08: Seite 357 - Seite 437 (Kap. 5)

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  • Sehr geil. Aber bevor ich differenzierter antworte muss ich meiner Begeisterung Luft machen.

    Kothaufen? Handlungsreisende in Boran? Männer mit starrem Blick und seltsam undefiniertem Aussehen? Ich schmeiß mich weg.

    Wäre jemand geistesgegenwärtig genug gewesen sie nach ihren Namen zu fragen, hätte die Antwort Alrik und Alrik mit ihrem Vetter Alrik gelautet, nicht wahr?

    :geil:

  • Wäre jemand geistesgegenwärtig genug gewesen sie nach ihren Namen zu fragen, hätte die Antwort Alrik und Alrik mit ihrem Vetter Alrik gelautet, nicht wahr?

    Du hast die Hinweise natürlich richtig gedeutet. :klatschen:

    Aber bei den Namen bin ich bei meiner Hommage dann doch vom Vorbild abgewichen, wie die nächsten Leseabschnitte zeigen werden.

  • Puh..... Was für ein Abschnitt. Da ist aber mal eine Menge passiert. Mir schwirrt noch ganz der Kopf.


    Erstmal konnte ich hier die Szene nachlesen, die ich schon zweimal bei Euren Lesungen gehört habe. Und ich habe einen Schaden davongetragen. Ich habe tatsächlich mit der Stimme von Robert gelesen :boah::boah::boah: Und es ging nicht weg.


    Dann der Schock mit den Schwestern. Das habe ich als abstoßend empfunden, auch wenn das vermutlich dort nicht unüblich ist. Shaya hat zwar jetzt Liebeskummer und betrinkt sich zum ersten Mal, aber da wird sie schon drüber hinweg kommen. Mit der Zeit.... Sie hat etwas Besseres verdient. Aber wer weiß, vielleicht war das für sie ganz gut und zieht daraus wertvolle Erkenntnisse. Nichts erlebt man umsonst. Lustig fand ich, dass die beiden Mädels zechen bis zum Abwinken und denken, sie müssten nichts bezahlen. Ich hätte allerdings in deren Zustand nicht mehr abarbeiten können :totlach:


    Irulla gefiel mir wieder sehr gut. Ich konnte sie mir gut in dieser bunten Kleidung vorstellen. Die Szene im Tempel fand ich allerdings ein wenig merkwürdig. Irullas Bruder? Sogar sie war sichtlich verwirrt, allerdings weiß man nicht warum. Entweder weil sie nichts von einem Bruder weiß oder weil sie sich wundert, dass diese eher seltsamen Tempelvorsteher davon wissen. Ich befürchte allerdings, dass wir darüber erst viel später erfahren werden.


    Unsere Magier besuchen Rakorium, der ein wenig vergiftet scheint. Die Beschreibung von Kladj gefiel mir sehr gut. Hilbert von Puspereiten - wer kommt auf solch einen Namen? Und ich will immer etwas ganz anderes lesen ... :totlach:


    Immerhin bekommen sie eine Art Tuch, die richtig gefaltet den Ort der Schlangengräber verrät. Klar, dass eine Elfe so etwas besser kann als die Männer. Es muss eben "schön" sein ^^ "Tantchen Elfe" - da hab ich auf dem Boden gelegen - ausgerechnet bei Lailath.


    Und Tylstyr schafft es endlich, wieder durch Zidaines Augen zu sehen. Kein Wunder, wenn Beorns Ottajasko quaso vor Boran liegt. Da sind sich die beiden Wettkämpfer so nah...


    Und dann kommen diese fürchterlichen Drillinge. Ich ahnte schon vorher, dass das nicht gut ausgehen kann. Aber direkt Entführung? Sie müssen ein starkes Interesse an Leomara haben. Immerhin hatte sie ja auch diese Vision.

    Aber was sind sie? Irgendwie kommt mir da etwas bekannt vor, kann es aber nicht greifen. Gruselig ist das allemal. Leomara erzählt auch etwas von einem "Grausamen", vielleicht der Namenlose? Ich denke, der Geist der Drillinge hat durch Leomara gesprochen. Aber vor was oder warum haben sie sich versteckt?


