01 - Anfang bis Kapitel 2 (bis S. 51)

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  • Hallo liebe Leserunde,


    zu später Stunde stoße ich nun auch noch zu euch und habe den ersten Abschnitt gelesen.


    Eigentlich ist schon alles geschrieben worden, aber ein bisschen was hab ich auch noch auf Lager.


    Zuerst einmal ist mir der Einstieg in das Buch ein wenig schwer gefallen, aber das kann daran liegen, dass es sich bisher um ein recht ruhiges Buch handelt und ich selbst heute ziemlich hibbelig bin. Dann verändert sich ja bekanntlich die Wahrnehmung. ;D


    Lies hat auf mich von Anfang an einen recht naiven Eindruck gemacht und ich war sehr erstaunt, als ich gelesen habe, dass sie bereits 30 Jahre alt ist. Ihr Umgang mit ihrem Job beim Finanzamt ist unglaublich kindlich, mit kam sie vor wie eine Schülerpraktikantin, obwohl Lies ja mit Sicherheit eine Fachkraft in ihrem Bereich ist. Ihr Verhalten nennt man wohl auch "innere Kündigung". :) Ein wenig unrealistisch kam mir allerdings vor, dass ihr Antrag auf ein Jahr unbezahlten Urlaub so hopp-hopp bewilligt wurde.


    Als Lies auf Elias Hof ankam, konnte ich die Kälte förmlich spüren und ich fühlte mich mit ihr so richtig einsam und verlassen, aber auch wütend. Alles in mir schrie mit Lies zusammen: Ich will das du (Elias) mit mir sprichst, ich will was richtiges zu essen haben, ich will eine Heizung in meinem Zimmer und... ich will nach Hause! :o


    Die Szene mit dem Pferd fand ich sehr schön, und noch schöner fand ich, dass sie ihm den Namen ihres Chefs gegeben hat. ;D Auch wenn Lies Pferde nicht mag, kann ich mir trotzdem vorstellen, dass sie sich mit ihm anfreunden wird. Ansonsten wäre die Szene nämlich überflüssig gewesen... ;)
    Bin gespannt ob ich recht behalte! :)


    @ yanni
    Von der isländischen Elfenbeauftragten habe ich schon einmal gehört, bzw. irgendwann einmal einen Zeitungsbericht darüber gelesen. Ich fand das sehr faszinierend... :-)

    Liebe Grüße<br />SheRaven

    Einmal editiert, zuletzt von SheRaven ()

  • Danke für den Link, ich konnte mir auch nicht so richtig vorstellen, warum es geht.


    Danke auch yanni. Was es alles gibt! Also ich finde das ... örks.


    Deine erste Bemerkung finde ich interessant - ich hätte es nicht gekonnt, einfach packen und ein anderes Land gehen. Da wäre ein neuer Job und eine andere Stadt schon eher meine Kragenweite gewesen. Wenn dann das Ausland bei rausspringt, gerne. Aber Lies flüchtet auf eine etwas kopflose Art.


    Ich könnte das auch nicht, so einfach packen und weg. Ich bräuchte da einige Vorbereitungszeit, besonders bei einem Land, das ich so gar nicht kenne. Ich könnte auch nicht fahren, ohne die Sprache wenigstens etwas zu kennen, oder zu wissen, ob ich wenigstens mit Englisch durchkäme. Ein bisschen Sicherheit durch Vorbereitung bräuchte ich schon. Aber ich mache mir sowieso eher viel Gedanken. Lies ist da wahrscheinlich ein anderer Typ.



    Lies hat auf mich von Anfang an einen recht naiven Eindruck gemacht und ich war sehr erstaunt, als ich gelesen habe, dass sie bereits 30 Jahre alt ist. Ihr Umgang mit ihrem Job beim Finanzamt ist unglaublich kindlich, mit kam sie vor wie eine Schülerpraktikantin, obwohl Lies ja mit Sicherheit eine Fachkraft in ihrem Bereich ist. Ihr Verhalten nennt man wohl auch "innere Kündigung". :) Ein wenig unrealistisch kam mir allerdings vor, dass ihr Antrag auf ein Jahr unbezahlten Urlaub so hopp-hopp bewilligt wurde.


    Sie kam mir auch jünger vor. Ihr Sonderurlaub wurde wirklich recht problemlos bewilligt, aber ich stelle mir die ganze Zeit schon ihren Chef vor, der nun in aller Ruhe ihre Akten durchwühlen und überprüfen kann und den Urlaub dafür bestimmt sehr befürwortet hat.

