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    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "Tulpengold" nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich für Eva Völler als auch den Ehrenwirth-Verlag, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

  • Im siebzehnten Jahrhundert brach in Holland ein unkontrollierter Kaufrausch auf seltene Tulpen aus. Der Wert der Planzenzwiebeln stieg in utopische Höhen und Spekulanten kämpften um die wertvollsten Stücke mit teils harten Bandagen. So scheint es naheliegend, dass die Morde an mehreren Tulpenhändlern mit Geldgier und Neid zu tun haben könnten. Ins Zentrum der Geschehnisse rückt alsbald der bekannte Maler Rembrandt van Rijn, der nicht nur mit den Opfern im Streit lag, sondern auch selber versucht, mit Tulpenzwiebeln zum schnellen Geld zu kommen.


    Zur gleichen Zeit beginnt der 17jährige Pieter eine Lehre bei Rembrandt. Nach dem Tod seines Vaters ist er Waise und Patenonkel Joost hat ein wachsames Auge auf den Jungen. Das ist auch von Nöten, denn Pieter ist ein wenig seltsam. Was man heute vielleicht als leichte Form von Autismus bezeichnen würde macht ihn zu einem Menschen, der sich zwar mit zwischenmenschlichen Beziehungen etwas schwertut, der aber dafür ein mathematisches Genie ist, welches mit der Logik von Zahlen und Diagrammen das Leben, das Lieben aber auch das Morden erklären will. Pieter begibt sich auf die Jagd nach den Tätern. Dabei unterschätzt er sowohl die Gefahr, die ihm drohen könnte als auch die Motive der Mörder.


    Pieter ist ein Hauptdarsteller so recht nach meinem Geschmack. Er ist freundlich und ohne Arglist, anfangs sehr vertrauensselig und in heftiger Liebe für das Hausmädchen entbrannt. Seine teils abstrusen Berechnungen darüber, warum seine Mitmenschen sich so und nicht anders verhalten, sind mehr als einmal Anlass zum Schmunzeln und seine Ehrlichkeit bringt ihm so manche Ohrfeige von genervten Mitmenschen ein. Im Laufe der Geschichte lernt Pieter aber mit seinem messerscharfen klaren Verstand zu erkennen, wer es gut mit ihm meint, wer ihn belügt und betrügt und letztendlich auch, wer hinter all den Morden steckt. Es macht großen Spaß dieser Entwicklung zuzusehen und nebenbei seinen mathematischen Formeln und den logischen Schlussfolgerungen daraus zu folgen.

    Eine Vielzahl interessanter Charaktere bevölkert dieses Buch. Während Pieter sich ja eher zu der drallen Anneke hingezogen fühlt, ist der Leser geneigt, sich mehr für die patente Wirthausbesitzerin Mareijke zu erwärmen. Auch reale Persönlichkeiten wie Rembrandt und seine Frau spielen natürlich eine wichtige Rolle im Roman, ebenso wie Tulpen und der Handel mit ihnen, die Malerei und wie dieses Handwerk damals betrieben wurde.


    Mein Fazit: Ein spannender, sehr unterhaltsamer historischer Roman mit einem Helden, der in keine Schublade passt und der mich mit seiner schrulligen Art und seinen messerscharfen Thesen ein bisschen an einen berühmten englischen Detektiv erinnerte. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich nicht zum letzten Mal von Pieter gelesen hätte. Dicke Leseempfehlung von mir.

    :buchtipp:



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    buch.de

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  • In diesem historischen Kriminalroman entführ die Autorin uns ins historische Niederlande des 17. Jahrhunderts. Die Niederlande ist ganz verrückt nach der schönen Tulpe und verstrickt sich in einen wilden Spekulantenhandel. In diesem Setting bewegt sich der fast 18-jährige Pieter, der nicht nur eine außerordentliche Begabung für's Malen sondern auch für höchst komplizierte mathematischen Gleichungen aufweist. Nur mit den Gefühlen von Menschen hat er es nicht immer so sehr. Als er dann als Lehrling in Rembrandt van Rijns Werkstatt anfängt, sind die Probleme mit dem aufbrausendem Lehrmeister natürlich vorprogrammiert.



