09: Seite 368 - Seite 392 (Kap. 9 + Neuntes Speicherbild)

  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 368 bis Seite 392 (Kapitel 9 + Neuntes Speicherbild) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ein kurzes Kapitel, in dessen Fokus die SQUID steht. Hätten die Menschen des Schwarms ohne sie überhaupt eine Chance?

    Oder glaubt Ihr, die Handlungen des lebenden Schiffs sind am Ende gar nicht so weise ...?

  • Ein sehr kurzes Kapitel, aber voll von Informationshäppchen. Lustigerweise hab ich beim Lesen der Speicherbilder jetzt das Gefühl schneller zu lesen, als wollte ich, wie Iljow, mit dem Datenstrom mithalten.

    Die SQUID begibt sich hier in Gefahr, und leidet dafür (mit den Zöelikern), aber ich bin mir nicht sicher ob sie es aus eigenem Antrieb tut oder wegen Ugrons Entscheidung.

    Zwei Sachen stechen für mich hier in diesem Kapitel herraus.

    Die Rote Familie scheint nicht so geeint zu sein wie man bisher dachte. Ich weiss nicht ob Rila eifersüchtig, frustriert oder sonst was ist, aber es scheint da einen Rift zu geben. Und meine Vermutung von letztens scheint sich zu bestätigen in dem Satz "in Ugron wächst ein Kind des Rotraums". Die Bitterkeit dabei hat mich ehrlich überrrascht, weswegen ich sie auch nur bedingt einordnen kann. Erst hier ist mir dabei aufgefallen, das wir in Szenen mit der Roten Familie bisher meist nur einen von beiden gesehen/gehört haben.

    Das Andere was hier sehr gut war, war Anestes Reflektion. So menschlich ist sie mir im ganzen Buch noch nicht vor gekommen. Plötzlich hinterfragt sie ihre Wünsche, Ziele und Sehnsüchte. Das hat mir ausnehmend gut gefallen. Allerdings kann ich auch ihre letzte Reaktion nicht ganz einschätzen. Möchte sie weinen ob der Chance, ist es Sehnsucht oder tatsächlich Trauer ob des Verständnisses der Aufgabe des Körpers.

    Das Speicherbild hat mich überrascht. Ich hätte nicht damit gerechnet das die Versionsnummer so rapide hoch geht. Ausserdem hätte ich vermutet das Iljow jetzt in den äußeren Sphären irgendwas anderes machen würde. Aber er scheint sich ja doch wieder zu einem produktiven Imago hochgearbeitet zu haben. Und wenn ich das richtig verstanden habe stand die Entscheidung an die restlichen Menschen zwangsweise hochzuladen, und er hat sich für sie und ein/das Refugium eingesetzt. Sehr spannend.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Alle an Bord der Squid, jeder mit seinen Motiven.

    Mich hat am meisten Aneste überrascht. Eine mehrfache Mörderin aus Überzeugung überlegt, ob das Keben auf der Squid was für sie sein könnte. Ich trau der Squid nicht so ganz. Was, wenn sie durch Pherhormone oder andere Substanzen Einfluss nähme? Bei Rila und selbst bei Ugron sieht man ja deutliche Veränderungen. Auch Idea traue ich nicht.


    Iljows verschiedene Programmversionen, die miteinander kommunizieren und interagieren - wo endet die künstliche Intelligenz, wo beginnt neues digitales Leben, wo endet die Menschlichkeit?

  • Lustigerweise hab ich beim Lesen der Speicherbilder jetzt das Gefühl schneller zu lesen, als wollte ich, wie Iljow, mit dem Datenstrom mithalten.

    Das ist wirklich witzig! :lachen:


    "in Ugron wächst ein Kind des Rotraums". Die Bitterkeit dabei hat mich ehrlich überrrascht,

    Welchem Umstand mag diese Bitterkeit gelten? Ist sie enttäuscht von Ugrôn - oder sorgt sie sich um ihn?


    Eine mehrfache Mörderin aus Überzeugung

    Diese Formulierung ist ein wenig missverständlich.

    Aneste mordet für ihre Überzeugungen.

    Sie ist aber keine "überzeugte Mörderin" im Sinne einer Triebtäterin, der das Morden an sich Befriedigung verschafft.


    Auch Idea traue ich nicht.

    Ist in diesem Roman überhaupt jemandem zu trauen? :nachdenk:

  • Amüsiert hat mich hier, dass jetzt Berglen und Zigato um Kara buhlen. Ich bin gespannt, ob und wer sie erobert. Aber vielleicht überleben ja auch bis zum Ende nicht alle Charaktere :teufel:


    Berglen tut mir hier ein wenig leid, dass er die Qualen der SQUID so ertragen muss. Ich hätte eigentlich gedacht, dass Urgron so direkt mit der Mutter verbunden ist. Leidet er denn auch?


    Die SQUID begibt sich hier in Gefahr, und leidet dafür (mit den Zöelikern), aber ich bin mir nicht sicher ob sie es aus eigenem Antrieb tut oder wegen Ugrons Entscheidung.

    Es scheinen sich da tatsächlich Unstimmigkeiten anzudeuten. Aber mir ist noch nicht ganz klar, wer da was will. Letztendlich könnte "Mutter" doch auch ihren eigenen Willen durchsetzen. Vermutlich will sie das gar nicht. Und wenn tatsächlich ein Rotraumkind heranwächst, wird es dann eine Mini-SQUID?


    Aneste scheint eine neue Chance zu bekommen. Für sie ist das sicherlich ein Highlight, mit dem Computer verbunden zu werden.


    Korol erkennt jetzt, dass die Menschen in ihrer ursprünglichen Form doch nicht so unwichtig sind und seine Vaterinstinkte aus einen alten Leben werden wieder erweckt. Das finde ich gut. Ich bin gespannt, wie er sich nun verhält. Nicht, dass er bzw. eine Version von ihm Idea ist...???


    Was passiert eigentlich, wenn Idea sich mit Aneste verbindet würde? Dann wären ein hoch entwickelter Geist/Computer wieder in einem menschlichen Körper. Crazy...

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Es spitzt sich zu und Aneste betritt sozusagen den Olymp! Der Neid, die Begeisterung für Ideas Möglichkeiten lassen sie auch etwas auf den Boden der Tatsachen zurückkommen und dennoch glaube ich, dass das Ganz für Aneste nicht gut ausgehen wird. Idea könnte sie sich schließlich durchaus zu eigen machen, denn Aneste lechzt ja geradezu danach und würde sicher alles mitmachen in ihrem Wahn mit etwas Höherem in den Bund zu treten.

    Zegato und Berglen.....das ist auch eine schöne Stelle gewesen. Berglen stellt klar, dass Xeramel hier auf seinem Schiff ist und Zegato ist mal eben abgemeldet, der schwelgt ja immer noch in erotischen Träumen bzgl. Kara. Ich glaube nicht, dass Kara sich nochmal mit ihm einlassen wird. Das Ding ist gelaufen.

    Wir laufen dem Finale entgegen....ich bin gespannt!

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Die rote Familie hat also tatsächlich beschlossen, dass sich Mutter ins Gefecht stürzen soll. Und prompt wird sie dabei ziemlich verletzt. Idea scheint es sehr wichtig zu sein, dass die Menschen sie unterstützen, was sie ihnen so alles in Aussicht stellt. Was Idea und diejenigen, die hinter ihr stehen, aber konkret verfolgen, ist noch nicht ganz klar. Ihre Experimente, die sie mit Mutter durchführt, machen mir etwas misstrauisch.


    Sehr überrascht haben mich Anestes aufkommende Zweifel während ihrer Zeit in der SQUID, damit hätte ich bei ihr nicht gerechnet. Sie überlegt ernsthaft, ob sie nicht Teil der Gemeinschaft unter der Gütigen Mutter werden könnte.


    Aber Idea wirft für Idea schon den nächsten Köder aus und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Aneste zugreifen wird.


    Genauso eine Überraschung war Rilas Verbitterung, dass ein Kind des Rotraums in Ugron heranwachsen würde und nicht in ihr. Fühlt sie sich hier zurückgesetzt, dass sie deswegen verbittert ist? Aber Amida ist doch auch nicht mit einem "normalen" Kind zu vergleichen.


    Da ich das 9. Speicherbild noch nicht gelesen haben, werde ich noch nicht auf eure Beiträge eingehen.

  • Ich hätte eigentlich gedacht, dass Urgron so direkt mit der Mutter verbunden ist. Leidet er denn auch?

    Vielleicht kann er es gerade wegen seiner intensiveren Verbindung besser steuern. Zudem hat er an Bord andere Aufgaben als Berglen.


    Sie überlegt ernsthaft, ob sie nicht Teil der Gemeinschaft unter der Gütigen Mutter werden könnte.

    Ich fand es reizvoll, zu zeigen, dass man sich manchmal sehr ähnlich wird, wenn man vollkommen gegensätzliche Wege geht - wie die Menschen der SQUID und der ESOX.

    Aneste lechzt ja geradezu danach und würde sicher alles mitmachen in ihrem Wahn mit etwas Höherem in den Bund zu treten.

    Ist das wirklich ein Wahn - oder eine reale Möglichkeit?

  • Dass Idea da so an Mutter rumfummelt gefällt mir nicht. Ich vermute, Sie verfolgt Ziele, die wir bisher noch nicht kennen.


    Aneste überlegt, ob es ihr auf der SQUID möglicherweise gefallen würde. Dieser Sinneswandel kam für mich völlig überraschend und ist nicht ganz nachvollziehbar, so wie wir Aneste bis jetzt kennengelernt haben.


    Irgendetwas trennt Ugron und Rila. Ist sie eifersüchtig auf Ugron bzw. Mutter, weil sie einander näherstehen, als es Rila jemals könnte ?

    Ugron hatte sich sicherlich nicht umsonst an Berglen als Berater gewandt.

  • Erst hier ist mir dabei aufgefallen, das wir in Szenen mit der Roten Familie bisher meist nur einen von beiden gesehen/gehört haben.

    Stimmt, Ugron und Rila hatten keinen gemeinsamen Szenen.


    Ich hätte eigentlich gedacht, dass Urgron so direkt mit der Mutter verbunden ist. Leidet er denn auch?

    Das hätte ich auch vermutet.


    Ihre Experimente, die sie mit Mutter durchführt, machen mir etwas misstrauisch.

    Mich auch, wer weiss, was sie damit bezweckt.

  • Dieser Sinneswandel kam für mich völlig überraschend und ist nicht ganz nachvollziehbar, so wie wir Aneste bis jetzt kennengelernt haben.

    Es gibt Eigenschaften, die Mutter mit dem Zentralcomputer teilt.

    Beide sind überlegene Intelligenzen.

    Beide beherrschen ihre "Welt" = ihr Großraumschiff.

    Beide öffnen denen, die sich ihnen hingeben, Erfahrungswelten jenseits des allgemein Menschlichen.

    Mit beiden kann man sich verbinden und weitgehend in ihnen aufgehen - gemeinsam mit den anderen an Bord.

    Daher bieten beide einen unterschiedlichen Zugang zu einer ähnlichen Existenzform, zu einer ähnlichen Art von Gemeinschaft.

  • So, jetzt noch zum 9. Speicherbild:

    Mir scheint, als ob Iljow Korol in der x-ten Version allmählich den Anschluss an die neuen und effizienteren Programme verliert. Was berechnen die da ständig die ganze Zeit? Und was machen sie eigentlich, wenn irgendwann sämtliche Fragen "errechnet" sind? Das muss doch eine furchtbare Aussicht für eine MI sein :totlach:


    Spannend fand ich aber, dass für Korol es außer Frage steht, dass die Menschheit zu erhalten ist. Sind die Programm der inneren Schalen auch dieser Meinung oder haben sie sich bereits so weit vom Menschsein entfernt, dass sie keine "sentimentalen Gefühle" mehr für ihre Schöpfer haben und dann eben doch irgendwann der Meinung sind, dass der Mensch ihnen nun nichts mehr nützt und überflüssig ist?


    Für den Schwarm wäre es sicherlich besser, wenn er mit seiner Haltung nicht allzu alleine dastehen würde.

  • Was berechnen die da ständig die ganze Zeit? Und was machen sie eigentlich, wenn irgendwann sämtliche Fragen "errechnet" sind?

    Die Frage, was eine körperlose Hyperintelligenz überhaupt noch interessieren könnte, hat mich bei der Konzeption des Romans umgetrieben. Ich habe zwei lohnenswerte Ziele gefunden:

    Erstens die Suche nach der Weltformel, die wir schon aus Goethes Faust kennen: "Was ist es, das die Welt im Innersten zusammenhält?" Auch die Kosmologen und die Theoretischen Physiker unserer Zeit suchen nach dem Formelsystem, das das komplette Universum mit all seinen Erscheinungsformen erklärt. Eine Aufgabe, die intellektuelle Höchstleistungen erfordert - des Imago-Projekts würdig.