  • Also, nachdem ich die ersten zwei Kapitel verschlungen habe, möchte ich drei Textstellen anmerken, die mir nicht gefallen haben.

    Zitat

    Ich haben keinen Bock, Isländisch zu lernen.


    Bei dieser Stelle bin ich gestolpert. Die Sprache fand ich unpassend zu Lies.
    Und die Beschreibung des Pferdes:

    Zitat

    Weiß war es, schneeweiß mit überschäumender, dichter, langer Mähne

    . Die Formulierung überschäumend fand ich bei der Beschreibung einer Pferdemähne nicht gut gewählt.
    Und

    Zitat

    Deutsche Schattenmorellen von Aldi

    Dieser Satz hat mich völlig aus der Situation gerissen. Nach meinem Empfinden passt der gar nicht.
    Aber diese kleinen Textstellen waren Ausnahmen in den ersten zwei Kapiteln. Sehr gelungen fand ich den Wechsel in Lies´Gefühlen zu ihrem neuen Lebensumfeld. Das Auf und Ab der Stimmungen ist sehr anschaulich dargestellt. :)

    Bring Licht in Deinen kleinen Winkel, dann erhellst du die ganze Welt


  • Und

    Dieser Satz hat mich völlig aus der Situation gerissen. Nach meinem Empfinden passt der gar nicht.


    Diesen Satz fand ich jetzt komischerweise gut, er hat gerade deshalb irgendwie den Kontrast sehr gut gezeigt. Ein Gegenstand aus vielleicht Lies Alltag war in Island völlig fehl am Platz. Dass die Kirschen abgelaufen waren verstärkte das für mich noch.
    Die anderen Sätze sind mir gar nicht so aufgefallen. Die Mähne wahrscheinlich deshalb nicht, weil ich schon auf einem Islandpferde-Reiterhof war und die Mähnen der Pferde wirklich teilweise extrem waren. Für eine "normale" Mähne hätte ich wahrscheinlich auch das schäumend seltsam gefunden.
    Aber das ist nur mein Empfinden bei den Sätzen. Vielleicht sehen andere das ja wieder anders.


  • Diesen Satz fand ich jetzt komischerweise gut, er hat gerade deshalb irgendwie den Kontrast sehr gut gezeigt. Ein Gegenstand aus vielleicht Lies Alltag war in Island völlig fehl am Platz. Dass die Kirschen abgelaufen waren verstärkte das für mich noch.
    Die anderen Sätze sind mir gar nicht so aufgefallen. Die Mähne wahrscheinlich deshalb nicht, weil ich schon auf einem Islandpferde-Reiterhof war und die Mähnen der Pferde wirklich teilweise extrem waren. Für eine "normale" Mähne hätte ich wahrscheinlich auch das schäumend seltsam gefunden.
    Aber das ist nur mein Empfinden bei den Sätzen. Vielleicht sehen andere das ja wieder anders.


    Ich fand diesen Satz sehr passend. Lies, die sich bei Elías nicht gerade heimisch fühlt, findet die Aldi-Kirschen. Abgelaufen! So wie sie sich sicher bisweilen fühlt: fehl am Platz, unerwünscht!
    Ich hatte diese Dosen richtig vor Augen. Das Etikett fleckig, der Deckel mit Rostflecken und leicht gewölbt.
    Bei den kargen Vorräten der reinste Hohn.

  • Die drei Sätze die hier zitiert wurden, sind mir auch aufgefallen, aber nur der erste hatte einen komischen Beigeschmack. Das sie keinen Bock hat, kann ich ja verstehen, aber es passt wirklich nicht zu ihrer Ausdrucksweise.


    yanni: Die Elfenbeauftragte finde ich sehr interessant. Irgendwann habe ich mal so was gehört und für einen Scherz gehalten.


    Bettina: Wenn du noch weitere Bilder auf Lager hast, nur her damit. Ich bin mittlerweile von der Schönheit echt fasziniert und frage mich auch (ich glaube wie Heimfinderin) warum das Land an mir bisher spurlos vorüber gegangen ist.


    Katrin


  • Ich fand diesen Satz sehr passend. Lies, die sich bei Elías nicht gerade heimisch fühlt, findet die Aldi-Kirschen. Abgelaufen! So wie sie sich sicher bisweilen fühlt: fehl am Platz, unerwünscht!
    Ich hatte diese Dosen richtig vor Augen. Das Etikett fleckig, der Deckel mit Rostflecken und leicht gewölbt.
    Bei den kargen Vorräten der reinste Hohn.


    Ich musste beim Lesen dieses Satzes grinsen und dachte "oh, Elias weiß, dass es da draußen eine andere Welt und ein anderes Leben gibt". ;D
    Und die Gläser kamen aus Deutschland. Also muss irgendwo in Elias Vergngenheit eine Verbindung zu Deutschland bestanden haben. Ich bin gespannt ob und wie diese Verbindung im weiteren Verlauf des Buches zum tragen kommt.
    Vielleicht ist ja auch der nette Tierarzt Elias einzige Verbindung nach Deutschland.

  • Bettina: Wenn du noch weitere Bilder auf Lager hast, nur her damit. Ich bin mittlerweile von der Schönheit echt fasziniert und frage mich auch (ich glaube wie Heimfinderin) warum das Land an mir bisher spurlos vorüber gegangen ist.


    Wenn ich was passendes zum Buch finde, gerne. Grundsätzlich findet man im Internet schon so einiges, weil eine ganze Menge Leute Reiseberichte und Fotos ins Netz stellen. Speziell beim Seljalandsfoss habe ich aber ein richtig gutes gesucht - und der oben verlinkte Mann kann gut fotografieren, was man auch an den anderen Bildern in seinem Album merkt.


    yanni: Ich tippe auch, dass die deutsche Verbindung Joi ist, der in Deutschland studiert hat .
    edit: Bettina, ich habe den zweiten Teil deines Satzes an yanni herausgenommen, da es erst im nächsten Abschnitt (Kapitel 3)erwähnt wird. Nichts für ungut. Du kannst es dort ja nochmal erwähnen. :)

  • Hallo alle zusammen und natürlich hallo Dagmar,


    wie ich sehe ist hier schon eine schöne Diskussion im Gange, an der ich leider mit eintägiger Verspätung erst teilnehmen kann, weil mein Internetanschluss zickt. Ok, dann eben aus der Mittagspause...


    Meine ersten Eindrücke zum Buch:


    Die ersten beiden Kapitel stellen Island und insbesondere Elias in einem sehr negativen Bild dar. Nichts passt so richtig; Lies' Ankunft ist schon gleich unerfreulich, die Menschen kurzangebunden, der Hof behagt ihr nicht, Elias ist ihr unsympatisch, vor allem sein unappetitliches Äußeres und sein unangehmer Körpergeruch. Es gibt nichts ordentliches zu essen. Lies und Island sind sich gleichgültig. Ich denke, Dagmar hat diesen Anfang bewusst ein bisschen überzeichnet, um nachher die Entwicklung zum Positiven um so besser zu veranschaulichen. Daher geht es für mich auch in Ordnung. Trotzdem hat es mich an manchen Stellen doch ganz schön geschüttelt, zum Beispiel bei der Übergabe der Nachgeburt...


    Ansonsten hat mir die Szene im Stall sehr gut gefallen; Lies findet sich ja relativ schnell dort ein und kapiert auch fix, auf was es den Tieren ankommt. Ich hoffe doch, dass das Islandpferd noch einen ordentlichen isländischen Namen bekommt, der Name Packbier und die Assoziation mit dem Finanzbeamten ist schrecklich... :o Dabei gibts doch so tolle Namen für Islandpferde, davon bin ich immer wieder fasziniert.


    Die Szene mit dem nicht funktionierenden Handy hat mich schmunzeln lassen, ich habe nämlich unlängst einen bzw. mehrere Anrufe aus Reykjavik bekommen, und das verlief ziemlich chaotisch. Falls ich jemals nach Island reise (was von jeher schon ein Traum von mir ist), dann werde ich das Handy zuhause lassen. Dass Lies es wegwirft, ist nur eines von vielen Zeichen dafür, dass sie total durcheinander und nicht mit sich im Reinen ist. So verrückt ihre Idee, für ein Jahr nach Island zu gehen, auch ist; ich kann sie verstehen und spekuliere mal, dass sie dort mit sich ins Reine kommen wird und Abstand von ihrem unerfüllten Leben gewinnen wird.


    Mit dem Sprachstil komme ich gerade so zurecht; er ist mir an manchen Stellen ein bisschen arg umgangssprachlich ("Keinen Bock", "Scheißidee"). Ich hoffe aber, dass sich die Sprache parallel zur Geschichte weiterentwickelt, und so wie Lies hoffentlich die Schönheit Islands mit der Zeit entdecken wird, wird auch der Sprachstil poetischer und blumiger. Oder? ;)


    Das wars erstmal von mir; es gäbe noch vieles zu erwähnen, aber meine Zeit ist fürs erste um und ich muss mich wieder meiner geliebten Büroarbeit widmen, anstatt über Island nachzudenken.... ;D