    Liebevoll erschafft die Autorin ein Setting, in welches die Leser*innen sich schnell hinein versetzen können. Wahrscheinlich durch den erst letztes Jahr im Kino gelaufenen Film "Tulpenfieber" erstand in Windeseile ein tolles Kopfkino, das bis zum Schluss anhielt. Geschickt verknüpft Völler zwei spannende epochale Ereignisse: den wahnhaften Tulpenhandel und die Entstehung von künstlerischen Meisterwerken aus Rembrandts Pinsel. Die zwei erstmal völlig losgelösten Ereignisse verbindet die Autorin durch den mathematikbegabten Malerlehrling, Pieter, den sie in Rembrandts Werkstatt setzt. Da der Tulpenhandel allgegenwärtig ist, greift sich das Thema fast von selbst auf und Pieter - von Anfang an fasziniert von den rasant steigenden Tulpenpreisen - kann gar nicht anders, als sich damit mathematisch zu beschäftigen. Doch zum Amüsement des Lesers stellt Pieter nicht nur Gleichungen zum Tulpenhandel, sondern auch zum menschlischen Verhalten auf. Denn dies bleibt ihm ohne seine Gleichungen völlig unerklärbar. Dadurch aber, dass natürlich gerade die Gefühlswelt nicht immer berechenbar ist, manövriert die Autorin Pieter in Situationen, die immer so liebevoll geschildert sind, dass die Leserin zwar schmunzeln muss, aber niemals böse über Pieter lachen will.


    Mit Pieter hat die Autorin auf jeden Fall eine tolle Hauptfigur geschaffen. Die Nebenfiguren können da teilweise nur verblassen, was ich aber aufgrund der starken Hauptfigur als überhaupt nicht störend empfunden habe. Die Story umfasst hauptsächlich die Aufklärung mehrere Mordfälle. Bis zum Schluss blieb es für mich spannend, wer dahinter steckt. Zwar versteckt die Autorin ihre Hinweise gut, schafft es aber gleichzeitig auch einige falsche Fährten zu legen, über die ich auch immer wieder nachgegrübelt habe. So bleibt die Handlung durchweg spannend, wobei für mich der amüsantere Part an der Geschichte vordergründig blieb und die Geschichte interessant machte. Ich hätte Pieter auf seinem Lebensweg auch gerne noch weiter begleiten können.



    Abgerundet wird der Roman mit einem kurzen, aber sehr informativen und kurzweiligen Nachwort. Über Fiktion und Realität, sowie über die Beweggründe über den Tulpenhandel, Rembrandt und einen autistischen Maler in der Neuzeit klärt die Autorin auf, so dass am Ende keine Fragen mehr offen blieben.



    Was bleibt zum Schluss? Für mich war das Buch ein bisschen wie eine Kreuzung aus Petra Schiers Apothekerin-Reihe um Adelina und dem modernen Roman "Das Rosie-Projekt". Da ich beides verschlungen habe, bin ich auch von diesem Buch ein Fan. Gute Unterhaltung - durchgehend bis zum Schlusspunkt.


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  • Das Buch

    Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert Quelle : Amazon


    Die Autorin

    Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem hat sie zuerst als Richterin und später als Rechtsanwältin ihre Brötchen verdient, bevor sie Juristerei und Robe schließlich endgültig an den Nagel hängte. „Vom Bücherschreiben kriegt man auf Dauer einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht.“ Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.


    Meine Meinung


    Da ich gerne historische Romane und Krimis mag, sprach mich dieses Buch besonders an und ich habe mich dazu entschieden, es in einer Leserunde mit Autorin zu lesen.


    Das Cover hat mich sehr angesprochen, es passt wunderbar zum Titel.


    Der Hauptprotagonist Pieter hat mich von der ersten Seite an fasziniert, seine ganze Art ist umwerfend,charmant und lustig dazu. Pieter ist ein ganz besonderer Mensch, heute würde man ihn wohl als Autisten einstufen, das hat mich fasziniert, ich habe selber ein autistisches Kind. Natürlich hat auch Pieter seine Eigenarten, aber die werden hier so liebevoll beschrieben, das es nicht komisch wirkt. Man fühlt von Anfang an extrem mit ihm mit, bei allem was er tut. Denn auch Pieter ist trotz seiner Besonderheit ein junger Mann, der sich nach Liebe und Geborgenheit sehnt. Da er aber eben ist, wie er ist, versucht er alles zu berechnen als einfach mal loszulassen und sich zu trauen. Das macht ihn so charmant. Er versucht ja sogar durch Berechnungen den Mörder zu finden. Ich finde ihn umwerfend.

    Die Autorin schafft es von Anfang an uns in das 17. Jahrhundert zu entführen, es ist alles wunderbar bildhaft beschrieben und sprachlich auch super gemacht.

    Es geht ja um Malerei und Rembrandt, toll fand ich daher wie das Handwerk beschrieben wurde und ich war teilweise so erstaunt über die Bildbeschreibungen, weil man fast denken könnte man hat das Bild vor sich.

