03 - Kapitel 12 bis 17 (Seite 147 bis 230)

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  • Avila , ich gehe davon aus, dieser Abschnitt geht bis einschliesslich Kapitel 17, da der nächste Abschnitt mit Kapitel 18 beginnt.


    Puh der letzte Anschlag von Jarmila ist glücklicherweise danebengegangen. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass ihre Tat geglückt ist. Sie meint es also wirklich ernst. Aber irgendwann wird sie erfahren, dass Michael Petersen noch lebt. Aber vielleicht ist er dann ja wieder bei Bewusstsein.


    Rocky und Frau Podolsky sind wirklich ein süsses Gespann. Und Viola ist sehr sympathisch. Schön, dass sie, genau wie Simon, Interesse an Michael Petersen zeigt.


    Und jetzt haben wir auch erfahren, unter welchen Umständen Jarmila nach Hamburg gekommen ist. Das war wirklich dramatisch. Kurz hatte ich befürchtet, dass ihr Vater anstelle ihrer für den Steinwurf zur Rechenschaft gezogen wird. Ich bin sehr gespannt, wie Michael reagiert, wenn Jarmila vor seiner Tür steht.

  • Avila

    Hat den Titel des Themas von „03 - Kapitel 12 bis 187 (Seite 147 bis 230)“ zu „03 - Kapitel 12 bis 17 (Seite 147 bis 230)“ geändert.
  • Die Motive von Jarmila scheinen mir nicht so eindeutig zu sein, wie sie immer behauptet. Sie bezieht es vor allem auf die Kosten , die Simon für Michael aufbringen muss. Aber geht es im Grunde nicht auch um die ganz persönliche Vergeltung einer alten Schuld? Michael ist schwerstkrank und wird höchstwahrscheinlich auch nie wieder eine eigene Entscheidung treffen können über sein Leben oder Sterben, aber ihn in diesem hilflosen Zustand mit einer tödlichen Dosis Digitalis ins Jenseits zu befördern, ist ein aktiver Eingriff in seine Selbstbestimmung - auch wenn er sich nicht mehr dazu äußern kann. Das ist keine Sterbehilfe, das ist Mord - und da sind die Motive erstmal nebensächlich. Ich weiß, das Thema Sterbehilfe wird kontrovers diskutiert - es gibt den passiven Weg, indem lebenserhaltende Maßnahmen abgebrochen werden, wie Beatmung und Infusionen. Was Jarmila plant ist aber eine aktive Tötung und ich bin froh, dass es nicht funktioniert hat, vor allem Simon hätte das nur schwer verkraftet.

    Wenigstens kann er auch mal wieder zum Fußball und sich körperlich auspowern, das ist gut für ihn, er kommt mal raus aus dieser beklemmenden Spirale. Noch besser, dass er dabei seine Halbschwester Viola kennenlernt, die sehr offen und freundlich auf die Familie zugeht. Das ist doch mal eine Wendung ins Positive.

  • Aber geht es im Grunde nicht auch um die ganz persönliche Vergeltung einer alten Schuld?

    Das denke ich auch.

    Michael ist schwerstkrank und wird höchstwahrscheinlich auch nie wieder eine eigene Entscheidung treffen können über sein Leben oder Sterben,

    Da bin ich mir gar nicht so sicher. Er könnte durchaus aufwachen und am Leben wieder teilnehmen.

    Was Jarmila plant ist aber eine aktive Tötung und ich bin froh, dass es nicht funktioniert hat, vor allem Simon hätte das nur schwer verkraftet.

    Richtig, wer weiss, was für Folgen das auch für die Beziehung zwischen Jarmila und Simon gehabt hätte.

  • Ich hatte mich gestern etwas gebremst um nicht vorzupreschen, nun sehe ich, dass ich nicht die Erste bin um in Leseabschnitt 3 zu posten.

    Hier also meine Eindrücke:

    Wer wohl Simon das Buch "Feuchtgebiete" zum Geburtstag geschenkt hat ? Anke ?:auslach: Oder Jarmilla? :jakka:....


    Hier werden Themen aufgegriffen, die bedrückend sind. Zum Beispiel Verwandtenbesuche im Seniorenheim. Ich denke, das Personal sieht wohl so einiges. Mich hat hier in diesem Buch Herr Neumann bis ins Herz berührt. Ich finde das einfach reizend, wie er sich kümmert.

    Allerdings bin ich nicht ganz zufrieden mit dem Personal des Seniorenheims hier. Das sind so richtige Tratschtanten und nicht professionell. Ich arbeite zwar nicht mit alten Menschen, doch mit Menschen mit einer Beeinträchtigung. Wenn wir solche Interna ausplaudern würden, wäre die Kündigung schnell da. Der Stationsleiter, der Zivi und die Pflegefachkräfte...alle quasseln munter über Gesundheitszustand, warum jemand im Koma liegt und wie oft Besuch kommt. Auch das Duzen und mit Vornamen ansprechen zeugt nicht von professioneller Distanz. Etwas, was man in diesem Beruf gegenüber den Familienangehörigen einfach wahren muss.

    Chapeau...wie Jarmillas Mutter die Schwangerschaft ihrer Tochter aufgenommen hat. Der Prager Frühling...dieses Kapitel geht nahe!

    Sehr gut geschrieben ist die Szene, als Jarmilla leise ins Zimmer schlüpft und ihren Sohn auf dem Stuhl neben Michaels Bett sitzen sieht. Kopfkino! Inklusive Zungenspitze zwischen den Lippen !

    Grundsätzlich kann ich Simon ja verstehen...doch musste das sein, dass und wie er Krusenbaum anpöbelt. War das nur wegen der Bemerkung, dass Krusenbaum einen Bogen um Heime macht...oder doch etwa wegen den 700 Euro?

    Lachen musste ich über Hotte :"Ich bin nicht multitaskingfähig, ich bin ein Mann". Ja...lieber Hotte, das weiss Frau schon lange!

  • Die Motive von Jarmila scheinen mir nicht so eindeutig zu sein, wie sie immer behauptet. Sie bezieht es vor allem auf die Kosten , die Simon für Michael aufbringen muss. Aber geht es im Grunde nicht auch um die ganz persönliche Vergeltung einer alten Schuld? Michael ist schwerstkrank und wird höchstwahrscheinlich auch nie wieder eine eigene Entscheidung treffen können über sein Leben oder Sterben, aber ihn in diesem hilflosen Zustand mit einer tödlichen Dosis Digitalis ins Jenseits zu befördern, ist ein aktiver Eingriff in seine Selbstbestimmung - auch wenn er sich nicht mehr dazu äußern kann. Das ist keine Sterbehilfe, das ist Mord - und da sind die Motive erstmal nebensächlich.

    Ich sehe auch (noch) nicht hinter die Motive von Jarmilla. Denke doch, es ist nicht nur wegen dem Geld.

    Für mich unterscheidet sich Sterbehilfe noch differenzierter. Wenn ein Mensch entscheidet aus dem Leben zu gehen, fähig ist zb Beispiel "Exit" aufzusuchen, ist das für mich okay. Wenn nahe (!) Angehörige entscheiden, den geliebten Angehörigen zu erlösen, kann man darüber mit mir diskutieren. Ich bin da relativ offen...

    Doch hier hat Jarmilla keinerlei Beziehung zu Michael, für mich ist das ganz klar Mord und das Wort "Sterbehilfe" hat hier nix zu suchen. Wie übrigens auch nicht wenn Pflegefachkräfte sich als Todesengel aufspielen und Menschen ermorden.

  • Wer wohl Simon das Buch "Feuchtgebiete" zum Geburtstag geschenkt hat ?

    Das würde mich auch interessieren. Ich hatte das Buch angefangen und relativ schnell entsorgt.

  • Wer wohl Simon das Buch "Feuchtgebiete" zum Geburtstag geschenkt hat ?

    Das würde mich auch interessieren. Ich hatte das Buch angefangen und relativ schnell entsorgt.

    Simon hat es von Hotte`s Frau Susanne zum Geburstag geschenkt bekommen, wenn ich mich richtig erinnere. Ich hab mal online die ersten Seiten gelesen, weil es damals so ein Aufreger war und das hat mir gereicht. Mehr sage ich jetzt nicht dazu...<X

  • Simon hat es von Hotte`s Frau Susanne zum Geburstag geschenkt bekommen, wenn ich mich richtig erinnere.

