01: Anfang - Seite 49 (Anfang Prolog bis "... die unter Leifs Befehl standen.")

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  • Sagt mal, was hat es denn mit den Bezeichnungen unter den Nicknamen auf sich? Ich bin eine Schreckse ... was auch immer das ist .... klingt irgendwie nicht sehr nett .... ;)

    Ja, genau das habe ich mich auch schon gefragt. Was ist ein Zamomin? Weiss das jemand?

    Ah, keine Walter-Moers-Leser :totlach: Schrecksen und Zamonin sind Lebewesen bzw. ein chemisches intelligentes Element aus Zamonien.


    Man kann das aber irgendwo in den persönlichen Einstelllungen ändern, wenn man möchte - ich glaube, im Tutorial zur neuen Forensoftware steht dazu etwas drin.

  • Was mich interessieren würde, bekam Beorn diese Weissagung als er und Phileasson noch Freunde waren oder erst später?

    Da waren die beiden noch sehr jung. Sie waren Freunde.

    Die erste (gemeinsame!) Abenteuerfahrt fand danach statt, wobei die beiden da schon im Wettstreit miteinander lagen, und auf dieser ersten Fahrt starb Gilda (um es mal neutral zu formulieren).

    Der Wettstreit wurde immer erbitterter, Phileasson beschritt den Weg des Entdeckers, Beorn den des Plünderfahrers (wobei jeweils Anteile der anderen "Profession" auch enthalten waren - das kann man nie so scharf trennen).

    Dass Garhelt die Entscheidung zum Titel "König der Meere" über eine Wettfahrt würde treffen wollen, konnten die beiden nicht wissen. Wahrscheinlich haben sie gedacht, sie würden den jeweils anderen durch ihre Ruhmestaten dermaßen überflügeln, dass sie ohne eine solche Queste zum König der Meere ausgerufen würden.

  • Der Kampf zwischen Orelio und Beorn war interessant und dann verliert Beorn ausgerechnet gegen einen Fechter mit Rapier und Parierdolch verliert, wo er beides kurz vorher bei Zidaine noch verachtet hat.

    Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern:
    Beim Schreiben eines Romans haben manche Entscheidungen, die man zur Handlung trifft, mehrere Gründe. Dominant ist nahezu immer die Dramaturgie: Es muss eine interessante Geschichte ergeben.

    Bei Beorns Abneigung gegen Zidaines Bewaffnung spielte aber noch ein weiterer Aspekt hinein. Wie man inzwischen weiß, hat sie in der Haupthandlung ja noch den Dolche, den ihr Vater ihr geschenkt hatte und den sie in Stainakr Schlitzmaul wieder abnimmt, als sie ihn umbringt. Nach der Niederlage der Thorwalerflotte war es aber nicht plausibel, dass die Sieger ihr eine Waffe lassen - sie werden die Gefangenen unbewaffnet auf die Planken binden. Ergo mussten wir den Dolch vorübergehend irgendwo sicher zwischenlagern. Deswegen blieb er auf der Mondinsel zurück.

    Uns ging es eigentlich also viel stärker um den Dolch als um das Rapier. ;)

  • Der Kampf zwischen Orelio und Beorn war interessant und dann verliert Beorn ausgerechnet gegen einen Fechter mit Rapier und Parierdolch verliert, wo er beides kurz vorher bei Zidaine noch verachtet hat.

    Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern:
    Beim Schreiben eines Romans haben manche Entscheidungen, die man zur Handlung trifft, mehrere Gründe. Dominant ist nahezu immer die Dramaturgie: Es muss eine interessante Geschichte ergeben.

    Bei Beorns Abneigung gegen Zidaines Bewaffnung spielte aber noch ein weiterer Aspekt hinein. Wie man inzwischen weiß, hat sie in der Haupthandlung ja noch den Dolche, den ihr Vater ihr geschenkt hatte und den sie in Stainakr Schlitzmaul wieder abnimmt, als sie ihn umbringt. Nach der Niederlage der Thorwalerflotte war es aber nicht plausibel, dass die Sieger ihr eine Waffe lassen - sie werden die Gefangenen unbewaffnet auf die Planken binden. Ergo mussten wir den Dolch vorübergehend irgendwo sicher zwischenlagern. Deswegen blieb er auf der Mondinsel zurück.

