1) Kapitel 1 bis einschl. Kapitel 7

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  • Im Vorwort wird erwähnt,dass Hannah und Izzy Zwillinge sind. Und eigentlich wird es beim Lesen klar. So eine Ähnlichkeit, dass Hannah sich selber im Spiegel als Izzy sieht, gibt es eigentlich nur bei eineiigen Zwillingen. Mir geht es wie JanaBabsi , meine Schwester und ich kann man nicht verwechseln! Wir sind äußerlich total verschieden.

    Ich finde nicht, dass es beim Lesen so klar wird, denn ich kenne durchaus Geschwister, die Zwillinge sein könnten, aber keine sind. Und ich finde, das es vielleicht auch die Trauer sein kann, aufgrund derer Hannah Izzy in sich sieht, als sie in den Spiegel schaut...sie vermisst sie und sieht sie in sich selbst.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/

  • Ach, was mir da gerade noch einfällt: Gibt es wirklich solche Fälle wie Hannahs? Also dass jemand nach dem Verlust eines geliebten Menschen nicht mehr spricht/sprechen kann/möchte? Weiß darüber jemand etwas? Hat dies einen Namen/eine Bezeichnung? Vielleicht ist es eine Art Posttraumatisches Syndrom?

    Gibt es tatsächlich, das nennt sich laut Wikipedia Mutismus:

    Zitat

    Mutismus (lat. mutitas „Stummheit“, mutus „stumm“; psychogenes Schweigen) ist eine Kommunikationsstörung, wobei keine Defekte der Sprechorgane und des Gehörs vorliegen.

    [...]

    Der totale Mutismus [...] Die betroffene Person kann in keiner Situation mit anderen Personen verbal kommunizieren. Der totale Mutismus kann durch Schockerlebnisse ausgelöst werden.


  • Gibt es tatsächlich, das nennt sich laut Wikipedia Mutismus:


    Zitat

    Mutismus (lat. mutitas „Stummheit“, mutus „stumm“; psychogenes Schweigen) ist eine Kommunikationsstörung, wobei keine Defekte der Sprechorgane und des Gehörs vorliegen.

    [...]

    Der totale Mutismus [...] Die betroffene Person kann in keiner Situation mit anderen Personen verbal kommunizieren. Der totale Mutismus kann durch Schockerlebnisse ausgelöst werden.


    Die jetzige Frau meines Exmannes (was für eine Bezeichnung!:argh:) hat auch Mutismus. Sie spricht allerdings mit Leuten, die ihr vertraut sind, aber nicht mit Fremden. Ihre beiden Töchter haben die Krankheit geerbt, sie wird also nicht nur durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst. Bei der älteren Tochter hat die Therapie geholfen, sie ist fast „normal“. Die jüngere lebt seit Jahren in einer psychiatrischen Klinil ohne Kontakt zu ihrer Mutter. Das finde ich furchtbar. Wenn ich meinen Ex frage, wie es den Töchtern geht, höre ich: „Interessiert mich nicht, sind nicht meine Kinder.“ X(

  • Ich fragte mich eher, ob diese Form des Schweigens, welches nach einem Verlust auftritt, so in der Form gibt bzw. schon als Fall dokumentiert wurde. Der Mutismus den ich kenne (ich habe mal ein Praktikum an einer Föderschule mit dem Schwerpunkt Sprache gemacht) war bei den Kindern meist schon von Anfang an ausgeprägt, ohne traumatische Erlebnisse.

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  • Bisher ist es ein sehr bedrückendes und trauriges Buch und ich frage mich, wie Izzy genau gestorben ist.

    Ja, das frage ich mich auch. Wie schon oben erwähnt, vermute ich sogar, dass Hannah irgendwie damit zu tun hat, auch wenn sie mitunter keine Schuld daran hat.


    Wie alt ist Hannah eigentlich? Stand das irgendwo und ich habe das überlesen?

    Das denke ich auch irgendwie. Es wird später gesagt wie alt Hannah ist (17 ).

  • Ich fragte mich eher, ob diese Form des Schweigens, welches nach einem Verlust auftritt, so in der Form gibt bzw. schon als Fall dokumentiert wurde. Der Mutismus den ich kenne (ich habe mal ein Praktikum an einer Föderschule mit dem Schwerpunkt Sprache gemacht) war bei den Kindern meist schon von Anfang an ausgeprägt, ohne traumatische Erlebnisse.

    Im psychologischen Bereich kenne ich mich nicht so aus, aber ich habe es schon in anderen Büchern so erlebt, also denke ich schon, dass es nicht komplett aus der Luft gegriffen ist.

  • Im psychologischen Bereich kenne ich mich nicht so aus, aber ich habe es schon in anderen Büchern so erlebt, also denke ich schon, dass es nicht komplett aus der Luft gegriffen ist.

