1) Kapitel 1 bis einschl. Kapitel 7

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  • Hallo liebe Ava Reed,
    liebe MitleserInnen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Die Stille meiner Worte" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders die Autorin Ava Reed - schön, dass Du unsere Runde begleitest!


    Ihr dürft die Autorin duzen!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netikette durch.


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Wenn Ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, gebt bitte hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt Ihr zum Inhalt bis einschließlich Kapitel 7 schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich habe nun den ersten Abschnitt beendet und bin ganz gefangen von den Emotionen. Bisher ist es ein sehr bedrückendes und trauriges Buch und ich frage mich, wie Izzy genau gestorben ist. Der Schreibstil gefällt mir wieder sehr gut, weil die Emotionen greifbar sind.


    Als Levi das erste Mal auf der Bildfläche auftaucht, habe ich den Fehler gemacht und die Überschrift nicht gelesen und war erst verwirrt, weil ich dachte, wieso ist Hannah nun in Sankt Anna. Bisher erfährt man über ihn nur sehr wenig und ich bin gespannt, was er noch so berit hält.


    Hannah tut mir extrem leid und so drastisch wie die Veränderung der Frisur auch ist, ich kann sie verstehen. Ich würde auch nicht mehr aussehen wollen wie meine Tode Schwester. Und ihre Eltern kann ich teilweise nicht verstehen, sie lassen sie in ihrer Trauer ziemlich alleine. Durch die Briefe an ihre Schwester wird deutlich, wie schlecht es ihr wirklich geht und wieso sie nicht mehr redet. Ich mag sie sehr und glaube, dass die Entscheidung ihrer Eltern sie nach Sankt Anna zu schicken richtig ist. Da kann sie Hilfe bekommen und hat eine Chance, dass es ihr besser geht. Wenn alles so weiter geht, wie bisher, dann eher nicht.


    Ich bin auf jeden Fall sehr gefangen von dem Buch und gespannt, wie es weitergeht.

  • Und los geht es. Die Aufmachung des Buches gefällt mir schon mal sehr gut. Ich mag Bücher mit kurzen Kapiteln und Überschriften. Die Musikliste finde ich auch ganz interessant. Es scheint so, als ob Musik für Hannah eine große Bedeutung hat.


    Den Brief an Izzy finde ich wunderschön beschrieben. Schon da merkt man, dass Hannah unendlich traurig ist und nicht weiß, wie es weitergehen soll.


    Den Versuch des Neuanfangs in einem neuen Haus mit neuen Zimmern scheint nicht zu funktionieren. Die Erinnerung nimmt man ja doch immer überall mit hin. So auch die ganze Familie, wo jeder irgendwie für sich trauert, anstatt gemeinsam den schmerzhaften Verlust zu verarbeiten. Stattdessen wird noch zusätzlich verletzt. Hannah tut mir da sehr leid. Sie scheint außer bei ihrem Kater Mo keinen Halt zu bekommen. Die Eltern sind in ihrem eigenen Schmerz gefangen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie Hannah für den Tod verantwortlich machen oder es sogar das "falsche" Kind getroffen hat? Izzy war wohl der Sonnenschein in der Familie.


    Mich hat daher nicht überrascht, dass Hannah sich äußerlich verändern wollte. Immerhin sieht sie in ihrem Antlitz immer auch ihre tote Schwester. Schockiert hat mich allerdings die Reaktion der Eltern. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ob es daran lag, dass Hannah die Illusion zerstört hat, dass Izzy doch noch da sein könnte, was nun durch das veränderte Aussehen nicht mehr möglich ist? Und dann wollen sie sie noch weg schicken. Ich bin mir da nicht so sicher, ob das in diesem Moment der richtige Weg ist. Hilfe benötigt wohl die ganze Familie. Schickt man denn noch sein anderes Kind weg, wenn man eines verloren hat? Ich würde da eher das Gegenteil machen und das verbleibende Kind hegen und pflegen. Wie sehen die anderen das?


    Das Kapitel mit Levi hat mich zunächst auch irritiert. Ich habe immer ein wenig Schwierigkeiten, zwischen zwei Ich-Perspektiven zu wechseln, zumal ich mich gerade in Hannah eingefühlt habe. Und so genau weiß ich auch noch nicht, wie ich diese Szene einordnen soll.