    Zweitens die Suche nach der ultimativen Ästhetik, nach dem schönsten aller Kunstwerke.

    Welchem dieser beiden Ziele (oder vielleicht auch welchen weiteren Zielen, die im Roman nicht genannt sind, weil sie mir nicht eingefallen sind) sich ein Imago widmet, liegt an den individuellen Vorlieben.

  • Es muss auch irgendso eine gewaltige Aufgabe sein, bei der die Programme hoffentlich niemals aufhören können, zu rechnen, denn sonst würde ihre Daseinsberechtigung wegfallen.

  • Wieder einmal lernen wir mehr über die SQUID und technische Details des Corviversums.

    Was passiert, wenn die Astriden mal nicht so funktionieren, wie sie sollen? Wie könnte Rotraum-Technik funktionieren? Wieder kommen neue Facetten hinzu. :geil:

    In der Szene, in der aus Berglens Sicht der Angriff der SQUID geschildert wird, stellt Berglen fest, dass das lebende Schiff ihn benutzt. Es bemächtigt sich der Teile seines Verstandes, die mit kurzfristigem Denken zu tun haben, mit der Abschätzung unmittelbarer Folgen.

    Zusammen mit anderen Besatzungsmitgliedern entsteht ein vernetzter Verstand, der Entscheidungen für das Schiff treffen kann.

    Die Menschen haben also einen Mehrwert für die SQUID. Sie ist nicht in der Lage kurzfristig zu denken. Weil sie so alt ist? Weil sie einen anderen Zeitablauf (aus dem Rotraum?) gewohnt ist?

    Dann wäre das Ganze am Ende nicht die Ameisenfarm, in der die Menschlein zum Amüsement der Squid herumwuseln, sondern eine Symbiose. Die Menschen ermöglichen der SQUID die Auflösung kleinerer Zeiteinheiten und der dortigen Kausalität. Und man nimmt diesen Zustand nicht dauerhaft ein, weil es zu anstrengend insbesondere für die Menschen ist und nicht immer notwendig.


    Aneste wirkt anfangs so, als sei sie von den Gewalten des Sonnenfeuers so beeindruckt dass sie ob dieses Naturschauspiels auf ihr kleines Menschendasein zurückgeworfen wird. Das zeigt natürlich, dass trotz des Strebens nach dem Zusammenleben mit dem Zentralcomputer noch ganz menschliche Regungen in ihr stattfinden.

    Es lässt sich natürlich fragen, ob Aneste grundsätzlich nach einer höheren Instanz sucht. Dadurch ist es natülich nicht verwunderlich, dass auch die SQUID ihr eine gewisse Faszination bietet. Allerdings wir am Ende des Kapitels deutlich, dass die Erweiterung ihres Verstandes die wahre Motivation ist. Die Sphäre wirkt wie ein Paradies auf sie.

    Toll hier auch wieder die Darstellung des Innenlebens des Imago-Projekts.

    Spannend fand ich aber, dass für Korol es außer Frage steht, dass die Menschheit zu erhalten ist. Sind die Programm der inneren Schalen auch dieser Meinung oder haben sie sich bereits so weit vom Menschsein entfernt, dass sie keine "sentimentalen Gefühle" mehr für ihre Schöpfer haben und dann eben doch irgendwann der Meinung sind, dass der Mensch ihnen nun nichts mehr nützt und überflüssig ist?

    Diesen Komplex fand ich auch sehr spannend.

    Man hat ja hier keinen konkreten Zeitpunkt, an dem das Speicherbild spielt, aber ein Zusammenhang mit dem Schläfer und dessen Fragen beim Erwachen drängt sich auf.

  • Ein kurzes, aber wieder sehr intensives Kapitel. Alle Mann an Bord der SQUID - das ist schon spannend.

    Die Rote Familie scheint nicht so geeint zu sein wie man bisher dachte. Ich weiss nicht ob Rila eifersüchtig, frustriert oder sonst was ist, aber es scheint da einen Rift zu geben. Und meine Vermutung von letztens scheint sich zu bestätigen in dem Satz "in Ugron wächst ein Kind des Rotraums". Die Bitterkeit dabei hat mich ehrlich überrrascht, weswegen ich sie auch nur bedingt einordnen kann. Erst hier ist mir dabei aufgefallen, das wir in Szenen mit der Roten Familie bisher meist nur einen von beiden gesehen/gehört haben.