    Uns ging es eigentlich also viel stärker um den Dolch als um das Rapier. ;)

    Ich leg mich weg. Sehr clever. Sollte ich mir merken. Das nächste mal wenn die Helden ihre Ausrüstung verlieren vorher alle persönlichen Gegenstände Zwischenlagern und die Spieler sind viel entspannter.

    Natürlich hätte ihn auch der Zornbrecht an sich nehmen können. Vermutlich wäre das aber weniger plausibel gewesen.

  • Das finde ich sehr interessant. Danke für diesen Einblick ins Nähkästchen. <3

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Natürlich hätte ihn auch der Zornbrecht an sich nehmen können. Vermutlich wäre das aber weniger plausibel gewesen.

    Das haben wir tatsächlich überlegt, aber es hätte eine ungünstige Dynamik in Bezug auf Zidaine gegeben: Hätte Zornbrecht ihren Dolch geraubt, hätte sie ihn niemals Beorn überlassen ...

  • Aber sie werden tatsächlich von Blut angelockt und können es (unglaublich aber wahr!) kilometerweit im Meer wittern!

    Bei Terra X haben sie das ausprobiert (der Moderator hat sich Blut abzapfen lassen und das Reagenzgläschen unter Wasser in der Nähe von Haien geöffnet). Die Tiere zeigten keine Reaktion.

    OHA! Dann habe ich als alte Terra-X -Guckerin wohl gerade diese Folge verpasst!? Danke für den Hinweis, da war ich wohl mehr als fehlgeleitet! Ich werde das nochmal nachlesen.........da sieht man mal was man alles glaubt zu "wissen"! ;-)

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Wer sich noch einmal ein Bild von einer Seeschlange machen will, sollte vielleicht noch einmal Nordwärts zur Hand nehmen. Im Tempel von Olport hängt der Schädel eines solchen Tieres.

  • So, endlich bin ich auch wieder an Bord der Ottajasko und lese mit großer Begeisterung, dass sich Beorn doch langsam in die Herzen der Leserundenteilnehmer schleicht :-)


    Tatsächlich war für die Haiszene am Anfang das Schicksal der Besatzung der USS Indianapolis das Vorbild, auch wenn nach neuerer Forschung mehr Besatzungsmitglieder an Erschöpfung, Dehydration und Sonnenstich, als durch Haiangriffe starben.


    Hexen sollte man natürlich niemals unterschätzen :-) Mehr spoilere ich dazu nicht ... Ich bin bemüht, dass Nebenfiguren in meinen Büchern in aller Regel mehr als einen Auftritt haben. Das trifft selbstverständlich auch auf die Nebenfiguren des Prologs zu ... Sofern sie den Prolog überleben.


    Alles in allem habe ich mit dem Prolog lange gerungen. Ging es doch um nicht weniger, als um die große Legende hinter Beorn: Die Plünderung Porto Paligans. Eine Geschichte, die jeder Thorwaler schon mal gehört hat. Zugleich sollte Beorn dort aber noch nicht über die Reife des in der Reihe etablierten älteren Beorns verfügen. Sein eiserner Wille und andere seiner Tugenden (z. B. Loyalität zu seinen Leuten), sollten aber schon klar ausgeformt sein. Und es musste eine Geschichte werden, die seinen späteren Hass auf Al´Anfa klar nachvollziehbar macht. Die Sache mit dem Blenden ist schließlich keine Bagatelle und hat ihn schon manchen Sympathiepunkt gekostet.


    Wie es scheint hat es ja leidlich gut geklappt, diese hoch gesteckten Ziele auch zu erreichen :-)

  • Wer sich noch einmal ein Bild von einer Seeschlange machen will, sollte vielleicht noch einmal Nordwärts zur Hand nehmen. Im Tempel von Olport hängt der Schädel eines solchen Tieres.

    Oh, das ist interessant. Vielleicht kann jemand die Stelle für mich kurz zitieren? Ich hatte das Buch aus der Bücherei und kann daher nicht nachschauen...

