1) Kapitel 1 + Kapitel 2 (Seite 7 - Seite 53)

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  • Hallo liebe Tabea Bach,

    liebe MitleserInnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Die Kamelieninsel" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders die Autorin Tabea Bach - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Ihr dürft die Autorin duzen!


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis Seite 53 schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Guten Morgen!

    Ich habe den 1. Abschnitt gestern noch gelesen, die 47 Seiten haben sich dann doch schnell weggelesen.


    Schon die Widmung lässt mir Tränen in die Augen steigen "Für meine Mutter, die mir zeigte, was es bedeutet, bedingungslos zu lieben" - echt schön. ♥


    Wir lernen also Sylvia und Holger kennen, Business-Menschen von Kopf bis Fuß, und sie verraten uns ein klein wenig von ihrem Alltag. Durchgetaktete Tagesabläufe, getrennte Schlafzimmer und irgendwie vermisse ich hier tiefergehende Gefühle. Die 2 sind beide so perfekt in dem was sie tun, sie ergänzen sich sicherlich sehr gut - aber nach einer gut funktionierenden Ehe sieht mir das nicht aus.


    Jeder von uns träumt sicherlich manchmal davon, mehr Geld zu haben. Aber wenn ich solche "Lebensläufe" lese, dann frage ich mich immer, ob das viele Geld so ein emotionsloses Leben aufwiegen kann.


    Dass der Eine die Post des Anderen öffnet, das kann ich nachvollziehen, sie geben sich zu Hause die Klinke in die Hand und sind oftmals tagelang an total unterschiedlichen Orten bzw. nicht sehr gut zu erreichen. Im Zeitalter von WhatsApp oder generell ziemlich einfachen Kommunikationsmöglichkeiten, finde ich es irgendwie total merkwürdig von Holger, dass er den Brief des Nachlassgerichts öffnet, ohne ein Wort zu sagen in die Bretagne fährt und sich das Erbe seiner Frau anschaut um es dann möglichst schnell möglichst gewinnbringend an den Mann zu bringen. Für mich war das etwas grenzüberschreitend und ich verstehe nicht, wie Sylvia da so gelassen bleiben kann.


    Sylvias Freundin Veronika gefällt mir. Allerdings habe ich mich gewundert, wieso Sylvia sie nicht gefragt hat, ob sie mit ihr in die Bretagne fahren möchte.


    Und nun ist sie auf der Kamelieninsel angekommen von der sie zuerst glaubt, dass das auf keinen Fall ihre geerbte Insel sein kann - aber das Bild über dem Kamin lässt da ja keine Zweifel mehr. Dass sie sich schon gleich mit Haut und Haar in Mael verliebt, das empfinde ich als etwas zu schnell. Wobei es sicherlich nix mit "verliebt sein" zu tun haben kann, wenn man drauf anspringt, dass ein männliches Wesen einen als Frau anschaut und nicht als Unternehmerin, die die Kohlen aus dem Feuer holen soll.


    Von den Beschreibungen her und der Tatsache, dass da noch GärtnerInnen arbeiten, hinterlässt bei mir jetzt nicht den Eindruck, dass das alles so sehr verlottert sein soll, dass man es direkt verkaufen müsste. Also Holger ist da sicherlich anderer Meinung, aber mir scheint es dort sehr schön zu sein.


    Eigentlich wissen wir ja schon, wo die Reise hingehen wird: Sylvia wird auf der Insel bleiben und Holger in den Wind schiessen, sie wird sich in Mael verlieben und mit ihm gemeinsam die Gärtnerei leiten.... aber ich bin total gespannt, wie die Protagonisten zu diesem Schluss gelangen. :winken:

  • Von den Beschreibungen her und der Tatsache, dass da noch GärtnerInnen arbeiten, hinterlässt bei mir jetzt nicht den Eindruck, dass das alles so sehr verlottert sein soll, dass man es direkt verkaufen müsste. Also Holger ist da sicherlich anderer Meinung, aber mir scheint es dort sehr schön zu sein.

    Ich gehe eher davon aus, dass Holger sehr wohl den Wert der Insel erkannt hat, er möchte sie aber lieber zu Geld machen als das Erbe anzutreten. Deswegen hat er Silvia auf die Schnelle alle notwendigen Papiere unterschreiben lassen, bevor sie auf die Idee kommt, sich die Insel anzuschauen.


    Silvia ist Geschäftsfrau durch und durch. Ich sehe das wie du, JanaBabsi , Geld ist nicht alles. Diese Ehe hat doch mit Liebe nichts (mehr) zu tun?? Beide sind so in ihrem Job gefangen, dass das Privatleben komplett auf der Strecke bleibt! Wenn ich mir vorstelle - ich komme von einem arbeitsreichen Tag nach Hause, das wartet schon eine Visagistin auf mich, die mich für den Abend stylt?? Nein danke, nix für mich.


    Holger schätze ich als knallharten Typen ein, der für ein gutes Geschäft über Leichen geht. Als er sich das Erbe angeschaut hat, hatte er bestimmt Dollarzeichen in den Augen. Und Silvia vertraut ihm blind, unterschreibt alles, was er verlangt. Wenn das mal kein Fehler war.... Rein rechtlich hat sie keine Chance mehr, die Insel zu behalten. Und dass Holger sie ihr ohne Weiteres „zurückgibt“, glaube ich nicht.


    Kurz vor ihrem Aufbruch nach Frankreich war ein Anruf von ihrem Freund und Anwalt auf dem AB, den hat sie anscheinend vergessen. Thomas wartete auf einen Rückruf. Dringend! Auch vorher schon, auf einer Party, hat Thomas zu einem Termin gedrängt. Vielleicht hängt das auch mit dem Erbe zusammen?


    Veronika gefällt mir auch gut. Sie macht das, was ihr Spaß macht und genießt ihr Leben. Ich denke, insgeheim beneidet Silvia ihre Freundin.


    Dass Silvia Hals über Kopf aufbricht, kann ich verstehen. Nicht nachvollziehen kann ich allerdings, dass sie niemandem Bescheid sagt. Sie hätte ihrem Mann eine SMS schreiben oder eine Nachricht auf dem Küchentisch hinterlassen können. Oder Veronika über ihre Pläne informieren.


    Diese Hochzeitsfeier unterwegs war richtig klasse und irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir den beiden nochmal begegnen. Silvia ist der Zustand ihrer Ehe wieder richtig bewusst geworden. Vielleicht hat sie sich auch deswegen angefangen, sich in Maël zu verlieben? Sie war einfach sentimental drauf, erst die romantische Hochzeit, dann diese wunderschöne Blumeninsel, vielleicht ein bisschen Alkohol....


    Ich gehe auch davon aus, dass Silvia auf der Insel bleibt und die Gärtnerei weiterführt. Natürlich mit Maël. :)

  • Ich habe gerade nochmal meine Notizen gelesen. Holger ist ja ein richtiger K...brocken. Wir er sich in dem Restaurant verhält, ist einfach unmöglich. Zum Glück hat der Kellner er mit professioneller Gelassenheit hingenommen.


    Silvia hat ihrer Ärger runtergeschluckt („Das Geheimnis einer guten Ehe ist die Selbstbeherrschung der Ehefrau“) und nichts gesagt. Ich glaube, die beiden sind von einer „guten Ehe“ ziemlich weit entfernt.


    Dass er Silvias Post aufmacht, finde ich auch unmöglich, aber das ist ja bei den beiden unmöglich. Dass er sich aber das Erbe anschaut und es dann Silvia auszureden versucht, geht gar nicht.

  • Hallo liebe Tabea, liebe Leserunde!

    :blume:

    Das Buch sieht toll aus und die Klappenbroschur ist eine kleine Überraschung, wenn man sie aufklappt, Kamelienarten und ihre Artenbezeichnungen finden sich darunter. Sehr liebevolles Gestalten nenne ich das.

    Die Kamelien erinnern mich in ihrer Pracht an meine Pfingstrosen und Dahlien, besonders die "Kammellia japonica - Eastern Morn".

    :blume:
    Auf dem Buch steht ja: Kopfkino-Edition, deswegen..

    Gibt es diese Insel wirklich oder eine ähnliche? Ist ja lustig, dass die Insel mehrere Stunden am Tag nicht auf normalem Wege zu erreichen ist..tja, dieses Naturphänomen, was man Ebbe und Flut nennt, sorgt für den Zufall, das Sylvia auch die Nacht dort verbringen muss. (Ich kann gar nicht glauben, dass es kein Warnschild an der Brücke gibt.) Der Boxter ist irgendwie kein so gutes Reiseauto, zumindest nicht, wenn man sie geniessen will, das heißt langsam fahren und sich nicht auf 260 PS konzentrieren zu müssen, Platz für Gepäck hat das gute Stück nicht viel, oder?

    Ich glaube, ich hätte mir einen kleineren SUV ausgesucht..auch wegen dem "blöden Gefühl", das Sylvia hatte, als sie gen Gärtnerei fuhr.

    :blume:

    Ich habe erst zum Ende des ersten Abschnitts in das Buch gefunden, zuviel Geschäft, die beiden müssten sich doch super ergänzen, eine Unternehmensberaterin und ein Immobilienhai, sie sind wohlhabend und er kann nicht genug bekommen, er nutzt jede Gelegenheit aus.

    Ich habe versucht mich nicht über sein aggressives und ihr passives Verhalten ärgern zu lassen, er bestimmt gerne über Köpfe weg und sie denkt sich, er wird schon wissen was er tut.

    So ein Erbe ist ja viel länger als 1 Woche gültig, gut er hat sich gedacht, da steht Notar drauf, aber er hätte sie auch anrufen können und sie hätte selbst entscheiden können, ich wette er, läßt sich da in gar nichts rein reden. Im Klappentext steht, dass sie sich die Insel ansieht und er schon Verkaufsverhandlungen macht, was mich annehmen ließ, das er es ohne ihr Wissen tut, doch dann kommt raus, dass sie ihm bereits eine Berechtigung gab..sie müsste ihren Mann doch kennen.

    Was mich aber wirklich verwirrte, war der Kommentar von Vero, ihrer besten Freundin und Sylvia dachte, sie höre sich an, wie ihr Mann.. Hmmm..läuft da was? Ist ja nicht das erste Mal, egal ob Roman oder richtiges Leben, das die beste Freundin oder bester Freund einen "familiereren" Status erlangt, als erwünscht..Es hörte sich auch ein klein wenig nach Kontrollanruf an..naja..ich mag Gespenter sehen.. ;-)

    Er kommt mir auch nicht wie ein treuer Roman-Ehemann vor.

    :blume:

    Als Sylvia auf die Insel fährt, fing für mich der Roman richtig an. Zuerst habe ich gedacht, ach wie schön, kleine Abschnitte, doch dann war es mir plötzlich zu eng..aber ich habe brav erst heute weitergelesen.

    :blume:
    Liebe Grüße, SABO

    :blume:

  • Dass der Eine die Post des Anderen öffnet, das kann ich nachvollziehen, sie geben sich zu Hause die Klinke in die Hand und sind oftmals tagelang an total unterschiedlichen Orten bzw. nicht sehr gut zu erreichen. Im Zeitalter von WhatsApp oder generell ziemlich einfachen Kommunikationsmöglichkeiten, finde ich es irgendwie total merkwürdig von Holger, dass er den Brief des Nachlassgerichts öffnet, ohne ein Wort zu sagen in die Bretagne fährt und sich das Erbe seiner Frau anschaut um es dann möglichst schnell möglichst gewinnbringend an den Mann zu bringen. Für mich war das etwas grenzüberschreitend und ich verstehe nicht, wie Sylvia da so gelassen bleiben kann.

    Das hat mich dann doch auch im Namen von Sylvia geärgert, auch, dass sie so "lala" darauf reagierte. Ich habe auch gedacht, dass Holger seine Grenzen großzügiger abgesteckt hat, als er es Sylvia zugesteht oder sie es verlangen würde.

    Schon, das sie ihm nicht sagt, das sie praktisch heimlich 4 Wochen wegfährt, spricht dafür. Eigentlich ein seltsames Verhalten, denn es kann ja immer was passieren..

    Holger schätze ich als knallharten Typen ein, der für ein gutes Geschäft über Leichen geht. Als er sich das Erbe angeschaut hat, hatte er bestimmt Dollarzeichen in den Augen. Und Silvia vertraut ihm blind, unterschreibt alles, was er verlangt. Wenn das mal kein Fehler war.... Rein rechtlich hat sie keine Chance mehr, die Insel zu behalten. Und dass Holger sie ihr ohne Weiteres „zurückgibt“, glaube ich nicht.

    Das ist treffend, nur dass bei all diesem blinden Vertrauen ihr Gespür versagt, ist schon ein Ding, so eine perfekte Geschäftsfrau kann sie also nicht sein, sie handelt in der Hinsicht, wie ein kleines Dummchen, wenn sie es wäre, würde sie Geschäft von Ehe trennen und in all den Jahren auch mal ihren Mann mit anderen Augen gesehen haben, wie du sagtest, ein Kotzbrocken, das kann sie doch nicht kalt gelassen haben oder nicht ein bissl misstrauisch..Liege ich da so falsch?


    Ich hab mir auch überlegt, ob die Verkaufsrechte mit Besitz gleichzusetzen sind, wie sie da wieder rauskommt, es sei denn es gibt noch eine Klausel, das sie das Erbe nicht veräußern dürfe, oder erst ein Jahr darauf gelebt hat, oder ganz einfach, dass es nicht übertragbar sei..

  • Ich hab mir auch überlegt, ob die Verkaufsrechte mit Besitz gleichzusetzen sind, wie sie da wieder rauskommt, es sei denn es gibt noch eine Klausel, das sie das Erbe nicht veräußern dürfe, oder erst ein Jahr darauf gelebt hat, oder ganz einfach, dass es nicht übertragbar sei..

    Sie müsste zumindest ein Mitspracherecht bekommen, was den Verkauf anbelangt. Und vielleicht kann sie die Verkaufserlaubnis wInder zurücknehmen mit Hilfe ihres Anwalts. Holger hat sie ja eindeutig belogen, was den Zustand des Erbes angeht.

  • Was mich aber wirklich verwirrte, war der Kommentar von Vero, ihrer besten Freundin und Sylvia dachte, sie höre sich an, wie ihr Mann.. Hmmm..läuft da was? Ist ja nicht das erste Mal, egal ob Roman oder richtiges Leben, das die beste Freundin oder bester Freund einen "familiereren" Status erlangt, als erwünscht..

    Das wäre ja ein Ding! Zumal Veronika ja, wie sie selbst sagt, keine langfristige Beziehung eingehen möchte.

  • Das hört sich echt nicht nach einer glücklichen Ehe an, wenn Sylvia sich ihrem Mann Holger unterordnet, so funktioniert, wie er es gerne hätte. Da bleibt Sylvia doch auf der Strecke. Ja, Geld ist wirklich nicht alles.


    Daß Holger so ganz nebenbei den Tod von Sylvias Tante Lucie erwähnt - und das Erbe, das sie hinterlassen hat, hat mir gar nicht gefallen. Aber einfach die Gärtnerei und die Fläche verkaufen zu wollen, ohne Sylvias Wissen, ist schon ein harter Brocken! Und stimmt es wirklich, daß der Betrieb bankrott ist?


    Daß Sylvia sich gleich auf der Stelle in Maël verliebt, sagt viel über ihren Seelenzustand aus.


    Was möchte der Freund Thomas ihnen sagen? Möchte er mit Sylvia über Holger sprechen? Weiß er etwas Persönliches?


    Ich muß ganz schnell weiterlesen!

  • So,bin an Bord.


    Das Buch hat mir sofort gefallen. Sylvia mochte ich sofort, schade das sie so wenig gegen ihren doch recht schroffen Mann zu sagen wagt. Der geht mal gar nicht. Total Klasse, das sie sich dann auf den Weg nach Frankreich macht. Und wie ausgelassen sie an der Hochzeit teilnimmt. Toll. Als sie dann an der Kamelieninsel ankommt, kann sie logischerweise kaum glauben, das dies die Gärtnerei von Lucie ist. Holger hat das ja ganz anders beschrieben, richtig schlecht gemacht.

    Das sie sich dann Hals über Kopf in den Gärtner verliebt, ist zwar sowas von kitschig..aber wunderschön..


    Ich freue mich auf diese Familiengeschichte und auf Lucies Geheimnis und darauf ob Sylvia ein neues Glück findet


    Super Start in dieses Buch und jetzt auch von mir ein herzliches Hallo an Tabea. Schön das du die Runde begleitest


    Meine Tochter sollte übrigens auch Tabea heissen, haben aber dann Talea drauss gemacht:blume:

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