03: Seite 93 - Seite 133 (Kap. 1)

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  • Dann mache ich mal wieder den Anfang. :) Kapitel 1 - Dienst an den Göttern, und das auf so vielschichtige Weise...


    Irgendwie hatte ich ja erwartet, dass nach einem Beorn-Prolog die Haupthandlung zunächst mit Phileasson beginnt. Aber klar, die Prophezeiung muss an den Anfang des Buches, und Shaya hat sie ja bereits im letzten Band verkündet. Also geht es weiter mit Beorn, was für mich noch mehr den Eindruck eines losgelösten Prologs schwinden lässt, zumal auch Leifs Name gleich wieder fällt.


    Interessant, gleich zu Anfang zu erfahren, dass Selime um die wahre Identität von Lenya weiß. Sie scheint Pardona komplett ergeben zu sein (auch wenn sie hin und wieder eine unangebrachte Wortwahl ihr gegenüber an den Tag legt). Warum überrascht mich das nicht sonderlich? Jedenfalls führt diese Erkenntnis dazu, dass der leise Anflug an Interesse der Figur Selime gegenüber, der sich im letzten Band aufgebaut hatte, wieder komplett erloschen ist. Ich finde Pardona einfach viel zu nervig, als dass ich irgendeinem Charakter, der ihr Untertan ist, etwas abgewinnen könnte. Auch Galayne hat noch immer einen schweren Stand bei mir, wobei ich hoffe, dass sich seine "Unabhängigkeitsbestrebungen" vom Ende von Silberflamme fortsetzen. Dann könnte er einen großen Sprung in meiner Gunst machen. :)


    Dass die drei so weit abseits sitzen und ihren eigenen Kram besprechen finde ich etwas unpassend, wenn man eine Tarnung aufrecht erhalten will. Wenn das regelmäßig vorkommt müsste hier doch auch irgendwann ein Verdacht aufkommen. Wobei es ja schon genug Gerede in der Mannschaft gibt. Aber Pardona scheint das alles nicht zu interessieren, denn sie steht ja über allem und macht keine Fehler. Allein der Satz "Das Gelächter war wohl wieder etwas, das nicht zu einer Betschwester passte." Sie war doch selbst mal eine Priesterin des Pyrdakor, wenn ich mich recht erinnere. Dann sollte sie doch eigentlich wissen, wie man sich als solche zu verhalten hat. Naja. Ich bin jedenfalls so genervt von Pardona, dass ich Abschnitte, in denen sie vorkommt, am liebsten überspringen würde. Aber dann würden mir ja andere wichtige Details entgehen... ;)


    Zum Beispiel der Eingriff des Namenlosen. Das ist ja schon ein starkes Stück, dass der die Prophezeiungen zugunsten von Pardona verfälscht, und bestätigt die Vermutung, dass die ganze Wettfahrt von den Göttern initiiert wurde. Hier erfahren wir auch erstmals, dass die Visionen tatsächlich von Travia direkt kommen. Das hat mir sehr gefallen, hier zu sehen, wie wenig Pardona der Macht der wahren Götter entgegenzusetzen hat. Alle die Lügen und Selbsttäuschungen, aus denen ihr Leben besteht, werden für einen kurzen Moment entlarvt. Sie hat ihr eigenes Volk verraten und ist im Grunde genommen ein armer Wurm, einsam und ohne Hoffnung. Das war seit Längerem die erste Szene, bei der ich mich gefreute habe, über Pardona zu lesen.


    Ich frage mich, ob Beorn irgendetwas bezüglich des Namenlosen ahnt. Sein nachdenklicher Blick auf Pardona hat sicherlich nicht nur mit ihrem für eine Geweihte sonderbaren Verhalten zu tun, sondern mit der Nachricht, dass Phileasson fehlgeleitet wird. Vielleicht könnte er da 1 und 1 zusammenzählen, wenn ihm klar wäre, dass es selbst Pardonas Macht übersteigt, eine göttliche Prophezeiung zu ändern. Und ein Wettstreit, in dem der Namenlose einem Vorteile verschafft, sollte massivst gegen jede Thorwalerehre verstoßen!

    Ich frage mich, ob die Vision mit dem Schwan auch vom Namenlosen kam? Sie scheint ja direkt auf Beorn gemünzt zu sein und ihm voraussichtlich weitere Vorteile zu verschaffen.


    Interessant die Andeutung von Pardona, dass in der Khom etwas vor sich geht. Was das wohl sein mag? Ob das irgendwie mit dem Volk von Lailath zu tun hat? Eine Lawine, die ins Rollen kommt, und die Welt verändern wird wie man sie heute kennt. Klingt ziemlich krass. Ob die Götter mit der Wettfahrt versuchen, die ersten Kieselsteine in die von ihnen gewünschte Richtung zu lenken? Jedenfalls hoffe ich, dass es Pardona wichtig genug erscheint, selbst in die Wüste gehen zu müssen. Dann sind wir sie erst mal los... :totlach:


    Zidaine muss mit den Nachrichten, die sie an Tylstyr schreibt, etwas aufpassen. Sonst macht sie sich nicht nur gegenüber dem Pardona-Trio verdächtig. Ich hoffe ja, dass Phileasson über diesen Weg über die falsche Prophezeiung erfährt. Vielleicht hat Pardona (überheblich, wie sie immer ist) umringt von der Mannschaft etwas zu laut geflüstert, dass Phileasson an der falschen Stelle suchen wird, anstatt es Beorn unter vier Augen mitzuteilen oder komplett für sich zu behalten. Naja, das ist wahrscheinlich Wunschdenken, aber so oder so wird Phileasson einen Weg finden, den Punkt zu erlangen. ;)


    Schön fand ich den weiteren Einblick in thorwalsches Kulturgut, das Sumarblot, auch wenn es nicht unbedingt zu meinen persönlichen Vorlieben zählt, mir warmes Stierblut ins Gesicht zu schmieren. <X Aber ein Fest, einmal im Jahr, an dem man Heldentaten schwört, die man erfüllen will, das passt gut! Für manch irdirsche Person gleichen die guten Vorsätze an Silvester ja auch einer Heldentat, wobei ich das Gefühl habe, dass die Thorwaler mit der Erfüllung ihrer Schwüre tendenziell mehr Erfolg haben. ^^

    Gefallen hat mir Tjornes Schwur. Bisher habe ich für ihn ja nicht so wahnsinnig viel übrig, aber wenn er es schafft, seinen Schwur umzusetzen, könnte sich das ändern. Der Knaller war natürlich, dass er Lenja als schwach und schutzbedürftig ansieht... :totlach:

    Bei der Schlachtung des Stieres habe ich mich auch gefragt, ob Pardona das Tier irgendwie verzaubert hat. Ich habe mich sogar gefragt, ob sie ohne das Einschreiten Beorns den Stier vielleicht heimlich für den Namenlosen segnen wollte. Hätte sie damit das Fest sozusagen komplett unterwandern können? Wenn alle Anwesenden ihre Schwüre auf den Namenlosen sprechen, ohne es zu wissen... :o Ich hoffe ich sehe da nur Gespenster, wo keine sind.