    Bisher ist es ein sehr bedrückendes und trauriges Buch und ich frage mich, wie Izzy genau gestorben ist.

    Ja, das frage ich mich auch. Wie schon oben erwähnt, vermute ich sogar, dass Hannah irgendwie damit zu tun hat, auch wenn sie mitunter keine Schuld daran hat.


    Wie alt ist Hannah eigentlich? Stand das irgendwo und ich habe das überlesen?

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Die Ich-Perspektive bietet sich bei einem emotionalen Buch natürlich an, deshalb hat es mir auch gut gefallen, dass wir die Dinge aus Hannahs Sicht kennenlernen dürfen. Ein weiterer Pluspunkt: Mit uns als Lesern spricht sie wenigstens durch ihre Gedanken ;)


    Ich muss gestehen, dass ich noch nicht emotional in die Geschichte involviert bin - trotz Ich-Erzähler und trotz der teils fast poetischen und nachdenklichen Gedanken Hannahs (besonders hängen geblieben: "Worte sind Kinder der Ewigkeit" S.13 und die Schilderung, wie überflüssig sich Hannah neben ihren Eltern fühlt). Ich denke, das liegt daran, dass wir noch nicht wissen, was mit Izzy passiert ist und dass ich deshalb nicht wirklich mitfühlen kann.


    Mir ist aufgefallen, dass im Buch nirgends erwähnt wird, dass Izzy Hannahs Zwillingsschwester ist. (Oder habe ich das überlesen?) Man kann es sich zwar zusammenreimen, aber direkt gesagt wird es bisher nur im Klappentext.


    Spricht Hannah absichtlich nicht oder kann sie aufgrund einer mentalen Blockade nicht mehr sprechen? Es scheint ja eher zweiteres zu sein und ich habe das Gefühl, es hängt mit ihren letzten Worten an Izzy zusammen. Vielleicht sind die beiden im Streit auseinander gegangen? Auf Seite 13 deutet sie sowas an.


    Ein Umzug nach monatelanger Trauer ist sicher nicht verkehrt, aber eine Familien(!)therapie hielt ich hier für angebrachter. Sie können alle nicht miteinander reden, was ich sehr schade finde. Ich war selbst zum Glück nie in einer solchen Ausnahmesituation, aber ich denke, dass mittel- und langfristig das Sprechen über die Verstorbene und das, was passiert ist und das, was man fühlt, der richtige Weg ist. So frisst jeder seine Trauer in sich hinein. Deshalb verstehe ich auch die Eltern nicht ganz. Ihre Tochter ist tot. Das muss für sie das Schlimmste sein, was passieren kann, ganz klar. Aber sie haben noch eine Tochter. Und die braucht sie umso mehr. Gerade so, wie der Vater sich verhält, riskiert er es, Hannah auch noch zu verlieren, indem die sich immer weiter abkapselt. Ich vermute, das Internat wird ihr guttun, aber es wäre trotzdem besser gewesen, das mit ihr zu besprechen und sie nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen.


    Hannahs Kraftlosigkeit, Verzweiflung und Traurigkeit sind greifbar, aber trotzdem berühren sie mich noch nicht. Ich hoffe, das ändert sich im nächsten Abschnitt.


    Von Levi wissen wir ja noch nicht viel, aber ich schätze, er ist ein netter Typ und er wird Hannah wohl bei dem Camp kennenlernen.

  • Hannah tut mir extrem leid und so drastisch wie die Veränderung der Frisur auch ist, ich kann sie verstehen. Ich würde auch nicht mehr aussehen wollen wie meine Tode Schwester.

    Ich weiß es nicht. Einerseits sieht sie immer auch ihre tote Schwester im Spiegel, was schwer sein muss. Andererseits sieht sie immer auch ihre Schwester im Spiegel und damit ein Stück schöner Erinnerung. Aber noch ist sie vermutlich zu sehr in der Trauerphase, als dass sie das so sehen könnte.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie Hannah für den Tod verantwortlich machen oder es sogar das "falsche" Kind getroffen hat? Izzy war wohl der Sonnenschein in der Familie.

    Das Gefühl hatte ich nicht. Im Gegenteil. Als Hannah geklekert hat, hat der Vater sie mit dem "Izzy" meines Gefühls nach eher vorwurfsvoll angemeckert (bevor er dann realisierte, was er gesagt hat). Auf mich wirkte das ein bisschen wie ein Reflex, weil er das so oft so gesagt hat. Ich kenne das von mir selbst: Normalerweise "schimpfe" ich immer mit unserem Meerschweinchen Gustav und als mein Sohn letzten Quatsch gemacht hat, habe ich zu ihm unbewusst im selben Tonfall "Gustav!" gesagt :totlach:

    Schickt man denn noch sein anderes Kind weg, wenn man eines verloren hat? Ich würde da eher das Gegenteil machen und das verbleibende Kind hegen und pflegen. Wie sehen die anderen das?

    Ich kann einerseits verstehen, warum die Eltern sie nicht mehr ständig vor Augen haben wollen (selber Grund wie oben beim Spiegelbild). Aber andererseits würde ich als Mama auch eher dazu neigen, das andere Kind, dann überzubehüten; auch auf die Gefahr hin, es eventuell einzuengen.

    Wie alt ist Hannah eigentlich? Stand das irgendwo und ich habe das überlesen?

    Nein, stand nirgends. Levi ist ja gerade 19 geworden und da ich vermute, dass aus den beiden noch ein Paar werden wird, dürfte sie wohl irgendetwas zwischen 16 und 18 sein, schätze ich.

  • Mir gefällt der Schreibstil des Buches auch sehr gut. Dass die beiden Jugendlichen in der Ich-Form erzählen, lässt mich schneller in die Geschichte eintauchen.

    Hannah kann nicht reden, sie trauert wie wahnsinnig um ihre Schwester. Irgendwo meine ich zwischen den Zeilen gelesen zu haben, dass sie am Tod von Izzy irgendwie beteiligt war. Zumindest fühlt sie sich schuldig oder meint, dass ihre Eltern ihr eine Schuld zuweisen. Die Eltern finde ich teilweise ein bisschen merkwürdig. Klar, sie trauern auch, aber sie müssen doch Verständnis für Hannah haben, die ihre Zwillingsschwester verloren hat. Zu einem Zwilling hat man doch eine ganz besondere Beziehung! Nicht verstehen kann ich, wie es dem Vater passieren konnte, Hannah mit Izzy zu verwechseln. Ihre Reaktion mit den Haaren war durchaus nachvollziehbar, aber den gewünschten Effekt hat sie auch nicht gebracht.


    Wie alt Hannah ist, habe ich mich auch gefragt und natürlich, wie Izzy gestorben ist.


    Rührend, dass Hannah täglich an ihre Schwester schreibt. Dann verbrennt sie die Briefe. Das verursacht mir eine Gänsehaut! Als sie einmal vergessen hat, an Izzy zu schreiben, hat sie ein schlechtes Gewissen. Ich sehe das eher als den ersten Schritt zur Heilung.


    Sehr gut gefällt mir die bildhafte Sprache der Autorin! Besonders dieser Satz hat es mir angetan: „Ich bin das dritte Rad, das zu viel ist an einem Fahrrad und zu wenig an einem Auto.“


    Levi muss St. Anna eigentlich verlassen, er hat das Höchstalter erreicht. Aber anscheinend wird es eine Ausnahme geben. Ich nehme mal an, dass Hannah und Levi sich irgendwie anfreunden. Auf dieser Schule sind mehrere oder ausschließlich Kinder / Jugendliche mit psychischen Problemen?


    Ich bin gespannt, wie es weiter geht!

  • Den Versuch des Neuanfangs in einem neuen Haus mit neuen Zimmern scheint nicht zu funktionieren. Die Erinnerung nimmt man ja doch immer überall mit hin.

    Das stimmt! Man kann seine gewohnte Umgebung verlassen, aber nicht die Erinnerungen! Ich finde es sogar unklug, umzuziehen. Man verlässt unter Umständen ja auch Freunde und Bekannte, die bei der Trauer hilfreich sein könnten.

  • Nicht verstehen kann ich, wie es dem Vater passieren konnte, Hannah mit Izzy zu verwechseln.

    Eine Ergänzung noch zu meiner obenstehenden Theorie (Reflex): Die Situation zeigt auch einfach deutlich, wie viel Raum Izzy noch in den Gedanken der Familie einnimmt. Sie ist immer noch präsent und auch der Vater denkt offenbar viel an sie.

  • Mir geht es momentan noch so wie Zank - ich finde die Geschichte von Hannah schrecklich, berührend und sie nimmt mich mit, aber ich kann mich gerade noch nicht richtig in Hannah einfühlen. Die bildhaften Beschreibungen treiben mir jedoch die Tränen in die Augen.


    Ich mag solche Beschreibungen

    Seite 11 schrieb:

    Es ist die Art von Schmerz, die so stark ist, dass man ihn nicht mehr zeigen kann, weil er eine Grenze überschritten hat. Die Art, die man nicht herauslassen kann, weil jeder Schrei, jedes Wort und jede Träne zu wenig wären für ihn.

    Auch auf Seite 13, die Stelle mit dem Zerbrechen ... hach, so schön ..... ♥


    Mir ist aufgefallen, dass im Buch nirgends erwähnt wird, dass Izzy Hannahs Zwillingsschwester ist. (Oder habe ich das überlesen?) Man kann es sich zwar zusammenreimen, aber direkt gesagt wird es bisher nur im Klappentext.


    Nein, es wird nicht erwähnt. Aber es wird eben öfter erwähnt, dass Hannah und Izzy sich sehr ähnlich sahen und ich denke der Vater hätte die Beiden nicht verwechselt, wenn sie so unterschiedlich wären wie meine Schwester und ich. :-)


    Spricht Hannah absichtlich nicht oder kann sie aufgrund einer mentalen Blockade nicht mehr sprechen?

    Ich denke auch, dass sie aufgrund einer mentalen Blockade nicht mehr spricht. Sie sagt ja selbst, dass ihr die Anleitung fehlt wie man spricht, dass sie es nicht mehr weiß.


    Schade finde ich, dass die Eltern sich ihr gegenüber genau so in Schweigen hüllen. Sollten sie nicht Verständnis dafür haben, dass Hannah (vorübergehend) nicht spricht? Sie haben ihr Kind verloren, aber Hannah hat auch ihre Schwester verloren. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Eltern in ihrem eigenen Schmerz gefangen sind und übersehen, dass ihr 2. Kind emotional vor die Hunde geht. Sie könnten sich gegenseitig so viel Halt geben ....


    Die Sache mit den Haaren habe ich aus Hannahs Sicht verstanden, sie brauchte eine Veränderung - sie möchte nicht immer Izzy sehen, wenn sie in den Spiegel schaut. Aber ich glaube, dass genau das das Problem ist, das die Eltern haben. Wenn sie Hannah angeschaut haben, haben sie immer auch Izzy gesehen und somit war sie, obwohl sie tot ist, trotzdem nicht ganz verschwunden...... jetzt ist sie es.


    Rührend, dass Hannah täglich an ihre Schwester schreibt. Dann verbrennt sie die Briefe. Das verursacht mir eine Gänsehaut

    Mir auch. Ich hab mich allerdings zu Anfang gefragt, warum sie die Briefe schreibt und dann verbrennt. Möchte sie nicht, dass jemand die Briefe findet? Bis ich dann zu der Stelle kam, an der sie beschreibt, dass sie auf diese Art und Weise die Briefe zu Izzy schickt. Das fand ich sehr rührend.


    Levi muss St. Anna eigentlich verlassen, er hat das Höchstalter erreicht. Aber anscheinend wird es eine Ausnahme geben. Ich nehme mal an, dass Hannah und Levi sich irgendwie anfreunden. Auf dieser Schule sind mehrere oder ausschließlich Kinder / Jugendliche mit psychischen Problemen?

    Ich glaube, dass Levi Hannah in diesem Camp kennen lernt und dann freiwillig das eine Jahr Verlängerung in Anspruch nehmen wird.

  • Schickt man denn noch sein anderes Kind weg, wenn man eines verloren hat? Ich würde da eher das Gegenteil machen und das verbleibende Kind hegen und pflegen. Wie sehen die anderen das?