    Ah... ich glaub ich weiß jetzt..... es erinnert mich an Edgar in men in black .... Das Edgar-Kostüm, in dem die hässliche Kakerlake schlüpft. Irgendso etwas sind diese Drillinge bestimmt auch.


    Klar, dass Phileasson auf die Suche geht. Und das ist so spannend, da kann man nicht mehr aufhören zu lesen.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Phileassons Ottajasko zeigt sich von der schönsten Stadt auf der schönsten Insel im schönen Aventurien angemessen verwirrt. Wie geht es Euch?

    Ja, verwirrt ist da der richtige Ausdruck. Obwohl ich es mir noch schlimmer vorgestellt habe. Aber wir sind ja noch nicht am Ende.

    Kothaufen? Handlungsreisende in Boran? Männer mit starrem Blick und seltsam undefiniertem Aussehen? Ich schmeiß mich weg.

    Kothaufen fand ich in der sonst eher gruseligen Szene auch witzig. Du hast da vermutlich noch ganz andere Hintergrundinformationen und weißt schon, um was oder wen es sich da handelt. Das ist bestimmt besonders lustig für Insider. Ich bin schon sehr gespannt auf die Aufklärung.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Die drei Starrer

    Der Autor Karl-Heinz Witzko gilt als wichtigster Schöpfer der Insel Maraskan und ihrer Kultur. In meinem DSA-Lieblingsoman spielt die erste Szene in einer Kneipe auf Maraskan. Später weist einer der drei Protagonisten seinen Begleiter auf eine Besonderheit der Gäste hin: "Sie möchten nicht Kothaufen genannt werden."

    Ich kenne keine andere Quelle in der dieses Wort zur Beschreibung von Personen benutzt wird.


    Maraskan/Boran

    Mir haben die Beschreibungen sehr gut gefallen. Essen, Sprache, das Honinger Theater, die Architektur, der Tempel, der Kladj. All die Dinge, welche die maraskanische Kultur illustrieren. Und mit Rakorium und dem jungen von Puspereiken treffen wir zwei legendäre Figuren aventurischer Zeitgeschichte. Und Tantchen Lailath ist natürlich auch hier sensationell.

    Großartig fand ich auch die Szene im Tempel. Ich dachte schon Praioslob kommt nicht mehr heil da raus. :totlach:

  • Ja, echt eine verrückte Insel. Bunt und total anders. Die Theaterauführung hat mich etwas an die Versuche im Fernsehen erinnert, das Zuschauer über das Ende eines Films abstimmen.


    Aber die Maraskaner scheinen ein sehr gastfreundliches und grosszügiges Volk zu sein. Das hat mir gefallen. Auch das Shaya ihren Liebeskummer in Alkohol ersaufen möchte und sie dabei ganz zufällig auf jemanden treffen der ihnen den richtigen Tipp gibt.


    Ich glaube langsam, das es nicht nur Zufall ist. Phileasson ist jetzt auch auf der richtigen Spur zum Schlangengrab.

    Alte Seeschlangen 🐉 die sich verstecken müssen ? So was hat doch auch Leomara gesagt. Vielleicht ist das Grab eine Zuflucht und die drei Starrer mit der komischen Sprache (Kothaufen?) getarnte Seeschlangen, Echsenwesen? Wie war das:" Es ist Zeit das Draußen zu erforschen. Legen wir Masken an und sehen wir uns um"

    Und: In der Vision /Aufgabe wir doch gewarnt , wenn sie an Land gehen gibt's keine Rettung mehr nur der Zahn kann helfen.... Ich habe die genaue Stelle gerade nicht gefunden.


    Das Starren würde auf jedenfall zu Schlangen etc. passen. Hoffentlich sind die vier Entführten nicht als Abendessen eingeplant.

