04 - Seite 261 bis Seite 333 (Kapitel 15 bis einsch. Kapitel 18)

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  • Nun bin ich aber ein wenig erstaunt, Laurens hat das Geld zusammen um bei Rembrandt aufzuhören und macht seine eigene Werkstatt auf. Das ging aber dann doch ziemlich schnell.

    Und ausgerechnet Caspar Ruts ist sein erster Auftraggeber.

    Er will Pieter auch noch weiß machen, Dr. Bartelmies nicht zu trauen, nur weil der früher Judith einen Antrag gemacht hat und diesen Antrag wiederholt hat , da ihr Mann ja nun auch tot ist. Das finde ich aber weit hergeholt von Laurens. Der Dr. hat mit Sicherheit nur gute Absichten.


    Die Erklärung mit den Kunstauktionen fand ich interessant. Nur weil Mareikijes Vater unwissend war und er diese Auktion veranstalltet hat, zeigte Rembrandt ihn an. Mit verklagen und Anzeigen ist Rembrandt anscheinend ziemlich schnell bei der Sache. Aber das Mareikije sich aus Rache zur Mörderin macht, glaube ich nach wie vor nicht.


    Pieter ist so übel zugerichtet, dass der Dr. ihm sogar Laudanum verabreicht. So ein heftiges Mittel,armer Pieter, der muss ganz schön was aushalten.

    Irgendwie überschlagen sich die Ereignisse und das Glück ist nicht auf Rembrandt seiner Seite. Nur wurde von Vroom und seinen Bütteln auch noch das Haus untersucht. Und oh weh, die Tulpenzwiebeln wurden gefunden. Das Pieter so schnell reagierte, war ein cleverer Schachzug. Zwar musste er ein paar Tage ins Rasphuis, eine Besserungsanstalt für Jugendliche, einziehen, aber er ist glimpflich davon gekommen. Schon heftig, mit Sicherheit gab es solche Häuser in Wirklichkeit, da mag ich gar nicht drüber nachdenken.

    Zum Glück war sein Vater ein hoch angesehener Kaufmann und Freund des Statthalters. So schnell wird Vroom sich nicht mehr an Pieter vergreifen.


    Endlich ist auch Joost nach Amsterdam gekommen um nach seine Patensohn zu schauen. Schmunzeln musste ich als er gleich mal die Tulpenzwiebeln an sich genommen hat wo Rembrandt sie doch gerne gehabt hätte. Auch als Joost es ablehnte sich von Rembrandt malen zu lassen fand ich erheiternd.


    Laurens glaubt Pieter natürlich kein Wort und ich habe die Befürchtung, das er Pieter allmählich so sehr neidet,dass er ihm gefährlich werden könnte.

    Pieter ist einfach genial, wie er Laurens klar macht, das er nach seinen Berechnungen weiß was Laurens will......Geld.....

    Mit den Überlegungen, die er mit dem Dr. hat, in welchen Dingen das Bleizucker sein könnte, sind sie noch nicht viel weiter gekommen. Aber ich hatte schon die dollsten Horrorszenarien vor Augen als ich gelesen habe das es auch im Kuchen sein könnte.


    Als Judith in Rembrandts Haus so einen Aufstand veranstaltet, hat mich das ein wenig gewundert. Warum macht sie sich die Mühe? Sie hätte doch noch mal zu Vroom gehen können um ihren Verdacht zu äußern.

    Mit der Äußerung die Laurens daraufhin macht, hat er das Fass zum überlaufen gebracht und ist nun auch nicht mehr gerne im Haus gesehen.


    Und wieder bastelt Pieter ein Geschenk für Anneke um sich etwas als Gegenleistung zu erhoffen. Mitlerweile glaube ich das ihm Cornelius ein guter Freund wäre und das er auch nichts mit den Morden zu tun hat. Irgendwie ist er mir einfach zu betroffen und ehrlich.


    Ach noch etwas, Joost hat noch mal an Sympathie gewonnen als er ganz offen alles mit Pieter wegen dessen Vermögen bespricht. Das zeigt, dass er wirklich um Pieter seine Zukunft besorgt ist.


    Und nun steht auch fest, dass die Schläger beauftragt wurden.


    Das Zahlenrätsel kannte ich übrigens auch, das hatten wir damals in der Schule. Wahnsinn das es über so viele Jahrhunderte noch Bestand hat.


    Nach wie vor ist alles offen und das rätseln und spekulieren geht weiter. Alle sind nun für mich nicht mehr verdächtig. Ich habe da so meine Favoriten. Auch der Preisverfall der Tulpen ist nun nur noch eine Frage der Zeit.

  • Ach noch etwas, Joost hat noch mal an Sympathie gewonnen als er ganz offen alles mit Pieter wegen dessen Vermögen bespricht. Das zeigt, dass er wirklich um Pieter seine Zukunft besorgt ist.

    Nicht nur das. Er hält sogar die Augen offen, nach mathematischer Literatur und besorgt diese Pieter, wenn er denkt, es könne ihn interessieren. Das Gespräch zwischen den Beiden gefiel mir auch gut. Joost sieht einen Zugang zu Pieter und auch wenn es den Anschein hat, dass er fast ein wenig neidisch auf Pieters mathematischen Fähigkeiten ist, sieht Joost eine Gemeinsamkeit zwischen sich und seinem Neffen. Auch meine ich fast ein wenig Stolz aus ihm herauszulesen. Ja, es bestärkt mich in meiner Ansicht, dass er kein schlechter Mensch ist, sondern einfach ein wenig überfordert in seiner Rolle als Ersatzvater. Es muss ja auch einen Grund haben, warum er sich nicht dazu entschlossen hat, eine Familie zu gründen.


    Marejke gefällt mir auch mit jedem Abschnitt besser. Man merkt, dass sie Pieter wirklich mag und ich glaube, dass es sie wurmt, dass sie Pieter zeigen soll, wie er Anneke bezierzen kann. Ich denke, dass sie an sich damit keine Probleme hätte, wenn sie Pieters Wahl wäre. Aber da er es für Anneke lernen will, ist sie - zurecht ;) - ein wenig eingeschnappt. Schön finde ich aber, dass sie ihm das nicht direkt zeigt, sondern merkt, dass Pieter einfach ein wenig anders ist.


    Anneke denkt wirklich, dass Quaeckel sie heiraten will. Ich sehe das ähnlich wie der restliche Hausstand: Es ist reines Wunschdenken. Für ihn wird Anneke nur eine schnelle vergnügliche Nummer, aber nichts Ernsthaftes gewesen sein. Für Anneke kann man nur hoffen, dass die Tändelei folgenlos bleibt. Denn spätestens wenn sie schwanger wird, kann das Anneke viel kosten.


    Es gibt in diesem Abschnitt zwar keinen neuen Toten, aber viele äußern ihre Verdächtigen. Rembrandt steht dabei hoch im Kurs, aber ich kann mir das nicht unbedingt vorstellen. Manchmal frage ich mich auch, ob es sich wirklich nur um einen Mörder handelt oder ob es vielleicht doch mehrere Mörder sind. Dass die Todesursache eine Bleivergiftung war, ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt, als könnte man dies ja einfach "nachahmen".


    Laurens hat nun neben Talent auch die finanziellen Mittel und den Status um sich selbstständig zu machen. Ich bin mal gespannt, ob wir noch erfahren dürfen, ob er damit auch erfolgreich ist. Denn vor allem Anfang gehört dazu wohl auch charmantes Auftreten, damit die Kunden auch wirklich zusagen und bei ihm bleiben. Einen Kunden soll er schon haben. Schauen wir mal, wie es für ihn weitergeht.

  • Das mit dem Lesestoff für Pieter fand ich auch eine tolle Geste von Joost. Da müsste ich doch glatt schmunzeln als der Doktor ihm ein Abenteuer Roman schenkte.


    Pieter ist so mit Anneke beschäftigt, dass er glaube ich gar nicht erkennen kann wie gut ihm Mareikije tut.


    Anneke wird sicher böse enttäuscht werden, auch wenn ich sie noch nicht mag ( kann sich ja noch ändern), tut sie mir jetzt schon leid wenn sie zu der Erkenntnis kommen muss, was Quaekel von ihr erwartet.

  • Oh man, noch ein Toter, wieder mit Blei vergiftet...

    Und Pieter sogar kurz im Gefängnis, er ist so ein lieber Trottel, da macht er eine Falschaussage. Ich glaube übrigens nicht, das es Rembrandt war, ist mir zu nahe liegend. Ich habe fast die Befürchtung es könnte der Doktor sein, obwohl es auch von Laurens nur eine falsche Fährte sein könnte, er könnte es auch gut sein. Er ist total merkwürdig und unsympathisch.Aber auch der Doktor käme an Blei..:verschwoerung:


    Bisher möchte ich ja Anneke noch, jetzt langsam nicht mehr so, sie behandelt Pieter wie ein dummes Kind. Da würde Mareikje besser zu ihm passen...


    Joost fängt an, Pieter besser zu verstehen, finde ich super.


    Ich glaube übrigens das es ein Mörder ist, nicht mehrere, es soll alles auf Rembrandt hindeuten...

  • Und wieder einen Toten!

    Verdammt noch mal, dass stinkt aber wirklich langsam nach einer fiesen Intrige gegen Rembrandt.

    Zumal auch dieser Hauptmann postwendend auf der Matte des Hauses Rembrandt erscheint. Im Krimi heutiger Tage würde man wohl von einer inszenierten Tat sprechen. Da will jemand Rembrandt an den Galgen bringen und mordet jetzt schon zum dritten mal.


    Pieter und seine Berechnungen, dass ist einfach sensationell was er alles mit Hilfe der Mathematik zu verstehen versucht. Nicht nur das er die Liebe zu Frauen mit Hilfe der Zahlen zu berechnen versucht - (das Gespräch mit dem Medicus Dr. Bartelmies war ein Highlight im Hörbuch :totlach: ) - nein, Pieter will auch mit Hilfe der Zahlen den Mörder finden.

    Ich versuche erst gar nicht seine Berechnungen genau zu verstehen, dass gelingt wohl auch keinem anderen Gelehrten in diesem Buch.


    Wie dem auch sei, ich finde Rembrandt sollte vielleicht nicht auf Pieter schimpfen, sondern auch mal selbst versuchen dieses Dilemma zu lösen.

    Gut das Rembrandt seine Frau Saskia hat, sie kann ihn immer wieder aus seinen Wutanfällen herausholen.


    Pieter hat nun den rechten Arm gebrochen und ist übel zugerichtet worden. Ich denke, dass war Quaeckels Rache für die gebrochene Nase.

    Warum nur kommt jetzt auch Pieter immer mehr in die Schusslinie des Mörders?

    Soll das eine Art Ablenkungsmanöver sein?


    Auch wenn Pieter mit links malen könnte, was Rembrandt ja in Erwägung zieht, so sagt man doch das die Pinselstriche anders verlaufen und die Effekte die erreicht werden sollen, nicht herausgearbeitet werden können. Der Mann mit Goldhelm würde wahrscheinlich nicht korrekt kopiert werden.


    Und mal ganz ehrlich, dieser Hauptmann Vroom ist wirklich ein dämlicher Hund in seinem Job. Wieviel Geld hat er wohl gezahlt um zum Hauptmann ernannt zu werden? Der Kerl ist für mich ein Mordsaufreger in dieser Handlung. Man sollte ihn mit einem Mühlstein am Hals in die nächste Gracht werfen! X(

    Wie viele Unschuldige sind wohl wegen diesem Idioten Vroom am Galgen gelandet? Der Fischhändler tut mir immer noch leid.


    Meinen Verdacht gegen Mareikje habe ich jetzt begraben. Sie mag etwas forsch und sehr ehrlich in ihren Antworten sein, aber sie ist bestimmt keine Mörderin. Dafür erscheint sie mir viel zu klug und mittlerweile auch zu herzlich.

    Ich glaube Pieter kann ihr Vertrauen. Sie mag Pieter das hört man sehr deutlich in den Dialogen.

    Sie wird die Sache mit der nicht genehmigten Auktion ihres Vaters auch von allen Seiten Überdacht haben und erkannt haben, dass ihr Vater vielleicht diesen Herzanfall auch ohne die Klage von Rembrandt bekommen hätte.


    Rembrandt ist wirklich mit seinen Klagen sehr schnell bei der Hand. Saskia hat es nicht leicht mit ihm. Nicht nur das er nicht das Geld zusammen halten kann, nein er investiert auch noch in diesen Tulpenhandel.

    Aber gut, dass haben damals wohl viele gemacht von denen man dass nicht gedacht hätte.


    Im Moment bleibt bei mir wirklich nur Laurens über, der als Täter in Frage käme, aber irgendwie scheint er mir zu dämlich zu sein um so eine Mord Serie zu planen.

    Wo hat der überhaupt auf einmal das Geld für seine eigene Werkstatt her? Da stimmt doch auch wieder irgendwas nicht! Ist er womöglich auch diesem Tulpenwahnsinn verfallen? Von dem geringen Gehalt bei Rembrandt wird er bestimmt nur wertlose Tulpenpapiere finanziert haben.


    Ja und was soll nur aus Anneke werden? Sie wird bitter enttäuscht werden und am Ende womöglich auch noch mit einem Kind auf der Straße stehen. Ich habe da kein gutes Gefühl bei ihrem Lebenswandel.


