09: Ende Kapitel 4 (ab "Die Gebete, mit denen Helion ...")

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  • Oh wow, was für ein Abschnitt. Der Kampf zwischen Modranel und Lisanne war toll geschildert, vor allem auch, wie es auf "geistiger" Ebene weiterging. Aber als dann Ajina "ihr" Opfer bringt, da musste ich doch schlucken. Und ich finde hier war jetzt endlich deutlich zu spüren, dass Modranel doch auf die "gute" Seite gewechselt ist, weil es ihm so sehr widerstrebt, ihre Lebenskraft, ihr Geschenk, ihr Opfer anzunehmen. Eben weil er genau weiß, dass sie das nicht überleben wird. Und wenn Lióla nicht gewesen wäre, hätten Helion und Modranel ihr Ziel, Lisanne zu enthaupten vielleicht noch irgendwie erreicht. Aber Lióla greift ein und so stirbt nicht nur Ajina sondern auch Modranel, um den es mir noch mehr leid tut. Helion überlebt und wird sicherlich bis zum Ende kämpfen, um sein Ziel zu erreichen und Ajina zu rächen.


    Was mir in diesem Abschnitt übrigens erst so wirklich richtig bewusst wurde, ist, dass die Ajina-Szenen aus ihrer Sicht erzählt sind und dass das letztlich für alle Szenen der einzelnen Figuren gilt. Sprich Helion-Szenen sind aus seiner Sicht erzählt, Liola-Szenen aus ihrer. Das ist mir aber nicht wirklich aufgefallen. Klar, der Bias der einzelnen Szenen war schon deutlich spürbar, aber wirklich bewusst wurde mir es erst, als es in einre Ajina-Szene auf einmal heißt "..., sagte Vater." Da musste ich erstmal innehalten. Ich habe da kurz drüber nachgedacht, ob ich dann nicht für die Ajina-Szenen die Ich-Form bevorzugt hätte, da der Gedanke an ihren Vater schon sehr persönlich ist. In der dritten Person, in der sie erzählt sind, hätte ich tatsächlich eher ein "sagte Modranel" erwartet.


    Ebenso musste ich auch nochmal über das nachdenken, was Helion im letzten Abschnitt am Ende sagte, von wegen, dass er Ajina fremd sein würde. Ich muss gestehen, ich fand ihn jetzt gar nicht so befremdlich. Auch Ajina wird von Anfang an klar gewesen sein, dass er kämpfen wird und dass er seinen Kämpfen töten muss, hat er ja auch letztlich schon mit Pepp gemacht. Der Zauber, den Limoras und Modranel mit dem gefangenen Gardisten ausüben, der ist eklig, ja, das ist er schon ... ih diese Riesenmade...bäh...aber letztlich hat Helion diesen Zauber ja "nur" gebilligt. Und was bleibt ihm auch anderes übrig? Es muss doch jedem klar sein, dass man gegen die Schattenherren nicht nur durch einfachen Kampf mit Schwert und Bogen usw gewinnen würde. Und genau deshalb haben sie ja auch auf Modranels Hilfe gehofft im Kampf gegen Lisanne. Ich habe nach der Ankündigung irgendwie noch etwas abgründigeres in Helion erwartet. Oder habe ich da in meinem Wahn, dem Ende der Geschichte näher zu kommen, irgendetwas entscheidendes übersehen?

  • Hallo Kathrin


    Danke fürs Anfangsposting

    Ich habe den Abschnitt gelesen aber irgendwie falsch gestoppt und bin durcheinander mit meinen Notizen für diesen und den nächsten Abschnitt


    Ihr war ziemlich geschockt dass wir Ajina und Modranel verlieren. Vor Allem war das so unspektakulär. Also klar, heftiger Kampf und so aber dann, schwupps, beide tot.


    Ich denke spätestens jetzt ist klar dass Liola nicht mehr "umkehrbar" ist. Auch wenn Modranel ja noch seine späte Liebe zu seiner Tochter erkennt. Ich habe kurz überlegt ob er wegen ihr wieder die Seiten zu den Schattenherren hin wechselt.


    Helion überlebt und wird sicherlich bis zum Ende kämpfen, um sein Ziel zu erreichen und Ajina zu rächen.

    Jetzt hat er ja noch mehr Grund. Wobei ich auch überlegt habe dass er ja jetzt auch ein noch besseres Opfer für die Schattenherren ist weil er jetzt noch mehr persönliche Wut in sich hat.



    Der Zauber, den Limoras und Modranel mit dem gefangenen Gardisten ausüben, der ist eklig, ja, das ist er schon ... ih diese Riesenmade...bäh...aber letztlich hat Helion diesen Zauber ja "nur" gebilligt. Und was bleibt ihm auch anderes übrig?

    Ja , da ist er abgestumpft. Aber ich beim Lesen auch. Es war ekelig aber irgendwie auch total faszinierend. Und ich hatte tatsächlich Bilder im Kopf, ich glaube ich schaue zu viel "Horror" in letzer Zeit. Limoras finde ich eh ziemlich spannend als Person.

