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  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß zeitnah euer Fazit hier einstellt.


    Denkt bitte daran, dass eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare des Verlages sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines des Autors) immer interessant.


    Außerdem wäre es sowohl für Eric Berg als auch für den Limes-Verlag, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, sicherlich schön, wenn ihr eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellt.

    Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Was ist vor sechs Jahren in Heiligendamm geschehen?


    Ellen Holst hat sich nach der Trennung ihres Mannes mit ihrem Sohn Tristan in Heiligendamm an der Ostsee niedergelassen. Kaum ist sie eingezogen, erfährt sie, dass in ihrer Wohnanlage und schlimmer noch, in ihrem Haus, vor sechs Jahren drei Menschen ermordet wurden. Sie versucht, die vergangenen Ereignisse nicht zu sehr an sich ran zu lassen, aber als Gegenstände aus ihrem Haus verschwinden, muss sie sich doch mit der Vergangenheit auseinandersetzen.


    Die spannende Krimihandlung wird auf zwei wechselnden Zeitebenen erzählt: einmal erleben wir die Ereignisse von 2010 mit, die in dem furchtbaren Dreifachmord gipfeln, auf der anderen Seite begleiten wir Ellen und Tristan bei ihrem Neuanfang in Heiligendamm.


    2010 wird die schicke und luxuriöse Wohnanlage Vineta in Heiligendamm eröffnet, verschiedene Menschen und Familien beziehen die neuen Häuser, die nach außen hin durch eine Mauer und Pförtner abgesichert sind. Der Erbauer und Gründer von Vineta, Gernot Kessel, verfolgt das Ziel, dass seine Bewohner zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen. Dazu gehören gemeinsame Grillabende usw. Ich finde es zwar schön, wenn Nachbarn nicht völlig isoliert voneinander leben, aber die Zielsetzung von Kessel und seine Durchführung hatten für mich etwas Aufgesetztes und Zwanghaftes, ja, ich empfand es stellenweise sogar als übergriffig. Schnell keimen die ersten Konflikte auf, die sich immer weiter steigern.


    Als Ellen im Jahr 2016 in eines der Häuser zieht, macht Vineta einen vernachlässigten Eindruck und ich war neugierig, was zu diesem Verfall geführt hat. Und ich war natürlich auch sehr gespannt, wer von den damaligen Bewohnern noch in Vineta lebt bzw. welche damals ermordet wurden. Der Autor verschleiert die Identität der Toten sehr geschickt, so dass man als Leser viel Raum zum Spekulieren hat.


    Es gibt aber noch einen dritten Handlungsstrang, bei dem es um zwei albanische Geschwister und deren furchtbare Familiengeschichte geht und den ich anfangs überhaupt nicht den Ereignissen von Vineta zuordnen konnte.


    Die Charaktere sind sehr gut gelungen und manches Mal musste ich meinen ersten Eindruck revidieren. Ellen Holst hat sich schweren Herzens von ihrem Mann getrennt, weil sie das oberflächliche Leben als Diplomatengattin satt hatte. Der Leser erfährt einige Einzelheiten aus ihrem bisher luxuriösen Leben in teilweise sehr armen Ländern und ich muss sagen, ich konnte ihre Entscheidung nachvollziehen. Allerdings fällt es Ellen anfangs schwer, eine Neuorientierung für ihr nun sesshaftes Leben zu finden. Ihr Sohn Tristan erscheint anfangs als typischer Jugendlicher, aber tatsächlich hat er ein sehr großes Herz.

    Aber auch die Eigenheiten der Bewohner von 2010 hat der Autor sehr gut getroffen.


    Das Buch ist spannend geschrieben, mit viel Raum zum Spekulieren und die Auflösung der Morde von 2010 und seine Opfer konnten mich überraschen.


    Meine Rezension erscheint bei:

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    Großes Literaturschock-Bücherforum

    LovelyBooks

    Thalia

    Weltbild

    Limes Verlag

    Lesejury

  • Ellen ist gerade 42 Jahre alt, frisch getrennt von ihrem Ehemann, einem Diplomaten und versucht in Vineta, einer ruhigen Siedlung in Heiligendamm für sich und ihren Sohn Tristan ein neues Leben aufzubauen. Eher zufällig erfährt sie, dass ausgerechnet in ihrem Haus vor 6 Jahren drei Menschen ermordet wurden. Das schreckt sie nicht ab, denn sie möchte alles tun, damit dieses Haus für sie und ihren Sohn ein „Glückshaus“ wird. Als dann aber einige beunruhigende Dinge geschehen, kann sie nicht umhin, sich auch für die Vergangenheit zu interessieren.


    Eric Berg erzählt auf zwei Zeitebenen die Ereignisse: Einerseits wird die Geschichte Ellens im Jahr 2016 erzählt, ihre Versuche hier heimisch zu werden und ihrem Sohn ein stabiles Heim und Sicherheit zu geben.

    Andererseits erfährt der Leser von den Ereignissen aus dem Jahre 2010, vom Erbauer der Siedlung Vineta, der hier sein Ideal von „Großfamilie“ realisieren wollte und von den Schicksalen der einzelnen, gut ausgewählten Familien. Was als Idylle geplant war, gerät außer Kontrolle und verwandelt sich in ein Geflecht von Lügen und Falschheit, gipfelt schließlich in den drei Morden.


    Intelligent und abwechslungsreich wird von den Entwicklungen in der Siedlung erzählt, aber auch von den teilweise dramatischen Schicksalen der einzelnen Charaktere, die hier aufeinander treffen. Der Autor versteht es, die Protagonisten facettenreich und psychologisch stimmig darzustellen.

    Seine ruhige Sprache lässt sie alle lebendig werden – mit Ecken, Kanten und allen erdenklichen Abgründen hinter ihren wohlgeordneten Fassaden. Die Bösen sind nicht nur böse, die Guten nicht nur gut. Sehr menschlich also!


    Eric Berg wechselt rasch zwischen 2010 und 2016, so dass die Spannung von den ersten Seiten an aufgebaut wird und über immerhin 416 Seiten durchgehend auf hohem Niveau gehalten wird. Von Anfang an habe ich mitgeraten und gerätselt. Einige überraschende Wendungen haben meine eigenen Überlegungen zu Opfern und Täter mehrmals über den Haufen geworfen. Die Auflösung am Schluss war völlig unerwartet, aber glücklicherweise logisch und hat die offenen Fragen beantwortet.

    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es war mein erstes Buch dieses Autors, aber sicher nicht das letzte!


    Fazit: eine intelligent konstruierte Geschichte spannend erzählt! Wirklich lesenswert!



    amazon

    LB

    Literaturschock Forum

    weltbild

    Buchhandlung des Jahres

  • Hier nun auch meine Rezension. Vielen Dank an leserunden.de und den Limes Verlag für das Buch, an Caren für die gelungene Moderation und an Eric für die tolle und intensive Begleitung. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und das Buch hat mir sehr gut gefallen!



    Nicht nur eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, sondern oftmals auch ein neues Domizil - so denkt auch Ellen Holst, die sich gerade von ihrem Ehemann, der als Diplomat ein rastloses Leben führt und durch die Welt jettet, getrennt hat. Nun will sie mit ihrem Sohn Tristan ein geruhsameres und entspanntes Leben an der Ostsee, in Heiligendamm nämlich, starten. Das Haus in der schicken Siedlung Vineta ist komfortabel und gut gelegen, so dass dem Vorsatz eigentlich nichts im Wege steht. Doch bald werden sie von den Geistern der Vergangenheit eingeholt.


    Vor sechs Jahren nämlich - wir schreiben das Jahr 2016 - hat es in ebendieser beschaulichen Siedlung einen furchtbaren Mord gegeben - nein, nicht nur einen, es waren gleich drei. Doch Ellen kann fragen, soviel sie will - ihr gegenüber will niemand so richt mit der Sprache rausrücken. Nur soviel erfährt sie, dass es etwas mit dem Haus zu tun hat, in dem sie jetzt mit Tristan lebt. Und alsbald geschehen merkwürdige Dinge: Tristans brandneues Surfbrett verschwindet, und es scheint so, als würde sich jemand in ihrem Haus rumtreiben - nachts oder wenn sie nicht da ist. Obwohl das alles ziemlich gruselig ist, will Ellen Klarheit über die Vorgänge haben und lässt nicht locker. Wird sie es ohne größere Verluste schaffen, Klarheit in die ebenso geheimnisvolle wie grausige Vergangenheit ihres neuen Zuhauses zu bringen?


    Mir hat an dem Krimi besonders gut die ungewöhnliche Geschichte gefallen - so etwas gab es wirklich noch nie, auch der Leser konnte sich zunächst überhaupt keinen Reim auf das Geschehene machen, da er quasi mit dem selben Vorwissen startete wie Ellen auch und fiel in vollkommen unvertrautes Terrain, musste - auch mit viel Krimi-Erfahrung - ganz von vorne beginnen. Die ungewöhnlichen Charaktere sind fein gezeichnet, eine absolute Stärke des Autors Eric Berg, die mir schon aus seinen Vorgänger-Krimis "Das Schattengrab" und "Das Küstengrab" vertraut ist und die ich sehr schätze. Zudem eröffnet sich dem Leser die vom Autor liebevoll gezeichnete Ostseeküste und wärmt trotz der unheimlichen Ereignisse das Herz - so sehr, dass ich am liebsten gleich meine Koffer gepackt hätte!


    Ein Krimi, den ich mit Genuss gelesen habe - der Autor hat es gleich mehrfach geschafft, mich auf den Holzweg zu führen. Hinter einigen der zunächst glatten Fassaden der Figuren tun sich wahre Abgründe auf, andere outen sich langsam, aber sicher als gar nicht so schlimm wie gedacht. Ein Autor, der zu überraschen vermag, in jeder Hinsicht. Wer gern Spannendes liest, wird auch dieses Buch gern in seinen Urlaubskoffer packen, wenn es im Sommer an die Ostsee oder auch zu einem anderen Urlaubsziel geht - wenn er es überhaupt so lange aushält!


    Ich stelle die Rezi auch auf amazon und lovelybooks sowie hier im Literaturschock-Forum ein!

  • Auch ich bedanke mich für die tolle Leserunde, es hat viel Spaß gemacht! Das Biuch hat mich restlos begeistert und das Spekulieren war klasse!


    Hier nun meine Rezi:

    ————

    So bitter die Rache


    Fesselnd von der ersten bis zu letzten Seite


    Inhalt:

    Ellen Holst, 42 und frisch getrennt, möchte nach einem bisher unsteten Leben als Diplomatengattin endlich einen endgültigen Wohnsitz beziehen. Mit ihrem Sohn Tristan kauft sie ein Haus in einer Wohnanlage in Heiligendamm. Kurz nach ihrem Einzug erfährt sie, dass vor sechs Jahren ausgerechnet in ihrem Haus ein grausames Verbrechen stattgefunden hat. Drei Menschen wurden ermordet, ein Täter wurde nie dingfest gemacht. Anfangs interessiert sie das eigentlich nicht, nach und nach wird sie aber von dem damaligen Geschehen eingeholt.


    Meine Meinung:

    Das ist wieder so ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte. Von der ersten Seite an war ich gefesselt und mitten in der Geschichte. Der Autor erzählt abwechselnd in zwei Zeitebenen: Zum einen Ellens Geschichte im Jahr 2016, zum anderen die Ereignisse im Jahr 2010, in dem das grausame Verbrechen geschah. Der Leser erfährt häppchenweise, wie und warum es zu den Morden kam.

    Ein dritter Handlungsstrang spielt in Albanien. Anfangs kann man diese Geschichte überhaupt nicht einordnen, nach und nach fügt sich das Puzzle zusammen und alles ergibt einen Sinn. Die Spannung baut sich langsam auf und steigert sich bis zum Schluss, durch den ganzen Krimi zieht sich eine unterschwellig düstere Stimmung.

    Das Ende ist überraschend aber stimmig, es bleiben keine Fragen offen. Auf dem Weg dahin führt uns Eric Berg immer wieder auf falsche Fährten, es gibt überraschende Wendungen, die alle Spekulationen über den Haufen werfen.

    Am besten gefallen hat mir die Darstellung der Protagonisten. Die Charaktere sind facettenreich und differenziert gezeichnet. Von jedem einzelnen wurde ich immer wieder überrascht, keiner ist nur gut oder nur böse.

