05: Seite 187 - Seite 238 (Kap. 5 + Fünftes Speicherbild)

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    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • In diesem Leseabschnitt versuche ich mich an dem Balanceakt, (hoffentlich) interessante Hintergrundinformationen zu liefern, ohne die Handlung auszubremsen. Da sind zum einen Ugrôns Ausführungen zur Gravitation und zum Interplanetarflug, der immer in Spiralen und Ellipsen verläuft, nie geradlinig, und zum anderen Iljows Erklärungen zur Codierung von Informationen, als die Schulklasse ihn besucht.

    Interessieren Euch solche "Informationshäppchen" - oder findet Ihr, sie gehören in ein Sachbuch und haben in einem Roman nichts verloren?

  • Ich finde dieser Balanceakt hat super geklappt. Es war in meinen Augen nicht übermäßig lang und auch gut verständlich erklärt. Vor allem die Codierung haben sie ja auch irgendwann schon einmal in einem ihrer Videos erklärt.

    Das Macro so schnell stirbt hat mich überrascht und Anestes Meinung noch einmal untermauert, die sie später in dem Kapitel ja auch noch einmal klarstellt. Sie und Kara sind ja quasi zwei Gegenpole. Während die eine ausschließlich auf Gewalt setzt, möchte die andere darauf komplett verzichten. Ich denke, dass Zegato im Laufe des Buches als Vermittler auftreten wird.

    Ich bin sehr gespannt, was es mit dem Planeten und der Sphäre noch auf sich.

  • Hmmm, ein sehr aufschlussreiches Kapitel.

    Aneste zeigt sich sehr unversöhnlich, und hasst mit Leidenschaft, aber man erfährt auch etwas darüber was sie vor 5 Jahren verloren hat. Das Zegato ihr Bruder ist hab ich überhaupt nicht kommen gesehen, es erklärt aber seine, im vorherigen Kapitel offenbarte, Verbindung zu den Befreiern. Erschreckend find ich wie weit die Befreier schon gekommen sind, und noch mehr wie weit sie im Extremfall zu gehen bereit sind, wenn sie sogar die anderen Schiffe "kontaminieren".

    Nun wissen wir auch was die SQUID entdeckt hat, und auch der Schwarm kennt nun den Planeten. Ich bin gespannt um welchen (Namen aus den Speicherbildern) es sich dabei handelt. Allerdings glaube ich nicht das unter dem Eis noch höheres leben ist. Schön find ich das Tethersystem mit den Kabeln, aber ich frage mich was von dort emittiert oder empfangen wird. Die Expedition und vor allem die Rettungsaktion haben auch wieder etwas Adrenalin in die Geschichte gebracht, was mir persönlich zu dem Zeitpunkt gut tat.

    Das Speicherbild mit der Schulklasse hat mur sehr gut gefallen, nur die Erwähnung von Reservaten hat mich innerlich zusammenzucken lassen. (Bin selber kein Technik Verweigerer, aber, so gut es geht, Datenknauser) Schmerzlich und schön war aber die Reaktion auf das Mädchen.

    Ich bin nach der Datenerklärung bereit vom Begriff Supercomputer weg und zu KI hin zu wechseln.

    Die Fakten Vermittlung war in diesem Abschnitt sehr flüssig und hat den Lesefluss kein bisschen gestört wie ich finde. Da gab es schwierigere Passagen im Buch.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Der Balanceakt hat funktioniert. Es war alles sehr gut eingebettet und auch nicht überbordend viel.

    Ich finde sowas ganz angenehm im Romantext, wenn es nicht zuviel wird. Es gibt ja auch Autoren, die sich daran ergötzen, möglichst viel recherchiertes Wissen in den Text zu packen. Das wird dann aber zäääääh....:argh:


    Aneste wird mir immer unsympathischer. Nicht nur, dass sie einfach mal den armen Macro killt, nein, auch ihrem Bruder gegenüber ist sie absolut biestig. Ich glaube, sie hat in den Bürgerkriegswirren echt einen ziemlichen Schlag abbekommen.

    Beim Gespräch mit Tervoil hat es mich ein wenig gegruselt. Ich wollte wirklich nicht als Fremder auf der ESOX sein. Quasi jeder kann ein Terrorist sein, der dich im nächsten Moment umbringt. Unwillkürlich fragt man sich, wer wohl der nächste sein wird.

    Dafür wird Karas aktuelles "Männerproblem" dadurch sozusagen gelöst (ich weiß, das ist zynisch) und sie kann wieder wechseln.

    Ein sehr feines Detail ist für mich das Schlafnetz. Das dürfte deutlich bequemer sein, als festgegurtet an einer Wand zu schlafen.

    Ich denke, dass Zegato im Laufe des Buches als Vermittler auftreten wird.

    Zegato scheint ja ein wenig gemäßigter zu sein als seine Schwester. Vielleicht kann er wirklich eine Mittlerrolle einnehmen. Das ist ein guter Gedanke.

    Dass bereits andere Schiffe infiziert wurden, um im Zweifelsfall in Geiselhaft genommen zu werden, zeigt wiederum, dass die Befreier zu allem bereit sind. Insbesondere zielt das auch auf die Zivilbevölkerung ab...


