04: Seite 135 - Seite 186 (Kap. 4 + Viertes Speicherbild)

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    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Für mich war es ein Abenteuer der ganz eigenen Art, einmal keinen Soldaten und kein Schlitzohr ins Zentrum einer Romanhandlung zu stellen, sondern eine Diplomatin.

    Auch für Kara ist das neu. Wie macht sie sich in Euren Augen?
    Was haltet Ihr von der Rebellion oder dem Freiheitskampf (je nach Perspektive) auf der ESOX?

    Und Berglen ... befindet er sich jetzt wieder "sicher in Mutters Schoß", oder schwebt er in Gefahr? Überhaupt - was denkt Ihr, welche Rolle wird die SQUID noch für die Menschheit spielen?

  • Ich find es gut mal "hinter die Kulissen" der grossen Aktionen zu schauen. Dies Buch gibt jede Menge Denkanstösse, die mich auch Stunden und Tage nach dem Lesen nicht los lassen.

    Irgendwie scheint jedes Schiff seine eigene Agenda zu verfolgen, die zwar zum Wohle der gesamten Menscheit sein soll, aber...

    Wie war das: the road to hell us paved with good intentiones.

    Ich mag den schwelenden, und wachsenden Konflikt zwischen Kara und Marcro, aber ich sehe auch das gerade Kara noch sehr in ihre Rolle finden und wachsen muss. Ich find es schön wie direkt sie oft erst ist.

    Ich find es interessant, das gerade das Pulverfass ESOX noch mit zusätzlichem Zunder in Form von all den Kommissaren beladen wird, und Kara scheinbar die einzige ist die wirklich hofft das das Schiff wieder ein vollwertiges Mitglied des Schwarms werden kann.

    Schön find ich das der Einzelne Zwilling nicht in Vergessenheit geriet und jetzt wieder eine Rolle bekommt, ob die allerdings gut für sie ist steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Auch Berglen entwickelt sich weiter, und wird mehr und mehr zu einer wahrnehmbaren Persönlichkeit. Süss fand ich die Kabbelei im Arztmodul.

    Ich weiss noch nicht ob er in Gefahr ist, aber er scheint es zu befürchten.

    Ich glaube das Karas Ansatz für die ESOX das Konfliktpotential durch die Rebellen tatsächlich entschärfen könnte. Rebelliert wird wegen zuviele Auflagen von oben, wenn diese weniger würden, würde auch der Anreiz sich der Gefahr einer Rebellion und möglichen Folgen zu stellen vielleicht geringer.

    Auf jeden Fall eine spannende Situation, der der Schwarm durch die fehlenden Astriden auch nicht davon laufen kann.

    Das Speicherbild zeigt so langsam im Zeitraffer was es mit der Sphäre auf sich hat und dies erinnert sehr an die ursprüngliche Technisierung der ESOX, vielleicht wird auch dies zu einem Punkt/Argument in der dortigen Entwicklung.

    Ich bin jedenfalls weiter gespannt.

    Fenlinka


    Edit hat Typos beseitigt.

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Auch Berglen entwickelt sich weiter, und wird mehr und mehr zu einer wahrnehmbaren Persönlichkeit. Süss fand ich die Kabbelei im Arztmodul.

    Berglen bekommt in der Tat in diesem Abschnitt etwas mehr Profil. Er hat sogar Humor. Und es scheint als ob der Samen für eine Beziehung zwischen ihm und Kara gelegt wurde. Er findet sie gut, sie findet ihn gut. Mal sehen, wie sich das so weiter entwickelt.

    Und Kara hat tatsächlich ein Problem mit dem Alleinsein und reflektiert sogar darüber. Ein kleiner Pluspunkt für sie. ;-)


    Der Fokus in diesem Kapitel steht auf der diplomatischen Arbeit. Der neue Kommissar der PARAYA stellt sich vor und kommt gleich wie ein Kotzbrocken rüber. Aber es werden auch die unterschiedlichen Ziele und Absichten der einzelnen Delegationen (insbesondere der MARLIN und der PARAYA dargestellt. Aus dem Blickwinkel der jeweiligen Kultur sind diese Positionen sogar nachvollziehbar. Die Soldaten der PARAYA wollen militärische Vorteile aus der Situation ziehen. Auf der MARLIN sieht man die Notwendigkeit dazu ebenso, strebt aber gleichermaßen Normalität auf der ESOX an.


    Etwas verwirrend war für mich die Exekution der Rebellen, die anscheinend doch noch nicht ganz tot waren, wie ich dachte. Ist denn die militärische Macht der Soldaten so groß, dass man sie einfach gewähren lässt? Hat man da so viel Respekt? Ich hatte da ein wenig den Eindruck, als wären die PARAYA-Soldaten die Hells Angels des Schwarms. Wenn die was wollen, dann lässt man sie lieber mal machen.

    Die Exekution selbst war dann auch ziemlich brutal. Umso verblüffter war ich, als Tervoil am Ende seinen toten Gegnern Respekt erwies. Es scheint also trotz allem auch einen gewissen Ehrenkodex auf der PARAYA zu geben. Wenn man für seine Ziele einsteht und mutig bis zum Ende geht, dann hat man sich auch Respekt verdient. Tervoil deutet das auch gegenüber Kara und ihrer Lebensphilosophie an.

    Vielleicht ist das der Schlüssel, wie man diesen harten Burschen gegenüber sein friedliches Ziel erreichen kann: Einfach mit allen Konsequenzen dafür einstehen.

    Auch für Kara ist das neu. Wie macht sie sich in Euren Augen?

    Sie vertritt zumindest ihre Positionen und versucht über persönliche Gespräche Einfluss zu nehmen. Insofern gute Ansätze. Als Berglen allerdings nicht an ihrer Seite bleibt, attackiert sie ihn. Das ist eventuell nicht geschickt, zumal sie auch Verbündete suchen sollte, um gemeinsam eine starke Position aufzubauen.

    Berglen macht das übrigens clever. Er erkennt, dass die "Rückführung" der ESOX in den Schwarm Karas Ziel ist. Esoxer sind ein wenig nicht-menschlich geworden, genauso wie die Bewohner der SQUID. Wenn also die ESOX wieder fester Bestandteil des Schwarms ist, dann hat auch die SQUID eine größere Daseinsberechtigung. Also versucht er, Karas Standpunkt zu unterstützen.



    Die Szene auf der SQUID hat mich ein wenig verwirrt. Warum genau soll es die Gravitation nicht geben? Ich will mich hier nicht in physikalischen Abhandlungen ergießen, aber die Beschreibung der Graviation entsprechend der Relativitätstheorie erklärt diese durch Krümmung der Raumzeit. Im Rahmen der Quantenphysik wird ein Austauschteilchen (Graviton) als Träger der Wecheslwirkung oder Kraft zwischen zwei Massen herangezogen. Also die Gravitation als solche gibt es sehr wohl, die Faltungen der Raumzeit sind eben eine Beschreibung dafür. Oder ist das einfach die Sichtweise Ugrons und seiner gütigen Mutter??(

    Jedenfalls zeigt sich hier wieder das die SQUID noch ein bisschen mehr in petto hat, als die übrigen Schwarm-Schiffe. Sie kann die Krümmungen der Raumzeit spüren. Und sie kann Schwerkraftfelder erzeugen, für die Menschen in ihrem Leib und auch als Angriffswaffe. Möglicherweise ist sie in der Lage in geringem Maße die Raumzeitkrümmung zu beeinflussen. Als Geschöpf des Rotraums hat sie vielleicht eine andere Sicht auf die Dinge in unserer niederen Dimension.


    Überhaupt - was denkt Ihr, welche Rolle wird die SQUID noch für die Menschheit spielen?

    Einserseits gibt sie Menschen einen Lebensraum, allerdings ist sie auch nur gütig, solange man ihren Willen anerkennt. Ihre Motive sind völlig im Dunkeln, sie stammt eben nicht aus unserer Welt.

    Dennoch hat sie Fähigkeiten, von denen die Menschen nur träumen können. Und wahrscheinlich kennen wir sie noch gar nicht alle. Da sie im Rotraum zuhause ist könnte es sein, dass sie Möglichkeiten hat, gegen die mysteriösen Angriffe vorzugehen, und so wieder einmal die Menschheit rettet. ;-)


    Im Speicherbild scheinen die Anfänge der Sphäre geschildert zu werden.

  • Zitat

    Warum genau soll es die Gravitation nicht geben?

    Die Gravitation an sich ist keine eigene Kraft sondern eher eine Folge von Umständen. Darum ist sie ja auch nicht immer gleich, selbst auf der Erde variieren die Nachkomma Zahlen dafür je nach Ort. Allerdings ist es für das Leben auf der Erde (und potentiell anderen Himmelskörpern) eine sehr relevante Zahl, da sie in fast jede Gleichung physikalischer Art mit einfließt.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Zitat

    Warum genau soll es die Gravitation nicht geben?

    Die Gravitation an sich ist keine eigene Kraft sondern eher eine Folge von Umständen. Darum ist sie ja auch nicht immer gleich, selbst auf der Erde variieren die Nachkomma Zahlen dafür je nach Ort. Allerdings ist es für das Leben auf der Erde (und potentiell anderen Himmelskörpern) eine sehr relevante Zahl, da sie in fast jede Gleichung physikalischer Art mit einfließt.

    Fenlinka

    Die Überlegung folgt Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Demnach gibt es keine Gravitationskraft als physikalische Kraft, die zwischen zwei Körpern wirkt (wie etwa elektromagnetische Kräfte). Vielmehr wirkt die Masse eines Körpers nicht etwa auf einen anderen Körper ein, sondern auf die umgebende Raumzeit, die durch diese Masse gekrümmt wird. Sie verändert die Topographie der Raumzeit. In meinem Roman verwende ich die Form eines Trichters als näherungsweises Bild dafür: Die Masse zieht das Zentrum des Trichters nach unten. Je nach Größe der Masse entstehen dadurch flachere oder steilere Trichter, und andere Körper schlittern dann innen an der Trichterwandung entlang.

    Unschön an diesem Bild ist, dass es zu wenige Dimensionen hat und vor allem, dass es Gravitation mit Gravitation erklärt. Trotzdem ist es das Bild, das Einsteins Überlegungen für mich am besten nachvollziehbar macht.

    Also: Scheinbar bewirkt die Gravitation, dass sich Körper anziehen, das ist die Scheinkraft. In Wirklichkeit bewegen sich Körper entsprechend ihres Bewegungsimpulses über eine von der Gravitation "zerknitterte" Landschaft.