  • Und noch eine Zeile zu den Seeschlangen ...


    Die gemeine "DSA-Seeschlange" erreicht eine Länge zwischen 20 und 40 Schritt. Es kann aber Ausnahmen geben. Und natürlich ist das Cover in seiner ganzen Pracht ernst gemeint. Die Seeschlange, die Beorn begegnen wird ist gewaltig!!!!!!


    Im Übrigen finde ich auch, dass Beorn derjenige der beiden Kapitäne ist, der wie geschaffen dafür ist, seinen Mut mit der zerstörerischen Kraft einer Seeschlange zu messen, während der Kartograph vermutlich eher nach einer verendeten Seeschlange an einer Meeresküste suchen wird :totlach::totlach::totlach:

  • Und noch eine Zeile zu den Seeschlangen


    Im Übrigen finde ich auch, dass Beorn derjenige der beiden Kapitäne ist, der wie geschaffen dafür ist, seinen Mut mit der zerstörerischen Kraft einer Seeschlange zu messen, während der Kartograph vermutlich eher nach einer verendeten Seeschlange an einer Meeresküste suchen wird :totlach::totlach::totlach:

    Na Na, ein Feigling ist Phileasson aber nun wirklich nicht. Ich bin sicher, das er diesmal den Punkt macht. 😉

  • Na Na, ein Feigling ist Phileasson aber nun wirklich nicht. Ich bin sicher, das er diesmal den Punkt macht. 😉

    Genau, das ist die richtige Einstellung! :barbar:

    Und außerdem: Der Foggwulf ist hier derjenige, der in richtig tiefen Gewässern unterwegs war, wo große Seeungeheuer leben! Er hat das Meer der Sieben Winde überquert - mehrfach! Im Vergleich dazu paddelt Beorn bevorzugt im Nichtschwimmerbecken herum ... Wenn der wirklich mal einer Seeschlange begegnen sollte, wird er ganz schön dumm gucken, der Badewannenkapitän! :baden:

  • Danke für das Zitat! Wenn man die Aufgabe da schon gekannt hätte... Oder wäre das Tempelschändung? :totlach:


    Und natürlich ist das Cover in seiner ganzen Pracht ernst gemeint. Die Seeschlange, die Beorn begegnen wird ist gewaltig!!!!!!

    Nun bin ich aber echt gespannt. So ein Biest im Kampf zu besiegen halte ich für fast unmöglich, außer die haben irgendeine "eingebaute Schwachstelle" (so wie der Todesstern :totlach:). Da bedarf es sicherlich einer sehr guten, schlauen Planung im Vorfeld, anstatt einfach nur draufzuhauen. Vielleicht war der Überfall auf Porto Paligan ein Hinweis darauf, dass Beorn sowas auch kann. Aber ob er dafür die richtigen Leute in der Ottajasko hat? Bin gespannt!

  • Alles in allem habe ich mit dem Prolog lange gerungen. Ging es doch um nicht weniger, als um die große Legende hinter Beorn: Die Plünderung Porto Paligans. Eine Geschichte, die jeder Thorwaler schon mal gehört hat. Zugleich sollte Beorn dort aber noch nicht über die Reife des in der Reihe etablierten älteren Beorns verfügen. Sein eiserner Wille und andere seiner Tugenden (z. B. Loyalität zu seinen Leuten), sollten aber schon klar ausgeformt sein. Und es musste eine Geschichte werden, die seinen späteren Hass auf Al´Anfa klar nachvollziehbar macht. Die Sache mit dem Blenden ist schließlich keine Bagatelle und hat ihn schon manchen Sympathiepunkt gekostet.

    Dafür ist der Prolog wunderbar gelungen. Beorn hat hier sehr viel an Profil gewonnen. Auf meiner Sympathieskala ist der Blender um einige Punkte nach oben gesteigen. :freu: Übrigens: Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wünschte ich mir einen Prolog zu Salarin. Der Elf ist einer meiner Lieblingsfiguren.

  • Das ist toll. Salarin mag ich auch sehr und mittlerweile wissen wir ja auch, dass da wohl eine alte Seele in ihm steckt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen