04 - Seite 261 bis Seite 333 (Kapitel 15 bis einsch. Kapitel 18)

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  • Eva

    Vielen dank für die ausführliche Erklärung zur Farbherstellung damals und zu Rembrandts bevorzugten Maltechniken.

    Man kann sich das heute wirklich kaum noch vorstellen, wie schwer es damals war Farben herzustellen. Auch das die Farben verblassten mussten die Künstler bedenken.

    So gesehen kann man gut verstehen, dass damals die Malerei wirklich wie ein Handwerk in 3 langen Lehrjahren erlernt werden musste.

  • Eva

    Vielen dank für die ausführliche Erklärung zur Farbherstellung damals und zu Rembrandts bevorzugten Maltechniken.

    Man kann sich das heute wirklich kaum noch vorstellen, wie schwer es damals war Farben herzustellen. Auch das die Farben verblassten mussten die Künstler bedenken.

    So gesehen kann man gut verstehen, dass damals die Malerei wirklich wie ein Handwerk in 3 langen Lehrjahren erlernt werden musste.


    Tatsächlich dauerte es doppelt so lange :-) Die meisten Jungs kamen schon mit 12 in die Lehre, manche sogar früher.

  • Puh. das klingt ja ewig ... waren andere Handwerke auch so lange zu lernen?

    War es eigentlich schwierig dazu zu recherchieren oder hat man da gute Quellen bzgl Malerausbildungen im 17. Jahrhundert

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Tatsächlich dauerte es doppelt so lange :-) Die meisten Jungs kamen schon mit 12 in die Lehre, manche sogar früher.

    Puh. das klingt ja ewig ... waren andere Handwerke auch so lange zu lernen?

    War es eigentlich schwierig dazu zu recherchieren oder hat man da gute Quellen bzgl Malerausbildungen im 17. Jahrhundert

    Es gibt sehr gute Sachbücher zum "Goldenen Zeitalter" der Niederlande, insbesondere auch zum Thema Kunst, wo u. a. auch die Ausbildung der Maler thematisiert wird. Auch in diversen Rembrandt-Biografien finden sich immer wieder auch Angaben über ihn als Lehrherr, auch zu Dauer und Kosten der Ausbildung. Andere handwerkliche Berufe habe ich bei den Recherchen nur am Rande gestreift, aber ich meine mich zu erinnern, dass die Lehrzeit dort im Schnitt kürzer war, je nach Beruf bis zu fünf Jahre. Grundsätzlich musste Lehrgeld gezahlt werden, d. h. die Lehrlinge verdienten in der Zeit nichts.

  • Mussten die Eltern dann auch immer Lehrgeld bezahlen plus Kost & Logis?

    Dann konnten sich wahrscheinlich gar nicht so viele überhaupt eine Lehre leisten

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Das könnte man quasi vergleichen mit einem Studium heute, das die Eltern ihren Kindern voll finanzieren. Wenn also früher die Eltern selbst "nur" einfache Arbeiter ohne Lehre waren, dann hatten sie kaum eine Chance ihren Kindern eine Ausbildung zu finanzieren.

    Bei längerem Nachdenken könnte man fast sagen: "Es hat sich nur wenig geändert in diesem Punkt."

    Früher hatten manche Kinder Glück einen reichen "Gönner" zu finden, der ihre Ausbildung finanzierte - heute können Stipendien oder Bafög beantragt werden. Beides sind aber auch keine leichten Wege und mit Bedingungen verknüpft.

  • Irgendwie ist mir Pieter einfach noch zu kindisch und Marejke gefühlt so taff und "erwachsen" - ich sehe sie einfach nicht als Liebespaar. Vielleicht noch nicht.

    Er ist ja schon fast 18, aber so wie du schon schreibst, noch ziemlich kindisch. Ob das vielleicht an den so ganz anderen Interessen liegt die er hat. Wahrscheinlich konnte er sich darum in die andere Richtung ( Frauen, Mädchen) nicht so entwickeln wie es andere in seinem Alter tun.

    Als kindisch sehe ich Pieter eigentlich nicht. Er kann halt nicht so gut mit Gefühlen umgehen, was aber meines Erachtens eher mit seiner Besonderheit, mit dem Asperger Syndrom zusammenhängt. Für diese besonderen Menschen sind Gefühle ja oft nicht wirklich nachvollziehbar.

    Marejke musste wohl schneller "erwachsen werden", weil sie nach dem Tod ihres Vaters plötzlich recht viel Verantwortung hatte und auf sich gestellt war. Mir gefällt das Einfühlungsvermögen, das man aus ihren Worten und Handlungen spürt, wenn sie mit Pieter zusammen ist. Sie hat Geduld und Verständnis und nimmt ihn so wie er eben ist. In manchen Szenen hatte ich fast den Eindruck, sie würde ihm mehr als nur Sympathie entgegenbringen.

  • Pieters Schachzug mit den Tulpen war echt genial. Da hat er einmal, ganz ohne große Berechnungen, genau das Richtige getan.

    Von Joost habe ich mittlerweile den Eindruck, dass ihm viel an seinem Neffen liegt, er aber nie so recht weiß, wie er mit ihm umgehen soll. Zumindest hat er ja nun eine kleine kaufmännische Ader bei Pieter entdeckt, und damit kann er etwas anfangen. Ansonsten tut er viel für Pieter, auch wenn er vermutlich ein Eigenbrötler ist, der Weihnachten lieber allein verbringen möchte und darum ganz erleichtert ist, dass Pieter lieber nicht mit ihm kommen möchte.

  • Er ist ja schon fast 18, aber so wie du schon schreibst, noch ziemlich kindisch. Ob das vielleicht an den so ganz anderen Interessen liegt die er hat. Wahrscheinlich konnte er sich darum in die andere Richtung ( Frauen, Mädchen) nicht so entwickeln wie es andere in seinem Alter tun.

    Als kindisch sehe ich Pieter eigentlich nicht. Er kann halt nicht so gut mit Gefühlen umgehen, was aber meines Erachtens eher mit seiner Besonderheit, mit dem Asperger Syndrom zusammenhängt. Für diese besonderen Menschen sind Gefühle ja oft nicht wirklich nachvollziehbar.

    Marejke musste wohl schneller "erwachsen werden", weil sie nach dem Tod ihres Vaters plötzlich recht viel Verantwortung hatte und auf sich gestellt war. Mir gefällt das Einfühlungsvermögen, das man aus ihren Worten und Handlungen spürt, wenn sie mit Pieter zusammen ist. Sie hat Geduld und Verständnis und nimmt ihn so wie er eben ist. In manchen Szenen hatte ich fast den Eindruck, sie würde ihm mehr als nur Sympathie entgegenbringen.

    Nein,ich glaube auch nicht das er kindisch ist,wie es vielleicht ein "normaler" Teenager ist, für diese besonderen Menschen ist kindisch wirken eine Art um unter anderem Aufmerksamkeit zu bekommen, sie können sich oft nicht in die Menschen hineinversetzen, wollen aber auch dazugehören.Das versuchen sie dann durch albern sein

  • Als kindisch sehe ich Pieter eigentlich nicht. Er kann halt nicht so gut mit Gefühlen umgehen, was aber meines Erachtens eher mit seiner Besonderheit, mit dem Asperger Syndrom zusammenhängt. Für diese besonderen Menschen sind Gefühle ja oft nicht wirklich nachvollziehbar.

    Marejke musste wohl schneller "erwachsen werden", weil sie nach dem Tod ihres Vaters plötzlich recht viel Verantwortung hatte und auf sich gestellt war. Mir gefällt das Einfühlungsvermögen, das man aus ihren Worten und Handlungen spürt, wenn sie mit Pieter zusammen ist. Sie hat Geduld und Verständnis und nimmt ihn so wie er eben ist. In manchen Szenen hatte ich fast den Eindruck, sie würde ihm mehr als nur Sympathie entgegenbringen.

    Nein,ich glaube auch nicht das er kindisch ist,wie es vielleicht ein "normaler" Teenager ist, für diese besonderen Menschen ist kindisch wirken eine Art um unter anderem Aufmerksamkeit zu bekommen, sie können sich oft nicht in die Menschen hineinversetzen, wollen aber auch dazugehören.Das versuchen sie dann durch albern sein

    Ich empfinde Pieter weder als kindisch noch als Teenie, für mich ist er viel erwachsener als seine 18 Jahre. Er ist halt etwas naiv in menschlichen Dingen.

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Tatsächlich dauerte es doppelt so lange :-) Die meisten Jungs kamen schon mit 12 in die Lehre, manche sogar früher.

    Das könnte man quasi vergleichen mit einem Studium heute, das die Eltern ihren Kindern voll finanzieren. Wenn also früher die Eltern selbst "nur" einfache Arbeiter ohne Lehre waren, dann hatten sie kaum eine Chance ihren Kindern eine Ausbildung zu finanzieren.

    Bei längerem Nachdenken könnte man fast sagen: "Es hat sich nur wenig geändert in diesem Punkt."

    Früher hatten manche Kinder Glück einen reichen "Gönner" zu finden, der ihre Ausbildung finanzierte - heute können Stipendien oder Bafög beantragt werden. Beides sind aber auch keine leichten Wege und mit Bedingungen verknüpft.


    Ja, das Studium ist ein super Vergleich!

  • Marejke musste wohl schneller "erwachsen werden", weil sie nach dem Tod ihres Vaters plötzlich recht viel Verantwortung hatte und auf sich gestellt war. Mir gefällt das Einfühlungsvermögen, das man aus ihren Worten und Handlungen spürt, wenn sie mit Pieter zusammen ist.

    Das sehe ich auch so. Mareijke ist an ihren Aufgaben gewachsen. Aber Pieter hat ja auch schon eine Entwicklung durchgemacht.

    Von Joost habe ich mittlerweile den Eindruck, dass ihm viel an seinem Neffen liegt, er aber nie so recht weiß, wie er mit ihm umgehen soll. Zumindest hat er ja nun eine kleine kaufmännische Ader bei Pieter entdeckt, und damit kann er etwas anfangen. Ansonsten tut er viel für Pieter, auch wenn er vermutlich ein Eigenbrötler ist, der Weihnachten lieber allein verbringen möchte und darum ganz erleichtert ist, dass Pieter lieber nicht mit ihm kommen möchte.

    Joost nimmt seine Verantwortung für Pieter ernst und er will sich auch kümmern, aber er weiß halt auch nicht immer so ganz wie. Aber er macht es und das ist doch das entscheidende. Außerdem finde ich, macht er es gut.