    Viele liebe Grüße :winken:
    Miramis

  • Das mit der saloppen Sprache ist mir auch aufgefallen - allerdings nicht unbedingt negativ. Sie soll vielleicht Lies' ungestümes Wesen und eine gewisse geistige Unreife, die sich ja auch in ihrem ungestümen Aufbruch nach Island wiederspiegelt, deutlich machen. So vermute ich jetzt einfach einmal. ;)


    Ich persönlich hätte wohl auch nicht den Mut, mich derart spontan in ein wildfremdes Land aufzumachen, nur weil sich eben mal die Gelegenheit dazu bietet. Vor allem Sprachkenntnisse würde ich mir vorher aneignen wollen. Allerdings hatte ich auch einmal einen ähnlich unmöglichen Job und kann Lies' Wunsch, auszubrechen, daher gut nachvollziehen. Nur - wenn sie sich schon in dieses Land begibt, sollte sie wenigstens offen und aufgeschlossen diesem Land und seiner Sprache gegenüber sein, sonst hat das Leben dort nicht viel Sinn. Deshalb fand ich ihr Verhalten zu Beginn auch nicht ganz richtig.


    Ich erhoffe mir aber auch, dass sie im Laufe der Geschichte reifer wird und auch Elias sich zum Positiven verändern wird. :)


  • Mit dem Sprachstil komme ich gerade so zurecht; er ist mir an manchen Stellen ein bisschen arg umgangssprachlich ("Keinen Bock", "Scheißidee"). Ich hoffe aber, dass sich die Sprache parallel zur Geschichte weiterentwickelt, und so wie Lies hoffentlich die Schönheit Islands mit der Zeit entdecken wird, wird auch der Sprachstil poetischer und blumiger. Oder? ;)



    Das mit der saloppen Sprache ist mir auch aufgefallen - allerdings nicht unbedingt negativ. Sie soll vielleicht Lies' ungestümes Wesen und eine gewisse geistige Unreife, die sich ja auch in ihrem ungestümen Aufbruch nach Island wiederspiegelt, deutlich machen. So vermute ich jetzt einfach einmal. ;)


    Obwohl ich normalerweise gerade bei dem Sprachstil sehr empfindlich bin, ist mir das hier nicht negativ aufgefallen, weil der Stil irgendwie zu Lies passt.
    Mich hat mehr gestört, dass diese Sätze wie "Was für ein Schwachsinn" innerhalb ganz kurzer Zeit wiederholt werden, darüber bin ich gestolpert.


    :winken:


    Olima

  • Hallo !
    So ich hab erst mal das Buch in vollen Zügen genossen .
    Man kann herrlich drin eintauchen auch wenn ich die Sprache etwas zu salopp finde .


    Elias ist nicht grade symphatisch . Ich denke aber mal das da was vorgefallen war früher das er so geworden ist . Er scheint ja ein Eigenbrödler zu sein . Wie man aber alles so verdrecken lassen kann ist mir ein Rätsel. OK er war krank aber trotzdem .


    Lies finde ich so ganz nett auch wenn ich sie für naiv halte . Sorry aber gleich auf die Freundin (Silke) hören , ein Bild sehen sich hinträumen und schwupps reis ich nach Island ohen Sprachkenntnisse obwohl ich 1 jahr bleiben will ? Mach mich nicht kundig über den Ort.
    Hinreisen raus aus dem Stress ist OK und eine super Idee die ich auch tun würde , aber nicht ohne Vorberietung .
    Ja und dann wundert sie sich das es eben nicht so idyllisch ist . OK ihr Arbeitgeber ist nicht nett da kann man schon verzweifeln, aber sie ist für mich auch mit Schuld und wie sie dann dem anderen Typ (der sie zum Stall führt ) anraunzt , also echt das war mir eiun bissel too much .


    Die Geschichte finde ich aber so sehr gut und bin gespannt was so noch alles auf sie zukommt .


    Liebe Grüße Siri

    Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern. <br />(André Malraux )

  • Guten Abend,


    jetzt komme ich auch mal zum Schreiben, hatte mich ganz fest gelesen.
    Ich kann Lies gut verstehen, die Sprache wirkt auch mich zeitnah. Ihre Zerissenheit zwischen: "Was tue ich hier eigentlich" und "Endlich Ruhe vor der lauten, aggressiven und bürokratischen Finanzamtswelt" kann wahrscheinlich fast jeder "Büro-Mensch" irgendwie nachvollziehen ;)


    Die Atmosphäre in diesem ersten Teil wirkt auf mich seltsam still, aber dennoch interessant!

