann ich mir das doch recht gut vorstellen.

    Aber es sind ja gerade mal 2 Abschnitte durch - wir haben ja noch ein paar Seiten vor uns!

    :schneemann:

    Liebe Grüße!;)
    Miriam

    Einmal editiert, zuletzt von ysa ()


  • Ich gehe davon aus, dass die Leute von den Todesanzeigen andere Hellsichtige sind, die schon vor Celine dort gearbeitet haben. Ich denke, diese Leute wurden dann aus dem Weg geräumt. Ich habe nämlich gestockt, als Celine gesagt wurde, sobald Chi allen Input von ihr bekommen hätte, sei Celine selbst wertlos. Insofern wäre sie dann nur ein überflüssiger Mitwisser, den man beseitigen kann.

    Ich vermute auch, dass die Verstorbenen Celines Vorgänger am Institut waren. Dass überflüssige Mitwisser beseitigt werden ist möglich - aber ich frage mich, wer da die ausführende Instanz ist! Pandora? Ich traue ihr zwar nicht, aber ich kann mir trotzdem nicht so ganz vorstellen, dass sie eine Mörderin ist! (Allerdings ist meine Einschätzung von Personen grottenschlecht!;) Von mir könnte Chi also rein gar nix lernen!)


    Was die Kameraüberwachung der Räume angeht - hier hat Celine sicher mit ihrem unaufmerksamen Unterschreiben des Vertrages alles genehmigt. Na ja... Ich würde es auch nicht aktzeptieren!


    Dass Chi eigenmächtig Aufzeichnungen löschen kann, spricht für mich schon dafür, dass sie langsam außer Kontrolle gerät. Sobald ein System von selbst lernt, kann man nur noch wenig bis keinen Einfluss darauf nehmen und ich denke, an diesem Punkt sind wir hier bereits. Dazu fällt mir diese Geschichte mit dem Twitter(?)-Bot von letztem Jahr ein, der selbst lernen und Beiträge verfassen sollte. Die Forscher mussten ihn letztendlich aus dem Netz nehmen, da er vor allem rassistische und beleidigende Formulierungen gelernt hatte.


    Ja! Eigenmächtiges Handeln bedeutet wirklich, dass Chi bereits zu selbständig arbeitet und somit die Kontrolle von außen beschränkt ist, falls sie wirklich noch vorhanden ist.

    Diese Geschichte kannte ich noch nicht! Einerseits muss ich dazu schmunzeln und andererseits erschreckt es mich: schließlich hat auch dieses System von den anderen gelernt!


    Zu Celines Vergangenheit: Als die Rede von Schafen und dem ICE war, wusste ich sofort, worauf es hinausläuft. Für diejenigen, die es nicht in den Medien verfolgt haben: Die Geschichte ist echt! In der Nähe von Fulda ist tatsächlich ein ICE im Tunnel mit Schafen zusammengestoßen und entgleist. Das ist schon ein paar Jahre her (ich schätze knappe 10 Jahre?), aber da ich ursprünglich aus der Gegend komme, war mir das sofort wieder präsent. Ich weiß nicht recht, ob mir das gefällt oder nicht, dass hier die Fiktion mit wahren Ereignissen verknüpft wird. Auf jeden Fall hatte ich eine Gänsehaut, als Celine versucht, ihre Eltern zu warnen und man ja schon wusste, wie die Sache enden wird.


    Mir war dieser Unfall nicht bekannt, aber mir gefällt es nicht, wenn so ein Unfall in einem Roman verarbeitet wird. Vor allem stelle ich es mir schrecklich für die Angehörigen vor. Allerdings gab es im Laufe der letzten Jahrzehnte sicherlich mehr Unfälle mit Schafen oder anderen Tieren.

    Die Geschichte, dass Celine ihre Eltern erfolglos zu warnen versucht, ist schrecklich! Kein Wunder, dass da riesige Narben zurückbleiben!


    Übrigens hat mir der schöne Vergleich der Gabe mit dem Vor- und Zurückblättern in einem Buch (Kapitel 13) sehr gut gefallen :) Und auch die Ähnlichkeiten zwischen Robotern und Menschen haben mich nachdenklich gemacht. Die Verarbeitung von Informationen im Traum oder auch das Sammeln und (unterbewusst) Verwerten von Erfahrungen,… Eigentlich unterscheiden wir uns da tatsächlich nicht so sehr von einer intelligenten Maschine. Dort läuft das alles über Einsen und Nullen und bei uns eben über Verknüpfungen und chemische Botenstoffe (oder so ähnlich) im Gehirn.