    Die Dunkelwelt ist ein neues mysteriöses Objekt in der ganzen Geschichte. Was hat es denn damit wieder auf sich?:spinnen:

    Und was machen die Riesenantennen? Ob das ein Aufzug in den Weltraum ist?

    Diese Szene hat richtig Laune gemacht. Ein Expeditionsteam auf einem unbekannten Planeten und das ausgerechnet von der SQUID. Die Besatzung der SQUID ist für mich vordergründig immer eine Ansammlung von Spirituellen. Dass es da auch noch andere gibt, muss ich mir mal öfter klar machen.

    Jedenfalls wird fleißig geforscht und untersucht und weil man ein wenig zu genau hinschauen will kommt es zur Katastrophe. Typisch Mensch, möchte man sagen. Neugierig mis zum äußersten. Sind die SQUID-Leute uns also doch noch nicht so fremd?


    An Bord der SQUID scheint sich ein Umbruch anzudeuten? Rila ändert die Regeln, man soll nach Fähigkeiten eingesetzt werden? Das ist ja geradezu revolutionär. 8o Ob Mutter davon weiß? Nimmt man an, dass die Rote Familie in ihrem Sinne agiert, dann ist das Mutter also recht. Und die Zoeliker haben in der Tat einen Machtverlust zu befürchten. Das wirft bei mir eben die Frage auf, ob denn die Zoeliker Mutters Willen immer richtig interpretiert haben. Vielleicht wollte/konnte Mutter auch gar nichts mitteilen und hat erst jetzt durch die Rote Familie einen Kanal, um Einfluss zu nehmen.

    Oder es ist genau andersherum und Rila kann wie Ugron Einfluss auf Mutter nehmen?


    Die Späre wird auch immer mysteriöser. Was sollen die Sendungen bedeuten?

    Die Schulklasse fand ich toll. Es gibt keine Lehrer mehr, sondern Betreuer. Das Lehren übernimmt individuell zugeschnitten der Computer. Wissen ist einfach abrufbar. Das empfinde ich jetzt gelegentlich schon so. Man muss nichts mehr lernen, weil man ja alles auch einfach auf Wikipedia nachlesen kann.

    Und doch scheint durch, dass das unmittelbare Erleben und Erfahren eine ganz andere Qualität mit sich bringt.

    Meine Vermutung, dass die Planeten zerlegt werden, um der Sphäre zugeführt zu werden, scheint sich zu bestätigen. Und es scheint sich um eine KI zu handeln. etwas das selbst denkt. Gleichzeitig verstehen die Menschen schon nicht mehr das was im Computer passiert. Alles unheimlich. Läuft die Sache doch auf eine KI-Singularität zu, wo am Ende die Menschen "entsorgt" werden?


    Das Speicherbild mit der Schulklasse hat mur sehr gut gefallen, nur die Erwähnung von Reservaten hat mich innerlich zusammenzucken lassen.

    Da bin ich auch erschrocken. Verweigerer werden weggesperrt, damit sie nicht stören.

  • Das Macro so schnell stirbt hat mich überrascht

    Das war eine dramaturgische Entscheidung, um der Figur Kara mehr Handlungsraum zu geben: Nun muss sie stärker agieren als zuvor, sie muss die Entscheidungen treffen, sie muss handeln.


    Das Zegato ihr Bruder ist hab ich überhaupt nicht kommen gesehen,

    :jakka: Vielleicht erinnert Ihr Euch an die erste Aneste-Szene, als Aneste ihrer Mutter versichert, ihr Sohn tue Gutes ...


    Die Expedition und vor allem die Rettungsaktion haben auch wieder etwas Adrenalin in die Geschichte gebracht, was mir persönlich zu dem Zeitpunkt gut tat.

    Das gehört zum Gerüst, über dem man den Roman ausbreitet: der Spannungsbogen. Ab und zu braucht eine Geschichte mal so einen Kick.


    nur die Erwähnung von Reservaten hat mich innerlich zusammenzucken lassen.

    Reservate setzen wir aus unserer entfernten Kenntnis der amerikanischen Geschichte gern mit Zwangsumsiedlung und gefängnisartigen Strukturen gleich. Ich war überrascht, als ich in den USA die heutigen Reservate besucht habe. Offenbar sind die sehr verschieden, je nachdem, welche Verträge die Stämme mit der US-Regierung geschlossen haben. Dort, wo ich gewesen bin, geht es den Leuten sehr gut (sonst würden sie ja auch dort wegziehen). Ein häufiges Konzept dort ist "Nation within a Nation", eine Art doppelter Staatsbürgerschaft: man ist Sioux und US-Bürger. Wenn das geschickt arrangiert ist (über die Verträge), hat man dadurch mehr Rechte als ein "normaler" US-Bürger. Bekannt sind die Glücksspiel-Casinos, die es in vielen Reservaten gibt, obwohl Glücksspiel ansonsten beinahe flächendeckend verboten ist. Dadurch sind einige der heutigen Reservate steinreich geworden ...

    Worauf ich hinaus will: Ein Reservat auf Noraste muss nicht notwendigerweise ein Freiluftgefängnis sein - es könnte auch ein idyllische Tropeninsel mit Rundum-Umsorgung sein ...

    Beim Gespräch mit Tervoil hat es mich ein wenig gegruselt. Ich wollte wirklich nicht als Fremder auf der ESOX sein. Quasi jeder kann ein Terrorist sein, der dich im nächsten Moment umbringt.

    Wie beeinflusst diese Beobachtung Dein Verhältnis zu Tervoil und den anderen Kommissaren?


    Dass bereits andere Schiffe infiziert wurden, um im Zweifelsfall in Geiselhaft genommen zu werden, zeigt wiederum, dass die Befreier zu allem bereit sind. Insbesondere zielt das auch auf die Zivilbevölkerung ab...

    Wenn man davon ausgeht, dass die Befreier auf der ESOX bleiben, bedeutet das, dass sie die auf den anderen Schiffen deponierten Nanoroboter nur fernzünden können. Wegen der Übertragungszeiten der Signale zwischen den Schiffen wird eine genau gesteuerte Attacke, wie Aneste sie gegen die beiden Kommissare durchgeführt hat, nicht möglich sein. Es wäre mehr ein "von der Kette lassen" - und dann fallen diese Nanoroboter mehr oder minder jeden in Reichweite an ...


    Die Dunkelwelt ist ein neues mysteriöses Objekt in der ganzen Geschichte.

    Es ist eigentlich keine Dunkelwelt. Für die Nicht-Astronomen unter uns: Eine Dunkelwelt ist ein Planet ohne Sonne. Er hat irgendwann die Umlaufbahn um seinen Stern verlassen und zieht jetzt einsam durch den Leerraum.

    Der Planet in diesem Roman umkreist aber noch immer seinen Stern - nur ist der Planet unsichtbar, solange man sich nicht in seiner (astronomisch gesehen) unmittelbaren Umgebung aufhält.

    Nimmt man an, dass die Rote Familie in ihrem Sinne agiert, dann ist das Mutter also recht.

    Was Mutter angeht, sollte man sich vielleicht noch weiter von der menschen-zentrierten Sichtweise lösen: Vielleicht ist es ihr schlicht egal, wie sich das menschliche Leben in ihrem Innern organisiert. Wenn ein Mensch einen Goldhamster hält, ist ihm vermutlich auch gleichgültig, ob der rechtsrum oder linksrum in seinem Rad wetzt ...

    Eine gewisse Verbindung müssen die Zoëliker dennoch zu Mutter haben, denn sie organisieren ja das Zusammenspiel zwischen der SQUID und dem Rest des Schwarms: welche Sterne steuert man an, auf welchen Planeten setzt man Erntefähren ab, etc.

  • Aneste kommt mir doch sehr fanatisch vor. Die Tötung von Marco war sehr überraschend und auch für den "Freiheitskampf" unnötig. Da spielt in meinen Augen nur noch purer Hass mit. Das macht sie nicht gerade sympathisch.


    Noch überraschter war ich, dass Zegato der Zwillingsbruder von Aneste ist. Er scheint mir aber um einiges vernünftiger und sachlicher zu agieren. Er hat ja auch wie Aneste einen Bruder verloren. Als Vermittler kann ich ihn mir auch gut vorstellen.


    Die Expedition mit Berglen auf dem unsichtbaren Planeten fand ich sehr spannend und faszinierend. Auch seine Entscheidungen fand ich sehr besonnen von ihm und es war richtig, die Entdeckung dem ganzen Schwarm direkt mitzuteilen. Ich hoffe nur, dass jetzt kein Kampf untereinander ausbricht. Immerhin sichert das das Überleben des Schwarms.


    Das Speicherbild fand ich ganz interessant, besonders dieser Schmerz um den Verlust seiner Tochter hat mich schon sehr berührt. Wie man sieht, ist es schon ein großer Unterschied, ob man lernt durch Erleben und Fühlen oder lernt nur durch den Intellekt.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Interessieren Euch solche "Informationshäppchen" - oder findet Ihr, sie gehören in ein Sachbuch und haben in einem Roman nichts verloren?

    Ich finde das gut dosiert und als Laie sehr verständlich rüber gebracht.

    Dafür wird Karas aktuelles "Männerproblem" dadurch sozusagen gelöst (ich weiß, das ist zynisch) und sie kann wieder wechseln.

    :totlach: Ja so ist es. Ob sie ihr "Männerproblem" irgendwann lösen kann?

    Und die Zoeliker haben in der Tat einen Machtverlust zu befürchten. Das wirft bei mir eben die Frage auf, ob denn die Zoeliker Mutters Willen immer richtig interpretiert haben. Vielleicht wollte/konnte Mutter auch gar nichts mitteilen und hat erst jetzt durch die Rote Familie einen Kanal, um Einfluss zu nehmen.

    Oder es ist genau andersherum und Rila kann wie Ugron Einfluss auf Mutter nehmen?

    Ich befürchte, dass es da zu noch mehr Rebellion kommen könnte. Wer möchte schon gerne seine Position verlieren. Ich glaube nicht, dass sie immer richtig mit ihrer Interpretation lagen, doch die Mutter scheint es nicht so wichtig zu nehmen.


