06: Seite 239 - Seite 282 (Kap. 6 + Sechstes Speicherbild)

  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 239 bis Seite 282 (Kapitel 6 + Sechstes Speicherbild) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Die Hälfte des Buches ist rum, und in diesem Abschnitt wird nun auch klar, was das Imago-Projekt eigentlich ist. Auch der Schwarm - in Gestalt der Erkundungsexpedition von der SQUID - kann nun die Verbindung zur Vergangenheit des Norastesystems herstellen.

    Für die Leserunde scheint mir dieser Leseabschnitt eine schöne Gelegenheit für ein Zwischenfazit zu bieten:

    Wie gefällt Euch der Roman bislang?

    Welche Motive interessieren Euch besonders, welche Figuren beschäftigen Euch?

    Und was erwartet Ihr Euch von der zweiten Hälfte?

  • Ok, ein sehr entscheidendes Kapitel. Der Titel wird erklärt, die Shäre reagiert, die Vergangenheit aufgedeckt und einiges mehr.

    Berglen erforscht den eisigen Planeten weiter, ebenso wie seine Gefühle Kara gegenüber, und bewährt sich sogar in einem Kampf. Schöne Szenen. Der Tot von Kitaga bereitet mir noch etwas Kopfzerbrechen, zu oft ist vorher erwähnt worden das Arquila ihre eigenen Anweisungen zu haben scheint. Und Kitaga hat sich als Zweiflerin an der roten Familie erwiesen, das lässt Spekulationen über ihr Ableben aufkommen.

    Auf der ESOX wird auch in diesem Kapitel wieder alles was geht von Aneste benutzt um ihr Ziel voran zu treiben. Und ihr Bruder beginnt mehr und mehr an ihr zu zweifeln und das ganze als Fanatismus zu sehen. Eine sehr spannende Entwicklung bei der ich noch den großen Knall erwarte. Auch das Dreieck Kara, Zegato und Berglen birgt noch viel Potential, nicht nur persönliches sondern auch weitreichenderes.

    Momentan sind eigentlich nur die SQUID, bzw deren Fähre, und die ESOX Bühne des Geschehens, das treibt die Handlung auch gut voran.

    Die Sphäre hat sich zu Teilen erklärt, und das Ergebnis find ich ziemlich erschreckend, auch wenn ich es vorher bereits gefürchtet habe. Zusammen mit dem Speicherbild ist nun klar was mit den Menschen des Systems passiert ist (zumindest wohl mit den meisten). Sogar der Begriff "Speicherbild" wird in selbigem erklärt. Die weitere Kommunikation stell ich mir spannend vor. Aber ich bin mir noch nicht sicher ob die Menschen bereit sind etwas zu "tauschen" was die Sphäre brauchen kann. Da fallen mir mom nämlich nur zwei "Sachen" ein, die ESOX oder die Speicherkapazitäten deren Bewohner. Für Xeramel bietet die Sphäre bestimmt eine Möglichkeit bzw Aufgabe. Und auch für die Befreier könnte das Imago Projekt eine Antwort sein, aber wir werden sehen.

    Ausserdem bin ich gespannt wie die Speicherbilder weiter gehen, jetzt nachdem die Perspektive körperlos wird. Wie sieht die Existenz (nicht das Leben) als Imago aus.

    Ich mag das Buch sehr, und habe hier auf der Hälfte das Gefühl das eigentlich das Ende ziemlich nah sein müsste, aber andererseits ganz viel noch nicht erzählt wurde.

    Bei den Personen hab ich interessanterweise keine Präferenz, sie gefallen mir alle auf ihre Weise, aber die Handlung beschäftigt mich.

    Ich hoffe die zweite Hälfte hält den Spannungsbogen um das ganze zu einem runden Ende zu bringen, bei dem ich dann hoffentlich immer noch nicht vom Buch los gelassen werde. Das klingt jetzt vielleich sehr indifferent, aber ich habe einfach das Gefühl keine Figur separieren zu wollen, da alles so wunderbar ineinander greift.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Schleier wird immer mehr zur Action-Komponente im Roman. Das macht aber Spaß. Eine gute Abwechslung zu den charakterbezogenen anderen Abschnitten.


    "Berglen ist verliehiebt!", möchte man in der ersten Szene singen. Sehr hübsch geschildert, wie er versucht, sich gegenüber Kara zu präsentieren. Und wie ihn der Satz "Zegato hilft mir" stört.

    Ich vermute, da finden noch zwei zueinander. Bleibt die Frage, was mit Zegato dann passiert.

    Dieser scheint sich ja ein wenig von seiner Schwester zu entfernen. Er wirkt reflektierter. Er denkt über die Befreier und deren Rückhalt in der Bevökerung nach. Es wurde bislang noch nicht thematisiert, welcher Anteil an der Bevölkerung der ESOX wirklich diesen aktiven Kampf gegen die Eindringlinge befürwortet. Oder welcher Anteil ihn zumindest toleriert oder sogar ablehnt. Zegato überlegt auch, ob das frühere Dasein vor dem Bürgerkrieg wirklich erstrebenswert ist.

    Fraglich ist, ob er diese Gedanken früher auch schon hatte oder ob die Beziehung mit Kara diese getriggert hatten. Möglicherweise eine Mischung aus beidem.

    Ich bin gespannt, wie sich diese Figur noch entwickelt und welche Rolle sie im weiteren spielt. Die des Vermittlers zwischen den Welten? Oder wird er die Befreier verraten und sich gegen sie stellen, weil Kara in Gefahr gerät. Und dabei umkommen (er wäre ja nicht der erste, den der Autor... :()?


    Aneste ist ein Quell der Diskussion in dieser Runde. Ich finde es hochinteressant, dass die Wahrnehmung dieser Figur so ambivalent ist. Und sie ist vielschichtig ohne jede Frage und jeder Leser wird durch einen anderen Aspekt an ihr angesprochen.


    Im Zusammenhang mit der Sphäre erklärt sich einiges. Und auch die Frage von Robert Corvus nach den Bedürfnissen von Geistesinhalten in einem Computer findet nun ihre Grundlage. Zumindest dürften die konkurrierenden Programme den "ausgelesenen" Menschen entsprechen. Und sie kämpfen um Prozessorzeit und Speicherplatz. Kam da der Informatiker durch?

    Ich hatte zwar über die Bedürfnisse nachgedacht, aber auf diese - auch so naheliegende - Antwort kam ich nicht. Die Idee begeistert mich schier!

    Die Menschen können also tatsächlich ein Abbild ihrer selbst in das Imago-Projekt laden und dort agieren.

    Für Xeramel bietet die Sphäre bestimmt eine Möglichkeit bzw Aufgabe. Und auch für die Befreier könnte das Imago Projekt eine Antwort sein, aber wir werden sehen.

    Das war auch meine spontante Idee.

    Aber kaum ist eine Frage beantwortet, taucht schon die nächste auf. Es gibt Rebellen in der Sphäre. Also Imagos, die nicht mir dem Status Quo einverstanden sind. Könnten das die Menschen sein, die dem Imago-Projekt kritisch gegenüberstanden. Wurden sie "zwangshochgeladen", weil es der Mehrheit sinnvoll erschien und suchen sie nun nach einer Möglichkeit, wieder körperlich zu werden?

    Das wäre eine paradoxe Situation, da die selbsternannten Rebellen der ESOX ja eigentlich computeraffin sind und die Vernetzung mit dem Rechner erstreben. Da ergäbe sich die Möglichkeit zum Tausch. Esoxer in die Spähre und von dort rematerialisierte Menschen auf das Schiff. Wie immer das auch vor sich gehen mag.


    Es wird Materieänderung auf moöekularer Ebene erwähnt. Permanente Kernfusion und -spaltung. Ich vermute, das ist die Weiterentwicklung der Codierung durch Molekülverschmelzung und -spaltung, die in Speicherbild fünf angesprochen ist. Also noch mehr Speicherdichte. Der nächste Schritt wäre dann ein entsprechender Mechanismus auf subatomarer Ebene. Umwandlung von Spins oder Quarks?

    Ausserdem bin ich gespannt wie die Speicherbilder weiter gehen, jetzt nachdem die Perspektive körperlos wird. Wie sieht die Existenz (nicht das Leben) als Imago aus.

    Da bin ich auch gespannt drauf. Ob es Leben ist oder nicht, ist ein weiterer Diskussionspunkt. Immerhin wurde Persönlichkeit, Geistesinhalt, Körperfunktionen komplett ausgelesen und gespeichert.

    Ich mag das Buch sehr, und habe hier auf der Hälfte das Gefühl das eigentlich das Ende ziemlich nah sein müsste, aber andererseits ganz viel noch nicht erzählt wurde.