    Also in diesem Abschnitt türmen sich mehr Fragen für mich auf, als ich Antworten finden kann. ?(

  • Pieter ist so übel zugerichtet, dass der Dr. ihm sogar Laudanum verabreicht. So ein heftiges Mittel,armer Pieter, der muss ganz schön was aushalten.

    Ich vermute mal das es damals kaum andere Schmerzmittel gab um diese Menge an Schmerzen zu lindern.

    Pieter tat ja der ganze Körper weh wegen der Tritte und Schläge. Von der Platzwunde und dem Arm mal ganz zu schweigen.


    Endlich ist auch Joost nach Amsterdam gekommen um nach seine Patensohn zu schauen. Schmunzeln musste ich als er gleich mal die Tulpenzwiebeln an sich genommen hat wo Rembrandt sie doch gerne gehabt hätte. Auch als Joost es ablehnte sich von Rembrandt malen zu lassen fand ich erheiternd.

    Oh JAAA !!!

    In diesem Abschnitt hat Joost bei mir viele Sympathiepunkte gewonnen. Er sehr schnell da und hat seine Verbindungen genutzt.

    Und das Gespräch zwischen ihm und Pieter hat mich auch sehr versöhnt mit ihm. Offenbar hat er sich jetzt doch einige Gedanken zum Umgang mit seinem Neffen gemacht.

  • Wo hat der überhaupt auf einmal das Geld für seine eigene Werkstatt her? Da stimmt doch auch wieder irgendwas nicht! Ist er womöglich auch diesem Tulpenwahnsinn verfallen? Von dem geringen Gehalt bei Rembrandt wird er bestimmt nur wertlose Tulpenpapiere finanziert haben.

    Die Wendung mit dem Geld, das er nun komplett "fertig" gespart hat, kam mir auch sehr plötzlich vor. Vorher hörte sich das nie so an, als ob er das Geld in einer so kurzen Zeit schon zusammen gespart hat.

  • Nicht nur das. Er hält sogar die Augen offen, nach mathematischer Literatur und besorgt diese Pieter, wenn er denkt, es könne ihn interessieren. Das Gespräch zwischen den Beiden gefiel mir auch gut. Joost sieht einen Zugang zu Pieter und auch wenn es den Anschein hat, dass er fast ein wenig neidisch auf Pieters mathematischen Fähigkeiten ist, sieht Joost eine Gemeinsamkeit zwischen sich und seinem Neffen. Auch meine ich fast ein wenig Stolz aus ihm herauszulesen. Ja, es bestärkt mich in meiner Ansicht, dass er kein schlechter Mensch ist, sondern einfach ein wenig überfordert in seiner Rolle als Ersatzvater. Es muss ja auch einen Grund haben, warum er sich nicht dazu entschlossen hat, eine Familie zu gründen.

    Findest Du auch, dass Joost Pieter gar nicht so unähnlich ist in manchen Dingen. Ich habe ja schon mal sinniert, ob Pieters Anlagen nicht in der Familie schon öfters vorkamen. Ist Autismus eigentlich vererbbar? Zumindest ist Joost auch keiner, der das Herz unbedingt auf der Zunge trägt. Und obwohl man das Gefühl hat, dass er Pieter durchaus nur Gutes will, so ist er doch manchmal etwas unbeholfen oder seltsam in seinen Methoden. Überfordert ist er mit seinem Mündel allemal. Der ist ja auch sehr speziell auf seine Art. ;)

    Marejke gefällt mir auch mit jedem Abschnitt besser. Man merkt, dass sie Pieter wirklich mag und ich glaube, dass es sie wurmt, dass sie Pieter zeigen soll, wie er Anneke bezierzen kann. Ich denke, dass sie an sich damit keine Probleme hätte, wenn sie Pieters Wahl wäre. Aber da er es für Anneke lernen will, ist sie - zurecht ;) - ein wenig eingeschnappt. Schön finde ich aber, dass sie ihm das nicht direkt zeigt, sondern merkt, dass Pieter einfach ein wenig anders ist

    Ich hatte es eher so empfunden, dass sie denkt, Anneke wäre nicht gut genug für Pieter. Also nicht undingt, dass sie ihn für sich haben möchte. Eher so große-Schwester-Ding. Auf den Kleinen muss man aufpassen, dass er nicht an Weiber gerät, die ihn ausnutzen.

    Anneke denkt wirklich, dass Quaeckel sie heiraten will. Ich sehe das ähnlich wie der restliche Hausstand: Es ist reines Wunschdenken. Für ihn wird Anneke nur eine schnelle vergnügliche Nummer, aber nichts Ernsthaftes gewesen sein. Für Anneke kann man nur hoffen, dass die Tändelei folgenlos bleibt. Denn spätestens wenn sie schwanger wird, kann das Anneke viel kosten.

    Anneke tut mir ein bisserl leid. Sie denkt, dass sie mit ihrem Körper zu einer guten Partie und einer glücklichen Zukunft kommt. Dumme Liese.

  • Pieter und seine Berechnungen, dass ist einfach sensationell was er alles mit Hilfe der Mathematik zu verstehen versucht. Nicht nur das er die Liebe zu Frauen mit Hilfe der Zahlen zu berechnen versucht - (das Gespräch mit dem Medicus Dr. Bartelmies war ein Highlight im Hörbuch :totlach: ) - nein, Pieter will auch mit Hilfe der Zahlen den Mörder finden.

    Ich versuche erst gar nicht seine Berechnungen genau zu verstehen, dass gelingt wohl auch keinem anderen Gelehrten in diesem Buch.

    Göttlich - finde ich auch. Vor allem, wie messerscharf er kombiniert und wie die anderen darauf reagieren. Ich müsste mir da immer das Lachen verkneifen. Ein freundliches Lachen, versteht sich.

    Und mal ganz ehrlich, dieser Hauptmann Vroom ist wirklich ein dämlicher Hund in seinem Job. Wieviel Geld hat er wohl gezahlt um zum Hauptmann ernannt zu werden? Der Kerl ist für mich ein Mordsaufreger in dieser Handlung. Man sollte ihn mit einem Mühlstein am Hals in die nächste Gracht werfen! X(

    Wie viele Unschuldige sind wohl wegen diesem Idioten Vroom am Galgen gelandet? Der Fischhändler tut mir immer noch leid.

    :five: Du sprichst mir aus der Seele, Annette. Aber wie oft in solchen Büchern/Filmen sind die Vertreter der Justiz Trottel. Das gehört auch dazu, damit unsere Helden und Heldinnen um so besser dastehen. :err:

    Wo hat der überhaupt auf einmal das Geld für seine eigene Werkstatt her? Da stimmt doch auch wieder irgendwas nicht

    Ah, da habe ich noch gar nicht so genau darüber nachgedacht. Aber die Frage ist berechtigt. :nachdenk:

  • Findest Du auch, dass Joost Pieter gar nicht so unähnlich ist in manchen Dingen.

    Stimmt. Ich denke, wenn er mehr Zeit mit Pieter verbringen würde, könnte da ein sehr starkes Band draus werden. Auf jeden Fall merkt man schon, dass die Beiden sich mögen, auch wenn es keiner so richtig zeigen kann. Aber wenn beide da zurückhaltend sind, passt es ja trotzdem irgendwie zusammen.



    Ich hatte es eher so empfunden, dass sie denkt, Anneke wäre nicht gut genug für Pieter. Also nicht undingt, dass sie ihn für sich haben möchte. Eher so große-Schwester-Ding. Auf den Kleinen muss man aufpassen, dass er nicht an Weiber gerät, die ihn ausnutzen.

    Hm, das dachte ich anfangs auch. Aber ich finde, dass sie mittlerweile schon auch so reagiert, dass ich denke, dass mehr dahinter sein können. Mal abwarten, was sich zwischen den Beiden noch entwickelt.

  • Irgendwie ist mir Pieter einfach noch zu kindisch und Marejke gefühlt so taff und "erwachsen" - ich sehe sie einfach nicht als Liebespaar. Vielleicht noch nicht.

  • Es geht spannend weiter!


    Pieter wird zusammengeschlagen - wer der Auftraggeber dafür war, ist noch nicht aufgedeckt worden. Aber ich tippe ja - wie Mareikje - auf den Tulpenhändler Quaeckel. Der wollte sich wahrscheinlich an Pieter rächen, dass er damit auch Rembrandt trifft, war eher nur ein "positiver Nebeneffekt"


    Und dann noch der Dieb in Rembrandts Haus - da bin ich nun völlig ratlos. Ich habe keine Ahnung wer das gewesen sein könnte. Und die plötzlich aufgetauchten Tulpenzwiebel kann ich mir auch nur so erklären, dass jemand Rembrandt als Tulpendieb verhaftet und verurteilt wissen will.


    Casper Ruts ist ja mittlerweile auch tot - ebenso vergiftet.
    Und warum hasst eigentlich der Hauptmann Vroom Rembrandt so sehr? Hab ich da etwas überlesen?


