01: Anfang - einschl. Kapitel 4

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Bei mir war es letztendlich so, daß ich im Kopf nur noch eine Dauerschleife hatte vom ewigen Nachdenken. Ich habe nichts mehr auf die Reihe bekommen. Erst durch den Aufenthalt in eines Tagesklinik habe ich gelernt, wie man sich entspannt, wie man Probleme, die man gerade nicht lösen kann, vorübergehend beiseite schiebt, um sie dann, wenn man Zeit dafür hat, anzugehen. Vorher konnte ich vor lauter Nachgrübeln auch keinen oder fast keinen Schlaf mehr finden. Man muß lernen, mit seinem Kopf gut umzugehen.

    Ohje, das hört sich wirklich gar nicht gut an, prima, dass du so gute Hilfe bekommen hast.

    Bei mir ist es als Informatiker/Entwickler eher so, dass ich von der Arbeit nicht abschalten kann, vor allem, wenn ich für ein Problem (noch) keine Lösung gefunden habe, dann grüble ich noch den ganzen Abend darüber nach. Mit dem Schlaf habe ich glücklicherweise kein Problem, im Gegenteil, mir geht es da eher wie Hr. Jakob, dass es immer zu wenig Schlaf ist ^^

    Grüß Euch! Jetzt kann ich endlich wieder mitlesen und mitschreiben - ;) . Ich hatte jetzt eine Pause und ihr habt mir wirklich gefehlt!

    Und ich freue mich, wieder von dir zu lesen.

    Der Schreibstil gefällt mir übrigens sehr gut, die einzelnen, zum Teil skurrilen Szenen lassen mich schmunzeln

    Ja, der Schreibstil gefällt mir auch sehr gut, ich finde ihn für das Buch sehr passend.

    Ich denke, das ist ein schwieriger Lernprozess - vor allem, dass man sich dieses Nichts-tun auch erlaubt, ohne Bedenken und ohne schlechtem Gewissen (die Arbeit rennt deshalb eh nicht davon!)

    Dabei bestätigen doch immer mehr Studien/Untersuchungen und gescheite Leute, dass Pausen ebenso wichtig sind wie Arbeitszeit....

    Ja, das glaube ich auch, dass das gar nicht so einfach ist.

    Ich hatte früher in der Schule einen Kunstlehrer, der genau dieses zum Thema hatte. Wann sind wir real, wann träumen wir? Vielleicht ist unser Tun im Wachzustand der Traum und wenn wir schlafen sind wir in der realen Welt.

    Das ist ja auch spannend - und ein Thema, das man so schön weiterspinnen kann.

    Für mich ist er eher jemand, der so langsam die Oberflächlichkeit dieser Welt entlarvt.

    Das könnte natürlich auch sein.

  • Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, richtig abzuschalten, an nichts zu denken. Und ich muß sagen, je älter ich wurde, desto besser ging es.

    Das ist beneidenswert! Es tut mir nur leid, dass Du das anscheinend aus der Not lernen musstest! Das war sicher nicht einfach!

    Ich hab es noch lange nicht geschafft - allerdings rettet mich die Tatsache, dass ich, je älter ich werde, immer weniger als wirklich wichtig ansehe. Damit fällt auch recht viel stressiger Ballast ab! Und gleichzeitig ist mir in den letzten Jahren wirklich aufgefallen: meine Sehnsucht nach Ruhe wird immer stärker!


    Es mag daran liegen, dass ich philosophische Hühner noch nicht hatte

    Ich kannte bis jetzt auch noch nie ein philosophisches Huhn - allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass mein Hund ein großartiger Philosoph (und noch dazu Menschenfreund) ist!


    Auf alle Fälle bin ich neugierig, wie es jetzt mit Hr. Jakob und seinen Problemen und Sehnsüchten weitergehen wird, bzw wie weit sich da Träume und Realität vermischen werden...

    da stellt sich natürlich die Frage: wo ist da die Trennlinie? Und was davon ist denn nun Realität? Und was nicht? Denn eigentlich sind meine Träume für mich doch auch real... oder?


    Nachtdienstliche Grüße!

    :verlegen:

  • Ja, je älter ich werde, desto einfacher nehme ich das Leben. Man muß sich seine Zeit für Ruhe und Entspannung nehmen, dann fühlt man sich auch nicht mehr so gestresst.

  • Ja, je älter ich werde, desto einfacher nehme ich das Leben. Man muß sich seine Zeit für Ruhe und Entspannung nehmen, dann fühlt man sich auch nicht mehr so gestresst.


    Anne H. Das ist ein schöner Satz, den jeder auf seine Art beherzigen sollte. Und um die Kurve zum Buch zu kriegen, auch Herr Jakob.


