Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)

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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "Der Preis des Todes" nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich für Horst als auch seinen Verlag Wunderlich, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.

  • Dann mache ich hier mal den Anfang:


    Glänzender und absolut packender Politthriller der Extraklasse

    In seinem neuesten Buch verlässt der Autor Horst Eckert sein gewohntes Terrain des Polizei-Thriller und begibt sich auf das glatte Parkett der Politik und der Medienbranche. Doch auch hier kommt er glänzend zurecht und liefert abermals einen hochspannenden Thriller ab, der mich auf ganzer Linie überzeugen und sogar begeistern konnte.


    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Talkshowmoderatorin Sarah Wolf, die ein heimliches Verhältnis mit Christian Wagner, einem Staatssekretär im Gesundheitsministerium, unterhält. Als dieser unter Lobbyismusverdacht gerät und scheinbar Selbstmord begeht, will Sarah die Hintergründe seines Todes ans Licht bringen. Dabei sticht sie in ein Wespennest.

    Parallel ermittelt Paul Sellin von der Düsseldorfer Kriminalpolizei in dem mysteriösen Mordfall an der jungen Johanna Kling. Der todkranke Ermittler verbeist sich förmlich in seinen letzten Fall und entdeckt, das das Opfer für eine Hilfsorganisation gearbeitet hat und kurz vor ihrem Tod in Kontakt zu Christian Wagner stand.


    Wie schon seine Vorgänger besticht auch dieser Thriller durch eine komplexe und glänzend recherchierte Geschichte, vielschichtige und lebensnah gezeichnete Charaktere, zahlreiche überraschende Wendungen und einen packenden Schreibstil, der von der ersten Seite an eine unheimliche Sogwirkung ausübt. Der durchgehende Spannungsbogen, der die hervorragend aufgebaute Geschichte vom Anfang bis zum Ende ohne Durchhänger trägt, trägt zudem einiges zu dieser Wirkung bei.

    Die Stammleser der Bücher von Horst Eckert müssen diesmal allerdings auf die sonst üblichen Machtkämpfe und -spiele innerhalb des Düsseldorfer Polizeiapparates verzichten, auch wenn das KK11 hier wieder an den Ermittlungen beteiligt ist und zudem einige Protagonisten aus früheren Büchern in Nebenrollen auftauchen.Die Intrigen innerhalb der Medienbranche sind hier allerdings ein mehr als ein gleichwertiger Ersatz. Gekonnt flechtet der Autor einige Anspielungen auf real existierende Personen und Vorgänge in seine Geschichte ein, die die Haupthandlung auf vortreffliche Art und Weise untestützen und dem rundherum überzeugenden Gesamtbild einige zusätzliche Facetten hinzufügen.


    Horst Eckert beweist wieder einmal, das ihm der vom Radiosender hr2-Kultur verliehene Titel "Großmeister des deutschen Politthrillers" völlig zu recht zugesprochen wurde.


    Für dieses Buch ist eine Leseempfehlung eigentlich viel zu wenig, hier ist eher ein "Lesebefehl" angebracht.




    Ich habe diese Rezension auch noch ein wenig gestreut und sie auch auf anderen Plattformen (Amazon, Buch.de, Thalia.de, Weltbild, LovelyBooks, Was liest Du und Leserkanone) eingestellt. Auch auf der Hauptseite Literaturschock.de und im im großen Bücherforum ist sie zu finden.

    "Wer Bücher liest, kennt sogar den Zusammenhang, aus dem Zitate gerissen werden." (unbekannter Autor)

    2 Mal editiert, zuletzt von ech ()

  • Absolut lesenswerter Thriller!


    Im neuen Krimi von Horst Eckert sucht die Talk Show Moderatorin Sarah Wolf den Mörder ihres Freundes, einem hochrangigen Politiker.