    Auch die Krimigeschichte hat hier einen recht hohen Stellenwert, im Laufe des Buches kommen etliche Menschen ums Leben. Spannend aufgebaut und am Ende überraschend, überhaupt nicht vorhersehbar.

    Sehr ausführlich wurde auch der Handel mit den Tulpen beschrieben, diese hatten offenbar damals dort eine grosse Bedeutung.


    Ein wundervolles Buch, was mich zu Tränen gerührt hat. Und dazu ein perfekter Krimi. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt




    Danke an den Verlag für das Buch und an Eva für die Begleitung in dieser Leserunde


    Rezension auch auf


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  • Herzlichen Dank an Eva und alle Mitleserinnen für die tolle Runde!


    Tulpengold


    Amsterdam, 1636: Das Tulpenfieber grassiert. Spekulationen führen dazu, dass der Wert von Tulpenzwiebeln ins Unermessliche steigt. Viele Menschen verschulden sich um von dieser Manie zu profitieren. Und dann platzt diese sonderbare Blase und lässt zahlreiche Menschen finanziell ruiniert zurück. Es ist keine Fiktion, es ist die erste gut dokumentierte Spekulationsblase der Geschichte und bildet den Hintergrund für Eva Völlers neuesten Roman.


    In dieser Zeit lebt aber auch Rembrandt van Rijn (der selbst auch mit Tulpenzwiebeln spekuliert hat), malt fieberhaft an großen Werken, die die Jahrhunderte überdauerten sollten, führt gleichzeitig seine Werkstatt und bildet mit strenger Hand mehrere Lehrlinge aus.


    Einer dieser Lehrlinge ist Pieter van Winkel, der extrem sympathische Protagonist dieser Geschichte. Er ist ein besonderer Mensch, heute würde man wahrscheinlich ein Asperger Syndrom diagnostizieren. Zu Rembrandts Zeiten war er nur ein sonderbarer Zeitgenosse mit zahlreichen Begabungen: neben einem phänomenalen Gedächtnis, zeichnet ihn ein besonderes Talent zur Malerei und die Liebe zur Mathematik aus. Seine Mitmenschen sind für ihn jedoch oft recht rätselhaft. Er erklärt sich seine Umwelt mittels mathematischer Logik.


    Mehrere Morde, die in unmittelbarer Umgebung von Rembrandt geschehen, wecken sein Interesse und er begibt sich auf Mördersuche ganz so wie es seinem Naturell entspricht – mittels Logik und Wahrscheinlichkeitsrechungen.


    Aber nicht nur Malerei und Mathematik bestimmen sein Leben. Anneke und Mareikje lassen ihn erkennen, dass nicht alles immer so einfach berechenbar ist.


    Eva Völler ist hier eine großartige Mischung gelungen: ein historischer Roman, der gleichzeitig ein fesselnder Krimi ist. Somit ist die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend und informativ. Dazu kommt noch die liebevolle Darstellung der einzelnen Personen, allen voran natürlich Pieter, die mir wirklich gut gefallen hat. Sie wachsen einem sofort ans Herz und man muss einfach weiterlesen.

    Detailreiche Beschreibungen vermitteln ein gutes Bild der Zeit. Die Geschichte ist logisch aufgebaut und endet trotzdem mit einer Überraschung!


    Wirklich gut hat mir aber auch gefallen, dass die Autorin in einem kurzen Nachwort noch über ihre persönlichen Gründe für dieses Buch geschrieben hat und besonders erwähnenswert ist auch die liebevolle Gestaltung des Covers.


    Fazit: ein spannender, informativer und gleichzeitig unterhaltsamer Roman – empfehlenswerter Lesespaß!



    https://literaturschock.de/lit…ostID=1004425#post1004425


    https://www.heyn.at/rezension?uid=1031466


    https://www.lovelybooks.de/aut…/Tulpengold-1503716039-w/


    https://www.weltbild.at/artike…ngold_23794965-1#comments


    https://www.amazon.de/gp/custo…l?ie=UTF8&ASIN=B0774TSVMS

  • Amsterdam, 1636: Der Waise Pieter van Winkel wird von seinem Onkel Joost zu dem schon berühmten Maler Rembrandt Harmenszoon van Rijn gebracht. Es war der letzte Wunsch seines Vaters, dass Pieter den Malerberuf ergreift. Und tatsächlich zeigt Pieter auch eine ungewöhnlich Begabung. Doch nicht nur das Malen und Porträtieren scheint ihm zu liegen, vielmehr reizen den stillen Jungen mathematische Berechnungen, Rätsel und Wahrscheinlichkeitsrechnungen.

