02: Seite 50 - Seite 91 ("Das ist alles?" bis Ende Prolog)

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  • So. Prolog fertig. Leider, muss ich sagen. Ich hätte in dieser Geschichte noch ewig weiterlesen können. Um diesen Prolog als in sich abgeschlossene Geschichte zu sehen sind mir zu viele Fragen offen geblieben.

    - Was hat Beorn alles mit Emilio angestellt?

    Dass er ihn geblendet hat, klar. Auch die bisherigen Vermutungen bezüglich des Ästleins, das er vermutlich abgeholzt hat scheinen mir recht sicher zu sein. Hätte trotzdem gern etwas ausführlicher darüber gelesen :teufel:

    - Orelio und Dolorita. Welcher Kontrakt? Hab ich irgendwas komplett überlesen?

    Klar, sie hat sich von Emilio ab- und Orelio zugewendet nach dieser Geschichte mit den Thorwalern, aber irgendwas zwischen den Zeilen ist mir entgangen.

    - Stimmt, wo kam Leif eigentlich her und wo wollte er hin? Hat Swafnir die Geschicke des Drachenführers gelenkt?

    - Was ist mit den restlichen Thorwalern von der Mondinsel?

    -Und natürlich noch Gildas Tod, der wie ein großes Fragezeichen über allem schwebt..


    Meine Hitliste, frei nach:

    Welche Geschichte bleibt im Kopf? Was bringe ich noch halbwegs vollständig zusammen, nachdem zum Teil 1000e Seiten vergangen sind?

    1. Nordwärts

    Hat sich mir ins Gehirn gebrannt. Kann nichts dagegen tun.

    2. Die Wölfin

    Die Geschichte ist von der Handlung her eigentlich die, die ich am wenigsten mag. Als Mutter eines Vierjährigen vermutlich verrücktspielende Mutterkomplexe bezüglich Winja Nutjes und ihrer Entscheidung für das "Einfachere". Trotzdem oder gerade deswegen, bleibt im Kopf.

    3. Himmelsturm

    Abdul und wie Pardona ihn vorführt. Toll.


    Wenn ich sagen müsste, welcher Prolog mir beim Lesen am meisten Spaß gemacht hat sähe es so aus:

    1. Himmelsturm

    2. Schlangengrab

    3. Nordwärts

    4. Silberflamme

    5. Die Wölfin



    Zum Prolog an sich:

    Ja, Beorn punktet bei mir immer mehr. Die Utulus wirklich nach Hause zu bringen, damit sein Wort etwas wert ist. Hätte ich so nicht erwartet.


    Dass er Orelio und Dolorita verschont und ihnen hilft zu entkommen, auch nicht unbedingt das, was man von einem plündernden Barbaren erwartet. Orelio gehe ich davon aus ahnte, dass es so kommen könnte, daher hat er trotz Befehl nicht gehandelt als es darum ging, Beorn das Auge zu nehmen. Dolorita mag vielleicht auch eine "Ahnung" gehabt haben, dass es mit Beorn mehr auf sich hat als man auf den ersten Blick erkennt.


    Ich hoffe sehr, die beiden im Hauptteil wiederzusehen. Habe es mir bisher jedesmal verkniffen, die Personenübersicht des Hauptteils durchzustöbern, dann bleibt es spannend wen man wiedersieht. :unschuldig:


    Besonders gelungen fand auch ich den Einfall in und auch die Flucht von Porto Paligan. Zidaines Auftritt bei den Wachhabenden hatte echt Klasse.

    Und herzlich gelacht habe ich bei

    "Musst du immer gleich alles töten?"

    Die Antwort darauf hat sie mit der Einkerkerung ja selbst gegeben.


    Dem Hauptteil werde ich mich jetzt widmen, hab mir die Post-it-Methode abgeguckt um nicht vorauszuschießen ;)

  • Was kann eine Hexe in Aventurien eigentlich alles? Außer mit den Augen einer Möwe sehen?

    Das wäre einen eigenen Unterpunkt als Diskussionsrunde wert.

    Über aventurische Hexen könne ich bis zum Sankt-Nimmerleinstag erzählen und diskutieren.

    Hexen sind wie Magier und Elfen magiebegabt, ich würde sie irgendwo dazwischen ansiedeln. Magier wirken Zaubersprüche, das ist bei Tylstyr immer recht schön beschrieben. Elfen zaubern intuitiv, teils ohne es überhaupt zu merken, weil es in ihrer Natur liegt. Eine Hexe macht weder das eine, noch das andere, aber irgendwie auch beides.

    Um eine brauchbare Antwort zu geben müsste man wissen, um welche Art Hexe es sich bei Dolorita handelt.

    Hexen werden in Schwesternschaften unterschieden. In der Regel ist es dann so:

    Schwesternschaften-Schublade auf, Können, Vorlieben und Kurzcharakteristik rausnehmen, Schublade wieder zu.

    Normalerweise hat eine Hexe ein Vertrautentier, ein Tier mit dem sie spricht und das ebenso magisch und magiebegabt wie die Hexe selbst ist.