    Mir gefällt es auch ausnehmend gut. Mein Gefühl ist aber eher, dass nun die Bühne bereitet ist und es jetzt eigentlich erst richtig los geht.


    Von den Figuren ist Aneste wie gesagt eine, die wegen ihrer das Publikum "spaltenden" Wirkung sehr spannend ist. Sie muss sehr differenziert betrachtet werden und ihre Taten, ihre persönliche Geschichte sowie die diese begründende Gesamtsituation des Schwarms beeinflussen die Sicht auf sie stetig.

    Für die zweite Hälfte ist für sie jegliche Bandbreite der Entwicklung drin, von Untergang bis zur Erlösung in der Sphäre.

    Berglen wirkt auf mich wie ein etwas distanzierter Kommentator der Ereignisse auf der SQUID, der erst außerhalb des Raumschiffs zur Aktivität erwacht. Ich mag diese Figur.

    Bei Kara erwarte ich, dass sie ein wenig mehr in den Vordergrund tritt. Schließlich wird sie laut Rückentext auf ihre härteste Probe gestellt...

  • Zitat

    Esoxer in die Spähre und von dort rematerialisierte Menschen auf das Schiff. Wie immer das auch vor sich gehen mag.

    So weit hatte ich noch gar nicht gedacht, sehr interessante Idee. Mein Gedanke war bisher "nur" die die es wollen in die Sphäre einzulesen, und Imagos die raus wollen in den Schiffssystemen mitzunehmen. Aber ein direkter Tausch wäre natürlich auch interessant.... Noch mehr Möglichkeiten....

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich finde das Buch bisher sehr gelungen und es macht mir extrem viel Spaß es zu lesen. Ich empfinde regelrechte Vorfreude, wenn ich weiß, dass ich bald weiterlese.
    Ich denke auch, dass so eine Art Austausch stattfinden könnte. Oder sonst kann man den wirklich harten Kern der Befreier, wie z.B. Aneste ja auch einfach "abgeben" an die Sphäre. Denn in meinen Augen, ist das ja auch genau das, was sie erreichen möchte bzw. sogar noch die Erweiterung ihrer Ziele, da diese Sphäre ja noch einmal eine deutlich stärkere Entwicklung des Supercomputers auf der ESOX darstellt. Somit wäre beiden Parteien gedient, da der Schwarm die Rebellen so loswird.

  • Es hat Spaß gemacht, mit Berglen und den anderen auf den Spuren der menschlichen Kolonie zu sein. Es ist niedlich, das Kara ihm nicht aus dem Kopf geht. Auch die Actionsequenz war spannend (und schmerzhaft).

    Beim Thema Eisplanet sind meine Gedanken etwas abgedriftet, und zwar zu Grauwacht. Wäre es möglich, dass der Schwarm sich mal in jenes Planetensystem verirrt?

    Ich habe das Gefühl, dass von der Sphäre wenig gutes Ausgeht. Wenn des Computersystem wie im Speicherbild angedeutet viele Imagos beinhaltet, suchen die einen Körper? Und ginge das nur mit Esoxianern, oder mit allen Menschen?

    Den Abnabelungsprozess von Zegato kann ich nachvollziehen, seine Schwester ist ja echt ein eiskaltes Biest. Die wird auch vor ihrem Bruder nicht halt machen.


    Zitat

    Wie gefällt Euch der Roman bislang?

    Ich freue mich, mehr aus diesem Universum zu lesen, und freue mich über mehr Infos über die Vergangenheit. da gäbe es noch viel zu berichten.

    Zitat

    Welche Motive interessieren Euch besonders, welche Figuren beschäftigen Euch?

    Das Motiv des Imago-Projekts und das der Squid.

    Zitat

    Und was erwartet Ihr Euch von der zweiten Hälfte?

    Besonders interessiert mich, wie es mit der Squid und der Roten Familie weitergeht. Und ob Kara erfolgreich ist.

  • Und Kitaga hat sich als Zweiflerin an der roten Familie erwiesen, das lässt Spekulationen über ihr Ableben aufkommen.

    Tja, was denkt Ihr? Hat Arquila einen Auftrag ausgeführt, der sich auf Kitagas Ableben bezieht? Einiges scheint ja dafür zu sprechen - aber es gibt auch einen gewichtigen Grund dagegen ...


    Es wurde bislang noch nicht thematisiert, welcher Anteil an der Bevölkerung der ESOX wirklich diesen aktiven Kampf gegen die Eindringlinge befürwortet.

