11: Ende Kap. 5 (ab "Liólas Waden schmerzten"), Epilog, Anhänge

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  • Könnte sie ihn auch gegen seinen Willen zu einem Schattenherren machen? Das wäre ja eigentlich die größte Strafe für ihn.

    Das ist allerdings eine spannende Theorie. Und die Frage wäre dann auch, ob Helion genauso böse werden würde wie die anderen Schattenherren oder ob er aufgrund seines Charakters ein "guter" Schattenherr wäre.

    Doch ich nutze die Karten und ich liebe, liebe, liebe die ganzen Extras, die Du uns im Buch und auch auf Deiner HP zur Verfügung stellst. Für mich gilt da tatsächlich "je mehr desto besser".

    Dem schließe ich mich an. Ich liebe diese ganzen Extras auch sehr und bediene mich da auf Roberts Page sehr gerne.

    Aber die weinende Lisanne im Epilog - buh, damit hab ich nun so gar nicht gerechnet.

    Das war für mich auch eine Überraschung. Ich dachte die ganze Zeit, dass die dazu nicht mehr in der Lage ist.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Das war für mich auch eine Überraschung. Ich dachte die ganze Zeit, dass die dazu nicht mehr in der Lage ist.

    Und genau dieser Widerspruch macht mich so neugierig auf Teil 2

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Ich habe übrigens am Ende der eigentlichen Geschichte, als die "Guten" alle (weitestgehend) tot sind und bevor ich die Anhänge gelesen habe, bei mir gedacht, dass FEIND auf mich schon sehr als ein Einstiegsbuch in die Trilogie wirkt. Und was lese ich im Nachwort - genau das.

    Es stand ja auch in der Ankündigung zu dieser Leserunde, auf meiner Webseite, auf dem Titelbild, auf der Amazon-Seite ... :lachen: Vielleicht hast Du es irgendwo dort gelesen und es ist eingesickert, war Dir aber nicht mehr so präsent.


    Ich vertraue jetzt einfach mal auf Robert und dass ich keine Rosamunde-Pilcher-Story :angst::angst::angst: lesen werde in KNECHT und HERR.

    Ich würde zwar nicht so weit gehen, dass die beiden Romane speziell das sind, was Rosamunde-Pilcher-Fans gern lesen, aber Knecht wird ein bisschen romantisch und Herr sogar ein wenig erotisch. ;)

    Das ist letztlich wirklich das, was mir an der Geschichte etwas gefehlt hat, dass manche Figuren zu kurz kommen.

    Da man eine Roman nicht beliebig dehnen kann, ohne dass die Spannungskurven leiden, wäre die Lösung dafür, diese Figuren rauszukürzen. Ich habe sie aber gern drin, weil sie für mich die "gefühlte Welt" des Romans vergrößern - auch wenn es nicht ihre Geschichte ist, die erzählt wird. Wobei ich da auch nicht bei allen die Hand ins Feuer lege: Manchmal taucht eine Figur eine Weile ab, um dann unvermutet wieder aufzutauchen. Das klappt aber auch nur, wenn man nicht bei jede Figur weiß: "Klar, der muss ja demnächst noch mal auf die Bühne kommen."

    aber diese Wandlung scheint ja einen enormen Aufwand an Lebensessenz zu erfordern. Zweifelhaft,dass die anderen Herren oder gar der Schattenkönig das zulassen würden, schon gar nicht nur um einen Paladin zu ärgern.

    Das stimmt, es ist ein sehr aufwendiges Ritual, und prinzipiell belastet jeder Schattenherr die Ressourcen, denn ...


    Und die Frage wäre dann auch, ob Helion genauso böse werden würde wie die anderen Schattenherren oder ob er aufgrund seines Charakters ein "guter" Schattenherr wäre.

    ... jeder Schattenherr benötigt menschliche Lebenskraft, schon allein, um zu existieren. Von daher gibt es zwar auch innerhalb der Osadroi Abstufungen, aber echte "Menschenfreunde" können sie aus existenziellen Gründen nicht sein.

  • ... jeder Schattenherr benötigt menschliche Lebenskraft, schon allein, um zu existieren. Von daher gibt es zwar auch innerhalb der Osadroi Abstufungen, aber echte "Menschenfreunde" können sie aus existenziellen Gründen nicht sein.

    Nun ja, man kann ja auch nett zu seinem Futter sein

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  • Nun ja, man kann ja auch nett zu seinem Futter sein

    Das stimmt und wird auch gern als Beispiel dafür angeführt, wieso es fatal sein kann, aus den Erfahrungen der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen: Der Truthahn wird vermutlich denken, dass die Leute, die ihn jeden Tag füttern und seinen Stall sauber halten, nur sein Bestes wollen. Und an Thanksgiving kommen sie dann mit der Axt ...

  • Es stand ja auch in der Ankündigung zu dieser Leserunde, auf meiner Webseite, auf dem Titelbild, auf der Amazon-Seite ... :lachen: Vielleicht hast Du es irgendwo dort gelesen und es ist eingesickert, war Dir aber nicht mehr so präsent.

    Echt? Stand das da? Shit, ich werde alt ;(

    Ich würde zwar nicht so weit gehen, dass die beiden Romane speziell das sind, was Rosamunde-Pilcher-Fans gern lesen, aber Knecht wird ein bisschen romantisch und Herr sogar ein wenig erotisch. ;)

    Och neee...erotisch...jetzt raubst Du mir meine ganzen Hoffnungen. Dabei war ich Dir echt dankbar, dass Du bei Ajina und Helion nicht so ins Detail gegangen bist.

    Da man eine Roman nicht beliebig dehnen kann, ohne dass die Spannungskurven leiden, wäre die Lösung dafür, diese Figuren rauszukürzen. Ich habe sie aber gern drin, weil sie für mich die "gefühlte Welt" des Romans vergrößern - auch wenn es nicht ihre Geschichte ist, die erzählt wird. Wobei ich da auch nicht bei allen die Hand ins Feuer lege: Manchmal taucht eine Figur eine Weile ab, um dann unvermutet wieder aufzutauchen. Das klappt aber auch nur, wenn man nicht bei jede Figur weiß: "Klar, der muss ja demnächst noch mal auf die Bühne kommen."

    Okay, das stimmt auch wieder, wenn eine Figur unverhofft wieder auftaucht, dann ist das auch immer eine nette Überraschung. Ich mag grundsätzlich etwas ausufernde Romane ziemlich gerne und habe es einfach lieber, wenn Figuren nicht nur einmal in einer Szene auftauchen, weil sie da ihren Zweck erfüllen und dann nicht mehr auftauchen...um es jetzt mal überspitzt zu sagen. Aber das ist ganz klar Geschmacksache, das mag jeder so sehen, wie er/ sie will. Wo wir auch gleich noch bei einer für meine Leseliste/ Statistik wichtige Frage wären: kannst Du grob sagen, wieviele Seiten die extended Version (inkl. aller Anhänge und Extras) hätte, wenn es in gedruckter Form vorliegen würde? So für meine Statistik würde es schon einen Unterschied machen, ob ich nun ein Buch von 400 Seiten oder 500 Seiten in knapp 2 Wochen gelesen habe. Sorry, ich bin was meine Leseliste angeht etwas eigen.


    Und dann noch ein Wort (oder auch mehrere) zum Nachwort...das war so toll! Wie du uns an der Entstehungsgeschichte hast teilnehmen lassen. Aus Dunkelelfen werden Fayé, aus Vampiren werden Schattenherren etc. Auch das Cover der gedruckten Version rückt dadurch für mich in ein ganz anderes Licht. Im Buchladen hätte ichir nämlich tatsächlich gedacht, dass da "schon wieder jemand" auf die Covergestaltung der Ein Lied von Eis und Feuer-Romane aufspringt. Ich weiß wirklich nicht, ob ich nach dem alten Cover gegriffen hätte. Jetzt sehe ich das anders. Vielen Dank dafür!!!!:anbet::anbet::anbet:

  • Und auch beim zweiten Lesen empfand ich tiefe Befriedigung beim Tod von Lióla. Wenn Helion schon - scheinbar - nicht an Lisanne kratzen kann, dann nimmt er wenigstens die jüngste Schattenbaronin mit in den Tod. Wobei, tot ist er ja nicht richtig.


    Ganz ehrlich, Lióla war für einen Band gut, aber dann reicht es auch. Sie ist so durch und durch linientreu, was die Schatten angeht, keine Zweifel, kein Überlegen, ihr Tun ist doch ganz gut vorhersehbar, daher finde ich es konsequent, dass sie diesen Band nicht überlebt. Da finde ich eine der Hauptfiguren des nächsten Bandes viel spannender.


    Wobei es natürlich spannend war, dem Ritual beizuwohnen, wie ein Mensch zu einem Unsterblichen wird. Der erste Teil ist für Lióla recht unspektakulär, im Gegensatz zu der armen Winena ;(


    Aber richtig spannend fand ich beim ersten Lesen die Stelle mit den Herzen, denn bis dahin hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, dass den Osadroi Organe fehlen könnten. Spannend ist auch das pikante Detail, dass alle Herzen der Schattenherren bei dem jeweiligen Schattenkönig deponiert sind. Dass diese Herzen per Dolch- oder Schwertstoß zum Tod zugehörigen Osadro/-a führt, ist ebenfalls sehr interessant.


    Und dann treffen Helion und Lisanne aufeinander und diese Begegnung geht an beiden nicht spurlos vorüber. Helion kann die Schattenherzogin nicht überwinden, aber danach überrascht sie uns Leser mit ihrem emotionalen Zusammenbruch. Wer hätte das von einer Schattenherrin und dann noch von Lisanne, deren Brutalität legendär ist, erwartet? Ich glaube Murkxsi hatte doch vor einigen Abschnitten die Frage in den Raum geworfen, ob und welche Folgen der beinahe tödliche Angriff auf Lisanne haben könnte; sehen wir hier vielleicht die ersten Folgen davon? Oder liegt es an Helions Lebenskraft, dass sie diese starke Emotion der Sehnsucht nach dessen Liebsten, die einzige Emotion, die ihm noch geblieben ist, quasi in sich aufgenommen hat?


    Lisanne hat ein "Herz" für die Helden, die sich einer Übermacht entgegenstellen. Und sie sorgt sich darum, ob es Helion auch bequem genug hat. Und dann weint sie noch. All das sind doch sehr menschliche Gefühle - und machen natürlich neugierig, wie es in den nächsten Bänden weitergehen wird.

    Was wird sie tun, wenn Elien Vitan Helions Tod fordern sollte?


    Was mich im Anhang überrascht hatte, dass es gar nicht sicher ist, ob Lióla tatsächlich Modranels Tochter ist, daran konnte ich mich nicht mehr erinnern.


    Spannend fand ich auch dein Nachwort und dass die Schattenherren als Blutherren so lange der Veröffentlichung harrten.


    Und ich musste lachen, als du die Entrüstung aufgegriffen hast, die das Quälen des Kätzchens durch Lisanne hervorgerufen haben :totlach: Diesmal war die Entrüstung deutlich weniger - deine Leser kennen dich halt inzwischen schon :totlach::totlach:

  • Ich weiß gar nicht was ich sagen soll zum Ende. Es war ... ziemlich beängstigend (fast) Alles beendent. Ich war etwas geschockt dass fast alle tot sind die wir im Laufe des Buches kennen gelernt haben.

    Ja, genau das hat mich beim ersten Lesen auch geschockt und auch etwas frustriert damals :totlach:


    Ich habe noch eine Frage zu den Karten: Wie benutzt Ihr die? Schaut Ihr sie ab und zu während des Lesens an, oder nur einmal, wenn Ihr an die Stelle im Buch kommt, an der sie eingefügt sind?

    Diesmal habe ich die Karte nur zu Beginn angesehen, denn seltsamerweise hatte ich diese noch sehr gut im Kopf - was mich echt überrascht hat.


    Die Art wie Liola gestorben ist fand ich sehr gut gemacht, gibt sie doch eine Idee wie alle Schattenherren zu besiegen wären. Schliesslich liegen alle Herzen (den letzten Sätze nach) an ein und demselben Ort.

    Genau das dachte ich damals auch, dass sie jetzt nur noch irgendwer mit einer Handgranate auf den Weg zu dieser Kammer machen muss :totlach:


    :lachen: Das böse Mädchen versteht bis zum Schluss, die schwarzen Herzen der Leserschaft für sich einzunehmen.