    Ja, die treten nicht gemeinsam auf. Entweder Rila mit Kind oder Urgôn allein. Da scheint die Vater-Kind-Bindung nicht so groß zu sein. Ich bin nur noch nicht so ganz im Klaren, warum das so ist. Differenzen, was das weitere Vorgehen der SQUID betrifft oder über die Rolle, die die Familie dabei zu spielen hat? Oder beschränkt sich die Veränderung von Rila und Urgôn nicht nur auf das Körperliche, sondern auch auf den Geist und sie werden dadurch immer mehr Teil des Schiffs und die Beziehung tritt dadurch in den Hintergrund?

    Allerdings kann ich auch ihre letzte Reaktion nicht ganz einschätzen. Möchte sie weinen ob der Chance, ist es Sehnsucht oder tatsächlich Trauer ob des Verständnisses der Aufgabe des Körpers.

    Ich glaube, es war der Moment des Begreifens, dass sie selbst nie die Vollkommenheit erreichen kann, die sie sich erträumt hat, weil die Menschen des Schwarms gefühlte Jahrmillionen in der Entwicklung hinter der Sphäre zurück sind. Ich glaube, in dem Moment fällt (zumindest temporär) aller Hass und Zorn von ihr ab und sie ist einfach nur erschöpft. Und dann kann sie nicht mal mehr weinen. Ich finde, das ist wieder so eine ganz schrecklich traurige Szene.

    Ausserdem hätte ich vermutet das Iljow jetzt in den äußeren Sphären irgendwas anderes machen würde. Aber er scheint sich ja doch wieder zu einem produktiven Imago hochgearbeitet zu haben.

    Allerdings hält sich die Produktivität sehr in Grenzen. In dieser Szene ist er Aneste in der eben beschriebenen Szene unheimlich ähnlich. Er muss plötzlich einsehen, dass er den Zustand, den er immer angestrebt hat, einfach nicht erreichen kann und sich in sein Schicksal fügen muss, indem er ein anderes, niedriger gestecktes Ziel findet, dem er zustreben kann. Und dieses Gefühl der Enttäuschung ist für mich ein zutiefst menschliches.

    Und wenn ich das richtig verstanden habe stand die Entscheidung an die restlichen Menschen zwangsweise hochzuladen, und er hat sich für sie und ein/das Refugium eingesetzt. Sehr spannend.

    Ja, das habe ich auch so verstanden. Ich glaube, da hat er sein neues Ziel gefunden.

    Welchem Umstand mag diese Bitterkeit gelten? Ist sie enttäuscht von Ugrôn - oder sorgt sie sich um ihn?

    Weder noch. Ich glaube sie ist enttäuscht, weil dieses echte Kind des Rotraums nicht in ihr wächst. Sie ist eifersüchtig und sie sorgt sich um Amidas Zukunft. Er nahm ja eine ganz besondere Stellung ein, die er aber verlieren könnte, wenn das Rotraum-Kind da ist. (ich schäue mich gerade irgendwie "geboren" zu schreiben, weil ich mir eine landläufige Geburt hier gar nicht vorstellen kann. Ich habe gerade eher die Vorstellung, dass das Kind aus Urgôn heraus wächst. Und dabei könnte es Urgôn natürlich auch zertören... Also vielleicht doch auch Sorge um Urgôn?

    Amüsiert hat mich hier, dass jetzt Berglen und Zigato um Kara buhlen. Ich bin gespannt, ob und wer sie erobert. Aber vielleicht überleben ja auch bis zum Ende nicht alle Charaktere :teufel:

    Dreiecksbeziehung auflösen? Zu kompliziert...:explodier::err:

    Berglen tut mir hier ein wenig leid, dass er die Qualen der SQUID so ertragen muss. Ich hätte eigentlich gedacht, dass Urgron so direkt mit der Mutter verbunden ist. Leidet er denn auch?

