01: Anfang - Seite 52 (Kapitel 1 + Erstes Speicherbild)

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  • Au weia - ich war auf Start am 14. aus und dachte, dass ich dann ja nur einen Tag hänge (war bis gestern noch mit dem "Schlangengrab" beschäftigt). Aber dann werde ich mich jetzt mal sputen und den ersten Abschnitt lesen und dann in die Diskussion hier einsteigen.

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Wie schon bei "Feuer der Leere" hatte ich bei den ersten Sätzen gedacht ich versteh' nur Bahnhof, zu viele unbekannte Begriffe. Das hat sich aber nach einigen Seiten schnell gelegt.

    Kara konnte ich spontan nicht zuordnen, ich dachte, dass ich ausschliesslich auf neue Charaktere treffe.


    Spannend, wie Kara im violetten Kometen die Lage meistert. Wozu so ein Pilz doch gut sein kann. Wäre aber auch schade gewesen, wenn sie gleich zum Anfang der Geschichte in den Rotraum gesogen wird.


    Der Muskelmann der Payara ist ja unheimlich und irgendwie grotesk. Ein kleiner Kopf auf einem überdimensioniertem Körper. Und er will ja immer noch mehr. Hat diese extrem hohe Körpertemperatur mit dem Überfluss an Muskelmasse zu tun? Die Temperatur stieg ja sprunghaft an, als er sich körperlich betätigte. Die Muskeln verbrennen etwas beim Sport, aber dieser Anstieg ist ja sicherlich so nicht normal.

    Eine kriegerische Besatzung ist die Mannschaft von der Payara.


    Das Speicherbild beschreibt für mich eine Landschaft aus der Vergangenheit. Es wurde damals entschieden, einen Schutz der Klippen vor Küstenerosion oder ähnlichem nicht ausreichend umzusetzen, sondern eine Variante, die den Tourismus nicht zu sehr belastet und weiterhin einen ungehinderten Ausblick ermöglicht. Einen Zusammenhang zum Schwarm kann ich im Ganzen allerdings noch nicht erkennen.


    Zum Outfit und zur Ausgestaltung des Buches kann ich nichts sagen, da ich das ebook lese.

    Liebe Grüße Claudia

    2 Mal editiert, zuletzt von Delena ()

  • entspricht dem, nach Feuer der Leere, erwarteten Stil. Mir gefällt es!

    Stimmt, man fühlt sich, als ist man wieder im Corvus-Universum angekommen :)


    Dies liegt daran, dass der Kommissar der Esox Kämpfe geradezu herbeisehnt und ich davon ausgehe, dass es bei den restlichen Bewohnern der Payara nicht anders ist, und dies ja nunmal im absoluten Widerspruch zu den Gedankengängen von Kara steht.

    Da kommt es sicherlich noch zu Konflikten, die Unterschiede in den Handlungsweisen sind extrem.


    "Imago" bedeutet ja "Bild" oder "Abbild"

    Danke für den Hinweis, das wird bestimmt noch nützlich sein.


    Die Speicherbilder verstehe ich als eine Art Geschichtsaufzeichnung.

    Das denke ich auch.

  • So - erster Abschnitt beendet und gleich wieder mittendrin im Schwarm und den unendlichen Weiten. Irgendwie fühlt es sich an, als hätte ich "Feuer der Leere" gestern erst weggelegt, denn Personen und Gegebenheiten waren sofort wieder präsent.

    Mit Kara begegnen wir gleich einer alten Bekannten (an deren Beliebtheit sich die Geister ordentlich scheiden :totlach:). Und sie sorgt ja auch gleich wieder für Diskussionsstoff.

    Die Verhandlungen finde ich ganz interessant und das Auftauchen des Giants-Kreuzers sorgt für Spannung.

    Die Besatzung der Payara ist ja wohl ein ganz eigenwilliges Völkchen. Der Unterhändler war bei der Verteilung der Diplomatie offensichtlich abwesend und der Kommissar auf der Esox (Azrael) hat zwar einen coolen Namen, ist mir ansonsten aber durch und durch unsympathisch. Na, vielleicht bekommt er noch eine zweite Chance, aber das wird schwer.


    Ich möchte natürlich wissen, was ich antworten muss, wenn mich jemand fragt: "Versteht man Das Imago-Projekt auch, wenn man Feuer der Leere nicht kennt, oder entgeht einem da viel?" Derzeit bin ich da optimistisch. :)

    Ich bin mir da nicht so sicher. Und du selbst erklärst ja auch gleich im Anschluss auf diese Aussage nochmal die Zusammenhänge;) Ich glaube, wenn ich "Feuer der Leere" nicht kennen würde, dann wäre ich mal komplett verwirrt.

    Insbesondere auf die zeitliche Einordnung war ich gespannt, also wie lange es nach Feuer der Leere spielt. Ich hatte da auf einen etwas größeren Zeitsprung getippt.

    Ich hatte eher angenommen, dass es mehr oder weniger nahtlos weitergeht, eben wegen jenes besonderen Kindes, das Robert Corvus ja vorher schon erwähnt hat. Er kann uns doch dessen Aufwachsen nicht vorenthalten.

    1. Es hat mit der Vorgeschichte der Sphärenwelt zu tun, bzw die Entstehung derselben

    2. Es gehört zur Vorgeschichte der Menschen, was auch die Betitelung erklären würde.

    Warum müssen das zwei verschiedene Vorgeschichten sein? Können nicht auch Menschen in dieser Sphärenwelt leben?

    ("Imago" bedeutet ja "Bild" oder "Abbild")

    Oh je, da war ich ja mal total auf dem Holzweg mit meiner Interpretation. Ich hatte bei Imago sofort den Begriff aus der Zoologie im Kopf und war bei Insekten und Verpuppung und so weiter. Das kommt davon, wenn man angehende Biologen in der Familie hat. Nun kann ich mich also ganz entspannt zurücklehnen und in eine andere, vielleicht viel einfachere Richtung denken.


    Zu den Speicherbildern kann ich jetzt noch gar nichts sagen, dafür erfahren wir im ersten einfach zu wenig. Aber der Titel "Speicher" deutet natürlich auf Geschehnisse in der Vergangenheit (wessen auch immer) hin. Oder aber - der Gedanke kommt mir gerade - es sind irgendwie "Szenenbilder" (in der Art eines Drehbuchs), die die Handlung an irgendeinem Ort im Universum (dem, an dem das ominöse Titel-Abbild entsteht) beschreiben. :boah:Es geht schon wieder los - ich ergehe mich in wildesten Spekulationen und das nach gerade mal 52 Seiten. Wo soll das nur hinführen???

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Ich hatte eher angenommen, dass es mehr oder weniger nahtlos weitergeht, eben wegen jenes besonderen Kindes, das Robert Corvus ja vorher schon erwähnt hat. Er kann uns doch dessen Aufwachsen nicht vorenthalten.

    Ich hoffe doch sehr, das wir noch etwas von diesem Kind und der SQUID erfahren.

  • Hallo zusammen, die ist meine erste Leserunde, und ich freue mich tierisch, dabei zu sein.


    Das Feuer der Leere habe ich erst vor ein paar Wochen gelesen, die Erinnerung ist also noch frisch. Daher hat es mir gleich gut gefallen, von Kara zu lesen, deren Motivation in Feuer der Leere etwas fragwürdig war. Ist sie Freund oder Feind? Sollte sie jetzt eine zentrale Rolle einnehmen, ist das ein cooler Move, wie überhaupt die ganze Anfangsszene, die deutlich einsteigerfreundlicher ist als in Feuer der Leere, weniger technisch und keine Schlacht, sondern Diplomatie. Dazu wird nebenbei die Grundsituation erklärt, damit auch jeder mitkommt, der den anderen Band nicht gelesen hat. Ich finde unabhängig voneinander lesbare Einzelbände gut, hat mir z.B. bei Sternenfaust immer gefallen. Bin sehr gespannt auf die Reaktionen derjenigen, die Band 1 nicht gelesen haben. Auch die Wendung mit Erok am Ende war konsequent, symphatisch wurde er ja noch nie dargestellt.

    In Szene 2 mit Kommissar Azrel und Zegato wird ein für mich zentrales Thema der Serie erläutert: die Andersartigkeit der Bewohner und der einzelnen Schiffe. Die Herangehenswese der Menschen ist ja sehr unterschiedlich, die einen verbinden sich mit Technik, die anderen mit ihrem lebenden Schiff - Azrels Kameraden sind da sicher gut als Denkansatz geeignet.

    Szene 3 mit Kara war eien schöne Actionsequenz mit smartem Lösungsansatz. Es sind gerade die kleinen Dinge wie der Schwamm, die den Sense of Wonder kräftig füttern. So macht mir Sci Fi Spaß.

    Mit dem Speicherbild steige ich noch nicht so ganz durch, aber man kennt diese Zwischensequenzen ja auch anderen Büchern wie Drachenmahr und weiß, daß sich das Puzzle vervollständigen wird.

    Ich freu mich jedenfalls, mehr aus dem Corvuniversum zu lesen.


    Zitat

    Wie gefällt Euch die Gestaltung? Der Umschlag, das Papier, das Druckbild?

    Sehr schöne Optik und Haptik, Klappbroschur macht immer was her. Das Cover sieht gut aus, schauen wir mal was es mit den schwarzen Flecken und dem Gitter auf sich hat.

  • Hat diese extrem hohe Körpertemperatur mit dem Überfluss an Muskelmasse zu tun?

    Ja, die "hochgezüchteten" Menschen haben einen besonders hohen Energiebedarf. Deswegen müssen sie ständig viel Essen, verbrennen dann aber auch die Kalorien schnell.


    Eine kriegerische Besatzung ist die Mannschaft von der Payara.

    Falls Ihr irgendwann nochmals Feuer der Leere lest, werdet Ihr feststellen, dass die PAYARA und die ORCA dort als die Schlachtschiffe des Schwarms charakterisiert sind. ;) Sie spielen dort aber keine wichtige Rolle, eigentlich noch nicht einmal eine Nebenrolle - sie werden nur erwähnt.


    Aber der Titel "Speicher" deutet natürlich auf Geschehnisse in der Vergangenheit (wessen auch immer) hin.

    :klatschen:


    Es geht schon wieder los - ich ergehe mich in wildesten Spekulationen und das nach gerade mal 52 Seiten. Wo soll das nur hinführen???

    Mit wilden Spekulationen bist Du hier doch genau richtig! :lachen:


    Ich hatte eher angenommen, dass es mehr oder weniger nahtlos weitergeht, eben wegen jenes besonderen Kindes, das Robert Corvus ja vorher schon erwähnt hat. Er kann uns doch dessen Aufwachsen nicht vorenthalten.

    Ich hoffe doch sehr, das wir noch etwas von diesem Kind und der SQUID erfahren.

    Deine Hoffnung wird sich erfüllen. :wahrsager:


    Hallo zusammen, die ist meine erste Leserunde, und ich freue mich tierisch, dabei zu sein.

    Na dann: herzlich willkommen! :banane::karotte::banane:


    Sollte sie jetzt eine zentrale Rolle einnehmen, ist das ein cooler Move,

    Das mache ich generell gern, vor allem in Serien: Figuren nach vorn holen, die bislang eher im Hintergrund agiert haben, und anderen eine Pause vom Rampenlicht gönnen ...

    Aber dadurch, dass sie noch immer da sind (bzw. die anderen vorher schon einmal erwähnt wurden), hat man so etwas wie ein Gewebe mit Fäden, die mal hoch kommen und mal weniger sichtbar verlaufen. Das gibt ein dichtes Gewebe in der fiktiven Welt.


    Die Herangehenswese der Menschen ist ja sehr unterschiedlich, die einen verbinden sich mit Technik, die anderen mit ihrem lebenden Schiff - Azrels Kameraden sind da sicher gut als Denkansatz geeignet.

    Ich finde interessant, dass sich offenbar viele Leserinnen und Leser besonders auf dem Schiff heimisch fühlen, das am weitesten von unseren realen Möglichkeiten entfernt agiert: der SQUID ... Offenbar ist die fehlende Schwerkraft auf den anderen Schiffen für viele noch gewöhnungsbedürftiger als die Vorstellung, im Innern einer gigantischen Lebensform unterwegs zu sein.

  • Hallo zusammen,


    anfangs bin ich ein wenig luftleeren (Rot)raum geschwebt, was die Handlung angeht, aber dann kommt doch Licht in die Geschichte :totlach:


    Ich habe ja so ein miserables Namensgedächtnis, aber bei dem Namen Kara Jeskon meinte ich, dass ich den schon mal gehört hätte. Und spätestens beim Koexistentialismus und ihren beiden Lichtquallen war es dann klar, dass wir ihr in "Feuer der Leere" bereits begegnet sind.
    Bei der Begegnung mit dem riesigen Giat-Schiff kommen bei Kara Ängste auf, die durch das Wissen aus den Datenbanken herrührt, auch wenn sie deren Wahrheitsgehalt durchaus anzweifelt. Ich bin sehr gespannt, ob wir hierüber noch mehr erfahren werden, wie das damals tatsächlich abgelaufen ist und ob Kara an ihren Glauben an den Koexistentialismus festhalten wird.


    Die Mitglieder der MARLIN und der PAYARA scheinen sich ja nicht so grün zu sein, wenn sie sich bei Verhandlungen gegenseitig an den Kragen gehen. Grinsen musste ich über die Reaktion der Bugani, die das alles so entspannt sehen ^^ Herla hat mir ziemlich gut gefallen, wie sie Rassan nach der Prügelei zur Vernunft bringt.