    Bei mir wirkte Liólas Charme nicht!!! :teufel:


    Wenn ich für eine Vignette ein Shutterstock-Bild kaufe, kostet dieses Ausgangsbild nämlich genauso viel, als wenn ich ein Ausgangsbild für ein Titelbild kaufe (wobei das Titelbild noch von einem Profi in Szene gesetzt wird). Die Vignetten sind also eine vergleichsweise teure Ausstattung.

    Gut, dass ihr die Vignetten noch ansprecht, das wollte ich nämlich schon immer mal während der Leserunde fragen, ob du sie selbst gemacht hast oder gekauft hast. Das wird aber im Nachwort dann beantwortet. Denn gerade Helions Baum fand ich so passen, als wäre er für das Buch gemacht.

    Die Vignette von Ajina kommt aber nicht aus Grauwacht, oder?


    Ich finde, der Charakter Lióla hat auch ausgedient.

    Ha, ich dachte schon, ich stehe hier allein auf weiter Flur, was Liólas Abgang angeht :teufel:


    Ein Rosamunde-Pilcher-Ende würde mich in der Tat schockieren :totlach::totlach:

    Bernd, vielleicht sollstest du echt mal so ein Ende andenken, das hinterlässt bei deinen Lesern womöglich einen noch tieferen Eindruck als Gorillapranken und Kätzchen, denen die Köpfe abgerissen werden :totlach:

  • Aber richtig spannend fand ich beim ersten Lesen die Stelle mit den Herzen, denn bis dahin hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, dass den Osadroi Organe fehlen könnten.

    Ja, deswegen haben sie auch Narben auf der Brust.

    Wenn man sehr genau ist, merkt man auch, dass diese Entnahme des Herzen erst nach der Umwandlung in eine Osadra erfolgt. Allerdings unmittelbar danach - der Schattenkönig geht kein Risiko ein.

    Oder liegt es an Helions Lebenskraft, dass sie diese starke Emotion der Sehnsucht nach dessen Liebsten, die einzige Emotion, die ihm noch geblieben ist, quasi in sich aufgenommen hat?

    Das ist sehr gut möglich, denn die Schattenherren schmecken ja die Emotionen, wenn sie Essenz aufnehmen. Und Lisanne ist in ihrem labilen Zustand sicher besonders empfindlich und empfänglich.


    Was mich im Anhang überrascht hatte, dass es gar nicht sicher ist, ob Lióla tatsächlich Modranels Tochter ist, daran konnte ich mich nicht mehr erinnern.

    Das ist die Sicht eines Chronisten, der in der Welt des Romans lebt - der hat nur bedingt Einblick. Als Leserinnen und Leser wisst Ihr in dieser Hinsicht mehr als er.

    Falls sich jemand fragt, wo dieser Chronist zu verorten ist: im Regenbogenpalast von Aeterna, der Wüstenstadt unten links auf der Weltkarte und Schauplatz von Schattenkult. Dort leben sehr besondere Wesen ...

    Die Vignette von Ajina kommt aber nicht aus Grauwacht, oder?

    Da habe ich Zeichnungen vom Mond gesucht und keine gefunden, die meinen Vorstellungen entsprach. Deswegen habe ich selbst eine kleine Zeichnung angefertigt.

  • Falls sich jemand fragt, wo dieser Chronist zu verorten ist: im Regenbogenpalast von Aeterna, der Wüstenstadt unten links auf der Weltkarte und Schauplatz von Schattenkult. Dort leben sehr besondere Wesen ...

    Ach, da schau an ...


    Da habe ich Zeichnungen vom Mond gesucht und keine gefunden, die meinen Vorstellungen entsprach. Deswegen habe ich selbst eine kleine Zeichnung angefertigt.

    Die Vignette ist in jedem Fall auch sehr schön.

  • a, deswegen haben sie auch Narben auf der Brust.

    Wenn man sehr genau ist, merkt man auch, dass diese Entnahme des Herzen erst nach der Umwandlung in eine Osadra erfolgt. Allerdings unmittelbar danach - der Schattenkönig geht kein Risiko ein.

    Also hat der Schattenkönig seinen Schattenherren gegenüber auch ein Druckmittel

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • m nächsten Band, die ist doof. Ich will Liola!


    Ich muss zugeben, ich hatte etwas Mitleid mit Liola, sie erreicht ihr Ziel unsterblich zu werden nur um nach wenigen Sekunden zu sterben. Das ist schon bitter. Diese Wendung verdient meinen Respekt


    Und auch beim zweiten Lesen empfand ich tiefe Befriedigung beim Tod von Lióla. Wenn Helion schon - scheinbar - nicht an Lisanne kratzen kann, dann nimmt er wenigstens die jüngste Schattenbaronin mit in den Tod. Wobei, tot ist er ja nicht richtig.

    Achja, ich muss eine schwarze Seele haben, denn obwohl ich den Schluss kannte, habe ich doch gehofft, Liola würde es schaffen und ich habe langsamer gelesen je näher ich der Stelle kam. Dann frage ich mich, ob ich da wirklich verdreht bin. Helion ist mir einfach zu dumm, ich mag ihn nicht und Liola, die Szene als sie begreift, als sie diese Macht sieht, die Welt versteht, ich habe ihre unbändige Freude gefühlt. Faust hätte seine Seele verkauft, wenn er das hätte erleben dürfen. Und so was zerstört Helion. Einfach so!


    Naja, ich muss recht geben, sie hatte als Charakter ausgedient, wenn man Lisanne als die bessere Wahl sieht und Liola nur als Familiengeschichte, Es wäre aber auch spannend gewesen zu erleben, wie sich ihr Verhältnis zu 'Lisanne ändert und vielleicht sogar zu Konkurrenz wird.


    Jedenfalls war es ein Abschied mit Paukenschlag. Mir hat die Schilderung ihrer Vorbereitung und des Rituals aus der Sicht Liolas sehr gefallen!!!

    Ich gehöre wohl zu den Menschen, von denen der Chronist mit Recht vermerkt : ''In ihren Herzen hält de Finsternis mächtige Bastionen"


    Nach diesem Buch glaube ich bei Robert Corvus nicht mehr an Wendungen zum Guten. Es wird höchstens weniger schlimm!

    Tja, was kann es Schlimmeres geben als den Tod von hunderten kleiner Kinder auf bestialische Weise?

    Ich glaube in dem Buch merkt man besonders, wie unterschiedlich Brutalität und Grausamkeit aufgenommen wird bei Einzelschicksalen gegenüber anonymer Masse.



    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Karten nur wirklich nutze, wenn die Verortung für mich eine Rolle spielt, also, wenn ich wissen möchte, ob die Chance da ist, dass sich bestimmte Charaktere treffen oder ob ein _Hinterhalt gelegt werden könnte oder so. Hier brauchte ich die Karte nicht. Di Vignetten sind sehr schön, sie lockern den Text auf und machen aus ihm ein wirklich ein buch.

    Die Glossare/Dramatis Personae finde ich absolut wichtig und mittlerweile finde ich es schon als negativ, wenn keine da sind. Ich merke mir doch keine Namen und schaue4 öfter nach.

    Die Entstehungsgeschichte der Bücher fand ich sehr interessant, obwohl ich erstaunt bin, dass die Leipziger Buchmesse keine Rolle spielt. War die so unergiebig? Oder nur im Bezug auf die Schattenherren?

    Besonders hat mir gefallen, wie die Änderung eines Faktes plötzlich den Lauf der gesamten Geschichte vorwärts bringt.

  • Lióla schafft es also doch nicht, unsterblich zu werden, na zumindest hatte sie für einen kleinen Moment das Gefühl. Ich werde sie nicht vermissen.


    Helion ist einer Art Koma und Lisanne entdeckt die Sehnsucht. Das verspricht, interessant zu werden. Hat Helion seine Gefühle nur vorübergehend verloren, um im Kampf gegen Lisanne zu bestehen oder ist das ein Dauerzustand? Wenn Lisanne ihm Gefühle entgegenbringt, kann er sie nicht erwidern und wenn, wird da nur Hass in ihm sein.

    Eine klassische Romanze wird zwischen den beiden sicher nicht entstehen.


    Kann Helion gegen seinen Willen zum Dunkelrufer werden? Fragen über Fragen.


    Vom Schattenkönig würde ich gerne noch mehr lesen.

    Die Herzen seiner Anhänger werden also gesammelt aufbewahrt. Mal schauen, ob jemand den Weg dorthin findet und die Herzen vernichtet, dann wäre wahrscheinlich nur noch der Schattenkönig übrig um den man sich kümmern müsste.


    Ganz toll fand ich die Anhänge zum Roman. Die Lebensgeschichte der Protagonisten hat mir sehr gefallen. Man konnte alle noch einmal Revue passieren lassen und hatte ein schönes Gesamtbild. Die Enststehungsgeschichte der Trilogie war auch spannend zu lesen.


    Die Karten schaue ich mich zu Beginn und zum Ende des Buches an. Glossar und Dramatis Personae nutze ich ausgiebig während des Lesens.

  • Achja, ich muss eine schwarze Seele haben, denn obwohl ich den Schluss kannte, habe ich doch gehofft, Liola würde es schaffen und ich habe langsamer gelesen je näher ich der Stelle kam.

    Das liest sich witzig, wie Du das darstellst! :lachen:


    Und so was zerstört Helion. Einfach so!

    Ja, da ist sicher eine Ambivalenz zwischen der Schönheit, die dadurch verloren geht, aber eben auch dem Grauen und dem Leid, das man dadurch vielen erspart.


    Ich glaube in dem Buch merkt man besonders, wie unterschiedlich Brutalität und Grausamkeit aufgenommen wird bei Einzelschicksalen gegenüber anonymer Masse.

    Ja, das fand ich in dieser Leserunde auch wieder sehr deutlich. Mit Deria hatten viele von Euch Mitleid, obwohl ihr Kind ja erst als Leiche zu sehen war ...

    obwohl ich erstaunt bin, dass die Leipziger Buchmesse keine Rolle spielt. War die so unergiebig? Oder nur im Bezug auf die Schattenherren?

    Der Anhang von Feind bezieht sich speziell darauf, wie es zur Veröffentlichung dieser Trilogie kam. In Leipzig wurden später die entscheidenden Weichen für Schattenkult, Grauwacht und Drachenmahr gestellt.

    Kann Helion gegen seinen Willen zum Dunkelrufer werden?

    "Dunkelrufer" ist ja ein klerikaler Rang, ein Beruf. Aber wir haben ja gesehen, dass man sehr wohl gegen seinen Willen zu einem Ghoul werden kann - und vielleicht auch zu einem Osadro.

    Vom Schattenkönig würde ich gerne noch mehr lesen.

    Ein Knecht wird Deinen Wunsch erfüllen. :wahrsager:

    Ganz toll fand ich die Anhänge zum Roman.

    Das ist für mich eine wichtige Information, weil ich bei solchen Extras immer überlege, ob die überhaupt jemanden interessieren. Viele Bücher haben so etwas ja nicht, und da liegt der Gedanke nahe, dass man sie auch weglassen und den Aufwand in etwas anderes stecken kann.

  • Sollte sie irgendwann eine Art Wendung vollziehen? OK, eher nicht, wir sind hier nicht bei Rosamunde Pilcher.

    Aber die weinende Lisanne im Epilog - buh, damit hab ich nun so gar nicht gerechnet.

    Irgendwie hab ich die Befürchtung das er gegen seinen Willen zu einem Teil der Schatten wird und irgendwie eine Art Begleiter für Lisanne.

    Ich glaube, dass wir noch eine andere Seite von Lisanne kennenlernen. Sicher wird sie nicht mit Helion in den Sonnenuntergang reiten, aber ich bin schon sehr gespannt, mehr von Lisanne zu lesen.

    Nach diesem Buch glaube ich bei Robert Corvus nicht mehr an Wendungen zum Guten. Es wird höchstens weniger schlimm!

    Genau :)


    Ich finde, der Charakter Lióla hat auch ausgedient.

    Ganz ehrlich, Lióla war für einen Band gut, aber dann reicht es auch.

    Das denke ich auch. Lióla war dunkel durch und durch, nur auf Lisanne fixiert und ich kann jetzt auch auf sie verzichten.

    Bei Lisanne habe ich einen Hauch von Gefühlen entdeckt und Helion mit seinem abgrundtiefen Hass auf Lisanne, da kann ich mir vorstellen, dass es sehr interessant wird.

  • Aber wir haben ja gesehen, dass man sehr wohl gegen seinen Willen zu einem Ghoul werden kann - und vielleicht auch zu einem Osadro.

    Stimmt, von der physischen Seite vielleicht, aber wird ein so Verwandelter auch ein echter Anhänger werden und sich voll und ganz der dunklen Seite zuwenden?