    Die Erkenntnisse zu Gravitonen habe ich zwar grundsätzlich registriert (ich habe mitbekommen, dass man diese Teilchen gefunden hat), aber - das muss ich zugeben - nicht verstanden und daher nicht berücksichtigt. Soweit ich weiß (ich mag mich aber irren), stehen diese Erkenntnisse derzeit auch noch unverbunden neben der Allgemeinen Relativitätstheorie. Das heißt nicht, dass eines von beiden falsch ist - es ist nur (jedenfalls mir) unklar, wie sie zusammenpassen.

    Dies Buch gibt jede Menge Denkanstösse, die mich auch Stunden und Tage nach dem Lesen nicht los lassen.

    Vergangene Woche habe ich ein längeres Interview gegeben, in dem es auch um die Unterscheidung von Unterhaltungs- und Hochliteratur ging. Ich vertrete die Auffassung, dass das Ziel von Unterhaltungsliteratur ist, Bilder zu erzeugen ("Kopfkino"), während Hochliteratur ermöglichen will, neue Gedanken zu denken. So betrachtet würde Das Imago-Projekt für Dich das wesentliche Kriterium der Hochliteratur erfüllen. Das freut mich - auch wenn ich grundsätzlich damit zufrieden bin, wenn sich meine Leserinnen und Leser einfach nur ein paar Stunden gut unterhalten fühlen, das Buch zuklappen und sagen: "Das war die Zeit wert, die ich zum Lesen aufgewendet habe."

    Kara scheinbar die einzige ist die wirklich hofft das das Schiff wieder ein vollwertiges Mitglied des Schwarms werden kann.

    Ich glaube, das ist eine wesentliche Erkenntnis: Kara vertritt nicht im eigentlichen Sinne die Interessen der MARLIN - sie versucht, sich davon zu lösen, was für ihr Schiff kurzfristig das Optimum wäre, und denkt im größeren Kontext des Schwarms.


    Rebelliert wird wegen zuviele Auflagen von oben, wenn diese weniger würden, würde auch der Anreiz sich der Gefahr einer Rebellion und möglichen Folgen zu stellen vielleicht geringer.

    Das stimmt, aber es gibt darunterliegend einen noch größeren Konflikt.

    Es gibt nur noch 1 Million Menschen, die in Freiheit leben. Grundkonsens im Schwarm ist, dass die Menschheit bedroht ist und in ihrer Existenz geschützt werden muss. Diese Existenz wird nicht nur durch äußere Feinde wie die Giats bedroht. Eine andere Art der Bedrohung wurde in der Entwicklung auf der ESOX gesehen: Wenn Menschen das Denken aufgeben und stattdessen Computer für sich denken und entscheiden lassen, wenn diese Computer sogar auf das menschliche Hirn zugreifen, um dort Rechenoperationen durchführen zu lassen - hören sie dann irgendwann auf, Menschen zu sein? Damit ginge dem Schwarm aufgrund dieser Entwicklung ein Großraumschiff verloren. Es würde zwar nicht physisch zerstört, aber es wären keine Menschen mehr an Bord.

    Bei der SQUID äußern viele ähnliche Bedenken - aber hinter vorgehaltener Hand, denn mit dem lebenden Raumschiff will sich niemand anlegen ...


    Der neue Kommissar der PARAYA stellt sich vor und kommt gleich wie ein Kotzbrocken rüber.

    :lachen:


    Etwas verwirrend war für mich die Exekution der Rebellen, die anscheinend doch noch nicht ganz tot waren, wie ich dachte.

    In der Denkweise der Esoxer ist der Intellekt bestimmend. Dieser Intellekt wurde nahezu vollständig zerstört. Durch das, was Aneste ausgelöst hat, waren die Gefangenen beinahe hirntot.


    Ist denn die militärische Macht der Soldaten so groß, dass man sie einfach gewähren lässt? Hat man da so viel Respekt?

    Wenn man sich den Schwarm wie die UNO vorstellt, ist die ESOX so etwas wie ein Land, das in einem Krieg besiegt wurde und nun unter UNO-Kontrolle steht. Dieses Land selbst hat aber keine Stimme in der UNO. Und das ist das Problem: Ein anderes, sehr einflussreiches Land (vertreten durch den Kommissar der PAYARA) will ein Anliegen im besetzen (stimmenlosen) Land durchziehen. Welche Motivation hätten die anderen, das diesem einflussreichen Land zu verwehren? Vielleicht könnte man das - aber damit würde man die PAYARA gegen sich aufbringen, und mit der PAYARA will man kooprieren, Handel treiben, sich austauschen ... Lasst sie doch auf der ESOX ihren Willen haben. Außerdem: Es hat ja das Attentat gegeben - soll das etwa ungestraft bleiben?


    Wenn man für seine Ziele einsteht und mutig bis zum Ende geht, dann hat man sich auch Respekt verdient.

    Die Inspiration dazu reicht zurück bis zu den Karl-May-Geschichten, die ich als Teenager gelesen habe. Da war das so, dass man den Respekt der Indianer erwerben konnte, wenn man am Marterpfahl tapfer blieb. :barbar:

    Möglicherweise ist sie in der Lage in geringem Maße die Raumzeitkrümmung zu beeinflussen.

    Das kann sie ganz sicher - so erzeugt sie die Schwerkraft an Bord.

  • Mir persönlich hat auch sehr gut gefallen, dass darauf geachtet wurde, dass die Nachrichten abhängig von der Position der einzelnen Schiffe unterschiedlich lange zur Übertragung brauchen und finde es super gelöst, mit der Anzeige, wann die Nachrichten denn tatsächlich angekommen sind.

    Den Kommissar der Paraya finde ich immer noch besser, als den alten, da er ja nicht vollkommen darauf konzentriert wirkt, seinen Körper bis ans Maximum zu treiben. Außerdem scheint er grundsätzlich andere Meinungen zu akzeptieren, wie zum Beispiel die Ansichten von Kara. Außerdem glaube ich nicht, dass er die Rebellen auf diese Weise exektuiert, weil er daran Spaß hat oder ähnliches, sondern weil es die für ihn angemessene Strafe ist, da er ja im Nachhinein seinen Respekt zollt.

    Habe ich es richtig verstanden, dass der Arzt während der Exekution versucht die Schmerzen für die Rebellen zu unterdrücken?

    Bei den Speicherbildern wirkt es auf mich so, als ob wir die Entstehungsgeschichte der Sphäre miterleben, da ja hier davon gesprochen wird, dass noch nicht die gesamte abgesonderte Energie gespeichert werden kann.

  • Zitat

    auch wenn ich grundsätzlich damit zufrieden bin, wenn sich meine Leserinnen und Leser einfach nur ein paar Stunden gut unterhalten fühlen, das Buch zuklappen und sagen: "Das war die Zeit wert, die ich zum Lesen aufgewendet habe.

    Das mag reichen, aber für mich ist es die Zeit erst wert wenn ich aus dem Buch etwas mitnehme. Dabei ist egal ob das ein Gefühl oder Denkanstöße sind. Und ein Denkanstoss muss nicht immer was neu gelerntes sein, das kann auch einfach mal ne neue Perspektive sein die mich Sachen in einem anderen Licht sehen lässt. Und das schafft dieses Buch ganz sicher.

    Bücher sind eben Gehirnnahrung, so wie Schoki oder ein Spaziergang manchmal Nervennahrung sein kann ;)

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich finde es schon krass, dass genau der Computer die Rebellen findet und damit auffliegen lässt, an dem sie sich wieder anschließen wollen. So ganz klar ist mir auch noch nicht, was genau sie wollen. Eigentlich haben sie doch wieder mehr Freiheiten bekommen und sind eigenständiger. Ok, die Abnabelung hat ein paar Kollateralschäden verursacht wie bei Anestes Mutter, aber ohne Opfer finden Veränderungen in diesen Dimensionen doch nie statt.


    Interessant, dass die ESOX vorgeschoben wird, den Kontakt aufzunehmen. Ob es wirklich so ist, weil sie besser ausgerüstet sind oder weil sie im Schwarm eine eher untergeordnete Stellung einnehmen? Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob die Idee wirklich so gut ist. Wenn die Sphäre ein Computer ist, wird er doch sicherlich die ESOX ganz anders beeinflussen können. Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt.


    Den Arzt finde ich irgendwie klasse. Gehört er zu den Rebellen oder sympathisiert er mit ihnen? Zumindest sorgt er dafür, dass die Rebellen nicht ganz so viel leiden müssen. Zapft er nicht auch die Erinnerungen irgendwie ab oder habe ich das falsch interpretiert?


    Und sein unermüdlicher Einsatz um die Zwillingsschwester Xeramel finde ich schon fast rührend. Interessant, dass sie so auf Kara reagiert. Ich weiß nur nicht mehr so genau, ob sie ihr positiv oder negativ zugetan war.


    Dass der PAYARA ganz besonders die Waffe interessiert, war ja klar. Ist die Frage, ob das wirklich die Sphäre war oder nicht doch noch irgendjemand - irgendetwas anderes.


    Klasse Dialog zwischen Zegato, Kara und Tervoit. So etwas liebe ich.


    Und zum ersten Mal taucht auch der Name "IMAGO-Projekt" auf. Für mich ist klar, dass das die letzte Kolonie war und die Speichereinträge damit zu tun haben. Mir ist nur noch nicht klar, was genau wir da vorfinden werden. Ob es noch Menschen dort irgendwo gibt?

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Etwas verwirrend war für mich die Exekution der Rebellen, die anscheinend doch noch nicht ganz tot waren, wie ich dachte. Ist denn die militärische Macht der Soldaten so groß, dass man sie einfach gewähren lässt?

    Das hat mich zunächst auch schockiert, auch wenn die Rebellen anscheinend schon hirntot sind.

    Als Geschöpf des Rotraums hat sie vielleicht eine andere Sicht auf die Dinge in unserer niederen Dimension.

    Das denke ich auch. Sie weiß sicherlich viel mehr als die anderen, sie teilt nur nicht ihr Wissen. Ob Berglen was herausfindet?

    Im Speicherbild scheinen die Anfänge der Sphäre geschildert zu werden.

    Das sehe ich genauso. Der Ausgang scheint allerdings nicht ganz so gut zu sein. Meine These ist immer noch, dass der Computer die Menschen einfach nicht mehr brauchte. Sie sind ja auch zu unberechenbar.

    Wenn Menschen das Denken aufgeben und stattdessen Computer für sich denken und entscheiden lassen, wenn diese Computer sogar auf das menschliche Hirn zugreifen, um dort Rechenoperationen durchführen zu lassen - hören sie dann irgendwann auf, Menschen zu sein? Damit ginge dem Schwarm aufgrund dieser Entwicklung ein Großraumschiff verloren. Es würde zwar nicht physisch zerstört, aber es wären keine Menschen mehr an Bord.