    Hochspannend werden ein weiterer Mord, Korruption und Organhandel miteinander verknüpft. Wieder hat Horst Eckert alles bis ins Detail recherchiert. Neben den politischen Machtspielen sind auch die furchtbaren Zustände in einem Flüchtlingslager und die Intrigen im Mediengeschäft packend beschrieben.


    Man ist von Anfang an gefesselt und die vielen Wendungen hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht.


    Der Thriller ist absolut lesenswert, für mich das beste Buch von Horst Eckert.

    *********


    Es war meine erste Leserunde und sicherlich nicht die Letzte. Horst's Thriller hat mich wieder begeistert, die einzelnen Bewertungen sind mir leicht gefallen, ich freue mich schon jetzt auf sein nächstes Buch!


    Ich habe meine Rezension auch bei Bücher.de, Amazon und Mayersche (hier ist eine Korrektur der Sterne-Angabe in Arbeit) abgegeben. Gleich folgt noch Literaturschock.de.

  • EIN WEITERER VOLLTREFFER


    Hier nun meine Rezension zum Roman.

    Auch der neue Roman von Horst Eckert "Der Preis des Todes" kann getrost als Volltreffer bezeichnet werden. Wie bei nahezu all seinen Romanen gewohnt, hat man auch in "Der Preis des Todes" das teils beklemmende Gefühl, dass die Handlung sehr nah an der Realität dran ist und im wirklichen Leben jederzeit so oder so ähnlich passieren könnte.

    Der Roman zeichnet sich durch eine klare Sprache und einen logischen und verständlichen Aufbau aus. Die relativ kurzen Kapitel tragen dabei zur weiteren Spannungssteigerung bei.

    Die Themen Lobbyismus und die teilweise kriminellen Verstrickungen von Politik, Pharmaindustrie und Medizin werden glaubwürdig geschildert. Hier und bei der Darstellung von Sarah Wolfs Arbeit merkt man besonders die sorgfältige Recherche des Autors.

    Fazit: Auch mit "Der Preis des Todes" hat Horst Eckert seine Position als einer der besten deutschen Krimi-Autoren eindrucksvoll bestätigt und gefestigt. Ich wünsche dem Buch viele Leser, denen spannende Unterhaltung auf hohem Niveau garantiert ist.

  • Ich bedanke mich bei meinen MitleserInnen und vor allem bei Horst Eckert für diese tolle Leserunde! Das Buch hat mich total begeistert und wird nicht mein letztes von Horst gewesen sein.

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    Aktuell und authentisch


    Inhalt:

    Sarah Wolf ist eine erfolgreiche Talkshow-Moderatorin. Sie ist heimlich liiert mit dem angesehenen Politiker Christian Wagner. Als man ihn tot auffindet (anscheinend Suizid), beginnt Sarah, der Sache auf den Grund zu gehen und sticht dabei in ein Wespennest. Schnell ergibt sich eine Verbindung zu dem Mord an einer jungen Frau, die sich für ein Flüchtlingslager in Kenia engagiert hat. Kommissar Paul Sellin hat sich in diesen Fall verbissen. Er ist schwer an Krebs erkrankt und möchte diesen Mord unbedingt noch aufzuklären.


    Meine Meinung:

    Für mich war dies das erste Buch von Horst Eckert. Es hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und unheimlich spannend! Trotz ernster und auch sehr trauriger Thematiken schafft es der Autor immer wieder, das Geschehen durch humorvolle Personen und Szenen aufzulockern. Wir tauchen ein in drei große Themenbereiche: Zum einen die Medienbranche, in der Sarah Wolf als Moderatorin einer Polit-Talkshow unter sehr großem Leistungsdruck steht.

    Zum anderen lernen wir das politische Geschehen auf Bundesebene kennen. Christian Wolf war als Staatssekretär zuständig für die Fusion zweier Klinikkonzerne. Wir haben es mit organisiertem Verbrechen, Geldgier, Geltungssucht und Korruption zu tun.