    Als mehrere Morde im Umfeld von Rembrandt geschehen, stellt Pieter Berechnungen an, um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Zwar deutet alles auf Rembrandt als Täter hin, doch Pieter ist sich sicher, dass es irgendjemanden gibt, der seinem Meister schaden möchte. Doch wer? Doch dann gerät Pieter plötzlich selbst ins Visier des Mörders …


    Mit Tulpengold hat sich die Autorin Eva Völler gleich mehreren Schwerpunkten gestellt. Zum einen wird der Tulpenwahn in Amsterdam und ganz Holland thematisiert, bei dem die Preise für Tulpen teilweise schwindelerregende Höhen erreichten und Menschen ebenso reich wie in den Ruin stürzen konnten. Vor allem nach dem Zusammenbruch im Jahr 1637. Des Weiteren lernt der Leser den bekannten Maler Rembrandt Harmenszoon van Rijn näher kennen, bekommt einen kleinen Einblick in sein Leben und seine Werke. Und zu guter Letzt entwickelt sich die Geschichte noch zu einem Krimi, bei dem ein Junge mit einen Asperger Syndrom zur Schlüsselfigur wird.


    Kurz gesprochen, der Roman bietet alle Facetten, die ich gerne habe, vereint in einem historischen Roman. Eva Völlers Schreibstil war wieder so mitreißend und informativ, dass die Seiten nur dahin flogen, wenn man nicht gerade zum Verdauen des Gelesenen oder zum Recherchieren das Buch aus der Hand legen musste. Denn gerade zweiteres kam bei mir öfter mal vor. Die Autorin lässt einige Werke von Rembrandt Harmenszoon van Rijn in dem Buch auftauchen, benennt Techniken der Malerei, die mir so nicht gängig waren. Gerade diese Punkte reizten mich aber dann, das Buch einmal zur Seite zu legen und nachzuschlagen, einfach, um eine bessere Vorstellung von dem Ganzen zu bekommen.


    Pieter van Winkel ist ein sehr plastischer und lebhafter Charakter, dem man direkt anmerkt, dass er sich der Autorin von selbst vorgestellt und regelrecht aufgedrängt hat. Er ist sehr liebenswert und schon nach kurzer Zeit war ich mit ihm warm und versuchte, seinen Gedankengängen zu folgen.


    Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und plastisch gezeichnet, die ganze Atmosphäre lässt den Leser in das Leben in Amsterdam im 17. Jahrhundert eintauchen und sollte man sowohl Amsterdam bzw. die Möbelstücke der damaligen Zeit aus Museen oder von Bildern her kennen, fühlt man sich direkt zurecht und wohl.


    Fazit:

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Tulpenwahn oder auch die Tulpenmanie war eine Periode im Goldenen Zeitalter der Niederlande, die man so schnell nicht vergisst.



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    Kriminetz

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  • In Eva Völlers neuem Roman entführt uns die Autorin ins Amsterdam des frühen 17. Jahrhunderts. Im Atelier des berühmte Maler Rembrandt von Rijn entstehen seine weltbekannten Werke und mit dem Tulpenhandel entwickelt sich der ein der ersten Börsenhandel der Welt. Mittendrin Pieter van Winkel, ein junger Kaufmannssohn, der aufgrund seiner sozialen Inkompetenz des Öfteren bei seinen Mitmenschen aneckt. Pieter arbeitet als Maler Lehrling bei Rembrandt, seine vielfältigen Interessen umfassen aber auch die Mathematik mit deren Hilfe er versucht, Probleme zu lösen. Nur leider sich nicht alle menschlichen Handlungen errechnen oder gar logisch erklären.

    Pieter ist durch Zufall vor Ort als ein Mord geschieht und sein Gerechtigkeitssinn und seine Hingabe für Rätsel, die es zu lösen gilt bringen ihn bald selbst in Gefahr.


    Pieter ist ein komischer Kauz, aber einer, der dem Leser direkt ans Herz wächst. Er ist liebenswert und man hat ständig das Bedürfnis, ihn vor der bösen Welt und Menschen die ihn falsch einschätzen zu beschützen.

    Eva Völler hat die Atmosphäre in Amsterdam gut eingefangen. Ständig ist mein Kopfkino angesprungen, so dass ich mir das Setting des Romans sehr gut vorstellen konnte. Die Personen werden lebendig, nicht zuletzt Rembrandt, der ein recht schwieriger Mensch gewesen zu sein scheint. Am Ende des Romans erklärt Eva Völler in ihrem Nachwort wie viele Dinge den Tatsachen entsprechen und was ihrer künstlerischen Freiheit entsprungen ist. Ich habe während des Lesens viel im Internet recherchiert, habe mir Bilder angeschaut und Punkte nachgelesen. Dadurch war ich noch mehr drin in der Handlung.