    Wobei er für mich wie so ein typischer Alien aus Roswell aussieht. Mit diesem "Keilkopf" und den Sehschlitzen. Kein typischer Elf wie man sie sonst so aus Fantasy Büchern kennt. Finde ich spannend und ungewöhnlich aber eben auch irritierend und fremd


    Was mir in diesem Abschnitt übrigens erst so wirklich richtig bewusst wurde, ist, dass die Ajina-Szenen aus ihrer Sicht erzählt sind und dass das letztlich für alle Szenen der einzelnen Figuren gilt. Sprich Helion-Szenen sind aus seiner Sicht erzählt, Liola-Szenen aus ihrer. Das ist mir aber nicht wirklich aufgefallen. Klar, der Bias der einzelnen Szenen war schon deutlich spürbar, aber wirklich bewusst wurde mir es erst, als es in einre Ajina-Szene auf einmal heißt "..., sagte Vater." Da musste ich erstmal innehalten. Ich habe da kurz drüber nachgedacht, ob ich dann nicht für die Ajina-Szenen die Ich-Form bevorzugt hätte, da der Gedanke an ihren Vater schon sehr persönlich ist. In der dritten Person, in der sie erzählt sind, hätte ich tatsächlich eher ein "sagte Modranel" erwartet.

    Das ist mir hier auch zum ersten Mal bei "Vater" so richtig aufgefallen, da war auch ich kurz irritiert. Wobei man wirklich gut erkennen kann wer gerade "spricht bzw denkt"

    Ich mag auch diese Kursiv gedruckten Werte wenn Liola beispielsweise über die Schattenherren nachdenkt

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Hui, das waren mal viele tote Hauptfiguren für ein Kapitel. Aber es ist ja auch dark! Fantasy. Grade dieses wenig heroische Setting gefiehl mir persönlich aber extrem gut. Krieg ist nie heroisch, er ist immer brutal und zu viele Tote haben am Ende kein Gesicht. Die Heldentaten finden zwischen den "normalen" Tragödien statt, und das meist ohne Zuschauer.

    Ich find es schade das Ajina gestorben ist, aber sie hat ihr möglichstes gegeben um zu helfen. Die Einblicke in das Denken der Pristerinnen wird mir ab jetzt wohl fehlen. Auch mit Modranel ist ein seeehr spannender Charakter gegangen. Ich frage mich ob er sich am Ende Liola genähert hat um sie zu sich zu bringen oder um sie von ihrem Tun abzuhalten, oder vll um ihre Essenz zu nutzen. Kurz habe ich befürchtet das auch Helion gestorben sei, aber der wird nun wohl alles daran setzen um den Toden Sinn zu geben. Ich bin gespannt wie weit er kommen wird.

    Und ich frage mich was diese Erfahrung mit Lisanne machen wird. Was passiert mit einer Schattenherzogin die ihren eigenen Tod befürchten musste?

    Liola scheint doch noch nicht alles menschliche abgelegt zu gaben, da sie durch aus noch etwas empfindet, das wird grade in diesem Abschnitt wieder mal sehr deutlich.

    Was mir hier aber mal wieder aufgefallen ist, ist das ich in die Welten in Büchern eintauche, aber nur sehr bedingt in die Personen. Ich habe mit keinem der Tode ein Problem, ich finde manche nur schade. Das heisst nicht das ich nicht mit fiebere oder distanziert bin, ich fühl mich eher wie ein Kämpfer der im Hintergrund mit gekämpft hat und nicht als würd ich in der Haut eines der Hauptcharaktere stecken. Aber dafür kann ich mich im lesen soweit verliren das ich nichts um mich herum mehr mitbekomme. ;)

    Ich freu mich auf den nächsten Abschnitt :)

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich habe den Abschnitt gelesen aber irgendwie falsch gestoppt und bin durcheinander mit meinen Notizen für diesen und den nächsten Abschnitt

    Immerhin hast Du Notizen gemacht, im Gegensatz zu mir. Ich hab gelesen und gelesen und gelesen und dann irgendwann dachte ich...oh Mist, wo war denn nur gleich das Abschnittsende. Dann hab ich nachgeschaut, bis wohin der Abschnitt geht und habe den Abschnitt nochmal überflogen und mir dann erst Notizen gemacht. Das ist der Nachteil für mich beim Tablet/ Ebook...in einem normalen Buch habe ich immer Schmierzettel drin, wo ich mir was notieren kann, beim Ebook ist mir das meist zu umständlich.


    Ihr war ziemlich geschockt dass wir Ajina und Modranel verlieren. Vor Allem war das so unspektakulär. Also klar, heftiger Kampf und so aber dann, schwupps, beide tot.


    Jetzt hat er (Helion) ja noch mehr Grund. Wobei ich auch überlegt habe dass er ja jetzt auch ein noch besseres Opfer für die Schattenherren ist weil er jetzt noch mehr persönliche Wut in sich hat.

    Unspektakulär fand ich den Tod von Ajina und Modranel überhaupt nicht. Vor allem den von Modranel nicht. Klar war er durch seinen Kampf mit Lisanne geschwächt und vielleicht leichter zu besiegen, als bei voller Stärke. Aber immerhin war es Lióla, die ihren Vater getötet hat. Und das aus Rache/ Treue für ihre Herrin, Lisanne, damit diese wieder erstarkt und nicht aus Rache für sich selbst, weil er sie damals verkauft hat. Darüber ist sie wirklich hinweg.


    Was Helion angeht und dass seine Wut, sein Hass auf Lisanne immer größer und gewaltiger wird, habe ich ähnlich gedacht wie Du. Diese Wut/ dieser Hass muss dem Schattenherren besonders "gut schmecken", gewürzt mit Genugtuung, dass sie eben doch überlegen sein würden, wenn sie seine Gefühle zugeführt bekommen würden.


    Die Fayé sehen für mich übrigens aus wie die blaue Viecher aus Avatar...ja ich weiß, so sind sie nicht beschrieben. Da wären wir wieder bei meiner eigenen Vorstellungsgabe und dass ich mich da unbewusst weigere, die Beschreibung des Autors in mein Kopfkino zu lassen. Cersei ist für mich ja auch rothaarig und nicht blond, wie in der GoT-Verfilmung.


    Auch mit Modranel ist ein seeehr spannender Charakter gegangen. Ich frage mich ob er sich am Ende Liola genähert hat um sie zu sich zu bringen oder um sie von ihrem Tun abzuhalten, oder vll um ihre Essenz zu nutzen.

    Oh, spannende Überlegung. Ich habe ihn in der Szene ehrlich gesagt einfach nur als weich im Hinblick auf Lióla gesehen. Er sieht sie (nach vielleicht etlichen Jahren?) wieder, sieht was aus ihr geworden ist, merkt, dass er sie doch vermisst hat und das macht ihn weich und verletzlich. Dass er ihre Essenz nutzen wollen könnte, daran hab ich nicht gedacht, wäre natürlich möglich. Auch Ajinas Tod macht ihn verletztlich, verletzlicher als er vielleicht wäre, wenn keine seine Töchter im Kampf gegen Lisanne eingegriffen hätte.


    Was mir hier aber mal wieder aufgefallen ist, ist das ich in die Welten in Büchern eintauche, aber nur sehr bedingt in die Personen. Ich habe mit keinem der Tode ein Problem, ich finde manche nur schade. Das heisst nicht das ich nicht mit fiebere oder distanziert bin, ich fühl mich eher wie ein Kämpfer der im Hintergrund mit gekämpft hat und nicht als würd ich in der Haut eines der Hauptcharaktere stecken. Aber dafür kann ich mich im lesen soweit verliren das ich nichts um mich herum mehr mitbekomme. ;)

    Ist das bei Dir grundsätzlich so, dass Du nur bedingt in die Figuren eines Buches eintauchst, oder ist das hier ein besonderes Phänomen für Dich? Mir geht es tatsächlich mit "Feind" ähnlich, aber für mich eher selten der Fall. Bei mir ist es meist so, dass ich mich neben der Buchwelt auch in einer Figur verlieren kann oder eine Figur sich für mich klar zum Liebling herauskristallisiert (und das muss auch nicht immer die Hauptfigur sein, sondern gerne mal ein Säufer und Weiberheld). Das ist hier nicht so, Modranel und Liola finde ich spannend, Limoras und Lisanne auch, aber mit keinem von ihnen fühl ich mich emotional verbunden - obwohl sie mir - als die dunkleren, undurchsichtigeren, darken Charaktere - lieber sind als die "Guten."

  • Man konnte wohl nicht erwarten, dass das "Heldenpaar" glücklich gemeinsam in den Sonnenuntergang reitet, oder auch in den der drei Monde.

    Aber um es mit Inge zu sagen, man darf ja noch hoffen, auch wider besseren Wissens. Außerdem wäre ein Happyend auch unpassend und somit ja wiederum enttäuschend.

    Interessant fand ich eher, wie Ajina zu Tode kam. Ihr war von Anfang an klar, dass von jedem Opfer verlangt werden würden. Aber sie bringt dieses Opfer nicht nur für die Menschen, letztlich ist es auch eine letzte Bekräftigung für den Glauben an ihren Vater und dass er sich auf die "gute" Seite geschlagen hat.

    Dadurch, dass Modranel sich zuletzt Lióla zuwendet und sie ihre seine wahre Tochter nennt, wird dieses Opfer für mich wieder etwas in Frage gestellt.

    Zumal er es zu guter letzt dadurch ja auch noch verbockt und im Gegenteil zu Lisannes Wiederstarken beiträgt.

    Auch Helior ist nicht gerade hilfreich. Da unterdrückt er mühsam alle Emotionen, um eine Stärkung Lisannes zu verhindern und alle Kraft in den Gegenschlag zu investieren und diese dann auf einen Schlag freizusetzen aus Kummer und Zorn über Ajinas Tod. Wahrscheinlich hätte die Folterung durch Limoras weniger Gewühlswallungen in ihm erweckt. Mir ging es da eion wenig wie Inge. Ist halt eklig aber aus dem richtigen Blickwinkel nötig

    (weniger Psychokiller-Romane für mich, rotwerd, nicht charakterbildend)

    Schon Treaton hatte festgestellt, dass Helions größte Schwäche seine Gefühle sind. Im weiteren Kampf sollte er diese versuchen zu zügeln, sonst ist es wieder eher kontraproduktiv.


    Ja , da ist er abgestumpft. Aber ich beim Lesen auch. Es war ekelig aber irgendwie auch total faszinierend. Und ich hatte tatsächlich Bilder im Kopf, ich glaube ich schaue zu viel "Horror" in letzer Zeit. Limoras finde ich eh ziemlich spannend als Person.

    Wobei er für mich wie so ein typischer Alien aus Roswell aussieht. Mit diesem "Keilkopf" und den Sehschlitzen. Kein typischer Elf wie man sie sonst so aus Fantasy Büchern kennt. Finde ich spannend und ungewöhnlich aber eben auch irritierend und fremd

  • Cooler Abschnitt. Da ist eine Menge passiert.


    Das mit der Made fand ich schon krass. Robert hat wirklich ein Herz für Tiere, alles ist dabei :totlach:


    Baron Gonnar und Prinz Varrior gefielen mir auch gut. Sie gehörten zu denen, die sich nicht haben unterkriegen lassen und für die Sache gestorben sind. Was mich dabei gewundert hat ist, wie Varrior sich dem Verhör von Lisanne widersetzen konnte, wo doch schon bei ihrem Anblick alle vor Erfurcht auf dem Boden sind.


    Der Kampf zwischen Modranel und Lisanne fand ich schon stark. Man spürte förmlich, dass beide an ihre Grenzen gingen.


    Und wenn Lióla nicht gewesen wäre, hätten Helion und Modranel ihr Ziel, Lisanne zu enthaupten vielleicht noch irgendwie erreicht.

    Das denke ich auch und es ist wirklich schade, dass sie es nicht geschafft haben.

    Was wäre eigentlich passiert, wenn sie Erfolg gehabt hätten? Die Schattenherren sind ja nach wie vor noch da und können doch auch ohne Lisanne ihre Grausamkeiten weiterverfolgen. Ein Schattenherr alleine ist ja auch nicht so einfach zu besiegen. Und davon gibt es ja immerhin noch ein paar.



    Aber immerhin war es Lióla, die ihren Vater getötet hat. Und das aus Rache/ Treue für ihre Herrin, Lisanne, damit diese wieder erstarkt und nicht aus Rache für sich selbst, weil er sie damals verkauft hat. Darüber ist sie wirklich hinweg.

    Man könnte fast sagen, ausgleichende Gerechtigkeit, auch wenn sie ausschließlich den Rettung ihrer Herrin im Sinn hatte.

    Dadurch, dass Modranel sich zuletzt Lióla zuwendet und sie ihre seine wahre Tochter nennt, wird dieses Opfer für mich wieder etwas in Frage gestellt.

    Das fand ich überhaupt nicht gut und hat mir die bis dahin coole Szene ein wenig madig gemacht. War denn Lióla immer seine Lieblingstochter? Oder war er tatsächlich auf sie doch ein wenig stolz, weil sie soweit gekommen ist? Ajunas Opfer bekommt so einen faden Beigeschmack.


    Was mir in diesem Abschnitt übrigens erst so wirklich richtig bewusst wurde, ist, dass die Ajina-Szenen aus ihrer Sicht erzählt sind und dass das letztlich für alle Szenen der einzelnen Figuren gilt.

    Da habe ich auch gestutzt. Auch bei dem Wort "Vater", da war ich leicht irritiert.

    Ich denke spätestens jetzt ist klar dass Liola nicht mehr "umkehrbar" ist.

    Das war für mich von Anfang an klar. Dafür hat man zu sehr Gehirnwäsche mit ihr betrieben. Sie ist hoffnungslos Lisanne verfallen.

    Was passiert mit einer Schattenherzogin die ihren eigenen Tod befürchten musste?


    Das ist eine interessante Frage. Das würde mich auch interessieren.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Das ist der Nachteil für mich beim Tablet/ Ebook...in einem normalen Buch habe ich immer Schmierzettel drin, wo ich mir was notieren kann, beim Ebook ist mir das meist zu umständlich.

    Ich lese für Leserunden auch lieber die Prints. Da passiert mir das auch nie, dass ich zu weit lese oder sogar zu wenig.


    Man konnte wohl nicht erwarten, dass das "Heldenpaar" glücklich gemeinsam in den Sonnenuntergang reitet, oder auch in den der drei Monde.

    Damit habe ich auch nicht gerechnet, obwohl ich schon eine klitzekleine Hoffnung hatte, wo beide doch schon so weit gekommen sind.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ach ja, die Rede von Helion fand ich schon stark. "Geboren, um Lisanne zu töten". Das ist dann wohl seine Lebensaufgabe. Werden wir ihn dann im nächsten Buch wiederlesen?


    Immerhin schließen sich ihm direkt 300 Leute an. Führungsqualitäten hatte er ja von Anfang an. Mit den Erfahrungen wird er sicherlich ein guter Anführer.


    Ich bin gespannt, wie er an Lisanne herankommen wird.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Was mir in diesem Abschnitt übrigens erst so wirklich richtig bewusst wurde, ist, dass die Ajina-Szenen aus ihrer Sicht erzählt sind und dass das letztlich für alle Szenen der einzelnen Figuren gilt.

    In der dritten Person, in der sie erzählt sind, hätte ich tatsächlich eher ein "sagte Modranel" erwartet.

    Hm, das ist für mich als Autor überraschend. Ich dachte, es wäre klar, dass die Perspektive zwischen den Figuren wechselt. Ajina denkt von ihrem Vater nicht als "Modranel", deswegen steht im text "Vater", "ihr Vater" oder "Ajinas Vater".

    Es gibt bei einer solche Perspektive eine besonders vertrackte Konstellation (die hier aber nicht zum Tragen kommt), wenn der Leser mehr weiß als die Figur. Wenn also zum Beispiel Figur A verkleidet ist (was der Leser weiß) und Figur B ihn für jemand anderen hält. Bei der Perspektive von B würde die Figur A dann immer anders benannt, als der Leser ihn kennt. Wenn es gut gemacht ist, kann es die Sache aber besonders spannend machen, weil man immer darauf wartet, wann B das Spiel durchschaut.

    Ich habe nach der Ankündigung irgendwie noch etwas abgründigeres in Helion erwartet. Oder habe ich da in meinem Wahn, dem Ende der Geschichte näher zu kommen, irgendetwas entscheidendes übersehen?

    Er hat seine Gefühle ausgelöscht, damit Lisanne seine Essenz nicht rufen kann. Das hat ihn zu so etwas wie einen Roboter gemacht, auch gegenüber Ajina gefühllos - bis diese stirbt, dann bricht der Damm.


    Wobei ich auch überlegt habe dass er ja jetzt auch ein noch besseres Opfer für die Schattenherren ist weil er jetzt noch mehr persönliche Wut in sich hat.

    Ja, das habt Ihr ja schon in einem früheren Leseabschnitt thematisiert: Je entschlossener man die Schattenherren hasst, desto mehr stärkt man sie.


    Kein typischer Elf wie man sie sonst so aus Fantasy Büchern kennt. Finde ich spannend und ungewöhnlich aber eben auch irritierend und fremd

    Das freut mich. Ursprünglich hießen die Fayé Dunkelelfen, aber ich bin froh, dass wir das schnell geändert haben - dadurch habe ich einen unverbrauchten Begriff, den ich mit meinen eigenen Bildern füllen kann.


    Ich mag auch diese Kursiv gedruckten Werte wenn Liola beispielsweise über die Schattenherren nachdenkt

    Meinst Du wirklich das Kursiv (also Schrägstellen) oder die KAPITÄLCHEN? Bei Letzteren wechselt die Schreibweise je nachdem, wer an den Schattenkönig denkt. Wenn es jemand ist, der den Schattenkönig verehrt, stehen die Kapitälchen. Wenn beispielsweise Helion an ihn denkt, steht der normale Schriftschnitt.

    Aber es ist ja auch dark! Fantasy.

    Genau! :err:


    Und ich frage mich was diese Erfahrung mit Lisanne machen wird. Was passiert mit einer Schattenherzogin die ihren eigenen Tod befürchten musste?

    Ein sehr wichtiger Aspekt! Lisanne ist Jahrtausende alt. Eine solche Bedrohung hat sie seit Jahrhunderten nicht erlebt. Damit könnte ihr Selbstbild zusammenbrechen.


    Aber sie bringt dieses Opfer nicht nur für die Menschen, letztlich ist es auch eine letzte Bekräftigung für den Glauben an ihren Vater und dass er sich auf die "gute" Seite geschlagen hat.

    Ja, es ist letztlich eine sehr persönliche Motivation, keine abstrakte Überlegung, die sie zu ihrem Opfer veranlasst.


    Was mich dabei gewundert hat ist, wie Varrior sich dem Verhör von Lisanne widersetzen konnte,

    Es gibt da eine Möglichkeit, die Empfänglichkeit gegenüber den Kräften der Osadroi zu dämpfen: Mann lässt sich kleine Silberbarren in den Schädel applizieren. Allerdings ist das eine sehr gefährliche Operation, bei der das Hirn geschädigt werden kann oder man sogar sterben kann. Wenn es gut geht - wie bei Varrior -, hat man einen gewissen Schutz.


    Was wäre eigentlich passiert, wenn sie Erfolg gehabt hätten?

    Sie hatten schon mehr Erfolg, als die Menschen in den vergangenen Jahrhunderten, indem sie eine Schattenherzogin in Bedrängnis gebracht haben - und das wird nicht folgenlos bleiben ...

    Hätten sie Lisanne getötet, hätte sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet. Es wäre der Beweis gewesen, dass selbst eine Schattenherzogin nicht unbesiegbar und unsterblich ist. Das hätte man als starkes Argument nutzen können, um Verbündete im Kampf gegen die Schattenherren zu werben. Zudem hätte es sicher auch einige Schattenherren verunsichert, die danach eher ungern an die Front gegangen wären ...

  • Das fand ich überhaupt nicht gut und hat mir die bis dahin coole Szene ein wenig madig gemacht. War denn Lióla immer seine Lieblingstochter? Oder war er tatsächlich auf sie doch ein wenig stolz, weil sie soweit gekommen ist? Ajunas Opfer bekommt so einen faden Beigeschmack.

    Ich war froh dass Ajina da schon tot war und das nicht mehr mitbekommen hat



    Meinst Du wirklich das Kursiv (also Schrägstellen) oder die KAPITÄLCHEN? Bei Letzteren wechselt die Schreibweise je nachdem, wer an den Schattenkönig denkt. Wenn es jemand ist, der den Schattenkönig verehrt, stehen die Kapitälchen. Wenn beispielsweise Helion an ihn denkt, steht der normale Schriftschnitt.

    Ich meine natürlich die Kapitälchen (toller Begriff, der mir jetzt nicht so geläufig ist, die andere Schrift halt ;-) )

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Was mir hier aber mal wieder aufgefallen ist, ist das ich in die Welten in Büchern eintauche, aber nur sehr bedingt in die Personen. Ich habe mit keinem der Tode ein Problem, ich finde manche nur schade. Das heisst nicht das ich nicht mit fiebere oder distanziert bin, ich fühl mich eher wie ein Kämpfer der im Hintergrund mit gekämpft hat und nicht als würd ich in der Haut eines der Hauptcharaktere stecken. Aber dafür kann ich mich im lesen soweit verliren das ich nichts um mich herum mehr mitbekomme. ;)

    Ist das bei Dir grundsätzlich so, dass Du nur bedingt in die Figuren eines Buches eintauchst, oder ist das hier ein besonderes Phänomen für Dich? Mir geht es tatsächlich mit "Feind" ähnlich, aber für mich eher selten der Fall. Bei mir ist es meist so, dass ich mich neben der Buchwelt auch in einer Figur verlieren kann oder eine Figur sich für mich klar zum Liebling herauskristallisiert (und das muss auch nicht immer die Hauptfigur sein, sondern gerne mal ein Säufer und Weiberheld). Das ist hier nicht so, Modranel und Liola finde ich spannend, Limoras und Lisanne auch, aber mit keinem von ihnen fühl ich mich emotional verbunden - obwohl sie mir - als die dunkleren, undurchsichtigeren, darken Charaktere - lieber sind als die "Guten."

    Das ist bei mir eigentlich immer so, ich tauch in Welten ein, nicht Charaktere.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Ich meine natürlich die Kapitälchen (toller Begriff, der mir jetzt nicht so geläufig ist, die andere Schrift halt ;-) )

    Ich glaube, es war bei Schattenkult, dass es im Verlag einen anderen Setzer gab. Jedenfalls erinnere ich mich, dass wir diskutiert haben, wie diese Begriffe zu setzen seien, und dabei habe ich ein neues Wort gelernt, das ich zuvor nicht kannte: "Versalien". Das heißt einfach "Großbuchstaben". Wenn ich SCHATTENKÖNIG schreibe, sind das Versalien. Im Buch sind es aber Kapitälchen - wenn Ihr genau hinschaut, seht Ihr, dass der erste Buchstabe ein echter Großbuchstabe ist, die anderen sind ein bisschen kleiner (ich hoffe, das kommt auf jedem Reader gut raus). Bei anderen Wörtern - EUER, SEIN, ... - sind alle Buchstaben ein bisschen kleiner als die "echten" Großbuchstaben im Fließtext.

    Jedenfalls war das bei Schattenkult eine schöne Diskussion. "Das ist doch alles richtig - Versalien halt." - "Ja, eben, Versalien. Es sollen aber Kapitälchen sein." :totlach: Als der neue Setzer verstanden hatte, was ich wollte (und nachgeschaut hat, wie seine Kollegen es in den Büchern vorher gemacht hatten), hat es dann gut geklappt. (Eigentlich war es noch etwas komplizierter, weil ich nicht mit dem Setzer direkt, sondern der Teamassistentin im Fantasylektorat gesprochen habe.)

  • Jetzt stellt es sich als Vorteil heraus, dass Helion die Feldherren über Modranels Anwesenheit und Absichten eingeweiht hat, denn diese agieren trotz aller Bedrängnis dennoch so, dass sie die kleine Gruppe weitgehend unterstützen können. Und haben damit Erfolg: Guardaja und damit die Silbermine ist wieder in der Hand der freien Menschen. Insofern hatte Modranels Schachzug Erfolg gehabt.


    Aber leider lebt Lisanne noch, auch wenn ihre Schwächung einen herber Rückschlag für die Osadroi war. Und wenn Lióla nicht gekommen wäre, hätte die kleine Gruppe vielleicht wirklich Erfolg gehabt und die Schattenherzogin töten können. Wie beim ersten Lesen dachte ich in dem Moment, als Lióla auf der Bildfläche erscheint: "Was macht denn die ausgerechnet jetzt hier! Saublöder Moment." :totlach:


    Ich weiß noch, dass mich beim ersten Lesen damals diese vielen Verluste der mutigen Männer und Frauen deutlich mehr frustriert hat als die Tatsache, dass Guardaja und deren Silbermine gehalten werden konnte. Diesmal empfand ich das nicht so extrem, aber das liegt sicherlich auch daran, dass ich wusste, was mich erwartet.


    Dass Modranel stirbt, hat mich nicht allzu betroffen gemacht, damit habe ich eigentlich gerechnet. War sein Einsatz nun genug, um seine Seele zu retten? Ich hoffe es sehr, denn sonst wäre Ajinas selbstloser Tod doppelt unnötig gewesen, da ja Lisanne auch noch lebt.


    Modranel und seine beiden Töchter: den Samen für das Verderben dieser kleinen Familie hat er damals bei seinem Pakt mit Gadior selbst gepflanzt, ganz abgesehen von seinem Mord an der Mutter. Ajina fühlte sich verpflichtet, das Seelenheil ihres Vater zu retten, weil er eben damals und all die Jahre danach das getan hat, nachdem er schon immer strebte. Ohne Ajinas Lebenskraft hätten Guardaja und all die noch lebenden Kämpfer keine Chance gehabt. Hier stoßen wir wieder auf die berühmte Frage: ob man das Leben seiner eigenen Tochter über das Wohl vieler setzen muss, soll oder darf. Modranel zögert auch nicht lange.


    Was ich aber wirklich schlimm fand, wie er danach bei Lióla schleimt, dass sie eigentlich schon immer seine wahre Tochter gewesen wäre und er sie nicht hätte weggeben dürfen. Diese Einsicht kam reichtlich spät und ich habe sie irgendwie als Verrat an Ajina empfunden. Ganz ehrlich, allein dafür hat er es schon verdient, das Messer in den Rachen gerammt zu bekommen :teufel: Ich hoffe jetzt einfach mal, dass er aufgrund von Ajinas Tod, für den er verantwortlich war, nicht mehr ganz bei sich war.


    Aber das mit dem Messer in den Rachen erledigt Lióla, die nur wegen ihm so geworden ist, wie sie ist. Hätte er sie eben damals nicht verschachert ...


    Helion hat im entscheidenden Moment nicht seine Gefühle im Griff, was ein fataler Fehler ist. Aber wer will es ihm verdenken. Die Liebe zu Ajina war zu groß, um beim Anblick ihres Sterbens noch weiterhin in dieser Mir-ist-alles-egal-Haltung zu verweilen.


    Die Ansprache, die Helion hält, fand ich wieder ziemlich eindrücklich - und freue mich natürlich, dass er anschließend 300 Bewaffnete um sich scharen kann, die ebenfalls mehr als nur die Sicherung der Silbermine wollen. Und Helion macht kein Geheimnis daraus, was sein Ziel ist, daher kann auch niemand sagen, er hätte nicht gewusst, auf was er sich einlässt. Aus seiner Warte muss er Lisanne verfolgen, damit der Tod von Ajina, Estrog und auch Gonnar und Varrior umsonst war.


    Dass Deria kurz vorm Durchdrehen ist, ist ebenfalls absolut verständlich, ich glaube, wäre sie weiterhin so tough geblieben, wäre das unglaubwürdiger gewesen. Erst der Tod des Kindes, dann das gruselige Ritual durch Limoras und dann der Tod von Ajina und Modranel.

  • Jetzt hat er ja noch mehr Grund. Wobei ich auch überlegt habe dass er ja jetzt auch ein noch besseres Opfer für die Schattenherren ist weil er jetzt noch mehr persönliche Wut in sich hat.

    Ja, das dürfte ein ziemliches Risiko für Helions Mission sein.


    Und ich frage mich was diese Erfahrung mit Lisanne machen wird. Was passiert mit einer Schattenherzogin die ihren eigenen Tod befürchten musste?

    Gute Frage - Schwäche darf sie danach nicht zeigen, sonst ist sie schneller weg vom osadrischen Fenster als sie gucken kann. Denn Mitleid mit einer der ihren wird keiner von den anderen Schattenherren haben, im Gegenteil, wenn ein Herzogtum zu haben sein könnte.


    Ich frage mich ob er sich am Ende Liola genähert hat um sie zu sich zu bringen oder um sie von ihrem Tun abzuhalten, oder vll um ihre Essenz zu nutzen.

    Auf den Gedanken bin ich bisher noch nicht gekommen. Ich gehe eher davon aus, dass er das, was er sagte, wirklich so meinte.


    Und das aus Rache/ Treue für ihre Herrin, Lisanne, damit diese wieder erstarkt und nicht aus Rache für sich selbst, weil er sie damals verkauft hat. Darüber ist sie wirklich hinweg.

    Das stimmt, sie ist voll und ganz ein Geschöpf der Schattenherren.


    Was mich dabei gewundert hat ist, wie Varrior sich dem Verhör von Lisanne widersetzen konnte, wo doch schon bei ihrem Anblick alle vor Erfurcht auf dem Boden sind.

    Ja, Varrior fand ich auch stark, wenn auch der Silberbarren dafür verantwortlich war. In jedem Fall war ich froh, dass er schlussendlich einfach sterben durfte und nicht zu einem Ghoule umgewandelt wurde.

  • Diesmal empfand ich das nicht so extrem, aber das liegt sicherlich auch daran, dass ich wusste, was mich erwartet.

    Da ist wahrscheinlich wirklich ein Unterschied, ob man die Geschichte das erste oder das zweite Mal liest. Ich freue mich, dass man ihr offenbar auch beim zweiten Mal noch etwas abgewinnen kann. Das zeigt ja auch, dass mehr drinsteckt als die Frage: "Was passiert wohl als Nächstes?"

    Diese Einsicht kam reichtlich spät und ich habe sie irgendwie als Verrat an Ajina empfunden.

    Das kann man sicher so sehen. Andererseits sind sich Lióla und Modranel in ihrem Wissensdurst sicher tatsächlich ähnlich.

    Schwäche darf sie danach nicht zeigen, sonst ist sie schneller weg vom osadrischen Fenster als sie gucken kann. Denn Mitleid mit einer der ihren wird keiner von den anderen Schattenherren haben, im Gegenteil, wenn ein Herzogtum zu haben sein könnte.

    O ja, Schwäche zu zeigen ist in Ondrien allgemein, im Kult im Besonderen und unter den Osadroi im Speziellen etwas sehr Gefährliches ... Das wird leicht als Einladung verstanden.

  • Dass Modranel stirbt, hat mich nicht allzu betroffen gemacht, damit habe ich eigentlich gerechnet. War sein Einsatz nun genug, um seine Seele zu retten? Ich hoffe es sehr, denn sonst wäre Ajinas selbstloser Tod doppelt unnötig gewesen, da ja Lisanne auch noch lebt.

    Also er hat doch nichts geleistet , in meinen Augen ist seine Schuld nicht abgetragen

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Auch Helior ist nicht gerade hilfreich. Da unterdrückt er mühsam alle Emotionen, um eine Stärkung Lisannes zu verhindern und alle Kraft in den Gegenschlag zu investieren und diese dann auf einen Schlag freizusetzen aus Kummer und Zorn über Ajinas Tod. Wahrscheinlich hätte die Folterung durch Limoras weniger Gewühlswallungen in ihm erweckt.

    Wobei gerade diese wenig hilfreiche Reaktion von Helion ihm doch deutlich was von seinem Heldentum nimmt und letztlich beweißt, dass auch er nur ein Mensch ist und Fehler machen kann. Und dass er nichts gegen die Gefühle, diese Wut/ diesen Kummer über Ajinas Tod, machen kann, auch wenn er weiß, dass das fatale Folgen haben kann bzw. wird. Er kommt nicht gegen seine Gefühle an, und das ist menschlich.

    Was wäre eigentlich passiert, wenn sie Erfolg gehabt hätten? Die Schattenherren sind ja nach wie vor noch da und können doch auch ohne Lisanne ihre Grausamkeiten weiterverfolgen. Ein Schattenherr alleine ist ja auch nicht so einfach zu besiegen. Und davon gibt es ja immerhin noch ein paar.

    Da hast Du eindeutig recht. Ich denke zwar schon, dass Lisannes Tod zumindest auf Seiten der freien Menschen ganz schön was hätte bewirken können, und wenn es "nur" Motivation und Selbstbewusstsein für die freien Menschen gebracht hätte, da Lisanne schon sehr mächtig ist. Aber letztlich hätte irgendein Baron ihr Herzogtum übernommen, der vielleicht noch etwas an Macht hätte aufbauen müssen, aber ich denke schon, dass es da eine gewisse Schattenherren-Schlange gibt, die ihr folgen wollen.

    Was mir in diesem Abschnitt übrigens erst so wirklich richtig bewusst wurde, ist, dass die Ajina-Szenen aus ihrer Sicht erzählt sind und dass das letztlich für alle Szenen der einzelnen Figuren gilt.

    In der dritten Person, in der sie erzählt sind, hätte ich tatsächlich eher ein "sagte Modranel" erwartet.

    Hm, das ist für mich als Autor überraschend. Ich dachte, es wäre klar, dass die Perspektive zwischen den Figuren wechselt. Ajina denkt von ihrem Vater nicht als "Modranel", deswegen steht im text "Vater", "ihr Vater" oder "Ajinas Vater".

    Ich glaube das Wort "Vater" an sich "stört" mich nicht wirklich, sondern eher, dass da einfach nur steht "sagte Vater" und eben nicht "sagte Ajinas/ ihr Vater." Das "sagte Vater" macht den Abschnitt für mich persönlicher, mehr aus Ajinas Sicht geschrieben, als es ein "sagte ihr Vater" getan hätte. Ich hätte "sagte Vater" tatsächlich eher bei einem Text in der Ich-Form erwartet, was wir hier ja nicht haben.

    Bis zu diesem Zeitpunkt war es für mich eher so, dass die einzelnen Abschnitte unterschiedliche Hauptfiguren haben, mal ist es Helion, mal Ajina, mal Liola. Aber ich war nie tief genug in diesen einzelnen Abschnitten bzw. in den einzelnen Figuren drin, als dass es für mich wirklich immer auch deren Sicht auf die Dinge war. Was vielleicht auch ganz gut zu dem passt, was ich vorher schon zu Fenlinkas Posting geschrieben habe.


    Was mich dabei gewundert hat ist, wie Varrior sich dem Verhör von Lisanne widersetzen konnte,

    Es gibt da eine Möglichkeit, die Empfänglichkeit gegenüber den Kräften der Osadroi zu dämpfen: Mann lässt sich kleine Silberbarren in den Schädel applizieren. Allerdings ist das eine sehr gefährliche Operation, bei der das Hirn geschädigt werden kann oder man sogar sterben kann. Wenn es gut geht - wie bei Varrior -, hat man einen gewissen Schutz.

    Ah, das ist eine gute Information. Ich glaube, das ist mir irgendwie entgangen, dass Varrior durch diese Silberplättchen im Schädel so widerstandsfähig war. Ich hatte mich das nämlich wie Murkxsi auch gefragt, wie er das geschafft hat und fand ihn wohl einfach nur cool und hab insgeheim Lisanne dabei die ganze Zeit die Zunge rausgestreckt und ne lange Nase gemacht:jakka:

  • Ich hätte "sagte Vater" tatsächlich eher bei einem Text in der Ich-Form erwartet, was wir hier ja nicht haben.

    Das ist tatsächlich eine Frage der Distanz: "sagte ihr Vater" ist weiter weg als "sagte Vater" - und in dieser Szene, wo sie ihr Leben für ihn gibt, sind wir sehr nah an Ajina.


    Aber ich war nie tief genug in diesen einzelnen Abschnitten bzw. in den einzelnen Figuren drin, als dass es für mich wirklich immer auch deren Sicht auf die Dinge war.

    Hm, da bin ich nicht so sicher ...

    Ihr habt ja auch in den vorherigen Leseabschnitten bemerkt, dass zum Beispiel die Sicht auf den Orden der Mondschwerter in Helions Abschnitten von einer sehr subjektiven Abneigung geprägt und eben keine objektive Darstellung ist.

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