    Die Idee des Huhnes beschäftigt mich auch noch ein wenig - aber ich kann es für mich noch nicht sagen, aber es fasziniert mich.


    ysa : Der Übergang von Traum und Realität ist sicher fließend, ich glaube ja man verarbeitet auch einen großen Teil seiner Realität in den Träumen und es ist eine Art Reinigung. Das würde ja in gewisser Weise auch auf Herrn Jakob zutreffen, wobei seine Schlafphasen ja deutlich mehr Zeit zu verlangen scheinen.


    Alles in allem es bleibt spannend.

  • Frohe Ostern allerseits!


    Dabei bestätigen doch immer mehr Studien/Untersuchungen und gescheite Leute, dass Pausen ebenso wichtig sind wie Arbeitszeit....

    Bei mir zu Hause habe ich eine selbstbeschriebene Karte liegen mit dem Satz: "Pausen machen schnell..."

    Wenn ich es einmal schaffen, ihn zu beherzigen, merke ich, wie sehr er für mich stimmt!

    Doch allzuoft gibt es diese innere Stimme, die sagt: "Das mache ich jetzt noch zu Ende, und dann das noch, und das noch, und dann mache ich vielleicht mal Pause ..."

    Vielleicht ist unser Tun im Wachzustand der Traum und wenn wir schlafen sind wir in der realen Welt.

    Tja, wer kann das auch so genau wissen? Manche meiner Träume erscheinen mir manchmal sehr real. Vor allem sind Träume "real" im besten Sinne, was die Gefühle angeht, finde ich.


    Wenn ich ehrlich bin war ich überrascht, dass er Skulpturen fertigt. Irgendwie bringe ich das eher mit chaotischeren Menschen in Verbindung.

    Interessant. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin, dass er Skulpturen anfertigt. Ich vermute gerade, es könnte daran liegen, dass ich das selbst gerne täte - und selbst manchmal sehr gerne viel chaotischer wäre. Auf dass sich andere nicht so oft auf mich verlassen würden :)


    Für mich ist er eher jemand, der so langsam die Oberflächlichkeit dieser Welt entlarvt.

    Ja, das ist durchaus in der Figur angelegt.


    allerdings rettet mich die Tatsache, dass ich, je älter ich werde, immer weniger als wirklich wichtig ansehe.

    Ja, das empfinde ich auch so. Vor allem, was materielle Dinge angeht. Ich sortiere gerade sehr viel aus, auch Bücher. Neulich habe ich tatsächlich das "Kindlers Neues Literaturlexikon" an einen Wohltätigkeitsladen verschenkt - vor einem Jahr noch wäre es für mich undenkbar gewesen, mich davon zu trennen. Doch habe ich es wirklich benutzt? Nein, es stand nur wie ein Statussymbol der Autorin im Regal. Und vermisse ich es jetzt? Nein. Ich freue mich über den Platz, den ich gewonnen habe - und der nicht wieder gefüllt wird, sondern leer bleibt. Leere strahlt auch Ruhe aus, finde ich :)


    Denn eigentlich sind meine Träume für mich doch auch real... oder?

    Unbedingt!


    Die Idee des Huhnes beschäftigt mich auch noch ein wenig - aber ich kann es für mich noch nicht sagen, aber es fasziniert mich.

    Ja, das Huhn. Neulich fragte mich jemand, wie ich auf das Huhn gekommen sei und ob es eine bestimmte Bedeutung habe, dass es ausgerechnet ein Huhn sei. Da muss ich passen. Es war plötzlich da. Bzw. vor Jahren, als Herr Jakob in groben Zügen entstand, erzählte mir mein Lebenspartner davon, wie er sich auf einer Geschäftsreise in einem kleinen Dorf verfahren habe. Und da sei ein Huhn langsam über die Straße gelaufen. Und da war es dann, das Huhn ;)


    ich glaube ja man verarbeitet auch einen großen Teil seiner Realität in den Träumen und es ist eine Art Reinigung.

    Das glaube ich auch. Für mich ist es oft ein Prozess des inneren Sortierens und Verarbeitens. Es wird wieder etwas neu in Balance gebracht. Ich stehe oft sehr früh auf und kann mich dann kaum an Träume erinnern; wenn ich aber länger schlafe oder tagsüber mal schlafe, träume ich oft sehr viel bzw. kann mich daran gut erinnern (das ist glaube ich dann der sog. REM-Schlaf).