    Schließlich nimmt der Autor uns mit in ein Flüchtlingslager in Kenia. Die Zustände dort sind wirklich furchtbar und erschreckend! Was da mit Menschen gemacht wird, ist alles andere als menschenwürdig.

    Mit (fast) allen Protagonisten konnte ich mich identifizieren. Allen voran Sarah, die das Herz am rechten Fleck hat. Sie ist beruflich sehr ehrgeizig, bleibt aber trotzdem bodenständig und sehr menschlich. Ihr Team, mit dem sie für die Sendungen recherchiert, ist sehr engagiert und loyal. Paul Sellin hat mich völlig überzeugt, er ermittelt gewissenhaft, stellenweise etwas unkonventionell, aber was hat er schon zu verlieren? Beruflich wie privat möchte er Ordnung in sein Leben bringen.

    Für Christian Wolf konnte ich nicht viele Sympathien entwickeln. Auch die anderen Politiker, die tragende Rollen spielen, kommen nicht gut weg.

    Das Ende ist leider nicht sehr tröstlich, aber durchaus logisch und stimmig.


    Fazit:

    Ein unbedingt empfehlenswerter Thriller, der auch ohne blutige Szenen überaus spannend ist.

    —————

    Amazon

    Literaturschock

    Lit.-Schock, großes Bücherforum

    buecher.de („Aktuell und authentisch“ 21.03.2018)

    Leserkanone (Caren Lü „Aktuell und authentisch“ 21.03.2018)

    Weltbild (Caren Lückel „Aktuell und authentisch“ 21.03.2018)

    Thalia („Aktuell und authentisch“ 21.03.2018)

  • Ihr Lieben,


    inzwischen sind seit dem Start der Runde drei Wochen ins Land gezogen, daher möchte ich mich bei Euch allen bedanken. Es hat Spaß gemacht, Eure Eindrücke und Spekulationen zu lesen!


    Horst_Eckert An dieser Stelle möchte ich mich einmal herzlich bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und uns bei der Lektüre begleitet hast!

    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit "Der Preis des Todes" - nicht nur, weil es wieder einmal ein großartiger Thriller geworden ist, sondern weil er auch zeigt, dass es wichtig ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

    Schon jetzt freue ich mich auf Dein nächstes Werk und hoffe, dass wir uns dann wieder hier lesen!


    Herzliche Grüße

    Tabea


    PS. Meine Rezension folgt in den kommenden Tagen.

  • Zwei Morde und eine gemeinsame Spur nach Kenia


    Der Staatssekretär des Gesundheitsministerium Christian Wagner wird in Berlin tot in seiner Wohnung aufgefunden. Was zuerst wie Selbstmord aussieht, stellt sich jedoch bald als Mord heraus. Wagners Freundin, die bekannte Polit-Moderatorin Sarah Wolf, konnte von Anfang an nicht an eine Selbsttötung glauben und beginnt in der Vergangenheit ihres Freundes nach möglichen Motiven für seinen Tod zu suchen. Als in Düsseldorf die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, die zuvor mit Wagner Kontakt aufgenommen hatte, führt eine gemeinsame Spur nach Dadaab in Kenia, eines der größten Flüchtlingslager der Welt.


    In dem neuesten Politthriller von Horst Eckert bekommt es der Leser mit zwei Morden zu tun, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben – eine Meinung, die auch die ermittelnde Polizei vertritt. Sarah Wolf, bekanntes Gesicht einer erfolgreichen Polit-Talkshow, sieht das jedoch anders: durch ihr Verhältnis mit Christian Wagner hat sie ein persönliches Interesse daran, die Hintergründe für den Mord an ihrem Freund aufzudecken. Zudem entdeckt sie in Wagners Unterlagen Hinweise, die sie daran zweifeln lassen, wie gut sie ihren Geliebten wirklich kannte und ihren journalistischen Spürsinn wecken.


