08/2018 Andrea Bottlinger - Das Geheimnis der Papiermacherin

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  • Andrea  

    Es war wirklich eine schöne Leserunde - kein Wunder bei dem Buch!

    Einzig - der Titel. Ich finde ja, dass er irgendwie gar nicht zur Geschichte um Anna passt. Wer hat diesen Titel eigentlich entschieden?

    Allerdings muss ich zugeben, dass mir kein passenderer Titel eingefallen ist:o

    :)

    Der Verlag entscheidet immer über den Titel, und der wird danach ausgewählt, was man meint, was sich am besten verkaufen wird. Im historischen Roman ist das seit Jahren ein Titel, der irgendeinen Beruf in der weiblichen Form enthalten muss, entweder einfach für sich oder eben mit dem Zusatz von einem Geheimnis, einem Schwur, einer Tochter oder eventuell auch so was wie Rache, oder so. Das ist dasselbe Prinzip wie dass die Cover von historischen Romanen sehr oft eine Frau auf der linken Seite zeigen mit einer Stadt im Hintergrund. Wenn Verlage einmal so eine Formel gefunden haben, lasse sie sie sehr ungern wieder los ;-)

  • Ach das ist ja interessant. Die Autorin arbeit lange an so einem Werk,steckt sehr viel Mühe und Herzblut in sein Projekt und dann darf nicht mit entschieden werden, wieder Titel heißen könnte. Irgendwie unfair. Die Macht der Verlage und auch die Ungerechtigkeit bei der Bezahlung der Autoren, verärgert mich des öfteren mal.

  • Der Verlag entscheidet immer über den Titel, und der wird danach ausgewählt, was man meint, was sich am besten verkaufen wird. Im historischen Roman ist das seit Jahren ein Titel, der irgendeinen Beruf in der weiblichen Form enthalten muss, entweder einfach für sich oder eben mit dem Zusatz von einem Geheimnis, einem Schwur, einer Tochter oder eventuell auch so was wie Rache, oder so. Das ist dasselbe Prinzip wie dass die Cover von historischen Romanen sehr oft eine Frau auf der linken Seite zeigen mit einer Stadt im Hintergrund. Wenn Verlage einmal so eine Formel gefunden haben, lasse sie sie sehr ungern wieder los ;-)

    Ach das ist ja interessant. Die Autorin arbeit lange an so einem Werk,steckt sehr viel Mühe und Herzblut in sein Projekt und dann darf nicht mit entschieden werden, wieder Titel heißen könnte. Irgendwie unfair. Die Macht der Verlage und auch die Ungerechtigkeit bei der Bezahlung der Autoren, verärgert mich des öfteren mal.

    Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du dich über die Bezahlung ärgerst ;-) aber das mit dem Titel hat schon seinen Sinn. Verlage haben ja nicht umsonst eine Marketingabteilung. Da sitzen Leute, die den Buchmarkt und die aktuellen Trends sehr gut kennen und optimalerweise (Natürlich auch nicht immer. Es gibt immer Leute, die ihren Job nicht gut machen. Das ist dann natürlich ärgerlich.) genau sagen können, wie man ein Buch präsentieren muss, damit Cover und Titel allein schon richtig kommunizieren, um was für eine Art von Geschichte es sich handelt. Dabei geht es nicht mal so sehr darum, dass beides zum Inhalt des Romans passt, sondern mehr darum, dass man so ganz allgemeine Eindrücke vermittelt. In diesem Fall hier z.B.: "Historischer Roman mit Frau in der Hauptrolle, die gegen Wiedrigkeiten ihren eigenen Weg findet." Das ist im Prinzip ein eigenes Sub-Genre des historischen Romans, und man will möglichst, dass Leute, die gerne solche Geschichten lesen, auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um eine solche Geschichte handelt. Das entscheidet immerhin, ob man als potenzieller Leser in einer Buchhandlung den Roman dann in die Hand nimmt und den Klappentext liest, wo man dann spezifischere Informationen bekommt.

    All diese Dinge zu wissen gehört aber ja gar nicht zum Job eines Autors. Also, ich kenne mich ein bisschen damit aus, weil ich etwas Entsprechendes studiert habe, aber das hat natürlich nicht jeder Autor. Deshalb ist auch der Autor nicht derjenige, der solche Dinge entscheidet, sondern optimalerweise wird das Ergebenis eben besser, wenn man das Leute machen lässt, deren Job das ist und die deshalb auf professioneller Ebene Ahnung davon haben.