    Aber Pieter hat Rembrandt noch einmal gerettet - logisch und wenig sentimental wie er nun mal ist. (Mir hat die Szene mit Saskia und Rembrandt, die beide sehr gerührt sind und Pieter, der sein Verhalten logisch erklärt, sehr gut gefallen!)


    Was mich aber interessiert - gab es in den Gefängnissen diese Wasserkammer tatsächlich? War es eher zur Abschreckung gedacht oder wurde das tatsächlich so gemacht? Obwohl... eigentlich denke ich mir, dass es sicher immer wieder jemanden gab, der "die vorhandenen Möglichkeiten auch vollständig ausnützte"?


    Ich habe mir übrigenes Rembrandts "Gastmahl des Belsazar" noch einmal genauer angesehen.

    Wikipedia weiß viel darüber und es ist immer wieder interessant, wie kunstvoll, überlegt und überaus intelligent darstellende Künstler vorgegangen sind.

    Natürlich hat mich auch Dürers Melencolia I überrascht und verblüfft!

    Meist steckt in den großen Werken viel mehr, als auf den ersten Blick zu erkennen ist! Ich bin immer wieder erstaunt und beeindruckt!


    Laurens wird mir immer unsympathischer und auch Pieter sagt, dass er ihn nicht mag. Pieters Berechnungen haben mich wirklich amüsiert - er berechnet, was andere eventuell intuitiv registrieren: dass Laurens eitel und geldgierig ist. Im Gegenzug wird mir Cornelis weiter sympathisch - er warnt Pieter und er fürchtet um Pieter, der so interessiert an der Aufklärung der Morde ist!


    Erstaunlich finde ich, dass Laurens plötzlich alles Geld, um seine Pläne (Meister, Werkstatt) zusammen hat. Das ging eigentlich recht zügig jetzt. Zu zügig für meinen Geschmack.

    Und was ist seine "Zwischenlösung" von der er spricht, damit er früher bei Rembrandt ausziehen kann?

    Aber ob er nun der Mörder ist oder nicht - das ist mir nach wie vor nicht klar!


    Übrigens... laut aufgelacht habe ich bei der Szene, als Pieter Mareikje erklärt, dass er das Dichten erlernen wollte "ein Sonett zu verfassen, doch mein Kopf fühlt sich gänzlich leer an, wenn ich mich damit beschäftige" (Seite 329) Nein! Dichten ist wirklich nicht in seiner Natur!


    Und jetzt bin ich neugierig, wie es mit Pieter weitergeht!


    Großes Kompliment an Eva! Ein spannender Krimi, der gleichzeitig mit viel historischen Fakten unterlegt wird und mich neugierig macht, mehr über Zeit und Künstler zu erfahren - wirklich großartig!

  • Was mich aber interessiert - gab es in den Gefängnissen diese Wasserkammer tatsächlich? War es eher zur Abschreckung gedacht oder wurde das tatsächlich so gemacht? Obwohl... eigentlich denke ich mir, dass es sicher immer wieder jemanden gab, der "die vorhandenen Möglichkeiten auch vollständig ausnützte"?

    Also da ich erst vor zwei, drei Wochen von der gleichen Kammer im "Kaffeedieb" gelesen habe (das zeitlich vielleicht knapp 50
    Jahre später spielt, aber auch in den Niederlande), gehe ich stark davon aus, dass es die Kammer wirklich gab. Wäre schon seltsam, wenn zwei Autoren den gleichen grausamen Gedanken gehabt hätte. Im "Kaffeedieb" hatte ich es auch so verstanden, dass das durchaus nicht nur eine Foltermethode war...


    Natürlich hat mich auch Dürers Melencolia I überrascht und verblüfft!

    Meist steckt in den großen Werken viel mehr, als auf den ersten Blick zu erkennen ist! Ich bin immer wieder erstaunt und beeindruckt!

    Das ist wirklich wahr. Ich finde es auch toll, so zufällig etwas über diese alten Kunstwerke zu erfahren. Ich habe die meisten davon auch jetzt im Rahmen der Leserunde gegooglet und kann Rembrandts - aber auch Dürers - Talent nur bewundern. Wobei mich die Kunstfertigkeit bei Rembrandt mehr beeindruckt, davor bei Dürers Melencolia wie viel Inhalt das Bild bietet.

    Irgendwie ist mir Pieter einfach noch zu kindisch und Marejke gefühlt so taff und "erwachsen" - ich sehe sie einfach nicht als Liebespaar. Vielleicht noch nicht.

