05 - Kapitel 23 bis Ende (Seite 291 bis zum Ende)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 291 bis zum Ende schreiben.

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  • Das Ende dieser Lesereise ist traurig und versöhnlich zugleich. Es ist noch ein weiterer Band in Planung, wir können also gespannt sein, wie es weiterging mit Simon, Anke und ihren Freunden. Es hat mich erstaunt, wie offen und reflektiert Michael über sein Leben erzählen kann nach dieser langen Zeit im Koma. Es war befreiend für ihn, dass er Simon alles berichten konnte, was schiefgelaufen ist in der Vergangenheit. Er hatte kein Glück mit den Frauen in seinem Leben, seine Mutter hat ihm die Hölle heiß gemacht und war sehr dominant, ebenso seine spätere Ehefrau. Auch Jarmila hat ihn von Simon ferngehalten und wollte keine Almosen von ihm. Das ist alles sehr tragisch und hat Michael in eine psychische und existenzielle Sackgasse getrieben, wo nur noch der Alkohol sein Seelentröster war. Umso mehr hat es mich gefreut, dass den beiden noch ein paar gute gemeinsame Tage vergönnt waren, sie konnten Fußball schauen und eine Nähe finden nach so vielen Jahren der Fremdheit und des Vergessens. Auch die Beisetzung in Prag entspricht diesem Geist der Versöhnung, sogar Boris ist dabei und übernimmt sogar sämtliche Kosten. Was bleibt ist die Erkenntnis von der Zerbrechlichkeit unserer Existenz und der Vergänglichkeit des Lebens. Jeder Augenblick ist flüchtig und wertvoll und es liegt immer an uns selber, ob wir ihn mit Sinn erfüllen und füreinander da sind in schwierigen Zeiten.

  • Ob Martha mit Lukas Podolski verwandt ist, habe ich mich auch gleich beim ersten Mal gefragt, als ich ihren Namen gelesen habe. Prinz Poldi, hach! :D


    Den letzten Abschnitt fand ich sehr traurig. Die meiste Zeit hatte ich Tränen in den Augen stehen. Michaels Lebensgeschichte ist wirklich mehr als blöd verlaufen. Er passte nicht in sein Leben, aber hat es auch nur schwer geschafft, sich gut daraus zu winden. Ja, der Alkohol hat am Ende alles zerstört. Die Stalker-Geschichten fand ich ähnlich creepy wie Simon, aber irgendwie schwankt man dann doch und denkt: Ach ja, er wollte ja nur seinen Sohn sehen. Dass er am Ende stirbt, fand ich zwar sehr traurig, aber auch stimmig. Irgendwie hat es die Geschichte abgerundet.


    So ganz verstanden habe ich die Szene mit den zwei Polizeiermittlern aber nicht. Was sollte das? Warum haben sie Simon angesprochen? Waren das irgendwelche seltsamen Spielchen? Konsequenzen scheint es auf jeden Fall nicht gehabt zu haben?


    Überraschend fand ich Boris‘ Auftritt am Ende noch. Ich hatte ihn ja längst abgestempelt und habe mit nichts Positivem mehr gerechnet. Aber der Einfluss der Partner ist nie zu unterschätzen! Er hat sich ja wirklich noch großzügig gezeigt, in dem er die wirklich teure Beerdigung gezahlt hat. Und Simon ist manchmal auch einfach gestrickt: Wie? Du bist kein HSV- sondern St. Pauli-Fan? Ja, dann muss Boris doch ein klasse Typ sein. Haha.


    Hach ja, ein sehr schöner Roman und viel emotionaler als ich gedacht hatte. Es war lustig, spannend, traurig, nachdenklich… Hat Spaß gemacht!

    Es ist noch ein weiterer Band in Planung, wir können also gespannt sein, wie es weiterging mit Simon, Anke und ihren Freunden.

    Ja, das klingt wirklich gut!

  • Michael stirbt.

    Es ist ein passendes Ende: versöhnlich, nachdenklich und dabei gleichzeitig gelassen und heiter!

