01 - Anfang bis Kapitel 2 (bis S. 51)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Was den letzten langen Sommer betrifft, hatte ich den gleichen Gedanken wie ihr auch.
    Elías letzter Sommer auf Gunnarsstaðir; er muss ja nicht gleich sterben. :(


  • Was den letzten langen Sommer betrifft, hatte ich den gleichen Gedanken wie ihr auch.
    Elías letzter Sommer auf Gunnarsstaðir; er muss ja nicht gleich sterben. :(


    Hmmm, diese Assoziation hatte ich irgendwie gar nicht. "Der letzte lange Sommer" klingt auch ein bisschen wie das Ende der "guten alten Zeit" wer wird denn gleich an Tod denken... ::)

  • :) Titelfindung ist immer ein spannendes Thema - für dieses Buch war ursprünglich was furchtbar kitschiges geplant, worauf ich zum Indianer werden musste, weil es definitiv NICHT kitschig ist.
    Ich finde nicht mal, daß es typische Frauenliteratur ist.


    Egilstadir ist die einzige größere Stadt in Ostisland, die mit dem Flughafen. Dann gibt es zwei Jökulsá-Arme, und du kannst dir aussuchen, an welchem Arm der Hof liegt ;) Eiriksstadir (der Hof, wo ich war) liegt an der Jökulsá á Brú
    Jökulsá heißt übrigens nichts anderes als "Gletscherfluß" - á brú heißt an der Brücke.


  • :) Titelfindung ist immer ein spannendes Thema - für dieses Buch war ursprünglich was furchtbar kitschiges geplant, worauf ich zum Indianer werden musste, weil es definitiv NICHT kitschig ist.
    Ich finde nicht mal, daß es typische Frauenliteratur ist.


    Da stimme ich dir zu - überhaupt ist es schwierig, das Buch in irgendeine Schublade hineinzupressen.

  • Ich finde auch nicht, dass es ein Frauenbuch ist und habe es meinem Mann, der sich ja jetzt auch für Island interessiert ;D , schon als nächste Lektüre empfohlen und er will es auch lesen. :)



    Jo. Um so froher bin ich, daß der Verlag mir das Buch überhaupt ermöglicht hat - Genrewechsel ist immer so ne Sache. Meine anderen Bücher stecken halt in einer völlig anderen Schublade.


    Lehnt ein Verlag so etwas normalerweise eher ab? Und kann man es dann bei einem anderen Verlag versuchen, oder ist man an seinen Verlag gebunden und hat dann eben Pech gehabt, wenn er das Buch nicht herausgeben will?

  • Hallo !
    Na als Frauenbuch würde ich es auch nicht bezeichnen . Es ist für Jedermann geeignet der sich für andere Länder interessiert , einfach mal abschalten will usw. .
    Liebe Grüße Siri

    Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern. <br />(André Malraux )


  • Lehnt ein Verlag so etwas normalerweise eher ab? Und kann man es dann bei einem anderen Verlag versuchen, oder ist man an seinen Verlag gebunden und hat dann eben Pech gehabt, wenn er das Buch nicht herausgeben will?


    Das würde ich auch gerne wissen, ob man als Autor quasi in einer Schublade steckt.
    Vor allem steckt in der Antwort schon die nächste Frage: daß der Verlag mir das Buch überhaupt ermöglicht hat klingt, als ob Du den Verlag vorab über eine vom Gewohnten abweichende Idee informiert hast. Das klingt, als ob Du das Buch gar nicht hättest schreiben können (zumindest nicht für diesen Verlag), wenn er es nicht gewollt hätte.

  • Hallo zusammen!


    Hier meldet sich dann auch die Leseschnecke dieser Leserunde. Ich hatte am 22. August gleich morgens ganz beschwingt mit dem Buch angefangen, stelle aber inzwischen fest, dass ich so richtig nicht voran komme.


    Vielleicht liegt es an der düsteren Stimmung, die schon gleich auf den ersten Seiten perfekt erzeugt wird.


    Vielleicht liegt es an den für meinen Geschmack zeimlich eindimensional gezeichneten Figuren: Packbier ist der schlimmste Chef, den man sich vorstellen kann. Lies reist naiv ohne jede Vorbereitung nach Island, ist also eher auf der Flucht. Elias ist ein verschrobener Alter, hinter dessen Geheimnis Lies im Laufe des Buchs kommen wird. Und dann ist da noch der gutaussehende deutschsprachige Tierarzt, der sich gleihc im ersten Leseabschnitt als der Retter auf dem weißen Pferd entpuppt.


    Vielleicht liegt es an "Zufällen", die ich für zu konstruiert halte. Komisch, dass der einzige Mensch, der überhaupt bereit ist, mit Lies zu sprechen, nicht nur gut Deutsch spricht, sondern auch noch gutaussehend ist. Da weiß ich doch jetzt schon, dass die beiden am Ende ein Paar werden.


    Vielleicht liegt es an fehlender Ruhe zu Lesen.


    Ich weiß es nicht und lese erst einmal weiter. Denn schlecht finde ich das Buch bislang nicht, gerade die Stallszenen sind so gut dargestellt, dass ich mich in Packbiers STall richtig schütteln musste.

  • Bettina
    ich schreibe normalerweise historische Romane - da steckt man schnell in einer Schublade. Ich hab den 'Sommer' in Blaue reingeschrieben, niemand wusste davon. Die Geschichte lag mir sehr am Herzen, und wollte raus, ich konnte nichts dagegen machen, weil ich sonst mein anderes Buch nicht hätte fertigschreiben können. Mein Agent war ziemlich erstaunt, als er den Text bekam.
    Meine Bücher laufen über eine Literaturagentur, die den 'Sommer' dann angeboten hat. Der Verlag hätte das Manuskript auch ablehnen können. Wie es dann weitergegangen wäre, weiß ich nicht - aber hat ja geklappt ;)


  • Vielleicht liegt es an den für meinen Geschmack zeimlich eindimensional gezeichneten Figuren: Packbier ist der schlimmste Chef, den man sich vorstellen kann. Lies reist naiv ohne jede Vorbereitung nach Island, ist also eher auf der Flucht. Elias ist ein verschrobener Alter, hinter dessen Geheimnis Lies im Laufe des Buchs kommen wird. Und dann ist da noch der gutaussehende deutschsprachige Tierarzt, der sich gleihc im ersten Leseabschnitt als der Retter auf dem weißen Pferd entpuppt.


    Vielleicht liegt es an "Zufällen", die ich für zu konstruiert halte. Komisch, dass der einzige Mensch, der überhaupt bereit ist, mit Lies zu sprechen, nicht nur gut Deutsch spricht, sondern auch noch gutaussehend ist. Da weiß ich doch jetzt schon, dass die beiden am Ende ein Paar werden.


    Ich muss dir leider zustimmen. Ich bin zwar schon fast durch mit dem Buch, aber warm geworden bin ich mit keiner Figur. Diese "Zufälle" haben mich auch gestört. Das Buch ist sicher nicht schlecht, aber meins war es definitiv nicht. Sorry


    Katrin

  • Hallo Ihr Lieben,


    leider kann ich jetzt erst mit Posten einsteigen, da ich erstens im Urlaub war und zweitens mein Internet bis Montag nicht ging. In der Zwischenzeit hab ich auch schon das Buch beendet und mir natürlich KEINE Notizen gemacht, so dass ich wahrscheinlich vor allem auf das eingehen werde, was Ihr bisher geschrieben habt. Normalerweise ist das nicht meine Art und ich hoffe, mir wird verziehen. :-[
    Nun aber endlich zum Buch. Ich wollte es unbedingt lesen, weil mich die anderen Bücher von Dagmar so begeistert haben. Normalerweise lese ich selten bis nie zeitgenössische Romane und hab hier eine Ausnahme gemacht. Das Thema Island hat mich brennend interessiert, hab ich als Kind "Nonni und Manni" geliebt. Auch der Klappentext klang richtig interessant, nur leider hatte ich wirklich Schwierigkeiten mich auf das Buch einzulassen. Lies' Beweggründe nach Island zu gehen empfand ich als schlüssig, aber ich konnte mir sie als Frau nur sehr schwer vorstellen und sie ist auch ein wenig naiv in die ganze Geschichte reingestolpert. Aber wahrscheinlich wollte sie einfach nur aus ihrem Leben weg, so schnell es geht.
    Elias hingegen war mir sofort deutlich vor Augen. Krasser Typ, ich hätte wohl sofort die Flucht ergriffen. Da hab ich Lies schon bewundert. Sie hat sich etwas vorgenommen und zieht es nun durch. Joi, ein attraktiver Mann, der mir auf dem ersten Blick nicht so sympathisch war. Auch hab ich mich die ganze Zeit gefragt, wie sich der Name ausspricht.
    Mit der Sprache hatte ich große Probleme, wahrscheinlich weil ich fast ausschließlich historische Romane lese. ;D
    Die schon erwähnten Aldi-Kirschen fand ich im Zusammenhang großartig. Solche kleinen Einschübe mag ich sehr gerne und hat mich zu dieser Zeit ein wenig versöhnt. Auch wenn ich zunächst durch die Handlung stolperte, fand ich sie recht flüssig zu lesen.


    Zitat von Miramis

    Mit dem Sprachstil komme ich gerade so zurecht; er ist mir an manchen Stellen ein bisschen arg umgangssprachlich ("Keinen Bock", "Scheißidee"). Ich hoffe aber, dass sich die Sprache parallel zur Geschichte weiterentwickelt, und so wie Lies hoffentlich die Schönheit Islands mit der Zeit entdecken wird, wird auch der Sprachstil poetischer und blumiger. Oder?


    Zitat von Olima

    Mich hat mehr gestört, dass diese Sätze wie "Was für ein Schwachsinn" innerhalb ganz kurzer Zeit wiederholt werden, darüber bin ich gestolpert.


    Ganz genauso erging es mir auch. Damit hab ich mich doch sehr schwer getan.


    Zitat von Erendis

    Das mit der saloppen Sprache ist mir auch aufgefallen - allerdings nicht unbedingt negativ. Sie soll vielleicht Lies' ungestümes Wesen und eine gewisse geistige Unreife, die sich ja auch in ihrem ungestümen Aufbruch nach Island wiederspiegelt, deutlich machen. So vermute ich jetzt einfach einmal.


    Damit kannst Du durchaus Recht haben, nur, gefällt es mir nicht. ;)


    Zitat von sillesoeren

    Vielleicht liegt es an den für meinen Geschmack zeimlich eindimensional gezeichneten Figuren: Packbier ist der schlimmste Chef, den man sich vorstellen kann. Lies reist naiv ohne jede Vorbereitung nach Island, ist also eher auf der Flucht. Elias ist ein verschrobener Alter, hinter dessen Geheimnis Lies im Laufe des Buchs kommen wird. Und dann ist da noch der gutaussehende deutschsprachige Tierarzt, der sich gleihc im ersten Leseabschnitt als der Retter auf dem weißen Pferd entpuppt.


    Ich glaube, es liegt nicht unbedingt nur an Dir. Ich hab mich zunächst auch unheimlich schwer getan und hatte Deine Punkte auch als möglichen Grund dafür im Kopf gewälzt. Aber, wie gesagt, solche Lektüre liegt normalerweise nicht an meinem Nachttisch und vielleicht viel mir auch einfach der Umstieg von Italien im 14. Jahrhundert auf Island heute so schwer.


    Zitat von Jaqui

    Ich muss dir leider zustimmen. Ich bin zwar schon fast durch mit dem Buch, aber warm geworden bin ich mit keiner Figur. Diese "Zufälle" haben mich auch gestört. Das Buch ist sicher nicht schlecht, aber meins war es definitiv nicht. Sorry


    Puh, ich dachte schon, ich würde als einzige aus der Reihe tanzen. Allerdings muss ich sagen, aber der Hälfte habe ich das Buch geliebt. Bis dahin war es nette Lektüre, die mich nicht richtig packen konnte.


    P.S. an alle: Danke für die tollen Links!


    LG
    Cait

  • Ich glaube, es liegt nicht unbedingt nur an Dir. Ich hab mich zunächst auch unheimlich schwer getan und hatte Deine Punkte auch als möglichen Grund dafür im Kopf gewälzt. Aber, wie gesagt, solche Lektüre liegt normalerweise nicht an meinem Nachttisch und vielleicht viel mir auch einfach der Umstieg von Italien im 14. Jahrhundert auf Island heute so schwer.


    Also, für mich ist dies das erste Buch von Dagmar Trodler, ich habe keine Erwartungen aus anderen Büchern. Scheint aber weder von Vor- noch von Nachteil zu sein...


    So, ich verziehe mcih nach einem 14-Stunden-Arbeitstag mit diesem Buch in die Badewanne und genieße die Erholung, während Leis weiter schuften muss ;D

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen