09: Ende Kapitel 4 (ab "Die Gebete, mit denen Helion ...")

  • Ich muss gestehen, ich fand ihn jetzt gar nicht so befremdlich.

    Wenn Helion seine Gefühle nicht unterdrückt hätte, wäre diese Folterung vor seinen Augen vermutlich nicht gegangen. Töten ist eine Sach.e, foltern eine andere und dunkle Magie in Gegenwart eines Mondschwertes ist vermutlich normal schwer zu ertragen. Die Szene war insofern vermutlich eine bessere Vorbereitung, weil schon erwähnt wurde, wie schwierig es sein wird, den Zustand zu erhalten. Gerade bei einem emotionalen Menschen wie Helion ist das vermutlich noch schwieriger. Die Macht der Mondmutter ist eben nicht besonders stark und schon gar nicht in der Nähe der Schatten. (obwohl er seine Gefühle für Pep gut mit Verstand überlagern konnte)

    Trotzdem

    Und wenn Lióla nicht gewesen wäre, hätten Helion und Modranel ihr Ziel, Lisanne zu enthaupten vielleicht noch irgendwie erreicht

    Wenn Helion seine Gefühle besser beherrscht hätte. Er wußte, dass er nichts mehr machen konnte. Seine Aktion war dumm und hat alles zunichte gemacht. Das hat mich schon beim ersten Lesen wütend auf ihn gemacht und trotz Vorbereitung fand ich das auch diesmal wieder. Er hat alles zerstört. Lisanne wäre dann schon vor
    Liólas Erscheinen tot gewesen. Allerdings verstehe ich auch nicht, dass man diese Vorgehensweise nicht vorher abgesprochen hat. Auch die Verwunderung des Vaters erstaunt doch. Schließlich hat Ajina oft genug gesagt, dass ihr Vater sie in dem Kampf brauchen wird. Was haben die denn gedacht, wie?

    Helion hat im entscheidenden Moment nicht seine Gefühle im Griff, was ein fataler Fehler ist. Aber wer will es ihm verdenken. Die Liebe zu Ajina war zu groß, um beim Anblick ihres Sterbens noch weiterhin in dieser Mir-ist-alles-egal-Haltung zu verweilen.

    Ich nehme es ihm übel. Er weiß warum sie das tut und er weiß auch, dass er alles damit zerstört und ihren Tod unsinnig macht. Sie haben doch damit gerechnet, alle zu sterben. Eigentlich hätten sie vorher sogar alle ausmachen sollen, wie sie die Kraft Modranel geben statt Lisanne.


    Jetzt hat er ja noch mehr Grund. Wobei ich auch überlegt habe dass er ja jetzt auch ein noch besseres Opfer für die Schattenherren ist weil er jetzt noch mehr persönliche Wut in sich hat.

    Das sicher und da ist auch der Grund, dass die Prüfung der Mondschwerter eigentlich Selbstbeherrschung mit einbeziehen müßte. Dann wäre er vielleicht durchgefallen. Wie oft er die Gebete wiederholen kann und ob er Zeit dazu findet... wer weiß

    . Auch mit Modranel ist ein seeehr spannender Charakter gegangen. Ich frage mich ob er sich am Ende Liola genähert hat um sie zu sich zu bringen oder um sie von ihrem Tun abzuhalten, oder vll um ihre Essenz zu nutzen.

    Sicher ist nur, dass er eigentlich Lisanne folgt und nicht seiner Tochter. Sicher ist aber auch, dass er die Macht der Magie bewundert und so viel wie möglich davon erlernen wollte. Genau das macht Lióla auch und sie hat eine außerordentliche Begabung. Ajuna dagegen ist kaum magisch begabt und hat sich von der Magie auch abgewandt. Da er aber mit dieser Tochter nun so lange zusammen war, wollte er bei ihr wieder gut machen und hat sich ihrem Wunsch gebeugt, der natürlich auch eine Herausforderung für ihn darstellt. Das Zuckerstück bei der ganzen Sache war sicher für ihn, dass er eine Schattenherrin sehen kann und seine Kräfte mit ihr messen.

    Oh, spannende Überlegung. Ich habe ihn in der Szene ehrlich gesagt einfach nur als weich im Hinblick auf Lióla gesehen. Er sieht sie (nach vielleicht etlichen Jahren?) wieder, sieht was aus ihr geworden ist, merkt, dass er sie doch vermisst hat und das macht ihn weich und verletzlich.

    Aber er bewundert was aus ihr geworden ist. Mit ihr an seiner Seite wären sie die größten Magier geworden, so sehe ich das.

    Das fand ich überhaupt nicht gut und hat mir die bis dahin coole Szene ein wenig madig gemacht. War denn Lióla immer seine Lieblingstochter? Oder war er tatsächlich auf sie doch ein wenig stolz, weil sie soweit gekommen ist? Ajunas Opfer bekommt so einen faden Beigeschmack

    Naja, eigentlich fand ich das nicht. Ajina hat sich für seine Seele geopfert und auch für ihre eigene. Wir wissen ja nicht, was sie gemacht hat, bevor sie zu den Mondschwestern gekommen ist. Da war sie an der Seite ihres Vaters.

    Was ich aber wirklich schlimm fand, wie er danach bei Lióla schleimt, dass sie eigentlich schon immer seine wahre Tochter gewesen wäre und er sie nicht hätte weggeben dürfen.

    Er schleimt hier nicht (jedenfalls empfinde ich das nicht so) er bereut es wirklich, aber nicht weil er ein Kind weggegeben hat, sondern weil er das Kind weggegeben hat, welches seinem Charakter viel näher steh als Ajuna.

    Liola scheint doch noch nicht alles menschliche abgelegt zu gaben, da sie durch aus noch etwas empfindet, das wird grade in diesem Abschnitt wieder mal sehr deutlich.

    Wer sagt, dass Schattenherren nichts mehr Empfinden? Und sie ist ja noch nicht einmal eine solche. Sie haben natürlich menschliche Empfindungen wie Freude und Hass nur hassen sie etwas anderes, als die Menschen außerhalb der Schatten und sie freuen sich über andere Dinge. Da steht Lióla aber voll drin.


    Also er hat doch nichts geleistet , in meinen Augen ist seine Schuld nicht abgetragen

    Wenn ich ein Gott wäre würde ich ihm vergeben. Er hat bis zuletzt gekämpft, Also hat er zumindest versucht. Es ist nicht seine Schuld, dass er verliert. Nichts geleistet? Was ist denn dann eine Leistung? Rumrennen und seine Wut Lisanne zur Stärkung reichen?

    Auch beim zweiten Mal lesen macht mich Helion immernoch wütend (ich glaube ich war bei dem Test Helion und fand das gar nicht gut ^^)


    Das mit der Made fand ich schon krass. Robert hat wirklich ein Herz für Tiere, alles ist dabei :totlach:

    Tja und mit der Made hat er wohl ein Tier gefunden, dem keine Träne nachgeweint wird. Er wollte das in seinem Tagebuch vermerken.

    ÜBRIGENS : was ist überhaupt mit dem Tagebuch passiert? Ich vermisse es.


    mich beim Tablet/ Ebook...in einem normalen Buch habe ich immer Schmierzettel drin, wo ich mir was notieren kann, beim Ebook ist mir das meist zu umständlich.

    Bei Robert ist es eigentlich ganz einfach, viel einfacher als in der Printversion: suchen, Position eingeben und Lesezeichen setzen. Ansonsten finde ich das Navigieren mit den Kapiteln einfacher als im Buch, Notizen kann man direkt machen, keine Zettelwirtschaft. Und man kann kopieren, was im buch gar nicht geht. So viele Vorteile! Nur zum Aussehen im Bücherregal und zum Verschenken ist die Printversion besser. Also sollte man beide haben, sofern es beide gibt. Es wäre schön, wenn man zum Printexemplar ein verbilligtes e-book bekommen würde, wie das audible mit Hörbüchern macht.-

  • Zitat

    ÜBRIGENS : was ist überhaupt mit dem Tagebuch passiert? Ich vermisse es.

    Das vermisse ich allerdings auch. 😜

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • In das TAgebuch hat Bernd immer alles reingeschrieben, was er von uns gelernt hat! Jawoll! Wir wollten das schon immer mal als Ganzes haben und jetzt ist es weg;(

  • Wirklich weg ? Oder nur "geheimnisvoll verschwunden" ?

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Bis kurz vor dem Ende des Abschnittes habe ich nicht daran geglaubt, dass Ajina tot ist. Insgeheim dachte ich immer wieder "los steht auf" oder "jetzt muss doch Ajina wieder erscheinen".


    Um Modranel tut es mir im Nachhinein nicht leid. Wie er Lióla als seine wahre Tochter bezeichnet, fand ich einfach nur mies. Ajina stirbt quasi für ihn, hat die ganze Zeit an ihn geglaubt und nun das.

    Und dann wird er von der "wahren" Tochter umgebracht. In diesem Moment war er zu weich und hat sie zu nah an sich bzw. sein Inneres herangelassen.


    Lióla hat sich auf jeden Fall der Schattenseite endgültig zugewandt. Ob Lisanne es anerkennt, wie sehr Lióla um sie besorgt war und sie gerettet hat? Kennt Lisanne so etwas wie Dankbarkeit?


    Und Helion kann 300 Bewaffnete um sich scharen, sehr cool.


    Außerdem wäre ein Happyend auch unpassend und somit ja wiederum enttäuschend.

    Och so ein kleines "Zwischenhappyend" würde mir gefallen, es muss ja nicht bis zum Ende der Reihe anhalten :)

    Die Liebe zu Ajina war zu groß, um beim Anblick ihres Sterbens noch weiterhin in dieser Mir-ist-alles-egal-Haltung zu verweilen.

    Ich konnte Helion in diesem Moment auch gut verstehen. Er hatte starke Gefühle für Ajina und dass er bei ihrem Tod nicht einfach emotionslos bleiben kann, macht ihn sympathisch.


    Die Ansprache, die Helion hält, fand ich wieder ziemlich eindrücklich - und freue mich natürlich, dass er anschließend 300 Bewaffnete um sich scharen kann,

    Die Rede war wirklich eindringlich und er konnte glücklicherweise viele Zuhörer überzeugen.


    Ich lese für Leserunden auch lieber die Prints. Da passiert mir das auch nie, dass ich zu weit lese oder sogar zu wenig.

    Ich mache mir vor Beginn der Runde, wenn die Einteilung steht, Bookmarks, damit klappt es super. Hier waren auch bei den Abschnitten noch die Positionen im ebook angegebenen, das war sehr komfortabel. Da musste man nicht im laufenden Kapitel noch den Satz suchen, wie es sonst machmal ist.

  • Hier waren auch bei den Abschnitten noch die Positionen im ebook angegebenen, das war sehr komfortabel. Da musste man nicht im laufenden Kapitel noch den Satz suchen, wie es sonst machmal ist.

    Ja, das ist echt genial mit den Positionen.

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