    Auch das Cover ist wunderschön und sehr passend zum Buch.


    Dieser spannende Histo-Krimi hat Spaß gemacht. Ich habe viel mit gerätselt, war aber ständig auf irgendwelchen falschen Spuren, die Eva Völler geschickt verteilt. So bleibt die Handlung bis zum Schluss spannend.


    Rezi veröffentlicht :

    amazon.de

    buchrebellin.de

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

    Einmal editiert, zuletzt von Inge78 ()

  • Nachdem ich erst so spät einsteigen konnte, habe ich mich beeilt, aber nicht um aufzuholen, sondern weil mich das Buch so gepackt hat. Danke für die tolle Leserunde und danke auch für die informative Begleitung. Ich werden meine Rezension streuen.


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    Ich muss gestehen, dass mich als erstes das wunderschöne Cover angesprochen hat. Als ich dann gelesen habe, worum es in diesem Buch geht, erinnerte mich das an die Fernsehserie „Adrian, der Tulpendieb“, die ich vor zig Jahren gesehen habe und die mich fasziniert hat. Auch heute noch frage ich mich, wie können Tulpenzwiebel so eine Hysterie auslösen. Im Nachwort konnte ich dann lesen, dass diese Serie auch Eva Völler beeindruckt hat.


    Während der Zeit dieser Tulpenmanie gibt Joost Heertgens sein Mündel Pieter van Winkel zu Rembrandt in die Lehre. Doch dann sterben einige potenzielle Kunden von Rembrandt und der Meister gerät in Verdacht.



    Der Roman hat mich von Anfang an gepackt und ich habe mich gerne ins Amsterdam jener Zeit versetzen lassen.



    Rembrandt ist sehr authentisch dargestellt, er ist nicht gerade ein angenehmer Mensch. Sehr gerne legt er sich gerne mit anderen an, und da er von einer Sammelleidenschaft gepackt ist, ist auch das Geld häufig knapp. Daher spekuliert auch er mit Tulpenzwiebeln. Sein Lehrling Pieter ist so anders als die anderen Jungen. Er ist ein ganz besonderer Mensch. Heute würde man sein Verhalten mit autistischen Zügen erklären. Pieter kann nicht nur außergewöhnlich gut malen, er hat ein grandioses Gedächtnis und liebt die Mathematik und versucht alles zu berechnen. Da geht natürlich bei menschlichem Verhalten nicht so einfach.



    In Mareijkes Gaststätte beobachtet Pieter den Tulpenhandel und rechnet sich aus, dass irgendwann der Punkt gekommen ist, an dem sich das Blatt wenden wird und die Preise nicht mehr explodieren, sondern fallen werden bis wieder ein ganz normaler Wert erreicht ist. Als dann sein Meister in Verdacht gerät, weil einige hoch angesehene Kunden und Tulpenhändler an Bleivergiftung sterben, versucht er mittels Mathematik den Täter zu ermitteln. Aber menschliche Abgründe sind nicht zu berechnen und so muss auch Pieter einiges einstecken, bevor er auf dem richtigen Weg ist. Dabei geht er oft sehr gewitzt vor. Leider hilft auch Logik nicht bei romantischen Gefühlen. Ich mochte Pieter van Winkel von Anfang an und habe mit ihm gefiebert, ermittelt und auch gelitten.


    Aber auch alle anderen Charaktere sind wunderbar und sehr individuell beschrieben. Ganz besonders mochte ich Mareijke, welche Pieter gleich so akzeptiert wie er ist. Sie ist eine sehr selbstständige junge Frau und ihr gesunder Menschenverstand bringt Pieter manchmal auf Ideen, auf die er selbst nicht gekommen wäre. Auch Doktor Bartelmies war mir gleich sehr sympathisch.



    Ich kann diesen tollen historischen Roman nur empfehlen, denn er hat mir sehr spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert.

  • Ich möchte mich an dieser Stelle bei Eva für die aufmerksame und tolle Begleitung unserer Leserunde ganz herzlich bedanken.

    Ich hoffe, wir lesen uns hier bald wieder zu einem neuen Roman von dir.



    Eine fein gewebte Handlung - (Hörbuch Rezension)


    In diesem Roman erzählt die Autorin, Eva Völler, gleich mehrere Geschichten.

    Da ist zum einen Pieter, ein ganz besonderer Junge, der bei Rembrandt van Rjin seine Ausbildung zum Maler antritt.

    Folgerichtig wird zum zweiten auch etwas aus Rembrandts Leben und zum entstehen seiner Bilder erzählt.

    An dritter Stelle werden auch noch die Morde an einigen reichen Männern aufgeklärt.