    Das war eine krasse Szene. Ich habe echt mit gelitten. Urgôn ist eine andere Hausnummer, glaube ich. Er ist robuster, er ist auf ganz andere Art mit der Mutter verbunden. Und ich könnte mir vorstellen, dass die "fremden" Schmerzen, die Berglen ja aufgezwungen werden, sich ganz anders anfühlen, als eigene, deren Ursache man orten kann (und da Urgôn ja ein Teil der Mutter ist, sind es für ihn ja eigene). Wenn ich ein gebrochenes Bein habe und jemand tritt dagegen, dann rechne ich mit dem Schmerz. Es tut zwar immer noch weh, aber ich weiß, wo und warum. Berglen bekommt die Schmerzen einfach so in den Kopf gepflanzt und hat keine Chance, sich darauf einzustellen oder sich zu wehren.

    Nicht, dass er bzw. eine Version von ihm Idea ist...???

    Spannender Ansatz :daumen: Zumindest könnte er an ihrer Entwicklung mitgewirkt haben.

    Zegato ist mal eben abgemeldet, der schwelgt ja immer noch in erotischen Träumen bzgl. Kara. Ich glaube nicht, dass Kara sich nochmal mit ihm einlassen wird. Das Ding ist gelaufen.

    Das ist wieder typisch Kara: Zegato hat sie verraten und Punkt. Sie lässt ihn nicht zu Wort kommen und der arme Kerl wird abserviert, ohne eine Chance zu bekommen. Naja, so ist es halt. Und eigentlich würde ich ja auch lieber Berglen und Kara zusammen sehen.;)

    Spannend fand ich aber, dass für Korol es außer Frage steht, dass die Menschheit zu erhalten ist. Sind die Programm der inneren Schalen auch dieser Meinung oder haben sie sich bereits so weit vom Menschsein entfernt, dass sie keine "sentimentalen Gefühle" mehr für ihre Schöpfer haben und dann eben doch irgendwann der Meinung sind, dass der Mensch ihnen nun nichts mehr nützt und überflüssig ist?

    DAS ist eine sehr gute Frage. Es trifft meine größte Befürchtung und ich habe noch keine Idee, was dann geschehen würde oder ob es sich irgendwie verhindern lässt.

    Erstens die Suche nach der Weltformel, die wir schon aus Goethes Faust kennen: "Was ist es, das die Welt im Innersten zusammenhält?"

    Schon wieder Goethe :)

    Es muss auch irgendso eine gewaltige Aufgabe sein, bei der die Programme hoffentlich niemals aufhören können, zu rechnen, denn sonst würde ihre Daseinsberechtigung wegfallen.

    Oder sie müssen sich eine neue berechnen :totlach:

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Corviversums

    Ein sehr schöner Begriff. :lachen:


    Es bemächtigt sich der Teile seines Verstandes, die mit kurzfristigem Denken zu tun haben, mit der Abschätzung unmittelbarer Folgen.

    An dieser Stelle kann man noch einmal zurückdenken zu den Diskussionen in den vorherigen Leseabschnitten zum Thema, wie die SQUID zu den Vorgängen an Bord steht, ob sie Anteil daran nimmt, welche Gruppierung innerhalb der Menschen gerade das Sagen hat, und solche Dinge ...

    Ein weiterer Gedanke kann der traditionellen Rolle der Zoëliker an Bord der SQUID gelten. Sie singen als Navigatoren in bestimmten Räumen, sie haben Mutters Fleisch mit Geräten für Funk, Sensorik, Waffen durchzogen, die sie bedienen ...

    Andererseits konnte Mutter in Feuer der Leere durchaus auch im Einsteinraum selbstständig kämpfen, mit Einsatz ihrer Fähigkeit, die Raumzeit so zu "knüllen", dass ein Großraumschiff der Giats zerstört wurde. Und als Ugrôn in Feuer der Leere gefangen war, hat sie gezeigt, das sie sich der menschlichen Besatzung durchaus entledigen könnte, wenn sie das wollte - mit so schnellen Aktionen, dass die Menschen sich nicht hätten retten können.

    Allerdings hält sich die Produktivität sehr in Grenzen.

    Dieses Faktum lohnt es sich im Gedächtnis zu halten. ;)


    Sie ist eifersüchtig und sie sorgt sich um Amidas Zukunft.

    Falls sie eifersüchtig ist, zeigt sie eine sehr menschliche Regung, oder? ;)

  • Falls sie eifersüchtig ist, zeigt sie eine sehr menschliche Regung, oder? ;)

    Ich habe Rila ihre Menschlichkeit ja auch nie abgesprochen. ;)

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

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