    Die MARLIN scheint einiges abbekommen zu haben, ich hoffe, dass sie sie rechtzeitig wieder repariert bekommen. Was zum Geier hat Kara in den verwüsteten Räumen zu suchen gehabt, auch wenn sich die Ergebnisse ihrer Arbeit dort befinden? Das war ja äußerst gefährlich und ziemlich knapp. Aber den Schwamm zum Wachsen zu bringen, damit die Tür offen gehalten wird, war sehr raffiniert. Als sie dann aber vor der nächsten geschlossenen Tür stand, dachte ich auch, das darf doch jetzt nicht wahr sein.


    Die Mitglieder der Payara zeichnen sich also durch eine extreme Maximimierung ihrer Muskelmasse aus. Und Kommissar Azrel hadert mit seinem Schicksal, dass er auf der Esox keine Kampfmeriten erlangen kann. Aber wer weiß, vielleicht kommt er doch noch zum Zuge.


    Spannend war das erste Speicherbild: in welcher Zeit spielt das Geschehen bei der Party dieses akademischen Instituts, dem Iljow und Saundra angehören? Da es sich um ein Speicherbild handelt, könnte es in der Vergangenheit liegen. In jedem Fall handelt es sich hier um eine Welt, die sich nicht in einem der Raumschiffe befindet. Es könnte sich durchaus um Ereignisse auf der Erde handeln.


    Oder handelt es um die menschliche Kultur, auf die Starn Egron auf Cochada Hinweise gefunden hat?

  • Während meiner Schulzeit, in der 11. Klasse, mussten wir alle ein Praktikum machen und anschließend davon berichten. Einer von uns war bei den Rettungssanitätern.

    Er erzählte davon, dass man mit dem Krankenwagen eine ältere Dame durch die Stadt kutschiert hat, die im Rollstuhl saß. Es war kein Noteinsatz, nur eine Krankenfahrt. Eine ziemlich langweilige, anscheinend, denn irgendwann kam man auf die Idee, auszutesten, was die PS unter der Haube so eines Krankenwagens zu ziehen vermögen. Man nahm also recht schmissig einige Kurven.

    Erst am Ziel stellte man fest, dass man die Halterung für den Rollstuhl der Dame nicht richtig angezogen hatte. Er hatte sich während der flotten Fahrt gelöst, die Dame hatte also eine turbulente Viertelstunde hinter sich. Sie wirkte aber wohl recht fröhlich, anscheinend hat ihr der heiße Ritt Spaß gemacht. Dennoch war mein Klassenkamerad froh, dass sie Taubstumm war und deswegen nicht petzen konnte ...

    Warum ich das erzähle?

    Weil diese Jahrzehnte zurückliegende Episode die Inspiration für die Szene im Violetten Kometen war. Denn ...

    Was zum Geier hat Kara in den verwüsteten Räumen zu suchen gehabt, auch wenn sich die Ergebnisse ihrer Arbeit dort befinden?

    ... das hatte Kara so nicht geplant. Eigentlich wollte sie sich um die Zuchtbehälter kümmern, die provisorisch in der Bar untergebracht waren. Aber dann kam es zu einem Ausfall der Technik im Modul - einschließlich Andurckabsorbern, Kommunikationseinrichtungen und Türverriegelung. Der Ausfall der Andruckabsorber hat in etwa den Effekt, wie die fehlende Halterung am Rollstuhl der Dame: Bei jeder Kurve fliegt alles durcheinander ... Nur, dass die MARLIN nicht mit 50 km/h fliegt, sondern mit einem Vielfachen davon.

  • Die Menschen von der PAYARA stellen mit ihrer gewalttätigen Ader einen interessanten Kontrast zu Karas friedlicher Philosophie dar.

    Wenn Rassan auch so ein Muskelprotz ist, dann hatte Erok nicht mal einen Hauch einer Chance bei der Auseinandersetzung der beiden.

    Darüber habe ich auch nachgedacht. Aber ich meine im Gedächtnis zu haben, dass die "Cyborgisierung" der ESOX-Menschen erst an Bord ihren Anfang nahm. Deswegen habe ich das verworfen. Aber natürlich könnte die Idee dazu auch schon früher auf einem Planeten geboren worden sein.

    Bei Saundras Begeisterung für Computer musste ich auch direkt an die Esox denken, aber die Klippen und das Meer haben mich dann davon abgebracht.

    Habe ich das richtig verstanden, dass er die Schwester behandelt, die ihre Zwillingsschwester verloren hat?

    Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern rotwerd

    Gemeint ist dieses hier (von Foto Kuhweide):

    Das Foto ist aber auch zu cool :totlach:

  • Erst am Ziel stellte man fest, dass man die Halterung für den Rollstuhl der Dame nicht richtig angezogen hatte. Er hatte sich während der flotten Fahrt gelöst, die Dame hatte also eine turbulente Viertelstunde hinter sich. Sie wirkte aber wohl recht fröhlich, anscheinend hat ihr der heiße Ritt Spaß gemacht. Dennoch war mein Klassenkamerad froh, dass sie Taubstumm war und deswegen nicht petzen konnte ...

    Warum ich das erzähle?

    Jetzt musste ich doch lachen, weil ja glücklicherweise alles gut gegangen ist und die Dame das auch noch so locker genommen hat :totlach:

    ... das hatte Kara so nicht geplant. Eigentlich wollte sie sich um die Zuchtbehälter kümmern, die provisorisch in der Bar untergebracht waren.

    Ich dachte nur, weil auch derjenige, der sie im violetten Kometen gefunden angerufen hat, überrascht war, sie dort vorzufinden.

  • Zitat

    Ich dachte nur, weil auch derjenige, der sie im violetten Kometen gefunden angerufen hat, überrascht war, sie dort vorzufinden.

    Sie war auch ungeplant da um der Leere ihres Quartiers zu entgehen. Und immerhin war das vorher ein Vergnügungsmodul, wer weiss was der für Schlüsse gezogen hat.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Wirklich ein ganz anderer Einstieg als in Feuer der Leere. Wir bekommen schon zu Beginn sehr unterschiedliche Figuren serviert, was das Ganze erst einmal sehr spannend macht. Kara ist mir auf Anhieb sympathisch. Die fackelt nicht lange rum und weiß was sie will und doch ist sie nicht so eine Knallharte an der alles abprallt (wie man dann in der heiklen Szene nachher spüren kann, als sie wirklich denkt, es könnte zu Ende gehen) Zu Anfang schon gleich verschiedene Facetten einer Figur, das hat mir sehr gut gefallen. Und ich denke Kara ist sehr vielseitig.

    Die Bugani habe ich mir versucht vorzustellen wobei das ein sehr skurriles Bild abgibt 8o Lustig fand ich auch, wie sie sprechen immer gleich mit dem passenden Synonym. Da kann man sich gut vorstellen WIE die das artikulieren, das hat sie für mich ein ganzes Stück erlebbarer gemacht.

    Azrel ist sehr interessant. Ein bisschen musste ich darüber nachdenken, wie die Menschen in der Zukunft wohl wirklich mit ihrem Körper umgehen. Dieses Streben nach Perfektion, dieses ewige Nachjustieren wo geht noch was usw. Das ist ein interessanter Aspekt und ich bin gespannt, was wir da noch erfahren. Ich nenne ihn jetzt schon "Denkbeule" ....da musste ich herzlich lachen.


    Die Szene mit Kara war wirklich heikel und die Sache mit dem Schwamm überaus ungewöhnlich. Tatsächlich sind Schwämme nämlich Tiere und ich fand Karas Idee ihn auf diese Art zu benutzen echt interessant. Ich habe noch nie über einen "Schwamm" gelesen....war echt überraschend und macht neugierig noch mehr über dieses seltsame Leben dort oben zu erfahren.


    Das Speicherbild konnte ich umgehend der Vergangenheit zuordnen, auch wegen der salzigen Meerluft. Es ist quasi ein Rückblick in die Vergangenheit. Vielleicht Karas Mutter? Ich weiß noch nicht so genau auf jeden Fall steigt die Spannung.

    Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

  • Zitat

    Kara ist mir auf Anhieb sympathisch. Die fackelt nicht lange rum und weiß was sie will und doch ist sie nicht so eine Knallharte an der alles abprallt (wie man dann in der heiklen Szene nachher spüren kann, als sie wirklich denkt, es könnte zu Ende gehen) Zu Anfang schon gleich verschiedene Facetten einer Figur, das hat mir sehr gut gefallen. Und ich denke Kara ist sehr vielseitig.


    Ich finde es interessant, dass Kara so gut wegkommt, das war ja bei der letzten Runde nicht der Fall. Aber der Perspektivwechsel ergibt, dass sie (vermutlich) keine Doppelagentin oder Mata Hari ist, wie man in Feuer der Leere hätte annehmen können.

  • Ach die Wochenenden...für die meisten hier vermutlich die besten Lesezeiten, für mich selten wirklich mit Lesezeit verbunden. Aber ich hole schon auf.


    Ich lese erst einmal das ebook, weil ich eben immer unterwegs lese und die Bücher leiden darunter. Werde mir aber das Buch auch noch kaufen. Also deshalb noch nichts zum cover. Das Bild von Bernd und Bernhard ist natürlich der Knaller! Klar, dass die Bewerbung angenommen wird


    Aber nun zum Buch:

    Ein guter Einstieg ist diese Verhandlung. Nicht nur, weil sie so informativ ist und also ganz nebenbei erklärt welche verschiedenen Ansichten sich hier treffen, sondern auch wegen des Humors und wie bei Bernd nicht anders zu erwarten, auch der ethischen Probleme. Ich musste sehr schmunzeln, über die Argumentation, warum die Gastgeber nicht eingreifen. Richtig, sie sind zwar Gastgeber, aber sie kennen die Kultur ihrer Gäste nicht und also ist es am besten nicht einzugreifen und zu beobachten. Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eben. Auch die Frage wie man verhandeln sollte. Das Geschick der Diplomatin fand ich toll. Kara handelt aber auch sehr überlegt. Sie hilft Erok und sorgt dafür, dass seine Schwäche nicht so sichtbar wird - Schadensbegrenzung, aber sie gibt ihm eine Abfuhr, die sich gewaschen hat. Heu Mädel, das war mal klare Sprache! Die Angst vor Einsamkeit ist ja nun wirklich nicht der beste Grund, um zusammen zu bleiben.

    Ich bin sehr gespannt, ob wir hierüber noch mehr erfahren werden, wie das damals tatsächlich abgelaufen ist und ob Kara an ihren Glauben an den Koexistentialismus festhalten wird.

    Ich hoffe das mal sehr. Es ist durchaus nicht schlimm, wenn man gern mit den Feinden reden möchte und eine friedliche Übereinkunft erhofft, aber trotzdem Angst vor dem Feind hat. Für mich widerspricht sich das nicht. Angst ist gut, sie fördert Respekt, aber man muss sich nicht von der Angst leiten lassen. Ich finde ihre Gedanken darüber, wieviel von der Angst durch Manipulation entstanden ist gar nicht so falsch. Sie wirkt aber in dieser Szene viel reifer als in Feuer der Leere.



    Dann der Sprung in das Schiff der ESOX. Ich habe mich gefragt, was der Arzt da soll, seit wann trainieren Ärzte irgendwelche Muskelprotze. Wurde aber schnell klar, dass da nachgeholfen werden soll.

    Mir gefällt die Sprache wieder sehr gut, besonders bei "kümmerliche Denkbeule" musste ich auflachen.

    Ich mußte an jemanden denken, der Bankdrücken macht und dessen Kopf optisch ohne Hals in den Rumpf geht, da habe ich ähnliche Assoziationen gehabt (war auch nicht viel Gehirn drin).

    In diesem Abschnitt (vielleicht animiert durch das Speicherbild) kam es mir so vor, als ob wir die Ansätze in unserer Gesellschaft weiter geführt sehen. Das Gerät zum Aufbau der Armmuskeln kenne ich doch aus dem Fitnesscenter. Der Körperkult ist in unserer Gesellschaft doch schon weit verbreitet. Die Irgendwie wirkt bei den Muskelmenschen immer der Kopf unproportional klein. Muss aber nicht heißen, dass es allen an Gehirn fehlt. Azrael sicher auch nicht. Seine Überlegungen sind ja nicht falsch. Nur sehr einseitig. Aber die Denkweise der ESOX- Mannschaf ist auch einseitig, oder? Für mich ist das Speicherbild eben genau das, was es aussagt, eine Gespeicherte Situation, die wichtig für den Verlauf der Geschichte war. Wenn der Name auch eine Bedeutung hätte, dann wäre es ein König, also jemand, der eine Dynastie gründet. Eine, die auf die Objektivität von Computern baut und emotionale Entscheidungen grundsätzlich für falsch hält. An der Stelle sicher auf fraglich, ob man ein Naturwunder kaputt macht nur um einen guten Studenten nicht zu frustrieren, aber nicht umsonst ist da auch das Bild des überglücklichen Studenten und der Hinweis, dass es ja eine neue Chance im nächsten Jahr gibt. (Ich spekuliere meist auch falsch, aber hier dürfen wir ja)


    Ich bin gespannt, was sie auf Noraste finden werden. Sie scheinen die verloren gegangene Zivilisation zu suchen, die sie auf Chochada entdeckt haben.

    Das hoffe ich sehr!! Auf die bin ich sehr gespannt. Aber ich vermute mal, dass wir nicht so schnell mit ihr bekannt werden :(



    Spannend, wie Kara im violetten Kometen die Lage meistert. Wozu so ein Pilz doch gut sein kann. Wäre aber auch schade gewesen, wenn sie gleich zum Anfang der Geschichte in den Rotraum gesogen wird.

    Oder spannend. Was wäre denn wirklich geschehen? Über diesen Raum weiß niemand was (vielleicht der Autor, aber da bin ich mir nicht sicher :wegrenn: ) Ich muss gestehen, dass ich bei dieser Szene nicht so richtig wußte, wann sie spielt, ist es vor oder nach der Verhandlung? Wie ich Bernd kenne ist es danach und er hat alles weggelassen was klar war. :) Die Frage ist dann natürlich, was ist denn nun schon wieder los, dass da alles drunter und drüber geht, denn auch wenn niemand wußte, dass Kara dort ist, man wußte aber, dass die Nahrungsmittelforschung dort ist. DA muss also was geschehen sein. Dafür klang es mir aber zu lustig als Kara gerettet wurde.



    Auf das (Kind) bin ich besonders gespannt und auch auf ein Wiederlesen mit Rita und Ugron.

    Ich auch.

  • mich, dass man schon mit Anfang 20 so wichtige Aufgaben wahrnehmen kann. Werden die Menschen in diesen Raumschiffen von klein auf getrimmt und gefördert, so dass sie viel schneller reifen?

    Das muss doch auch so sein, wenn ich wenig Personal habe, dann muss ich dafür sorgen, dass der Nachwuchs schnell flügge wird.

    Aber ich denke auch, wie Bernd, dass unsere Pädagogen sich hoffentlich bald international umschauen werden und begreifen, dass Kinder nun mal je jünger umso mehr lernen und gern lernen. Also sollte man sie so jung wie möglich fördern und vor allem angepasst an die gesellschaftliche Realität erziehen. Außerdem ist das Übernehmen von Verantwortung eine wichtige Entwicklungsaufgabe.


    fühlen, das am weitesten von unseren realen Möglichkeiten entfernt agiert: der SQUID ... Offenbar ist die fehlende Schwerkraft auf den anderen Schiffen für viele noch gewöhnungsbedürftiger als die Vorstellung, im Innern einer gigantischen Lebensform unterwegs zu sein.

    Nein, für mich nicht, es ist nur viel interessanter. Fehlende Schwerkraft ist in einer SF Story nichts besonderes, aber ein lebendes Raumschiff, dass den Menschen Bequemlichkeit bietet, sich so formt, wie die Menschen es brauchen und dabei manipuliert und sich anbeten läßt, das ist schon spannend - wo liegen da die Motive - außer Einsamkeit (da hätte es dann was mit Kara gemeinsam). Was passiert, wenn dieses Kind größer wird, wird es die Menschen ersetzen?

  • Zitat

    Was passiert, wenn dieses Kind größer wird, wird es die Menschen ersetzen?

    Oh, ein interessanter Gedankengang. In die Richtung hab ich noch gar nicht spekuliert.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Offenbar ist die fehlende Schwerkraft auf den anderen Schiffen für viele noch gewöhnungsbedürftiger als die Vorstellung, im Innern einer gigantischen Lebensform unterwegs zu sein.

    Nein gar nicht. Aber mir ist die lebendige Umgebung einfach lieber als kalte Technik und tonnenweise Stahl. Und solche Raumschiffe kennt man ja auch aus anderen Geschichten, wogegen den Organismus Schiff eher selten antrifft. Deshalb finde ich die Squid interessanter.

    Bei der Begegnung mit dem riesigen Giat-Schiff kommen bei Kara Ängste auf, die durch das Wissen aus den Datenbanken herrührt, auch wenn sie deren Wahrheitsgehalt durchaus anzweifelt.

    Das fand ich auch gut an der Stelle, dass ihr durchaus bewusst ist, dass Datenbanken nur so zuverlässig sind, wie diejenigen es zulassen, die sie befüllen.

    Bei den beiden Lichtquallen hat es auch bei mir dann "klick" gemacht.

    Ich finde es immer wieder nett, welche Begleiter Robert Corvus seinen Figuren zur Seite stellt. Musste gerade spontan an "Orkengriff" denken, aber das ist eine andere Geschichte (die mir aber im zweiten Abschnitt allerdings gerade tatsächlich über den Weg gelaufen ist ;))

    Was passiert, wenn dieses Kind größer wird, wird es die Menschen ersetzen?

    Hmm - ich weiß nicht. Warum sollte die Squid die Menschen ersetzen wollen? Ich könnte mir eher vorstellen, dass sie sich eine Art Nachfolger oder Verstärkung heranzieht, weil lebende Organismen wohl unweigerlich altern. Allerdings fällt mir gerade noch was anderes ein und ich muss hier mal kurz Abschnitt 2 spoilern, weil der Gedankengang an dieser Stelle einfach hinpasst

    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Lustig fand ich auch, wie sie sprechen immer gleich mit dem passenden Synonym.

    Das liegt auch daran, dass die Translatoren (die Übersetzungsgeräte) Mühe mit der Übertragung der Bugani-Sprache ins Generalingua haben. Auch bei zwei "Menschensprachen" gibt es ja oft keine ganz exakte Entsprechung für einen Begriff. Die Translatoren bieten hier mehrere Übersetzungen an, um das Feld aufzuspannen.


    Ein bisschen musste ich darüber nachdenken, wie die Menschen in der Zukunft wohl wirklich mit ihrem Körper umgehen.

    Nicht nur Schönheit liegt im Auge des Betrachters, sondern auch allgemeiner, was man als erstrebenswert ansieht. Dazu wird in Das Imago-Projekt noch eine Menge kommen ...

    Das Speicherbild konnte ich umgehend der Vergangenheit zuordnen, auch wegen der salzigen Meerluft.

    Sehr gut beobachtet! :klatschen: Die Menschen des Schwarms leben seit vielen Generationen nicht mehr auf Planeten. Diejenigen, die Feuer der Leere gelesen haben, erinnern sich vielleicht an Starns Empfindungen, als er erstmals auf Cochada unter einem freien Himmel steht und ohne technische Ausrüstung die Luft eines Planeten direkt atmet.

    Das Geschick der Diplomatin fand ich toll.

    Ich bin gespannt, wie Dir die weiteren diplomatischen Bemühungen in Das Imago-Projekt gefallen werden - der Roman ist voll davon.

    Ich habe mich gefragt, was der Arzt da soll, seit wann trainieren Ärzte irgendwelche Muskelprotze.

    Mit dem detaillierten Wissen, das man im Schwarm über den menschlichen Körper hat, könnte man die dortigen Ärzte auch guten Gewissens als Bio-Ingenieure bezeichnen. Sie helfen ihren Patienten dabei, dass sie sich in ihren Körpern wohlfühlen - auch wenn das bedeutet, diese Körper zu verändern ...


    Ich muss gestehen, dass ich bei dieser Szene nicht so richtig wußte, wann sie spielt, ist es vor oder nach der Verhandlung?

    Wenn wir die Speicherbilder ausnehmen, sind die Szenen chronologisch angeordnet.

    Im ersten Kapitel beginnt es mit der Verhandlung mit den Bugani.

    In der Szene mit Azrel greift der Dialog das Ergebnis dieser Verhandlungen auf (unter anderem die erworbenen Magnetwerfer). Die Szene endet damit, dass die Schiffe des Schwarms in den Rotraum eintreten.

    In der Kara-Szene fliegen die Schiffe (hier: die MARLIN) dann durch den Rotraum.


    Aber ich denke auch, wie Bernd, dass unsere Pädagogen sich hoffentlich bald international umschauen werden und begreifen, dass Kinder nun mal je jünger umso mehr lernen und gern lernen. Also sollte man sie so jung wie möglich fördern und vor allem angepasst an die gesellschaftliche Realität erziehen.

    Ich bin sehr gespannt, wie Ihr auf die Szene mit der Schulklasse reagieren werdet. :jakka:


    Aber mir ist die lebendige Umgebung einfach lieber als kalte Technik und tonnenweise Stahl.

    Ja, das ist sicher ein weiterer Aspekt: Auf den anderen Schiffen ist alles künstlich. Auch die Bereiche, in denen Pflanzen wachsen, sind streng kontrollierte und optimierte Areale. In gewissem Sinne ist die SQUID das einzige Stück "Wildnis" (also: nicht von Menschen gestaltete Umgebung), mit dem die Menschen noch in Berührung kommen. Abgesehen von der Leere des Weltraums, die ihre Schiffe umgibt ...

    Das fand ich auch gut an der Stelle, dass ihr durchaus bewusst ist, dass Datenbanken nur so zuverlässig sind, wie diejenigen es zulassen, die sie befüllen.

    Schön, dass das rüberkommt! Das ist auch immer ein Problem in der Informationstechnologie. Selbst wenn der Algorithmus noch so gut programmiert ist: Wenn die Eingabedaten lücken- oder fehlerhaft sind, kann das Ergebnis nicht gut und zuverlässig werden.