    Den Gedanken finde ich gruselig. Vermutlich würde ich auch zur Übermutter werden, aber ich würde doch niemals mein Kind wegschicken wenn ich gerade eines verloren hätte.

  • Schickt man denn noch sein anderes Kind weg, wenn man eines verloren hat? Ich würde da eher das Gegenteil machen und das verbleibende Kind hegen und pflegen. Wie sehen die anderen das?

    Den Gedanken finde ich gruselig. Vermutlich würde ich auch zur Übermutter werden, aber ich würde doch niemals mein Kind wegschicken wenn ich gerade eines verloren hätte.

    So sehe ich das auch! Nach meiner Meinung hätte Hannah zuhause bei den Elern die besten Chancen, sich wieder zu erholen. Die Schule mag ja geeignet sein für sie, aber es ist doch grausam, das Mädchen aus der Familie zu reißen!

  • Mir ist aufgefallen, dass im Buch nirgends erwähnt wird, dass Izzy Hannahs Zwillingsschwester ist. (Oder habe ich das überlesen?) Man kann es sich zwar zusammenreimen, aber direkt gesagt wird es bisher nur im Klappentext.


    Nein, es wird nicht erwähnt. Aber es wird eben öfter erwähnt, dass Hannah und Izzy sich sehr ähnlich sahen und ich denke der Vater hätte die Beiden nicht verwechselt, wenn sie so unterschiedlich wären wie meine Schwester und ich. :-)

    Im Vorwort wird erwähnt,dass Hannah und Izzy Zwillinge sind. Und eigentlich wird es beim Lesen klar. So eine Ähnlichkeit, dass Hannah sich selber im Spiegel als Izzy sieht, gibt es eigentlich nur bei eineiigen Zwillingen. Mir geht es wie JanaBabsi , meine Schwester und ich kann man nicht verwechseln! Wir sind äußerlich total verschieden.

  • Sehr gut gefällt mir die bildhafte Sprache der Autorin! Besonders dieser Satz hat es mir angetan: „Ich bin das dritte Rad, das zu viel ist an einem Fahrrad und zu wenig an einem Auto.“

    Das gefällt mir auch sehr gut. Es gibt unglaublich fast philosophische Sätze.

    Ich glaube, dass Levi Hannah in diesem Camp kennen lernt und dann freiwillig das eine Jahr Verlängerung in Anspruch nehmen wird.

    Das ist eine Möglichkeit, oder er bekommt eine Art "Rückfall".

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Zitat

    Im Vorwort wird erwähnt,dass Hannah und Izzy Zwillinge sind. Und eigentlich wird es beim Lesen klar. So eine Ähnlichkeit, dass Hannah sich selber im Spiegel als Izzy sieht, gibt es eigentlich nur bei eineiigen Zwillingen.

    Vorwort? Meinst du den ersten Brief? Den habe ich gerade noch mal gelesen und da steht nichts dergleichen. ?(


    Auch zwei "normale" Schwestern können sich sehr ähnlich sehen. Das muss nicht sein, ich kenne aber einige, bei denen das so ist. Und gerade wenn die Geliebte Schwester gestorben ist, fallen einem im Spiegel die Ähnlichkeiten vermutlich noch mehr auf (gleiche Nase oder so).

  • Auch zwei "normale" Schwestern können sich sehr ähnlich sehen. Das muss nicht sein, ich kenne aber einige, bei denen das so ist. Und gerade wenn die Geliebte Schwester gestorben ist, fallen einem im Spiegel die Ähnlichkeiten vermutlich noch mehr auf (gleiche Nase oder so).

    Ja, das stimmt natürlich. Ich kenne z. B. auch Mutter und Tochter, die sich gleichen wie ein Ei dem Anderen. Aber ich denke, dass die Eltern ihre Kinder eher nicht verwechseln, wenn es nicht gerade Zwillinge sind. Aber vielleicht war es ja auch tatsächlich keine Verwechselung von Seiten des Vaters, sondern er war in Gedanken so bei Izzy, dass ihm das dann rausgerutscht ist.

  • Zitat

    Im Vorwort wird erwähnt,dass Hannah und Izzy Zwillinge sind. Und eigentlich wird es beim Lesen klar. So eine Ähnlichkeit, dass Hannah sich selber im Spiegel als Izzy sieht, gibt es eigentlich nur bei eineiigen Zwillingen.

    Vorwort? Meinst du den ersten Brief? Den habe ich gerade noch mal gelesen und da steht nichts dergleichen. ?(

    Im ebook ist vorne eine Seite „über dieses Buch“. Da wird es erwähnt.

  • Gestern war ich den ganzen Tag arbeiten, darum komme ich heute erst zum Posten, aber zunächst noch ein paar Worte zur Gestaltung des Buches: mir gefällt das Cover sehr und für mich passen vor allem die Blautöne sehr gut zum Titel. Mit Stille verbinde ich nämlich auch blaue Farben. Zudem sieht das Covermotiv ein wenig so aus, als sei es mit Wassermalfarben gemalt oder als sei Tinte über das Papier getropft, was wiederum auch sehr gut zu den im Titel erwähnten Worten passt, da diese ja auch aufgeschrieben werden können. Ein (für mich) sehr tiefgründiges Cover!


    Der Einstieg in die Geschichte hat mir bisher schonmal gut gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass mich Hannahs Gefühle noch nicht so ganz erreicht haben. Ich verstehe ihre Trauer und ihre Traurigkeit, aber selber fühlen tue ich sie bisher noch nicht, aber das ist ja auch gerade mal der erste Abschnitt, sodass ich mir angesichts allem, was noch vor uns liegt, denke, dass da noch einiges kommen wird! Gut finde ich schonmal die Ich-Erzählerin, da wir so in Hannahs Gedanken sehen können und sie nicht nur besser kennen lernen, sondern auch ihre Gefühle und Gedanken besser verstehen können. Ich glaube, dass das bei einer personalen Erzählperspektive schwieriger geworden wäre und bin daher sehr froh um die Ich-Erzählerin!


    Was mich momentan ja besonders interessiert ist, was mit Izzy passiert ist. Ich hoffe dabei allerdings auch, dass dieses Rätsel noch länger erhalten bleibt, damit wir Leser ein wenig spekulieren und mitraten können (und ich habe ein wenig Angst, was passiert, wenn dieses Geheimnis zu schnell aufgelöst wird).


    Was bei mir bisher noch nicht so ganz klar ist: warum genau spricht Hannah jetzt nicht? Liegt es daran, weil sie nicht MÖCHTE oder KANN sie nicht? Der Auslöser hängt aber auf jeden Fall mit Izzy zusammen und ich kann mir auch gut vorstellen, dass die beiden vielleicht im Streit auseinander gegangen sind und jetzt Schuldgefühle oder Reue im Spiel ist.


    Die Familiensituation finde ich sehr schwer und nachvollziehbar. Jeder ist mit seiner Trauer beschäftigt und versucht den Verlust zu bewältigen, aber gleichzeitig verlieren sie einander aus den Augen. Ich kann mir total gut vorstellen, wie schwer eine solche Situation ist, nicht nur für Hannah, sondern auch für ihre Eltern. Einerseits finde ich, dass sie einander mehr Halt geben sollten und auch über das Geschehene reden sollten, andererseits kann ich mir aber denken, wie schwer das ist und wie viel Überwindung das kostet. Dieser Tapetenwechsel ist sicher schonmal ein guter erster Schritt, aber ich denke, da muss noch mehr folgen. Vor allem Gespräche und vielleicht auch professionelle Hilfe, die der Familie bei der Verarbeitung hilft.


    Schwierig finde ich, dass Hannah aufs Internat soll. Zum einen fand ich es wirklich blöd von ihrer Familie, sie so vor vollendete Tatsachen zu stellen (sie hätten doch einfach mal miteinander reden können). Zum anderen kann ich aber schon verstehen, dass die Eltern sich total hilflos fühlen und vielleicht durch diesen Schritt auf eine Besserung der Gesamtsituation hoffen...aber irgendwie bleibt bei mir doch ein unzufriedener Beigeschmack und ein unwohles Bauchgefühl bei der Sache. Ich versuche die ganze Zeit zu überlegen, wie ich mich in der Situation als Elternteil verhalten hätte, aber ich finde das sehr schwer, sich da hineinzuversetzen (einerseits bin ich noch keine Mutter, andererseits hab ich auch noch nicht solche einen schweren Verlust erlitten), sodass ich wirklich nicht einschätzen kann, wie man wohl reagieren würde. Ich kann mir denken, dass es vielleicht leichter für die Eltern ist, wenn sie Hannah nicht immer sehen müssen, aber wie soll es dann besser werden, wenn sie ihre Tochter einfach wegschicken? Dann verlieren sie Hannah auch noch, denke ich mir.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/

  • Ja, das stimmt natürlich. Ich kenne z. B. auch Mutter und Tochter, die sich gleichen wie ein Ei dem Anderen. Aber ich denke, dass die Eltern ihre Kinder eher nicht verwechseln, wenn es nicht gerade Zwillinge sind. Aber vielleicht war es ja auch tatsächlich keine Verwechselung von Seiten des Vaters, sondern er war in Gedanken so bei Izzy, dass ihm das dann rausgerutscht ist.

    Bei mir in der Klasse waren Zwillinge und wir sind jahrelang zusammen zur Schule gegangen. Bereits nach einem halben Jahr konnten wir die beiden auseinander halten (sie sahen genau gleich aus und hatten sogar immer dasselbe an) und das, obwohl wir "nur" Klassenkameraden waren. Ich denke daher auch, dass Eltern ihre Kinder sehr gut auseinander halten können, egal wie sehr sie sich gleichen. Irgendeinen Unterschied gibt es immer. Darum bin ich da ganz bei dir, da ich auch denke, dass es eher aus den Gedanken heraus war und dass er gar nicht wahrgenommen hat, was genau um ihn herum geschah. Bevor er sich besinnen konnte, war ihm dann schon ein "Izzy" rausgerutscht. Vielleicht ist es ja auch ein wenig mit Gewohnheit erklärbar: er ist es noch gewohnt, dass eine Person mehr am Tisch sitzt, die ermaht wird.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/

  • Schade finde ich, dass die Eltern sich ihr gegenüber genau so in Schweigen hüllen. Sollten sie nicht Verständnis dafür haben, dass Hannah (vorübergehend) nicht spricht? Sie haben ihr Kind verloren, aber Hannah hat auch ihre Schwester verloren. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Eltern in ihrem eigenen Schmerz gefangen sind und übersehen, dass ihr 2. Kind emotional vor die Hunde geht. Sie könnten sich gegenseitig so viel Halt geben ....

    Naja, aber ich bringe den Eltern gegenüber schon Verständnis auf, da sie ja vermutlich auch total gelähmt, kraftlos und traurig sind, so wie es eben Hannah auch geht. Wenn wir Hannah gegenüber Verständnis einbringen und ihre Sprachlosigkeit verstehen, denke ich, dass man auch verstehen sollte, dass es den Eltern genauso geht und es für sie ebenso schwer ist, weiter zu machen. Sie müssen sich vermutlich auch erstmal fangen. Irgendwie denke ich mir sogar, dass die Situation der Eltern sogar noch um einiges schwerer ist: sie haben ja eben noch Hannah, um die sie sich kümmern müss(t)en, sind aber gleichzeitig wie gelähmt. Ihre Verantwortung für Hannah ist noch da, sie müssen sich um sie kümmern, aber sie haben auch den Verlust und tragen so zwei Bürden auf den Schultern, denn wie sollen sie Hannah trösten, wenn sie selber ohne Worte sind? Ich finde die Situation super schwer! Gleichzeitig sehe ich auch die Schwierigkeit, dass sie Hannah verlieren, wenn sie jetzt nicht für sie da sind.


    Ach, was mir da gerade noch einfällt: Gibt es wirklich solche Fälle wie Hannahs? Also dass jemand nach dem Verlust eines geliebten Menschen nicht mehr spricht/sprechen kann/möchte? Weiß darüber jemand etwas? Hat dies einen Namen/eine Bezeichnung? Vielleicht ist es eine Art Posttraumatisches Syndrom?

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Anstehende Termine

  1. Freitag, 12. Oktober 2018 - Freitag, 26. Oktober 2018

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  2. Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:43 - Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22:43

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  3. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

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  4. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

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