    Die Gespräche, die er noch mit Simon führen konnte, waren für ihn mindestens ebenso wichtig wie für Simon. Er war gar nicht der Vater, der sich nicht um ihn kümmern wollte. Er wollte auch Geld geben, aber Jarmila hat das abgelehnt. Michaels Mutter und später seine Ehefrau haben ihn erdrückt und ihn in eine Rolle gezwängt, die einfach nicht zu ihm passen konnte "Wir haben getrunken, um uns zu ertragen" - ein denkwürdiger Satz! Aber die Wochen nach seinem Koma haben sicher zu seinen besseren Zeiten gezählt. Eigentlich erschütternd!


    Traurig waren diese letzten Seiten wirklich - irgendwo zwischen "Die Sinnfrage ist die sinnloseste überhaupt" 8) und einer Party, die in dem Wissen stattfindet, dass Michael zu Lebzeiten nie so ausgelassen gefeiert hat ist auch noch ein Gespräch zwischen Frieder und ? (ich hab das Buch leider nicht hier), wo es um Hr. Neumann geht und sein liebevolles "nicht gehen lassen können"... überhaupt waren in diesem letzten Abschnitt sehr viele sehr nachdenkliche Töne!


    Simon hat ein würdiges Begräbnis organisiert und Boris bezahlt das alles (eine Wandlung, die für mich nicht ganz glaubhaft ist!)

    Überhaupt wendet sich alles zum Guten: Krusenbaum schließt die Akte weil, Simon in dieser Geschichte schon genug durchgemacht hat (realistisch?) und die Herren vom Landeskriminalamt raten Simon nur "immer schön sauber zu bleiben", obwohl sie zumindest einen begründeten Verdacht haben, dass es gewissen "Unstimmigkeiten" gegeben hat (Stephan, warum hast Du die beiden noch auftauchen lassen? Nervenkitzel am Schluss?)

    Und was Janko angeht lag ich ja total daneben - es war nicht Jan!


    Auf alle Fälle war es ein sehr spannendes Leseerlebnis, auch weil ich lt Titel und Ankündigung eigentlich auf eine reine Klamaukgeschichte eingestellt war (ist ja eigentlich auch nicht übel, aber halt nicht so ganz meines) und somit positiv überrascht wurde von einer Geschichte, die vielschichtig ist und sich in keine Schublade stecken lässt!


    ;) Es gibt noch eine Fortsetzung? Da freu ich mich schon jetzt drauf. Und bis dahin kann ich ja noch die dicken Freunde lesen!

  • So ganz verstanden habe ich die Szene mit den zweiPolizeiermittlern aber nicht. Was sollte das? Warum haben sie Simonangesprochen? Waren das irgendwelche seltsamen Spielchen? Konsequenzen scheintes auf jeden Fall nicht gehabt zu haben?

    und die Herren vom Landeskriminalamt raten Simon nur "immer schön sauber zu bleiben", obwohl sie zumindest einen begründeten Verdacht haben, dass es gewissen "Unstimmigkeiten" gegeben hat (Stephan, warum hast Du die beiden noch auftauchen lassen? Nervenkitzel am Schluss?)

    Also. Die Sache ist die: Ich habe ja hinten in der Danksagung auch meinem Freund Till Raether gehuldigt, den kenne von meinem Brigitte-Job. Mit dem fahre ich auch immer zum Schreiben weg. Er arbeitet dann an seinen ziemlich fantastischen Krimis, ich spiele Candy Crush. Irgendwann fanden wir es mal ganz lustig, die Hauptfiguren des anderen in unseren Büchern auftauchen zu lassen. Deshalb turnen also Danowski und Finzel bei mir herum. Und ich gebe zu: Mein Lektor hat auch die Stirn gerunzelt und wollte die Herren rausstreichen. Aber ja, Nervenkitzel, und ich finde die gut, deshalb habe ich die behalten wollen. Es gibt der Geschichte noch einen Twist, zumindest für sieben, acht Seiten, und für einen Moment denkt man, dass die Sache hier gerade mächtig schief geht. Dass sie ihn laufen lassen… Tja. Ich habe mir vorgestellt, dass es für Polizisten auch eine Art befriedigender Arbeitsnachweis sein kann, wenn sie jemandem sagen: Wir wissen genau, was du getan hast. Aber wir wissen auch, dass es nichts bringt, dir deswegen das Leben zu versauen. Sind ja auch nur Menschen.

  • Er arbeitet dann an seinen ziemlich fantastischen Krimis, ich spiele Candy Crush. Irgendwann fanden wir es mal ganz lustig, die Hauptfiguren des anderen in unseren Büchern auftauchen zu lassen. Deshalb turnen also Danowski und Finzel bei mir herum. Und ich gebe zu: Mein Lektor hat auch die Stirn gerunzelt und wollte die Herren rausstreichen.

    Was ist das denn für eine geniale Story?? :totlach: Okay, ich sage zu der Szene nichts mehr. Sie darf bleiben. Und viel Erfolg beim Candy Crushen! ;)

  • Er arbeitet dann an seinen ziemlich fantastischen Krimis, ich spiele Candy Crush. Irgendwann fanden wir es mal ganz lustig, die Hauptfiguren des anderen in unseren Büchern auftauchen zu lassen. Deshalb turnen also Danowski und Finzel bei mir herum. Und ich gebe zu: Mein Lektor hat auch die Stirn gerunzelt und wollte die Herren rausstreichen.

    Was ist das denn für eine geniale Story?? :totlach: Okay, ich sage zu der Szene nichts mehr. Sie darf bleiben. Und viel Erfolg beim Candy Crushen! ;)

    Das ist eine wunderbar schräge Idee, wahrscheinlich gefällt sie mir deshalb so gut.;) Irgendwo in der klassischen Literatur gab es sowas auch mal glaub ich? Jedenfalls fand ich die Szene gar nicht so verkehrt, ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, ob und wann das irgendjemand mitkriegt, als sie so offen über ihre Mordpläne diskutiert haben im Krankenzimmer. Dann wurde ja schon angedeutet, dass der andere Patient bei der Kripo war und so hat mich diese Recherche nicht überrascht.

    Haben Simon und Hotte jetzt auch einen Cameo- Auftritt in den Krimis von Till Raether ? Das wäre doch jetzt zu erwarten ...

  • So, ich habe das Buch nun auch zu Ende gelesen.

    Hier in diesem Leseabschnitt geschieht ja unheimlich viel. Doch der Reihe nach:

    Berührt hat mich, dass Michael so viele Details aus Simons Leben kennt. Nach Jahren noch zu wissen, wann der Sohn vor Jahren welches Tor geschossen hat, zeugt von echtem Interesse! Und dann stellt sich heraus, dass nicht Michael keinen Kontakt wollte, sondern Jarmila gebremst hat. Ich denke, ich wäre unheimlich sauer auf meine Mutter gewesen.

    Janko gefällt mir schon das ganze Buch lang, wie er Jarmila gerettet hat, ist toll!

    Dann die Annäherung zwischen Simon und Michael, die war absolut berührend. Ich sah sie schon sonntags beim gemeinsamen Essen als Familie. Und dann der erste Satz in Kapitel 26! Der hat mich echt kalt erwischt. Damit hätte ich nie gerechnet, dass Michael stirbt. Das mit dem Drittel Butterkuchen, das er gegessen hatte, hat mich eingelullt und war schon ein bisschen gemein, Stephan!

    Beschäftigt hat mich auch die Aussage, dass Herr Neumann unfair zu Lottchen ist. Und eigentlich stimmt das vollkommen. Kranke spüren, wenn die Angehörigen nicht wollen, dass sie sterben und nicht los lassen können. Davon bin ich überzeugt.

    Die kleine Lilly schläft auf der Beerdigung auf Grossvaters Arm mütterlicherseits? Sollte das nicht väterlicherseits heissen ? Denn Ankes Grosseltern sind doch nicht auf der Beerdigung?


    Boris war mir am Schluss zu zahm und seine Besinnung, dass er alles zahlt...na ja...

  • Das Ende dieser Lesereise ist traurig und versöhnlich zugleich. Es ist noch ein weiterer Band in Planung, wir können also gespannt sein, wie es weiterging mit Simon, Anke und ihren Freunden. Es hat mich erstaunt, wie offen und reflektiert Michael über sein Leben erzählen kann nach dieser langen Zeit im Koma. Es war befreiend für ihn, dass er Simon alles berichten konnte, was schiefgelaufen ist in der Vergangenheit.

    Auch, weil er erst jetzt die Gelegenheit dazu hatte. Jarmila hat ja den Kontakt vorher verhindert....

  • So ganz verstanden habe ich die Szene mit den zwei Polizeiermittlern aber nicht. Was sollte das? Warum haben sie Simon angesprochen? Waren das irgendwelche seltsamen Spielchen? Konsequenzen scheint es auf jeden Fall nicht gehabt zu haben?

    Ich muss gestehen, dass ich diese Szene auch nicht so wirklich verstanden hatte....zudem erschien sie mir so "gesucht"....


    edit: ich habe erst danach den Kommentar von Stephan gelesen. Da kann ich die Szene verstehen, dass und warum die drin ist. Zum Glück, lesen wir hier eine Leserunde zusammen mit Stephan...alle anderen Leser haben ja die Möglichkeit nicht und werden sich wohl fragen, was das soll?

  • Die kleine Lilly schläft auf der Beerdigung auf Grossvaters Arm mütterlicherseits? Sollte das nicht väterlicherseits heissen ? Denn Ankes Grosseltern sind doch nicht auf der Beerdigung?

    Damned. Musste die Stelle lange suchen. Um dann festzustellen: Du hast vollkommen recht. Ist blöderweise weder mir noch zwei Lektoren aufgefallen. Aber ich habe mal gelernt, dass es kein Buch ohne Fehler gibt.



    Boris war mir am Schluss zu zahm und seine Besinnung, dass er alles zahlt...na ja...

    Ja, da ist was dran. Meine Kollegin Alena Schröder hat das Buch auch gelesen und hinterher gesagt: Gut Gemacht, Alter, aber es geht nicht, dass am Ende alle lieb sind. Arschlöcher müssen Arschlöcher bleiben. Das ist allerdings ein Problem für mich. Ich bin ganz schlimm harmoniebedürftig und verständnisvoll. Gruselig.



    Ich muss gestehen, dass ich diese Szene auch nicht so wirklich verstanden hatte....zudem erschien sie mir so "gesucht"....


    edit: ich habe erst danach den Kommentar von Stephan gelesen. Da kann ich die Szene verstehen, dass und warum die drin ist. Zum Glück, lesen wir hier eine Leserunde zusammen mit Stephan...alle anderen Leser haben ja die Möglichkeit nicht und werden sich wohl fragen, was das soll?

    Spannend. Ich dachte wirklich, jetzt mal von unserem Kumpel-Deal abgesehen, dass die Szene gut funktioniert, deshalb habe ich sie ja auch bei meinem Lektor durchgesetzt. Aber da habe ich mich wohl einfach mal geirrt.


    Haben Simon und Hotte jetzt auch einen Cameo- Auftritt in den Krimis von Till Raether ? Das wäre doch jetzt zu erwarten ...

    Mal gucken. Im Oktober kommt „Unter Wasser", der fünfte Danowski von Till. Ich finde schon, dass die Jungs da mal kurz vorbeischauen könnten.

  • Damned. Musste die Stelle lange suchen. Um dann festzustellen: Du hast vollkommen recht. Ist blöderweise weder mir noch zwei Lektoren aufgefallen. Aber ich habe mal gelernt, dass es kein Buch ohne Fehler gibt.



    Ja, da ist was dran. Meine Kollegin Alena Schröder hat das Buch auch gelesen und hinterher gesagt: Gut Gemacht, Alter, aber es geht nicht, dass am Ende alle lieb sind. Arschlöcher müssen Arschlöcher bleiben. Das ist allerdings ein Problem für mich. Ich bin ganz schlimm harmoniebedürftig und verständnisvoll. Gruselig.

    Das ist doch nicht schlimm...Ich bin einfach darüber gestolpert. Da habe ich schon viel "gröbere" Ungereimtheiten in Büchern gelesen. Sachen, die echt nicht aufgehen. Das hier ist nix.


    Da bin ich völlig einer Meinung mit deiner Kollegin Alena Schröder. Als Leser teilt man ja den Figuren ihre Rolle zu. Da wird schnell mal in "gut" und "böse" eingeteilt. Wenn nun ein "Böser" das ganze Buch über seine Rolle überzeugend verkörpert( und das tat Boris), und kurz vor Schluss eine 180 Grad Wende macht, kommt das meistens als gesucht harmoniebedürftig rüber. Und lässt die vorangegangene "Rolle" als Fragezeichen zurück. Und plötzlich war die Figur dann nicht mehr ganz so überzeugend. Die Erfahrung habe ich schon oft gemacht und ich frage mich, warum Autoren teilweise zum Schluss die Figuren netter darstellen als das ganze Buch über. Meiner Meinung darf ein "Böser" auch so in Erinnerung bleiben. Im realen Leben gibts ja auch Menschen, die einem in guter und Menschen, die einem in schlechter Erinnerung bleiben.

  • Er arbeitet dann an seinen ziemlich fantastischen Krimis, ich spiele Candy Crush. Irgendwann fanden wir es mal ganz lustig, die Hauptfiguren des anderen in unseren Büchern auftauchen zu lassen

    Das gefällt mir wieder total gut! Sind die Herren Danowski und Finzel in den Krimis von Till Raether auch so unkonventionell und klug? Dann muss ich mir diese Krimis doch glatt merken!


    Meine Kollegin Alena Schröder hat das Buch auch gelesen und hinterher gesagt: Gut Gemacht, Alter, aber es geht nicht, dass am Ende alle lieb sind. Arschlöcher müssen Arschlöcher bleiben.

    Damit hat sie auch völlig recht! Andererseits passt es eigentlich ganz gut zu dem Buch, denn es reicht ja schon, dass Michael gestorben ist. Dann tut es gut, wenn der Rest so richtig harmonisch abläuft! Und es passt einfach gut zu Simon!

  • Damit hat sie auch völlig recht! Andererseits passt es eigentlich ganz gut zu dem Buch, denn es reicht ja schon, dass Michael gestorben ist. Dann tut es gut, wenn der Rest so richtig harmonisch abläuft! Und es passt einfach gut zu Simon!

    Simon hat am Schluss alles richtig gemacht. Boris hätte keine 180 Grad Wendung machen brauchen, denn dass er plötzlich die ganze Beerdigung finanziell stemmt, war mir zu sehr "heile Welt"...

  • Damit hat sie auch völlig recht! Andererseits passt es eigentlich ganz gut zu dem Buch, denn es reicht ja schon, dass Michael gestorben ist. Dann tut es gut, wenn der Rest so richtig harmonisch abläuft! Und es passt einfach gut zu Simon!

    Simon hat am Schluss alles richtig gemacht. Boris hätte keine 180 Grad Wendung machen brauchen, denn dass er plötzlich die ganze Beerdigung finanziell stemmt, war mir zu sehr "heile Welt"...

    Da muss ich Igela recht geben. Das war mir auch etwas zu viel.

    Ich fand es eine tolle Idee von Simon das er Michael in Prag beigesetzt hat. So hat sich dann doch alles am Schluß gefügt.

    Das der Typ vom Amt dann auch noch seine menschliche Seite gezeigt hat gibt es im RL dann leider wohl auch nicht so oft.

  • Nach Jahren noch zu wissen, wann der Sohn vor Jahren welches Tor geschossen hat, zeugt von echtem Interesse! Und dann stellt sich heraus, dass nicht Michael keinen Kontakt wollte, sondern Jarmila gebremst hat. Ich denke, ich wäre unheimlich sauer auf meine Mutter gewesen.

    Da bin ich ganz bei dir. Michael zeigt mit diesem Wissen sein immenses Interesse an seinem Sohn. Irgendwie hätte es mich auch gewundert nach der Darstellung von ihm in den Rückblenden, wenn es anders gewesen wäre. Jarmila hat ihn nicht gelassen und seine spätere Familie noch weniger. An Simons Stelle wäre ich auch sehr böse auf Jarmila gewesen.

    Gut Gemacht, Alter, aber es geht nicht, dass am Ende alle lieb sind. Arschlöcher müssen Arschlöcher bleiben. Das ist allerdings ein Problem für mich. Ich bin ganz schlimm harmoniebedürftig und verständnisvoll. Gruselig.

    Ach, ich finde das hier nicht so schlimm. Ich fand das durch den Einfluss von seiner Frau sogar realistisch dargestellt,denn ohne sie hätte er das sicher nicht gemacht. Und ich kenne einige Menschen, die sich da von ihren Partnern sehr beeinflussen lassen. Also von daher hat es für mich gepasst.

  • Michael stirbt also doch noch. Traurig, aber trotzdem ist das Ende stimmig.

    Schön, dass er sich noch ausführlich mit Simon unterhalten konnte, so wird Simon klar, warum alles so gekommen ist.

    Dass die Beisetzung in Prag ist, passt. Dort hat Michael schöne Momente verbracht. Dass Boris für die Kosten aufkommt, hat mich überrascht, zumal auch Viola kein schönes Bild von Boris gezeichnet hat.

    Berührt hat mich, dass Michael so viele Details aus Simons Leben kennt.

    Da habe ich beim Lesen auch in mich hinein gelächelt, das war wirklich sehr schön.


    Krusenbaum schließt die Akte weil, Simon in dieser Geschichte schon genug durchgemacht hat (realistisch?)

    Dass er die Akte schliesst ist gar nicht mal so unrealistisch. Seine Kollegin hatte einfach eine fiktive Summe festgesetzt, ohne die Einkommensverhältnisse von Simon zu berücksichtigen. Da käme bestimmt eine Rückzahlung in Frage und die wäre mit evtl. offenen Forderungen zu verrechnen. Formell wäre zwar wahrscheinlich centgenau zu berechnen, aber da gibt es vielleicht Ermessensgrenzen.

    Dass er die Akte schliesst, weil Simon schon genug durchgemacht hat, ist eher unwahrscheinlich.

    Hach ja, ein sehr schöner Roman und viel emotionaler als ichgedacht hatte.

    Stimmt, mir hat die Geschichte auch richtig gut gefallen.

  • Dass er die Akte schliesst ist gar nicht mal so unrealistisch. Seine Kollegin hatte einfach eine fiktive Summe festgesetzt, ohne die Einkommensverhältnisse von Simon zu berücksichtigen. Da käme bestimmt eine Rückzahlung in Frage und die wäre mit evtl. offenen Forderungen zu verrechnen

    Stimmt! So gesehen, kann es natürlich sein, dass die Akte geschlossen wird. Allerdings weniger, weil Simon schon so viel durchgemacht hat. Das ist reine Schönrederei!


    Ich habe das Buch leider bei meinem Freund vergessen, deshalb habe ich hier noch eine Frage: wie lange war Michael jetzt eigentlich munter? Das dürften doch so ungefähr 40 Tage gewesen sein oder war es kürzer?

    :)

  • Ich habe gerade nochmal geschaut: keine vier Wochen. Also etwas weniger als 40 Tage.


    Dabei habe ich auch nochmal die Szene gesehen, die mich sehr gerührt hat: Wie der Pfleger erwähnt, dass das H&M-Hemd, das Simon ihm gekauft hat, sein Lieblingshemd war. Einfach nur weil es von Simon kam. Hach! <3

  • Ja! Es gab einige Szenen, die wirklich zu Herzen gehen. Und die Szene mit dem einfachen Hemd gehört da wirklich dazu!

    Ebenso wie der gemeinsame Fussballabend in der Pizzeria oder dass Michael so viel über seinen Sohn wußte.

    Einfach schön!