06: Seite 239 - Seite 282 (Kap. 6 + Sechstes Speicherbild)

  • Blöd so hinterher zu hinken, aber leider schaffe ich zur Zeit das Posten nicht und ich traue michnicht weiter zu lesen, weil ich dann alles vermische. Jetzt zum Beispiel konnte ich mich nicht beherrschen und habe schon weiter gelesen. Nun muss ich aufpassen im richtigen Abschnitt zu bleiben. Aber ich habe noch nicht viel weiter gelesen, obwohl es wirklich schwer war sich zu disziplinieren.


    100 Jahre Einsamkeit. xD

    Gibt es das wirklich, dass dieses Buch, was in meiner Studienzeit rum ging und eines der wichtigsten Bücher war, auch hier auftaucht? Ich weiß nicht wie oft ich es verschenkt habe. Lang lang ist's her...



    Spannend bleibt es und leider wird Aneste zunehmend unsympathisch. Die eigenen Leute so zu behandeln ist einfach das Letzte. Ihre Sicht auf Xeramel und auch auf ihren Bruder. Sie soll also hier die absolute Fanatikerin sein. Schade. Ihr Ziel kann ich verstehen und ich kann auch einige Mittel verstehen, wenn man einfach nicht gehört wird, aber die Menschenverachtung, die so aus ihr spricht ist doch leider weit weg. Zegato sieht das, aber er ist auch machtlos.

    Dazu kommt, dass sie in ihrem Fanatismus so weit geht nicht nachzudenken, was die "Rebellen" wollen könnten. Mein erster Gedanke war, dass es vielleicht eine Gruppe in der Sphäre ist, die so eine Art Tötung auf Verlangen versucht. Sie sehen, dass die Menschen gewaltbereit sind und wissen wie sie reagieren werden, wenn sie angegriffen werden. Nun finden sie Verbündete, die das tun. Vielleicht ist es eine Gruppe, die dieses Leben in der virtuellen Welt nicht mehr führen will, aber es gibt kein zurück? Es könnten ja auch Fanatiker sein? Da ist dann die Frage, können in einem Computer integrierte Individuen fanatisch werden? Können sie rebellieren?

    Ich glaube eigentlich nicht, dass es um Ressourcen geht, davon dürfte genug da sein. Es könnte aber auch einfach Langeweile sein? Vielleicht ein paar Verteidigungsprogrammindividuen, die sich langweilen? :)


    Die Expedition auf den Planeten war spannend. Es hat mich an mein Lieblingscomputerspiel erinnert "Myst" eine fremde Welt, keine Erklärungen, keine Übersetzer und man weiß nicht, was passiert, wenn man auf einen Knopf drückt.

    Manchmal funktionieren dann automatische Verteidigungsmaschinen noch. Das denke ich jedenfalls waren diese "Spinnen". Warum immer Spinnen, vielleicht weil die meisten Menschen eine angeborene Arachnophobie haben, weil Spinnen uns im Überlebenskampf genauso überlegen sind, wie die andere Spezies, die Ratten. Also gruselt es den meisten Menschen vor Spinnen und sie sind deshalb gern eingebaut, um den Leser zu schocken, ja?


    Aber vermutlich nur, weil es für Roboter einfacher ist auf acht Beinen zu laufen als auf zweien (das soll angeblich immernoch ein Problem sein). Dazu kugelige Körper, die ja auch wieder aus technischen gründen diese Form haben und schon sehen sie aus wie Spinnen.


    Ich dachte wirklich, Bergelen wird geopfert, damit Zegato freie Bahn hat. Bernd traue ich solche Opfer ja zu, aber er ist wohl zu wichtig als denkender und zweifelnder in der Hirarchie der roten Familie am nächsten stehender Charakter. Ich mag ihn auch und er gewinnt immer mehr an Profil.

    Was ist Ugrôns Wille. Nach wie vor glaube ich nicht, das irgendetwas, was die Menschen untereinander machen, die Mutter angeht. Sie spielt mit den Menschen und auch Ugrôn meint, sie sei einsam. Deshalb denke ich die rote Familie ist viel wichtiger in der Machtausübung. Ugrôn war mir vor seiner Verwandlung sympathisch. Er war auch ein Zweifler. Dass er etwas gegen die Zoeliker hat, kann ich sehr gut verstehen. Es macht den Eindruck, als wolle er für alle an Bord gleichberechtigte Verhältnisse einführen und da hat er in dieser Religion einen starken Gegner. Ich hoffe mal, dass er nicht hinter dem Mord an Kitaga steckt, wenn es denn einer war, was aber sehr logisch klingt. Ich würde mich sehr freuen, wenn er dies sogar missbilligen würde.

  • Zum Speicherbild. Ich denke ja, dass man einen Menschen irgendwann wirklich als Programm in einen Computer schicken kann. Da ich keine gute Vorstellung davon habe, mache ich das wie in Filmen, ich stelle mir das Programm als Person vor. Grenzenlose Freiheit, wäre es aber nur, wenn die Ressourcen allen zur Verfügung stehen. Aus den Ausführungen von Bernd entnehme ich, dass dies nicht so ist, dass auch die Programme um Energie konkurrieren. Bei der Menge an Energie dachte ich nicht mehr, dass dies notwendig sei. Aber, obwohl ich denke Korol zu verstehen, tut er mir gleichzeitig leid. Er ist ein einsamer Mensch trotz all dieser Verbindungen. Die Tochter kann er sich vermutlich als Programm zum Leben erwecken, aber ist das gleich? Er wird ja wissen, dass es nicht wirklich seine Tochter ist und schließlich begann all die Entfremdung von Liebe und Nähe am Tod seiner Tochter. Er scheint seine Frau noch zu lieben, wenn er sie so in Erinnerung behalten will, wie sie war, als sie noch ein gemeinsames Leben hatten und doch kann er sich nicht für sie entscheiden. Ich bin sehr gespannt, ob er das findet, was er zu finden hofft, oder ob er sich nur einbildet, dass sein Ziel dort liegt. Ich denke da an "Stalker" Wissen wir, ob wir wirklich unsere Geheimsten Wünsche und Sehnsüchte kennen?

    Interessant, auch die Frau sucht ihre "Freiheit". Das Meer war ja schon immer ein Symbol für Freiheit. Auch sie gibt einen Teil ihres Menschseins auf und auch sie ist einsam, glaube ich , und sucht die Erfüllung in der Weite der Ozeane.

  • aber die Menschenverachtung, die so aus ihr spricht ist doch leider weit weg.

    Vielleicht kann man Aneste zugute halten, dass sie mit einer ähnlichen Fragestellung herausgefordert ist, wie wir als Leser. In Das Imago-Projekt geht es immer wieder um die Frage, wo das Menschsein endet. Aneste ist in einer Welt immenser intellektueller Möglichkeiten aufgewachsen, die ihr der Zentralcomputer geboten hat. Vielleicht ist es verständlich, wenn sie diejenigen verachtet, die sich mit dem dumpfen Langsam-Denken zufriedengeben, das ein biologisches Hirn ermöglicht?

    Da ist dann die Frage, können in einem Computer integrierte Individuen fanatisch werden?

    Ich sehe nichts, was dagegen spräche. Wenn sie eine Persönlichkeit haben, können sie alle edlen und alle weniger edlen Persönlichkeitsmerkmale ausprägen ...


    Ich glaube eigentlich nicht, dass es um Ressourcen geht, davon dürfte genug da sein.

    Möglicherweise ist das ein Trugschluss. Der Computer, an dem Du heute sitzt, hat die Leistung, die vor 40 Jahren ein komplettes Rechenzentrum hatte. Wenn man den Leuten damals gesagt hätte, was für eine Power ein Smartphone im Jahre 2018 haben würde, wären die in Ohnmacht gefallen. Aber jetzt, da wir mit diesen Geräten arbeiten, wissen wir, dass auch diese Ressourcen spürbare Grenzen haben - und wenn diese nur darin bestehen, dass ein gestreamter Film ab und zu einfriert ... Eine Problemstellung, die man sich 1980 noch gar nicht ausmalen konnte, aber wir nehmen sie wahr.

    Warum immer Spinnen, vielleicht weil die meisten Menschen eine angeborene Arachnophobie haben, weil Spinnen uns im Überlebenskampf genauso überlegen sind

    Dazu habe ich mal eine witzige, aber durchaus plausible Theorie gehört: Wir sind die Nachkommen der Feiglinge! ^^ Die meisten Spinnen sind harmlos, aber ein paar sind eben ziemlich giftig. Diejenigen unserer Vorfahren, die Angst vor Spinnen hatten, sind sofort weggerannt, sobald etwas 8 Beine haben. Deswegen wurden sie nie von Spinnen gebissen, insbesondere nicht von den giftigen, und konnten ihre Gene weitergeben. Die etwas relaxteren unter unseren Vorfahren hatten keine Angst vor Spinnen, wurden ab und zu gebissen, und früher oder später war dann auch mal eine giftige dabei und sie sind gestorben, bevor sie ihr Angst-Gen-freies Erbgut hätten weitergeben können.

  • Vielleicht kann man Aneste zugute halten, dass sie mit einer ähnlichen Fragestellung herausgefordert ist, wie wir als Leser. In Das Imago-Projekt geht es immer wieder um die Frage, wo das Menschsein endet. Aneste ist in einer Welt immenser intellektueller Möglichkeiten aufgewachsen, die ihr der Zentralcomputer geboten hat. Vielleicht ist es verständlich, wenn sie diejenigen verachtet, die sich mit dem dumpfen Langsam-Denken zufriedengeben, das ein biologisches Hirn ermöglicht?

    Aber Xeramel ist ja näher an einem Computer dran als an den Menschen und verarbeitet Informationen schneller als Aneste

  • Vielleicht kann man Aneste zugute halten, dass sie mit einer ähnlichen Fragestellung herausgefordert ist, wie wir als Leser. In Das Imago-Projekt geht es immer wieder um die Frage, wo das Menschsein endet. Aneste ist in einer Welt immenser intellektueller Möglichkeiten aufgewachsen, die ihr der Zentralcomputer geboten hat. Vielleicht ist es verständlich, wenn sie diejenigen verachtet, die sich mit dem dumpfen Langsam-Denken zufriedengeben, das ein biologisches Hirn ermöglicht?

    Aber Xeramel ist ja näher an einem Computer dran als an den Menschen und verarbeitet Informationen schneller als Aneste

    Das stimmt, da ist Aneste inkonsequent.

  • Dazu habe ich mal eine witzige, aber durchaus plausible Theorie gehört: Wir sind die Nachkommen der Feiglinge! ^^ Die meisten Spinnen sind harmlos, aber ein paar sind eben ziemlich giftig. Diejenigen unserer Vorfahren, die Angst vor Spinnen hatten, sind sofort weggerannt, sobald etwas 8 Beine haben. Deswegen wurden sie nie von Spinnen gebissen, insbesondere nicht von den giftigen, und konnten ihre Gene weitergeben. Die etwas relaxteren unter unseren Vorfahren hatten keine Angst vor Spinnen, wurden ab und zu gebissen, und früher oder später war dann auch mal eine giftige dabei und sie sind gestorben, bevor sie ihr Angst-Gen-freies Erbgut hätten weitergeben können.

    Klingt pausibel. :lachen: Dann hab ich aber die Gene eines der wenigen überlebenden Relaxten bekommen, denn ich habe überhaupt kein Problem mit den Krabbeltierchen.

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • :lachen::lachen::lachen: Witzige Theorie. Bei mir haben sich die Angst-Gene dann wohl zum Teil durchgesetzt. Ich trage jede Spinne liebevoll ins Freie. Außer bei der Vogelspinne, da streike ich dann auch.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Dazu habe ich mal eine witzige, aber durchaus plausible Theorie gehört: Wir sind die Nachkommen der Feiglinge! ^^ Die meisten Spinnen sind harmlos, aber ein paar sind eben ziemlich giftig. Diejenigen unserer Vorfahren, die Angst vor Spinnen hatten, sind sofort weggerannt, sobald etwas 8 Beine haben. Deswegen wurden sie nie von Spinnen gebissen, insbesondere nicht von den giftigen, und konnten ihre Gene weitergeben. Die etwas relaxteren unter unseren Vorfahren hatten keine Angst vor Spinnen, wurden ab und zu gebissen, und früher oder später war dann auch mal eine giftige dabei und sie sind gestorben, bevor sie ihr Angst-Gen-freies Erbgut hätten weitergeben können.

    Klingt pausibel. :lachen: Dann hab ich aber die Gene eines der wenigen überlebenden Relaxten bekommen, denn ich habe überhaupt kein Problem mit den Krabbeltierchen.

    Ich gehöre auch zu denen, die dann nicht evtl. nicht mehr lange ihre Gene weitergeben können :totlach:

  • Ich hatte an der Uni im Nebenfach Psychologie und darunter tatsächlich auch ein Seminar zum Thema Angst besucht. Dort wurde Angst und Ängstlichkeit voneinander getrennt: Angst würde man erwerben, aber ein Mensch käme mit einem hohen oder niedrigen Grad an Ängstlichkeit auf die Welt.


    Was habe ich mich bei unserer Großen noch zusammengerissen und immer so getan, als würde es mich nicht weiter kümmern, wenn irgendwo wieder ein Viech in der Ecke hing oder sich sogar direkt vor meinen Augen abseilte. Dann kam sie in den Kindergarten. Und die Erzieher und anderen Kinder so: "IIIIIIeeeeehh!" --> Sie stellt sich jetzt noch mehr an als ich. :>

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