    Im besten Fall führen die komischen Figuren den Foggwulf direkt zum Schlangengrab und wen treffen sie da wohl wieder? Den Blender und Zack kommt der Showdown. :barbar::haue:

    Ich gehe davon aus, das diesmal ganz knapp Phileasson die Nase vorne hat.

    Wenn's ganz schlimm kommt müssen beide Gruppen gemeinsam den Karren aus dem Dreck ziehen. Falls sie es mit mehreren Schlangen zu tun bekommen oder was auch immer. Ich hoffe aber, das nur einer den Punkt macht.

    Mal sehen wie es läuft .:wahrsager:

  • Mir schwirrt noch ganz der Kopf.

    Ziel erreicht. :err:


    Dann der Schock mit den Schwestern. Das habe ich als abstoßend empfunden,

    Mir war beim Schreiben klar, dass die gleichgeschlechtliche Verbindung an sich beim Großteil der Leserschaft nicht die Bedenken auslöst, mit denen sie für die Figur Shaya belegt sein muss. Also habe ich (durchaus Maraskan-typisch) den Einsatz "erhöht" und eine Dreiecksbeziehung daraus gemacht, in der Blutsverwandte involviert sind. Das erscheint mir auch für die Gesellschaft, in der sich unsere Leserinnen und Leser bewegen, ungewöhnlich genug, sodass man Shayas Gemütslage nachvollziehen kann.


    Entweder weil sie nichts von einem Bruder weiß oder weil sie sich wundert, dass diese eher seltsamen Tempelvorsteher davon wissen

    Was meint die Leserunde - worin liegt der Grund für Irullas Verwirrung?


    Und Tylstyr schafft es endlich, wieder durch Zidaines Augen zu sehen.

    Das war übrigens die letzte Szene, die in diesem Strang ins Buch kam. Vorher war dort ein Platzhalter, weil ich wissen musste, wie sich der Beorn-Strang bis dorthin entwickelt - wer mit von der Partie ist etc.


    "Sie möchten nicht Kothaufen genannt werden."

    Ich kenne keine andere Quelle in der dieses Wort zur Beschreibung von Personen benutzt wird.

    Der Begriff taucht auch in Karl-Heinz Witzkos Maraskan-Romantrilogie auf, wenn ich mich nicht irre. Der Hintergrund ist der, dass "Kothaufen" synonym für "nicht-essbar" steht.

    Aber die Maraskaner scheinen ein sehr gastfreundliches und grosszügiges Volk zu sein.

    Das kann sehr schnell umschlagen ... :teufel:


    In der Vision /Aufgabe wir doch gewarnt , wenn sie an Land gehen gibt's keine Rettung mehr nur der Zahn kann helfen

    Die Vision kannst Du auf der Webseite zum Roman nachlesen. ;)

  • Ja, man fühlt den Showdown wirklich näherrücken. Beide Parteien so dicht beieinander und beide außerhalb Borans.

    Ich denke auch, dass es sich bei den drei Männern um getarnte Echsenwesen handelt. Ob die Entführten aber wirklich so wehrlos sind, das wird sich erst noch zeigen. Nirka und Co. haben sich auch gegen ihre Entführer gut zur Wehr setzen können. Und Leomara ist jetzt schon zehn! :boxen:Das wohl! ;D


    Dieser Abschnitt war unglaublich lebendig und schmückte die Charaktere wunderbar aus. Hier kam wohl jeder auf seine Kosten, denn alle Figuren aus Phileassons Otta bekamen soweit einen Auftritt. Dann auch noch die Begegnung mit Rakorium! Ach, das war einfach...ich leihe mir von Lailath grad mal das Wort: Schön. :>


    Richtig Schmunzeln musste ich, wie Praioslob mehr und mehr feststellen musste, wie bekloppt er den Glauben an Rur und Gror findet und dass der Glaube an Praios hier nicht mehr viel mit seinem Glauben zutun hat. Wie er es nicht verhindern konnte, sich über diesen ganze Blödsinn zu ärgern.^^ Und Shaya schoss den Vogel ab: Man müsse sich keine Sorgen um ihren Tod machen, da man doch eh wiedergeboren wird. Man könne hier doch jeden fragen. xD Genau, hier braucht man auch nicht mehr zu missionieren. Denen ist nicht mehr zu helfen.:vogelzeigen:


    In keinem der vorigen Romane waren die Dialoge insgesamt so häufig "unbefriedigend" wie in diesem Roman. Damit meine ich, dass einem ganz häufig die Antworten, die eigentlich gesucht wurden, durch Themenwechsel oder Gesprächsabbruch vorenthalten bleiben. Ist nicht weiter schlimm (gut, ein kurzes Grummeln will ich nicht abstreiten), aber es fällt schon auf.


    Warum will Tylstyr das Buch von Celliyana denn unbedingt analysieren lassen? Traut er ihr nicht? Ist es sein persönliches Anliegen, weil er nun mal von der Hellsicht-Akademie kommt? Sollte man sich nicht einfach freuen, einen so wertvollen und praktischen Gegenstand erhalten zu haben?


    Dieses Betrinken von Shaya und Mirandola erinnerte mich sehr an "Grey's Anatomy". Fehlte nur noch, dass sie ihren Kummer austanzen.

    Gerade beim Getränke ordern sollte man eben sehr vorsichtig sein, wie viel man bezahlen muss.^^ Im Japanischen ist das auch sehr gefährlich: "Ippai" meint nämlich je nach Betonung EIN Getränk oder VIELE. :D

    Da schlug die Zuneinung aber sehr schnell in Abneigung um bei Shaya. Ich finde sowas ja immer sehr gesund. Kein Nachtrauern, sondern wütend bereuen. :barbar:


    Als Praioslob sich an das Schicksal des Versteinerten in Gareth erinnert, der alles noch mitbekommt, aber nicht aktiv teilhaben kann, und er so viel Mitleid für ihn äußert, da dachte ich nur, dass er sich mal Lailath und ihr jahrelanges Dasein als Geist in den Köpfen von Reisenden vor Augen halten sollte. Verdient sie nicht auch mehr Mitleid? Oder besser Mitgefühl. Laut Schopenhauer ist Mitleid schließlich nur die Angst, dass es einen auch selber treffen könnte.

    Hilbert von Puspereiten - wer kommt auf solch einen Namen? Und ich will immer etwas ganz anderes lesen ... :totlach

    Den Namen kannte ich bisher nur in Zusammenhang mit Rosenkohl. :D

    Liebe Grüße

    Juliane

    2 Mal editiert, zuletzt von Janesway ()

  • Bekloppt und wirrgläubig sind Worte, die vermutlich mit die ersten wären, die Nordländer zur Beschreibung der Maraskaner verwenden würden. In der Tat ist Ihnen nicht nur nicht zu helfen, sie sind auch der festen Überzeugung, dass man ihnen nicht helfen müsse.


    Das mit den Dialogabbrüchen ist mir nicht aufgefallen. Kannst du mir helfen?


    Tylstyr ist ein Hellsichtmagier. Neugier ist sozusagen so etwas wie eine Berufskrankheit bei ihm.


    Puspereiken ist ein Ort im Bornland. Dort gibt es noch eine Reihe von Ortschaften mit noch viel seltsameren Namen.

  • Das mit den Dialogabbrüchen ist mir nicht aufgefallen. Kannst du mir helfen?

    Ist jetzt nicht chronologisch, sondern wie es mir in den Sinn kam und vielleicht gibt es sogar noch mehr Stellen


    Wie wird Leif überzeugt, dass er mit auf Seeschlangenjagd geht?