    Diese drei Handlungsstränge alleine würden schon reichen um dem Leser eine fesselnde Handlung zu garantieren. Doch damit gibt sich die Autorin hier noch nicht zufrieden, denn sie erzählt auch noch eine sehr interessante Geschichte um den florierenden Handel mit Tulpenzwiebeln.

    Diese Geschichten verwebt Frau Völler zu einer wunderbaren Handlung.

    Als Leser, oder Zuhörer des Hörbuches, braucht man zu Beginn etwas Geduld um mit Pieter warm zu werden.

    Der Junge ist schon etwas ganz Besonderes, er besitzt nicht nur ein großartiges Talent zum Zeichnen, sondern er ist auch fasziniert von mathematischen Formeln und Berechnungen.

    Mehr als einmal habe ich während des Zuhörens geschmunzelt, wenn Pieter seine Berechnungen anstellte.

    Jede Figur in diesem Roman wurde gut beschrieben und auch Pieter ist mir so poe à poe ans Herz gewachsen.

    Sehr eindrucksvoll wird das Leben eines Lehrlings und auch das Leben im „alten Amsterdam“ zu Rembrandts Zeit geschildert. Das hat mir gut gefallen und ich wurde beim zuhören tief in diese andere Zeit hinein gezogen.

    Die Mordfälle und der rasante Tulpenhandel sorgen für eine anhaltende Spannung in dem Buch.

    Auch wenn Pieter eher ein Antiheld ist, so sind seine Berechnungen und seine Gedanken zu diesen Morden interessant. Er hat es sich in den Kopf gesetzt die Morde mit Hilfe seiner Berechnungen aufzuklären.

    Der feine Humor, der sich durch diese seltsame und eigensinnig Ermittlerarbeit in die Handlung einschleicht, hat mir besonders gut gefallen.

    Kann man mit mathematischen Berechnungen die Geheimnisse und Intrigen seiner Mitmenschen entschlüsseln?

    Lesen oder hören Sie es selbst.

    Ich war begeistert von dieser atmosphärisch dichten Erzählung.

    Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen oder anzuhören.


    Zum Schluss möchte ich ein Wort zu den Kürzungen im Hörbuch sagen.


    Da ich dieses Hörbuch in einer Leserunde gehört habe, sind mir die Kürzungen aufgefallen.

    Zum einen fehlen Beschreibungen, WIE Pieter auf einmal an diesem oder jenen Ort gelangt ist, und zum anderen fehlen dazu auch seine Gedanken, WARUM er dort hin gegangen ist.


    Man muss schon sehr genau zuhören, um die kleinen Hinweise zu bemerken, die eine Erklärung für das WIE und WARUM bieten.


    Da hatten die anderen Teilnehmer an der Leserunde mit ihrem Buch doch die bessere Wahl getroffen.


    Es sind nun nicht so gravierende Punkte, aber es bestätigt mir persönlich, dass ein ungekürztes Hörbuch oder der original Roman, immer die bessere Wahl ist.


    Zu Beginn dachte ich, eine weibliche Stimme hätte viel besser zur Handlung gepasst.

    Dies war jedoch nur ein suggestives Empfinden von mir.

    Im Verlauf der Handlung musste ich dem Sprecher, Stephan Benson, großen Respekt zollen, denn er hat den niederländischen Sprachgebrauch hervorragend vorgelesen. Seine Stimme klingt angenehm im Ohr und auch die deutliche Aussprache hat mir gut gefallen.



    Diese Rezension erscheint auf folgenden Internetseiten:


    Amazon


    Die Buchrebellin


    Audible












  • Hier nun auch endlich meine Rezension.


    Ich möchte mich bei euch für die tolle LR bedanken. Vor allem bei dir liebe Eva,dass du uns zur Seite gestanden hast und uns mit so viel Hintergrundwissen bereichert hasst.

    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe wir lesen uns hier mal wieder.




    "Tulpengold" von Eva Völler, ist ein mitreißend historischer Roman, der den Leser in die Niederlande der Zeit des Tulpenhandels um 1636 führt. Gleichzeitig handlet der Roman von Rembrandt Van Rijn, der der Nachwelt beeindruckende Gemälde hinterlassen hat.


    Der 17 jährige Pieter wird von seinem Patenonkel Joost, nach Amsterdam gebracht. Dort, so der letzte Wunsch von Pieters Vater, soll er in die Lehre bei Rembrandt gehen um eine Ausbildung als Kunstmaler zu erhalten.

    Auf den Weg in Rembrandts Haus, wird Pieter Zeuge eines Vorfalls, bei dem ein angesehener Kaufmann ums Leben kommt. Nach dem Einzug bei Rembrandt ereignen sich weitere ungereimte Vorkommnisse, die Rembrandt in ein immer schlechter werdendes Licht rücken lassen.

