4) Kapitel 28 - Ende (Seite 240 - Ende)

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  • Ich gestehe, dass ich das Buch heute im Nachtdienst fertig gelesen habe. Um 3 Uhr Früh bin ich vielleicht nicht wirklich voll funktionsfähig. Folglich werde ich diesen 4. Abschnitt noch einmal lesen - denn momentan bin ich eher ratlos was das Ende der Geschichte angeht. An Celines Stelle würde ich mich fürchterlich verspottet vorkommen... als Leser auch?

    Ich lese lieber noch einmal!

    Mit lieben Grüßen aus der Kälte:schneemann:

  • Da bin ich ja froh, dass nicht nur mich der letzte Abschnitt etwas... irritiert(?) zurückgelassen hat. Es fing schon damit an, dass die Situation zwischen Kairos und Celine plötzlich so komplett merkwürdig war. Ist sie plötzlich in ihn verliebt? Hab ich da irgendwas nicht mitbekommen? Erst ist er sauer, dann doch nicht? Am Ende zieht sie auch noch einfach direkt bei ihm ein? Hää? Ich hatte total das Gefühl, ich hätte irgendwas verpennt oder entscheidende Szenen überlesen, die irgendwie darau hingedeutet haben, dass die beiden Interesse aneinander haben. Insgesamt ist Kairos für mich als Figur leider komplett blass geblieben.


    Der "Showdown" war dann letztendlich auch kein Showdown in dem Sinne, sondern ging relativ flott über die Bühne. Da hatte ich irgendwie mehr erwartet, aber ich glaube, dass dann eben eher die Sache mit Pandora der eigentliche Höhepunkt der Geschichte war, nicht, die Vision von Celine, i der sie Chi umbringt bzw. bei der im Serverraum das Gas austritt und sie Kairos retten muss. Ein bisschen seltsam war es auch, dass Kim da einfach saß und zugesehen hat. Da fehlte mir auch irgendwie ein Abschluss, der noch ein paar Fäden mehr zusammenzieht.


    Das Ende selbst, also das Aufeinandertreffen von Celine und Pandora, fand ich dagegen wieder ganz interessant und da werd ich noch ein bisschen drüber nachdenken, ob es für mich ganz schlüssig ist. Scheint ja so, als wäre das von Anfang an Pandoras Plan gewesen und den hat sie ziemlich gut ausgeführt, denke ich. Auch wenn sie natürlich schon etwas verrückt ist. Trotzdem hat mir, glaube ich, ihre Figur am besten gefallen und wirkte am rundesten. Aber auch nach dem ganzen Buch wundert es mich, dass Celine von Pandora so magisch angezogen war.

  • Puh, nachdem ich das Buch beendet hatte, musste ich es sacken lassen. Ich weiß echt nicht, was ich von dem Buch halten soll. Irgendwie fand ich die Beziehung zwischen Kairos und Celine zwar ganz süß, aber mir ging das zu schnell, ich habe gar nicht ganz mitbekommen, dass sie ihn mag und schon leben sie zusammen. Alles irgendwie seltsam.


    Dann das Finale mit Chi. Irgendwie hatte ich das spektakuärer erwartet, auch wenn das mit Kairos fast tot schon dramatisch war. Und wieso hat Kim einfach nur zugesehen? Wollte er, dass Chi vernichtet wird? Ich verstehe ihn üerhaupt nicht und er blieb total blass dargestellt.


    Nun weiß man immerhin auch, was die Vision am Anfang zu bedeuten hatte und wieso Pandora Spiegel gemieden hat. Ich lag da mit meiner Vermutung richtig.

    Aber man... ist sie durchgeknallt. Einerseits finde ich ihren Plan krass und es bewundernswert, wie sie ihn durchgeführt hat und dann sogar ihren Tod vorgetäuscht hat, aber was sie mit Chi vorhat, finde ich ziemlich verrückt und ich hoffe, dass sie keinen Erfolg hat, auch wenn sie in ihrer Zukunft genau den Erfolg gesehen hat.


    Schön finde ich, dass Celine nun ein zu Hause hat und einen Platz im Leben gefunden hat.

    Dennoch war es nicht so ganz mein Buch...

  • Aber auch nach dem ganzen Buch wundert es mich, dass Celine von Pandora so magisch angezogen war.