    Hm, okay. Ich verstehe den Einwand. Allerdings empfinde ich Pieter nicht wirklich als kindisch. Also, ich weiß, was du meinst - er denkt vielleicht in einfacheren Strukturen, aber im Endeffekt kommt er der Realität immer näher und so wie er in die Mathematik eintaucht, ist das doch recht weit entfernt von einem Kind für mich. Sagen wir mal so, Pieter ist halt anders erwachsen.

  • Irgendwie ist mir Pieter einfach noch zu kindisch und Marejke gefühlt so taff und "erwachsen" - ich sehe sie einfach nicht als Liebespaar. Vielleicht noch nicht.

    Aber Mareikje respektiert ihn so wie er ist und er vertraut ihr - die beiden würden eigentlich gut zusammen passen. Mareikje ist ja nicht begeistert davon, dass Pieter sich so in Anneke verschaut hat und das nicht nur, weil sie Anneke für ein kleines Biest hält - vermute ich mal.


    In diesem Abschnitt hat Joost bei mir viele Sympathiepunkte gewonnen. Er sehr schnell da und hat seine Verbindungen genutzt.

    Und das Gespräch zwischen ihm und Pieter hat mich auch sehr versöhnt mit ihm. Offenbar hat er sich jetzt doch einige Gedanken zum Umgang mit seinem Neffen gemacht.

    Stimmt! Joost kümmert sich hier wirklich gut um Pieter und nicht zu vergessen: Pieter hat immer gewusst, dass Joost so reagieren wird. Er vertraut ihm, was in Pieters Fall wahrscheinlich heißt, dass Joost für ihn berechenbar ist ;) Und Joost Heertgens bemüht sich ja wirklich um ihn - er sucht nach passenden Büchern für ihn und er behandelt Pieter im Gespräch über die Vermögensverhältnisse gleichberechtigt. Irgendwann sagt er ja auch, dass er vermutet, dass Pieter mehr von all dem versteht, als er angenommen hat.

    Und der für mich allerbeste Satz dieses Abschnitts stammt auch von Joost. Als Pieter ihm von seinen Berechnungen bezüglich des Tulpenhandels erzählt:

    "Ich verstehe kein Wort", sagte Joost. "Aber ich lasse es mir durch den Kopf gehen." :five:

    Mir geht es - was die Berechnungen angeht - ähnlich...

  • Was mich aber interessiert - gab es in den Gefängnissen diese Wasserkammer tatsächlich? War es eher zur Abschreckung gedacht oder wurde das tatsächlich so gemacht? Obwohl... eigentlich denke ich mir, dass es sicher immer wieder jemanden gab, der "die vorhandenen Möglichkeiten auch vollständig ausnützte"?



    Großes Kompliment an Eva! Ein spannender Krimi, der gleichzeitig mit viel historischen Fakten unterlegt wird und mich neugierig macht, mehr über Zeit und Künstler zu erfahren - wirklich großartig!

    Ja, die beschriebene Wasserkammer gab es wirklich, die damaligen Foltermethoden machten auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt. Heute unvorstellbar und abartig grausam, aber in früheren Zeiten "normal".


    Und noch vielen Dank für das nette Lob, so lässt es sich glücklich ins Wochenende starten!


    Herzlich,

    Eva

  • Hallo zusammen


    Puh habt ihr schon viel geschrieben. So macht das Spaß aber viel Neues kann ich gar nicht mehr schreiben.

    Ich finde auch dass die Ereignisse sich jetzt ziemlich überschlagen. Und irgendwie wird alles nur noch rätselhafter.

    Ob der Dieb wirklich "nur" ein Dieb war oder noch mehr Dinge verstecken wollte die unter Umständen Rembrandt noch mehr belasten?


    Was mich aber interessiert - gab es in den Gefängnissen diese Wasserkammer tatsächlich? War es eher zur Abschreckung gedacht oder wurde das tatsächlich so gemacht? Obwohl... eigentlich denke ich mir, dass es sicher immer wieder jemanden gab, der "die vorhandenen Möglichkeiten auch vollständig ausnützte"?



    Großes Kompliment an Eva! Ein spannender Krimi, der gleichzeitig mit viel historischen Fakten unterlegt wird und mich neugierig macht, mehr über Zeit und Künstler zu erfahren - wirklich großartig!

    Ja, die beschriebene Wasserkammer gab es wirklich, die damaligen Foltermethoden machten auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt. Heute unvorstellbar und abartig grausam, aber in früheren Zeiten "normal".