    Schließlich sei noch die liebevolle und detaillierte Beschreibung der wundervollen Ostseeküste erwähnt. Ich habe Lust bekommen, in unser Wohnmobil zu steigen und hin zu fahren.


    Fazit:

    Ein spannender, intelligent konstruierter Krimi mit genial gezeichneten Protagonisten. Mein Highlight 2018!

    ————

    Streuliste:

    Amazon

    Literaturschock-Forum

    buecher.de

    Leserkanone

    Hugendubel

    Thalia

    Weltbild

    Random House


    Hugendubel und Random House brauchen ein paar Tage zum Freischalten. Sobald das Biuch auf Literaturschock gelistet ist, stelle ich meine Rezi da auch noch ein.

  • Kaufen* bei

    Amazon
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links






    Das war wieder eine Runde die mir großen Spaß gemacht hat. Der Austausch mit euch hat war sehr anregend. Dafür möchte ich mich bei euch bedanken.



    In Eric Berg seinem spannenden Krimi " So bitter die Rache" geht es um einen sechs Jahre zurück liegenden Mord, bei dem drei Menschen getötet wurden.

    2016 hat die 42 jährige Ellen Holst sich von ihrem Mann getrennt und ist mit ihrem Sohn Tristan nach Heiligendamm in eine ehemals idyllische Siedlung gezogen. Sie ist es leid, ständig in der Welt umziehen zu müssen. Da ihr Mann Diplomat ist, würde sich daran nicht ändern.

    In Heiligendamm möchte sie zur Ruhe kommen und ihrem Sohn ein stabiles Zuhause und Umfeld bieten.

    Erst nachdem sie schon ins Haus so gezogen ist, erfährt sie von den grausamen Morden die in ihrem Haus geschehen sind. Noch nicht beunruhigt, beginnt sie langsam sich einzurichten. Doch als ihr Sohn sich mit dem Nachbarsjungen Ruben, eigentlich schon ein junger Mann, anfreundet, geschehen seltsame Dinge.

    Ruben ist speziell und genau dieser Aspekt macht es nicht einfach.

    Immer mehr beunruhigt, versucht sie dann doch sich mehr für das damals Geschehene zu interessieren. Sie lernt einen Mann kennen, der für Ruben eine wichtige Rolle spielt. Und von da an wird es immer undurchsichtiger für Ellen. Immer wieder wird sie belogen, doch da sie sich frisch verliebt hat, merkt sie es erst als es ziemlich brenslich wird.


    Meine Meinung:

    Einen so spannungsgeladenen Krimi habe ich schon lange nicht gelesen. Der Name Eric Berg steht einfach für einen grandiosen Schreibstil, der ein von der ersten Seite an mitreißt.

    Der Krimi ist in zwei Zeitebenen aufgeteilt, rückblickend auf die Geschehnisse von 2010, und die Gegenwart mit Ellen 2016.

    So erfährt man, wie alles mit der Siedlung in Heiligendamm begonnen hat. Wie es zu der Konstellation der Bewohner der neu erbauten Häuser gekommen ist. Was sind das für Menschen, passen sie überhaupt zusammen?

    Und dann Ellen, sie ist mir mit ihrem Sohn ans Herz gewachsen. Sie entwickelt sich von der ehemaligen Ehefrau, die nur als Anhängsel eines wichtigen Ehemannes galt, zu einer mutigen taffen Frau. Sie lässt ihr Leben Revue passieren und muss sich entscheiden wie ihre Zukunft aussehen soll. Aber die große Frage ist, kommt sie dem Geheimnis der ungeklärten Morde auf die Spur, ohne nicht selbst dabei in Gefahr zu geraten?

    Für alle Krimi Fans, eine absolute Leseempehlung.


    Morgen komme ich erst dazu meine Rezi zu streuen und dann reiche ich die Links in ein paar Tagen nach.