    Schnell wird klar, dass Pieter anders als andere ist. Er hat nicht nur die Gabe ein exzellenter Maler zu sein, noch mehr hat es ihm die Mathematik angetan. Alles muss für ihn logische Schlussfolgerungen haben, damit stößt er jedoch in seinem Umfeld nicht immer auf Verständnis. Viele sehen ihn als Sonderling oder Einzelgänger.

    Der Wahnsinn um den Tulpenhandel, der gerade zu der Zeit in Amsterdam herrscht, fasziniert Pieter so sehr, dass er auch hier seine Mathematischen Berechnungen anwendet. Er kommt zu einem erstaunlichen Ergebniss, welches für viele ein Bitteres Ende bedeuten könnte.

    Weitere Morde geschehen und Rembrandt gerät immer mehr in den Verdacht der Mörder zu sein.

    Pieter ist fast besessen davon den Mörder zu entlarven und dingfest zu machen. Er wendet hierfür keinen üblichen Weg an, er hat andere Mittel.

    Der Tulpenhandel, die Kunst, Neid , Hass und Liebe und letztendlich die Morde, dies alles hängt irgendwie zusammen. Wer hat soviel von dem allem um zum Mörder zu werden?


    Meine Meinung:

    Die Romane von Eva Völler entführen mich jedes Mal in eine andere Welt, in die ich Dank des

    hervorragenden Schreibstil, ganz und gar versinken kann. Ich bin jedes Mal davon beeindruckt wie sie es schafft, historisches Hintergrundwissen mit Fiktion, ineinander zu vermischen.

    Die bildhaften Beschreibungen der Szenerie mit all ihren Facetten ist unglaublich. Sie hat es mir leicht gemacht, Pieter mit seinen Eigenarten , sofort ins Herz zu schließen.

    Nicht zu vergessen, der Spannungsbogen, der bis zum Ende gehalten wird und einem bis dahin nicht verrät, wer der Täter ist.

    Ebenfalls bin ich begeistert, welches Wissen die Autorin dem Leser mit diesem Buch vermittelt. Man bekommt einen großen Einblick in die Zeit Rembrandts und auch anderen Künstlern, sowie in das Zeitalter, als der Tulpenhandel seinen Höhepunkt erreicht hatte.

    Auch die anderen Protagonisten, die in diesem Roman mitwirken, sind sehr real dargestellt und interessant.

    Im Anhang erfährt der Leser, was die Autorin veranlasst hat, dieses Buch zu schreiben. Ich hoffe sie hat noch viele solcher Momente und beschert uns weiterhin so viel Lesevergnügen.

    Eine absolute Leseempehlung.




    http://wasliestdu.de/rezension/absolute-leseempehlung


    https://www.lovelybooks.de/autor/Eva-Völler/Tulpengold-1503716039-w/rezension/1542865941/


    https://www.lesejury.de/eva-vo…1&tab=reviews&s=2#reviews


    https://literaturschock.de/literaturforum/forum/index.php?thread/47943-eva-völler-tulpengold/&postID=1004425#post1005721


    Was liest du


    In ein paar Tage ist sie auch hier öffentlich


    Thalia

    Hugendubel

    Amazon

    Buch.de

    eBook.de

    Weltbild

    Und auf der Hauptseite Literaturschock

    Liebe Grüße Kerstin

    3 Mal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • Hier nun endlich auch meine Rezension:


    Für ihren neuesten historischen Roman hat sich Eva Völler einen sehr interessanten Hintergrund ausgesucht, denn die Geschichte spielt zu der Zeit, als in Amsterdam das „Tulpenfieber“ grassierte. Jeder, der einigermaßen das Geld dafür hatte, spekulierte plötzlich in Tulpenzwiebeln. Es wurden regelrecht Auktionen abgehalten, bei denen es zuging wie an der Börse. In dieser Zeit kommt Pieter als neuer Lehrling zu Rembrandt van Rijn. Pieter ist ein außergewöhnlicher junger Mann. Schon nach wenigen gelesenen Seiten vermutete ich autistische Züge bei ihm, und die Autorin bestätigt dies auch in ihrem Nachwort, dass man bei dem Protagonisten heutzutage vermutlich das Asperger Syndrom feststellen würde. Das ist wohl auch der Grund für Pieters Inselbegabungen, wie man es heutzutage nennt, denn der Junge hat nicht nur großes künstlerisches Talent, sondern seine Leidenschaft gehört daneben der hohen Mathematik. Was ihm dagegen weitgehend fehlt, ist Empathie. Er tut sich schwer damit, Emotionen bei seinem Mitmenschen zu erkennen und ihre Reaktionen einzuschätzen. Dieses mangelnde Gefühl versucht der junge Mann durch höchst komplizierte Berechnungen auszugleichen. Rembrandt erkennt die genialen zeichnerischen Fähigkeiten seines neuen Lehrlings sehr schnell, allerdings hat der Maler andere Probleme. Es kommt zu mehreren Todesfällen, und die Toten haben einiges gemeinsam. Einerseits sind sie alle Tulpenhändler, und sie waren alle Kunden bei Rembrandt, wollten sich vom Meister porträtieren lassen. Auch die Art, wie sie zu Tode gekommen sind, ist gleich und lässt auf Mord schließen. Rembrandt gerät unter Verdacht, denn einige seiner Handlungen sind verdächtig, und er hätte auch ein stichhaltiges Motiv, sich von den verstorbenen Männern trennen zu wollen.