    -> Thema wird auf später verschoben, erstmal brechen sie gemeinsam auf


    Tylstyr möchte von Rakorium das Buch analysiert bekommen

    -> Rakorium leidet zu sehr unter dem Gift und man muss sich auf das Wesentliche, die Frage nach der Seeschlange, beschränken


    Die Frage nach Gerechtigkeit, die Tylstyr und Praioslob besprechen

    -> wird durch Uschirion (bin mir nicht sicher, ob ich den Namen richtig in Erinnerung habe) unterbrochen und in andere Bahnen gelenkt


    Die Elfen an Bord des Schiffes in ihrem Gesang mit Fragen an Galandel

    -> werden von Leomaras Vision unterbrochen


    Henrich in der Kneipe, der Shaya und Mirandola mit etwas mehr Überzeugungskraft hätte verraten können, wo er den Seeschlangen begegnet ist

    -> stattdessen müssen die Getränke bezahlt und abgearbeitet werden


    Bin mir nicht sicher, ob das jetzt alle waren.

    Den Verlauf, den das Gespräch zwischen Tjorne und Zidaine nahm, zähle ich mal nicht dazu. Wäre Pardona nicht dazu gestoßen, wäre es für Tjorne wohl nicht gut ausgegangen.^^

  • Das ist ja echt zum Mäuse melken, was die Suche nach dem Seeschlangenzahn für Phileassons Ottajasko angeht, sie kommen einfach nicht vorwärts. Und nun wurde auch noch Leomara samt Begleitung entführt :o

    Was sind denn das für drei seltsame Typen, die die ganze Zeit so starren und sie dann so unflätig von der Seite anquatschen?

    Da sie so seltsam in ihrem Erscheinen immer wieder verschwimmen plus Leomaras Vision in dem Moment tippe ich jetzt darauf, dass die Drei sich irgendwie maskiert haben, vielleicht mit Magie? Hat der erste Teil von Leomaras Vision auch mit ihnen zu tun: Jahrhunderte und länger haben wir uns in der Zuflucht verborgen, in die der Grausame uns getrieben hat. Welcher Grausame? Und wenn es sich bei den Starrenden um die Verborgenen handelt, warum wurden sie seinerzeit dorthin getrieben? Und vor allem, was wollen sie jetzt von Leomara, Praioslob, Abdul und Hilbert? Geht es um das bedruckte Tuch? Sind sie ebenfalls an Hinweisen interessiert, die darauf verborgen sind?


    O.k., jetzt lernen wir Maraskan kennen - die ganze Stimmung dort mitsamt dem grellen Farben erinnert ein wenig an ein Tollhaus :totlach: Jesses, ich kann gut verstehen, dass die Elfen mit dem ganzen Lärm überfordert sind. Überrascht hat es mich, dass Lailath damit keine Probleme hat; irgendwie war ich dran, dass sie im Prolog zum vorherigen Band eigentlich auch eher die Stille bevorzugt hatte. Gefallen hat mir, dass sie sich mit dem Falten des Tuches und durch die Kommunikation mit dem Drucker ein wenig integrieren konnte. Tantchen Elfe - ich schmeiss mich weg :totlach:


    In den Genuss des schrägen Theaterstücks bin ich ja schon in Leipzig bei der Lesung gekommen - da hatte ich schon ein fettes Grinsen im Gesicht. Das ist einfach zu köstlich, wie lebendig und mit wieviel Engagement in Maraskan die Theaterstücke verlaufen :totlach:

    Dafür war aber das Ende dieser Szene nicht sehr schön und ziemlich ernüchternd für Shaya: damit, dass die Zuneigung zwischen Cessimasab und ihre Zwillingsschwester weit über Geschwisterliebe hinausgeht, hatte ich nicht gerechnet. Die arme Shaya, das war ja wohl ein Schlag ins Gesicht und es ist nur ein geringer Trost, dass Cessimasab in dem Moment auch etwas kleinlauter war. Shaya tut mir echt leid, sie hat einfach kein Glück mit der Liebe.


    Dennoch musste ich danach grinsen, als sich Shaya zusammen mit Mirandola "besaufen" wollte, wer hätte das von der kleinen Schwester Shaya am Anfang gedacht. Und dann können sie nicht mal die Zeche bezahlen, sondern müssen ihre Schulden abarbeiten. Aber immerhin treffen sie auf Halrech und Mirandola ist glücklicherweise nüchtern genug, um eins und eins zusammenzählen zu können.


    Und selbst bei Irulla schaffen es die Maraskaner, sie mal richtig zu verwirren ^^ Von was für einem Bruder reden denn die beiden denn, den Irulla wiederfinden könnte? Aber die großen Spinnen, die auf der Insel leben sollen, üben natürlich eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die Waldmenschenfrau aus :totlach: Glücklicherweise ist von dem Gift tatsächlich nichts zurückgeblieben.


    Und der arme Praioslob, der ja echt tolerant ist, selbst ihm bleibt die Spucke weg bei dem, was ihm Kraznele, die gern Kröten streichelt, von den Zwölfgeschwistern erzählt :totlach: Überhaupt finde ich den ganzen Kladj einfach nur herrlich, damit könnte man echt ein eigenes Buch füllen.


    Rakoriums Vergiftung, hm, hängt das vielleicht mit Abduls Befürchtungen zusammen, die er bezüglich Pardona hat und weswegen er die Briefe geschrieben hat? Schlucken musste ich in dem Moment, als Abdul von seinen beiden Nichten erzählt, die auf die Täuscherin reingefallen sind - hier hatte er leider einen sehr klaren Moment.


    Spannend fand ich auch den Moment, in dem es Tylstyr gelingt, Kontakt mit Zidaine aufzunehmen und bemerkt, dass Beorn sich so nah vor Boran befindet. Mich würde ja interessieren, auf welche Spionageflüge Dolorita ihre Möwe geschickt hat.


    Nun bin ich sehr gespannt, wo Cessimasab und ihre Schwester Phileassons Ottajasko hinbringen und ob sie Leomara und die Anderen bald finden werden. Und um wen es sich bei diesen Starrern handelt. Hm, was mich ein wenig verwundert hat, Cessimasab schien mit ihren Rauschgurken bei dem Wächter nicht wirklich unbekannt gewesen zu sein. Und was hat es eigentlich mit ihren steifen Fingergliedern auf sich?


    Achja, in diesem Abschnitt wurden auch die Konsequenzen des Alterns bei Elfen so richtig klar, warum das Lailath so sehr erschüttert.

  • Wäre jemand geistesgegenwärtig genug gewesen sie nach ihren Namen zu fragen, hätte die Antwort Alrik und Alrik mit ihrem Vetter Alrik gelautet, nicht wahr?

    Aber bei den Namen bin ich bei meiner Hommage dann doch vom Vorbild abgewichen, wie die nächsten Leseabschnitte zeigen werden.

    Alrik? Fragezeichen? ;)

    Und ich habe einen Schaden davongetragen. Ich habe tatsächlich mit der Stimme von Robert gelesen :boah::boah::boah: Und es ging nicht weg.

    Das war bei mir dasselbe :totlach::totlach:

    Und das ist so spannend, da kann man nicht mehr aufhören zu lesen.

    Da bin ich absolut deiner Meinung.

    Ich glaube langsam, das es nicht nur Zufall ist. Phileasson ist jetzt auch auf der richtigen Spur zum Schlangengrab.

    Das könnte möglich sein, war hier in diesem Abschnitt nicht auch irgendwann die Rede von einem Friedhof der Seeschlangen?

    Im besten Fall führen die komischen Figuren den Foggwulf direkt zum Schlangengrab und wen treffen sie da wohl wieder? Den Blender und Zack kommt der Showdown. :barbar::haue:

    Hoffentlich gibt es dann dort mehr als nur ein Seeschlangenzahn :totlach:

    Was meint die Leserunde - worin liegt der Grund für Irullas Verwirrung?

    Ich habe keine Ahnung, ich tendiere aber eher dazu, dass sie gar keinen Bruder hat und daher nicht weiß, wie sie einen nicht vorhandenen Bruder wiedersehen soll.

    Es hätte zwar auch sein können, dass sie einen Bruder hat, der tot ist, aber ich denke nicht, dass sie das so verwirrt hätte, hier hätte sie vielmehr einen ihrer berühmten Sprüche über den Tod parat gehabt :totlach:

  • Das Starren würde auf jedenfall zu Schlangen etc. passen. Hoffentlich sind die vier Entführten nicht als Abendessen eingeplant.

    Das ist genial, so weit hatte ich wegen dem Starren gar nicht gedacht. Aber du hast recht, Praioslob fällt auf, dass die Drei nicht blinzeln und das passt in jedem Fall zu Schlangen.

    Der Begriff taucht auch in Karl-Heinz Witzkos Maraskan-Romantrilogie auf, wenn ich mich nicht irre. Der Hintergrund ist der, dass "Kothaufen" synonym für "nicht-essbar" steht.

    O.k., wenn die Vier als Kothaufen bezeichnet wurden und damit als "nicht-essbar" haben sie vielleicht gute Chancen, nicht als Abendessen zu enden. Andererseits waren sie bei Leomara überrascht, womöglich stehen sie auf zarte Menschenkinder :o

  • Dieser Abschnitt war unglaublich lebendig und schmückte die Charaktere wunderbar aus.

    :freu:


    Genau, hier braucht man auch nicht mehr zu missionieren. Denen ist nicht mehr zu helfen. :vogelzeigen:

    Zu diesem Schluss dürfte auch der Großteil zwölfgöttlicher oder rachtullahgläbiger Missionare recht schnell gelangen ... :lachen:


    Warum will Tylstyr das Buch von Celliyana denn unbedingt analysieren lassen? Traut er ihr nicht?

    Ein gesundes Misstrauen ist sicher auch dabei. Aber wichtiger ist Cellyanas Lehrmethode: Sie ist der Meinung, dass sich Schüler ihr Wissen verdienen müssen. Daher könnte es sein, dass das Buch noch ganz andere Möglichkeiten bereithält - die aber nur demjenigen zur Verfügung stehen, der sein Geheimnis entschlüsseln kann.


    tippe ich jetzt darauf, dass die Drei sich irgendwie maskiert haben, vielleicht mit Magie?

    Ein naheliegender Gedanke, scheint mir - mit rechten Dingen geht es bei denen offensichtlich nicht zu.


    die ganze Stimmung dort mitsamt dem grellen Farben erinnert ein wenig an ein Tollhaus

    Wieso "ein wenig"? :lachen:


    wer hätte das von der kleinen Schwester Shaya am Anfang gedacht.

    Ja, Shaya hat nicht nur geografisch einen weiten Weg zurückgelegt. :)


    Mich würde ja interessieren, auf welche Spionageflüge Dolorita ihre Möwe geschickt hat.

    Geduld ... bald wirst Du es erfahren! ;)


    Und was hat es eigentlich mit ihren steifen Fingergliedern auf sich?

    Zitat von Schlangengrab Seite 273

    »Die Kante eines Kriegsdiskusses ist scharf geschliffen … Es war nicht meine klügste Idee, ihn ohne Handschuh schleudern zu wollen.«


    Alrik? Fragezeichen?

    Einer der Erfinder von Das schwarze Auge - derjenige, der den stärksten Fokus auf die Rollenspiel-Komponente legte - hieß Ulrich Kiesow. Er hat sich in einige Figuren der Spielwelt hineingeschrieben und dabei seinen Vornamen von Ulrich zu Alrik "aventurisiert". Deswegen gab es in der Anfangszeit des Spiels unverhältnismäßig viele Figuren, die Alrik hießen.

    Später hat man das "in game" damit erklärt, dass man eine Dynastie von mittelreichischen Kaisern erfunden hat, die alle Alrik hießen (so wie die Ottos bei den deutschen Kaisern), und viele Kinder sind eben nach denen benannt. Damit wurde Alrik auch offiziell zum mittelreichischen Standardnamen.

    In Karl-Heinz Witzkos Roman "Westwärts, Geschuppte!" gibt es vier Undercover-Agenten (ich bleibe hier mal vage, was deren Natur angeht ...), die sich als Mittelreicher ausgeben wollen. Da sie den Namen Alrik besonders schön finden (in ihrer Sprache bedeutet diese Lautkombination etwas), können sie sich nicht einigen, wer von ihnen diesen schönen Decknamen tragen darf. Um den Streit zu schlichten, dürfen schließlich alle vier Alrik heißen.