    Oh ja, das hat mich auch gewundert. Sie muss ja eine ganz einnehmende Persönlichkeit gehabt haben, dabei wirkte sie auf mich kalt und distanziert.

  • Auch ich bin jetzt mit dem Buch fertig und weiss noch nicht so ganz was ich insgesamt davon halten soll.

    Die letzten Szenen mit Chi waren für mich irgendwie etwas farblos und kurz abgehandelt, ich hätte mir da mehr erhofft. Dass Chi sich einfach so löschen lässt, hat mich ziemlich verwundert.


    Die Begegnung mit Pandora fand ich ganz interessant. Pandora macht Celine nur das Angebot, sich ihr anzuschliessen, weil Celine sie zufällig gefunden hat. Von sich aus hätte Pandora keinen Kontakt aufgenommen, insofern war ihr Angebot auch nicht ehrlich gemeint. Logisch, dass Celine ablehnt.


    Und was war jetzt eigentlich mit Kim. Der verschwindet sang und klanglos einfach von der Bildfläche. Irgendwie merkwürdig.

  • Ist sie plötzlich in ihn verliebt? Hab ich da irgendwas nicht mitbekommen?

    ich habe gar nicht ganz mitbekommen, dass sie ihn mag und schon leben sie zusammen

    Stimmt, es war für mich auch nicht absehbar, dass die beiden so viel füreinander empfinden, dass Celine zu ihm zieht.



    Dennoch war es nicht so ganz mein Buch...

    Das hatte ich spontan nach dem Zuklappen auch gedacht. Na ich schlafe noch 'mal eine Nacht darüber...


  • Da bin ich ja froh, dass nicht nur mich der letzte Abschnitt etwas... irritiert(?) zurückgelassen hat. Es fing schon damit an, dass die Situation zwischen Kairos und Celine plötzlich so komplett merkwürdig war. Ist sie plötzlich in ihn verliebt? Hab ich da irgendwas nicht mitbekommen? Erst ist er sauer, dann doch nicht? Am Ende zieht sie auch noch einfach direkt bei ihm ein? Hää? Ich hatte total das Gefühl, ich hätte irgendwas verpennt oder entscheidende Szenen überlesen, die irgendwie darau hingedeutet haben, dass die beiden Interesse aneinander haben. Insgesamt ist Kairos für mich als Figur leider komplett blass geblieben.

    Mir ist es auch so ergangen: ich hatte immer wieder das Gefühl, etwas überlesen zu haben! Viel zu unmotiviert und überraschend kamen die Reaktionen der Hauptpersonen daher. Überhaupt hatte ich von Anfang an keinen wirklichen Bezug zu den Hauptpersonen. Bei manchen Büchern wachsen mir die Hauptpersonen ans Herz - hier war gar nichts derartiges der Fall: alle blieben auf Distanz, fremd und "unverständlich". Ich konnte mich weder in ihre Leben, noch in ihre Gedanken einfühlen. Gibt es für diese Distanz oder Entfremdung einen Stilbegriff? Das interessiert mich jetzt wirklich. Es erinnert ein wenig an "Endzeitgefühle" im Kino! Auch die ganzen Szenen um Kairos - alles irgendwie unrealistisch!


    Was mich aber erstaunte: die Geschichte oder besser gesagt, die Art wie Frau Ruile erzählt, ist trotzdem fesselnd.


    Das Ende selbst, also das Aufeinandertreffen von Celine und Pandora, fand ich dagegen wieder ganz interessant und da werd ich noch ein bisschen drüber nachdenken, ob es für mich ganz schlüssig ist. Scheint ja so, als wäre das von Anfang an Pandoras Plan gewesen und den hat sie ziemlich gut ausgeführt, denke ich. Auch wenn sie natürlich schon etwas verrückt ist. Trotzdem hat mir, glaube ich, ihre Figur am besten gefallen und wirkte am rundesten. Aber auch nach dem ganzen Buch wundert es mich, dass Celine von Pandora so magisch angezogen war.

    Also an Celines Stelle wäre ich explodiert angesichts der gnadenlosen Manipulation, die Pandora sich da geleistet hat - für sich und Chi. OK, ich persönlich wäre ja schon wegen der 2 Handys am Tisch und ihrer dauernden Herumfummelei damit, in die Luft gegangen! Das stört mich im realen Leben extrem und im Buch auch. Aber es war eine indirekte Charakterisierung für Pandora!