    Ich glaube, das ist in unserer realen Welt auch ein immenses Problem. Wer alles behauptet, für "die schweigende Mehrheit" zu sprechen ... :rolleyes:


    Aneste ist ein Quell der Diskussion in dieser Runde. Ich finde es hochinteressant, dass die Wahrnehmung dieser Figur so ambivalent ist.

    Ich auch. Das macht mir beim Mitlesen richtig Spaß. :jakka:


    Kam da der Informatiker durch?

    Ja. :) Ich finde schade, dass ähnliche Konstrukte wie meine Imagos nahezu immer so beschrieben werden, dass sie in einer Simulation der Welt leben, die sie als Menschen gekannt haben. Nicht, dass das uninteressant wäre. Wenn es gut beschrieben wird, ist es eine faszinierende Lektüre. Es ist aber sehr oft dasselbe Schema. Dabei gibt es so viele weitergehende Entwicklungsmöglichkeiten ...


    Es gibt Rebellen in der Sphäre.

    Auch da rate ich, noch ein bisschen abzuwarten, bis mehr über die Sphäre und ihre Bewohner bekannt ist. An dieser Stelle nur so viel: Es ist hochproblematisch, unsere Begrifflichkeiten, wie "Rebellen", auf diese Existenzformen anzuwenden ... Sie sind sehr anders.

    Ausserdem bin ich gespannt wie die Speicherbilder weiter gehen, jetzt nachdem die Perspektive körperlos wird. Wie sieht die Existenz (nicht das Leben) als Imago aus.

    Da bin ich auch gespannt drauf. Ob es Leben ist oder nicht, ist ein weiterer Diskussionspunkt. Immerhin wurde Persönlichkeit, Geistesinhalt, Körperfunktionen komplett ausgelesen und gespeichert.

    Das ist so etwas wie die übergeordnete Frage, die über allem schwebt: Was macht einen Menschen zu einem Menschen - und an welchem Punkt endet das Menschsein und wird zu etwas anderem? Das wird ja mit Bezug auf die ESOX und auf die SQUID bereits diskutiert, und die Sphäre stellt diese Frage ebenfalls.

    Beim Thema Eisplanet sind meine Gedanken etwas abgedriftet, und zwar zu Grauwacht. Wäre es möglich, dass der Schwarm sich mal in jenes Planetensystem verirrt?

    In beiden Romanen gelten grundsätzlich die uns bekannten Naturgesetze. Von daher könnten sie im selben Universum spielen.

    Ich hoffe die zweite Hälfte hält den Spannungsbogen um das ganze zu einem runden Ende zu bringen,

    Mein Gefühl ist aber eher, dass nun die Bühne bereitet ist und es jetzt eigentlich erst richtig los geht.

    Lokoshans Gefühl ist meine Hoffnung.

    Ich hätte diese Geschichte in der zweiten Hälfte recht konventionell zu Ende bringen können - alle Zutaten dafür liegen auf dem Tisch. Aber das habe ich nicht getan. Ich lade Euch ein auf eine Reise an die Grenze dessen, was ich mir vorstellen kann ...

    Ich mag das Buch sehr,

    Mir gefällt es auch ausnehmend gut.

    :freu::freu:

  • Robert Corvus schrieb:

    Ich hätte diese Geschichte in der zweiten Hälfte recht konventionell zu Ende bringen können - alle Zutaten dafür liegen auf dem Tisch. Aber das habe ich nicht getan. Ich lade Euch ein auf eine Reise an die Grenze dessen, was ich mir vorstellen kann ...

    da bin ich jetzt gespannt. Ich mag unkonventionelles Denkem.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Die Expedition hat mir gut gefallen. Solche Szenen liebe ich. Belustigt hat mich ein wenig die Verliebtheit von Berglen. Ich befürchte allerdings, dass er sich da die falsche Herzdame ausgesucht hat. Und die Spinnen mit Hüten auf dem Kopf fand ich schon spannend. Schade, dass Kitaga nicht überlebt hat. Als Figur fand ich sie ganz interessant und hätte vielleicht noch ein wenig Spannung rein gebracht. Ich bin sehr zwiegespalten, ob Arquila da nachgeholfen hat. Augenscheinlich könnte man das meinen. Das wäre aber irgendwie zu einfach.


    Aneste, Zegato und Xeramel kommunizieren nun mit der Sphäre. Dabei scheint Xeramel wohl eher der Schlüssel dazu zu sein. Interessant fand ich, dass es dort wohl ebenfalls "Rebellen" gibt, die wohl nicht so ganz mit ihrer derzeitigen Lebensform einverstanden sind.


    Ich finde es schon mutig, ohne zu wissen, was die Sphäre genau ist, mit einigen Fähren loszuziehen, um die Tanks aufzufüllen. Aber sie hatten vermutlich auch eine andere Wahl. Der Schwarm kommt ja sonst nicht mehr so einfach weg.


    Das Imago-Projekt ist tatsächlich ein wenig lebendig, auch wenn es keine Körper mehr gibt. Ich finde das schon ein wenig gruselig, einen Menschen Schicht für Schicht auszulesen, die Informationen abzuspeichern und den Körper sterben zu lassen. Wird der Geist dann nicht immer mehr zu einer Maschine? Gehört Körperlichkeit nicht auch irgendwie zum Menschsein dazu?

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Wie gefällt Euch der Roman bislang?

    Welche Motive interessieren Euch besonders, welche Figuren beschäftigen Euch?

    Und was erwartet Ihr Euch von der zweiten Hälfte?

    Mir gefällt der Roman sehr gut, NOCH besser als "Feuer der Leere", bis jetzt zumindest.


    Die grundlegenden philosophischen Gedanken zum Mensch sein beschäftigen mich schon sehr. Aber auch die Intoleranz und fehlende Reflektionen der Menschen stimmen mich nachdenklich. Der Mensch lernt einfach nicht dazu und wird weiser, egal wie alt er wird.


    Kara gefällt mir tatsächlich ganz gut. Die 2. Chance hat bei mir gefruchtet. Berglen mag ich auch irgendwie.


    Aneste ist für mich nach wie vor eine gefährliche Fanatikerin und Verbrecherin, was für mich nichts mehr mit Freiheitskampf zu tun hat. Ich befürchte da das Schlimmste und hoffe ein wenig darauf, dass ihr Bruder sie stoppen kann, bevor es zu viele Opfer gibt und sie sich in ihrem Kampf gänzlich verliert.

    Auch das Dreieck Kara, Zegato und Berglen birgt noch viel Potential, nicht nur persönliches sondern auch weitreichenderes.

    Oh ja, da erwarte ich auch noch einiges.

    Es gibt Rebellen in der Sphäre. Also Imagos, die nicht mir dem Status Quo einverstanden sind. Könnten das die Menschen sein, die dem Imago-Projekt kritisch gegenüberstanden. Wurden sie "zwangshochgeladen", weil es der Mehrheit sinnvoll erschien und suchen sie nun nach einer Möglichkeit, wieder körperlich zu werden?

    "Zangshochgeladen", ja das ist durchaus möglich. Wenn die Masse dabei mitmacht und es nur noch wenige gibt, die an ihrem floddrigen Körper hängen, kann es durchaus sein, dass man die Letzten zu ihrem Glück zwingt. Minderheiten sind ja nie gerne gesehen, heute nicht und in der Zukunft sicherlich auch nicht. Die Menschheit wird ja nicht klüger, nur weil sie schon länger existiert.


    Ich stelle mir gerade vor, dass Aneste auf diese Rebellen große Hoffnungen hegt, diese aber eigentlich genau das Gegenteil von dem wollen, wofür Aneste brennt. Dann hätte sie mit faulen Eiern gehandelt.


    Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ob es Korol und Saundra noch gibt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Der Schwarm kommt ja sonst nicht mehr so einfach weg.

    ... und das wird zu einem echten Problem, weil es in diesem System keinen Himmelskörper gibt, auf dem man Lebensmittel anbauen könnte.


    Gehört Körperlichkeit nicht auch irgendwie zum Menschsein dazu?

    HA! Da bringst Du die entscheidende Frage in die Leserunde ein.


    Kara gefällt mir tatsächlich ganz gut. Die 2. Chance hat bei mir gefruchtet.

    Das freut mich für Kara. :)


    Mir gefällt der Roman sehr gut,

    :freu:

  • Ach, Berglen ist eifersüchtig auf Zegato :totlach:


    Aneste kann in diesem Abschnitt auch keine Pluspunkte bei mir mehr sammeln. Mir gefällt es nicht, dass sie Xeramel wie ein Ding behandelt. Und ihr Fanatismus eh nicht. Zegato ist gemäßigter und weitsichtiger als seine Schwester. Er hinterfragt durchaus, ob es wirklich so günstig ist, von einem Computer gesteuert zu werden und ob nicht die meisten Esoxer vielleicht zufrieden sind, so wie es ist. Er hält es ja sogar für möglich, dass außer ihm und Aneste kaum noch jemand von den Rebellen übrig ist. Ich kann sehr gut verstehen, dass Zegato darauf besteht, dass seine Schwester nicht mehr die zweite Zünderin seiner Gehirnzerstörungsvorrichtung ist - das ist ein klares Misstrauen.


    Anestes Fanatismus zeigt sich auch darin, dass sie bereit ist, mit den neuen Verbündeten zusammenzuarbeiten, ohne zu hinterfragen, welche Ziele sie verfolgen. Hauptsache, sie erreicht ihr eigenes Ziel. Auf die Idee, dass die Verbündeten sie vielleicht belügen, um die Esox und die Rebellen für ihre Zwecke einzuspannen, kommt sie gar nicht.


    Dass die Programme der Sphäre untereinander in Konkurrenz stehen, und zwar um Speicherplätze, hat mich ziemlich überrascht. Zegato hat den Eindruck, dass sie "lebendig" sind und nach dem 6. Speicherbild wissen wir, dass es genügend Menschen wie Iljow gab, die ihren Körper verlassen haben, um als Datenspeicher im Netz weiterzuleben. Ein Abbild, ein Imago. Ich vermute, die ganze Sphäre besteht aus solchen Imagos - und sie zeigen ein durchaus menschliches Verhalten, wenn sie untereinander in Konkurrenz stehen. Also doch nicht alles heile Welt auf Noraste.


    Den Planeten, den Berglen erforscht, könnte doch einer der Planeten sein, die seinerzeit demontiert (Erz) wurden, um als "Nahrung" für das planetengroße Gehirn zu dienen. Aber war damals nicht die Rede davon, dass diese Planeten eigentlich unbewohnt waren?


    Wo zum Geier kommen plötzlich diese Spinnenroboter her. Der Angriff auf Berglen war ja schaurig und die Vorstellung, irgendwelches ausgehärtetes Metall an den Rippen kleben zu haben, ist nicht gerade sehr erbaulich :o

    Kitaga hat es aber nicht überlebt - kam Arquila zu spät oder hat sie bei dem Tod der Zoelikerin nachgeholfen?


    Saundra hat sich also damals Kiemen einsetzen lassen, um sämtliche Tauchparadiese bereisen zu können? Also, ich muss sagen, dass wäre eine Optimierung, die ich mir ebenfalls ernsthaft überlegen würde :totlach:

  • Der Tot von Kitaga bereitet mir noch etwas Kopfzerbrechen, zu oft ist vorher erwähnt worden das Arquila ihre eigenen Anweisungen zu haben scheint. Und Kitaga hat sich als Zweiflerin an der roten Familie erwiesen, das lässt Spekulationen über ihr Ableben aufkommen.

    Ja, man könnte beinahe den Eindruck bekommen, dass Arquila vielleicht den Auftrag von der Roten Familie bekommen hat, ein Auge auf Kitaga zu haben.

    Da fallen mir mom nämlich nur zwei "Sachen" ein, die ESOX oder die Speicherkapazitäten deren Bewohner.

    Das finde ich im Moment auch am plausibelsten. Und am meisten hätten sie davon, wenn die Esoxer dabei draufgehen würden, nicht dass sie auch noch als Imagos hochgeladen werden und dann den kostbaren Speicherplatz selber belegen.

    Es gibt Rebellen in der Sphäre. Also Imagos, die nicht mir dem Status Quo einverstanden sind. Könnten das die Menschen sein, die dem Imago-Projekt kritisch gegenüberstanden.

    Das hatte ich auch überlegt, ob es dabei um die Minderheit aus den Reservaten handeln könnte. Interessant wäre auch zu wissen, wie sich die Sphären-Rebellen überhaupt definieren, aber das interessiert Aneste ja leider nicht.

    Da ergäbe sich die Möglichkeit zum Tausch. Esoxer in die Spähre und von dort rematerialisierte Menschen auf das Schiff. Wie immer das auch vor sich gehen mag.

    ... und die Sphäre beherrscht dann die Esox - von wegen Freiheit für Schiff und Bewohner. Und ich glaube nicht, dass die Esoxer davon so angetan wären, wenn sie ihren Körper aufgeben müssten, auch wenn das quasi Unsterblichkeit bedeutet.