    Dass ich es unrealistisch oder aus der Luft gegriffen finde, wollte ich mit meiner Frage auch nicht andeuten. Vielmehr finde ich die Thematik sehr interessant, weil ich bisher noch nicht so viel darüber gelesen habe bzw. mir dieses Thema noch nicht ganz so oft in Büchern begegnet ist :)

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  • Im psychologischen Bereich kenne ich mich nicht so aus, aber ich habe es schon in anderen Büchern so erlebt, also denke ich schon, dass es nicht komplett aus der Luft gegriffen ist.

    Dass ich es unrealistisch oder aus der Luft gegriffen finde, wollte ich mit meiner Frage auch nicht andeuten. Vielmehr finde ich die Thematik sehr interessant, weil ich bisher noch nicht so viel darüber gelesen habe bzw. mir dieses Thema noch nicht ganz so oft in Büchern begegnet ist :)

    Ah okay, dann habe ich das falsch aufgefasst. Interessant ist das Thema aber allemal, da hast du Recht.



    Auf der Seite der Trauma Beratung Leipzig finden sich z.B. noch ein paar Infos zum Mutismus durch Trauma und eine PDF mit Berichten von Betroffenen: https://dissoziation-und-traum…/mutismus-als-traumafolge

    Vielen Dank für den Link.

  • Naja, aber ich bringe den Eltern gegenüber schon Verständnis auf, da sie ja vermutlich auch total gelähmt, kraftlos und traurig sind, so wie es eben Hannah auch geht. Wenn wir Hannah gegenüber Verständnis einbringen und ihre Sprachlosigkeit verstehen, denke ich, dass man auch verstehen sollte, dass es den Eltern genauso geht und es für sie ebenso schwer ist, weiter zu machen. Sie müssen sich vermutlich auch erstmal fangen. Irgendwie denke ich mir sogar, dass die Situation der Eltern sogar noch um einiges schwerer ist: sie haben ja eben noch Hannah, um die sie sich kümmern müss(t)en, sind aber gleichzeitig wie gelähmt. Ihre Verantwortung für Hannah ist noch da, sie müssen sich um sie kümmern, aber sie haben auch den Verlust und tragen so zwei Bürden auf den Schultern, denn wie sollen sie Hannah trösten, wenn sie selber ohne Worte sind? Ich finde die Situation super schwer! Gleichzeitig sehe ich auch die Schwierigkeit, dass sie Hannah verlieren, wenn sie jetzt nicht für sie da sind.

    Ich sage nicht, dass ich den Eltern gegenüber kein Verständnis aufbringe. Natürlich haben sie ihr Kind verloren und Kinder sollten ihre Eltern überleben, ganz klar. Aber sie stoßen Hannah weg, indem sie sie ungefragt in dieses Internat schicken. Wie Du oben auch selbst schreibst, hätten sie miteinander reden sollen. Vielleicht hätte Hannah ja von sich aus auch zugestimmt, dieses Camp zu besuchen (und dann nach St. Anna umzuziehen). Dieses "wir entscheiden über Dich hinweg" ... Hannah ist 17, das ist kein Kleinkind mehr.... das stört mich.


    Klar brauchen auch die Eltern Zeit zum Verarbeiten, die gestehe ich ihnen zu. Aber dafür muss man nicht das letzte Kind, das noch übrig ist, in ein Internat schicken.

  • Klar brauchen auch die Eltern Zeit zum Verarbeiten, die gestehe ich ihnen zu. Aber dafür muss man nicht das letzte Kind, das noch übrig ist, in ein Internat schicken.

    So sehe ich das auch! Gegen psychologische oder psychiatrische Behandlung ist ja nichts einzuwenden. Aber Hannah ganz wegzuschicken, finde ich grausam. Dass sie mit anderen Jugendlichen zusammen ist, die auch psychisch krank sind, kann helfen, kann aber auch nach hinten losgehen.

  • Danke für den interessanten Link Zank ! :)


    Ich sage nicht, dass ich den Eltern gegenüber kein Verständnis aufbringe. Natürlich haben sie ihr Kind verloren und Kinder sollten ihre Eltern überleben, ganz klar. Aber sie stoßen Hannah weg, indem sie sie ungefragt in dieses Internat schicken. Wie Du oben auch selbst schreibst, hätten sie miteinander reden sollen. Vielleicht hätte Hannah ja von sich aus auch zugestimmt, dieses Camp zu besuchen (und dann nach St. Anna umzuziehen). Dieses "wir entscheiden über Dich hinweg" ... Hannah ist 17, das ist kein Kleinkind mehr.... das stört mich.


    Klar brauchen auch die Eltern Zeit zum Verarbeiten, die gestehe ich ihnen zu. Aber dafür muss man nicht das letzte Kind, das noch übrig ist, in ein Internat schicken.

    Vermutlich rührt das wirklich von der Hilflosigkeit der Eltern her. Sie haben vermutlich nicht groß darüber nachgedacht. Wie gesagt ich finde die ganze Situation der Familie sehr schwer und man kann vermutlich nicht sagen, wie man selber in der Situation reagieren würde.

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