    Wenn ein Mensch einen Goldhamster hält, ist ihm vermutlich auch gleichgültig, ob der rechtsrum oder linksrum in seinem Rad wetzt ...

    :totlach::totlach::totlach: Genau so wird es die Mutter wohl sehen. Vermutlich versteht sie auch nicht immer, warum die Menschen das eine oder andere machen, sie lässt sie aber gewähren, wie Kinder eben.

    Läuft die Sache doch auf eine KI-Singularität zu, wo am Ende die Menschen "entsorgt" werden?

    Das befürchte ich allerdings auch.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Zitat

    Worauf ich hinaus will: Ein Reservat auf Noraste muss nicht notwendigerweise ein Freiluftgefängnis sein - es könnte auch ein idyllische Tropeninsel mit Rundum-Umsorgung sein ...

    Es bleibt aber immer die Entfernung anders artiger aus der Gesellschaft, das kann auch Luxus nicht überdecken. U d damit entfernt es Gedanken u d Wissen aus dem Großen Ganzen, was sehr bedenklich gesehen werden kann.


    Interessant fand ich das Aneste davon träumt wie es gewesen wäre wenn die Drillinge zu Mentalgeschwistern geworden wären, wärend Zegato sich fragt ob diese Enge Verbindung nicht vielleich doch nicht so gut ist.

    Ich frage mich wie eng die beiden verbunden sind, und wieweit er seine Schwester deswegen schützt/schützen muss.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Wie beeinflusst diese Beobachtung Dein Verhältnis zu Tervoil und den anderen Kommissaren?

    Das ist eine gute Frage.

    Bei Tervoil und seinen Leuten ist es ja so, dass sie sich messen wollen. Insofern bleibt er für mich der Kotzbrocken.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass der Schrecken, den die Befreier mit ihren Anschlägen verbreiten, dazu führt, dass das Amt des Kommissars auf den übrigen Schiffen zunehmend unbeliebt wird.

    Ich schwanke zwischen "Respekt, wer´s trotzdem macht" und "armes Würstchen, das da hin muss".

  • Er hat ja auch wie Aneste einenBruder verloren.

    Interessant fand ich das Aneste davon träumt wie es gewesen wäre wenn die Drillinge zu Mentalgeschwistern geworden wären, wärend Zegato sich fragt ob diese Enge Verbindung nicht vielleich doch nicht so gut ist.

    Für die beiden verbliebenen Geschwister hat der Verlust des Bruders eine unterschiedliche Bedeutung. Während Aneste damit hadert und sich um eine Lebenschance betrogen fühlt, hat Zegato seinen Frieden damit gemacht.


    Ich kann mir aber vorstellen, dass der Schrecken, den die Befreier mit ihren Anschlägen verbreiten, dazu führt, dass das Amt des Kommissars auf den übrigen Schiffen zunehmend unbeliebt wird.

    Ob das erklärt, wieso Macro und Kara den Job bekommen konnten ...? :)

  • Ob das erklärt, wieso Macro und Kara den Job bekommen konnten ...? :)

    ^^ Weil die Realos sich nicht mehr trauen, dürfen die Philosophen ran, die die Gefahr nicht richtig wahr- oder ernst nehmen, weil sich ja in ihrer Welt alle lieb haben (können)?

    Scherz beiseite.

    Beiden traue ich in der Tat zu, für ihre Sache auch eine gewisse Gefährdung zu akzeptieren. Insbesondere Kara.

  • Die Feier zu Beginn zeigt ein wenig der Lebensgewohnheiten im Schwarm, und einiges an Perspektiven der verschiedenen Schiffe. So kann ich den Wunsch der Bewohner der Esox nach unabhängigkeit zwar verstehen, aber die Mittel sind doch sehr hart. Gerade weil sie ja so schon viel im Geheimen machen können ist die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, ihre alte "Vernetzung" wieder heimlich zu erstellen ohne jemanden zu töten, denn Tote werfen immer fragen auf. Oder könnte sich die Esox nicht einfach absetzen, und auf eigene Faust durch das All ziehen? Die Diskussion zwischen Aleste und Zegato zeigt die unterscheidlichen Strömungen, die es geben kann.


    Wie ist das mit schiffübergreifenden Paaren? Das tritt ja immer mehr in der Handlung auf, aber das müßte es doch früher auch schon gegeben haben, gerade bei der doch recht geringen Auswahl auf den Schiffen.


    Von den verschiedenen Verstrickungen die hier in den Fokus rücken war ich doch überrascht. Ein neues Geschwisterpaar, ein versteckter Planet, Kara kann es wieder nicht lassen...


    Im Speicherbild nimmt die Spähre Form an, und Iljow zeigt anhand den Gedanken zu dem kleinen Mädchen, dass (noch?) etwas Menschlichkeit in ihm steckt.

    Zitat

    Interessieren Euch solche "Informationshäppchen" - oder findet Ihr, sie gehören in ein Sachbuch und haben in einem Roman nichts verloren?

    Solche Ideen sind es, die Science Fiction von anderen Genres unterscheidet. Ohne derlei Ideen wäre Sci Fi nur so etwas wie Western in Weltraum. Gerade in unserer Zeit, wo viele Dinge wahr schon werden, die in Star Trek Classic nur als Ideen existierten, sind solche Aspekte spannend. Für mich ist es nur wichtig, dass es nicht zu ausladen wird.