    Über die Figur Sarah Wolf erhält der Leser einen vielschichtigen und spannenden Einblick in den Medienalltag, vom Planen einer Talkshow über die Auswahl der Gäste, die nicht immer so unabhängig ist, wie man denken sollte, bis zu dem erbitterten Kampf um die Einschaltquoten und damit das eigene Überleben in der Fernsehwelt.

    Auch Sarah muss sich nach den Einschaltquoten und den politischen Interessen in Berlin und ihrer Vorgesetzten richten, um mit einer Verlängerung ihres Vertrags durch den Sender den Fortbestand ihrer eigenen Produktionsfirma zu sichern. Aber Sarah hat sich einen Teil ihres Idealismus bewahrt und schwimmt eben nicht immer im Strom mit, was sie mir sehr sympathisch gemacht hat. Außerdem hat sie Prinzipien, zu denen sie steht.


    Mit Paul Sellin lernen wir den ermittelnden Kommissar im Fall der toten jungen Frau in Düsseldorf kennen, der schwer erkrankt ist und der einen Wettlauf gegen die Zeit gewinnen will, denn dieser Fall könnte sein Letzter sein – und er will ihn unbedingt lösen, zur Not auch gegen die Widerstände eines manchmal allzu trägen Amtsschimmels. Gerade diese Hartnäckigkeit und Sellins Bereitschaft, in alle Richtungen zu ermitteln, hat mir bei ihm sehr gut gefallen.


    Bei den Nebenfiguren haben mir besonders gut Nils und Laura, zwei mutige und engagierte Kollegen von Sarah, gefallen, die genauso geradlinig sind wie sie. Aber auch der junge Krankenpfleger Henry in Kenia, der sich mutig für die Wahrheit einsetzt, obwohl er sich damit in Lebensgefahr bringt.


    Sarah reist zusammen mit ihren Kollegen im Rahmen ihrer Nachforschungen und einer Reportage nach Dadaab in Kenia, dem größten Flüchtlingslager der Welt, da ihr einige Hinweise vorliegen, dass dort der Grund für den Tod von Christian Wagner verborgen liegt. Das Zusammenleben so vieler Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Herkunft unterliegt eigenen Gesetzen und führt zu Schwierigkeiten und Zuständen, die mir in dieser Weise bisher nicht bekannt waren und mich entsetzt haben. Durch das Hervorheben einzelner Schicksale erhalten die Bewohner von Dadaab in diesem Buch ein Gesicht und ihre eigene Geschichte, was ich sehr gut fand.


    Was die Ermittlungen von Sarah Wolf und Paul Sellin angehen, bietet das Buch sehr viel Raum für Spekulationen. Teilweise lag ich mit meinen Ahnungen gar nicht so falsch, aber die endgültige Auflösung hat mich dann doch wieder überrascht.


    „Der Preis des Todes“ konnte mich in seiner Spannung und den interessanten Einblicken in eine breite Thematik wieder voll und ganz überzeugen.


    Meine Rezension erscheint bei:

    Amazon

    Großes Literaturschock-Bücherforum

    Literaturschock.de

    LovelyBooks

    Lesejury

    Thalia

    Weltbild


    Lieber Horst,

    auch ich bedanke mich hiermit nochmal herzlich für deine tolle Begleitung dieser Runde und hoffe ebenso, dass wir uns bei deinem nächsten Buch hier wieder gemeinsam lesen werden :winken:

  • Hier kommt nun auch mein Rezension.

    Vielen Dank, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte und besonders an Horst Eckert, der mir so unkompliziert ein signiertes Buch zukommen ließ.

    Das Buch „Der Preis des Todes“ ist mein erstes Buch des Autors Horst Eckert, welches ich gelesen habe. Erschienen ist es im März 2018 im Wunderlich Verlag und umfasst über 400 Seiten.