    Pieter nutzt sein mathematisches Genie und erstellt Berechnungen und Diagramme. Er hat sich in den Kopf gesetzt, damit den wahren Täter zu entlarven.


    Pieter ist ein ganz besonderer Protagonist, der durch seine Eigenheiten nicht immer leicht zu verstehen ist, den ich aber innerhalb kürzester Zeit ins Herz geschlossen habe. Die Art, wie ihn die Autorin beschreibt, ist einfach genial und sehr realistisch. Zur damaligen Zeit war der Begriff „Autismus“ noch unbekannt, und die Menschen betrachteten Pieter wohl einfach als Sonderling. Im Haus seines Lehrherrn stößt Pieter nicht gerade auf viel Verständnis, zu fremd ist den anderen Mitgliedern des Haushalts seine Wesensart. Manch einer, der ihm freundlich entgegenkommt, will ihn in Wahrheit nur ausnutzen. Aber er lernt doch einige Menschen kennen, die sich für ihn interessieren und ihm ehrliches Verständnis entgegenbringen.

    Dieser historische Krimi mit seiner vielschichtigen Handlung hat mich von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen, denn es gibt so vieles darin zu entdecken. Die beschriebene Zeit mit dem plötzlichen Run auf Tulpenzwiebeln, die Auswirkungen sowie Pieters Berechnungen und Prognosen dazu, fand ich äußerst spannend. Auch die intensiven Einblicke, die man zur damaligen Malerei erhält, sind sehr lehrreich und informativ. Man lernt vieles über die Vorgehensweise und die Gewinnung der benötigten Farben, und es werden Einzelheiten erklärt, die mich künftig alte Gemälde noch einmal mit ganz anderen Augen betrachten lassen.

    Bei den Kriminalfällen folgt man so mancher falschen Spur, denn für mich war die Lösung ganz und gar nicht vorhersehbar. Nicht alles ist so wie es scheint, und in jedem Kapitel warteten neue Überraschungen.

    Nicht zuletzt haben es mir die verschiedenen Charaktere angetan, die so treffend und lebendig dargestellt sind. Da sind neben Pieter natürlich Rembrandt und die Mitglieder seines Haushalts, von denen jeder so seine Geheimnisse hat. Aber auch andere Maler und die Tulpisten, die in der Geschichte eine Rolle spielen, sind sehr ausführlich gezeichnet, auch wenn sie sich nicht immer von ihrer besten Seite zeigen. In der jungen Schankwirtin Mareikje und dem Arzt Dr. Bartelmies hat Pieter verständnisvolle Freunde gefunden – oder scheint das nur so?

    Der Roman ist wundervoll und abwechslungsreich von der ersten bis zur letzten Seite. Man ist nie vor Überraschungen sicher, und immer spielt da auch ein Quäntchen Humor mit. Ich habe dieses wunderbare Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Das weinende Auge, weil es nun schon ausgelesen ist und es mir schwer fiel, mich von Pieter und seiner Geschichte zu verabschieden, und das lachende Auge, weil mir diese so ausgesprochen gut gefallen hat. Der Schluss ist ausgewogen und eine Mischung aus fertigen Lösungen und Erklärungen, dabei aber auch reichlich Platz für eigene Gedanken und Träumereien. Sicher wird es für mich nicht beim einmaligen Lesen bleiben, denn ich denke, bei einem Re-Read gibt es noch viel zu entdecken, was man beim ersten Mal vielleicht ganz übersehen hat. Auf jeden Fall ist dieser Roman schon jetzt ein großer Anwärter für meine Jahresfavoriten.


    Ich habe die Rezension auch auf folgenden Seiten gepostet:

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    Liebe Grüße

    Susanne

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