    Durch die Augen des Vertrautentieres zu sehen, sogar Botschaften oder Flüche (für Nicht-DSA-ler: Verfluchungen wie z.b. Warzen ins Gesicht hexen) über den Vertrauten überbringen zu lassen ist typisch satuarisch (=hexisch)

    Eines können sie alle, und nur Hexen: Fluchen! :teufel:

    Meistens kann man Hexen aufgrund ihrer Vertrautentiere zuordnen (üblicherweise Katzen, Eulen, Raben, Schlangen, Kröten, Spinnen, Affen). Bei einer Möwe wird es interessant (sagt die ehemals Schöne der Nacht jetzt Schwarze Witwe mit dem Gänseluchs)..

  • Mit diesem Leseabschnitt ist der Prolog komplett.

    In unseren Phileasson-Romanen sind die Prologe kleine Geschichten, die in gewisser Weise für sich selbst stehen können. Wie gefällt Euch dieses Konzept? Mögt Ihr diese Einblicke in Geschehnisse, die zeitlich oder räumlich abseits der Reiseroute liegen, oder würdet Ihr lieber flotter in die Hauptgeschichte einsteigen?

    Wir hatten das Gefühl, dass unsere Leserschaft schon eine Weile gespannt auf Beorns Vorgeschichte war. Wie gefällt sie Euch im Vergleich zu den Prologen aus den anderen Bänden? Zu den Vorkommnissen in Stainakr, zu Abduls Erlebnis in Al'Anfa, zu Nirkas Kindheit oder Lailaths Jagd nach Selflanatil? Wie sieht Eure "Hitliste" aus?

    Prologe

    Musste vorhin echt überlegen, ob ich nicht einen vergessen habe.


    Beorn

    Runde Geschichte, umfangreiche Verknüpfungen. Mir gefällt es mehr über Beorn zu erfahren. Hier in einem deutlich positiveren Licht. Sehr dichte Atmosphäre, ein echtes Abenteuer, oder wie die Thorwaler sagen würden eine Saga.


    Lailath

    Auch hier wird eine runde Geschichte erzählt. Man taucht ein in die große Geschichte hinter der Geschichte.


    Abdul

    Die Prämisse gefiel mir gut. Es gab ein paar Elemente die ich echt gelungen fand. Der Durchlauf insgesamt war aber irritierend. Das Ende war unbefriedigend. Pardona kommt als Nervensäge rüber. Dieser Prolog hat mich recht unbefriedigt zurück gelassen.


    Nirka/crottet

    Mit der Story bin ich nicht warm geworden. Bis zum Schluss habe ich mich gefragt wo die Story hin will. Der Zeitsprung war mir zu lang. Zwei Protagonisten in einer Story stört mich hier irgendwie. Der klare Fokus fehlte mir.


    Den Prolog in Stainakr möchte ich explizit aus der obigen Rangfolge ausnehmen. Er war für mich emotional sehr intensiv und auch inhaltlich sehr geschickt in seinen Setzungen. Trotz seiner Qualitäten habe ich zwei Probleme damit.

    Erstens finde ich das zentrale Thema der Gruppen-Dauer-Vergewaltigung extrem abstoßend. So etwas lese ich nur sehr ungern. Egal wie gut es geschrieben ist.

    Zweitens halte ich es als Einstieg für eine 12 bändige Abenteuersaga für denkbar ungeeignet. Hätte ich nicht gewusst was mich erwartet, hätte ich den Roman womöglich weggelegt und die Saga aufgegeben. Das muss doch nicht sein.

    Ich stelle mir immer noch manchmal vor, wie meine Töchter einmal im Vermächtnis ihres Vaters den ledergebundenen, metallbeschlagenen Band mit silbernen geprägten Lettern entdecken und fasziniert zu lesen beginnen. Um dann wenig später angeekelt den Band wegzulegen und diesen Unfug irgendwo auf dem virtuellen Flohmarkt zu verscherbeln. Wie konnte ihr Vater nur für so etwas so viel Geld ausgeben. Das verzeih ich euch nicht.X(


    Nicht ganz ernst gemeint, aber irgendwie doch wahr.

  • Ha, selten hatte ich mir so sehr gewünscht, dass Beorn seinen Gegner an den Eiern zu fassen bekommt - und das geschieht hier im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich denke, dass was Beorn Zornbrecht neben seinem Auge genommen hat, wird nicht gerade das größte seiner Körperteile gewesen sein :totlach:


    Ich war mir ja nicht sicher, ob Beorns Plan wirklich Erfolg haben wird, denn ich teilte Ovas Zweifel, ob er sich vielleicht nur durch seine Rache leiten lässt und jegliche Vorsicht dabei außer acht lässt. Aber dann schimmert doch immer wieder durch, dass er durchaus keine unnötigen Risiken eingehen will. Wobei das ganze Unternehmen schon gewagt und frech war, aber wie heißt es so schön: Frechheit siegt.


    Dicke Pluspunkte hat Beorn bei mir bekommen, als er den Utulus zur Freiheit verschafft und sein Versprechen ihnen gegenüber später einhält, obwohl Leif ihn vom Gegenteil überzeugen will. Furchtbar, wie die Utulus als Ware angepriesen wurden, nachdem sie zuvor wie in einer Masentierhaltung gehalten wurden. Die Fahrrinne zu blockieren, war ein sehr cleverer Schachzug von den Utulus.


    Dass Zidaine rot sieht, wie der Al'Anfaner seine menschliche Ware anpreist, ist wohl mehr als verständlich. Spannend fand ich auch, dass wir im Prolog ein wenig mehr von ihrem Innenleben erfahren. Ich kann es schon verstehen, dass sie nach den Ereignissen auf Stainakr so geworden ist, wie sie ist und nach dem Leben ihrer Peiniger trachtet, vielleicht auch in der Hoffnung, dass sie, wenn alle tot sind, endlich diese Scham und die finstere Angst los werden kann.

    Wie Zidaine aber als Offizierin der Rabengarde auftritt, war auch ganz schön clever und abgebrüht.


    Zornbrecht ist echt ein verwöhntes Bürschchen, er wurde mir zunehmend unsympathischer, als er nur seinen Luxus und sein Vegnügen im Kopf hat und sich dann auch noch Gedanken darüber macht, wie er Dolorita demütigen und Orelio bestrafen kann. Schön, dass ihm Beorn diese Flausen austreibt.

    Als Emilio jedoch argwöhnte, dass mit den drei Schiffen etwas nicht in Ordnung sein könnte, war ich etwas alarmiert, dann aber wieder beruhigt, als er dachte, die Besatzung wolle ihn nur betrügen.


    Orelio und Dolorita sind sich durchaus bewusst, was ihnen durch Emilio droht - sie kennen ihn scheinbar schon gut genug - und lassen sich damit allzu gern auf Beorns Angebot ein. Ich war froh, dass Beorn die beiden gehen lässt.


    Und ein bisschen was an Schätzen kam auch noch dazu, so wurde die Plünderfahrt trotzt hoher Verluste doch noch zu einem Erfolg.


    Ihr hattet übrigens recht: Emilios Flügelhelm ziert ab sofort Beorns Kopf und mit Zornbrecht begründete der Blender seinen Beinahmen.


    So, das bedeutet aber auch, dasss Emilio Zornbrecht noch lebt - ich bin gespannt, ob er zum Zeitpunkt der Wettfahrt nochmal auftauchen wird.

  • In unseren Phileasson-Romanen sind die Prologe kleine Geschichten, die in gewisser Weise für sich selbst stehen können. Wie gefällt Euch dieses Konzept? Mögt Ihr diese Einblicke in Geschehnisse, die zeitlich oder räumlich abseits der Reiseroute liegen, oder würdet Ihr lieber flotter in die Hauptgeschichte einsteigen?

    Wir hatten das Gefühl, dass unsere Leserschaft schon eine Weile gespannt auf Beorns Vorgeschichte war. Wie gefällt sie Euch im Vergleich zu den Prologen aus den anderen Bänden? Zu den Vorkommnissen in Stainakr, zu Abduls Erlebnis in Al'Anfa, zu Nirkas Kindheit oder Lailaths Jagd nach Selflanatil? Wie sieht Eure "Hitliste" aus?

    Ich freue mich inzwischen auch sehr auf die langen Prologe, die eine eigene Geschichte erzählen. Diesmal war es so, dass ja nach wenigen Sätzen klar war, dass der Prolog Beorns Vergangenheit beleuchtet, über die wir eh schon lange etwas erfahren wollten. Dadurch war ich direkt von dem Prolog gefesselt.

    Mit einer Hitliste tue ich mich etwas schwer, denni mir haben eigentlich alle Prologe gut gefalllen, vor allem deshalb, weil sie jeweils so unterschiedlich sind.

    Der Prolog aus Nordwärts wird mir in jedem Fall immer im Gedächtnis bleiben, weil er einfach ein ziemlicher Hammerschlag als Einstieg in die Saga war und seine Folgen sich bis mind. in den 5. Band ziehen.

    Der Prolog um Abdul hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, wegen der ganzen "südliche" Szenerie (und nein, es lag nicht an der Gorillapranke :totlach:).


    Aber auch die Stimmung in den Prologen von "Die Wölfin" und "Silberflamme" haben ihren eigenen Reiz, weil sie, wie schon erwähnt, jeweils so unterschiedlich sind.

    Die Hexe und ihr Begleiter haben es überlebt, die Dame hat also wirklich gewusst was sie tut, als sie ihn vor der Blindheit gerettet hat?

    Das hatte ich mir auch überlegt.

    Auch ich habe mal die Karte zur Hand genommen, und Beorns Reiseroute führt zufällig genau dort vorbei. Das wäre natürlich eine krasse Verstärkung seiner Mannschaft, ein fast unbezwingbarer Fechtmeister und eine Hexe...

    Das wäre ja wirklich ein Ding, wenn wir den beiden nochmals begegnen würden. Und ja, das wäre eine ziemliche Verstärkung.

    Und „Kack den Mast an“ ist auch ein hübscher Ausruf.

    Bei dem Ausspruch musste ich lachen:totlach:


    Das würde mir allerdings auch sehr gut gefallen. Hennen & Corvus werden ja wohl nicht so schnell in Schreibrente gehen :daumen:

    Die Idee finde ich ebenfalls sehr gut.


    Über aventurische Hexen könne ich bis zum Sankt-Nimmerleinstag erzählen und diskutieren.

    Savarra

    Danke für die Einführung über die aventurischen Hexen.

  • Vielleicht kommt im nächsten Buch Phileasson's Geschichte und warum er am Tod von Beorns Schwester schuld sein soll?

    Wir haben einen Plan für die Prologe bis Band XII. Er kann sich zwar noch ändern (wenn uns etwas Besseres einfällt, opfern wir das Gute), aber in der derzeitigen Fassung sieht er sowohl einen Phileasson-solo-Prolog als auch einen Phileasson-und-Beorn-Duo-Prolog vor.

    Nun Beorn hat sehr besonnen gehandelt nicht zu viel riskiert und nicht zu gierig.

    Findet Ihr nicht, dass er ein wenig kühn vorgegangen ist? :schwitz:Es war ja schon eine knappe Sache ...


    Zidaine...ehrlich: Ich finde sie selbst in der Rückblende anstrengend. ... Zweimal hat sie auch bedenkenlos ihr eigenes Leben riskiert.

    Es ist völlig okay, wenn sich die Sympathien unterschiedlich verteilen - manche Figuren sind dem einen sympathisch, andere dem anderen. Und Du hast zweifellos recht: Selbst für Beorns Maßstäbe handelt Zidaine gewagt ...

    Nun Beorn hat sehr besonnen gehandelt nicht zu viel riskiert und nicht zu gierig. Auch das er die Sklaven befreit hat und zu seinem Wort steht, hat ihm in meinen Augen eine Menge Pluspunkte eingebracht


    Man könnte ihn fast mögen.

    Ich erkenne mit Wohlwollen das Wörtchen "fast" in dieser Aussage. Die moralisch integere Lese-Ottajasko wird bestimmt treu zum Foggwulf stehen! :wahrsager:

    Ach ja: Warum war Leif noch gleich dort unterwegs? Habe ich irgendwie nicht mitbekommen.

    Er war ebenfalls auf Plünderfahrt unterwegs. Sein Vorhaben war zwar nicht so ambitioniert wie das von Arnoras Flotte, aber wenn Silberschiffe durch das südliche Meer ziehen, um einen Geleitzug zu bilden, kann man auch mit zwei Ottas vielleicht eines davon abfangen, bevor es Al'Toum erreicht.

    Die Schilderung der Zustände an Bord des Sklavenschiffes war schon hart zu lesen. Bei solchen Dingen geht mir immer sofort durch den Kopf, dass das alles ja nicht frei erfunden ist, sondern auf historischen Vorbildern beruht.

    Zu dieser Thematik empfehle ich den sehr guten Film Amistad, der auf einem historischen Ereignis beruht.

    Ich frage mich allerdings, woher Zidaine so viel über Al'Anfa und die dortigen politischen und militärischen Strukturen weiß, dass sie so etwas glaubhaft rüberbringen kann.

    Sie geht ja nicht allzu sehr in die Tiefe, sondern wirft ein paar Namen in die Runde, die recht bekannt sind. Bei dieser Bekanntheit darf man davon ausgehen, dass Geschichten über diese al'anfanischen Herren auch in so mancher Hafenkneipe die Runde machen, wo Zidaine sie vielleicht aufgeschnappt hat. Dies ist zwar ihre erste Fahrt mit Beorn, aber nicht ihre erste Plünderfahrt überhaupt - sie ist schon an Aventuriens Küsten rumgekommen.

    Indem er die beiden am Leben lässt UND vor Zornbrechts (und seiner Handlanger/Verbündeten/Nachfolger) Zugriff schützt, stehen beide in seiner Schuld. Vielleicht kommen die zunächst bei Leif unter, wo Beorn sie einige Jahre später während der Wettfahrt wiedertrifft.

    Das ist doch ein schönes Spekulationsthema für die Runde: Was denkt Ihr, welche Figuren aus dem Prolog trefft Ihr in der Haupthandlung wieder?

    Deswegen müsste ich, wenn ich genauer drüber nachdenke, wohl zwei Werteskalen anlegen. Die eine wäre, welche (Neben-)Geschichte, die in den verschiedenen Prologen erzählt wurde, mir vom Inhalt am besten gefallen hat. ... Die zweite Skala wäre die "handwerkliche Umsetzung" der erzählten Geschichte. Spannung, Unterhaltung, atmosphärisch dichte Szenen ...

    Danke für diese Ausführungen! Für uns als Autoren ist es natürlich besonders interessant, zu erfahren, worauf unsere Leser Wert legen.

    Das Korsarenstück im Hafen erinnert mich doch irgendwie an El Harkir und den Paligan.

    Dieses Korsarenstück findet übrigens zur Zeit der Phileasson-Saga statt ... Und auch diejenigen Leserinnen und Leser, die noch nicht davon wissen, werden davon erfahren. ;)


    Vielen Dank auch an Savarra für die Ausführungen zu aventurischen Hexen. :daumen:

  • So, Buchmesse zuende und ich konnte endlich den weiteren Verlauf des Beornschen Abenteuers lesen.


    Eine Hitliste der Prologe ist schwierig, weil sie alle so unterschiedlich sind. Wie Krassling fand ich es auch schade, dass der Einstieg in die Saga einige abschrecken wird. Aber die Geschmäcker sind verschieden, er steht ja bei anderen ganz oben.

    Auf alle Fälle war es der brutalste und der bisher weitreichendste. Schließlich ist dadurch Zidaine zu einem interessanten und wichtigen Charakter geworden. Ich kann allerdings nicht verstehen, das hier die Forderung, sie schnell loszuwerden unterstützt wird. Sie ist eine sehr gute Kämpferin und sie behält den Überblick. Ihre Aktion war einfach notwendig und da kann man nicht lange diskutieren. Allerdings habe ich jetzt die Hoffnung dass sie nicht, wie auch hier vermutet einen Bund mit irgendeiner bösen Gottheit geschlossen hat. Zumindest für mich klang es eher nach einer EInstellungssache, als ob sie einfach ihr Schicksal angenommen und nicht weiterhin gejammert hat. Hoffentlich habe ich recht. Dann entfällt die Gefahr, dass ihr sie wirklich bei einer Dämonenaustreibung sterben lasst.;)


    Der Prolog zum Himmelsturm hat etliche Fragen offen gelassen und es war ein gemeines Intrigenspiel. Sicher der verwirrendste und exotischste Prolog der Serie. Einige Bilder sind sicher bei jedem hängen geblieben.^^


    Der berührendste Prolog ist sicher der des Kindes, welches von seiner Familie ausgesetzt wurde. Die Geschichte der Wölfin war sicher auf besondere Weise emotional und spannend zu erleben, wie sie ihren Platz findet.


    Die Geschichte der Elfen, war sicher der epischste Prolog und einer, der mich persönlich etwas genervt hat, was aber einfach an den handelnden Personen lag, deren Elfsein, scheinbar Verstand ausschließt. Dabei hatte man am Anfang noch gedacht, dass die Geschwister klüger sind als ihre Gefährten und ich hätte auch gern noch erlebt, dass dieses spezielle Elfenvolk nicht ausstirbt. Aufgrund ihrer Dummheit haben sie allerdings keine Chance. Denn im Kampf um das Schwert sind auch die Geschwister dann wieder zu sehr dem Kodex ihres Volkes verhaftet. Kommunikation ist kein Mittel und gemeinsam kämpfen wohl auch nicht. Deshalb würde ich diesen Prolog doch etwas nach hinten rücken.

    Definitiv ist der Prolog zum Schlangengrab für mich der absolut beste.

    Allerdings ist hier deutlich zu merken, dass man uns Beorn schmackhaft machen will :)

    Ich finde es legitim, den Beorn des Prologs gern als Drachenführer zu haben und in seine Otta einzusteigen. Aber er ist wohl nicht immer so ehrenvoll, denn schließlich ist er auch der, der einen seiner Otta ohne mit der Wimper zu zucken geopfert hat und er ist der, der seine Mannschaft betrügt, indem er Perdona hilft an Bord ihre falsche Rolle zu spielen. Das sollte man nicht vergessen, bevor man vor anhimmeln wirklich auf die falsche Seite wechselt.^^


    Ich liebe Zidaine und mir gefällt sie in diesem Prolog genauso gut wie Beorn. Ich hoffe sehr, dass sie uns bis zum Ende erhalten bleibt. Ich finde es besonders toll, dass sie sich mit ihrer inneren Dunkelheit auseinandersetzt und sie nicht als selbstverständlich ansieht. Wie sie mit den Gardisten umgeht - klasse. (erinnert mich an den Hauptmann von Köpenick) man muss nur sicher auftreten.

    Beorn ist in diesem Prolog einfach nicht zu schlagen. Er ist hier ein strahlender Held, den selbst das fehlende Auge nur interessanter macht. Vor allem zeigt er hier wie bisher nicht wirklich, absolute Führungsqualitäten. So weiß er, wann er sich zurückhalten muss. Er weiß, wann man die Führung übernehmen muss und er läßt sich seine Prinzipien nicht ausreden.

    Dieser Leif, er ist wohl schon lange in einer Enklave. Er ist auch ein Plünderer, aber scheinbar mit weniger ehrvollen Prinzipien. Aber auch er erkennt sofort an, dass Beorn der bessere Führer ist. Das wohl!

    Vermutlich wäre diese Fahrt besser ausgegangen, wenn er von Anfang an die Führung der Flotte gehabt hätte.


    Ich war mir sicher, dass Beorn den Fechter in Ruhe läßt, denn der war ja auch ehrvoll. Was mich gewundert hat, war die Bereitschaft der Hexe sich sofort Beorn anzuschließen. Ist sie wirklich in den Fechter verliebt? Es war mir ja klar, dass Orelio keine guten Aussichten hat, wenn er bei diesem Idioten von Zornbrecht bleibt. Aber, dass beide so schnell bereit sind, bei den Thorwalern zu bleiben. Ist da von Seiten der Hexe was im Busch?


    Beorn kämpft mit Zornbrecht, nett!! Diesen Kampf hätte ich mir gern angesehen. Hoffentlich hat er außer dem Auge wirklich das "Ästchen" gestutzt.:teufel:

    Diese Bezeichnung fand ich überhaupt mal toll^^


    Also, wenn Beorn zu dem Flügelhelm nicht auch noch einen Heiligenschein bekommen soll, dann muss er sich bis zur Wettfahrt noch ein wenig schwarz leisten:unschuldig:

  • Meine Hitliste ist:


    1. Stainakr - Der Start in die Serie und die eindrücklichen Bilder bleiben bei mir unvergessen.

    Hitliste:

    1. Nordwärts, der Einstieg in die Reihe war etwas ganz besonderes und landet vorne

    Generell polarisiert der Nordwärts-Prolog sehr stark. Wir sind mehrfach und nachhaltig dafür gescholten worden, aber auf der anderen Seite hat er auch überzeugte Anhänger, die den Sog betonen, mit dem er in die Geschichte zieht.

    Das ist uns generell lieber, als wenn alle sagen würden: "Er ist mittelmäßig".

    Die Haltung der Sklaven wie Vieh unter Bord hat das Thema anschaulich aus thorwalscher Sicht beleuchtet.

    Diese Art, mit Menschen umzugehen, ist den Thorwalern tatsächlich sehr fremd. Shaya hat das in einem der früheren Romane mit Bezug auf mittelreichische Gefängnisse auch schon einmal angesprochen, wenn sie überlegt, dass in Thorwal auch Gefangene an der frischen Luft leben. Oft setzen Thorwaler Gefangene auch auf entlegenen Inseln aus, wo diese "Friedlosen" dann ein hartes, aber (im Rahmen der Insel) selbstbestimmtes Leben führen.

    Obwohl ich auf der Seite von Asleif im Kampf um den Titel bin, hat mir Beorn im Prolog sehr gut gefallen. ... Er ist ein Ehrenmann.

    In gewisser Weise sicherlich - aber er hat eine verschobene Moral. In den meisten Situationen wird er so handeln, dass er selbst es als ehrenhaft (nicht unbedingt: vorteilhaft) empfindet; aber dieses Empfinden mag nicht mit dem allgemeinen Konsens übereinstimmen ...

    Ottajasko wechseln, nein auf keinen Fall.

    :klatschen:

  • Also, wenn Beorn zu dem Flügelhelm nicht auch noch einen Heiligenschein bekommen soll, dann muss er sich bis zur Wettfahrt noch ein wenig schwarz leisten:unschuldig:

    Ich glaube, ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer. Er hat ja schon mehrmals auch gute Seiten gezeigt, aber leider hat es nie sehr lange gehalten.8)

  • Die Prologe heben die Phileasson Romane aus anderen Fantasyreihen heraus.

    Vor allem von Leuten, die sich viel mit Schreibtheorie beschäftigen, bekommen wir dafür Dresche - meist aber nur, bevor sie die Prologe gelesen haben. Wenn man die Seitenzahlen sieht, erscheinen sie zunächst völlig überzogen. Das wäre bestimmt auch richtig, wenn sie die übliche Funktion eines Prologs hätten (vor allem, in die Stimmung der Geschichte einzuführen). Wir setzen sie aber ganz anders ein: Um Vorgeschichten zu ergänzen und dem in der Haupthandlung erzählten damit zusätzliche Dimensionen zu geben.

    Ganz besonders gespannt war ich dieses Mal, da ich wusste, es geht um Beorns Vergangenheit.

    Und ich wurde nicht enttäuscht!:klatschen:

    :freu:


    Das finde ich übrigens nach wie vor klasse, dass er sein Wort hält und alle nach Hause bringen wird. So wie wir ihn kennen, sicherlich nicht ganz ohne Plünderei ;-)

    Genau! Das vermute ich auch! Murkxsi durchschaut den alten Schwerenöter! :klatschen:


    Und ich glaube durchaus, dass Beorn eigentlich ein ganz netter Kerl ist. Seine Lebensumstände waren vermutlich ab und an etwas.... naja... suboptimal ;-)


    Und irgendwie ist in seiner Ottajasko mehr Stimmung und Aktion :boff:

    Erstens: abwarten! In Phileassons Ottajasko geht in diesem Roman so Einiges ab ...

    Zweitens: Nicht Beorn hatte "suboptimale Lebensumstände" - vielmehr war er stets ein extrem suboptimaler Lebensumstand für alle, denen er begegnete ... :teufel:

  • Zitat

    Zweitens: Nicht Beorn hatte "suboptimale Lebensumstände" - vielmehr war er stets ein extrem suboptimaler Lebensumstand für alle, denen er begegnete ... :teufel:

    :err: na das mit Sicherheit auch

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ï

    Beorn hat sehr besonnen gehandelt...

    Findet Ihr nicht, dass er ein wenig kühn vorgegangen ist? :schwitz:Es war ja schon eine knappe Sache ...


    Nun immerhin hat er sich von den Schätzen nicht blenden lassen. Er hat sein Ziel nicht aus den Augen verloren, auch was seiner Rache an Zornbrech betrifft . Also ich weiss nicht, was ich mit jemand gemacht hätte, der mir ein Auge ausstechen lässt. Immerhin kann er jetzt nicht mehr räumliche sehen und das als Bootsführer. Ich glaube er hat schon für weniger Leute getötet. Gut wir wissen ja nicht was er mit ihm gemacht hat, aber verdient hat er es auf jeden Fall 😏.

    Knapp war es natürlich, aber sonst wärs ja auch nicht so spannend gewesen. :barbar:

  • Ein Unfall. So so, na da bin ich ja mal gespannt, ob wir diese Interpretation noch zu lesen bekommen. ^^

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • - Orelio und Dolorita. Welcher Kontrakt? Hab ich irgendwas komplett überlesen?

    Wenn Du dieselbe Stelle meinst, die ich gerade im Kopf habe, geht es nur darum, dass Orelio und Dolorita bei der al'anfanischen Flotte unter Vertrag sind.

    Die Utulus wirklich nach Hause zu bringen, damit sein Wort etwas wert ist. Hätte ich so nicht erwartet.

    Ich auch nicht. :err:


    Dem Hauptteil werde ich mich jetzt widmen, hab mir die Post-it-Methode abgeguckt um nicht vorauszuschießen ;)

    Ja, es ist ein guter Trick, die Leseabschnitte vorab im Buch zu markieren. ;)


    Nirka/crottet

    Mit der Story bin ich nicht warm geworden. Bis zum Schluss habe ich mich gefragt wo die Story hin will. Der Zeitsprung war mir zu lang. Zwei Protagonisten in einer Story stört mich hier irgendwie. Der klare Fokus fehlte mir.

    Dieser Prolog ist insofern etwas untypisch, weil er zeitlich mit der Haupthandlung überlappt. Eigentlich geht er länger, als er im Buch markiert ist, weil die Beron-im-Himmelsturm-Handlung bereits einsetzt, als Nirkas Sippe von der Seuche befallen wird. Von daher wirkt er vermutlich weniger kompakt als die anderen.

    Generell ist es interessant, wir unterschiedlich die Prologe (und generell eigentlich alle Handlungselemente) ankommen. Ich nehme aber mit: Die generelle Idee, lange Prologe zur Vorgeschichte der Saga zu bringen, kommt bei Euch gut an.

    Mit Deinem Unwohlsein zum Nordwärts-Prolog bist Du bei Weitem nicht allein, Krassling, auch wenn in der Leserunde bislang dieser Eindruck aufkommen mag. Dem standen/stehen wirklich einige Leserinnen und Leser kritisch gegenüber. Möglicherweise sogar dermaßen kritisch, dass wir sie als Leserinnen und Leser verloren haben oder gar nicht erst gewinnen konnten. Aber es gibt eben auch diejenigen, die den Prolog als besonders spannenden Einstieg lesen und die Positionierung von Tylstyr, Tjorne und Fianna schätzen. Und am Ende, unter dem letzten Summenstrich, ist es vielleicht auch so etwas wie eine Frage künstlerischer Integrität, dass die Autoren ihre Geschichte erzählen (nicht, dass das in dieser Leserunde bestritten worden wäre - aber es gibt außerhalb der Leserunde durchaus Stimmen, für die künstlerische Freiheit keine Bedeutung hat).

    Aber dann schimmert doch immer wieder durch, dass er durchaus keine unnötigen Risiken eingehen will.

    Phileasson und Beorn gleichen sich in manchen (vielleicht sogar vielen) Charakterzügen, und einer davon ist eine gewisse Dickschädeligkeit, die dazu führt, dass sie von einem einmal gefassten Ziel nicht lassen können. Die Idee, überhaupt Porto Paligan zu plündern, ist schon tollkühn, und das dann mit einer so reduzierten Truppe zu machen, ist eigentlich wahnsinnig (oder, um ein ähnliches Adjektiv zu verwenden: thorwalsch). Wenn man aber als gesetzt annimmt, dass das nun mal unbedingt sein muss, gebe ich Dir recht: Innerhalb dieser Prämisse agiert Beorn durchaus umsichtig.

    Wobei ... aber dazu später. ;)

    Dass Zidaine rot sieht, wie der Al'Anfaner seine menschliche Ware anpreist, ist wohl mehr als verständlich.

    Ja, sie hat ihre eigenen Erfahrungen mit Gefangenschaft ...

    Schön, dass ihm Beorn diese Flausen austreibt.

    Das finde ich nun allerdings etwas, äh, beschönigend ausgedrückt. "Flausen austreiben" kenne ich sonst eher im Kontext der Kindererziehung, sehe hier in Köln aber glücklicherweise nur wenige Kinder, denen ihre Eltern die Augen ausgestochen haben, um ihnen die Flausen auszutreiben. :lachen:

    Ihr hattet übrigens recht: Emilios Flügelhelm ziert ab sofort Beorns Kopf und mit Zornbrecht begründete der Blender seinen Beinahmen.

    Ja, das war klug spekuliert! :klatschen:


    So, das bedeutet aber auch, dasss Emilio Zornbrecht noch lebt ...

    Ist Euch da die Parallele zwischen Beorn und Zidaine aufgefallen? Beide sehen den Tod nicht als höchste Strafe für ihre Feinde an ... Der eine straft mit einem Leben in Blindheit, die andere mit einem Leben in Angst.

    Der Prolog um Abdul hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, wegen der ganzen "südliche" Szenerie (und nein, es lag nicht an der Gorillapranke :totlach:).

    Ha, jetzt hätte ich beinahe meine Blitzumfrage vergessen: Wer erinnert sich noch an die Gorillapranke, die ich in den Himmelsturm-Prolog einbringen durfte? :lachen:

  • Ich liebe Zidaine und mir gefällt sie in diesem Prolog genauso gut wie Beorn. Ich hoffe sehr, dass sie uns bis zum Ende erhalten bleibt. Ich finde es besonders toll, dass sie sich mit ihrer inneren Dunkelheit auseinandersetzt und sie nicht als selbstverständlich ansieht. Wie sie mit den Gardisten umgeht - klasse. (erinnert mich an den Hauptmann von Köpenick) man muss nur sicher auftreten.

    Ich mag Zidaine auch, eben weil sie so offensiv mit ihrem Schicksal umgeht und nicht aufgegeben hat. Das ist doch alles sehr beeindruckend, was sie abliefert. Natürlich hat sie jetzt nicht den Charme einer Elfe o.ä aber das muss sie ja auch nicht. Sie ist authentisch und lebensnah. Cleverness, Beharrlichkeit, Stärke...sie hat viele positive Eigenschaften entwickelt in ihrem Leben, in dem das Schicksal in Steinakr der Anstoß war.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Eine Hitliste der Prologe ist schwierig, weil sie alle so unterschiedlich sind. Wie Krassling fand ich es auch schade, dass der Einstieg in die Saga einige abschrecken wird. Aber die Geschmäcker sind verschieden, er steht ja bei anderen ganz oben.

    Auf alle Fälle war es der brutalste und der bisher weitreichendste.

    Das lässt sich trefflich diskutieren.

    Ist Zidaines Auftauchen (Nordwärts-Prolog) wirklich weitreichender als das Auftauchen von Pardona (Himmelsturm)?

    Sind die Ermordung einer Schiffsbesatzung und Zidaines Schreckenswinter wirklich brutaler als die Schlachten, die sich Al'Anfaner und Thorwaler in Schlangengrab liefern - einschließlich Haifütterung?

    Was ich auch interessant finde: Die eigentliche Schändung nimmt im Nordwärts-Prolog gerade mal eine halbe Seite ein - ansonsten reichen Andeutungen, um das Grauen im Kopf der Leserinnen und Leser entstehen zu lassen. Was übrigens auch der Grund ist, aus dem ich persönlich keine Hemmungen hätte, das Buch einem Zwölfjährigen in die Hand zu drücken: Wer vorher noch nicht weiß, was eine Vergewaltigung überhaupt ist - der wird es nach der Lektüre auch nicht wissen, einfach, weil es nahezu nicht beschrieben ist.

    Allerdings habe ich jetzt die Hoffnung dass sie nicht, wie auch hier vermutet einen Bund mit irgendeiner bösen Gottheit geschlossen hat.

    Schön, dass Du das aufgreifst! Wie ist denn da der Stand der Diskussion in der Leserunde? Was denkt Ihr, was ist wirklich damals in der Felshöhle passiert?

    Der berührendste Prolog ist sicher der des Kindes, welches von seiner Familie ausgesetzt wurde. Die Geschichte der Wölfin war sicher auf besondere Weise emotional und spannend zu erleben, wie sie ihren Platz findet.

    Wir bekommen übrigens tatsächlich ab und zu Rückmeldungen zu genau diesem Aspekt in Die Wölfin: der Trennung von Tochter und Mutter und der Beinahe-Wiedervereinigung bei Norburg. Das scheint viele zu berühren.

  • Ich mag Zidaine auch, ... Cleverness, Beharrlichkeit, Stärke...sie hat viele positive Eigenschaften entwickelt in ihrem Leben, in dem das Schicksal in Steinakr der Anstoß war.

    Ja, absolut. Zudem kann sie sicher eine gute Freundin sein, mit Nirka etwa war sie verbunden.
    Dennoch haben sicher auch diejenigen recht, die in ihr ein Pulverfass sehen ...

  • Ich mag Zidaine auch, ... Cleverness, Beharrlichkeit, Stärke...sie hat viele positive Eigenschaften entwickelt in ihrem Leben, in dem das Schicksal in Steinakr der Anstoß war.

    Ja, absolut. Zudem kann sie sicher eine gute Freundin sein, mit Nirka etwa war sie verbunden.
    Dennoch haben sicher auch diejenigen recht, die in ihr ein Pulverfass sehen ...

    Ja, mit Zidaine und Nirka würde ich auch am Lagerfeuer einen zechen :totlach: Da würde ich mich in bester Gesellschaft fühlen. Ganz ehrlich! Naja....die unbequemen Leute stellen wohl seit jeher eine Art Pulverfass dar, denn sie nehmen nun mal kein Blatt vor den Mund und labern nicht nur herum, sondern lassen Worten, Taten folgen. Insofern bekommt man da natürlich immer mehr explosives Material. Aber das Leben ist eben nicht immer bequem. Und das ist auch gut so.;)

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.