    Puh, echt heftig. Da kann man wirklich wieder nur dankbar sein wie gut es uns im hier und heute geht. Vor Allem wenn man überlegt wie schnell man durch falsche Beschuldigungen in solche Notlagen kommen kann. Man sieht ja an Rembrandt wie schnell man jemanden beklagen und denunzieren kann. Und wie schnell dann auch Urteile gefällt werden


    Irgendwie ist mir Pieter einfach noch zu kindisch und Marejke gefühlt so taff und "erwachsen" - ich sehe sie einfach nicht als Liebespaar. Vielleicht noch nicht.


    Das sehe ich etwas anders, ich kann mir schon vorstellen dass Mareijke ihn da "führen" könnte. Pieter hat auch körperliche Bedürfnisse die gestillt werden müssen und wenn man mit seiner Art, mit seiner Behinderung, klar kommt, dann kann man bestimmt auch ein relativ normales Leben führen. Ich meine, Rembrandt ist schließlich auch nicht ganz normal und hat eine Frau.



    Wo hat der überhaupt auf einmal das Geld für seine eigene Werkstatt her? Da stimmt doch auch wieder irgendwas nicht! Ist er womöglich auch diesem Tulpenwahnsinn verfallen? Von dem geringen Gehalt bei Rembrandt wird er bestimmt nur wertlose Tulpenpapiere finanziert haben.

    Die Wendung mit dem Geld, das er nun komplett "fertig" gespart hat, kam mir auch sehr plötzlich vor. Vorher hörte sich das nie so an, als ob er das Geld in einer so kurzen Zeit schon zusammen gespart hat.

    Das habe ich mir auch notiert, das kam mir auch sehr komisch und verdächtig vor



    Übrigens stehe ich total auf Pieters Berechnungen auch wenn ich sie so natürlich nicht nachvollziehen kann

    Aber ich mochte Mathe immer schon und war auch mal kurz davor, Mathematik zu studieren. Ich mag die Logik und die Berechenbarkeit. Von daher kann ich Pieters Faszination schon verstehen.

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Das sehe ich etwas anders, ich kann mir schon vorstellen dass Mareijke ihn da "führen" könnte. Pieter hat auch körperliche Bedürfnisse die gestillt werden müssen und wenn man mit seiner Art, mit seiner Behinderung, klar kommt, dann kann man bestimmt auch ein relativ normales Leben führen. Ich meine, Rembrandt ist schließlich auch nicht ganz normal und hat eine Frau.

    Die beiden würde ich jetzt nicht unbedingt miteinander vergleichen. Rembrandt ist einfach ein egoistischer Mensch. Und Mareijke ist eine gestandene und vielbeschäftigte Geschäftsfrau. Ich weiß nicht, ob sie einen 18jährigen Autisten als Liebhaber haben möchte. Ich glaube nicht, dass sie wirklich in ihn verliebt ist. Kann ja noch kommen. Aber ich empfinde es bis jetzt nicht so. Und nur zum stillen der körperlichen Bedürfnisse ist sie mir zu schade. Das fände ich traurig. Da soll er sich doch lieber eine wie Anneke suchen und erst mal Erfahrungen sammeln

  • Das sehe ich etwas anders, ich kann mir schon vorstellen dass Mareijke ihn da "führen" könnte. Pieter hat auch körperliche Bedürfnisse die gestillt werden müssen und wenn man mit seiner Art, mit seiner Behinderung, klar kommt, dann kann man bestimmt auch ein relativ normales Leben führen. Ich meine, Rembrandt ist schließlich auch nicht ganz normal und hat eine Frau.

    Die beiden würde ich jetzt nicht unbedingt miteinander vergleichen. Rembrandt ist einfach ein egoistischer Mensch. Und Mareijke ist eine gestandene und vielbeschäftigte Geschäftsfrau. Ich weiß nicht, ob sie einen 18jährigen Autisten als Liebhaber haben möchte. Ich glaube nicht, dass sie wirklich in ihn verliebt ist. Kann ja noch kommen. Aber ich empfinde es bis jetzt nicht so. Und nur zum stillen der körperlichen Bedürfnisse ist sie mir zu schade. Das fände ich traurig. Da soll er sich doch lieber eine wie Anneke suchen und erst mal Erfahrungen sammeln

    Mit den körperlichen Bedürfnissen wollte ich ausdrücken dass ich Pieter nicht für kindlich halte. Er könnte ein ebenbürtiger Partner sein, er braucht eben nur eine verständnisvolle Partnerin und die könnte Mareijke sein.

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Und Mareijke ist eine gestandene und vielbeschäftigte Geschäftsfrau. Ich weiß nicht, ob sie einen 18jährigen Autisten als Liebhaber haben möchte.

    Was ich mich die ganze Zeit schon frage: Wie alt ist Marejke eigentlich?