  • Interessant fand ich das Aneste davon träumt wie es gewesen wäre wenn die Drillinge zu Mentalgeschwistern geworden wären, wärend Zegato sich fragt ob diese Enge Verbindung nicht vielleich doch nicht so gut ist.

    Für die beiden verbliebenen Geschwister hat der Verlust des Bruders eine unterschiedliche Bedeutung. Während Aneste damit hadert und sich um eine Lebenschance betrogen fühlt, hat Zegato seinen Frieden damit gemacht.

    Das auch, aber ich meine das er die ehemalige Praxis der Mentalzwillinge auf der ESOX an sich bezweifelt. Das geht ja noch einen Schritt darüber hinaus.


    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • ohne jemanden zu töten, denn Tote werfen immer fragen auf.

    Da sprichst Du einen wesentlichen Punkt an: Nicht immer ist (übertriebene) Konsequenz für das Erreichen der Ziele förderlich. Oftmals erzeugt Druck Gegendruck.


    Oder könnte sich die Esox nicht einfach absetzen, und auf eigene Faust durch das All ziehen?

    Im Prinzip könnte sie das, aber dafür braucht man die Kontrolle über Navigation, Antrieb und Steuerung. Die haben die Befreier derzeit nicht. Zudem sind die Astridentanks derzeit beinahe leer, sodass man im Überlichtflug nicht weit kommt.


    Wie ist das mit schiffübergreifenden Paaren? Das tritt ja immer mehr in der Handlung auf, aber das müßte es doch früher auch schon gegeben haben, gerade bei der doch recht geringen Auswahl auf den Schiffen.

    Prinzipiell sind schiffsübergreifende Paare gern gesehen, schon allein, weil das die Genbasis verbreitert.

    Eine wichtige Ausnahme ist die SQUID: Dort bleibt man gern unter sich.


    aber ich meine das er die ehemalige Praxis der Mentalzwillinge auf der ESOX an sich bezweifelt. Das geht ja noch einen Schritt darüber hinaus.

    Ja, das stimmt. Hier hat Zegato eine andere Meinung dazu, wie man die Kinder prägen sollte, um die "ideale Gesellschaft" zu formen.

  • Dass ausgerechnet Aneste als DJ für Tervoils Party fungiert, ist schon etwas schräg, also scheint man sie nicht in Verdacht zu haben, zu den Rebellen zu gehören. Die ganze Situation zeigt aber auch gut, wie sie voller Hass ist, nicht nur gegenüber den Besatzern, sondern auch gegenüber den Esoxern, die sich mit ihrer Situation arrangiert haben. Sie erscheint mir zunehmend extrem radikal und engstirnig und sie will unbedingt ihren Wunsch, so wie vor dem Bürgerkrieg zu leben, durchsetzen, gleichgültig, ob das auch all die anderen Esoxer möchten oder ob sie vielleicht auch eine gemäßigtere Lebensweise akzeptieren könnten; das interessiert sie schlichtweg nicht. Ich muss gestehen, Aneste wurde mir in diesem Abschnitt zunehmend unsympathisch, ich habe wenig Hoffnung, dass irgendwer noch zu ihr durchdringen könnte. Auch nicht ihr Bruder. Dass es sich dabei um Zegato handelt, darauf bin ich die ganze Zeit nicht gekommen, erst kurz vor ihrem Treffen, als erwähnt wird, dass er zu seiner Schwester gehen will, dämmerte es mir.


    Und dann wird Aneste auch noch von Tervoil angebaggert. Kurz dachte ich, ob er vielleicht doch einen Verdacht ihr gegenüber hegt, aber ich denke nicht. In jedem Fall ist er furchtbar aufdringlich, das hat schon was belästigendes, wie er Aneste zu einem Stelldichein überreden will.

    Aneste würde wohl eher Gift essen als mit Tervoil ins Bett zu steigen, vor allem, nachdem sie erfährt, dass er damals bei der "Befreiung" der ESOX mit dabei war.


    Wenn Aneste könnte, wie sie wollte, würde sie in ihrem Hass sicherlich nicht zögern, sämtliche Okkupanten zu beseitigen, aber hier ist sie doch vernünftig genug zu erkennen, dass das das Ende der ESOX bedeuten würde, da sie nicht vor den anderen Schiffen des Schwarms in den Rotraum fliehen könnten. Das würde aber auch den Verlust des Schutzes durch den Schwarm bedeuten. Die Gefahr besteht ja eh, wenn sie die ESOX gewaltsam befreien. Welche Möglichkeiten hätte die ESOX danach? Sich vom Schwarm abzusetzen und zu fliehen und damit ein leichtes Zielen für die Giats zu bieten? Verhandlungen mit den restlichen Schiffen des Schwarms aufzunehmen, um evtl. durchsetzen zu können, dass diese doch ihre computerbasierte Lebensweise dulden? Wie hoch werden aber dafür die Chancen sein, wenn die Rebellen die ESOX zuvor mit Gewalt übernommen haben? Der Schwarm wird ihnen nicht mehr trauen, und Hardliner wie die PAYARA schon dreimal nicht. Also gibt es entweder wieder einen blutigen Bürgerkrieg oder der Schwarm hat die Faxen dicke und drückt den Knopf für die Sprengsätze in dem Zentralrechner.

    Und dann gibt es noch den Punkt, dass die Rebellen den Zentralcomputer nicht allzu sehr "verärgern" dürfen, denn sonst besteht die Gefahr, dass er sich nach der Befreiung gegen die Befreier stellt.

    Wenn ich das so betrachte, denke ich, dass die Ziele der Befreier und ihre Wege langfristig in ihr Verderben führen werden. Fürsprecher von anderen Schiffen, wie Kara oder Macro, könnten evtl. mehr bewirken, auch wenn dieser Weg natürlich deutlich länger wäre und die "Befreiung" vielleicht nicht in dem Umfang vonstatten gehen würde, wie sich das die Rebellen vorstellen.


    Aber nein, Aneste lässt sich von ihrem persönlichen Hass hinreissen und bringt Macro während der Party um. Wobei das wiederholte Ablaufenlassen des Hinrichtungsvideos auch eine hirnlose Machtdemonstration von Tervoil war. Zegato verurteilt das Tun seiner Schwester und er bittet sie sogar, Kara zu verschonen. Hätte er das auch getan, wenn er nicht mit Kara im Bett gelandet wäre? Kara ist schnell damit, Nähe zu Männern zuzulassen, aber sie als Bumspüppchen zu bezeichnen, ist billig und unfair.

    Kara hingegen will weiterhin daran festhalten, die Spirale aus Gewalt auf der ESOX zu stoppen, auch nachdem Macro getötet wurde. Im Moment habe ich vor Kara mehr Achtung als vor Aneste.


    Berglen darf tatsächlich nicht lange an Bord der SQUID bleiben, sondern wird auf eine Expedition geschickt. Ist die Rote Familie bei der Annäherung an ein mögliches schwarzes Loch tatsächlich das Risiko eingegangen, dass die SQUID samt Besatzung den Tod finden kann oder haben sie von Mutter erfahren, dass das nicht der Fall ist?

    Der Unmut unter den Zoelikern gegenüber der Sonderstellung der Roten Familie wächst weiterhin. Als Kitaga davon erzählt, dass Rila die Zoeliker entmachten möchte, dachte ich zuerst, das sie und Ugron zunehmend die Macht auf der SQUID für sich alleine beanspruchen wollen, aber als die Zoelikern dann sagt, dass Rila damit bezwecken will, dass wirklich jeder Zugang zu allen Bereichen bekommen soll, dachte ich, dass das doch eigentlich recht großzügig ist. Sind die elitären Zoeliker wirklich nötig und noch zeitgemäß mit der Roten Familie? Sind Kitagas Bedenken, was die Anwesenheit von Nicht-Hörenden in den empfindlichen Schaltzentralen betrifft, berechtigt oder hat sie einfach Angst vor einer Änderung des Status Quo? Als die SQUID in "Feuer der Leere" kurz davor war, die Menschen in ihr zu töten, konnten die Zoeliker doch auch nicht viel ausrichten.

    Spannend finde ich auch Berglens Zweifel, die er bei seinen Besuchen auf der MARLIN und der ESOX bzgl. der Mutter bekommen hat.


    Die Expedition auf dem neu entdeckten Planeten fand ich jedenfalls sehr spannend. Alleine wieder diese Dimensionen: die Dicke des Eises und die Höhe des vermeintlichen Turms, der 300 Kilometer alleine schon über das Eis hinausragt. Und dann stellt sich heraus, dass es sich gar nicht um einen Turm handelt. Das hätte für die Expeditionsmitglieder böse ausgehen können, ich hatte nicht erwartet, dass ihnen allen die Flucht gelingt.


    Anfangs empfand ich Arquila wieder als ziemlich anstrengend mit ihrer Profilierungssucht, aber nach diesem Abschnitt muss ich meine Meinung gewaltig revidieren: sie ist eine mutige und clevere Frau, die durchaus auch eigene Entscheidungen trifft, wie z.B. mit ihrer Waffe in die Spalte zu schießen, um damit Eljeste zu ermöglichen, sich in den geschmolzenen Löchern nach oben hangeln zu können.


    Fassen wir zusammen, was Berglen und die Anderen auf dem Planeten vorfinden: eine kilometerdicke Eisdecke, unter der es aber warm genug zu sein scheint, um das Eis von innen heraus abzuschmelzen und somit zu verhindern, dass der Planet völlig vereist. Von dem, was sie sehen, geht Berglen davon aus, dass der Planet seit mind. 500 Jahren verlassen ist, auf der anderen Seite passt der fehlende Verfall dazu nicht. Und dann noch die Entdeckung, dass sich in der Atmosphäre organische Verbindungen finden, die auch noch kompatibel mit der menschlichen Körperchemie sind.

    Was befindet sich unter der Eisdecke? Könnte es dort Leben geben? Könnte der Eispanzer eine Art Schutzschild sein? Aber wie kommt man dann unter die Eisdecke? Oder, wenn der Planet doch verlassen ist, ist das vielleicht keine 500 Jahre her?


    Dass die Vorstellung, auf einem Planeten sesshaft zu werden, die Menschen des Schwarms ängstigt, kann ich mir gut vorstellen, sie kennen ja keine andere Lebensweise. Aber auch Starn hat sich für ein sesshaftes Leben entschieden.


    Dann zum fünften Speicherbild: das Netz übernimmt immer mehr Entscheidungen und Prozesse, wie z.B. die Entscheidung, diesen Saal in dem Schiff, auf dem sich Iljow befindet, zu integrieren. Das ist jetzt sicherlich keine Entscheidung mit großartigen Folgen, aber es zeigt, dass das Netz durch Berechnungen Schlussfolgerungen trifft und diese dann auch umsetzt - und nicht mal Iljow mehr weiß, warum sich das Netz so oder so entschieden hat.


    Wobei der Besuch der Schulklasse auf dem Schiff herrlich altmodisch erschien, das erinnerte mich an den Besuch einer Bäckerei, den wir damals im Kindergarten unternommen hatten. Inzwischen ist es auch schon normal, dass die Kinder mit Implantaten aufwachsen, so wie die heutigen Kinder und Jugend ganz selbstverständlich mit Smartphone & Co. aufwachsen.
    Die wenigen Menschen, die lieber an der alten Lebensweise festhalten wollen, leben abgegrenzt in Reservaten.

    Spannend fand ich die Frage der Betreuerin: "Früher sagte man, unser Denken spanne den Raum auf, in dem sich unsere Zukunft entfaltet." Aber inzwischen denkt etwas anderes, das von den Menschen zwar erschaffen wurde, aber immer mehr seine eigenen Entscheidungen treffen wird. Und sicher irgendwann die menschlichen Entscheidungen als vollkommen überflüssig ansehen wird. Was ist, wenn diese Maschinenintelligenz irgendwann die Nase voll von den Menschen hat, weil ihre Berechnungen ergeben, dass es sich nicht mehr lohnt, sich mit Menschen abzugeben? Die Kontrolle über sie ist doch schon längst aus der Hand gegeben.

    Ist das Ergebnis dann das, was Berglen auf dem Planeten vorfindet bzw. die Sphäre?

    Ist das vielleicht der Spiegel, der der ESOX vorgehalten werden soll, was geschieht, wenn man sich zu sehr auf Rechner und ihre Entscheidungen verlässt?

  • Interessieren Euch solche "Informationshäppchen" - oder findet Ihr, sie gehören in ein Sachbuch und haben in einem Roman nichts verloren?

    Ich finde den Balanceakt auch gut gelungen, ich habe gerne auch etwas Wissenvermittlung in den Büchern. Ob ich es immer alles verstehe, steht auf einem anderen Blatt :totlach: Spaß beiseite, hier ist es genau richtig dosiert.

    Ich denke, dass Zegato im Laufe des Buches als Vermittler auftreten wird.

    Das halte ich inzwischen auch für wahrscheinlich.

    Erschreckend find ich wie weit die Befreier schon gekommen sind, und noch mehr wie weit sie im Extremfall zu gehen bereit sind, wenn sie sogar die anderen Schiffe "kontaminieren".

    Das hat mich auch geschockt.

    Schmerzlich und schön war aber die Reaktion auf das Mädchen.

    Ja, das fand ich auch eine sehr schöne Szene.

    Das wirft bei mir eben die Frage auf, ob denn die Zoeliker Mutters Willen immer richtig interpretiert haben. Vielleicht wollte/konnte Mutter auch gar nichts mitteilen und hat erst jetzt durch die Rote Familie einen Kanal, um Einfluss zu nehmen.

    Genau, wer sagt denn, dass das, was die Zoeliker tun, des Weisheits letzter Schluss ist? Oder dass die Rote Familie wirklich diejenigen sind, die Mutters Willen umsetzen oder es vielmehr so ist, dass sie Einfluss auf Mutter nehmen?

    Interessant fand ich das Aneste davon träumt wie es gewesen wäre wenn die Drillinge zu Mentalgeschwistern geworden wären, wärend Zegato sich fragt ob diese Enge Verbindung nicht vielleich doch nicht so gut ist.

    Ja, das fand ich auch interessant. Vor allem Zegatos Überlegung, ob es es wirklich so gut ist, Mentalgeschwister so stark zu verbinden. Das sind ja auch Überlegungen, die durchaus Zweifel an der früheren Lebensweise andeuten.

  • Das würde aber auch den Verlust des Schutzes durch den Schwarm bedeuten.

    Wenn man sich die verschiedenen Unabhängigkeitsbewegungen unserer Gegenwart anschaut, bekomme ich unwillkürlich den Eindruck, dass es einen Punkt gibt, an dem die Rationalität aussetzt. Ich meine jetzt nicht die Fälle, in denen ein Volk brutal unterdrückt wird und sich von der Tyrannei befreien will - das ist etwas anderes. Aber wenn das Ziel der Unabhängigkeit "nur" ist: "Wir wollen besser leben", und das absehbare Ergebnis in einem Zwergstaat besteht, der praktisch alles importieren muss und ein Spielball der stärkeren Nachbarn sein wird - dann frage ich mich schon: Werden Eure Leute wirklich besser leben, wenn Ihr allein im Regen steht?


    Wobei das wiederholte Ablaufenlassen des Hinrichtungsvideos auch eine hirnlose Machtdemonstration von Tervoil war.

    Das war es bestimmt auch - aber ist das sein einziger Grund? Zum Ende des vorigen Leseabschnitts habt Ihr angemerkt, dass Tervoil durchaus Respekt vor den Hingerichteten empfindet, weil er findet, dass sie tapfer gestorben sind. Vielleicht will er das auch öffentlich zeigen - dann wäre diese Vorführung ihrer Tapferkeit eine Ehrung.


    Anfangs empfand ich Arquila wieder als ziemlich anstrengend mit ihrer Profilierungssucht, aber nach diesem Abschnitt muss ich meine Meinung gewaltig revidieren: sie ist eine mutige und clevere Frau, die durchaus auch eigene Entscheidungen trifft, wie z.B. mit ihrer Waffe in die Spalte zu schießen, um damit Eljeste zu ermöglichen, sich in den geschmolzenen Löchern nach oben hangeln zu können.

    Mich freut, dass Ihr meine Figuren als so facettenreich wahrnehmt. :jakka:


    eine kilometerdicke Eisdecke, unter der es aber warm genug zu sein scheint, um das Eis von innen heraus abzuschmelzen und somit zu verhindern, dass der Planet völlig vereist.

    Das ist - bei einer entsprechenden Tiefe der Ozeane - nicht unbedingt verwunderlich. Wasser hat ja bei 4°C die größte Dichte, weswegen Ein Ozean von oben nach unten gefriert und nicht vom Grund an aufwärts (sonst gäbe es vermutlich auch kein Leben auf der Erde). Es ist also zunächst einmal zu erwarten, dass es unter einem Eispanzer vergleichsweise warm ist, zumal das Eis ein Stück weit isoliert. Auch beim Jupitermond Europa vermutet man Flüssigwasser unter dem Eismantel. Dort könnte es sogar Leben geben, das an unterseeischen Kratern entstanden sein könnte - da bin ich gespannt, was unsere Raumsonden noch herausfinden können. Nachdem Präsident Trump die Mittel der NASA wieder auf die Erkundung jenseits des Erdorbits priorisiert hat, könnte es ja wieder Expeditionen geben ...

    Ist das vielleicht der Spiegel, der der ESOX vorgehalten werden soll, was geschieht, wenn man sich zu sehr auf Rechner und ihre Entscheidungen verlässt?

    Was denkt Ihr: Würden sich Aneste und die Befreier gut mit Iljow verstehen?

  • Aneste zeigt sich sehr unversöhnlich, und hasst mit Leidenschaft,

    Da spielt in meinen Augen nur noch purer Hass mit.

    Die ganze Situation zeigt aber auch gut, wie sie voller Hass ist,

    Aneste hasst also. Hass ist eines der stärksten Gefühle, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Also sind die "Maschinen-Ideologen" wohl nicht gefühlskalt ... Die Überwindung der Körperlichkeit ist für sie nicht gleichzusetzen mit dem Abstreifen von Emotionen. Vielleicht gilt sogar das Gegenteil: Wenn man Anestes Erinnerungen an die Zeit anschaut, als der Zentralcomputer noch herrschte, dann denkt sie an ätherische Erlebniswelten im virtuellen Raum, die der Geist staunend durchschwebt.

  • Aber wenn das Ziel der Unabhängigkeit "nur" ist: "Wir wollen besser leben", und das absehbare Ergebnis in einem Zwergstaat besteht, der praktisch alles importieren muss und ein Spielball der stärkeren Nachbarn sein wird - dann frage ich mich schon: Werden Eure Leute wirklich besser leben, wenn Ihr allein im Regen steht?

    Genau, nicht selten kam danach die große Ernüchterung.

    Das war es bestimmt auch - aber ist das sein einziger Grund? Zum Ende des vorigen Leseabschnitts habt Ihr angemerkt, dass Tervoil durchaus Respekt vor den Hingerichteten empfindet, weil er findet, dass sie tapfer gestorben sind. Vielleicht will er das auch öffentlich zeigen - dann wäre diese Vorführung ihrer Tapferkeit eine Ehrung.

    Stimmt - da siehst du mal, wie fremd mir das PAYARA'sche Denken ist. Und es ist die Frage, ob alle anderen Partybesucher, die nicht von der PAYARA kommen, das wirklich erkennen.

    Das ist - bei einer entsprechenden Tiefe der Ozeane - nicht unbedingt verwunderlich.

    Damit hast du recht, aber dennoch finde ich diese riesigen Maße vorzustellen.

    Was denkt Ihr: Würden sich Aneste und die Befreier gut mit Iljow verstehen?

    Wenn ich den momentan Stand der Speicherbilder zugrunde lege, dann würde ich sagen, dass sie sich sehr gut verstehen würden.

Anstehende Termine

  1. Freitag, 5. Oktober 2018 - Freitag, 19. Oktober 2018

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  2. Freitag, 12. Oktober 2018 - Freitag, 26. Oktober 2018

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  3. Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:43 - Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22:43

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  4. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

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