  • Wieso "ein wenig"? :lachen:

    O.k., vielleicht auch ein bisschen mehr Tollhaus :elch:

    Da sie den Namen Alrik besonders schön finden (in ihrer Sprache bedeutet diese Lautkombination etwas), können sie sich nicht einigen, wer von ihnen diesen schönen Decknamen tragen darf. Um den Streit zu schlichten, dürfen schließlich alle vier Alrik heißen.

    Danke für die Aufklärung - das ist ja witzig mit den vier Alriks :err:


    Und danke für die Aufklärung zu den steifen Fingergliedern, das habe ich doch glatt schon wieder verdrängt rotwerd

  • Besten Dank für deine Hinweise. Sehr interessant wie da die Wahrnehmung ist. Für mich vermutlich am ehesten eine Differenzierung als Bug or Feature. Mal ein paar Ausschnitte.


    Leifs Überzeugung findet ja nicht in diesem Kapitel statt. Erst sagt ihm Beorn nichts, obwohl Leif ihn bedrängt und danach wird er von Beorn überrumpelt, weil dieser seine Mannschaft überzeugt.

    Also bewusstes Kalkül seitens Beorn.


    Rakorium

    Wir sprechen hier von dem Erzmagier, der sowohl für seine Paranoia, wie auch die Angewohnheit Sätze nicht zu beenden und dauernd abzuschweifen berüchtigt ist?

    Die Vergiftung illustriert ein weiteres mal die Schrecken Maraskans. Einen Erzmagier mal eben für seine private Neugier einspannen ist zumindest in meinem Empfinden immer etwas problematisch. Außerdem wäre es doch schade, wenn das Geheimnis des Buches schon so bald gelüftet würde. Nein für mich ist das eher elegant gelöst.


    Henrich

    Sollte die Ottajasko sich wirklich auf Basis der Phantasie eines betrunkenen Fischers auf Reise begeben? Diese Szene ist nur eine Stimmungsszene. Das Ziel ist von mysteriösen Gerüchten umgeben. Die eigentlich relevanten Informationen birgt das As haima, übrigens ein weiteres wichtiges Element der maraskanischen Kultur und die zentrale Schlüsselinformation aus der Begegnung mit Rakorium. Die Szene beim Drucker liefert auch noch mal Gelegenheit für Lailath sich nützlich zu machen. Vielfältig gelungen, für meine Wahrnehmung.


    Ganz sicher bin ich jetzt nicht, warum mir die Szenen nicht negativ aufgefallen sind. Zum einen vielleicht weil ich hier bekannte Muster und Figuren erkenne. Zum anderen weil ich es hasse, wenn es die Protagonisten zu einfach haben. Das gibt keine gute Geschichte.

    Vielleicht kannst du später mal einen Blick zurück werfen und dann prüfen, ob die Geschichte für dich besser gewesen wäre, wenn alle Fragen sofort beantwortet worden wären.

  • Mein allererster DSA-Roman war von Ulrich Kiesow: "Die Gabe der Amazonen". :>


    Nein, ich muss da keinen Blick zurückwerfen. Ich finde alles gut, so wie es ist. Darum geht es auch nicht. Sondern, dass mir beim Lesen zum erstenMal, im 5ten Band, eine Häufigkeit darin auffiel, dass Gespräche abgebrochen oder umgelenkt wurden, kurz vor einer Lösung/ wichtigen Info. Ich finde es nicht negativ. Es ist eine reine Auskunft über diese Wahrnehmung. Natürlich ärgert es einen kurz, wenn zB eine Aussprache kurz bevorsteht und dann doch abgebrochen wird, aber als Serienjunkie lebe ich eh von Cliffhanger zu Cliffhanger und halte es durchaus aus, wenn Informationen nicht auf dem Serviertablett serviert werden. ;-D