    Liebe Grüße
    Karin

  • Obwohl ich normalerweise gerade bei dem Sprachstil sehr empfindlich bin, ist mir das hier nicht negativ aufgefallen, weil der Stil irgendwie zu Lies passt.
    Mich hat mehr gestört, dass diese Sätze wie "Was für ein Schwachsinn" innerhalb ganz kurzer Zeit wiederholt werden, darüber bin ich gestolpert.


    Ich fand es zwar auch erst ungewohnt, aber finde es doch passend zu ihrem momentanen Gemütszustand, dass da mal das ein odere andere rausrutscht. Wenn sich ihre "Laune" allerdings nicht bessert und sie nicht durch Entspannung zu einer "entspannteren" Sprache findet, dann müssen wir davon ausgehen, dass sie einfach so ein Typ ist. ;D Ich bin jetzt wirklich sehr gespannt, wie und ob sich das noch verändert.

  • Hallo, ihr Lieben,
    ebenfalls mit eintägiger Verspätung trudel ich ein - danke für eure vielen postings!
    Ich hoffe, ich kann auf alles Antwort geben.
    Der Tabak wird wirklich unter die Oberlippe gestopft - ekelhaft, wirklich.
    Das Cover, so hat mein Mann entdeckt, ist das etwas verfremdete Titelbild der letzten GEO-Spezial über Island. Als Autor hat man ja mit Coverauswahl nichts zu tun und kann nur schwer Veto einlegen - ich war auch überrascht. Mein Ding ist das Cover absolut nicht.
    Lies ist für mich in der Tat eine unreife, zerrissene Person. Vor allem unreif. Übellaunig und in gewisser Weise Elias sogar ähnlich in ihrer teilweise unflätigen Ausdrucks- und Verhaltensweise. Kraftausdrücke sind normalerweise nicht meine Art - bei Lies purzelten sie mir nur so aus dem Kopf. Insofern kein Zufall daß diese beiden Menschen aufeinander getroffen sind. Es wird sich entwickeln, so wie aus Lämmern Schafe werden - auch dieses Bild war die ganze Zeit in meinem Kopf. Mein ursprünglicher Titel war "Die Lämmerhirtin".
    Die Szenen im Schafstall hatten im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Es ist so, wie ich es beschreibe - nur noch schmuddeliger. Wer meine anderen Romane kennt, weiß, daß ich zu solchen Dingen eine besondere Beziehung habe ;)
    Auf Egilstadir war ich zu Besuch, genau. ein wundervoller Ort, mit wundervollen Menschen und sehr viel Stille.


    Ich fahre jetzt leider bis Sonntagmittag auf ein Seminar und bitte um Verständnis, daß ich mich erst dann wieder melden kann - dann aber ungeteilt und dauerhaft. (et kann ich bei einer Freundin mal reinschnuppern :) )
    Liebe Grüße, Dagmar


  • Die Szenen im Schafstall hatten im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Es ist so, wie ich es beschreibe - nur noch schmuddeliger. Wer meine anderen Romane kennt, weiß, daß ich zu solchen Dingen eine besondere Beziehung habe ;)


    Aha :o ;D . Jetzt bin ich aber sehr gespannt, was das zu bedeuten hat. Noch kenne ich nämlich keine deiner anderen Bücher, aber sie stehen schon eine Weile oben auf meiner Wunschliste.


  • Hallo, ihr Lieben, es wird sich entwickeln, so wie aus Lämmern Schafe werden - auch dieses Bild war die ganze Zeit in meinem Kopf. Mein ursprünglicher Titel war "Die Lämmerhirtin".


    Abwarten, wie der Roman wird, aber unter diesem Titel hätte er zu sehr nach historischem Roman geklungen (zusammenhängend vermutlich damit, dass diese irgendwie auffällig oft Berufsnamen für Frauen tragen).
    Ich verbinde mit dem Titel nach meinen bisherigen Leseerfahrungen, dass es möglicherweise der letzte lange Sommer von Elías wird. Man kann sich allerdings irren mit seinen Ahnungen ;)


    P.S.: Dieses Egilstadir, von dem Du oben schreibst, ist es das hinter dem Ende von dem See Lagarfljot? Da ungefähr habe ich mein imaginäres Gunnarstaðir hingesteckt *gg*
    Naja, man entwickelt halt Grillen, wenn man eine Landkarte beim Lesen vor sich hat :vogelzeigen:


  • Ich verbinde mit dem Titel nach meinen bisherigen Leseerfahrungen, dass es möglicherweise der letzte lange Sommer von Elías wird. Man kann sich allerdings irren mit seinen Ahnungen ;)


    Den Gedanken hatte ich auch schon...