    Auch da rate ich, noch ein bisschen abzuwarten, bis mehr über die Sphäre und ihre Bewohner bekannt ist. An dieser Stelle nur so viel: Es ist hochproblematisch, unsere Begrifflichkeiten, wie "Rebellen", auf diese Existenzformen anzuwenden ... Sie sind sehr anders.

    Genau, Aneste setzt die Sphären-Rebellen mit ihrer eigenen Organisation gleich, das ist etwas arg kurzsichtig.

    Gehört Körperlichkeit nicht auch irgendwie zum Menschsein dazu?

    Das sehe ich genauso. Körperliche Mutationen ist das Eine, aber der vollständige Verlust des Körpers ist etwas anderes. Kann ich denn den Charakter, die "Seele" des Menschen überhaupt auf einen Prozessor laden?

    Wenn die Masse dabei mitmacht und es nur noch wenige gibt, die an ihrem floddrigen Körper hängen, kann es durchaus sein, dass man die Letzten zu ihrem Glück zwingt.

    Durchaus möglich.

    Mir gefällt der Roman sehr gut, NOCH besser als "Feuer der Leere", bis jetzt zumindest.

    Ich muss gestehen, mir geht es ebenso.

  • Welche Motive interessieren Euch besonders, welche Figuren beschäftigen Euch?

    Und was erwartet Ihr Euch von der zweiten Hälfte?

    Besonders interessiert mich, was sich hinter der aktuellen Sphäre genau steckt, welche Ziele sie verfolgt. Ob sie für die Waffen im Rotraum verantwortlich ist.

    Was wird mit der ESOX geschehen?


    Im Moment beschäftigen mich am meisten Berglen, Zegato und Aneste, welches Unheil die Letztere mit ihrem Fanatismus noch anrichten wird. Und natürlich welche Rolle Kara noch spielen wird.

  • Anestes Fanatismus zeigt sich auch darin, dass sie bereit ist, mit den neuen Verbündeten zusammenzuarbeiten, ohne zu hinterfragen, welche Ziele sie verfolgen.

    Das könnte die gefährlichste Entscheidung ihres Lebens sein - aber auch diejenige, die die größte Chance bietet ...


    Dass die Programme der Sphäre untereinander in Konkurrenz stehen, und zwar um Speicherplätze, hat mich ziemlich überrascht.

    "Ökonomie" ist die Lehre vom effizienten Einsatz knapper Güter. Das kann Wertschöpfung (= Geld) sein, aber auch Zeit oder eben alles andere, was knapp ist. In der Natur finden wir das überall - Pflanzen etwa konkurrieren um Sonnenlicht, wachsen empor und stellen andere in den Schatten ... Und die Sphäre hat ihre eigene Form von Ökonomie.


    Den Planeten, den Berglen erforscht, könnte doch einer der Planeten sein, die seinerzeit demontiert (Erz) wurden, um als "Nahrung" für das planetengroße Gehirn zu dienen.

    Dann gäbe es ihn nicht mehr: Diese Planeten werden komplett "weggebaggert" und die gesamte Materie wird als Material für den Supercomputer verwendet.


    Kann ich denn den Charakter, die "Seele" des Menschen überhaupt auf einen Prozessor laden?

    Um diese Frage beantworten zu können, müsste man wissen, was die Seele überhaupt ist (manche bestreiten ja sogar, dass es sie überhaupt gibt).

    Der Charakter andererseits hat zumindest eine Verbindung zum Körper: Deswegen kann man den Körper mit Substanzen füttern, die den Charakter zumindest kurzfristig beeinflussen - beispielsweise Alkohol. Betrunken agieren viele Menschen ganz anders als nüchtern.

  • Die Szenen mit Berglen sind wirklich spannend. Ob Kitara Opfer der Spinnenroboter wurde oder hat da jemand nachgeholfen, ich bin mir nicht sicher. Berglen hat ja einiges abbekommen, fies, wie sich das flüssige Metall in seinen Anzug gefressen hat.


    Aneste ist abstossend. Sie behandelt Xeramel wie ein Gerät zur Kontaktaufnahme mit der Sphäre. Kein Wunder, dass Zegato nicht mehr will, dass sie die Verantwortung hat, sein Gehirn bei Bedarf zu zerstören.

    Ich kann sehr gut verstehen, dass Zegato darauf besteht, dass seine Schwester nicht mehr die zweite Zünderin seiner Gehirnzerstörungsvorrichtung ist - das ist ein klares Misstrauen.

    Ich auch, aber die Anwendung der Nanobots ist offensichtlich keinen Regularien unterworfen. Aneste könnte die Dinger auf Zegato loslassen ohne dass er etwas davon bemerkt.


    Und Berglen hat sich in Kara verguckt, na hoffentlich wird etwas daraus.


    Aneste finde ich gerade ziemlich überflüssig, ich hoffe, sie ist bald weg. Zegato hält zunehmend Abstand von ihr, gut so.


    Iljow lässt sich also auslesen. ich denke nicht, dass man als Imago genauso wird wie als Original. Empfindungen kann man nirgendwo auslesen und dann im Anschluss woanders abbilden :horac:


    Anestes Fanatismus zeigt sich auch darin, dass sie bereit ist, mit den neuen Verbündeten zusammenzuarbeiten, ohne zu hinterfragen, welche Ziele sie verfolgen.

    Stimmt, Hauptsache es sind Rebellen, alles andere ist für sie zweitrangig.


    Saundra hat sich also damals Kiemen einsetzen lassen, um sämtliche Tauchparadiese bereisen zu können? Also, ich muss sagen, dass wäre eine Optimierung, die ich mir ebenfalls ernsthaft überlegen würde

    :wegrenn:

  • Sie behandelt Xeramel wie ein Gerät zur Kontaktaufnahme mit der Sphäre.

    Vielleicht ist das schlicht die andere Seite der Medaille: Wenn man Maschinen so aufwertet, dass man sie wie Menschen behandelt, dann wertet man im Gegenzug vielleicht Menschen so ab, dass man sie wie Maschinen behandelt ...


    Empfindungen kann man nirgendwo auslesen

    Das ist fraglich.

    Jede Empfindung hat auch eine messbare Entsprechung in der Körperlichkeit. Man kann im Gehirn sehen, welche Areale aktiv werden, wenn jemand wütend oder traurig oder glücklich ist. Man kann Baldrian nehmen, und das führt dazu, dass jemand, der vorher nervös und aufgeregt ist, ruhig wird. Das Umgekehrte erreicht man, wenn man jemandem Adrenalin spritzt. Man kann Alkohol trinken, und das verändert den Charakter. Das gilt für sehr viele Drogen.

    Was also gibt es, das man nicht im Körper finden, verorten und damit auch kopieren und in einem Computerabbild nachbauen kann?

    Die Frage ist rhetorisch, bei derzeitigem Stand der Wissenschaft kann sie niemand beantworten. Wir verstehen immer besser, wie Körper und Geist zusammenhängen - aber so weit, dass man wirklich so etwas Komplexes wie ein menschliches Gehirn 1:1 in einem Computer abbilden könnte, sind wir noch lange nicht. Es ist gut möglich, dass man auf dem Weg dorthin tatsächlich auf etwas stößt, das nichts mit Körperlichkeit zu tun hat, wie wir sie verstehen.

  • Das sehe ich genauso. Körperliche Mutationen ist das Eine, aber der vollständige Verlust des Körpers ist etwas anderes. Kann ich denn den Charakter, die "Seele" des Menschen überhaupt auf einen Prozessor laden?

    Bei körperlichen Mutationen stellt sich schon irgendwann die Frage, ob das was nun vor einem steht, noch ein Mensch ist oder nicht. Die Rote Familie ist ja ein Beispiel dafür.


    Die Frage nach der Seele ist in der Tat sehr schwer zu beantworten. Aber ich kann mir vorstellen, dass ein vollständiges Auslesen des Körpers inclusive seiner Prozesse auch den Charakte mitkopiert. Dieser ist zumindest teilweise von Körperaktionen beeinflusst, z.B. der Choleriker, der seinen Adrenalinausstoß entsprechend nach außen zeigt.

Anstehende Termine

  1. Dienstag, 10. Juli 2018, 21:40 - Dienstag, 24. Juli 2018, 22:40

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 13. Juli 2018 - Sonntag, 29. Juli 2018

    Caren

  3. Freitag, 27. Juli 2018, 21:43 - Sonntag, 12. August 2018, 22:43

    JanaBabsi

  4. Freitag, 27. Juli 2018, 21:43 - Sonntag, 12. August 2018, 22:43

    odenwaldcollies