    Pandora, die fanatische Wissenschaftlerin, wirkt als Figur sicher am interessantesten von allen (es gibt eigentlich nur Pandora, Celine und Chi - alle anderen sind noch blasser und nur Entwürfe)


    Worüber ich herzlich lachen musste? Meine Vögel-Auffälligkeiten waren völlig aus der Luft gegriffen!;)


    :schneemann:

  • Also ich muss sagen, dass mich der letzte Abschnitt sehr enttäuscht hat. Ich habe ja schon geschrieben, dass ich bei dem Buch das Gefühl habe, es erst am Ende einschätzen und beurteilen zu können - oft hat man bei Büchern ja schon während des Lesens eine positive oder negative Tendenz; das war hier nicht der Fall. Insofern bin ich etwas traurig über das Ende.


    Aber von vorne:

    Gleich zu Beginn des Abschnittes bei Celines Flucht und ihrer Angst kam leider genau das emotional überhaupt nicht rüber. Wenn sie nicht gesagt hätte, dass sie sich fürchtet, hätte ich es nicht erkannt. Auch spätere Szenen, die eigentlich gefühlsbetont hätten sein sollen, waren es schlicht nicht. Das letzte Gespräch von Kim und Celine: einfach nur merkwürdig. Die Nachricht von Hektor, dass Pandora tot sei: eine Erwähnung am Rande. Das Wiedersehen von Pandora und Celine: unangenehm. Der Kuss zwischen Kairos und Celine: unpassend.


    Verwundert hat mich auch, dass Celine, die soweit wir wissen noch nie mit Greifvögeln interagiert hat, den Falken nicht nur auf ihrem Arm landen lässt, sondern ihn dann auch noch professionell in die Luft wirft.


    Auch das Motiv für den Einbruch im Institut fand ich (aus Celines Sicht) schwach. Okay, sie fühlte sich wohl schuldig, weil sie Kairos bewertet hatte. Aber ich an ihrer Stelle wäre davon ausgegangen, dass die Daten sowieso schon irgendwohin übertragen wurden und dass ein Abschalten von Chi nichts bringen würde. Spätestens an dieser Stelle habe ich mich irgendwie hauptsächlich gelangweilt. Mir fehlte der große Showdown, eine Eskalation der Ereignisse, die Bedrohung für die Menschheit, die wir die ganze Zeit erwartet haben... irgendetwas. So wirkte das Abschalten von einfach nur willkürlich und außer, dass sie Eric seine Zukunft vorhergesagt hatte (was er selbst wollte!), hat Chi überhaupt nichts schlimmes getan.


    Was hatte Eric eigentlich für eine Krankheit? Habe ich das überlesen oder wurde es nicht gesagt?


    Die Kamera im Serverraum, die CO2-Anlage - das hatten wir ja schon geahnt. Dass Kim Celines Geburtsdatum als Passwort verwendet (und sie natürlich sofort darauf kommt), fand ich lächerlich. Nicht nur, weil ein genialer Informatiker wissen müsste, dass Geburtsdaten schlechte Passwörter sind, sondern auch, weil seine Gefühle für Celine nie wirklich rübergekommen sind.


    Und dann nehmen alle die Löschung von Chi einfach so hin. Monatelange Forschung und verschwendete Gelder - "naja, dann ist Chi nun eben weg. Schade, aber kann man nichts machen." Zumindest Hektor hätte total sauer sein müssen. Er hat von dem ganzen Kram kaum etwas mitbekommen und sieht jetzt nur, dass das Projekt zerstört ist.


    Der Abschluss der Pandora-Geschichte hat mir etwas besser gefallen. Die Idee, das eigene Bewusstsein hochzuladen ist interessant. Für diejenigen von euch mit Netflix gibt es in der Serie "Black Mirror" eine Folge, die sich genau um das Thema dreht (Staffel 3, Episode 4, "San Junipero"). Dass man nun seinen Namen von Pandora zu Henriette wechselt.. nunja. Und dass sie ihre Familie glaube lässt, sie sei tot, leuchtet mir auch nicht ein. Sie hätte doch auch einfach nach dem Unfall normal weiterleben können, denn ihre Vision von sich selbst auf der Straße hatte sich doch erfüllt.


    Wie Pandora und Celine auseinandergehen hat mich wieder nicht überzeugt. Pandora erzählt von ihren göttlichen Plänen. Celine will nicht. Na gut, dann nicht. Tschüss. Hat sie jetzt nicht eine Mitwisserin, die man vielleicht besser beseitigt hätte? Ich war wirklich überrascht, dass sie Celine einfach so gehen lässt.

  • Zu euren Beiträgen:


    Ich fand die Figuren auch alle extrem blass. Da ist niemand wirklich hängen geblieben und deshalb konnte ich auch viele Reaktionen nicht nachempfinden.


    Vielleicht hat sich Celine so von Pandora angezogen gefühlt, weil sie unterbewusst spürte, dass diese auch hellsichtig ist?


    Übrigens scheint Kairos wirklich Kairos zu heißen und kein Deckname zu sein.

  • Übrigens scheint Kairos wirklich Kairos zu heißen und kein Deckname zu sein.

    Ja, anscheinend...


    Also an Celines Stelle wäre ich explodiert angesichts der gnadenlosen Manipulation, die Pandora sich da geleistet hat - für sich und Chi.

    Oh ja , ich auch. Ich kann Celine da sowieso nicht verstehen, aber auch Pandora verstehe ich nicht. Ist es nicht gefährlich, dass Celine nun über alles Bescheid weiß?

  • Dass Chi sich einfach so löschen lässt, hat mich ziemlich verwundert.

    Da Chi ja schon in die Zukunft sehen konnte, wird sie vielleicht gesehen haben, dass Pandora sie wieder "zum Leben erweckt". Oder Pandora hat es ihr einfach erzählt. Die Aussicht, ein echtes menschliches Bewusstsein hochgeladen zu bekommen, war ja vielleicht auch verlockend. Andererseits: Warum sollte Chi es verhindern wollen, gelöscht zu werden? Sie hat ja kein echtes Bewusstsein und wurde programmiert, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen - die sie dann auch erfüllt hat. Aber alles sehr verwirrend.


    Was mich aber erstaunte: die Geschichte oder besser gesagt, die Art wie Frau Ruile erzählt, ist trotzdem fesselnd.

    Ja, trotz aller Kritik an den Figuren bzw. meinen fehlenden Bezug zu ihnen, muss ich auch sagen, dass ich überhaupt kein Problem hatte, das Buch trotzdem weiterzulesen. Ich hatte nie das Bedürfnis, es abzubrechen - ganz im Gegenteil. Ich wollte natürlich auch wissen, wie es ausgeht und das Buch ist wirklich auf eine seltsame Art fesselnd gewesen, obwohl ich mit vielen Dingen meine Probleme hatte (hauptsächlich eben die Figuren, stellenweise der Schreibstil und die Story-Fäden, von denen ich den Eindruck hatte, sie wären am Ende nicht richtig zusammengezogen worden).


    Also an Celines Stelle wäre ich explodiert angesichts der gnadenlosen Manipulation, die Pandora sich da geleistet hat - für sich und Chi.

    Ja, das stimmt. An der Stelle fand ich das Gespräch bzw. die Auflösung dann auch etwas zu kurz. Aber Celine kam mir ja von Anfang an nicht vor wie eine Person, die jetzt wirklich aktiv etwas macht, ihre Meinung sagt oder über Dinge nachdenkt/Reaktionen darauf zeigt.


    Worüber ich herzlich lachen musste? Meine Vögel-Auffälligkeiten waren völlig aus der Luft gegriffen! ;)

    Ach, wer weiß! ^^ Nur, weil es nicht "aufgelöst" wurde, heißt es ja nicht, dass es keine Bedeutung hatte.

  • Warum sollte Chi es verhindern wollen, gelöscht zu werden? Sie hat ja kein echtes Bewusstsein und wurde programmiert, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen

    Das stimmt, die Programmierung steht im Vordergrund. Da sie eine sich selbständig weiterentwickelnde KI ist, hatte ich allerdings vermutet, dass sie im Laufe der Zeit eine Art "Überlebensinstinkt" entwickelt.

  • Ist es nicht gefährlich, dass Celine nun über alles Bescheid weiß?

    Könnte man denken, aber Celine macht vom Typ her auf mich nicht den Eindruck, dass sie aktiv wird und gegen Pandora vorgeht bzw. mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht.

  • Ich habe das Buch schon vor 2 Tagen fertig gelesen, war aber wegen meiner Erkältung immer nur kurz am PC.


    Für mich ging das auch irgendwie jetzt alles zu schnell.


    Erstaunt hat mich, dass es sich bei dem "Opfer" im Serverraum um Kairos handelte und nicht um Celine.

    Und irgendwie fand ich, dass sich Chi viel zu bereitwillig hat löschen lassen. Ich hätte hier deutlich mehr Gegenwehr erwartet. Auch wenn sie gewusst haben sollte, dass Pandora/Henriette sie wieder zum Leben erweckt. Das hätte ja auch eine Finte sein können, und wer stirbt schon gerne?


    Die Forschungsgelder sind dahin und die Abteilung wird mal eben so geschlossen, das fand ich ein wenig unrealistisch.

    Die Benutzung der Forschungsgelder muss doch sicherlich irgendwie nachgewiesen werden, oder?


    Die Sache mit Kairos und Celine hab ich auch nicht so ganz verstanden. In diesem Abschnitt scheint es ja so, als ob sie ein Paar sind. Ich hatte noch nicht einmal den Eindruck, dass die 2 sich ineinander verliebt hatten.


    Zitat

    Verwundert hat mich auch, dass Celine, die soweit wir wissen noch nie mit Greifvögeln interagiert hat, den Falken nicht nur auf ihrem Arm landen lässt, sondern ihn dann auch noch professionell in die Luft wirft.

    Und wer schon mal einen Falken auf dem Arm hatte der weiß, dass die ohne Schutzhandschuh mit ihren messerscharfen Krallen ganz schöne Wunden hinterlassen können.


    Zitat

    Mir fehlte der große Showdown, eine Eskalation der Ereignisse, die Bedrohung für die Menschheit, die wir die ganze Zeit erwartet haben... irgendetwas. So wirkte das Abschalten von einfach nur willkürlich und außer, dass sie Eric seine Zukunft vorhergesagt hatte (was er selbst wollte!), hat Chi überhaupt nichts schlimmes getan.

    Ich hatte auch irgendwie erwartet, dass Chi die Weltherrschaft an sich reißen möchte und sich nicht mehr steuern lässt. Aber sie hat wirklich nix schlimmes getan.


    Zitat

    Was hatte Eric eigentlich für eine Krankheit? Habe ich das überlesen oder wurde es nicht gesagt?

    Ich glaube, dass es nicht erwähnt wurde. Dann hätte ich es auch überlesen.


    Na, dann muss ich doch mal in "Black Mirror" reinschauen. ;)

  • Warum sollte Chi es verhindern wollen, gelöscht zu werden? Sie hat ja kein echtes Bewusstsein und wurde programmiert, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen

    Das stimmt, die Programmierung steht im Vordergrund. Da sie eine sich selbständig weiterentwickelnde KI ist, hatte ich allerdings vermutet, dass sie im Laufe der Zeit eine Art "Überlebensinstinkt" entwickelt.

    Ja, so hätte ich das auch vermutet. Sie hat sich so sehr weiterentwickelt, dass sie auf keinen Fall gelöscht werden möchte. Sie hätte doch das Notfall-Programm manipulieren können - also das Programm, das auf den Strichcode ansprechen sollte.

  • Ja, trotz aller Kritik an den Figuren bzw. meinen fehlenden Bezug zu ihnen, muss ich auch sagen, dass ich überhaupt kein Problem hatte, das Buch trotzdem weiterzulesen. Ich hatte nie das Bedürfnis, es abzubrechen - ganz im Gegenteil. Ich wollte natürlich auch wissen, wie es ausgeht und das Buch ist wirklich auf eine seltsame Art fesselnd gewesen, obwohl ich mit vielen Dingen meine Probleme hatte (hauptsächlich eben die Figuren, stellenweise der Schreibstil und die Story-Fäden, von denen ich den Eindruck hatte, sie wären am Ende nicht richtig zusammengezogen worden).

    So ging es mir auch. Irgendwie wollte ich nicht aufhören zu lesen.

  • Andererseits: Warum sollte Chi es verhindern wollen, gelöscht zu werden? Sie hat ja kein echtes Bewusstsein und wurde programmiert, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen - die sie dann auch erfüllt hat. Aber alles sehr verwirrend.

    Ich denke, es ist nur logisch (auch für eine Maschine), dass es einen gewissen Selbsterhaltungstrieb gibt. Gerade eine künstliche Intelligenz wird sich irgendwie so programmiert, dass sie versucht, sich selbst zu schützen (vor Virenangriffen etc, aber eben auch vor dem Abschalten durch eine unbefugte Person). Umso merkwürdiger, dass sie dann bereitwillig Celines Zeichen angeschaut hat.

    Ich hatte nie das Bedürfnis, es abzubrechen

    Ich auch nicht, allerdings hätte ich ohne Leserunde den letzten Abschnitt wohl nur noch überflogen rotwerd

    Erstaunt hat mich, dass es sich bei dem "Opfer" im Serverraum um Kairos handelte und nicht um Celine.

    Mich auch, obwohl es eigentlich Sinn ergibt. Die Visionen, die Celine hat, zeigen ihr ja nicht nur Sachen aus ihrer eigenen Zukunft.

    Und wer schon mal einen Falken auf dem Arm hatte der weiß, dass die ohne Schutzhandschuh mit ihren messerscharfen Krallen ganz schöne Wunden hinterlassen können.

    Vielleicht war er vorher bei der Maniküre? :totlach:

  • Gleich zu Beginn des Abschnittes bei Celines Flucht und ihrer Angst kam leider genau das emotional überhaupt nicht rüber. Wenn sie nicht gesagt hätte, dass sie sich fürchtet, hätte ich es nicht erkannt. Auch spätere Szenen, die eigentlich gefühlsbetont hätten sein sollen, waren es schlicht nicht.

    Das beschreibt sehr gut, was ich auch in vorherigen Abschnitten schon manchmal gedacht habe. Zum Beispiel damals bei der privaten Unterhaltung mit Chi, als Celine überstürzt das Büro verlässt, fand ich gar nicht, dass man ihr die Emotionen soo sehr angemerkt hat - bis auf das Weglaufen, das ich in Relation dann aber als übertrieben empfunden hab. Und im letzten Abschnitt ging es mir dann auch genauso wie dir.


    Ich denke, es ist nur logisch (auch für eine Maschine), dass es einen gewissen Selbsterhaltungstrieb gibt. Gerade eine künstliche Intelligenz wird sich irgendwie so programmiert, dass sie versucht, sich selbst zu schützen (vor Virenangriffen etc, aber eben auch vor dem Abschalten durch eine unbefugte Person). Umso merkwürdiger, dass sie dann bereitwillig Celines Zeichen angeschaut hat.

    Puh, das kann ich irgendwie nicht beurteilen. Hab darüber nun ein bisschen sinniert, ob es nun logisch für eine Maschine ist, einen Selbsterhaltungstrieb zu haben und... ja, vermutlich hast du recht, dass man das einprogrammieren kann. Aber wer weiß, was Pandora Kim hat einprogrammieren lassen. Wenn ein Selbstzerstörungsmodus programmiert wird, dann kann die KI, glaub ich, nicht einfach beurteilen, dass sie den außer Kraft setzt o.Ä.

  • Wenn ein Selbstzerstörungsmodus programmiert wird, dann kann die KI, glaub ich, nicht einfach beurteilen, dass sie den außer Kraft setzt o.Ä.

    Vielleicht eben doch. Der Zerstörungsmodus wird ja meist dann eingebaut, wenn die KI noch nix kann. Im Laufe ihres "Lebens" lernt die KI dann aber hinzu und aufgrund der Macht oder der Möglichkeiten die sich dann ergeben, kommt die KI dann vielleicht auf die Idee, dass sie gar nicht manipuliert werden möchte und schon gar nicht komplett gelöscht. Und dann setzt man mal eben das Programm außer Kraft.


    Ich überlege gerade bei welchem Film, den ich gesehen habe, das so war. War das irgend etwas mit Weltraum ..... ??

    Bei WarGames z. B. hat der Computer weiter "Weltweiter thermonuklearer Krieg" gespielt, obwohl der Benutzer das Programm gestoppt hatte.

    Kurz vor der nuklearen Katastrophe kann das Programm dann ganz gestoppt werden.