    Gut fand ich die Szene, in der Olav Beorn bittet, ihm den Himmelsturm als Tattoo zu stechen. Das sagt viel darüber aus, was sein Drachenführer ihm bedeutet.



    Insgesamt hat mir das Kapitel aber gezeigt, dass innerhalb Beorns Ottajasko ziemlich viel Reibung unter der Oberfläche vorhanden ist. Das sich absondernde Pardona-Trio und ihre Überheblichkeit, die sich absondernde Zidaine, Tjorne, der noch immer nicht für voll genommen wird und der einen neuen Mordversuch Zidaines erwartet, Eilif, die ständig gegen Lenya pöbelt, die generellen Vorbehalte gegen Lenya... irgendwie hat jeder mindestens eine weitere Person in der Mannschaft, mit der er/sie nicht klar kommt. Ein bisschen wie ein Pulverfass, das nur durch den Deckel Beorn an der Explosion gehindert wird. Das kann meiner Meinung nach nicht auf Dauer gutgehen.


    Für mich war es ein etwas gemächlicheres Kapitel, gerade im Vergleich zum actiongeladenen Prolog, das aber viele interessante Informationen enthielt, die die Spannung beim Lesen hochgehalten haben.

  • Mir scheint als würden hier und da kleine Häppchen gestreut, denen man a la "Hänsel & Gretel" folgen kann. Warum Zidaine mit Holzkohle zeichnet und schreibt wissen wir ja schon, sie gibt die Infos so weiter. Gut, dass das nochmal heraus gearbeitet wurde.


    Galayne war also mehrere Hundert Jahre auf dem Grund dieses Sees. Eine lange Zeit. Diese Stellen sind immer sehr mysteriös und mir sind da so Gedanken gekommen wie: Könnte auf dem Grund des Sees vielleicht eine Armee liegen, die sich irgendwann erhebt und gegen die nur der Reißzahn der Seeschlange zu helfen vermag? Irgendwie bekam ich solche Bilder.


    Auf S. 106 klingt an, wie einsam Pardona im Grunde ist. Ihr eigenes Volk zerstört, niemand mehr da mit dem sie auf Augenhöhe ist....ja....so ist das. Ich habe kein Mitleid mit der Beauty-und Dramaqueen. Ich mag Pardona nicht. Mochte ich noch nie. Die lässt mich kalt.


    Besonders atmosphärisch fand ich "Sumarblot". (kling übrigens wie ein Ikea Sommerliegestuhl :P8o) Die Stimmung kam toll rüber, Eilif ist wie immer der Hammer und die Bilder, wie sie mit Blut beschmiert da herum wirbelt sind ...naja....beeindruckend. Schön, fand ich ja, als Beorn Pardona eins auswischt, nachdem sie den Vergleich mit Brackwasser und Wein angestellt hatte. Vielleicht ist Pardona doch nicht so unverwundbar wie man zunächst geglaubt hat. Beorn schlägt sich tapfer und er ist jedermanns Liebling. Pardona hingegen....ist einsam. Und Einsamkeit macht verletzlich!

    Die Szene mit dem Stier war natürlich toll! Das passte total zu "SumarblOt" wenn es auch etwas <X ist. Aber wir sind ja hier nicht auf Kaffeefahrt, nicht wahr? Hier gibt es keine Canapes sondern ordentliches Frischfleisch...sozusagen direkt vom Metzger ihres Vertrauens. ^^ Fingerfood der besonderen Art sozusagen. Zum Glück gibt es keine Veganer an Bord. :o


    Dann am Ende des Abschnitts Tjorne und das Goblinmädchen. Ach, das war aber echt herzig. Der olle Tjorne erweist sich als so fürsorglich. Das hat mich doch etwas berührt und sein Schwur ....das gefiel mir alles sehr gut!

    Ein bisschen dachte ich, wenn ich Tjornes Gedanken begleitete beim Gang durch die dunklen Gassen: So ist das auch oft im Leben: Auch ein Täter muss mit dem was er getan hat leben und umgehen. Und wer weiß? Vielleicht trägt er am Ende um einiges schwerer an dem Päckchen seiner Jugend, als Zidaine? Dasselbe Ereignis, das sie als Opfer stark gemacht hat, dazu geführt hat, dass sie nie mehr das OPfer sein wird, bewirken bei Tjorne eine Art Damokles Schwert, das immerzu drohend über ihm hängt. Vielleicht findet er mit dem Schwur den Weg seine Schuld, die er zweifelsohne auf sich geladen hat, etwas abzutragen.


    Alles in allem: ein solider Abschnitt mit feinen Nuancen im Geflecht der Beziehungen der Besatzungsmitglieder untereinander. Tja und bei Beorn und Zidaine....wer wie? Vielleicht geht da ja noch was? DAS wäre doch was für unsere Pardona......wer weiß vielleicht nutzt es gar nichts mehr nett mit den Wimpern zu klimpern. Pardona ist nur so stark, wie ihre Opfer schwach sind! Und wenn sie es nicht sind....ja, was ist dann?

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Interessant, gleich zu Anfang zu erfahren, dass Selime um die wahre Identität von Lenya weiß. Sie scheint Pardona komplett ergeben zu sein (auch wenn sie hin und wieder eine unangebrachte Wortwahl ihr gegenüber an den Tag legt). Warum überrascht mich das nicht sonderlich? Jedenfalls führt diese Erkenntnis dazu, dass der leise Anflug an Interesse der Figur Selime gegenüber, der sich im letzten Band aufgebaut hatte, wieder komplett erloschen ist. Ich finde Pardona einfach viel zu nervig, als dass ich irgendeinem Charakter, der ihr Untertan ist, etwas abgewinnen könnte. Auch Galayne hat noch immer einen schweren Stand bei mir, wobei ich hoffe, dass sich seine "Unabhängigkeitsbestrebungen" vom Ende von Silberflamme fortsetzen. Dann könnte er einen großen Sprung in meiner Gunst machen. :)

    Ja, stimmt. DAS fand ich auch interessant! Selime wird noch ein Spielball Pardonas sein denn durch das neue Herz scheint sie sich doch sehr verändert zu haben. Für Galayne habe ich durchaus, wie ich hoffe, berechtigte Hoffnung! Für Selime sieht es, glaube ich, düster aus. Sie wird Pardonas Bauernopfer sein.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Ich finde Pardona einfach viel zu nervig, als dass ich irgendeinem Charakter, der ihr Untertan ist, etwas abgewinnen könnte.

    Aha: abfärbendes Desinteresse! :lachen:


    Dass die drei so weit abseits sitzen und ihren eigenen Kram besprechen finde ich etwas unpassend, wenn man eine Tarnung aufrecht erhalten will. Wenn das regelmäßig vorkommt müsste hier doch auch irgendwann ein Verdacht aufkommen.

    Ja ... und nein.

    Beorns Ottajasko besteht ja nahezu ausschließlich aus Thorwalern. Selime und Galayne sind da von vornherein Sonderlinge, und sogar die vermeintliche Lenya ein Stück weit ebenfalls, weil sie ihr Leben Travia geweiht hat, und nicht Swafnir. In gewisser Weise werden die anderen ihnen zugestehen, dass sie öfter mal "seelsorgerische Gespräche" führen und eben nicht wie die Thorwaler ständig gemeinsam am Lagerfeuer sitzen.

    Allein der Satz "Das Gelächter war wohl wieder etwas, das nicht zu einer Betschwester passte." Sie war doch selbst mal eine Priesterin des Pyrdakor, wenn ich mich recht erinnere. Dann sollte sie doch eigentlich wissen, wie man sich als solche zu verhalten hat.

    Ja, das schon - wobei die Geweihte eines Elfengottes, der für die Elemente steht, sicher andere Erwartungen zu erfüllen hat als die Geweihte einer Göttin von Heim und Herd. Schon innerhalb der Zwölfgötter gibt es gewaltige Unterschiede. Erinnert Ihr Euch an den stillen Bruder auf dem Boronanger von Ysilia? Das ist ein ganz anderer Typ als zum Beispiel Shaya oder Vascal ...

    Hier erfahren wir auch erstmals, dass die Visionen tatsächlich von Travia direkt kommen.

    Gut beobachtet! ;)

    Wie gefällt Euch diese "Überwältigung" Pardonas durch Travias Macht?

    Und ein Wettstreit, in dem der Namenlose einem Vorteile verschafft, sollte massivst gegen jede Thorwalerehre verstoßen!

    Gerade bei Beorn als sehr traditionellem Thorwaler könnte das anders sein, weil der Namenlose ihm möglicherweise ziemlich egal ist. Sein Pantheon besteht im Wesentlichen aus Swafnir und Hranngar. Nun gibt es aventurische Theologen, die behaupten, die alles verderbende Schlange Hranngar sei mit dem Namenlosen identisch - aber ob Beorn so ein Grübler ist, dass er sich für solche Theorien interessiert?

    Er ist sicher weit genug herumgekommen, um zu wissen, dass es eine Menge anderer Götter (inklusive den Namenlosen) gibt - aber ich könnte mir vorstellen, dass er schlicht davon ausgeht, dass diese Götter nicht für ihn zuständig sind - und er nicht für sie.

    Ich frage mich, ob die Vision mit dem Schwan auch vom Namenlosen kam? Sie scheint ja direkt auf Beorn gemünzt zu sein und ihm voraussichtlich weitere Vorteile zu verschaffen.

    Shaya hatte eine ähnliche Vision (letzte Szene im Tal der Türme), aber sie hat etwas anderes gesehen. Wisst Ihr noch, was? ;)


    Ich hoffe ja, dass Phileasson über diesen Weg über die falsche Prophezeiung erfährt. Vielleicht hat Pardona (überheblich, wie sie immer ist) umringt von der Mannschaft etwas zu laut geflüstert, dass Phileasson an der falschen Stelle suchen wird, ...

    Hm, vielleicht ist das gar nicht notwendig? Es könnte ja reichen, wenn Zidaine mitteilt, wo Beorn sucht - dann kann sich Tylstyr eventuell seinen Teil denken.

    Gut fand ich die Szene, in der Olav Beorn bittet, ihm den Himmelsturm als Tattoo zu stechen.

    Das ist ein augenzwinkernder Verweis auf eine Illustration in Eisnächte, die genauso aussieht. ;)

    [Blockierte Grafik: http://www.phileasson.de/bilde…elsturm_Glaszeichnung.jpg]

    Galayne war also mehrere Hundert Jahre auf dem Grund dieses Sees. Eine lange Zeit.


    Besonders atmosphärisch fand ich "Sumarblot". (kling übrigens wie ein Ikea Sommerliegestuhl :P8o)

    :lachen:


    Zum Glück gibt es keine Veganer an Bord. :o

    Veganer nicht, aber mit Galayne immerhin jemanden, der als Elf nichts verträgt, was einen Gärprozess durchgemacht hat - noch nicht einmal fluffiges Brot. :lachen:


    Dann am Ende des Abschnitts Tjorne und das Goblinmädchen. Ach, das war aber echt herzig. Der olle Tjorne erweist sich als so fürsorglich. Das hat mich doch etwas berührt und sein Schwur ....das gefiel mir alles sehr gut!

    Frage in die Runde: Wie steht Ihr nach ein paar Tausend Seiten zu Tjorne? Ist er für Euch ein Schurke oder ein Sympathieträger - oder beides?

    Tja und bei Beorn und Zidaine....wer wie? Vielleicht geht da ja noch was? DAS wäre doch was für unsere Pardona......

    Das wäre auch was für unseren Tylstyr ... :boff:

    Thorwalerinnen, die mit Goblins werfen? Wer hatte denn die Idee?

    Da bekenne ich mich ohne Umschweife als schuldig im Sinne der Anklage.:verlegen:

  • Gerade bei Beorn als sehr traditionellem Thorwaler könnte das anders sein, weil der Namenlose ihm möglicherweise ziemlich egal ist. Sein Pantheon besteht im Wesentlichen aus Swafnir und Hranngar. Nun gibt es aventurische Theologen, die behaupten, die alles verderbende Schlange Hranngar sei mit dem Namenlosen identisch - aber ob Beorn so ein Grübler ist, dass er sich für solche Theorien interessiert?

    Er ist sicher weit genug herumgekommen, um zu wissen, dass es eine Menge anderer Götter (inklusive den Namenlosen) gibt - aber ich könnte mir vorstellen, dass er schlicht davon ausgeht, dass diese Götter nicht für ihn zuständig sind - und er nicht für sie.

    Ich verstehe das Argument, dann formuliere ich das ganze etwas um, weg vom Namenlosen und hin zu dem, was Beorn wirklich interessiert, nämlich die Wettfahrt. Wenn die anderen Götter nicht für ihn zuständig sind, dann müsste das Travia mit einschließen (auch wenn es in Thorwal einen Tempel gibt). Nun ist Travia aber zuständig für die Wettfahrt, und damit hat er sich ihren Regeln (und damit denen der Zwölfgötter) unterworfen. Selbst wenn er Travia "nur" als Schiedsrichterin sieht, sollte ihm klar sein, dass er ziemlich schlechte Karten hat, wenn herauskommen sollte, dass die Schiedsrichterin zu seinen Gunsten hintergangen wurde. Wenn ihn das den Sieg bei der Wettfahrt kosten kann, sollte er sich sehr dafür interessieren.

    Ich gebe zu, dass Beorn (wie uns Lesern bisher) nicht unbedingt klar sein muss, dass die Visionen direkt von Travia kommen. Aber selbst wenn sie von Garhelt oder sonstwem geschickt würden, wäre ein Eingriff wenn er entdeckt wird sicherlich etwas, was ihn zumindest den jeweiligen Punkt kosten würde. Vielleicht sind es eher solche Gedanken, die ihm bei seinem nachdenklichen Blick durch den Kopf gehen, als Theorien über den Namenlosen...


    Thorwalerinnen, die mit Goblins werfen? Wer hatte denn die Idee?

    Da bekenne ich mich ohne Umschweife als schuldig im Sinne der Anklage. :verlegen:

    Das fand ich auch etwas.... ungewöhnlich.



    Das ist ein augenzwinkernder Verweis auf eine Illustration in Eisnächte, die genauso aussieht. ;)

    Sehr cool! Wobei ich bezweifle, dass Beorn es so gut hinkriegen würde... :totlach:

    Schade, dass derartige Anschaffungen wie die Prachtausgabe zurzeit nicht drin sind. :(



    Ja, das schon - wobei die Geweihte eines Elfengottes, der für die Elemente steht, sicher andere Erwartungen zu erfüllen hat als die Geweihte einer Göttin von Heim und Herd. Schon innerhalb der Zwölfgötter gibt es gewaltige Unterschiede. Erinnert Ihr Euch an den stillen Bruder auf dem Boronanger von Ysilia? Das ist ein ganz anderer Typ als zum Beispiel Shaya oder Vascal ...

    Das stimmt natürlich. Außerdem hat sie ja die letzten paar Tausend Jahre was anderes gemacht, da kann man einige Elemente der "Erstausblidung" vielleicht auch mal vergessen. :totlach:

    Andererseits: Schallendes Gelächter nach Empfang einer Vision gehört wohl bei den wenigsten Göttern zum "korrekten" Verhalten.



    Schön, fand ich ja, als Beorn Pardona eins auswischt, nachdem sie den Vergleich mit Brackwasser und Wein angestellt hatte.

    Tja und bei Beorn und Zidaine....wer wie? Vielleicht geht da ja noch was? DAS wäre doch was für unsere Pardona.....

    Das wäre auch was für unseren Tylstyr ... :boff:

    Das fand ich auch gut, wie er Pardona da einfach stehen lässt. Ich hatte das auch nur in dem Zusammenhang gedeutet, dass Beorn Zidaine zu diesem Zweck nutzt. Ohne weitere "Hintergedanken". Um ihr Avancen zu machen hatte er mehrere Jahre Zeit und das ist offensichtlich nicht passiert. Würde mich doch sehr wundern, wenn er da jahrelang etwas unausgesprochen gelassen hat, was ihm nun über die Lippen kommt. Und bei Zidaine: Tylstyr aus den Augen aus dem Sinn? Kann ich mir auch nicht vorstellen, das schien schon alles echt zu sein. Also ich sehe da bei Beorn und Zidaine keine weitere Entwicklung.

    Andererseits wurden uns ja einige Liebschaften angekündigt, die durchaus zu Diskussionen führen werden. Beorn und Zidaine wäre definitiv eine, die für mich in einem seeehr fragwürdigen Licht erscheinen würde.

  • Ohne weitere "Hintergedanken". Um ihr Avancen zu machen hatte er mehrere Jahre Zeit und das ist offensichtlich nicht passiert. Würde mich doch sehr wundern, wenn er da jahrelang etwas unausgesprochen gelassen hat, was ihm nun über die Lippen kommt.

    ... wobei man sich das nicht so vorstellen kann, dass Beorn und Zidaine die letzten Jahre am Stück zusammen verbracht hätten. Beorn ist ein berühmter Plünderfahrer, und Zidaine ist mindestens einmal mit ihm gefahren - aber sicher auch mit anderen Drachenführern. Sie kennen sich, sie hatten gemeinsame Erlebnisse, immer wieder sind sie sich begegnet - aber sie haben sich nicht 5 Jahre lang jeden Morgen am Frühstückstisch angeschwiegen. ^^

  • Der dritte Leseabschnitt führt uns also in die Gegenwart zu Beorn.


    Das Gespräch zwischen Pardona, Galayne und Selime war aufschlussreich. Die Fäden werden also im Hintergrund gezogen. Das Pardona Zidaine nicht mag ist interessant. Sie mag ja auch Eilif nicht. Hat die Probleme mit starken Frauen neben sich? Oder ahnt sie den dunklen Pakt?


    Das Fest in der Schenke in Festum war sehr anschaulich beschrieben. Die Ausgelassenheit, die Goblins, die Schwüre für die kommende Zeit. Ich mochte die innere Zerrissenheit von Tjorne. Und dann die Szene mit dem Goblin Mädchen. Super! Das Gespür für die Goblinkultur fand ich klasse. Ich dachte die sucht ihre Katze. Und dann will sie die Katze essen. Fast wie bei ALF.

  • Hurra... es geht endlich wieder weiter.


    Die Vermutung, dass Pardona mit starken Frauen ein Problem hat, bestätigt sich für mich hier. Erst Eilif, jetzt Zidaine. Obwohl sie eigentlich stärker ist, glaube ich schon, dass man ihr gefährlich werden kann, wenn man ihre Achillesferse findet. Und die hat sie bestimmt. Auf jeden Fall wird es ziemlich spannend, wie sich die Beziehung der drei untereinander entwickeln wird.


    Und da ja jetzt Tjorne den Schwachen seine Stärke leihen möchte und sich auch vor Lenya stellen wird, wenn die böse Eilif ihr was will, hat sie ohne ihr großes Zutun einen kleinen Beschützer :totlach: Ob Pardona bei dieser Offenbarung innerlich einen Lachanfall bekommen hat? :geil:


    Selime ist für mich weiterhin uninteressant. Sie hat in meinen Augen ihre Seele verloren. Galayne ist aber weiterhin ein interessanter Charakter.


    Feste können die Thorwaler schon feiern. Man muss die Aktion mit dem Stier nicht unbedingt mögen, aber wenn es eben Tradition ist. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Pardona den Stier ruhig gestellt hat, um vielleicht Beorn eins auszuwischen. Denn ich glaube, er war mit dem extrem leichten Kampf ein wenig unzufrieden, es ging einfach zu leicht. Kein sehr ehrenvoller Kampf.


    Zidaine spielt ihr Spiel mit Tjorne weiter. Kein Wunder, dass er vor dieser Frau Angst hat. Ich glaube, genau das ist auch ihr Ziel. Viel besser, als jemanden einfach umbringen. Und sie hat immerhin auch etwas davon. :lachen:


    Mir hat das Kapitel gut gefallen als Einstieg in ein neues Abenteuer.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Zum Beispiel der Eingriff des Namenlosen. Das ist ja schon ein starkes Stück, dass der die Prophezeiungen zugunsten von Pardona verfälscht, und bestätigt die Vermutung, dass die ganze Wettfahrt von den Göttern initiiert wurde. Hier erfahren wir auch erstmals, dass die Visionen tatsächlich von Travia direkt kommen. Das hat mir sehr gefallen, hier zu sehen, wie wenig Pardona der Macht der wahren Götter entgegenzusetzen hat. Alle die Lügen und Selbsttäuschungen, aus denen ihr Leben besteht, werden für einen kurzen Moment entlarvt. Sie hat ihr eigenes Volk verraten und ist im Grunde genommen ein armer Wurm, einsam und ohne Hoffnung. Das war seit Längerem die erste Szene, bei der ich mich gefreute habe, über Pardona zu lesen.

    Das hat mir auch sehr gut gefallen. Auch genau deswegen, weil Pardona mal hilflos sich ergeben muss. Ansonsten würde ich die Dame auch gerne sehr schnell wieder loswerden wollen.

    Interessant die Andeutung von Pardona, dass in der Khom etwas vor sich geht. Was das wohl sein mag? Ob das irgendwie mit dem Volk von Lailath zu tun hat? Eine Lawine, die ins Rollen kommt, und die Welt verändern wird wie man sie heute kennt. Klingt ziemlich krass. Ob die Götter mit der Wettfahrt versuchen, die ersten Kieselsteine in die von ihnen gewünschte Richtung zu lenken? Jedenfalls hoffe ich, dass es Pardona wichtig genug erscheint, selbst in die Wüste gehen zu müssen. Dann sind wir sie erst mal los... :totlach:

    Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Götter da irgendwie ihre Finger im Spiel haben. Welches größere Ziel sich dahinter verbirgt, ist mir allerdings noch nicht klar. Vielleicht ist das auch ein wenig wieder die "Auferstehung" der Elfen. Denn immerhin scheint diese Kultur stark gelitten zu haben.

    Gut fand ich die Szene, in der Olav Beorn bittet, ihm den Himmelsturm als Tattoo zu stechen. Das sagt viel darüber aus, was sein Drachenführer ihm bedeutet.

    Ich möchte mir aber nicht vorstellen, wie das Tattoo aussieht. Immerhin wird Beorn auch nicht mehr so nüchtern sein. Aber die Symbolik, die dahinter steckt, gefällt mir sehr gut.

    Wie gefällt Euch diese "Überwältigung" Pardonas durch Travias Macht?

    Die gefällt mir sehr gut. Pardona machtlos zu erleben, erfüllt mich mit tiefer Freude. Davon würde ich gerne mehr lesen :teufel:

    Frage in die Runde: Wie steht Ihr nach ein paar Tausend Seiten zu Tjorne? Ist er für Euch ein Schurke oder ein Sympathieträger - oder beides?

    Ein Schurke auf keinen Fall, für mich nach wie vor eher ein Warmduscher, ein Weichei, den ich nicht wirklich ernst nehmen kann. Sympathisch? Eigentlich ist er mir egal. Einer der Figuren, auf die ich gut verzichten könnte.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ich fand es interessant, dass sich Pardona anscheinend langsam Gedanken macht, wie lange sie sich noch hinter dieser Maske verstecken kann. Sie wird darauf ja auch von Selime und Galayne angesprochen. Irgendwie macht es ihr doch Spass, die Fäden zu ziehen und Beorn zu reizen.


    Aber wenn es herauskommt, dass sie betrogen hat und Beorn es wußte, dann ist die Wettfahrt doch gelaufen. Dann war ja keine neutrale Schiedsrichterin dabei, sondern nur ein falsche Göttin auf Abwegen. Bin gespannt, wie sich das im Lauf der Geschichte entwickelt, aber es kann ja nicht immer so weitergehen. Irgendwann muss die arme Lenya doch auch mal wieder aus dem Himmelsturm rauskommen, spätestens wenn es für Pardona brenzlig wird.


    Ich frage mich auch, ob ihr Geschöpf Galayne, sich irgendwann gegen sie stellt. Bei Frankenstein's Geschöpf war es doch so und der Grund war eine Frau, oder? Sie ist sich ihrer Sache bei ihm viel zu sicher. Er scheint die Geselligkeit auf dem Fest ja zu genießen, irgendwie möchte er richtig dazu gehören. Das hätte ich am Anfang nicht gedacht oder verstellt er sich um weniger aufzufallen?


    Selime mit Heldenherz, also dass verstehe ich nicht. Nach allem was Pardona mit ihr gemacht hat und Selime ist ihr treu ergeben, mit einigen Widerworten. Sehr seltsam, hat sie auch eine Gehirnwäsche bekommen? Das muss ich nochmal lesen. Vielleicht wird ihr Heldenherz, wenn es eins ist, ja noch die Oberhand über das Hirn gewinnen.


    Das unsere falsche Göttin andere starke Frauen nicht mag, ist doch klar, die kann sie nicht einfach so bezirzen. Es sei den, sie hat an ihnen rumgebastelt, dass würde sie bei Zidane ja auch gerne machen. Sie findet sie doch sehr interessant als Versuchskaninchen. Bin gespannt wie weit es Eilif noch treibt, bevor Pardona der Kragen platz. Das Beorn wirklich was von Zidane will glaube ich nicht, sie ist hier nur Mittel zum Zweck.;)


    Schön fand ich die Beschreibung, als Pardona zurückblickt und sich fragt was gewesen wäre, sie hat ihr Volk verraten und alle die sie vielleicht auch mal geliebt hat. War es das Wert? Warum ist sie nicht mit weniger zufrieden gewesen. Sie kann nicht mehr zurück und ich glaube ihr Ambitionen werden sie am Schluss zu Fall bringen, was sonst. :lachen:


    Auch haben wir wieder den alten Beorn, gleich die ganze Fähre versenken um Phileasson die Weiterfahrt zu vermießen, schön dass das diesmal nicht geklappt hat. Da hat er aber ein langes Gesicht gemacht. :boff:Ich hoffe nur, dass sich die Götter oder wer auch immer um Ausgleich bemühen. Sucht Phileasson jetzt an der falschen Stelle nach der Seeschlange, ich kann mich dunkel erinnern, dass bei der Prophezeiung in der Silberflamme ein Schatten eine Rolle spielt. War das der Namenlose? Ich glaube, dass habe ich schon damals gefragt.

    Sonst wars ein nettes Fest mit allem was dazu gehört und ich glaube auch, dass die Schwäche der Beorn Truppe ihre Uneinigkeit ist, sie sind nur eine Zweckgemeinschaft, ihre größte Gemeinsamkeit ist die Bewunderung für Beorn. Was da übrig bleibt, falls sie doch hinter das Geheimnis ihrer "Travia Geweiten" kommen sollten? ^^

    Dann auf ins nächste Kapitel <3

  • Nun sind wir in der Haupthandlung und Pardona macht sich doch gleich mal wieder beliebt, die dumme Nuss :teufel:


    War ja beinahe klar, dass sie Zidaine nicht mag, wobei ich mich frage, ob der Grund darin liegt, dass sie sie nicht einschätzen kann? Den Gedanken würde ich ganz nett finden, aber vielleicht ist das auch einfach nur zu viel Wunschdenken von meiner Seite, weil ich immer noch hoffe, dass irgendwer dieser Person das Handwerk legen oder ihr wenigstens ordentlich den Tag verderben kann.


    Mir ist es jedes Mal eine Genugtuung, wenn Selime oder Galayne ihr schnippische Antworten geben - auch hier stirbt die Hoffnung zuletzt, dass die beiden Pardona das Leben noch etwas schwerer machen werden.


    Ist das eigentlich nicht auffällig, dass sich die Travia-Geweihte mit den beiden Elfen fern von Geschehen hält? Wahrscheinlich bekommt der Rest das vor lauter Feiern gar nicht richtig mit. Hach, wenn doch irgendwer Pardona mit Selflanatil durchbohren würde ...


    Dass es Pardona schnurzegal ist, wer den Titel König der Meere erhält, ist nicht weiter überraschend, aber dass sie so gar keine Ahnung hat, warum sich das Gleichgewicht in Aventurien verschiebt, hat mich doch gewundert, ich dachte bisher, sie und ihr Herr hätten vielleicht doch einen Verdacht. Obwohl, der Dreizehnte vielleicht schon, aber ob er ihn mit ihr teilt, das ist die Frage.


    In der letzten Leserunde hatten wir ja noch darüber diskutiert, ob dich echte Lenya für den Fall der Fälle einfach so wieder eingesetzt werden könnte, darauf bekommen wir hier ebenfalls eine Antwort. Das bedeutet, dass auch die echte Lenya ganz fix die Örtlichkeiten wechseln könnte, wenn es Pardona in den Kram passt.


    Und die Frage, ob Abdul seine Nichte erkannt hat, haben wir uns ebenfalls gestellt. Selime ist der Meinung, dass das nicht der Fall war - traurig fand ich, dass sie scheinbar keine warmen Gefühle mehr für ihn hat - dank Pardona, diesem Miststück.


    Ach herrje, Pardona bekommt einen sentimentalen Anfall, als sie die Vision von dem Schwan hat - sie tut mir ja überhaupt nicht leid. Und Beorn tut gut daran, misstrauisch zu sein, dass die falsche Travia-Geweihte ihn womöglich wieder an einen falschen Ort schickt, der überhaupt nichts mit der Wettfahrt zu tun hat. Ich hoffe natürlich weiterhin, dass der Foggwulf den Titel erringen wird, aber bitteschön unter gleichen Bedingungen, nämlich, dass Beorn die gleichen Chancen hat, an der Wettfahrt teilzunehmen. Der Bessere möge gewinnen!


    Kurz war ich übrigens wegen dem Schwan irritiert, weil irgendwie war ich dran, dass Travia etwas mit Schwänen zu tun hätte, aber ich glaube, hier habe ich etwas ganz gewaltig mit Fiafilas Glauben aus der Schwertfeuersaga durcheinandergebracht, bei ihr hatte der Glaube doch etwas mit Vögel zu tun, glaube ich.


    Aber es erfreut mich ungemein, dass Pardona mit der Schwanenvision nicht wirklich etwas anfangen kann bzw. sich unsicher ist, wie sie sie interpretieren soll. Darüberhinaus ist es einfach spannend zu erfahren, dass ihre Position unter dem Dreizehnten alles andere als gesichert ist und Konkurrenz am Horizon dräut.


    Dann erhält Pardona die Prophezeiung, die durch ihren Herrn etwas verändert wurde, dadurch meint sie, wieder Oberwasser zu haben. Was ist die wahre Botschaft hinter An der Ostküste Maraskans, wo sich die Finsternis, das Meer und der Fels miteinander vermählen, werdet ihr finden, was ihr sucht."

    im Gegensatz zu "Vor der Ostküste Maraskans, das Meer durchpflügend, werdet ihr finden, was euch bestimmt ist."? In der manipulierten Prophezeiung wird doch ein ganz bestimmter Punkt markiert, so würde ich das jetzt verstehen. Ist mit dem "was ihr sucht" und das "was euch bestimmt ist" beide Male der Reißzahn der Seeschlange gemeint oder eher etwas, dass Pardona und der Dreizehnte suchen?


    Beorns Abneigung Pardona gegenüber wird immer größer, was ich begrüße. Sein Gedanke, bei einem der Konflikte zwischen ihr und Eilif einfach mal zur Seite zu treten und zuzuschauen, ob Eilifs Axt dich Göttin nicht zu spalten vermag, gefällt mir ausgesprochen gut :teufel:


    Hehe, und dass sich Pardona dann noch outet, als sie Beorn vorhält, was er an Eilif überhaupt findet, wenn er sie doch haben könnte, könnte wirklich etwas sein, an dem der Blender einhaken könnte, um sie loszuwerden.


    Das höchste Fest der Thorwaler Sumarblot ist irgendwie typisch thorwalisch: reichlich Alkohol, viel Prahlen und eine Menge Spaß ^^ Hat Pardona bei dem Stier tatsächlich die Finger im Spiel gehabt, dass sie ihn ruhiggestellt hatte? Nicht, dass das nachher als schlechtes Omen angesehen wird, dass der Stier so gar keinen Widerstand geleistet hat.


    Dass Rangnids Erklärung, Ilsur habe den Schwan in seinem Wappen, Beorn deutlich besser gefällt als Pardonas Interpretation, zumal in diesem Zusammenhang auch Leifs Name fällt, ist klar - mir gefällt sie auch besser, denn ich kann mir nicht vorstellen, warum Beorn in den Norden sollte, wenn es die Seeschlangen im Perlenmeer gibt. Außerdem spricht die Prophezeiung eindeutig von Maraskan.


    Die Nachricht, dass Phileassons Ottajasko ganz und gar nicht hinter Beorn liegt, gefällt mir mit am besten, auch wenn das Beorn die Laune verhagelt.


    Soso, Tjorne will sich nun zum Anwalt der Armen und Schwachen aufschwingen - das ist ja schön, aber muss er deswegen unbedingt bei der falschen Lenya beginnen? Wenn er wüsste, dass sie am wenigsten seinen Schutz braucht.

  • Hier erfahren wir auch erstmals, dass die Visionen tatsächlich von Travia direkt kommen. Das hat mir sehr gefallen, hier zu sehen, wie wenig Pardona der Macht der wahren Götter entgegenzusetzen hat. Alle die Lügen und Selbsttäuschungen, aus denen ihr Leben besteht, werden für einen kurzen Moment entlarvt. Sie hat ihr eigenes Volk verraten und ist im Grunde genommen ein armer Wurm, einsam und ohne Hoffnung. Das war seit Längerem die erste Szene, bei der ich mich gefreute habe, über Pardona zu lesen.

    Einerseits hat mir das auch gut gefallen, dass Pardona nicht davor gefeit ist, Visionen von Travia zu erhalten, ob ihr das passt oder nicht, andererseits finde ich es erschreckend, dass es dem Dreizehnten mühelos gelingt, diese Prophezeiung abzuändern.


    Zidaine muss mit den Nachrichten, die sie an Tylstyr schreibt, etwas aufpassen. Sonst macht sie sich nicht nur gegenüber dem Pardona-Trio verdächtig. Ich hoffe ja, dass Phileasson über diesen Weg über die falsche Prophezeiung erfährt.

    Stimmt, ich dachte auch bei der Szene, hoffentlich hat sich Zidaine nicht zu offensichtlich verhalten. Das ist ein guter Gedanke, dass Zidaine auf diesem Weg Tylstyr davon unterrichtet, wohin sich Beorn aufmachen wird.

    Das sich absondernde Pardona-Trio und ihre Überheblichkeit, die sich absondernde Zidaine, Tjorne, der noch immer nicht für voll genommen wird und der einen neuen Mordversuch Zidaines erwartet, Eilif, die ständig gegen Lenya pöbelt, die generellen Vorbehalte gegen Lenya...

    Ja, in Beorns Ottajasko schwelen deutlich mehr Konflikte.

    Frage in die Runde: Wie steht Ihr nach ein paar Tausend Seiten zu Tjorne? Ist er für Euch ein Schurke oder ein Sympathieträger - oder beides?

    Als reinen Schurken sehe ich ihn nicht, allerdings auch nicht als Sympathieträger, bisher empfinde ich ihn auch noch zu schwach. Und ich bin gespannt, ob er seinen neuen Eid einhalten wird.

    Ich hatte das auch nur in dem Zusammenhang gedeutet, dass Beorn Zidaine zu diesem Zweck nutzt. Ohne weitere "Hintergedanken". Um ihr Avancen zu machen hatte er mehrere Jahre Zeit und das ist offensichtlich nicht passiert.

    So habe ich das auch verstanden.

  • Ein interessantes Kapitel mit viel Psychologie und Thorwaler -Flair.

    Ich war sehr angenehm überrascht, Pardona mal mit Schwächen zu sehen. Irgendwie hatte ich immer gedacht, sie ist eigentlich noch viel stärker, als Beorn denkt, aber es scheint eher so zu sein, dass sie ihre Schwächen gut verbirgt. Ihre Entscheidung - Macht gegen Liebe - hat sie zu einer einsamen und traurigen Gestalt gemacht. Was bringt ihr die Macht am Ende? Ist es ihr Wunsch gewesen? Ihre Entscheidung? Sie hat ja auch Angst vor dem Namenlosen, sie hat Angst, ihn zu enttäuschen, denn das scheint nicht bekömmlich zu sein.

    Ich fand es jedenfalls sehr hoffnungsvoll, Pardona schwach zu sehen. Besonders hat mir allerdings gefallen, dass es Beorn gelingt, sie mit Zidaine zu ärgern. Ich glaube nicht, dass er wirklich was mit ihr anfängt. So dumm ist er sicher nicht. Wer reiten schon gern auf einem Pulverfass^^

    Ihre Geschöpfe tun mir leid. Ich finde auch Selime ziemlich uninteressant, aber sie ist nicht böse. Kann sie was dafür, dass sie von Pardona "verbessert" wurde? Wenn sie wirklich ihre Seele verkauft hat, dann sollte die Rolle als Gefangene Pardonas schon berücksichtigt werden.

    Galayne ist dagegen sehr interessant und er möchte eigentlich gern aus dem Gefängnis Pardona entkommen. Wird er es schaffen? Es wäre dann wieder eine Schwachstelle Pardonas.


    Ob PArdona was mit dem Stier gemacht hat? Hat sie Beorn zeigen wollen, dass sie auch diesen Stier dazu bringt aufzugeben? Oder wollte sie Beorn nur den Spaß nehmen, einen starken Gegner gegenüber zu treten?


    Aber Zidaine sollte wirklich aufpassen. Jemanden wie Pardona ärgert man nicht ungestraft. Wenn sie nun näher beobachtet wird, dann könnte sie auffliegen. Da uns angekündigt wurde, dass einige dieses Abenteuer nicht überleben, ich habe Angst um Zidaine.


    Tjorne - auf ihn könnte ich verzichten. Statt sich Zidaine offen zu stellen, haut er ab und nun haut er wieder ab. Wie kann man nur als Thorwaler so empfindlich sein.


    Das Goblinmädchen als Freundin zu bezeichnen fand ich schon dick aufgetragen. Wer hat sich denn da zum Ziel gestellt für Tjorne auf Stimmenfang zu gehen?:teufel:X(

    Das Werfen des Goblins fand ich nicht so weit hergeholt. Ich lese gerade "Stein" und die Goblins dort benehmen sich teilweise sehr ähnlich. Scheinbar sind sie auf Freundschaft versessen.


    Das Kapitel las sich weg wie nichts und ich bin gespannt, wie es weiter geht. Bin ich traurig, dass es Beorn die Stimmung verhagelt, weil Phileasson doch vor ihm ist? Neee!

  • Aber wenn es herauskommt, dass sie betrogen hat und Beorn es wußte, dann ist die Wettfahrt doch gelaufen. Dann war ja keine neutrale Schiedsrichterin dabei, sondern nur ein falsche Göttin auf Abwegen. Bin gespannt, wie sich das im Lauf der Geschichte entwickelt, aber es kann ja nicht immer so weitergehen. Irgendwann muss die arme Lenya doch auch mal wieder aus dem Himmelsturm rauskommen, spätestens wenn es für Pardona brenzlig wird.

    Tja Pardona. Erstaunlich wie die charmante Beinahegöttin mit der wechselhaften Biographie polarisiert :-) Natürlich wird sie kaum für ewig bleiben. Sie hat ja noch einen Chef und es braut sich was im Süden zusammen ... Ich bin gespannt, wie es mit der Stimmung um Pardona weiter geht. Manchmal ist sie auch eine Hilfe ... Aber da wird vermutlich der Aufschrei: Unfair!!!! kommen.

    Selime mit Heldenherz, also dass verstehe ich nicht. Nach allem was Pardona mit ihr gemacht hat und Selime ist ihr treu ergeben, mit einigen Widerworten.

    Das fällt weitestgehend unter Stockholm Syndrom.



    dass Travia etwas mit Schwänen zu tun hätte

    Nah dran. Bei Travia sind es Gänse :-)


    Soso, Tjorne will sich nun zum Anwalt der Armen und Schwachen aufschwingen - das ist ja schön, aber muss er deswegen unbedingt bei der falschen Lenya beginnen? Wenn er wüsste, dass sie am wenigsten seinen Schutz braucht.

    Aber ist genau das nicht irgendwie typisch Tjorne :-)


    Endlich hat es bei mir mit dem zitieren geklappt. Und das ganz ohne Hilfe durch den hochgewachsenenen Kollegen :klatschen::klatschen::klatschen: Leider bin ich auf anderer Ebene nicht weiter mit der Technik. Ab morgen bin ich wieder auf Lesereise :elefant: und damit offline. Aber ab Montag mische ich dann in alter Frische wieder mit und hoffe, der Herr Kollege wird die Lufthoheit nicht zu skrupellos ausnutzen, um unwidersprochen Phileasson zum Helden zu stilisieren.

  • Dann erhält Pardona die Prophezeiung, die durch ihren Herrn etwas verändert wurde, dadurch meint sie, wieder Oberwasser zu haben. Was ist die wahre Botschaft hinter An der Ostküste Maraskans, wo sich die Finsternis, das Meer und der Fels miteinander vermählen, werdet ihr finden, was ihr sucht."


    im Gegensatz zu "Vor der Ostküste Maraskans, das Meer durchpflügend, werdet ihr finden, was euch bestimmt ist."? In der manipulierten Prophezeiung wird doch ein ganz bestimmter Punkt markiert, so würde ich das jetzt verstehen. Ist mit dem "was ihr sucht" und das "was euch bestimmt ist" beide Male der Reißzahn der Seeschlange gemeint oder eher etwas, dass Pardona und der Dreizehnte suchen?

    Ich hatte es so verstanden, dass Pardona die echte Prophezeiung erhalten hat und die von Shaya gefälscht wurde. Pardona meinte ja "Phileasson wird nicht an der Küste suchen, sondern auf dem offenen Meer".

  • Ich dachte die sucht ihre Katze. Und dann will sie die Katze essen. Fast wie bei ALF.

    Der ist ja auch eine Art Rotpelz. :err:


    Feste können die Thorwaler schon feiern.

    Das wohl!

    Sumarblot ist in ganz Thorwal verbreitet, wird aber vor allem nördlich der Grauen Berge frenetisch gefeiert - in Beorns Heimat.

    Vielleicht ist das auch ein wenig wieder die "Auferstehung" der Elfen. Denn immerhin scheint diese Kultur stark gelitten zu haben.

    "Auferstehung" ist zu Recht in Anführungszeichen gesetzt, denn im Laufe der Reise ist man ja einigen recht lebendigen Elfenkulturen begegnet. In Gerasim etwa, oder (kurz) den Steppenelfen. Dennoch ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass die Ottajaskos immer wieder Relikten aus der elfischen Historie begegnen ... Andererseits ist Maraskan eine der wenigen Weltgegenden, in denen es keine dort ansässige Elfenkultur gibt, und dorthin scheint die Reise ja nun zu gehen ...

    Was meint Ihr? Hat die Wettfahrt etwas mit den Elfen zu tun - oder sind die nur ein Verbindungsglied zum eigentlichen Ziel?

    Aber wenn es herauskommt, dass sie betrogen hat und Beorn es wußte, dann ist die Wettfahrt doch gelaufen. Dann war ja keine neutrale Schiedsrichterin dabei, sondern nur ein falsche Göttin auf Abwegen.

    Letztlich entscheidet die Oberste Hetfrau - aber dieser Punkt ist natürlich zu diskutieren: Verliert Beorn sein Anrecht auf den Titel, weil er seine Schiedsrichterin (zumindest zeitweise) verloren hat? Den Aufgaben stellt er sich ja dennoch ...

    Selime mit Heldenherz, also dass verstehe ich nicht. Nach allem was Pardona mit ihr gemacht hat und Selime ist ihr treu ergeben, mit einigen Widerworten. Sehr seltsam, hat sie auch eine Gehirnwäsche bekommen?

    Im Himmelsturm hat Pardona Selime über Monate bearbeitet - und sie kann sehr überzeugend sein, auch wenn sie bei Abdul keinen Erfolg hatte (was daran liegen mag, dass sie ihn gar nicht auf ihre Seite ziehen wollte) ...

    Zur Erinnerung: Das Herz, das jetzt in Selimes Brust schlägt, stammt von Eichward.

    ..., ich kann mich dunkel erinnern, dass bei der Prophezeiung in der Silberflamme ein Schatten eine Rolle spielt.

    Aha! Einmal ein Schwan, einmal ein Schatten ... Was mag das bedeuten?

    Nun sind wir in der Haupthandlung und Pardona macht sich doch gleich mal wieder beliebt, die dumme Nuss :teufel:

    ...

    Ach herrje, Pardona bekommt einen sentimentalen Anfall, als sie die Vision von dem Schwan hat - sie tut mir ja überhaupt nicht leid.

    :lachen::lachen::lachen:


    ..., ich dachte bisher, sie und ihr Herr hätten vielleicht doch einen Verdacht. Obwohl, der Dreizehnte vielleicht schon, aber ob er ihn mit ihr teilt, das ist die Frage.

    Misstrauen und Zwietracht sind Charakteristika der dunklen Seite. Da traut man auch den eigenen Untergebenen nur bedingt ...

    Die Nachricht, dass Phileassons Ottajasko ganz und gar nicht hinter Beorn liegt, gefällt mir mit am besten, auch wenn das Beorn die Laune verhagelt.

    Mir auch! :daumen:


    Ich war sehr angenehm überrascht, Pardona mal mit Schwächen zu sehen. Irgendwie hatte ich immer gedacht, sie ist eigentlich noch viel stärker, als Beorn denkt, aber es scheint eher so zu sein, dass sie ihre Schwächen gut verbirgt.

    Dass sie nicht mehr ganz klar im Oberstübchen ist, ist ja allgemein bekannt ... Andererseits ist es wohl auch schwierig, klar zu bleiben, wenn man ständig von Leuten umgeben ist, die einen anbeten.

    Ob PArdona was mit dem Stier gemacht hat? Hat sie Beorn zeigen wollen, dass sie auch diesen Stier dazu bringt aufzugeben? Oder wollte sie Beorn nur den Spaß nehmen, einen starken Gegner gegenüber zu treten?

    Es würde zu ihr passen, oder?

    Das Werfen des Goblins fand ich nicht so weit hergeholt. Ich lese gerade "Stein" und die Goblins dort benehmen sich teilweise sehr ähnlich. Scheinbar sind sie auf Freundschaft versessen.

    Das ist vielfach so, weil sie (vor allem die männlichen Goblins) kaum ein Gedächtnis haben. Sie leben sehr in der Gegenwart.

    In diesem Fall ist der Goblin aber eher der geschäftstüchtige Typ. :capone: Er kriegt ja Geldstücke für jedes Mal, das er geworfen wird.


    Ich hatte es so verstanden, dass Pardona die echte Prophezeiung erhalten hat und die von Shaya gefälscht wurde. Pardona meinte ja "Phileasson wird nicht an der Küste suchen, sondern auf dem offenen Meer".

    Ja, das ist Pardonas Vermutung: Der Namenlose hat die Prophezeiung verfälscht, sodass Phileasson an der falschen Stelle nach einer Seeschlange sucht. Sie jedoch hat die wahre Prophezeiung entschlüsselt, sodass Beorn an der richtigen Stelle suchen kann.