    Es ist ein schöner Vergleich! Und es ist eine anschauliche Erklärung der Gabe!

    Natürlich sind Ähnlichkeiten zwischen Robotern und Menschen vorhanden - allerdings fürchte ich gibt es einen wesentlichen Unterschied in der Intelligenz und im logischen Handeln.

    Da sind Menschen den intelligenten Maschinen unterlegen. Deshalb verfolge ich die Informationen über Künstliche Intelligenz/Maschinenintelligenz mit zunehmender Besorgnis.


    Grüße aus dem Schnee...:schneemann:

  • Reparieren ist auch so ein starkes Wort, finde ich.

    Da hast du Recht. Ich denke, das wurde bewusst gewählt; vor allem in Bezug darauf, dass Celine das Gefühl hatte, ihre Mutter schaue sie an, als sie sie "kaputt". Da ist "reparieren" dann eine logische Konsequenz.

    Und interessant ist auch die Frage, warum jemand vor ein paar Wochen dort einbrechen wollte. Wollte jemand Chi "abschalten"? Warum?

    Das kann ich mir gut vorstellen. Vielleicht jemand, der früher dort gearbeitet hat (einer der anderen Hellsichtigen?) und der das Gefahrenpotential eines solchen Roboters erkennt.

    Dass noch speziell verschiedene Augenfarben getestet werden, ist spannend. Gab es nicht auch schon den Hnweis, dass Pandoras Augen farblich unterschiedlich sind - je nach Situation? Das könnte doch auch ein Hinweis darauf sein, dass Pandora eigentlich ein Roboter ist, oder?

    Denkst du, sie wechselt zwischendrin ihre Augen? :boah: Wenn sie ein Roboter wäre, würde sie das aber doch sicher nicht tun, weil es sie verraten könnte.

    (Allerdings ist meine Einschätzung von Personen grottenschlecht! ;) Von mir könnte Chi also rein gar nix lernen!)

    Willkommen im Club :totlach:

    Diese Geschichte kannte ich noch nicht! Einerseits muss ich dazu schmunzeln und andererseits erschreckt es mich: schließlich hat auch dieses System von den anderen gelernt!

    [es geht um den Twitter-Bot, der Beschimpfungen gelernt hat]

    So wie ich es in Erinnerung habe, haben sich da eben ganz schnell ganz viele Trolle gefunden, die den Bot absichtlich mit solchen rassistischen und beleidigenden Äußerungen versorgt haben. Das Experiment spiegelt also nicht wirklich wieder, wie im Internet miteinander umgegangen wird (wobei das in Teilen ja tatsächlich in eine ähnlich schlimme Richtung geht), sondern zeigt eher, wie schnell so eine Software beeinflusst werden kann und was für einen merkwürdigen Humor viele Leute heutzutage haben.

    Mir war dieser Unfall nicht bekannt, aber mir gefällt es nicht, wenn so ein Unfall in einem Roman verarbeitet wird. Vor allem stelle ich es mir schrecklich für die Angehörigen vor. Allerdings gab es im Laufe der letzten Jahrzehnte sicherlich mehr Unfälle mit Schafen oder anderen Tieren.

    Der Unfall hat sogar einen Wikipedia-Artikel. Damals gab es keine Toten, sonst wäre das wirklich extrem geschmacklos, sich mit einer Geschichte dran zu hängen. Aber Frau Ruile hat definitiv dieses Unglück als Ausgangspunkt genommen; abgesehen von den Toten stimmt der Ablauf haargenau überein.

  • Chi soll wirklich komplett lebensecht erscheinen - inklusive Tränen! Im ersten Abschnitt hat schon jemand gesagt, dass es unethisch ist, Chi den Körper eines Kindes zu geben. Das finde ich wirklich auch: einerseits, weil das Gegenüber Chi damit völlig unterschätzt und andererseits weil man dann auch Hemmungen hat, etwas dagegen zu unternehmen (und ich vermute mal, dass es darauf hinauslaufen wird).

    Aber Chi ist eine Künstliche Intelligenz und dementsprechend überlegen!

    Ja, das ist schon sehr clever, ihr den Körper eines Kindes zu geben - aus den von dir genannten Gründen. Aber dann denke ich auch: Ist es nicht auch seltsam, wenn man sie dann als Therapeutin einsetzen würde (wenn das tatsächlich der Plan wäre, was man ja nun auch nicht so ganz genau weiß)? Also ich fänd das irgendwie höchst befremdlich. Und es würde einem ja auch stets vor Augen führen, dass man sich tatsächlich gerade mit einem Roboter unterhält. Was einerseits natürlich gut ist, weil man das lieber nicht vergessen sollte, andererseits aber auch der Idee dahinter vielleicht schadet? Ich weiß nicht. Finde die Entscheidung jedenfalls auch sehr merkwürdig.


    Was die Kameraüberwachung der Räume angeht - hier hat Celine sicher mit ihrem unaufmerksamen Unterschreiben des Vertrages alles genehmigt. Na ja... Ich würde es auch nicht aktzeptieren!

    Ach, die Stelle hat mich auch sehr aufgeregt! In Büchern kommt eigentlich nie etwas Gutes dabei rum, wenn ein Vertrag unterzeichnet werden soll, der dann auch nicht mal genau gelesen wird. Eieiei.

  • Ja, das ist schon sehr clever, ihr den Körper eines Kindes zu geben - aus den von dir genannten Gründen. Aber dann denke ich auch: Ist es nicht auch seltsam, wenn man sie dann als Therapeutin einsetzen würde (wenn das tatsächlich der Plan wäre, was man ja nun auch nicht so ganz genau weiß)? Also ich fänd das irgendwie höchst befremdlich. Und es würde einem ja auch stets vor Augen führen, dass man sich tatsächlich gerade mit einem Roboter unterhält. Was einerseits natürlich gut ist, weil man das lieber nicht vergessen sollte, andererseits aber auch der Idee dahinter vielleicht schadet? Ich weiß nicht. Finde die Entscheidung jedenfalls auch sehr merkwürdig.

    Ich finde den Plan, einen Roboter als Therapeuten einzusetzen schon befremdlich! Vor allem weil es sich doch um eine Art Psychotherapie handeln soll, oder? Diesen Eindruck hatte ich jedenfalls durch Chis Wortwahl im Gespräch mit Celine bekommen.

    Ein Kind als Therapeut ist auch irgendwie seltsam - folglich glaube ich eigentlich nicht an diese "Chi wird Therapeut"-Geschichte! Man hätte doch genauso sagen können, dass Chi als Haushaltshilfe für einsame Menschen eingesetzt werden soll - das wäre für meinen Geschmack logischer gewesen!


    Aber "Therapeut" klingt halt gut und hilfreich. Dann ist dann einerseits die kindliche Optik (Kindchenschema), die vor Zerstörung schützt und andererseits das kluge und einfühlsame Gespräch mit dem "Therapeuten", das ebenso vor Zerstörung schützt. So phantasiere ich mir das momentan zusammen!

    Denn: auch wenn man weiß, dass es ein Roboter ist - ich kann mir schon vorstellen, dass da Gefühle entwickelt werden können.


  • Ja, nachvollziehen kann ich das auch. Absolut. Was Celine da passiert ist, ist auf doppelte Art unendlich grausam. Diese beiden Sätze fielen mir einfach nur extrem auf, weil sie sich so wiederholen. Aber vermutlich habe ich auch einfach reininterpretiert, dass Celine ihre Gabe vorher auch schon gehasst hat, denn da hätte das für mich einfach nicht so viel Sinn gemacht. Reparieren ist auch so ein starkes Wort, finde ich. Hat für mich eine viel stärkere Konnotation zu "mit mir stimmt etwas nicht, ich bin kaputt und fehlerhaft" als eben "das ist etwas, was ich loswerden möchte" - das eine ist in ihr, Teil von ihr, das andere ist eher etwas, was nicht so richtig zu ihr gehört.

    Ich hab das auch so verstanden, dass sie ihre Gabe schon vor dem Zugsunglück gehasst hat - vermutlich weil ihre Mutter damit anscheinend so gar nicht zurecht kam! Denn es war ja die Mutter die Celine irgendwie das Gefühl vermittelt hat, "kaputt" zu sein, "repariert" werden zu müssen.

    Starke Aussagen für ein Kind - und mit dieser Hintergrundgeschichte, wird ihr Verhalten als junge Erwachsene ein wenig verständlicher. Ihr aktuelles Leben wird für mich zum Spiegel einer inneren Heimatlosigkeit. Kann natürlich immer sein, dass ich da einfach zu viel hineininterpretiere....

  • Ein Kind als Therapeut ist auch irgendwie seltsam - folglich glaube ich eigentlich nicht an diese "Chi wird Therapeut"-Geschichte! Man hätte doch genauso sagen können, dass Chi als Haushaltshilfe für einsame Menschen eingesetzt werden soll - das wäre für meinen Geschmack logischer gewesen!

    Da habe ich gar nicht drüber nachgedacht, aber ein Kind als Therapeut ist wirklich komisch. Aber einen Roboter mit den Fähigkeiten von Celine kann man auch gut in der Justiz einsetzen und zusammen mit den Fähigkeiten anderer Hellsichtiger gibt es quasi keine Einschränkung ihrer Einsatzmöglichkeiten (in die Zukunft würde man ja in jeder Branche gerne schauen können). Das einzige, was mir nicht logisch erscheinen würde, wäre die von dir genannte Haushaltshilfe :totlach: Dafür bräuchte Chi das ganze Wissen und die Fähigkeiten nicht.

  • Da habe ich gar nicht drüber nachgedacht, aber ein Kind als Therapeut ist wirklich komisch. Aber einen Roboter mit den Fähigkeiten von Celine kann man auch gut in der Justiz einsetzen und zusammen mit den Fähigkeiten anderer Hellsichtiger gibt es quasi keine Einschränkung ihrer Einsatzmöglichkeiten (in die Zukunft würde man ja in jeder Branche gerne schauen können). Das einzige, was mir nicht logisch erscheinen würde, wäre die von dir genannte Haushaltshilfe :totlach: Dafür bräuchte Chi das ganze Wissen und die Fähigkeiten nicht.

    Du hast leider recht! Der Gedanke an die Haushaltshilfe war so ziemlich blödsinnig!:boah: Obwohl Haushaltshilfen immer wieder sehr vielseitig sein müssen. Aber was schreibt man nicht alles nach einem mittelstressigen Nachtdienst?


    Die Einsatzmöglichkeiten eines derartigen Roboters wären sicher vielfältig - aber egal wie hellsichtig Chi dann wäre, Fehler können nie ausgeschlossen werden, vor allem, wenn es um Menschen geht. Deshalb würde ich einen Einsatz in der Justiz nie befürworten können. Menschen sind ja nicht logisch! Können Roboter/Computer unlogisch werden? Gibt es da so etwas wie einen menschlichen Faktor, der dann schon fast wie ein Makel wirkt? Außerdem können sich Menschen ja immer wieder mal zum Besseren wenden (hab ich schon erwähnt, dass meine Menschenkenntnis unter Null istrotwerd)


    Ich überlege schon die ganze Zeit, in welcher Funktion ich Chi gerne sehen würde - und ich muss zugeben, dass ich da momentan ein wenig ratlos bin! Vielleicht bei der Triage in einer Notfallaufnahme - da wäre sie eine tolle Kombination aus Empathie und Wissen. Nur halt nicht in Gestalt eines Kindes.

    :unschuldig:

  • Beitrag von tigi86 ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • So, der zweite Abschnitt ist nun auch geschafft.


    Also hat sich Pandora doch bewusst in Celines Leben geschlichen, um am Ende Celines Gabe zu nutzen? Also war das Aufeinandertreffen doch nicht so zufällig, wie es im ersten Abschnitt ausschauen sollte.


    Und ich glaube, ich hätte versucht, irgendwie wieder aus den Fängen dieses Instituts rauszukommen, die sind mir nicht geheuer.


    Wie wir schon vermutet hatten, hat Pandora Celine absichtlich ausgesucht. Dass das Büro kameraüberwacht ist und dass Celine niemand deshalb Bescheid gesagt hat, ist arbeitsrechtlich sicher nicht erlaubt. Ich an ihrer Stelle wäre da schon weg gewesen; das geht gar nicht! Oder stand das vielleicht in dem Vertrag mit drin, den sie ja nicht gelesen hat? ;) Ich bin mir sicher, dass die Kamera zur Überwachung von Celine (bzw. den anderen Hellsichtigen) dort platziert wurde. Sie wollen ja herausfinden, wie man diese Gabe nutzen kann und da passt es, dass man sie ständig beobachtet.

    Ja, ich glaube, das gehört wirklich eher zum Experiment, aber das einer der Punkte gewesen, die für meinen Geschmack zumindest, einen sofortigen Fluchtversuch zur Folge hätte, Chi muss ja schon sehr weit sein, dass sie Gesprächsverläufe und sowas selbstständig löscht.

  • Die Einsatzmöglichkeiten eines derartigen Roboters wären sicher vielfältig - aber egal wie hellsichtig Chi dann wäre, Fehler können nie ausgeschlossen werden, vor allem, wenn es um Menschen geht. Deshalb würde ich einen Einsatz in der Justiz nie befürworten können. Menschen sind ja nicht logisch! Können Roboter/Computer unlogisch werden? Gibt es da so etwas wie einen menschlichen Faktor, der dann schon fast wie ein Makel wirkt? Außerdem können sich Menschen ja immer wieder mal zum Besseren wenden (hab ich schon erwähnt, dass meine Menschenkenntnis unter Null ist rotwerd )

    Ich denke, Roboter in der Justiz würden wohl immer nach Schema F urteilen, aber allgemein betrachtet sind mir Roboter nicht geheuer.

    Selbst bei einem Pflegeroboter wird mir mulmig zumute. Irgendwann werden wir dann nur noch von Robotern behandelt, beraten, gepflegt und sonst was. :wahrsager:


    Wer weiß, irgendwann steht einer von uns mitten in einem Hörsaal und vernimmt die Stimme eines Professors: "Und das ist ein Mensch. Eines der letzten in freier Wildbahn gefangenen Exemplare des Homo Sapiens." Oder so. :wahrsager:

  • Ich überlege schon die ganze Zeit, in welcher Funktion ich Chi gerne sehen würde - und ich muss zugeben, dass ich da momentan ein wenig ratlos bin! Vielleicht bei der Triage in einer Notfallaufnahme - da wäre sie eine tolle Kombination aus Empathie und Wissen. Nur halt nicht in Gestalt eines Kindes.

    Im Prinzip könnte man Chis Fähigkeiten auch gut nutzen, ohne Roboter drumherum (zum Beispiel beim Therapeuten). Also einfach ein intelligentes Programm, das über Kameras und Mikrofone im Raum „mithört“ und dem menschlichen Therapeuten dann an einem Bildschirm Analysen und Behandlungsvorschläge anzeigt. Das wäre dann auch nicht mehr so unheimlich. Der Roboter ist eigentlich erst dann nötig, wenn Chi herumlaufen soll – aber auch dann andererseits wieder nicht, denn über Kameras kann Chi so oder so alles beobachten, ohne sich dafür bewegen zu müssen.

  • Denn: auch wenn man weiß, dass es ein Roboter ist - ich kann mir schon vorstellen, dass da Gefühle entwickelt werden können.

    Ja gut, das ist natürlich ein sehr guter Punkt, warum man Chi aussehen lässt wie ein Kind. Da hab ich gar nicht dran gedacht. Aber auch bei all den anderen bisher genannten Funktionen finde ich es irgendwie trotzdem "falsch", wenn sie aussieht wie ein Kind. So als Haushaltshilfe, im Pflegeheim, im medizinischen, wissenschaftlichen oder juristischen Bereich... Ich weiß nicht... Schwierig. Ich glaube, es sollte auch möglich sein, einen vertrauenserweckenden "neutralen" Roboter zu bauen, der nicht unbedingt aussieht wie C3PO, sondern schon etwas menschlicher, aber z.B. eben ohne eindeutige Geschlechtsmerkmale. Interessant in dem Zusammenhang find ich auch die Diskussion, die vor einiger Zeit zum Thema Sexismus gegenüber Sprachassistentinnen wie Alexa, Siri, etc. gab.

  • So als Haushaltshilfe, im Pflegeheim, im medizinischen, wissenschaftlichen oder juristischen Bereich... Ich weiß nicht... Schwierig. Ich glaube, es sollte auch möglich sein, einen vertrauenserweckenden "neutralen" Roboter zu bauen, der nicht unbedingt aussieht wie C3PO, sondern schon etwas menschlicher, aber z.B. eben ohne eindeutige Geschlechtsmerkmale.

    Ja, in diesen Bereichen finde ich es auch schwierig, selbst ich hätte da sicher meine Bedenken, von einem Roboter gepflegt zu werden, was nicht heißen soll, das die Qualität schlechter ist, ich denke, man könnte da qualitätsmäßig viel mehr rausholen, aber halt zwischenmenschlich würde mir da was fehlen, egal wie nah irgendwann ein Roboter an einen Menschen herankommt, es ist halt "nur" ein Roboter. Wobei ich mich da nicht grundsätzlich verschließen möchte.