    Hauptprotagonistin im Buch ist die junge ehrgeizige Top- Moderatorin Sarah Wolf, die mit eigener Agentur ihre Brötchen verdient. Sie moderiert erfolgreich eine Polit- Talkshow im Abendprogramm eines großen Fernsehsenders. Liiert ist Sarah mit dem Staatssekretär Christian Wagner, jedoch halten beide ihre Liebe gegenüber der Öffentlichkeit geheim, da Christian als Politiker im Fokus der Öffentlichkeit steht. Allerdings wird Christian eines Tages in seiner Berliner Wohnung tot aufgefunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus, was Sarah jedoch nicht glauben kann und sie beginnt selbst nachzuforschen. Dabei stößt sie auf eine seltsame Liste, die sie bei Christian gefunden hat.


    Schauplatzwechsel: In Düsseldorf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Kriminalkommissar Paul Sellin beginnt mit seinen Ermittlungen und stellt fest, dass die junge Frau sich nach einer Afrikareise mit Christian Wagner getroffen hat. Besteht da ein Zusammenhang?


    Horst Eckert hat es in diesem Buch geschafft, ein hochbrisantes Thema geschickt in einen spannenden Plot zu packen, bei dem der Leser voll auf seine Lesegenusskosten kommt. Nachdem ich beim Lesen der ersten Seiten noch ein wenig skeptisch der Handlung gegenüberstand, musste ich schnell einsehen, dass man das Buch nicht wirklich aus der Hand legen kann. Die 400 Seiten sind schneller gelesen als einem lieb ist.


    Das Buch mit seinem Plot besticht durch ein vom Autor sehr gut recherchiertes Thema, welches leider heutzutage Realität ist – es geht um Organhandel. Eine Ware, bei dem auch der Tod von Menschen billigend in Kauf genommen wird. Man merkt beim Lesen, dass sich der Autor sehr tiefgründig mit dem Thema beschäftigt hat. Gekonnt lässt er dann dieses Thema in seine Geschichte um Sarah Wolf fließen.


    Die Protagonisten sind gut beschrieben und authentisch dargestellt. Natürlich war ich nicht begeistert über die Entwicklung eines Protagonisten (den Namen zu nennen würde spoilern bedeuten), aber genau das hat die Person dennoch so interessant gemacht.

    Sarah ist eine taffe, zielstrebige und ehrgeizige Frau, die oft über ihre Grenzen geht und bei ihrer Recherche zu einem Thema ihrer Sendung auch Gefahren nicht scheut. Manchmal fand ich sie ein wenig leichtsinnig ihrem Team gegenüber. Andererseits war diese Leichtsinnigkeit natürlich für den Kick und die Spannung im Buch maßgeblich mit verantwortlich.


    Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Im ersten Handlungsstrang wird aus Sicht von Sarah erzählt und der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte aus Sicht des Kriminalkommissars Paul Sellin. Diese Abwechslung und der Wechsel zwischen ruhigeren und wirklich dramatischen Sequenzen sorgt dafür, dass die Spannung stetig auf einem hohen Level gehalten und der Leser so in den Bann der Geschichte gezogen wird.


    Der Schreibstil des Autors ist sehr gut zu lesen, flüssig und ohne Schachtelsätze. Dennoch ist es aufgrund der Thematik kein Buch, welches man mal eben so nebenbei liest. Nach mancher Szene bedarf es einer Lesepause, um erst mal über das Gelesene nachzudenken – immer mit dem Hintergedanken, dass es genauso jeden Tag hundertfach auf dieser Welt passiert.


    Mich hat „Der Preis des Todes“ wirklich überzeugt und es wird nicht mein letztes Buch des Autors gewesen sein. Ein gelungener Thriller, der von mir eine Leseempfehlung bekommt.

  • Sarah Wolf ist das bekannte Gesicht einer wöchentlichen Polit-Talkrunde im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Was allerdings niemand weiß: sie führt eine noch relativ frische Beziehung mit Christian Wagner, seines Zeichens Staatssekretär im Gesundheitsministerium. Da die Produktionsfirma Wolfs in Düsseldorf ist, müssen sich Sarah und "ihr" ebenfalls vielbeschäftigter Staatssekretär bis auf Weiteres mit unregelmäßigen Treffen in der Hauptstadt begnügen. Bei einem dieser Treffen, zu dem die Journalistin extra wie verabredet unter der Woche eingeflogen ist, öffnet Christian seine Wohnungstür nicht und geht auch nicht an sein Telefon. Als Sarah kurz darauf erfährt, dass der Bundestagsabgeordnete Selbstmord begangen hat, kann sie das weder begreifen noch glauben. Auch wenn dem SPD-Politiker jüngst eine persönliche Verbindung zu einer Krankenhausbetreiberin in NRW, der Samax AG, vorgeworfen wurde, die sich für einen Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums als pikant herausstellen könnte: kann das wirklich der Grund für einen Suizid sein?


    Währenddessen ermittelt Kommissar Sellin im Fall einer Frauenleiche, die an einem Düsseldorfer See gefunden wurde. Als sich kurz darauf herausstellt, dass das Opfer, kurz vor seinem Tod in Verbindung mit einem Berliner Politiker getreten ist, gibt dies Rätsel auf. Was könnte die junge Johanna Kling, die als Menschenrechtsaktivistin tätig war, mit einem Staatssekretär aus Berlin zu schaffen haben? Sellin setzt alles daran, diesen Fall zu lösen - denn viel Zeit bleibt ihm nicht mehr...


    Sarah Wolf macht sich auf die Suche nach Hinweisen aus der Vergangenheit Christians. Die Tatsache, dass sie niemals mit einem Selbstmord gerechnet hätte, macht sie stutzig und erste Erkenntnisse deuten schnell darauf hin, dass sie mit ihrer Skepsis richtig lag. Ihre Nachforschungen führen Sarah nicht nur nach Afrika, sondern stellen auch eine Verbindung zu Kommissar Sellins Fall her...


    Horst Eckert ist mit "Der Preis des Todes" ein sehr guter Thriller gelungen, der nicht nur ein brisantes Thema in den Fokus rückt, sondern auch gesellschaftliche Themen wie Lobbyismus, fragwürdigen Politzirkus oder eine mehr als unschöne Ellenbogen-Mentalität Beachtung schenkt. Gerade am Beispiel Sarahs zeigt sich die Doppelmoral in einer unter Druck stehenden Branche. Geht es um die Quote, kann ein frisches und vor allem attraktives Gesicht vielversprechend sein - doch selbstverständlich wird die vermeintliche Gleichberechtigung schnell über Bord geworfen, wenn es um die eigenen Interessen geht. Sarah hat somit an mehreren Fronten zu kämpfen: nicht nur, dass sie mit dem Tod Christians und den damit einhergehenden Ungereimtheiten zurecht kommen muss, nein, sie steht auch mit der ständigen Beobachtung ihrer Arbeit bezüglich der Einschaltquoten und muss mit Intrigen und Vorbehalten der Rundfunk-Verantwortlichen kämpfen. Hier gelingt dem Autor übrigens ganz nebenbei ein sehr interessanter Einblick in die Welt der Produktion einer politischen TV-Sendung.


    "Der Preis des Todes" ist ein alleinstehender Roman, der - wie bei Horst Eckert gewohnt - sehr spannend ist und gesellschaftliche Missstände deutlich aufzeigt. Der Autor beweist dabei nicht nur sein Geschick, mit dem er seine Figuren mit der nötigen Vielschichtigkeit und authentischen Entscheidungen zeichnet, sondern schafft es mit seiner klaren Sprache auch dieses Mal, seiner Leserschaft wichtige Themen intelligent nahezubringen. Dass Horst Eckert darüber zu keinem Zeitpunkt die Spannungskurve vergisst und ziemlich clever mit möglichen Spekulationen spielt, versteht sich von selbst.


    Fazit: Aktuell, packend und politisch wichtig! Definitiv eine Leseempfehlung!

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