    Bei der SQUID äußern viele ähnliche Bedenken - aber hinter vorgehaltener Hand, denn mit dem lebenden Raumschiff will sich niemand anlegen ...

    Für mich sind das dann keine Menschen mehr. Aber ich glaube, die Diskussion hatten wir schon in "Feuer der Leere". Zumal der Computer ja ohnehin nur die "Denkleistung" des Menschen beansprucht, der Rest wird ignoriert oder abgeschafft. Was ist mit Berührungen, Empfindungen, Sehen, Hören, alle Sinnesorgange, die einen Menschen ausmachen, sind dann auch nicht mehr da.

    Naja, die SQUID ist sicherlich nicht menschlich und was die rote Familie betrifft, da weiß ich auch nicht mehr so genau, was das noch ist oder wird.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Mir persönlich hat auch sehr gut gefallen, dass darauf geachtet wurde, dass die Nachrichten abhängig von der Position der einzelnen Schiffe unterschiedlich lange zur Übertragung brauchen und finde es super gelöst, mit der Anzeige, wann die Nachrichten denn tatsächlich angekommen sind.

    Das sind die Szenen, bei denen ich nach dem fünften Umschreiben schluchzend Pause mache, um dann Legofiguren hervorzukramen und vor mir aufzubauen, damit ich nachvollziehen kann, welche Nachricht wann bei wem eintrifft ...

    :lachen:


    Außerdem glaube ich nicht, dass er die Rebellen auf diese Weise exektuiert, weil er daran Spaß hat oder ähnliches, sondern weil es die für ihn angemessene Strafe ist, da er ja im Nachhinein seinen Respekt zollt.

    Es ist sicher die Form von Gerechtigkeit, die er als richtig ansieht. Vermutlich würde er sich wünschen, dass man ihn in einer ähnlichen Situation ebenfalls martert, damit er im Sterben noch seinen Mut beweisen kann.

    Habe ich es richtig verstanden, dass der Arzt während der Exekution versucht die Schmerzen für die Rebellen zu unterdrücken?

    Zapft er nicht auch die Erinnerungen irgendwie ab oder habe ich das falsch interpretiert?

    Ja, genau. :daumen::daumen:


    Das mag reichen, aber für mich ist es die Zeit erst wert wenn ich aus dem Buch etwas mitnehme. ... Und das schafft dieses Buch ganz sicher.

    :freu:


    So ganz klar ist mir auch noch nicht, was genau sie wollen. Eigentlich haben sie doch wieder mehr Freiheiten bekommen und sind eigenständiger.

    Stell Dir vor, jemand kommt und sagt Dir: "Nimm mal Abschied von Deiner Wohnung, Deinem Auto, dem Internet, Deinem Smartphone. Ich bringe Dich in die Wildnis. Da kannst Du selbst Gemüse anbauen und jagen. Du bist viel freier: Du bist unabhängig von Bauern, Bäckern, Supermärkten, Tankstellen - all das brauchst Du nicht mehr. Du kannst Dich selbst versorgen - ich bringe Dir alles bei, was Du dazu können musst, gebe Dir Saatgut und Pfeil und Bogen. Du bist dann Autonom, kannst innerhalb der Wildnis gehen, wohin Du willst."

    Ich nehme an, Du würdest nicht sagen: "Ach ja, vielen Dank, dass Du mich von den Fesseln der Zivilisation befreist!", sondern: "Du spinnst wohl - ich will nicht so leben!"

    Aneste fühlt sich zivilisatorisch zurückgeworfen. Sie vermisst die Möglichkeiten der virtuellen Realität, die der Zentralcomputer bot.

    Ein noch einfacheres Beispiel: Nimm einem Teenager sein Smartphone weg ... :lachen:


    Ob es wirklich so ist, weil sie besser ausgerüstet sind oder weil sie im Schwarm eine eher untergeordnete Stellung einnehmen?

    Ein guter Punkt - sicher schicken die anderen die ESOX nicht aus uneigennützigen Motiven vor ... Das ist auch Kara klar.

  • Ein noch einfacheres Beispiel: Nimm einem Teenager sein Smartphone weg ... :lachen:

    :lachen: OK, habe ich jetzt verstanden. Danke für die ausführliche Erklärung.

    Das sind die Szenen, bei denen ich nach dem fünften Umschreiben schluchzend Pause mache, um dann Legofiguren hervorzukramen und vor mir aufzubauen, damit ich nachvollziehen kann, welche Nachricht wann bei wem eintrifft ...

    :lachen:

    Das möchte ich gerne mal sehen :lachen: Du zeigst doch sonst so viel im Schreibzeichen ;)

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Meine erste Frage bei Karas Umzug war, wie die Luftquallen wohl auf Schwerkraft reagieren würden. Können sie selbstständig fliegen, oder würden sie auf einm Planeten oder der Squid einfach liegen? Apropos Squid: Wie würde die Squid auf die "Haustiere reagieren?


    Ich glaube mit Ugron wird es nichts mehr. Wieviel ist noch von dem Menschen in ihm übrig, oder spricht die Squid durch ihn wie eine Handpuppe? Wenigstens ist das ganze Berglen nicht geheuer, hätte ja auch sein können dass er voll auf Ugrons Seite ist. Und hätte das angebotene Bad ihn vielleicht überzeugt?


    Xeramel als Decodierer des Imago-Projekts ist ein feine Idee. Mal sehen was sie noch herausbekommt.


    Die Tötung der Rebellen hat mich nachdenklich gemacht. Die Exekution ist mit der Todesstrafe auf der Erde nicht vergleichbar, da die Voraussetzungen hier komplett anders sind. Auf den Schiffen lebt man, abhängig voneinander, auf engsten Raum, mit wenig Lebensmitteln, und durch Manipulation ist es sicher möglich, ein ganzes Schiff zu zerstören. Die ethische Grundfrage, ob man jemand töten sollte, der selber getötet hat, bleibt natürlich bestehen.


    Die Wandlung im Speicherbild von Mensch zu Supercomputer ist möglicherweise sehr nah an dem, was Ugron wiederfahren ist. Als jener noch von Mutter getrennt war, hatte er ja auch andere Ansichten, von Rila ganz zu schweigen. Den Perspektivwechsel in dem Band fand ich spannend. Wie bei Isenborn kommt man nun durch andere Schwerpunkte an neues Hintergrundwissen.


    Auch für Kara ist das neu. Wie macht sie sich in Euren Augen?
    Was haltet Ihr von der Rebellion oder dem Freiheitskampf (je nach Perspektive) auf der ESOX?

    Und Berglen ... befindet er sich jetzt wieder "sicher in Mutters Schoß", oder schwebt er in Gefahr? Überhaupt - was denkt Ihr, welche Rolle wird die SQUID noch für die Menschheit spielen?

    Kara macht sich bislang ganz gut. Ob sie sich demnächst besser durchsetzen kann?

    Ein Freiheitskampf ist das für mich auf der Esox nicht, offenbar hatte ja bei dem Zwischenfall der Computer die Macht, nicht primär die Besatzung.

    Berglen wird sich vermutlich abnabeln, wenn Mutter ihm nicht eine Verkabelung verpaßt.

    Die Squid könnte sowohl große Hilfe, oder auch zum erbitterten Gegner der Menschheit werden.

    Was wenn eine Waffe die menschliche Technologie lahmlegt? Dann gibt es nur noch die Squid.

    Was, wenn die Squid nach und nach alle Menschen unter Kontrolle bringt, oder sie verdaut? Denkt sie selber, führt sie Befehle aus oder gibt es ein ganzes Volk? Suchen sie alle die nützliche Verbindung, sagen wir, wie ein Wahl und seine Putzerfische?

  • Können sie selbstständig fliegen, oder würden sie auf einm Planeten oder der Squid einfach liegen?

    Das hängt wesentlich von der Beschaffenheit und vor allem Dichte der Atmosphäre ab. Die Luftquallen haben sich auf einem Gasplaneten entwickelt - grundsätzlich kommen sie also mit Schwerkraft klar.


    Wieviel ist noch von dem Menschen in ihm übrig, oder spricht die Squid durch ihn wie eine Handpuppe?

    Paradoxerweise wären die Zoëliker eventuell sogar beruhigt, wenn sie davon ausgehen könnten, dass er nur eine Handpuppe der Gütigen Mutter wäre ...

    Ein Freiheitskampf ist das für mich auf der Esox nicht, offenbar hatte ja bei dem Zwischenfall der Computer die Macht, nicht primär die Besatzung.

    Sehr schön bemerkt! :jakka: Sie nennen sich zwar Befreier, aber eigentlich wollen sie zurück zu einer gesellschaftlich sehr restriktiven, gleichzeitig aber im persönlichen Bereich sehr freien Gesellschaft.

  • Kara und Macro sind nun also als Kommissare an Bord der ESOX, neben Tervoil, einem weiteren Muskelpaket von der PAYARA, wenn auch nicht ganz so heftig. Dass Tamis nicht böse darüber ist, dass seine Aufgabe auf der ESOX beendet ist, kann ich verstehen: einerseits hat er dort seine Frau verloren, andererseits hat sie ihn dort betrogen - ganz blöde Situation. Überhaupt scheinen die bisher Verantwortlichen es kaum erwarten zu können, das Schiff endlich zu verlassen.


    Das, was Tamis über die Einstellung der PAYARA erzählt, ist ziemlich interessent: "Ohne Rebellion keine Feinde, ohne Feinde weniger Meriten." Na toll - und wenn man dann noch bedenkt, dass die ESOX als Ausbildungscamp für die Soldaten herhalten muss, ist es kein Wunder, dass der Frust bei den ESOXer immer mehr zunimmt. Vor allem ist das eine Spirale der Gewalt, die sich immer weiter hochschrauben wird. Und etwas, das Kara ziemlich gegen den Strich gehen muss.


    Der Zentralcomputer ist also vermint und wenn es nach Arivor geht, würden die Sprengsätze eher früher als später gezündet werden. Interessant ist, dass auf dem Schiff alles zusammenbrechen würde, würde man auch den vierten Rechner abschaltet. Das zeigt nochmals, wie sehr das Leben früher auf der ESOX mit den Computern verwoben war. Der Rechner macht auch schon beinahe den Eindruck einer Maschinenintelligenz, wenn Arivor einräumt, dass niemand weiß, wie er tatsächlich funktioniert. Und sie gibt zu, dass man sich davor fürchtet, dass der Computer eines Tages eigenständig handeln könnte.


    Was wie Öl auf das Feuer der Rebellen wirken dürfte, ist die Tatsache, dass die ESOX als mögliches Kanonenfutter näher an die Sphäre gebracht werden soll. Und das geht sogar von der Roten Familie aus, allerdings nicht offiziell - so halten sie sich raffiniert aus allem raus. Andererseits, bei dem Gespräch zwischen Ugron und Berglen könnte man meinen, dass sein Vorschlag, die ESOX nahe an die Sphäre zu bringen, verhindern sollte, dass sich ihre Rechnerkapazität zu sehr mit den seltsamen Bewegungsvektoren auseinandersetzt


    Grinsen musste ich bei dem Gepluster von Macro gegenüber Berglen, als er ihn darauf hinweist, dass es Frau Jeskon heißt - die Retourkutsche von Berglen war geschickt angebracht :totlach:


    Zegato ist bisher etwas blass geblieben, aber in diesem Abschnitt tritt er plötzlich in den Vordergrund, als er die Erinnerungen der Verurteilten wegspeichert. Welches Ziel verfolgt er? Ich denke nicht, dass er zu den Rebellen gehört, denn dann würde er über die Informationen bereits verfügen, oder nicht? Andererseits sieht er Kara auf der falschen Seite stehend, was er bedauert, also gehört er doch zu den Rebellen? Ich denke, es ist sicherlich kein Nachteil für ihn, dass Kara ihm ihr Vertrauen schenkt, im Gegensatz zu Macro.

    Ob Zegato Xeramel nur aus ärztlicher Pflicht hilft, wage ich nach diesem Abschnitt zu bezweifeln, ich denke, er erhofft sich auch von ihr wichtige Informationen. Und ausgerechnet Xeramel, die bis zu ihrem Zusammentreffen mit Kara so apathisch wirkte, bringt das Imago-Projekt ins Gespräch. Das, was sie über die Entstehung der Sphäre erzählt, passt alles sehr gut zu den Speicherbildern. War Zegato, als er Tervoils Fragen an Xeramel bzgl. der Sphäre unterbricht, wirklich nur am Wohlergehen seiner Patientin interessiert oder wollte er verhindern, dass Tervoil weitere Details erfährt?


    Die Kolonie auf Noraste soll also komplett zerstört worden sein, dann dürften sich dort auch keine Menschen mehr befinden. Vielleicht wird das alles wirklich von einer Maschinenintelligenz beherrscht. Dafür sprechen auch die vielen wissenschaftlichen Fragen, die sie an den Schwarm stellt - und nur wenige Fragen, die man eigentlich von anderen Lebewesen/Menschen erwarten würde. Ist es das, was die Sphäre tut, immer neues Wissen anhäufen?

    Ich überlege gerade, wenn die ESOX nun so nah an der Sphäre platziert wird, ob sie nicht vielleicht in der Lage sein könnte, irgendwie den Zentralcomputer zu übernehmen.


    Bei seinem Gespräch mit Berglen wirkt Ugron sehr menschlich, auch wenn das Äußere ganz und gar nicht mehr menschlich ist. Und er hat recht: die PAYARA wäre in jedem Fall ganz scharf auf die Waffentechnik der Sphäre, falls sie für die Angriffe im Rotraum verantwortlich ist. Spannend sind auch die Vermutungen bzgl. einer Gravitationssenke, die irgendwie zu keinerlei Berechnungen richtig passt.

    Ugron ist aber daran gelegen, seine Erkenntnisse nicht unbedingt mit dem Rest des Schwarms zu teilen.


    Dass sich Tervoil nicht über Kara als Koexistenzialistin lustig macht, hat mich ebenfalls überrascht. Ich dachte schon, evtl. ist er nicht so ein Hackklotz wie die Anderen von der PARAYA. Aber nach der Hinrichtung der bereits Hirntoten durch das Leiden bin ich mir doch nicht mehr sicher. Das muss ja ein grässliches Zeugs gewesen sein, wenn es selbst Hirntote wieder "erweckt". Zuerst dachte ich, dass ist reine Grausamkeit, aber nach seinem letzen Satz im Kapitel 4 bin ich mir nicht mehr so sicher: er scheint wirklich das zu glauben, was er sagt, von wegen im Tode werden sie alle gleich sein und dass sie durch das Leiden Ehre gezeigt haben, auch weil sie für ihre Sache gefallen sind. Vielleicht haben die PARAYER so eine verschobene Ehrvorstellung.


    Im vierten Speicherbild erleben wir evtl. die Anfänge der Sphäre mit der Herstellung der Kollektoren, welche die Energie besser nutzen sollen. Es scheint auch sehr erfolgreich zu sein, wenn man die Rekordernten sieht. Aber irgendwann muss etwas gewaltig schiefgelaufen sein, wenn es zur Zerstörung der Kolonie gekommen ist. Das Netz wurde zu übermächtig? Welche Rolle wird dabei Iljow spielen, der sich mehr im Netz als unter den Menschen aufhält?

  • Auch für Kara ist das neu. Wie macht sie sich in Euren Augen?

    Ich finde es gut, dass sie nicht nur das tut, was Macro gerne hätte, sondern z.B. auch Zegato miteinbezieht. Natürlich weiß sie erst danach, ob ihr Vertrauen gerechtfertigt ist oder nicht, aber immerhin nähert sie sich den ESOXern an und kapselt sich nicht nur ab. Ob es naiv ist, so schnell jemandem ihr Vertrauen zu schenken, wie Zegato sie einschätzt, wird sich noch zeigen müssen. Aber ich denke schon, dass auch eine Portion Naivität bei ihr mitspielt, schließlich ist sie Anfängerin in der Diplomatie, da ist es doch normal, dass man noch etwas naiv ist.

    Was haltet Ihr von der Rebellion oder dem Freiheitskampf (je nach Perspektive) auf der ESOX?

    Wie schon geschrieben, kann ich schon verstehen, dass der Unmut auf der ESOX weiter zunimmt, wenn man ihre Rolle für die PAYARA bedenkt.

    Und Berglen ... befindet er sich jetzt wieder "sicher in Mutters Schoß", oder schwebt er in Gefahr? Überhaupt - was denkt Ihr, welche Rolle wird die SQUID noch für die Menschheit spielen?

    Ich denke, bei Berglen ist noch nicht das letzte Worte gesprochen, was sein Bleiben auf der SQUID angeht. Ich könnte mir vorstellen, dass er nochmal zur ESOX kommt. Und wenn es nur ist, um Kara zu warnen, weil Ugron, Rila und die Mutter irgendwas planen. Ugron weiß ja jetzt, dass Berglen sich zu Kara hingezogen fühlte. Welche Ziele die SQUID verfolgt, ist mir noch nicht ganz klar.

    Ich find es interessant, das gerade das Pulverfass ESOX noch mit zusätzlichem Zunder in Form von all den Kommissaren beladen wird, und Kara scheinbar die einzige ist die wirklich hofft das das Schiff wieder ein vollwertiges Mitglied des Schwarms werden kann.

    Ja, sie steht da tatsächlich auf ziemlich einsamem Posten.

    Vielleicht ist das der Schlüssel, wie man diesen harten Burschen gegenüber sein friedliches Ziel erreichen kann: Einfach mit allen Konsequenzen dafür einstehen.

    Damit könntest du recht haben: Tervoil macht sich ja auch nicht über Karas Koexistenzialismus lustig, wenn sie ihn konsequent durchzieht.

  • Zitat

    Das zeigt nochmals, wie sehr das Leben früher auf der ESOX mit den Computern verwoben war

    wobei das auf den Anderen Grossraumern nicht viel anders ist, ohne Computer wären das auch nur leere Metallklumpen. Ist ja auch bei der heutigen Raumfahrt nicht viel anders, nur das die Computer noch nicht so leistungsstark sind.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Interessant ist, dass auf dem Schiff alles zusammenbrechen würde, würde man auch den vierten Rechner abschaltet.

    In einem Flugzeug, in dem der Bordcomputer ausfällt, möchte ich auch nicht setzen ...

    Das ist auch ein Problem der Großraumschiffe im Schwarm: Sie sind im Dauereinsatz. Ein Flugzeug wird bei jeder Landung durchgecheckt, und wahrscheinlich sind die Großraumschiffe auch so konstruiert, dass sie ab und zu zur Wartung in eine Werft kommen sollen. Aber die Menschheit hat keine Werften mehr, das muss jetzt alles "on the fly" funktionieren ...

    Dafür sprechen auch die vielen wissenschaftlichen Fragen, die sie an den Schwarm stellt - und nur wenige Fragen, die man eigentlich von anderen Lebewesen/Menschen erwarten würde.

    Was denkt Ihr, welches Ziel verfolgt die Sphäre mit diesen Fragen?


    Und er hat recht: die PAYARA wäre in jedem Fall ganz scharf auf die Waffentechnik der Sphäre, falls sie für die Angriffe im Rotraum verantwortlich ist.

    Ich habe das Gefühl, die PAYARA kommt etwas schlecht weg. :)

    Es gilt ja, zu bedenken, dass die Menschheit in einer feindlichen Galaxis unterwegs ist. Eine einzige verlorene Schlacht gegen die Giats könnte ihr den Todesstoß versetzen. Sie braucht dringend Schiffe wie die PAYARA und die ORCA, wenn es zu einem Kampf kommt. Diese beiden sind diejenigen, die den Gegnern am längsten standhalten und die anderen schützen können. Jedenfalls war das richtig, bis die SQUID gezeigt hat, was sie kann ... :barbar: Aber die SQUID allein wäre gegen die Flotten der Giats auch hoffnungslos.

    er scheint wirklich das zu glauben, was er sagt,

    Macht ihn das sympathischer und berechenbarer?

    Oder unheimlicher, weil keinesfalls von seinen Zielen abzubringen?

  • wobei das auf den Anderen Grossraumern nicht viel anders ist, ohne Computer wären das auch nur leere Metallklumpen. Ist ja auch bei der heutigen Raumfahrt nicht viel anders, nur das die Computer noch nicht so leistungsstark sind.

    Stimmt, damit hast du natürlich auch recht. Aber auf den anderen Schiffen haben die Computer nicht diese "Macht", wie sie auf der ESOX haben oder hatten. Ich hätte vielleicht erwartet, dass sie die vier Zentralrechner durch einen neuen Rechner austauschen, der für die Besatzer "berechenbarer" ist, aber klar, wie Bernd schreibt, wo hätten sie das machen sollen. Während eines Flugs die Rechner tauschen, könnte sehr unangenehme Folgen haben.

    Ich habe das Gefühl, die PAYARA kommt etwas schlecht weg. :)

    Es gilt ja, zu bedenken, dass die Menschheit in einer feindlichen Galaxis unterwegs ist.

    Das liegt sicherlich auch an ihren Bewohnern, die doch sehr nach dem Motto große Muskeln-kleines Hirn gezeichnet sind :totlach:

    Macht ihn das sympathischer und berechenbarer?

    Oder unheimlicher, weil keinesfalls von seinen Zielen abzubringen?

    Ich finde ihn schwer einzuschätzen.

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