06: Anfang Kap. 3 bis " ... auf dass ich von euch lernen kann?" (Pos. 2889)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Anfang Kap. 3 bis " ... auf dass ich von euch lernen kann?" (Pos. 2889) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Wieder ein sehr starker Leseabschnitt, der manches ans Tageslicht bringt.

    Das Ajina zB ein wenig in der Magie unterrichtet ist verwundert zwar nicht ob ihrer Herkunft, aber wirklich erwartet habe ich es nicht. Vielleicht kommt noch ein Tag unter den Schatten der dadurch gerettet wird. Auch das Helion nach der Aussprache doch so schnell wieder komplett zu ihr findet überrascht mich etwas. Sehr verständlich war dagegen das Ajina ihm den Grund nicht wirklich übel genommen hat.

    Ajinas plötzliche Wut und ihr Temperament als es um die kleine Gnomin geht war sehr interessant, zeigt sich noch auch hier wieder die Parallele zu ihrem Leben, welches von Flucht geprägt gewesen zu sein scheint. Vielleicht fühlt sie sich deshalb auch bei den Mondpriesterinnen so geborgen.

    Die Schlacht und die Wunden und ähnliches sind hier zwar eher nebensächlich aber gut beschrieben. Fedlazarette sind nie angenehme Orte.

    Zu Liola, ihre Reise in die Schatten sehe ich als vollkommen an, ich habe nicht das Gefühl das sie dort noch einmal raus kommen wird. Zu sehr erschreckt mich das Vergnügen das sie am Leiden anderer empfindet.

    Lisanne ist sehr interessant beschrieben, und ich bin mir sicher das wir noch viel von ihr hören werden. Sie ist unfassbar alt, und hat sich der perfekten Schönheit verschrieben, ob sie ihrem Körper da über die Jahrhunderte wohl nachgeholfen hat? Irgendwie erinnert das etwas an einen Teil der Aufgabe die sich das Imago Projekt gesetzt hatte...

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Helion hat sich mit Ajina versöhnt, soweit man von Versöhnung überhaupt sprechen kann. Ich denke, dass die Aussprache schon sehr wichtig für Helion war. Für mich war das durchaus auch schlüssig. Helion wird sich Sorgen um Ajina gemacht haben. Er wird ihr sicherlich nicht ohne Grund gefolgt sein und ihr mit dem sehr interessanten Seelenspiegel geholfen haben. Dass diese Seelenspiegel die eigene Angst spiegeln, kann ich mir gut vorstellen. Eigene Ängste können schrecklicher sein als der schlimmste Horrorfilm. Ich bin mir nicht sicher, ob ich meinen begegnen möchte ;)


    Die schwarzen Nacktschnecken fand ich wirklich eklig, die sind in normaler Farbe schon nicht schön, aber dann in schwarz, die durch den toten Körper kriechen :o

    Und da war sie, die Katzenszene.... X(:o Man merkt, das der Autor augenscheinlich Katzen eher nicht zugetan ist.


    Lióla hat sich ganz schön ins Zeug gelegt, um der schönen Lisanne zu imponieren. Und dann kommt doch tatsächlich ein ehrgeiziger Jatzell um die Ecke und bringt die Essenzen in Natura, die der liebliche Baron "gespendet" hat. Die Eifersucht konnte man förmlich spüren. Und dass alles nur, um die Gunst von Lisanne zu erhalten.


    Ich hatte bei ihrer Beschreibung kein großes A-ha-Erlebnis. Irgendwie hatte ich mir da etwas mehr vorgestellt bei ihrem ersten Auftritt. Sie ist wunderschön und alle sind ihr verfallen, schön und gut. Aber irgendwas fehlte mir. Vielleicht kommt das noch.


    Ich befürchte, jetzt geht es erst so richtig los.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Ajinas plötzliche Wut und ihr Temperament als es um die kleine Gnomin geht war sehr interessant, zeigt sich noch auch hier wieder die Parallele zu ihrem Leben, welches von Flucht geprägt gewesen zu sein scheint.

    Ich glaube schon, dass in ihrem Handeln unterschwellig ihr Erlebnis von Damals wiederspiegelt. Auch wenn sie noch nicht begriffen hat, was da wirklich passiert ist, so wird sich das doch in ihr Unterbewusstsein gebrannt haben. Und sobald eine ähnliche Situation aufkommt, wird sie entsprechend reagieren und versuchen, zu retten, was zu retten ist.

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen

  • Die Begegnung mit dem Seelenspiegel fand ich beängstigend. Nicht nur seinen größten Ängsten zu begegnen , auch strahlt die gesamte Szene eine derartige Hoffnungslosigkeit aus...



    Die Verwandlung der Gefangenen in Ghoule als Volksspektakel ist ein weiteres Mittel der Schattenherren den Menschen sehr anschaulich zu zeigen auf welche verlorenem Posten sie stehen.


    Da Dank die Folterungen mit denen die Priester mit "aller gebotener Behutsamkeit' durchgeführt würden, keine offensichtlichen Spuren von Gewalt sichtbar sind, könnte bei denn eh verstörten Zuschauern fast der Eindruck entstehen, dass diese Verwandlung sogar ein Stück weit freiwillig erfolgt, weil die Priester eingesehen haben, dass ihre Götter machtlos sind und sie lieber den Schattenherren dienen.

    Und weil sie es nicht besser verdient haben in der nicht sehr ansprechenden Gestalt von Ghoulen.



    Lisanne ist in ihrer mit Grausamkeit gepaaten Schönheit offenbar überwältigend. Liola hat ja schon Sorge,dass ihr Herzschlag störend wirken könnte.

    Nein, ein Katzenfreund ist Bernd definitiv nicht:o Halten wir ihm zu Gute,dass er sich diese Szene nur ausgedacht hat weil die Wirkung doppelt grausam ist - Kätzchen den Kopf abzureißen und Kinder damit zu bewerten lässt keinen Zweifel an Lisannes Charakter. Falls es Zweifler geben könnte;)


    Dass die Konkurrenz unter den Dunkelrufern offenbar groß ist zeigt die Eifersucht von Liola über das viel schönere Geschenk Jatzells. Eben wagt sie noch fast stolz auf ihre mit Lebensessenz gefüllten Kristalle zu sein, da bringt der Kerl eine Horde frische Essenz produzierende Kinder.X( Damit hat er sich auch keine Freundin gemacht und wenn sie von ihm gelernt hat, soll er sich nicht wundern,dass er von dem Erlernten kosten darf.

  • Also ich bin ja auch kein Katzen"fan" aber die Szene war schon echt heftig. Bei Tieren bin ich ja immer sehr empfindlich. Und ja , bei Menschen und vor Allem den Kindern hier auch. Geschont wird man als Leser hier defintiv nicht.


    Zu Liola, ihre Reise in die Schatten sehe ich als vollkommen an, ich habe nicht das Gefühl das sie dort noch einmal raus kommen wird. Zu sehr erschreckt mich das Vergnügen das sie am Leiden anderer empfindet.

    Ich habe da auch jedwede Hoffnung verloren.



    Dass diese Seelenspiegel die eigene Angst spiegeln, kann ich mir gut vorstellen. Eigene Ängste können schrecklicher sein als der schlimmste Horrorfilm.

    Und darin gefangen zu sein stelle ich mir grausam vor. Vor Allem erschien es mir wie eine Endlosschleife. Denn die Hölle ist die Wiederholung (um mal Christoph Marzi zu zitieren)

    Ich habe mir die Seelenspiegel so ein wenig wie Harpyien vorstellt


    Lióla hat sich ganz schön ins Zeug gelegt, um der schönen Lisanne zu imponieren. Und dann kommt doch tatsächlich ein ehrgeiziger Jatzell um die Ecke und bringt die Essenzen in Natura, die der liebliche Baron "gespendet" hat. Die Eifersucht konnte man förmlich spüren. Und dass alles nur, um die Gunst von Lisanne zu erhalten.


    Ich hatte bei ihrer Beschreibung kein großes A-ha-Erlebnis. Irgendwie hatte ich mir da etwas mehr vorgestellt bei ihrem ersten Auftritt. Sie ist wunderschön und alle sind ihr verfallen, schön und gut. Aber irgendwas fehlte mir. Vielleicht kommt das noch.

    Bei mir ist der Funke auch noch nicht übergesprungen aber ich denke dass wir ihr noch mehr begegnen werden


    Dass die Konkurrenz unter den Dunkelrufern offenbar groß ist zeigt die Eifersucht von Liola über das viel schönere Geschenk Jatzells. Eben wagt sie noch fast stolz auf ihre mit Lebensessenz gefüllten Kristalle zu sein, da bringt der Kerl eine Horde frische Essenz produzierende Kinder. X( Damit hat er sich auch keine Freundin gemacht und wenn sie von ihm gelernt hat, soll er sich nicht wundern,dass er von dem Erlernten kosten darf.

    Ich muss auch zugeben, ich habe nicht viel Hoffnung für Jatzell.

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Ajinas plötzliche Wut und ihr Temperament als es um die kleine Gnomin geht war sehr interessant, zeigt sich noch auch hier wieder die Parallele zu ihrem Leben, welches von Flucht geprägt gewesen zu sein scheint. Vielleicht fühlt sie sich deshalb auch bei den Mondpriesterinnen so geborgen.

    Ajinas Verhalten fand ich super und richtig. Jedes Leben ist es wert gerettet zu werden und sie handelt und sieht nicht zu. Allerdings war mir dann Helion wieder zu sehr der Held und es war leider auch absehbar, dass er der Held sein würde, der sie und die Kleine retten wird. Dass sich die beiden wieder annähern, war auch klar, aber es war verdammt nötig, dass sie sich mal aussprechen.

    Er wird ihr sicherlich nicht ohne Grund gefolgt sein und ihr mit dem sehr interessanten Seelenspiegel geholfen haben. Dass diese Seelenspiegel die eigene Angst spiegeln, kann ich mir gut vorstellen.


    Die schwarzen Nacktschnecken fand ich wirklich eklig, die sind in normaler Farbe schon nicht schön, aber dann in schwarz, die durch den toten Körper kriechen :o

    Die Seelenspiegel fand ich ganz großartig. Ich möchte zwar keinem begegnen, aber das ist für mich Fantasy pur. Ach und Inge : für mich sahen sie auch die die Mala'ak von C. Marzi. Nicht, dass es von denen ein Bild gäbe, das man angucken könnte, aber mein Kopfkino funktioniert ganz großartig.


    Die Nacktschnecken hingegen hätte ich auch nicht gebraucht. Mir geht es da wie Dir, die sind schon so schlimm genug, aber jetzt mit dieser Vorstellung werden auch die in normaler Farbe in meinem Garten (auch wenn es sich dieses Jahr noch im Rahmen hält) mit ganz anderen Augen betrachtet.

    Ich hatte bei ihrer Beschreibung kein großes A-ha-Erlebnis. Irgendwie hatte ich mir da etwas mehr vorgestellt bei ihrem ersten Auftritt. Sie ist wunderschön und alle sind ihr verfallen, schön und gut. Aber irgendwas fehlte mir. Vielleicht kommt das noch.

    Ja, da muss ich Dir zustimmen. Ich hatte nach dem, was im ersten LR-Abschnitt angedeutet wurde, tatsächlich mehr erwartet. Aber ich weiß auch nicht, wie die Szene auf mich gewirkt hätte, wenn es das neue Coverbild nicht gäbe. Wahrscheinlich muss Lisanne noch deutlich mehr ins Geschehen eingreifen, dass sie für mich greifbarer wird.


    Nein, ein Katzenfreund ist Bernd definitiv nicht:o Halten wir ihm zu Gute,dass er sich diese Szene nur ausgedacht hat weil die Wirkung doppelt grausam ist - Kätzchen den Kopf abzureißen und Kinder damit zu bewerten lässt keinen Zweifel an Lisannes Charakter. Falls es Zweifler geben könnte;)


    Also ich bin ja auch kein Katzen"fan" aber die Szene war schon echt heftig. Bei Tieren bin ich ja immer sehr empfindlich. Und ja , bei Menschen und vor Allem den Kindern hier auch. Geschont wird man als Leser hier defintiv nicht.

    Inge wird vermutlich glauben, dass nicht wirklich ich dieses Posting schreibe, aber mich hat die Katzenszene tatsächlich weniger fertig gemacht, als man annehmen sollte, wo doch auch gerade mein dicker Kater mir beim Posten hilft und sein Bruder nach Futter schreit. Normalerweise schmeiße ich da ein Buch schon mal für in die Ecke und ich musste da auch ganz schön schlucken, allerdings eher angesichts des Entsetzens der Kinder und weniger, weil ein unschuldiges Tier sterben musste. Ich schätze, das liegt daran, dass das arme Wesen nicht lange leiden musste und schnell gestorben ist. Nichtsdestotrotz hat das Kopfkino hier gut funktioniert, zu gut, aber ja es gab für mich schon schlimmere Katzen-Szenen in Büchern.

