04 - Kapitel 18 bis 22 (Seite 231 bis 289)

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  • Hui, dieser Abschnitt ist ja eine reine Achterbahnfahrt! Der Arzt diagnostiziert, dass Michaels Leben vorbei ist. Selbst wenn er aufwacht, wird das nichts mehr mit ihm. Das gibt für Simon den Ausschlag, auf den Pfaden seiner Mutter zu wandeln. Wir hatten ja schon im vorherigen Thread eine ausgiebige Diskussion zum Thema Sterbehilfe. Ich konnte Simons Überlegungen hier schon nachvollziehen. Leicht macht er sich das Ganze auch nicht. Zu aller Überraschung wacht Michael aber dann doch auf. Als ob er nur darauf gewartet hätte. ;) Tja, das sagt natürlich viel aus, bzw. Stephan zeigt uns hier einfach: Auch Ärzte irren sich bei einem so sensiblen Thema. Ich hätte nicht mehr damit gerechnet, dass Michael noch aufwacht, auch wenn ich mich im Laufe des Buches immer gefragt habe, wie es denn enden wird und wie Stephan aus dieser vertrackten Situation heraus will, ohne dass man als Leser am Ende das Gefühl hat, sich die ganze Zeit im Kreis gedreht zu haben. Tja, er wacht also auf. Simon und Michael bekommen eine zweite Chance und wie es aussieht, wollen sie diese auch wirklich nutzen. Das freut mich für die Beiden und ich bin gespannt, ob wir noch erfahren, warum es überhaupt zum Bruch kam und wie Michael in eine solche Abwärtsspirale gelangen konnte.


    Endlich, endlich spricht Simon auch mit Anke! Das war ja kaum zum Aushalten. Simon hat großes Glück, dass er noch die Gelegenheit bekommt, Anke selbst alles zu erzählen. Wenn es über Jarmilla oder sonst wie heraus gekommen wäre, hätte er Anke wohl nicht so einfach besänftigen können. Ich mag die Szenen zwischen Anke und Simon sehr gerne. Sie sind so harmonisch und herzerwärmend, wie ich das von meiner eigenen Beziehung kenne. Ich kenne viel zu viele Beziehungen (aus Büchern und meinem privaten Umfeld), wo genau das fehlt und mich macht das immer ein wenig traurig. Deswegen war es auch so wichtig, dass Simon das nicht mit seinen Heimlichkeiten aufs Spiel setzt. Anke ist schon eine tolle Frau! :)

  • Jarmila erfährt mehr oder minder durch Zufall, dass Michael überlebt hat. Ich frage mich ja, was wirklich zwischen den beiden war, dass sie so lange nicht vergessen konnte.

    Und auch wenn die Situation eigentlich bedrückend ist... der Satz "Ich schwöre beim Leben deines Vaters" hat mich schon wieder zum Lachen gebracht! Ich mag diese Mischung wirklich gerne!


    Simon ist ein sympathischer Mensch - egal ob in seiner Ehe mit Anke, der er endlich die Wahrheit sagt oder auch sein Umgang mit den Menschen im Pflegeheim. Dass er sich Zeit nimmt um Fr. Köber vorzulesen hat mich sehr gefreut!


    Die Aussagen von Dr. Sorgenfrey (was für ein Name!:totlach:) finde ich etwas gewagt! Aber es sind diese Aussagen, die auch Simon davon überzeugen, dass Jarmila recht hat mit ihren Ansichten. Im Endeffekt ist es Anke, die die Methode vorschlägt und das hat mich dann doch überrascht. Kino bildet halt auch! Aktive Sterbehilfe ist dann im Endeffekt auch nicht so leicht wie vielleicht gedacht.

    Dass Michael dann aufwacht ist dramatisch perfektes Timing und bringt große Aufregung. Natürlich! Schließlich wacht ja nicht jeden Tag jemand aus dem Koma auf. Und so bekommen Simon und Michael doch noch die Chance einander kennenzulernen. Ich bin neugierig, ob sie diese Möglichkeit auch nützen werden, aber so nett wie Simon ist, glaube ich schon dran.


    Ich hätte nicht mehr damit gerechnet, dass Michael noch aufwacht, auch wenn ich mich im Laufe des Buches immer gefragt habe, wie es denn enden wird und wie Stephan aus dieser vertrackten Situation heraus will, ohne dass man als Leser am Ende das Gefühl hat, sich die ganze Zeit im Kreis gedreht zu haben.

    Genau das frage ich mich jetzt erst recht! Wie hoch ist die Chance, dass Michael ohne Defizite weiterleben kann? Dr. Sorgenfrey wird seine Diagnosen und Prognosen doch auch nicht rein erfunden haben, oder?

    Ich war ja bis jetzt überzeugt, dass Michael sterben muss. Stephan hat sich glücklicherweise für eine positvere Wendung der Geschichte entschieden!

  • Noch ein Nachtrag: Grausam war die Szene wo Jarmila sich im Fass verstecken muss um zu flüchten. Der Soldat, der sie nicht verrät, sondern eine gute Reise wünscht.

    Gänsehaut!


    Und auch hier stelle ich fest, dass dieser Roman eine wirklich spannende Mischung ist und nicht so einfach in irgendeine Schublade gesteckt werden kann!

  • Anke gefällt mir auch sehr gut, sie wirkt so zurückhaltend und macht kein großes Theater um sich, aber wenn es darauf ankommt, ist sie stark und verlässlich. Ich habe bei ihr immer den Eindruck, dass sie einen sehr genauen und klugen Blick auf die Menschen in ihrem Umfeld hat, ohne ihre Meinung gleich den anderen aufzudrängen. Sie kann abwarten und endlich kommt es zu einem klärenden Gespräch mit Simon. Er kann einen Teil seiner seelischen Last mit ihr teilen und spürt jetzt auch, wie überfordert er war mit der ganzen Situation.

    Mit Jarmila ist es schwieriger, offen zu reden. Sie reagiert eifersüchtig auf Viola und diese "neue Familie" von Simon. Bisher war sie sein einziger familiärer Bezugspunkt, mal abgesehen von Janko, der ja auch nicht immer präsent war. Irgendwie betrachtet sie Simon als ihr "Eigentum", auch wenn er den Kinderschuhen längst entwachsen ist - das ist auch der Grund, warum sie glaubt, seine Probleme lösen zu müssen in ihrem mütterlichen Besitzanspruch. Sie war ja auch lange Zeit ganz alleine für ihn verantwortlich.

    Sehr gut haben mir auch die Szenen im Heim gefallen, als Simon vorliest und auch Anke mitkommt. Michael wacht tatsächlich auf, entgegen aller Prognosen und jetzt bekommt die Geschichte nochmal eine ganz neue Wendung.

  • Noch ein Nachtrag: Grausam war die Szene wo Jarmila sich im Fass verstecken muss um zu flüchten. Der Soldat, der sie nicht verrät, sondern eine gute Reise wünscht.

    Gänsehaut!

    Oh ja, die Szene war großartig! Mir hat das auch besser gefallen und ich fand es realistischer, als wenn Jarmila ganz unentdeckt über die Grenze gekommen wäre. Was wohl in dem Kopf des Soldaten abgelaufen ist... Toll gemacht!



    Mit Jarmila ist es schwieriger, offen zu reden. Sie reagiert eifersüchtig auf Viola und diese "neue Familie" von Simon. Bisher war sie sein einziger familiärer Bezugspunkt, mal abgesehen von Janko, der ja auch nicht immer präsent war. Irgendwie betrachtet sie Simon als ihr "Eigentum", auch wenn er den Kinderschuhen längst entwachsen ist - das ist auch der Grund, warum sie glaubt, seine Probleme lösen zu müssen in ihrem mütterlichen Besitzanspruch. Sie war ja auch lange Zeit ganz alleine für ihn verantwortlich.

    Ich kann Jarmila da gut verstehen. Als alleinerziehende Frau ist es auch heute noch nicht einfach, aber wie musses dann erst zu ihrer Zeit gewesen sein? Aber sie hatte ihren lieben Sohn und das war es wert. Die beiden waren wohl lange Zeit eine eingeschworene Gemeinschaft. Die einzigen Verwandten im Umfeld - da ist es wohl schwierig für Jarmila nun Simon teilen zu müssen, wo sie ihre Familie so weit zurück gelassen hat.

  • Hui, dieser Abschnitt ist ja eine reine Achterbahnfahrt!

    Das habe ich auch gedacht. Zuerst die ernüchternde Diagnose des Arztes und dann wacht Michael buchstäblich in letzter Sekunde doch noch auf. Sehr dramatisch gemacht. Ist er von dem Einstich aufgewacht oder von der kleinen Dosis aus der Spritze?

    Das war aber schon eine heftige Fehldiagnose, die beinahe schlimme Folgen gehabt hätte.

    Jetzt erfahren wir hoffentlich mehr darüber, wie es zu Michaels Absturz kam und warum er Jarmila mit Simon nicht beigestanden hat.


    Anke ist grossartig. Gut, dass Simon doch noch den Mut findet, ihr alles zu erzählen, auch wenn es vielleicht etwas spät kommt. In Anke hat Simon eine tolle Partnerin.


    Spannend auch die Flucht von Jarmila. was für ein Glück, dass der Soldat Jarmila nicht verrät. Das hätte böse enden können.

    Und so bekommen Simon und Michael doch noch die Chance einander kennenzulernen. Ich bin neugierig, ob sie diese Möglichkeit auch nützen werden, aber so nett wie Simon ist, glaube ich schon dran.

    Ich denke auch, dass da lange Gespräche folgen werden.

  • Zu Beginn von diesem Abschnitt denkt ja Jarmila Michael wäre durch ihre Hand gestorben. Dass, sie ja nicht wissen konnte das dem nicht so ist, habe ich völlig aus den Augen verloren. Das Gespräch darüber zwischen ihr und Simon ist witzig.

    Erst bringt es Simon ja auf den Punkt, dass ja niemand wissen kann ob Michael leben möchte oder nicht. Dann lässt er sich vom Arzt überzeugen. Wobei das nicht ganz richtig ist. Er sieht, dass Michael nicht mehr aufwachen wird und zieht seinen Entschluss. Und genau hier finde ich, Simon macht es sich einfach. Er denkt sich, dass Michael so nicht leben möchte, weil er das auch nicht möchte in der Situation. Für mich weder ein Argument das zieht noch berechtigt ist.

    Zu Anke: ich bin nicht ganz einverstanden, dass Simon ihr hätte sagen müssen, dass Jarmila einen Mord plant. Manchmal gibt es Dinge, die muss man erst für sich sortieren, bevor man mit dem Partner darüber spricht. Für mich ganz klar kein Vertrauensmissbrauch...

    Der arme Rocky, denn an seiner Zivistelle trifft er seine ehemalige Lehrerin....Autsch.

  • Noch ein Nachtrag: Grausam war die Szene wo Jarmila sich im Fass verstecken muss um zu flüchten. Der Soldat, der sie nicht verrät, sondern eine gute Reise wünscht.

    Gänsehaut!


    Und auch hier stelle ich fest, dass dieser Roman eine wirklich spannende Mischung ist und nicht so einfach in irgendeine Schublade gesteckt werden kann!

    Da habe ich auch gezittert....und frage mich, was den jungen Soldaten dazu bewogen hat, den Mund zu halten?

    Wir werden es wohl nie erfahren...

  • Mit Jarmila ist es schwieriger, offen zu reden. Sie reagiert eifersüchtig auf Viola und diese "neue Familie" von Simon. Bisher war sie sein einziger familiärer Bezugspunkt, mal abgesehen von Janko, der ja auch nicht immer präsent war. Irgendwie betrachtet sie Simon als ihr "Eigentum", auch wenn er den Kinderschuhen längst entwachsen ist - das ist auch der Grund, warum sie glaubt, seine Probleme lösen zu müssen in ihrem mütterlichen Besitzanspruch. Sie war ja auch lange Zeit ganz alleine für ihn verantwortlich.

    Ich kann Jarmila da gut verstehen. Als alleinerziehende Frau ist es auch heute noch nicht einfach, aber wie musses dann erst zu ihrer Zeit gewesen sein? Aber sie hatte ihren lieben Sohn und das war es wert. Die beiden waren wohl lange Zeit eine eingeschworene Gemeinschaft. Die einzigen Verwandten im Umfeld - da ist es wohl schwierig für Jarmila nun Simon teilen zu müssen, wo sie ihre Familie so weit zurück gelassen hat.

    Ich kann das auch nachvollziehen. Plötzlich muss sie ihren Sohn und ihre Enkelkinder teilen. Nicht einfach für eine Mutter in Jarmilas Situation.

  • Zu Anke: ich bin nicht ganz einverstanden, dass Simon ihr hätte sagen müssen, dass Jarmila einen Mord plant. Manchmal gibt es Dinge, die muss man erst für sich sortieren, bevor man mit dem Partner darüber spricht. Für mich ganz klar kein Vertrauensmissbrauch...

    Sortieren müssen, aber gleichzeitig eine Observierungsmission starten passt für mich aber ehrlich gesagt nicht zusammen. Simon beschäftigt dieses Thema eindeutig, bespricht sich auch mit Hotte und Janko. Anke bezieht er nicht mit ein. Er missbraucht ihr Vertrauen natürlich so nicht, aber er schließt sie bewusst aus. Mich würde das auf jeden Fall verletzen.

  • Zu Anke: ich bin nicht ganz einverstanden, dass Simon ihr hätte sagen müssen, dass Jarmila einen Mord plant. Manchmal gibt es Dinge, die muss man erst für sich sortieren, bevor man mit dem Partner darüber spricht. Für mich ganz klar kein Vertrauensmissbrauch...

    Sortieren müssen, aber gleichzeitig eine Observierungsmission starten passt für mich aber ehrlich gesagt nicht zusammen. Simon beschäftigt dieses Thema eindeutig, bespricht sich auch mit Hotte und Janko. Anke bezieht er nicht mit ein. Er missbraucht ihr Vertrauen natürlich so nicht, aber er schließt sie bewusst aus. Mich würde das auf jeden Fall verletzen.

    Ja, da hast du natürlich recht. Ich hatte das Gefühl, erst mal musste er mit sich selbst ins Reine kommen. Dann hat er begonnen alles zu organisieren und die Ereignisse haben sich überrollt. Und plötzlich hätte es doof ausgesehen, weil er erst so spät Anke alles gesagt hätte. Mir ist das auch schon so gegangen...allerdings nicht im Hinblick auf eine Tötung.;)