    Liebe Grüße,

    Annette

  • Es war plötzlich da. Bzw. vor Jahren, als Herr Jakob in groben Zügen entstand, erzählte mir mein Lebenspartner davon, wie er sich auf einer Geschäftsreise in einem kleinen Dorf verfahren habe. Und da sei ein Huhn langsam über die Straße gelaufen. Und da war es dann, das Huhn ;)

    Das ist ja witzig, wie es zu dem Huhn kam :totlach: Das wollte ich nämlich auch noch fragen, warum du ausgerechnet auf ein Huhn gekommen bist ^^

  • Es war plötzlich da. Bzw. vor Jahren, als Herr Jakob in groben Zügen entstand, erzählte mir mein Lebenspartner davon, wie er sich auf einer Geschäftsreise in einem kleinen Dorf verfahren habe. Und da sei ein Huhn langsam über die Straße gelaufen. Und da war es dann, das Huhn ;)

    Das ist ja witzig, wie es zu dem Huhn kam :totlach: Das wollte ich nämlich auch noch fragen, warum du ausgerechnet auf ein Huhn gekommen bist ^^

    Das finde ich jetzt auch witzig, um ehrlich zu sein hätte ich gedacht es steckt noch mehr dahinter, das dem Huhn im weiteren Verlauf noch eine Bedeutung zukommt.

  • Ja, manchmal können solche Begebenheiten schon sehr inspirirend sein. :) Vielleicht werde ich nun immer an das Buch denken, wenn ich den Garten gehe, denn einer unserer Gartennachbarn hält sich Hühner. Am Ende bekomme ich einen Schock, wenn eines der Hühner plötzlich zu sprechen beginnt. ^^

  • Vielleicht werde ich nun immer an das Buch denken, wenn ich den Garten gehe, denn einer unserer Gartennachbarn hält sich Hühner. Am Ende bekomme ich einen Schock, wenn eines der Hühner plötzlich zu sprechen beginnt. ^^

    :totlach:


    Ich werde in Zukunft Hühner auch mit anderen Augen sehen.

  • Ja, manchmal können solche Begebenheiten schon sehr inspirirend sein. :) Vielleicht werde ich nun immer an das Buch denken, wenn ich den Garten gehe, denn einer unserer Gartennachbarn hält sich Hühner. Am Ende bekomme ich einen Schock, wenn eines der Hühner plötzlich zu sprechen beginnt. ^^

    :totlach: Bestimmt würdest du ihn bekommen.

    Na ja, bei "Fool on the hill" hatte eine Affe die Regie, warum also nicht auch ein Huhn. Das es plötzlich da war, Annette, gefällt mir.

  • was nicht? Denn eigentlich sind meine Träume für mich doch auch real... oder?

    Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, richtig abzuschalten, an nichts zu denken. Und ich muß sagen, je älter ich wurde, desto besser ging es.

    Das ist beneidenswert! Es tut mir nur leid, dass Du das anscheinend aus der Not lernen musstest! Das war sicher nicht einfach!

    Ich hab es noch lange nicht geschafft - allerdings rettet mich die Tatsache, dass ich, je älter ich werde, immer weniger als wirklich wichtig ansehe. Damit fällt auch recht viel stressiger Ballast ab! Und gleichzeitig ist mir in den letzten Jahren wirklich aufgefallen: meine Sehnsucht nach Ruhe wird immer stärker!

    Ich hatte leider auch verlernt auch mich zu achten und abzuschalten, ein schleichender aber leider unaufhaltsamer Prozeß. Jetzt höre ich wieder auf mich und ich kann wie Anne H. richtig abschalten. Das ist so wichtig.

    Während meiner Krankheit habe ich mir 2 Kater aus dem Tierheim besorgt, die Beiden zeigen einem wie man entspannt, das hat mir sehr geholfen. Jetzt liege ich gerne mal am Wochenende mit Buch lange im Bett und die Beiden liegen neben mir, es gibt nichts was mehr entschleunigt und was schöner ist.

  • Am Ende bekomme ich einen Schock, wenn eines der Hühner plötzlich zu sprechen beginnt. ^^

    Ich werde in Zukunft Hühner auch mit anderen Augen sehen.

    Ich kaufe gelegentlich auf einem Biobauernhof ein, auf dem Hühner über den Hof laufen und einen aufmerksam mustern - so kommt es mir seit einiger Zeit jedenfalls vor ;)

    Das es plötzlich da war, Annette, gefällt mir.

    :)


    Jetzt liege ich gerne mal am Wochenende mit Buch lange im Bett und die Beiden liegen neben mir, es gibt nichts was mehr entschleunigt und was schöner ist.

    Tiere können einem glaube ich sehr gut dabei helfen, zu entspannen.

    Vor Jahren hatte ich einen Hund, der ein Vielschläfer war und alleine ihn dabei zu beobachten, hat mich schon entspannt. Lustig fand ich es, wenn seine Pfoten wild zuckten und er im Traum (?) bellte...


    Liebe Grüße,

    Annette

  • Vor Jahren hatte ich einen Hund, der ein Vielschläfer war und alleine ihn dabei zu beobachten, hat mich schon entspannt. Lustig fand ich es, wenn seine Pfoten wild zuckten und er im Traum (?) bellte...

    Ohja, das ist extrem entspannend.