  • Zu Liola, ihre Reise in die Schatten sehe ich als vollkommen an, ich habe nicht das Gefühl das sie dort noch einmal raus kommen wird.

    Die Eifersucht konnte man förmlich spüren.

    Ich muss auch zugeben, ich habe nicht viel Hoffnung für Jatzell.

    Dies ist eine der Momente in einer Leserunde, die ich als Autor besonders interessant finde. Alle sind sich ja einig, dass sich Lióla weit auf der finsteren Seite befindet. Sie gehört also zu "den Bösen".

    Trotzdem scheint es mir, dass man als Leserin oder Leser auf ihrer Seite steht - oder wünscht sich jemand, dass Jatzell (oder jemand anderes) Lióla das Handwerk legt?

    In jedem Fall lohnt es sich, im Gedächtnis zu behalten, wie Lióla in dieser Szene zu Jatzell steht ...

    hat sich der perfekten Schönheit verschrieben, ob sie ihrem Körper da über die Jahrhunderte wohl nachgeholfen hat?

    Davon darf man ausgehen, denke ich.


    Dass diese Seelenspiegel die eigene Angst spiegeln,

    Als Blick hinter den Vorhang: Für die Charakterisierung einer Figur sind deren Ängste wenigstens so wichtig wie ihre Träume. Die Seelenspiegel bieten mir eine gute Gelegenheit, Ajinas Ängste direkt zu zeigen und sie für den Leser dadurch noch greifbarer zu machen.


    Ich habe mir die Seelenspiegel so ein wenig wie Harpyien vorstellt

    Ja, das passt. :daumen:

    Man merkt, das der Autor augenscheinlich Katzen eher nicht zugetan ist.

    Na ja, in meinen Büchern sterben noch immer wesentlich mehr Menschen als Katzen ... :err:


    Die Verwandlung der Gefangenen in Ghoule als Volksspektakel ist ein weiteres Mittel der Schattenherren den Menschen sehr anschaulich zu zeigen auf welche verlorenem Posten sie stehen.

    Damit hast Du eine der Hauptfunktionen des Kults erkannt: Er soll den Menschen jede Hoffnung nehmen, in irgendeiner Weise gegen den Willen der Schatten aufbegehren zu können, ohne dabei qualvoll zugrunde zu gehen.

  • Für mich waren die Seelenspiegeln irgendwie den weeping angels nahe, aber so verschieden sind die Bilder die die gleichen Worte hervorgerufen haben.

    Fenlinka

    "...und so zieht sie in die Welt hinaus, ohne Strümpfe ohne Schuh, sie brauch nur ein Buch dazu, ..." (Rolf Zukowski)

  • Nun ist wohl klar, bei wem es sich um die Frau auf dem Cover handelt. Und welchen tiefen Eindruck Lisanne auf ihre Umgebung macht - und wie sie dann ihr wahres Gesicht zeigt. Dass sie sich den Kindern gegenüber nachsichtig zeigt, war auch eher nicht zu erwarten, denn sonst wäre sie nicht Schattenherzogin geworden.


    Und dann kommen jetzt die leckeren Szenen mit den Nacktschnecken und den abgerissenen Katzenkopf ^^ Lióla mag ich immer weniger, aber das war ja auch schon beim ersten Lesen so. Wobei es jetzt spannend werden dürfte, was sie wegen Jatzell unternehmen wird. Der Neid auf seine Erfolge zerfrisst sie ja regelrecht.


    Auf die Szene zwischen Ajina, Helion und die Seelenspiegel habe ich mich sehr gefreut, die hat mir damals schon so gut gefallen. Diese Kreaturen sind ziemlich gruselig und bei der Vision, als Ajina ihren Vater gemartert auf dem Stein liegen sieht, wird auch klar, warum sie Seelenspiegel heißen. Ich finde sie aber trotz allem spannend und faszinierend.

    Es ist überraschend, wie wichtig es Ajina ist, dass die Götter Modranel verzeihen, indem er seinen guten Willen bei dem bevorstehenden Kriegszug beweist. Aber können die Götter ihm wirklich verzeihen? Haben sie überhaupt die Macht dazu? Wie auch beim ersten Lesen damals erscheinen mir die Götter allzu machtlos. Haben sie überhaupt schon mal einen Gegenschlag gegen die Schattenherren führen können? Gibt es die Götter überhaupt oder ist das nur etwas, an denen sich die Menschen verzweifelt halten, um so das Gefühl zu haben, unter dem Schutz von etwas Höherem zu stehen?
    Bei der Phileasson-Saga ist die Macht und der Einfluss der Götter sicht- und spürbar, aber hier habe ich davon noch überhaupt nichts mitbekommen.


    Ajina reagiert unvernünftig, als sie alleine mit dem Schwert losziehen will, um das vermisste Kind vor dem Seelenspiegel zu retten, aber der Frust darüber, dass sie den Ritter nicht hatte retten können sowie dass niemand dem Mädchen helfen will, lässt bei ihr die Sicherung durchbrennen. Andererseits zeigt es auch, dass sie nicht bereit ist, die Hände in den Schoß legen, sondern etwas verändern bzw. erreichen will.

    Und nachdem dank Helions Eingreifen alles gut geht, setzt Ajina Helion die Pistole auf die Brust und sucht das Gespräch mit ihm. Und er kann endlich nicht ausweichen :totlach: Und dann finden die beiden doch noch zueinander und verlieren keine weitere Zeit :totlach: Ajina macht keinen Hehl daraus, dass sie ihren Vater bis zum bitteren Ende gegen Lisanne begleiten wird.

  • Trotzdem scheint es mir, dass man als Leserin oder Leser auf ihrer Seite steht - oder wünscht sich jemand, dass Jatzell (oder jemand anderes) Lióla das Handwerk legt?

    Ja, ich wünsche mir das - ich habe mir das auch damals schon gewünscht, dass Lióla die Buchreihe hoffentlich nicht überlebt :totlach:

  • Trotzdem scheint es mir, dass man als Leserin oder Leser auf ihrer Seite steht - oder wünscht sich jemand, dass Jatzell (oder jemand anderes) Lióla das Handwerk legt?

    Ja, ich wünsche mir das - ich habe mir das auch damals schon gewünscht, dass Lióla die Buchreihe hoffentlich nicht überlebt :totlach:

    Interessanterweise wünsche ich Liola nicht den Tod , bin aber defintiv nicht auf ihrer Seite. Aber sie ist zu interessant um sie zu verlassen

    Aber Jatzell muss auch nicht gegen sie gewinnen, das ist ja Pest gegen Cholera eintauschen. Da soll schon jemand "netteres" kommen um Liola das Handwerk zu legen (also in Band 2 oder 3)

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Bei der Phileasson-Saga ist die Macht und der Einfluss der Götter sicht- und spürbar, aber hier habe ich davon noch überhaupt nichts mitbekommen.

    O doch, Ihr wart schon dabei, als die Mondmutter etwas von ihrer Macht offenbarte: als Helion sein Schwert geschmiedet und seine Rüstung angepasst hat. Da war - im Wortsinne - ein wundersamer Vorgang.

  • Bei der Phileasson-Saga ist die Macht und der Einfluss der Götter sicht- und spürbar, aber hier habe ich davon noch überhaupt nichts mitbekommen.

    O doch, Ihr wart schon dabei, als die Mondmutter etwas von ihrer Macht offenbarte: als Helion sein Schwert geschmiedet und seine Rüstung angepasst hat. Da war - im Wortsinne - ein wundersamer Vorgang.

    Ist das dann auch Magie? Oder göttliches Wirken? Und wo ist der Unterschied?

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Ist das dann auch Magie? Oder göttliches Wirken? Und wo ist der Unterschied?

    Göttliches Wirken ist in dieser Welt immer aufbauend und erschaffend. Etwas gelangt in die Form, der es entgegenstrebt. Eine Wunde zum Beispiel ist eine Störung des "Idealbildes" eines Körpers. Deswegen kann ein Wunder helfen, die Verletzung heilen zu lassen. Es gibt aber kein Wunder, das eine Verletzung schlägt. Ernten können reichhaltiger sein, oder eine Rüstung passt sich dem Idealbild des Schutzes für ihren Träger an.

    Magie zerstört, sie macht die Dinge so, wie sie nie gedacht waren. Ein menschlicher Körper wird zu dem eines Ghouls deformiert. Hunderte, Tausende und mehr Menschen sterben, um einen Schattenherrn über die Jahrhunderte am Leben zu erhalten. Wesen, die niemals in dieser Welt existieren sollten, reißen die Mauern der Wirklichkeit ein und kommen herüber (Dämonenbeschwörungen).

  • Danke für die Erklärung ... eine absolut nachvollziehbare Unterscheidung

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • O doch, Ihr wart schon dabei, als die Mondmutter etwas von ihrer Macht offenbarte: als Helion sein Schwert geschmiedet und seine Rüstung angepasst hat. Da war - im Wortsinne - ein wundersamer Vorgang.

    Okeeee, aber gegen die Schattenherren sollte schon etwas mehr aufgeboten werden, als "nur" die passgenaue Anpassung einer Rüstung :totlach::totlach:

  • Dies ist eine der Momente in einer Leserunde, die ich als Autor besonders interessant finde. Alle sind sich ja einig, dass sich Lióla weit auf der finsteren Seite befindet. Sie gehört also zu "den Bösen".

    Trotzdem scheint es mir, dass man als Leserin oder Leser auf ihrer Seite steht - oder wünscht sich jemand, dass Jatzell (oder jemand anderes) Lióla das Handwerk legt?

    Nein, das wünsche ich mir auch nicht. Was aber mitunter daran liegt, dass Lióla mehr Profil und auch eine Vergangenheit für mich hat als jetzt z.B. Jatzell. Jatzell ist mir eher egal^^


    Ajina reagiert unvernünftig, als sie alleine mit dem Schwert losziehen will, um das vermisste Kind vor dem Seelenspiegel zu retten, aber der Frust darüber, dass sie den Ritter nicht hatte retten können sowie dass niemand dem Mädchen helfen will, lässt bei ihr die Sicherung durchbrennen. Andererseits zeigt es auch, dass sie nicht bereit ist, die Hände in den Schoß legen, sondern etwas verändern bzw. erreichen will.

    Und genau das rechne ich ihr so hoch an. Dass sie handelt und eben das kleine Mädchen nicht ihrem Schicksal überlässt.


    Okeeee, aber gegen die Schattenherren sollte schon etwas mehr aufgeboten werden, als "nur" die passgenaue Anpassung einer Rüstung :totlach::totlach:

    Da bin ich ganz bei Dir. Wenn die Götter wirklich nicht mehr tun, als für passgenaue Rüstungen aus Silber zu sorgen, die zwar sehr effektiv zu sein scheinen, dann habendie Schattenherren eigentlich nicht wirklich was von den freien Menschen zu befürchten. Wer weiß, vielleicht lachen sie sogar über die Versuche der freien Menschen und ihre ganz so machtvollen Götter und betrachten die Kämpfe eher als Spiel, so wie Katzen gerne erstmal mit Mäusen spielen.

  • Und genau das rechne ich ihr so hoch an. Dass sie handelt und eben das kleine Mädchen nicht ihrem Schicksal überlässt.

    Genau, das macht sie so "menschlich", abgesehen davon, dass es auch einfach mutig ist.


    Da bin ich ganz bei Dir. Wenn die Götter wirklich nicht mehr tun, als für passgenaue Rüstungen aus Silber zu sorgen, die zwar sehr effektiv zu sein scheinen, dann habendie Schattenherren eigentlich nicht wirklich was von den freien Menschen zu befürchten. Wer weiß, vielleicht lachen sie sogar über die Versuche der freien Menschen und ihre ganz so machtvollen Götter und betrachten die Kämpfe eher als Spiel, so wie Katzen gerne erstmal mit Mäusen spielen.

    Ohja, das würde den Schattenherren garantiert sehr gut gefallen.

  • Wenn die Götter wirklich nicht mehr tun,

    Sie tun schon sehr viel mehr, aber auf einer anderen Ebene: Sie sorgen dafür, dass die Naturgesetze ihre Gültigkeit behalten. Dass nach Heute ein Morgen kommt, nicht ein Gestern. Dass die Schwerkraft überall nach unten zieht. Dass Säuglinge zu Kindern, zu Erwachsenen, zu Greisen werden - und sich das nicht irgendwann umkehrt (die Schattenherren halten genau das an, wenn sie unsterblich werden - aber wenn jeder unsterblich wäre, würde die Welt überquellen). Dass Sommer auf Frühling folgt und in einen Herbst übergeht. Dass Luft immer gasförmig bleibt und nicht mal eben für eine Minute zu Stein erstarrt (was alles atmende Leben auf einen Schlag töten würde).

    Aber das sind sehr langfristige Sachen - eben dem Pulsschlag von Göttern angepasst, nicht der Hektik von Sterblichen.