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  • was war das dann am Stein im Wald? Nein sie gefällt sich nicht (so empfinde ich das) sie ist verzweifelt. Sie hat gehofft, durch die Rache alles loszuwerden und es klappt nicht.

  • was war das dann am Stein im Wald?

    Genießt sie es nicht, wie sehr Tjorne sich ängstigt?

    Am Mörderstein hat sie vorgeschlagen, Tylstyr gegen zwei andere zu tauschen ... Netto ein (Rache-)Opfer mehr ...

    Ja stimmt wen möchte sie eintauschen? Diese Opfer haben mit dem Verbrechen, für das sie sich rächen will ja nichts zu tun. Das ist Willkür. Ich glaube die Rache wird sie zerstören, dass ist auch das Ziel dieses Paktes (totale Zerstörung). Es wäre besser es würden Richter über diese Sache entscheiden, aber dann auch über ihre Taten. Das ist schwierig bin auf Beorn gespannt, mal sehen was passiert.

  • Im Grunde ist der Pakt mit Blakharaz oder Tyakra man eine Metapher. Jemand der ihm verfallen ist, hat sich in seiner Rache verloren. Hass und Rachdurst bestimmen alle seine Gefühle, ja sein ganzes Leben. Rationales Abwägen, das Wahren der Verhältnismäßigkeit oder die Achtung vor dem Gesetz hat er hinter sich gelassen. Der erlittene Verlust und der Schmerz wird über alles andere gestellt und damit jede noch so extreme Vergeltungsmassnahme gerechtfertigt.

    In einem Fantasy-setting wird aus der Metapher greifbare Wahrheit. Etwa so wie Terry Pratchets Tod als scheinbar physische Person angetroffen werden kann. Der Verlust der Seele an das schädliche Prinzip wird ebenfalls von einer Metapher zur grausigen Wahrheit.


    Meine Frage entzündete sich ja an der vermeintlichen Behauptung, Abduls Ableben wäre dem von Zidaine vorzuziehen, weil er eine Gefahr für seine Umwelt darstellt. Sicher wäre es interessant Abduls Gefahrenpotential zu diskutieren. Das von Zidaine ist dagegen klar. Sie ist eine gefährliche Serienmörderin. Sie verdient ihren Lebensunterhalt mit Raub und Mord und selbst andere Plünderer schrecken vor ihrer Grausamkeit zurück. Sie empfindet große Freude daran andere Menschen zu quälen und zu töten. Es besteht kein Zweifel daran, dass Zidaine eine sehr gefährliche Frau ist. Solche Verbrechen sind in den allermeisten Gesellschaften mit Höchststrafen belegt. Was auch immer das im jeweiligen Kontext bedeutet.

  • Ja, so habe ich es auch verstanden. Aber ich sehe eher, dass sie sich eine Schale zugelegt hat in der Hoffnung irgendwann diese Albträume und all den Schmutz los zu werden. Ich hatte gehofft, dass sie diesen Rachedurst besiegen kann. Ich werde immer wieder an den Film "Spiel mir das Lied vom Tod" erinnert. Was hatte man dem Jungen angetan und sein Leben war leer. Ich sehe Zidaines Leben eben auch so leer und wer kann ihr da helfen?

  • Ich sehe Zidaines Leben eben auch so leer und wer kann ihr da helfen?

    Da kann man tatsächlich verschiedene Antworten finden, und welche man präferiert, hängt sicher auch vom eigenen Gerechtigkeitsempfinden ab.

    1) Der Scharfrichter könnte sie erlösen.

    2) Tjorne als Stellvertreter für die Männer, die sie mit ihren Krebsen zu Tode gequält hat, könnte sie richten.

    3) Eine echte Liebe (von Tylstyr? von Beorn?) könnte ein Gegengewicht zum Schrecken in ihrem Leben bilden und sie ausbalancieren

    4) Sie könnte verzeihen und sich dadurch selbst vom Dunkel in sich trennen

    5) Die könnte ihren Racheplan umsetzen und dadurch mit der Vergangenheit abschließen

    6) Sie könnte auf ewig im Strudel der Rache gefangen bleiben

    7) ...

  • 1 und 2 ist öde, 3 wäre nett, 4 wäre spannend, wie sie das hinbekommen könnte, 5 und 6 funktioniert nicht bei 6 deshalb, weil irgendwann die Täter gerichtet sind und dann sind da immernoch ihre Albträume und das Eis in ihr und ohne Rache bleibt nichts.

  • Bei 6 müsste sie den Kreis der Personen, an denen sie sich rächt, ausweiten. In gewisser Weise ist das ja auch, was sie ihrem Dämon am Mörderstein vorgeschlagen hat: statt Tylstyr 2 andere Opfer ... Wenn sie diesen Pfad weitergeht, sind irgendwann vielleicht nicht mehr "die Täter von damals", sondern "sämtliche Männer Aventuriens" Ziele ihrer Rache ...

  • Der Aufstand war ja wirklich heftig. Die sind doch total verrückt. Ich glaube, dass das nicht nur an den 5 Tagen lag. Man muss auch so schon genug bekloppt sein, um sowas in dieser Situation anzuzetteln.

    Immerhin reparieren dann alle wieder gemeinschaftlich das Schiff. Abdul war schon klasse, Tylstyr aber auch.

    Sie sind ja auch bekloppt, beeinflusst von den Namenlosen tagen. Nicht umsonst werden die Waffen an diesen Tagen eingeschlossen. Die negativen Gefühle werden verstärkt um möglichst viel Unheil anzurichten. Insofern würde ich als Kapitän mir einen Vermerkt machen, was alles als Waffen verwendet werden kann. Übrigens ist eine Meuterei nicht nur eine einfache Befehlsverweigerung sondern richtet sich gezielt gegen Vorgesetzte. Da war hier aber nicht so. Ich würde hier keine Schuldfrage stellen außer an den Namenlosen und den Kapitän, der an diesen Tagen auf See bleibt.

    Tja, da ist Beorn wohl aufgefallen, aber seine Rede war dann wohl Hollywoodreif und hat natürlich alle wieder besänftigt.

    Die Rede...ich bin begeistert. Also für mich punktet Beorn diesmal unwahrscheinlich. Was für ein Mann!! Ich hätte ihm so eine Rede nie zugetraut, die kann ich ja wörtlich übernehmen und danach kann ich im besten Gasthof kampieren und Wein trinken^^

  • Übrigens ist eine Meuterei nicht nur eine einfache Befehlsverweigerung sondern richtet sich gezielt gegen Vorgesetzte. Da war hier aber nicht so.

    Liebe Narrania, hast Du überlesen, dass Cessimasab den Steuermann gegen den Kopf getreten hat? Der Steuermann ist der Stellvertreter des Kapitäns.

  • Pah, das ist ja wohl nur im Kampf passiert und war nicht gegen sein Amt gerichtet. Ich glaube nicht, dass sie den Steuermann absetzen wollte oder das Schiff übernehmen. Es ist hat ein Handgemenge gegeben und dann war da plötzlich eine Waffe im Spiel, es ist eskaliert und Schuld hat - na wer? der Namenlose. Dann soll der Kapitän ihn doch richten, ja die Idee fände ich toll.^^