    Literaturschock forum

    Lovelybooks

    Lesejury


    Weiterhin erscheint die Rezi bei


    https://www.hugendubel.de/de/b…che&internal-rewrite=true


    https://www.buch.de/shop/home/…20Rache&stype=productName


    https://www.buecher.de/shop/me…/detail/prod_id/49552887/


    https://www.thalia.de/shop/hom…809026600/ID83725086.html


    https://www.ebook.de/de/produc….html?searchId=1701097210


    https://www.jokers.de/artikel/…tter-die-rache_23751498-1


    Literaturschock Hauptseite

    Liebe Grüße Kerstin

    3 Mal editiert, zuletzt von kessi69 ()

  • Es war wieder eine tolle Leserunde. Vielen Dank dafür!


    Die Rezi auch auf amazon, gr. Buecherforum, lovelybooks, wasliestdu, buecher.de, thalia, kriminetz

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    Nach der Trennung von ihrem Mann will Ellen Holst mit ihrem Sohn Tristan in der Siedlung „Vineta“ in Heiligendamm ein ruhigeres Leben führen. Doch kaum sind sie angekommen, erfährt sie beim Einkaufen, dass in ihrem Haus vor Jahren ein schreckliches Verbrechen passiert ist, bei dem drei Menschen zu Tode kamen. Eigentlich will sie nichts auf das Gerede geben, aber dann passieren merkwürdige Dinge in der Siedlung.


    Von Anfang an ist die Spannung aufgebaut und sie steigert sich immer mehr. Man erhält abwechseln Einblick in das Geschehen von 2010, als die Morde passierten, und dem von 2016. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Erzählstrang um Malush und seine Schwester Majlinda, die aus Albanien kommen.


    Der Erbauer der Anlage, Gernot Kessel, hatte einen Traum von einer Gemeinschaft, in der man beschützt und sicher leben kann. Doch gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht. Er sammelt Bewohner um sich, die alle sehr individuell sind und ihre Probleme haben. Es kommt zu Streitigkeiten und merkwürdigen Vorgängen und am Ende sogar zu Toten.


    Als Ellen in ihr Haus einzieht, hat die Anlage viel von ihrem ursprünglichen idyllischen Ambiente verloren. Ellen hat das Leben als Diplomatenfrau in ständig wechselnden Ländern nie behagt. Daher hat sie sich nun von ihrem Mann getrennt und will Tristan ein Zuhause bieten. Doch schon bald verschwinden wieder Dinge, und die Parallelen zu 2010 sind nicht zu übersehen. Überall taucht auch Ruben auf, ein seltsamer junger Mann, der zwar alleine lebt, aber einen Betreuer hat.


    Tristan freundet sich mit Ruben an, während Ellen seinem Betreuer Sven näherkommt. Ellen fühlt sich immer unbehaglicher und versucht herauszufinden, was 2010 geschehen ist.


    Alle Charaktere sind sehr gut dargestellt und in ihrer Individualität sehr gut beschrieben, so dass sie authentisch in all ihren Facetten sind.

    Genau wie Ellen wollte auch ich Licht ins Dunkel bringen und obwohl ich manchmal glaubte, zu wissen, wer die Opfer und wer der Täter ist. Doch so einfach macht es der Autor den Lesern nicht. Immer wieder geschieht etwas, das dafür sorgt, dass man im Unklaren bleibt. Mein ungutes Gefühl hatte schon seine Gründe, aber es führte mich dennoch nicht auf die richtige Spur. Das Ende hat mich dann vollkommen überrascht. Es ist schlüssig, es ist genial und zeigt, was für Abgründe doch in Menschen stecken können.


    Ein ungewöhnlicher und packender Krimi.

  • Nachdem hier nun alle Rezensionen eingestellt wurden, können wir diese Leserunde allmählich beenden.


    Lieber Eric, vielen Dank deine Begleitung dieser Runde! Vielleicht lesen wir uns hier bei deinem nächsten Buch wieder....


    Außerdem ein Dankeschön an alle Mitleserinnen, das Diskutieren und Spekulieren mit euch hat richtig Spaß gemacht! :winken:

  • Nachdem hier nun alle Rezensionen eingestellt wurden, können wir diese Leserunde allmählich beenden.


    Lieber Eric, vielen Dank deine Begleitung dieser Runde! Vielleicht lesen wir uns hier bei deinem nächsten Buch wieder....


    Außerdem ein Dankeschön an alle Mitleserinnen, das Diskutieren und Spekulieren mit euch hat richtig Spaß gemacht! :winken:

    Dem schließe ich mich noch einmal an:)