07: Seite 283 - Seite 321 (Kap. 7 + Siebtes Speicherbild)

  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 283 bis Seite 321 (Kapitel 7 + Siebtes Speicherbild) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Der Krieg - der große Vereinfacher ...

    Er macht die Fronten klar. Es gibt keine Tausend Farben mehr, es gibt nur noch Schwarz und Weiß, Wir oder Die, Dafür oder Dagegen.

    Wo steht Ihr inzwischen - bei den Befreiern oder bei den Kommissaren?

    Oder haltet Ihr es mit Kara Jeskon, die sich dieser Vereinfachung verweigert?

    Mit dem siebten Speicherbild beginnt eine gewagte Reise. In früheren Leseabschnitten haben wir darüber gesprochen, wie es wäre, ohne Körper zu leben. Schnallt Euch an, löst Euch von dem, was Ihr aus dem Kino kennt - es geht an die Grenzen des Vorstellbaren.

  • ok, ein rasantes Kapitel, mit so viel Inhalt das gar nicht alles "ausgespielt" wird, bzw werden kann. Ich finde den kühlen Kopf den Kara bewahrt sehr gut, auch wenn es ein bisschen so scheint als würde sie hier überproportional viel leisten.

    Ich bin jemand der immer für Vermittlung und Lösung steht, solange es dabei eine Aussicht auf Erfolg gibt. Die Frage ist ob ich diese Chance hier sehen würde. Und darauf kann ich keine endgültige Antwort geben. Ich weiss aber das ich Leben wo immer es geht schützen würde. Daher glaube ich nicht das ich eine Waffe abfeuern würde. Aber auch hier gilt, ich bin nicht in der Situation, und war auch nie in einer vergleichbaren, deshalb kann ich nur spekulieren. Am wahrscheinlichsten ist wohl das ich mich verschanzen würde bis alles vorbei ist und dann mein Sanitäterwissen raus kramen würde um zu helfen.denn in der Situation selbst könnt ich eh nicht viel ausrichten.

    Dadurch das das Schlachtende nicht vor unseren Augen statt findet fällt es mur auch noch etwas schwer die Klassifizierung der Auseinandersetzung zu schätzen.

    Der Ausbau des Zentralcomputers durch die Imagos macht mir, gelinde gesagt, Bauchschmerzen. Grade scheint alles in deren Hände bzw in die der Sphäre abzugleiten, ohne das es den meisten bewusst ist.

    Interessant finde ich das sich das Buch nicht auf ein offensichtliches Ende hin nähert sondern immer mehr Szenarien als mögliche Enden vor meinem geistigen Auge auftauchen. Sehr gelungen!

    Auch mein Verdacht Aquila betreffend scheint sich weiter zu bewahrheiten. Gut fand ich Ugron in der Trauerszene, denn der zeigt plötzlich wieder Unvollkommenheiten.

    Das Speicherbild ist sehr erschreckend, wenn auch nachvollziehbar. Ich habe das Gefühl das in diesen Optimierungen das menschliche ganz weg optimiert wird, und dies nicht durch die KI sondern "nur" durch den Konkurenzkampf mit quasi unendlichen Möglichkeiten. Ausserdem geht das Individuum verloren da es sich Ideen von anderen einsetzt um zur Perfektion zu kommen. Dies tun wir Menschen zwar auch, sonst würden wir in der Schule nicht griechische Philosophen und ähnliches durch nehmen, aber wir implementieren sie nicht 1 zu 1 sondern filtern sie quasi durch unser Leben und Erfahrungen, wir arbeiten mit ihnen, nicht durch sie. Das sehe ich als großen Unterschied.

    Ich bin gespannt wo die Reise hin geht, denn obwohl die meisten meiner Vermutungen eingetroffen sind ist das Ende noch offen.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich denke Kara ist diejenige, die mir als Leser am sympathischsten ist und der ich in der Situation auch am meisten zu traue. Sie versucht egal in welcher Situation zu vermitteln und eine friedliche Lösung anzustreben und hat es bisher vermieden, von ihren idealen abzuweichen, was mir sehr gut gefällt.

  • Grade scheint alles in deren Hände bzw in die der Sphäre abzugleiten, ohne das es den meisten bewusst ist.

    Die Frage ist ja auch, ob sie überhaupt wissen, wen oder was sie sich da an Bord holen ... :teufel:


    Ich habe das Gefühl das in diesen Optimierungen das menschliche ganz weg optimiert wird,

    Genau diese Einschätzung hat zum Bürgerkrieg gegen die ESOX geführt: Die anderen Schiffe waren der Meinung, dass "die Menschlichkeit" dadurch bedroht ist, dass die Menschen - wenn auch freiwillig - immer mehr zu Drohnen des Zentralcomputers werden.

    Für die SQUID liegt eine ähnliche Überlegung sicherlich auch nahe.


    Dies tun wir Menschen zwar auch, sonst würden wir in der Schule nicht griechische Philosophen und ähnliches durch nehmen, aber wir implementieren sie nicht 1 zu 1 sondern filtern sie quasi durch unser Leben und Erfahrungen, wir arbeiten mit ihnen, nicht durch sie. Das sehe ich als großen Unterschied.

    Das finde ich spannend! Magst Du noch ein wenig ausführen, worin genau Du den Unterschied siehst?


    Sie versucht egal in welcher Situation zu vermitteln und eine friedliche Lösung anzustreben und hat es bisher vermieden, von ihren idealen abzuweichen, was mir sehr gut gefällt.

    Die Einstellung einer Heldin. :)

    Aber kann diese Heldin auch eine Heldentat vollbringen - sprich: Denkt Ihr, sie kann Erfolg haben?

  • Dies tun wir Menschen zwar auch, sonst würden wir in der Schule nicht griechische Philosophen und ähnliches durch nehmen, aber wir implementieren sie nicht 1 zu 1 sondern filtern sie quasi durch unser Leben und Erfahrungen, wir arbeiten mit ihnen, nicht durch sie. Das sehe ich als großen Unterschied.

    Das finde ich spannend! Magst Du noch ein wenig ausführen, worin genau Du den Unterschied siehs?

    ich denke es ist eine Sache aus der Geschichte zu lernen, bzw von "großen Menschen" zu lernen. Eine Andere wäre es zB die Einstein Routine zu implementieren und von dort weiter zu machen. Dann würde ich quasi wie Einstein denken und nicht wie einer der sich mit Einstein beschäftigt hat.

    Einfacheres Beispiel, wenn zwei Leute hier den gleichen Text lesen, nehmen sie doch unterschiedliches daraus mit, wenn sie sich aber vorher entschieden gaben die gleiche Leseroutine zu implementieren, (ich seh das wie zwei Programme versus ein Programm die das gleiche tun) dann ist das Ergebnis auch gleich.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Das finde ich spannend! Magst Du noch ein wenig ausführen, worin genau Du den Unterschied siehs?

    ich denke es ist eine Sache aus der Geschichte zu lernen, bzw von "großen Menschen" zu lernen. Eine Andere wäre es zB die Einstein Routine zu implementieren und von dort weiter zu machen. Dann würde ich quasi wie Einstein denken und nicht wie einer der sich mit Einstein beschäftigt hat.

    Einfacheres Beispiel, wenn zwei Leute hier den gleichen Text lesen, nehmen sie doch unterschiedliches daraus mit, wenn sie sich aber vorher entschieden gaben die gleiche Leseroutine zu implementieren, (ich seh das wie zwei Programme versus ein Programm die das gleiche tun) dann ist das Ergebnis auch gleich.

    Fenlinka


    Ich finde die Überlegungen auch super interessant und stimme da auf jeden Fall zu. Ich denke jeden Menschen macht auch aus, was er in der Vergangenheit alles erlebt hat. Dies fällt allerdings teilweise auch weg, wenn man sich einfach alle möglichen Erinnerungen einpflanzen lässt.

  • Dann würde ich quasi wie Einstein denken und nicht wie einer der sich mit Einstein beschäftigt hat.

    Das stimmt, man übernimmt in diesem Fall das Wissen unmodifiziert und damit auch unreflektiert.

    Je nachdem, um was für ein Wissensgebiet es sich handelt, muss das nicht schlecht sein: Wenn es um Faktenwissen geht - alles was man wiegen, messen, zählen, ausrechnen kann -, braucht man keine individuelle Interpretation. Das ist dann so etwas wie ein auswendig gelerntes, stets abrufbares Fachbuch.

    Interessanter wird es, wenn die Interpretation mitgeliefert wird. Als ich in der Uni Vorlesungen in Stochastik und Statistik hatte, wurde schnell klar, dass es dort zwar auch um Zahlen geht, man aber ganz anders denken muss, als in der üblichen Mathematik. Seitdem bin ich auch der Überzeugung, dass es eine Art Waffenschein für die öffentliche Interpretation von Statistiken geben sollte. :lachen: Wenn ich neben den Formeln auch eine Art Anleitung dazu, wie man sie anwenden muss, in mein Hirn hätte laden können, hätte ich in der Prüfung sicher besser abgeschnitten.

    Am anderen Ende des Spektrums liegen sicher Beschreibungen von hochgradig interpretationsfähigen Sachverhalten. Lade ich mir ins Hirn: "Auf der ESOX sind Freiheitskämpfer aktiv", oder "Auf der ESOX verüben immer wieder Terroristen Anschläge"?

    Aber selbst da habe ich ja noch die Möglichkeit, selbst die Information zu hinterfragen, wenn ich sie erst einmal im Speicher habe - so, wie ich die Aussagen eines gelesenen Fachbuchs hinterfragen kann ...

  • Zitat

    Wenn ich neben den Formeln auch eine Art Anleitung dazu, wie man sie anwenden muss, in mein Hirn hätte laden können, hätte ich in der Prüfung sicher besser abgeschnitten.

    Wenn das ginge hätt ich das Studium nicht abgebrochen ;) (passenderweise Luft- und Raumfahrtechnik :totlach:)


    Ich hab noch ein schönes Beispiel zu eigenen Erfahrungen.

    Auf einem internationalen Erste Hilfe Wettbewerb mussten alle Gruppen die gleiche Aufgabe lösen. Sanitäter spulen eigentlich Algorithmen ab. Aber die erste Frage der Gruppe aus Israel war "War der Minensuchdienst schon durch?" Wärend wir gefragt haben "Ist der Rettungsdienst schon alarmiert?"

    Gleiche Situation, gleiche erwartete Handlung, völlig verschiedene Ansätze.

    Fenlinka

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