    Ah danke.


    Ich hab mal online die ersten Seiten gelesen, weil es damals so ein Aufreger war und das hat mir gereicht. Mehr sage ich jetzt nicht dazu... <X

    Dann sind wir ja einer Meinung :five:

  • Das ging wohl damals nur so rasant durch die Decke, weil es so gepusht worden ist medial und überall Thema war. Aber ich wundere mich oft, was für merkwürdiges Geschreibsel auf den Bestsellerlisten landet, während richtig gute Bücher kaum wahrgenommen werden. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden ;)

  • Das ging wohl damals nur so rasant durch die Decke, weil es so gepusht worden ist medial und überall Thema war. Aber ich wundere mich oft, was für merkwürdiges Geschreibsel auf den Bestsellerlisten landet, während richtig gute Bücher kaum wahrgenommen werden. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden ;)

    Danke, das hatte ich so nicht auf dem Schirm, das das Susanne war.

    Ich bin absolut eurer Meinung. Das gleiche mit den ganzen Shades of gähn Büchern. Und solche Dings werden auch noch verfilmt. Feuchtgebiete glaube ich auch, so weit ich mich erinnere.

    Ich hatte damals den Klappentext gelesen, das hat gereicht. Und das Buch wurde richtig gehypt....spätestens da nehme ich Reisaus.

  • In diesem Abschnitt waren für mich vor allem die Rückblenden um Jarmilas Geschichte spannend. Wie bei ihrem Steinwurf die Sicherung durchbrennt und sie einfach handelt,... Ja und dann kommen die Folgen. Damit hat sie wohl nicht gerechnet, aber das auch ein klasse Wurf und sie hat damit wirklich ein Menschenleben gerettet. Ich kann es ihr kaum verübeln. Ich wäre auf jeden Fall niemals darauf gekommen, dass eine solche Geschichte sich hinter dem Weggang aus Prag verbirgt. Dennoch hat sie mir gut gefallen und ich habe sie auch alles passend empfunden.


    Kurz hatte ich befürchtet, dass ihr Vater anstelle ihrer für den Steinwurf zur Rechenschaft gezogen wird.

    Ging mir genauso. Ich hätte wirklich gedacht, der Vater würde das nicht überleben und am Ende hätte sie sich schuldig gefühlt und wäre deswegen weggegangen. So waren meine Gedanken nach der ersten Rückblende...

    Ich denke, das Personal sieht wohl so einiges. Mich hat hier in diesem Buch Herr Neumann bis ins Herz berührt. Ich finde das einfach reizend, wie er sich kümmert.

    Das glaube ich auch. Allgemein ist der Umgang mit den Menschen dort herzerwärmend. Auch Rocky hat ein gutes Händchen für seine alten Damen. Man merkt schon, dass die Bewohner dem Personal am Herzen liegen. Aber wie soll es auch anders sein, wenn man Tag und Nacht für sie da ist? Datenschutzmäßig läuft das wirklich eher kritisch ab. Aber so offenes Personal habe ich im Pflegeheim auch noch nicht erlebt. Dennoch mag ich die Szenen dort. Ein bisschen überspitzt darf es ruhig mal sein.

    Grundsätzlich kann ich Simon ja verstehen...doch musste das sein, dass und wie er Krusenbaum anpöbelt. War das nur wegen der Bemerkung, dass Krusenbaum einen Bogen um Heime macht...oder doch etwa wegen den 700 Euro?

    Schweres Thema. Ich selbst komme aus keiner einfachen Patchwork-Familie und auch wenn (oder vielleicht gerade wenn) Familienverhältnisse nicht geklärt oder kompliziert sind, ist man emotional irgendwie eingebunden. Solche blöden Kommentare wie Herr Krusenbaum sie vom Stapel gelassen hat, gehen dann gar nicht. Da man emotional selbst nicht mit sich im Reinen ist, brennen dann irgendwelche Sicherungen durch. Ich hätte genuaso reagiert wie Simon. Was bildet der Krusenbaum sich denn ein, so blöde Sprüche klopfen zu dürfen, wo er doch keine Ahnung hat? Ohhh, wenn ich mich in Simon so 'rein versetze, merke ich schon, wie mir die Wut hoch kommt. ;)

    Wie übrigens auch nicht wenn Pflegefachkräfte sich als Todesengel aufspielen und Menschen ermorden.

    Hm, das verstehe ich jetzt gerade nicht. Beziehst du dich aufs Buch oder allgemein? Und was meinst du konkret damit, wenn Pflegefachkräfte sich als Todesengel aufspielen? Also wenn Pflegepersonal Sterbehilfe leistet?

  • Achso, ich wollte noch was zu Hotte sagen. Er war wirklich der kleine tragische Held! Er tat mir sehr Leid, wie er Jarmillas Reinschleichen verpasst hat, weil er einfach mal die weibliche Aufmerksamkeit genossen hat. Ich kann ihm da kaum böse sein. Klar, es hätte böse enden können, aber ist das nicht allzu menschlich? Mal davon abgesehen, dass ich im vorherigen Kapitel schon gesagt habe, dass diese Überwachung unrealistisch zu bewältigen ist. ;) Auch großartig, wie Jarmilla direkt Hottes Beschattung bemerkt hat. :D

  • Avila Das mit den Todesengeln war nicht auf das Buch bezogen, sondern in Verbindung mit dem Thema Sterbehilfe oder Mord. Denn für mich ist Jarmilla drauf und dran einen Mord zu begehen und keine Sterbehilfe. Ich wollte damit andeuten, vielleicht etwas undeutlich, dass ja so genannte Todesengel auch oft das Gefühl haben, dass sie Sterbehilfe leisten und das Gefühl haben, Gründe zu haben oder den Menschen was Gutes tun. Und dabei ist es schlicht und einfach Mord.

    Ich denke an so krasse Morde wie hier zum Beispiel:


    https://www.nzz.ch/article9CDBB-1.200640

  • Hm, nur auf Grundlage des Artikels finde ich es schwierig, mir ein Urteil über den Mann zu bilden. Denn ich denke, es kommt auf den Gesundheitszustand an. Wir wissen ja gerade nicht, wie krank Michael ist. Wird er jemals aufwachen? Und wie wird er danach sein? Also kann er dann wieder ein "normales" Leben führen? Das sind für mich schon wichtige Fragen, wenn ich beurteilen soll, ob es sich um Mord oder Sterbehilfe handelt. Darüberhinaus wissen wir bis jetzt auch noch nicht, ob Jarmilla und Michael nicht mal darüber gesprochen haben. Vielleicht hat Michael mal gesagt: Wenn ich im Koma liege und es keine Chance mehr für mich gibt, dann will ich nicht mehr. Das könnte bei dem "Todesengel" ebenfalls der Fall sein.


    Und dann gibt es ja noch die besonderen Fälle, wo auch ein gesunder Mensch vielleicht einfach nicht mehr leben will, wie hier dieser Fall zeigt: 104-jähriger Wissenschaftler hat sich selbst getötet

    Für mich ist Sterbehilfe vs. Mord kein einfaches Urteil und von Fall zu Fall immer unterschiedlich. Aber wenn ich mich einordnen müsste, wäre ich wohl eher ein Pro-Sterbehilfe-Mensch.

  • Hm, nur auf Grundlage des Artikels finde ich es schwierig, mir ein Urteil über den Mann zu bilden. Denn ich denke, es kommt auf den Gesundheitszustand an.

    27 Menschen umgebracht? Da brauche ich eigentlich keine näheren Infos um zu wissen, dass dieser Pfleger ein Mörder ist...Sorry, meine Meinung.


    Um zu dem Buch zurück zu kommen:

    Wenn ich dich richtig verstehe, ist eine ...nennen wir es Tötung...gerechtfertigt, wenn der Mensch nie mehr ein "normales " Leben führen könnte, wenn er nie mehr aufwachen würde?

    Wer entscheidet denn, welches Leben lebenswert ist und welches nicht? Wenn (!) dann wohl doch nur jemand, der mit dem Kranken, Behinderten, Komapatienten oder wie auch immer, regelmässig Kontakt hat und einschätzen kann, wann ein Mensch leidet, oder nicht mehr weiter leben will. Ich tue mich schwer, Jarmilla, die Michael seit Jahren nicht mehr gesehen hat und einen Groll gegen ihn hegt, als objektiv in dieser Beziehung anzusehen. Auch wenn Michael vor Jahren mal gesagt hätte, dass er nicht vor sich hinvegetieren möchte. Wäre für mich hinlänglich, denn Menschen verändern ihr Denken, fühlen, Wollen mit den Jahren. Somit sind die Motive für mich klar...und das ist nicht reine Nächstenliebe oder Mitleid, die eine Sterbehilfe erklären.

    Die Sache sieht für mich ganz anders aus, wenn ein Mensch sich entscheidet aus dem Leben zu scheiden. Das heisst, wenn er das kommunizieren oder selbst "organisieren" kann. Da ist die Schweiz ja sehr offen, gerade Exit beschert den Sterbehilfetourismus (dieses Wort habe ich in einer Sendung über Exit gehört) ja. Dagegen habe ich nix, könnte mir sogar vorstellen an einem gewissen Punkt im leben selbst davon Gebrauch machen zu wollen.

    Aber eben ich unterscheide zwischen einem Menschen, der freiwillig aus dem Leben scheidet und einem Menschen, der entscheidet, wann und wer aus dem Leben scheidet. Sterbehilfe und Mord!

  • Ich gebe dir schon recht, vor allem in Bezug auf Jarmilla und Michael. Wahrscheinlich hatte sie zu lange keinen Kontakt mehr zu ihm, um seine Wünsche zu kennen. Aber noch will ich das nicht völlig ausschließen. ;) Und Jarmillas Handeln habe ich auch zu keinen Zeitpunkt gut geheißen. Vor allem wissen wir ja gar nicht, was mit Michael ist. Vielleicht wacht er noch auf und es besteht eine Chance auf Heilung? Auch wenn mir das gerade nicht allzu realistisch erscheint.


    Wer auf welcher Grundlage entscheidet, ist natürlich ein guter Punkt. Patientenverfügungen diesbezüglich wären schon mal ein richtiger Schritt. Was passiert, wenn es weder das noch Angehörige gibt? Kann man dann überhaupt wirklich moralisch vertretbar Sterbehilfe leisten? Ich gebe dir insofern recht, dass die Entscheidung nicht bei einem einzigen Menschen liegen sollte. Auch wenn ein Arzt einem Patienten, ein dauerhaftes Koma prognostiziert, sollte auf jeden Fall mindestens eine weitere Meinung hinzugeholt werden. Gibt es ansonsten Vorschriften, wie lange ein Patient ohne Verfügung und Angehörige max. im Koma liegen kann/darf/soll? Irgendwann muss man sich auch entscheiden, ob ein jahrelanges Koma wirklich sinnvoll ist oder ob der Mensch nicht mehr oder minder als tot gilt? Ich finde die Fragen wirklich schwierig und da ich überhaupt keinen medizinischen Hintergrund habe, finde ich es wirklich schwer, das zu beurteilen.


    Zumal das Thema für mich zwei Seiten hat, die ich beide irgendwie nachvollziehen kann.

    27 Menschen umgebracht? Da brauche ich eigentlich keine näheren Infos um zu wissen, dass dieser Pfleger ein Mörder ist...Sorry, meine Meinung.

    Wenn 27 Menschen ihm gesagt hätten, bitte helfe mir beim Sterben, wenn Zustand XY eintrifft und dann hat er genau so gehandelt, ... Dann ist er für mich kein Mörder. Aber der Artikel ist dafür viel zu oberflächlich, als dass ich mir dazu eine abgeschlossene Meinung bilden möchte. Aber ich respektiere auf jeden Fall auch deine Meinung und dafür brauchst du dich sicherlich nicht für zu entschuldigen. Das wäre ja noch schöner! :)

Anstehende Termine

  1. Freitag, 5. Oktober 2018 - Freitag, 19. Oktober 2018

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  2. Freitag, 12. Oktober 2018 - Freitag, 26. Oktober 2018

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  3. Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:43 - Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22:43

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  4. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

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